Alpenroadmovie 10

Alpenroadmovie 10

Donnerstag, 16.08.2012, 16.00 Uhr

Hafen, Bonifacio, Korsika

Enzo und Blume saßen auf einer gemütlichen Bank in Bonifacio am Hafen in einem kleinen Café. Vor ihnen lagen halbleere Teller auf dem Tisch, zwei Tassen und eine Kanne mit Kaffee. Blume schlief in seinem Arm und er hangelte nach seiner Kaffeetasse. Seine Wunde schmerzte wieder und er rutschte nervös auf der Bank umher. Er kam sich zu Recht wie auf dem Präsentierteller vor. Die Kellnerin war schon zweimal da gewesen. Sein Französisch war heute ziemlich grausam, aber er schaffte es ihr irgendwie zu verstehen zu geben, dass sie noch nicht fertig waren mit dem Essen. Sie brachte unaufgefordert zwei Gläser Wasser, die Rechnung und Alufolie. Er zahlte und bedankte sich überschwänglich. Sie schien aus seinem Gestammel heraus tatsächlich Gedanken lesen zu können.

Das Fährschiff lief ein und endlich kam Bewegung in die Sache. Blume wurde wach, als er sich regte, um die Reste einzupacken. Völlig neben sich versuchte sie nach einem der Gläser zu greifen. Die Autos rollten an ihnen vorbei.

‚Ich glaube wir können langsam zum Auto gehen!‘ meinte Enzo.

Bambi trank das Wasser in einem Zug leer und stellte das Glas hin.

Sie fuhren an Bord. Dieses Fährschiff war viel kleiner, als das Letzte. Es gab keine Kabinen. Sie beschlossen also im Auto zu bleiben. Das war auf dieser Fähre nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht. Das entsprach zwar nicht den Sicherheitsbestimmungen, aber ging am Ende viel schneller.

Bambi kletterte auf den Rücksitz und lehnte ihren Kopf gegen die Scheibe.

‚Darf ich zu dir auf den Rücksitz?‘ fragte Enzo.

‚Natürlich Bambi!‘ meinte Blume

Er machte die Tür einen Spalt auf, zwängte sich aus dem Auto und ging zum Kofferraum. Sie hörte ein Knacken, der Kofferraum öffnete sich und Enzo grinste sie an. Er gab ihr die Tüte mit dem Proviant und zwei Decken.

‚Vorsicht bitte!‘ meinte er schließlich und die Rückbank klappte nach hinten um. Der Kofferraum wurde vorsichtig geschlossen und Enzo tauchte wenig später an der Seitentür wieder auf.

‚Ist da noch frei, schöne Frau?‘

‚Flirtest du mit mir?‘

‚Hatte gerade nichts anderes vor.‘ Er lächelte und kroch zu ihr auf den Sitz. Sie bemerkte sein schmerzverzerrtes Gesicht.

‚Du hast wieder Schmerzen!‘

‚Kann ich dir eigentlich was verheimlichen?‘

‚Nein, Enzo. Kannst du nicht!‘ meinte sie, während sie nach Schmerztabletten kramte. ‚Du trinkst zu viel Kaffee und zu wenig Wasser!‘

Sie gab ihm die Tabletten und kramte nach einer Flasche Wasser. Er nahm artig die Tabletten und sie zog ihm das Hemd aus, um nach seiner Wunde zu sehen.

‚Sieht eigentlich ganz gut aus.‘ flüsterte sie mehr zu sich, als zu ihm und drückte an der Wunde herum.

‚Ahhhh!‘ schrie er und sie hielt ihm den Mund zu.

‚Jetzt ist nicht der Zeitpunkt, um zimperlich zu werden.‘

Er sagte nochmal:‚Aua!‘ durch ihre Hand hindurch. Sie lies schlagartig von ihm ab und nahm ihn in den Arm. Langsam lehnte sie sich nach hinten und er lies sich von ihr betten. Behutsam deckte sie ihn zu und streichelte seinen Kopf.

‚Schlaf ein bisschen!‘

‚Ich kann schlafen, wenn ich tot bin!‘

Sie knallte ihm eine. ‚Rede nicht so!‘

‚Bin ich erst mal im Camp, bin ich ein toter Mann. Die werden mich da durch die Mangel drehen, bis ich einer von ihnen bin. Und wenn ich wieder zurück bin, hab ich die Behörden an den Hacken kleben. Weil es kommt nichts gutes aus nem Camp von Farid.‘

‚Hättest du dir das nicht vorher überlegen können, bevor…!‘ Ihre Stimme brach und sie musste schlucken.

‚Bevor ich in deinen Wagen gestiegen bin?‘ fragte er.

‚Zum Beispiel!‘

‚Oder bevor ich mich in dich verliebt habe!‘

‚Nein, bevor dir klar war, dass dein Leben keine Zukunft hat…!‘ Tränen liefen ihr die Wangen herab. ‚…Bevor ich mich in dich verknallt habe!‘

‚Blume bitte, ich will mich mit dir nicht streiten!‘ flüsterte er, als er sich umdrehte und sie zu küssen versuchte. Sie wehrte sich dagegen. ‚Weine nicht, kleine Blume und lass uns die nächsten zwei Tage nicht mehr streiten. Die Nonna lässt sich was einfallen, sie wird nen Anfall kriegen, wenn ich nicht bis Weihnachten wieder zu Hause bin.‘

‚Weihnachten also?‘

‚Ich möchte bis Weihnachten wieder zu Hause sein!‘

‚Ist das ein Versprechen?‘

‚Ich bete inständig darum, dass ich es nicht gezwungen bin, es brechen zu müssen!‘

Fortsetzung folgt: Manchmal kommt es anders… Killer 7! Es lohnt sich!

Alpenroadmovie 9

Alpenroadmovie 9

Donnerstag, 16.08.2012, 08.00 Uhr

Hafen von Bastia, Korsika

Die Morgensonne strahlte ihr entgegen, als sie die Gangway hinunter lief. Sie hatte ihren Schal um den Kopf gewickelt und die Sonnenbrille auf der Nase. Sie kam sich ein bisschen vor, wie eine Filmdiva, nur ohne Blitzlichtgewitter. Nur der Rucksack auf dem Rücken und die beiden Becher Kaffee to go, die sie in einer Hand balancierte, machten sie doch nur zu einer ganz normalen Touristin. Sie blickte den Kai entlang. Mann, würde sie hier gerne Urlaub machen. Es war nicht grad der Traum ihrer schlaflosen Nächte, halb Europa in zwei Tagen mit überhöhter Geschwindigkeit zu durchfahren. Wie oft sie wohl geblitzt wurde? Da fiel ihr ein, dass sie irgendwann ihre Mutter darüber in Kenntnis setzen musste, dass sie ihre Wohnung auflösen durfte. Wie sie das mit ihrer Arbeit machen sollte, wusste sie noch nicht. Sie konnte ja schlecht aus dem Urlaub heraus fristlos kündigen. Eine ansteckende Krankheit wäre eher eine Lösung. Ob die Nonna einen Arzt hat, der ihr irgendwas diagnostizieren würde. In Gedanken versunken ging sie den Kai entlang.

‚So allein, Schöne Frau!‘ hörte sie Enzo rufen, als er mit dem Wagen neben ihr entlang fuhr.

Erschrocken blickte sie ihn an, lächelte aber gleich und stieg in den Wagen.

‚Ich hab Kaffee für uns!‘ trällerte sie.

‚Du bist ein Schatz, das ist genau das Richtige!‘

Er fuhr von der Küste ins Landesinnere, weil er nicht an der Küstenstraße entdeckt werden wollte. Die Fluchtmöglichkeiten waren nicht besonders gut, wenn es nur geradeaus und zurück ging. Und er hatte nicht vor in diesem Auto zu sterben, mit dieses unglaublich tollen Frau an seiner Seite. Nach Corte wechselte Blume wieder ans Steuer, weil er wieder starke Schmerzen hatte. Sie gab ihm nochmal Schmerzmittel und lies ihn Schlafen, bis sie wieder kurz vor der Küste waren.

‚Bambi! Wir sind kurz vor Bonifacio!‘

‚Oh verdammt, wie viel Uhr ist es?‘ gähnte Enzo und streckte sich.

‚Wir haben noch ewig Zeit bis 17.00 Uhr!‘

‚Woher weißt du, wann die Fähre geht?‘

‚Hab nen Flyer mitgenommen!‘ meinte sie belustigt und drückte ihm eine Broschüre in den Hand.Und die Fähre von Cagliari fährt nur nach Trapani und zwar immer Sonntag vormittags!‘

‚Das ist ja auf Französisch!‘

‚Mein Französisch ist eigentlich auch viel besser als mein italienisch.‘

Forsetzung folgt: Manchmal kommt es anders…Killer 6! Es lohnt sich!

Alpenroadmovie 8

Alpenroadmovie 8

Donnerstag, 16.08.2012, 06.00 Uhr

Vor der Küste von Bastia, Korsika

Er schreckte aus dem Schlaf auf, als sein Handywecker vier Stunden später bimmelte. Sie waren beide nackt und er hatte Schmerzen. Die Motoren der Fähre liefen noch und das stetige Schwanken sagte ihm, dass sie noch unterwegs waren. Er stand auf, schleifte den leeren Infusionsbeutel hinter sich her und blickte aus dem Bullauge. Er konnte Lichter in der Dämmerung erkennen, die immer näher kamen. Das musste der Kai von Bastia sein.

‚Guten Morgen, Bambi!‘ flüsterte Blume. Sie war plötzlich hinter ihm aufgetaucht und küsste seine Schulter. Er drehte sich um und hielt sich dabei den Bauch.

‚Immer noch Schmerzen?‘ fragte sie und hob den Schlauch auf.

Er kniff ein Auge zu und blickte sie an. Sie schüttelte nur den Kopf, nestelte an seinem Zugang.

‚Aua!‘ rief er, als sie ihm die Nadel aus dem Arm zog.

‚Finger drauf!‘ befahl sie und holte ein Pflaster.

Als sie ihn verpflasterte hatte, meinte sie noch: ‚Weiter drauf drücken!‘ Und ging in Nasszelle. Als er auch in die Nasszelle kam, stand sie bereits unter der Dusche. Er pinkelte, wusch sich am Waschbecken und putzte sich die Zähne.

‚Ist das meine Zahnbürste?‘ fragte sie, als sie nach einem Handtuch griff.

Er spuckte aus, wischte sich den Mund ab und meinte: ‚Nein, die Rosane ist Meine!‘ Und hielt ihr die Blaue hin. Sie drängte ihn zur Seite und begann sich auch die Zähne zu putzen. Er blickte sie durch den Spiegel an und konnte nicht anders, also nahm er sie in den Arm.

‚Fiore, Danke! Danke für alles!‘

Sie spuckte aus und wischte sich gespielt den Mund ab. ‚Ich hab zu danken!‘

Er blickte sie misstrauisch an und küsste sie. Beide schmeckten nur Zahnpasta.‚Ich hätte gerne mehr Zeit mit dir, wirklich!‘

Ein Gong erschall und eine Durchsage folgte. Sie spülte ihren Mund aus, zog sich schnell an und packte in Windeseile ihre Sachen zusammen.

Er hatte seine Tasche bereits gepackt und sich angezogen. ‚Ich hol schon mal den Wagen! Wir treffen uns draußen, ja!‘

‚Ich beeile mich!‘ meinte sie.

‚Und nichts vergessen!‘ rief er.

Sie kramte noch in ihren Sachen, bis er sie mit einem Kuss überraschte. Er schmeckte immer noch nach Zahnpasta.

‚Keine Sorge, ich finde dich. Lauf einfach mit allen anderen von Bord und dann den Kai entlang Richtung Rue de la Marine.‘

‚Okay, Bambi!‘

Fortsetzung folgt: Manchmal kommt es anders…Killer 5! Es lohnt sich!

 

Alpenroadmovie 7

Alpenroadmovie 7

Mittwoch 15.08.2012, 22.00 Uhr,

Auf der Fähre Livorno – Bastia – Kabine 134

Blume schreckte aus dem Schlaf hoch. Sie brauchte einen Moment, bis sie wieder wusste wo sie war. Bloß warum war sie wach geworden? Verwirrt setzte sie sich auf und blickte umher. Als es an der Tür klopfte zuckte sie zusammen.

‚Zimmerservice!‘ rief Enzo von draußen.

Sie lief an die Tür und rief: ‚Ich hab aber gar nichts bestellt!‘

Dann riss sie die Tür auf und blickte in sein erschrockenes Gesicht. Sie hatte fast nichts an und sah ziemlich verschlafen aus. Ohne etwas zu sagen zog sie ihn mit samt seiner Tasche in die Kabine, verschloss die Tür und küsste ihn stürmisch. Verwundert lies er die Tasche fallen und erwiderte den Kuss.

‚Hast du mich vermisst?‘ keuchte er zwischen zwei Küssen.

‚Ich hatte Angst, du kommst nicht wieder.‘ flüsterte sie. Er nahm sie in den Arm, bis er schmerzverzerrt zusammen zuckte. Schweiß stand ihm auf der Stirn. Kurzerhand setzte sie ihn aufs Bett und öffnete sein verschwitztes Hemd. Die Tatsache, dass sie nur in BH und Tanga vor ihm stand erregte ihn, obwohl es ihm ziemlich dreckig ging.

‚Oh, das blutet durch!‘

‚Hat schon wieder aufgehört!?‘ murmelte er unsicher.

Dessen ungeachtet zog sie ihm das Hemd aus und warf es Richtung Nasszelle. Auf seinem Unterhemd war ein länglicher Blutfleck, der allerdings bereits geronnen war.

Vorsichtig zog sie an seinem Unterhemd und er zuckte wieder schmerzverzerrt zusammen. So schonend wie möglich entfernte sie das Unterhemd von dem Wundpflaster und zog es ihm auch aus. Hastig stand sie auf und holte ihren Rucksack. In einer der Seitentaschen, hatte sie alles Nötige aus dem Sanikoffer verstaut.

‚Kann ich mich zuerst waschen, ich bin total durchgeschwitzt.‘

‚Waschen ja, aber kein heißes Wasser.‘

‚Zu Befehl!‘ flüstere er und wollte schon wieder aufstehen.

‚Warte, ich kleb dir was drüber!‘ rief sie und hielt ihn zurück.

Sie nahm einen kleine Plastikbeutel, entleerte den Inhalt in ihren Rucksack und schnitt die Seiten des Beutels auf und klebte ihn dann mit Wundtape über das große Pflaster auf seinem Bauch. Dann half sie ihm hoch und brachte ihn in die Nasszelle. Sie stellte das Wasser in der Dusche auf lauwarm und half ihm aus der Hose. Am ganzen Körper zitternd tappte er in die Duschkabine, während ihr Blick über seinen Hintern wanderte. Als er wenig später wieder aus der Dusche trat, wusch sie gerade sein Unterhemd aus. Er nahm sich ein Handtuch, trocknete sich ab und wickelte es um seine Hüften. Vom Schwindel getrieben taumelte er Richtung Bett und lies sich erschöpft fallen.

Wenig später tauchte Blume wieder auf und blickte ihn ernst an. Er lag auf dem Bett und hielt sich den Kopf. Sie kniete sich vors Bett, nahm die Folie ab und zog dann vorsichtig das Pflaster von der Naht. Wenig später war er wieder neu verpflastert.

‚Wie fühlst du dich?‘

‚Furchtbar!‘

‚Schmerzen?‘

‚Geht so, aber schwindlig ist mir.‘

Sie fühlte die Temperatur und beschloss doch den letzten Tropf durchlaufen zu lassen, mit Antibiotika.

‚Einen noch und dann kann der Zugang weg. Versuch ein bisschen zu schlafen! Wann kommen wir an?‘

‚Wir sind noch gar nicht losgefahren und ich hab mein Handy gestellt!‘ meinte er und zog sie hoch aufs Bett, um sie besser küssen zu können.

‚Wir sind die Ersten, die morgen aus der Fähre fahren können!‘ murmelte er, bevor er sie richtig küssen konnte. Grinsend stieg sie über ihn, um auf seiner unverletzten Seite in seine Arme zu sinken. ‚Wir haben mindestens 4 Stunden zeit oder länger, wobei ich nicht weiß, wie das mit der Nachtfähre läuft.‘

Zärtlich rieb sie ihre Wange an seinem Hals und säuselte ihm ins Ohr: ‚Du musst dich wirklich ausruhen, Bambi!‘

‚Blume, wenn du mir weiter so ins Ohr hauchst, kann ich mich nicht mehr zu…!‘ flüsterte Enzo, bis er von einem energischen Kuss ihrerseits unterbrochen wurde. Sein Schwanz wurde langsam steif und das Handtuch bewegte sich, was sie nur im Augenwinkel wahrnahm. Irgendwann trennte sie sich von seinen Lippen und blickte erst auf seinen Schwanz, der sich nun schon deutlich unter dem Handtuch bemerkbar machte und dann ins sein Gesicht.

‚So schlecht kann es dir gar nicht gehen!‘ grinste sie ihn an.

‚Tut mir leid, der hat seinen eigenen Kopf.‘

‚Wenn das so ist, kann ich ja jetzt schlafen!‘ meinte sie und drehte sich um.

Er küsste ihre Schulter und streichelte über ihren Körper, dabei drehte er sich auf die Seite und drückte seinen Schwanz an ihren Hintern.

Dann flüsterte er an ihrem Hals vorbei: ‚Aber ich glaube, wir beide würden gerne mit dir schlafen!‘ Als Antwort drückte sie ihren Hintern fester an seinen harten Schwanz und versuchte ihren Kopf in seine Richtung zu drehen, um ihn anzugrinsen. Seine Finger glitten in ihren Tanga, während er sie zu küssen versuchte. Sie beschloss sich doch wieder zu ihm zu drehen, dabei zog er ihr geschickt den Tanga halb aus. Langsam glitt seine Hand zwischen ihre Beine und er stieß ein keuchendes Pfeifen aus, als er bemerkte wie feucht sie bereits war.

‚Du darfst dich auf keinen Fall überanstrengen!‘ stöhnte sie, als seine Finger in sie glitten.

Bei seiner nächsten Bewegung rutsche das Handtuch von seinen Lenden. Geschickt schlüpfte sie aus ihrem Höschen und setzte sich auf ihn. Er starrte sie fassungslos an, als sie seinen Schwanz packte, ihn einmal rieb, um ihn sich dann ganz langsam in sich einzuführen. Die Fähre setzte sich in Bewegung und mit dem leichten Schaukeln bewegte sie sich langsam auf ihm. Leise stöhnte er und versuchte sich unter ihr zu bewegen. Die feuchte Enge in ihr machte ihn schier wahnsinnig, doch er konnte sich kaum bewegen, ohne vor Schmerz laut aufzuschreien. Ihre rhythmischen Bewegungen wurden schneller und sie begann ebenso zu stöhnen. Irgendwann bäumte er sich auf und drängte sie auf den Rücken.

‚Es tut mir leid!‘ schrie er fast und stieß ein paar Mal seinen Schwanz hart in sie hinein. Ihr Körper erlag irgendwann seinen Stößen. Unter ihm zuckend wand sie sich und stöhnte noch lauter. Davon noch mehr angespornt, stieß er noch viele Male heftig in sie ein, bis er sich in ihr ergoss. Schreiend brach er über ihr zusammen, zuckte und stieß nochmal zu und blieb dann keuchend auf ihren Brüsten liegen.

Fortsetzung folgt in AlpenRoadMovie 8

Ab die Nacht ist noch jung: Lesen Sie quer: Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt: Killer 1! Es lohnt sich!

Alpenroadmovie 6

Alpenroadmovie 6

Mittwoch, 15.08.2012, 12.00 Uhr

Bozen

Nachdenklich lehnte er sich zurück und beobachtete Blume dabei, wie sie ihren Wagen durch Bozen kurvte. Das Navi war wieder an. Sie waren einkaufen gewesen und waren beide neu eingekleidet. Nun hatte sie einen Rucksack für ihre Sachen und den Proviant, eine neue Prepaidkarte für ihr Handy und er hatte einen Onlinestick für seinen Laptop. Auf Drängen von ihr hing er wieder am Tropf und im Fußraum lag eine Tüte mit Red Bull Dosen. Sie hatte die Nachricht recht kühl aufgenommen, dass sie ihren Wagen in Livorno loswerden müssten. Er hatte vorhin mit Freunden telefoniert, die ihm einen anderen Wagen angeboten hatten und dafür ihren Wagen klauen würden. Sie war eh ziemlich cool bis jetzt, dann kriegen sie das mit dem Auto auch noch über die Bühne. Sie würden nach Livorno fahren, zu Pepe in die Werkstatt, da konnte sie dann ihre Sachen von ihrem Wagen in den Anderen legen. Dann würden sie mit beiden Autos zum Fährhafen fahren und ihren Wagen stehenlassen. Auf dem Parkplatz würde Pepe dann ihren Wagen klauen. In Gedanken dämmerte er weg und wachte in der nächsten Kurve wieder auf. Sie waren schon wieder auf der Landstraße.

Er konnte den Blick gar nicht von ihr wenden. Langsam musste er sich eingestehen, dass er sie noch gar nicht so richtig angeschaut hatte. Gestern war nur damit beschäftigt so schnell wie möglich fort zu kommen und dabei nicht zu verrecken. Außerdem hatte er sie gestern meistens von hinten oder von unten betrachtet. Von der Seite war es viel besser. Er verknallte sich gerade in jede ihrer Sommersprossen. Wenn sie lächelnd zu ihm rüberblickte, konnte er ganz kleine Fältchen sehen und die Sonne, die sich in ihren Wimpern spiegelte. Verknallt hatte es sich bereits gestern in das taffe und gnadenlos ehrliche Mädel mit den coolen Sprüchen und in die liebevolle Krankenschwester. Seine Gedanken schwiffen wieder ab und er konnte die Erregung spüren. Hastig drückte er gegen seine Wunde und schon war er wieder da.

‚Alles in Ordnung?‘ fragte sie und blickte lächelnd auf die Straße.

‚Ja, ich träum schon von dir, obwohl ich die Augen noch offen habe!‘

Sie griff wieder nach seinem Oberschenkel und lächelte ihn liebevoll an. ‚Schlaf ein bisschen. Ich drück ein bisschen auf die Tube, damit wir rechtzeitig bei diesem…!‘ Sie brach ab und wurde gleich von ihm unterbrochen.

‚…Pepe sind!‘

‚Ja, Pepe.‘

Wenig später schlief er tatsächlich ein und träumte von ihr. Er wurde erst wieder wach, als sie ihm über die Wange strich. Verlegen wischte er sich über die den Mund und blickte sie verwirrt an.

‚Wo sind wir?‘

‚Kurz vor Parma!‘

‚Kann ich deinen Ausweis mal kurz haben?‘

‚Ja, wieso!‘

‚Pepe hat grad gefälschte Reisepässe im Angebot!‘

‚Okay!‘ flüsterte sie und schluckte schwer. Er schob den Sitz zurück und kramte in seiner Tasche. Wenig später hatte er seinen Laptop aus der Tasche gezogen. Sie gab ihm ihren Ausweis. Er zog ein kleines Gerät hervor, dass so aussah, als wäre es nur dafür gemacht worden, um Ausweise einzuscannen. Nachdem er einige Emails verschickt hatte, klappte er den Laptop halb zu und zog sein Handy aus der Tasche.

Er telefonierte auf italienisch und französisch mit mindestens 5 verschiedenen Gesprächspartnern, bis er schließlich seine Mutter anrief. Es hörte sich so an, als würden sie miteinander streiten. Nach ungefähr 20 Minuten legte er erschöpft auf. Ihr italienisch war nicht besonders gut, vor allem nicht, wenn er so schnell redete.

‚Mama freut sich, dich kennenzulernen.‘

‚Hatte sich aber nicht so angehört.‘

‚Sie ist böse mit mir und mit Alfons. Ich soll dir ausrichten, dass du dir keine Sorgen machen brauchst, die Nonna wird alles richten.‘

‚Notfalls mit der Schrotflinte?‘

‚Sie hat angeboten nach München zu fahren und den großen Boss zu erschießen, wenn es von Nöten sei!‘

Blume musste irgendwie lächeln, weil sie sich eine kleine, alte Dame in einem schwarzen Kleid vorstellte, wie sie eine abgesägte Schrotflinte aus ihrer Handtasche zog.

‚Wir sind gleich in Livorno, Bambi!‘

‚Müssen wir den Plan nochmal durchgehen?‘

‚Ähm, also von diesem Pepe geht es getrennte Wege zum Fährhafen. Du stellst dich mit dem anderen Wagen an und ich parke den Wagen bei den Dauerparkern. Dann gehe ich zum Schalter für Passagiere ohne Fahrzeug und reserviere mir eine Kabine. Ich schicke dir die Nummer per SMS.‘

‚Die Nummer von meinem Prepaidhandy hast du eingespeichert.‘

‚Ja habe ich! Sag mal, kommt man irgendwie an die Daten auf meiner Simkarte ran ohne das Handy anzuschalten?‘

‚Ja, kann man, aber ich habe nicht das richtige Kartenlesegerät dabei. Vielleicht kann Farid uns aushelfen.‘

‚Bleib in der Kabine, bis ich komme ja, Blume.‘

Sie nickte und lenkte ihr Auto in die Einfahrt zu Pepe’s Garage. Ein Mann, der aussah wie Supermario, kam ihnen schon entgegen.

Sie befreite Enzo vom Tropf und stieg aus und packte einige Dinge vom Sanikoffer in ihren Rucksack. Alles was ihr am Herzen lag wurde in den anderen Wagen gebracht. Pepe hatte Enzo mit in sein Büro genommen, sie konnte sie durchs Fenster beobachten, wie sie wild gestikulierend miteinander redeten. Als er wieder kam, steckte er ihr einen Reisepass zu und dann nahm er sie in den Arm.

‚Laut dem Ausweis sind wir jetzt Fiore und Luigi Farinato.‘ flüstere er ihr zu und dann küsste er sie, während er ihr einen Ring an den Finger steckte.‚Ein Ehepaar aus Parma!‘

‚Sag mal flirtest du gerade mit mir?‘

‚Hatte gerade nichts anderes vor!‘ hauchte er ihr zu und küsste sie dann wieder. Ein viel zu langen Moment hielt er sie noch in seinen Armen, bis er sich löste und zu dem anderen Wagen ging.

‚Wir sehen uns an Bord!‘ rief er noch, bevor er im Wagen verschwand. Sie stieg auch ein und lies den Wagen an.

Sie fuhren nicht die selbe Strecke zum Fährhafen, deswegen konnte sie den Wagen nur noch am Ende der Straße um die Ecke biegen sehen, als ihr Navi sie in die andere Richtung lotste.

Am Fährhafen angekommen, machte sie alles so, wie es ihr aufgetragen worden war. Auf dem Weg zum Ticketschalter lernte sie ihre neuen Daten auswendig und ging immer wieder die Sätze durch, die sie gleich sagen musste. Sie verwünschte sich selbst, in der Schule nicht besser aufgepasst zu haben. Ihr französisch war bei weiten besser als ihr italienisch, sie musste wirklich aufpassen, dass sie nicht aus Versehen in der falschen Sprache antwortete.

Erschreckender Weise betrat sie 20 Minuten später die Kabine 134 und schloss hinter sich die Tür. Sie räumte ihren Rucksack aus und beschloss ihre Klamotten zu waschen. Sie musste sich beschäftigen, weil sie langsam Angst bekam, wenn Enzo nicht wieder kommen würde, wäre sie mehr als im Arsch. Jetzt hatte sie nämlich gar nichts mehr, nicht mal ihr Auto. Sie bekam es wirklich mit der Angst zu tun. Verdammt, Blume auf was hast du dich da bloß eingelassen! Als sie mit allem fertig war, legte sie sich ins Bett und döste trotz aller Paranoia ein.

Fortsetzung folgt in AlpenRoadMovie 7

Die Redaktion macht euch ein Angebot, dass ihr nicht abschlagen könnt!

Querlesen in: Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt: Vorgeschichte

Wir verstehen uns!

Alpenroadmovie 5

Alpenroadmovie 5

Mittwoch, 15.08.2012, 07.50 Uhr

Immer noch am Reschen-Pass im Grenzgebiet zwischen Österreich und Italien.

Enzo keuchte schwer als sie ihn ins Auto auf die Beifahrerseite setzte. Sie packte die Tasche auf den Rücksitz.

‚Gib mir meine Waffe, aus der Seitentasche!‘ japste er.

‚Wenn du mich erschießt, dann fahr ich dich nirgendwo hin.‘

‚Die ist nicht für dich, Blume.‘

‚Die ist wohl für mich! Enzo, alter Freund.‘ meinte der Don ruhig und tauchte hinter Blume auf. ‚Wir waren immer gute Freunde gewesen…!‘

‚Hör schon auf, ihr habt schon gegen mich verloren, als ich noch im Kindergarten war.‘

‚Du bist grad nur ein halber Mann, Enzo!‘

‚Ja, aber ich habe die nette Lady und die braucht keine Eier, um einen alten Mann zu erschießen.‘

Blume zog die Waffe und das Magazin aus der Tasche. Sie hatte keine Ahnung was sie da tat, aber sie steckte das Magazin in die Waffe, lud durch und legte den Finger an den Abzug.

‚Woher weiß eine kleine Krankenschwester wie man mit einer Pistole umgeht?‘

‚Ich sehe viel Fern!‘ meinte sie schnippisch.

‚Ich wünsch euch beiden viel Glück. Fräulein Blume, wenn Sie mal Hilfe brauchen, meine Tür steht Ihnen immer offen. Und Enzo, Farid schickt dich nach Hause, wenn Gras über die Sache gewachsen ist, ja!‘

Blume ging vorne um den Wagen herum und setzte sich hinters Steuer. Enzo nahm ihr die Waffe ab, dabei bemerkte er, dass ihre Finger zitterten. Während Alfons das Tor öffnete, startete sie den Wagen. Enzo nickte dem Don zu, als sich der Wagen in Bewegung setzte. Alfons blickte ihnen hinterher, als sie auf den Hof fuhren.

‚Links Richtung Bozen!‘

‚Yes, Miss Daisy!‘ flüsterte Blume und sprengte den Wagen auf die Straße. Als sich der Staub wieder gelegt hatte, waren sie bereits verschwunden und Alfons hatte das Tor wieder geschlossen.

Er entsicherte die Waffe und steckte sie unter den Sitz.

‚Was hast du jetzt vor?‘ fragte sie ohne ihn dabei anzublicken.

‚Du bringst mich nach Sardinien!‘

‚Und dann?‘

‚Müssen wir uns trennen!‘

Ihr Kinn zitterte, als er das sagte.

‚Blume, bei Farid wärst du nicht sicher.‘ versuchte er sie zu beschwichtigen und griff mit seiner Hand nach ihrer. 

‚Bin ich überhaupt irgendwo sicher?‘ krächzte sie und schluckte schwer.

‚Nachhause kannst du auch nicht, da warten sie vielleicht schon auf dich!‘

‚Wie kommen die auf mich?‘

‚Ich…ich hab gestern gesehen, dass die ersten zwei Scheine jedes Bündels Falschgeld sind und die sind durchnummeriert.‘

‚Und das heißt?‘

‚Das sie die Scheine in der Tanke zurückverfolgen können und die Tanke hatte bestimmt eine Kamera.‘

‚Und was mache ich jetzt?‘

‚Hast du jemand, der sich um deine Angelegenheiten in Deutschland kümmern kann? Jemand harmloses!‘

‚Ich kann jemand anrufen!‘

‚Ja, aber nicht von deinem Handy aus!‘

‚Was meinst du mit: ‚Meine Angelegenheiten regeln‘?‘

‚Ich würde dir empfehlen, alles aufzulösen und zu kündigen.‘

‚Und dann?‘ keuchte sie quietschend. Langsam wurde sie hysterisch.

‚Ich hab ein Haus auf Sizilien! Da kannst du untertauchen und…‘ seine Stimme brach.

‚Und, was?‘

‚Auf mich warten?‘ fragte er kleinlaut. Er schluckte schwer und blickte sie an.

‚Bleibt mir denn was anderes übrig?‘ meinte sie ernst und blickte ihn einen Moment an, um gleich wieder auf die Straße zu blicken. Dann grinste sie ziemlich fies und blickte ihn wieder an: ‚Wenn du mich mit deinen Bambiaugen anschaust!?‘

Nun zitterte sein Kinn, er nahm seine Hand an den Mund blickte sie mit Tränen in den Augen an.

‚Mensch Bambi, fang jetzt nicht an zu heulen. Ich kann mich eh kaum zurückhalten…‘ Sie wurde von einem Schluchzer unterbrochen.

‚Ich heule nicht, mir ist was ins Auge gefallen.‘

‚In welches?‘

‚In Beide!‘

Schließlich musste beide wieder lachen. Er nahm seine Hand vom Mund und griff wieder nach ihrer.

‚Ich hab Angst!‘

‚So taff wie du bist, kann ich kaum glauben, dass du Angst hast.‘

‚Ich bin froh, dass ich mir vorhin nicht in den Fuß geschossen habe.‘

‚Eigentlich bin ich froh, dass du mir nicht in den Fuß geschossen hast.‘

Sie lachten wieder. Sie bewegte ihre Hand zum Schaltknüppel, um sie wenig später auf seinen Oberschenkel zu legen. Er jedoch griff ihr kurz an die Schulter und legte seine Hand zwischen ihrem Rücken und dem Sitz ab.

‚In Bozen können wir Proviant und Kleidung kaufen. Die Fähre geht erst am Abend von Livorno nach Korsika.‘

‚Korsika?‘

‚Dann fahren wir weiter quer durch die Insel und setzen über nach Sardinien. In Cagliari wartet Farid auf mich und du kannst die Fähre nehmen, nach Marsala. Ich hoffe, ich kann auf der Fähre ins Internet, dann bereite ich alles vor.‘

Ein ‚Häh!‘ stolperte aus ihrem Mund.

‚Ich muss der Nonna Bescheid geben, dass du kommst.‘

‚Deine Großmutter?‘

‚Eigentlich ist es die Mama von Alfons und mir.‘

‚Alfons ist dein Bruder?‘

‚Adoptivbruder!‘

‚Ihr seht euch auch überhaupt nicht ähnlich.‘

‚Er ist ein waschechter Vinschgauer!‘

‚Und du?‘

‚Bin der Sohn einer sizilianischen Mutter!‘

‚Hm! So siehst du allerdings auch nicht aus.‘

‚Mein Vater war auch ein waschechter Vinschgauer!‘

‚Dein Vater ist tot?‘

‚Ja, die Familie…!‘

‚Die haben ihn umgebracht?‘

‚Die fanden es nicht so prickelnd, dass eine ihrer Töchter einen blonden Bastard großzieht.‘

‚Und da willst du mich in die Höhle des Löwen schicken.‘

‚Bei der Nonna bist du sicher!‘

Sie blickte ihn ungläubig an.

‚Meine Mama hat den Tod meines Vaters gerächt… mit einer abgesägten Schrotflinte.‘

Fortsetzung folgt im AlpenRoadMovie 6

 

Alpenroadmovie 4

Alpenroadmovie 4

Mittwoch, 15.08.2012, 07.30 Uhr

Irgendwo am Reschen-Pass im Grenzgebiet zwischen Österreich und Italien.

Blume wurde am nächsten Morgen wach und brauchte erst mal einen Moment, bis sie begriff wo sie war. So richtig realisiert hatte sie immer noch nicht in was für einer Scheiße sie eigentlich steckte, aber das konnte sie jetzt auch nicht mehr ändern. Enzo lag schwer schnaufend halb auf ihr. Der Tropf war schon lange durchgelaufen. Schweiß stand auf seiner Stirn. Irgendetwas hartes bohrte sich in ihre Seite. Hm. Sie rückte etwas von ihm ab und er regte sich. Alfons riss die Tür auf und Enzo schreckte aus dem Schlaf hoch, während Alfons wütend ins Zimmer stürmte. Schmerzverzerrt sank er ins Kissen zurück und Blume huschte aus dem Bett ins Bad. Sie wollte gar nicht hören, was die beiden zu reden hatten. Weil erschossen zu werden stand nicht auf ihrer ToDo-Liste. Sie drehte das Wasser auf.

‚Da Hans is tot.‘ rief Alfons.

‚Der Boanlkramer Hans?‘

‚Ja, du musst sofort abhaun!‘

‚Der wird schon net g’sungen ham?‘

‚In Ligorno geht abends d’Fähre rüber nach Bastia.‘

‚Was soll i denn da?‘

‚Du schaust dass’d so schnell wie möglich von Korsika runter kommst, Farid wartet in Casteddu auf dich!‘

‚Was soll ich auf Sardinen?‘

‚Farid bringt di nach Bizerta.‘

‚Du schickst mich zu den Verrückten ins Camp. Toll, dann brauch ich nie wieder nach Europa einreisen, weil mich jeder für einen Terroristen hält.‘

‚So, oder so ähnlich!‘

‚Ist das alles?‘

‚Die Kleine muss verschwinden.‘ flüstere Alfons.

‚Die Kleine hat damit nichts zu tun.‘

‚Dann nimmst’s halt mit, aber nach Bizerta kann sie net mit. Der Don bringt sie um, wenn noch was schief läuft.‘

‚Ich sag dir mal eins, der Don und du, ihr habt eure Kohle und noch mehr als ihr wolltet. Wenn wir weg sind, seid ihr aus dem Schneider. Wenn der Kleinen was passiert, dann sorge ich höchstpersönlich dafür, dass ihr Beide bei den richtigen Leuten auffliegt.‘

‚I könnt di fei glei erschieß’n!‘

‚Dann kannst du dir ja schon mal überlegen, wie du deinen Kindern erklärst, warum Onkel Enzo nichts mehr zum Geburtstag schickt oder zu Weihnachten kommt.‘

‚Gut, ihr haut sofort ab. Farid weiß Bescheid. Des mit’m Don regel i.‘

‚Gut und Danke, Bruder!‘

Alfons nickte, drehte sich um und ging. Enzo versuchte sich gerade anzuziehen, als Blume fertig angezogen aus dem Bad kam.

‚Wir müssen fahren?‘

‚Wieso?‘

‚Probleme.‘

‚Kannst du laufen?‘

‚Es muss!‘

Sie packte alle Sachen in seine Tasche und half ihm weiter beim Anziehen. Wenig später humpelten sie die Treppe runter.

Fortsetzung folgt im AlpenRoadMovie 5

AlpenRoadMovie 3

AlpenRoadMovie 3

Dienstag, 14.08.2012, 22.00 Uhr

Irgendwo am Reschen-Pass im Grenzgebiet zwischen Österreich und Italien.

‚Bambi ist alles gut!‘ fragte sie als sie zur Tür reinkam. Enzo saß gekrümmt auf dem Bett, der besagte Laptop lag auf der Tasche und ein Kabel lag daneben.

‚Blume, du hast echt Nerven wie Stahl. Cleaner?!‘ Er schüttelte den Kopf.

‚Alfons ist ganz schön neugierig.‘ meinte Blume und nahm das Kabel und steckte es in die einzige Steckdose im Raum. Er bedankte sich mit einem Lächeln und sprach dann weiter. ‚Alfons ist in Ordnung!‘

‚Wie geht’s dir?‘

‚Aua!‘ wimmerte er.

‚Ja, aua. Sonst alles gut?‘

Er nickte kurz und klappte den Laptop zu.

‚Komm, ich schau mir die Naht an. Wir ziehen deine Sachen aus, sie sind voll blutig.‘

‚Ja, aber Alfons soll meine Sachen nicht verbrennen, weil ich hab grad nichts anderes.‘

Sie half ihm aus Jacke und Hemd und ging ihm dann ganz selbstverständlich an die Hose.

‚Halt und wenn ich keine Unterwäsche anhabe!‘

‚Ich war Krankenschwester, mich kann nichts schocken!‘

‚In meiner Seitentasche dürfte zumindest ne saubere Shorts sein.‘

‚Anziehen kostet aber extra!‘

Er räumte die Taschen seiner Jacke und seiner Hose leer. Sie zog eine weiße Shorts aus der Tasche und grinste.

‚Hosen runter!‘

‚Zu Befehl!‘

Sie half ihm aus der Hose und zog ihm seine Shorts an. Dann half sie ihm hinlegen und untersuchte noch ein paar Schrammen. Sie stand auf und öffnete den Sanikoffer.

‚Noch was gegen die Schmerzen?‘

‚Bitte!‘

Sie zog eine Spritze auf und lies den Inhalt langsam in den Zugang laufen.

‚Hast du noch Hunger?‘

Er schüttelte den Kopf.

Kann ich das saubere T-Shirt aus deiner Tasche haben?‘

‚Klar!‘

‚Ich würd gern duschen!‘

‚Gut. Die Tür da hinten. Gibst du mir noch meinen Laptop?‘

‚Ja, aber nicht übertreiben, du musst dich ausruhen!‘

‚Ja, Frau Doktor!‘

Als sie wieder aus der Dusche kam, stand ein grobschlächtiger Mann vor dem Bett. Er hatte ernsthaft eine blutige Lederschürze an. Sie hatte ein Handtuch um ihre nassen Haare gewickelt und trug augenscheinlich nur das T-Shirt.

‚Ah, Fräulein Blume. Saubere Arbeit.‘ rief der Mann und ging ihr einen Schritt entgegen, um ihr die Hand zu geben.

‚Herr Doktor!‘ erwiderte sie anerkennend.

‚Blutdruck und Temperatur sind in Ordnung. Es ist alles in der Tüte. Geben Sie ihm noch eine Infusion mit Antibiotika, Schmerzmittel nach Bedarf!‘ berichtete er und wand sich kurz zu Enzo. ‚Enzo schlaf dich aus, ich komm morgen wieder!‘ Er drehte sich um und ging zur Tür. ‚Alfons soll mich an funken, wenn Sie nicht weiter wissen. Ich muss noch ein paar Kälber auf die Welt holen.‘

Und schon war er verschwunden. Sie ging zu der Tüte und zog einen Infusionsbeutel und ein paar Fläschchen heraus. ‚Damit kann ich arbeiten!‘

Sie schloss den Beutel am Zugang an, zog eine Spritze auf und lies das Antibiotika langsam dazu laufen. Dann suchte sie einen Platz für den Beutel und befestigte ihn am Bettenhimmel.

‚Hast du noch Schmerzen?‘

‚Alles gut!‘ flüsterte er schläfrig.

Sie räumte alles auf, zog die Tasche vom Bett und klappte dann den Laptop zu und stellte ihn auf den Stuhl zu ihrer Handtasche. Dann lies sie sich seufzend aufs Bett fallen und blieb mit dem Rücken ihm zugewandt an der Bettkante sitzen. ‚Hatte nicht gedacht, dass ich am Ende in einem Puff lande!‘

‚Fleur…?‘ stotterte er und klopfte mit der Hand neben sich auf die Matratze. ‚Leg dich zu mir.‘

‚Flirten Sie grade mit mir?‘ sagte sie leise, drehte sich zu ihm um und grinste ihn an.

‚Hatte gerade nichts anderes vor!‘ grinste er.

Sie kroch übers Bett zu ihm ans Kopfende, schlüpfte unter die Decke und rollte sich mit dem Rücken an seinen Arm gelehnt zusammen.

‚Es tut mir leid!‘

‚Was?‘ murmelte sie.

‚Das wir uns nicht unter normalen Umständen kennengelernt haben!‘

‚Da vorne liegt dein Handy. Du kannst gehen, wenn du willst. Nimm dir so viel Geld, wie du für deinen Wagen brauchst.‘

‚Und wenn ich nicht gehen will?‘ Sie drehte sich um und blickte ihn mit Tränen in den Augen an.

‚Dann bleib solange du willst.‘ flüsterte er und küsste sie sanft. Er konnte ihre Tränen schmecken, als sich ihre Zungen berührten.

Fortsetzung folgt im AlpenRoadMovie 4

AlpenRoadMovie 2

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Dienstag, 14.08.2012, 18.00 Uhr

B 23, kurz vor der österreichischen Grenze.

Sie packte alles wieder zusammen und steckte alle blutigen Sachen in eine alte McDonaldstüte, die sie unter dem Sitz gefunden hatte. Und genau dahin steckte sie die Tüte auch wieder. Ihr war schlecht, sie musste etwas essen. Zuerst reinigte sie noch alles von Blutspritzern und räumte das Auto soweit auf, so dass sie bei einer Polizeikontrolle nicht weiter auffallen würden.

Sie fuhr den Wagen wieder zur Straße und bog dann Richtung Fernpassstraße ab und kam wenig später über die Grenze nach Österreich. Das Einzige, was an der EU gut zu sein scheint, dass die lästigen Grenzkontrollen weggefallen sind.

Sie aß eine belegte Semmel, ein Twix und trank ein Red Bull.

Die Strecke war eigentlich sehr schön zu fahren, wenn sie nicht immer nach hinten blicken hätte müssen, um zu sehen, ob Bambi noch atmete. Außerdem überlegte sie, ob das was sie tat richtig war. Sie legte sich eine Geschichte zurecht. Sie war dazu verpflichtet zu helfen, da konnte man ihr sicher keinen Strick draus drehen. Ansonsten konnte sie immer noch sagen, dass er sie so eingeschüchtert hätte, dass sie das tat, was er sagte, ohne auf die Idee zu kommen zu fliehen oder die Polizei zu holen. Außerdem hatte sie Angst um ihr Auto, er hatte versprochen ihr nichts zu tun, wenn sie machte was er sagte. Er war ein echt netter Entführer. Hm. Ach, verdammt Blume, es ist ein Verbrecher, verknall dich nicht in ihn, genau deswegen bist du ja keine Krankenschwester mehr, weil dir Patientenschicksale emotional zu nahe gehen. Böses Mädchen und schau auf die Straße! Na ja, immerhin hatte sie jetzt Urlaub! Und sie hatte nichts dabei, außer dem was sie am Leib trug und den Inhalt ihrer Handtasche, einer Jacke und einem Schal im Kofferraum und einem Hut und einer Mütze auf ihrer Ablage. Ach und einen Regenschirm hatte sie irgendwo im Auto. Toller Urlaub, dann blieb fast nur noch FKK, ein Handtuch könnte sie sich ja kaufen. Hm. Sie hatte viel nachgedacht, ohne zu einem zufriedenen Ergebnis zu kommen und wurde langsam müde. Es war mittlerweile dunkel geworden. Sie trank ein weiteres Red Bull und kramte nach etwas Süßen. Irgendwann machte sie das Radio an und sang mit. Bambi wurde erst wach, als sie halten musste, um ihre beiden Red Bull wieder loszuwerden. Sie zog es vor an einem Waldweg zu parken und in den Wald zu pinkeln.

Er brauchte eine Weile, bis er wieder halbwegs ansprechbar war.

‚Keine Sorge, ich musste nur pinkeln!‘ sie flüsterte, als sie sich wieder ins Auto setzte.

‚Wo sind wir?‘

Kurz vor Prutz.‘

‚Müssen Sie auch?‘

‚Waren wir nicht beim Du?‘

‚Oh ja, Du!‘

‚Nein, aber ich hab Hunger.‘ meinte er ernsthaft verschmitzt.

Oh Mann, großer, böser Entführer, jetzt verknall dich nicht in die Krankenschwester. Das gibt nur Ärger. Der Don dreht eh schon durch. Alfons wird sie abknallen. Die Familie mag keine Mitwisser, auch wenn sie noch so nett sind.

‚Dann setzen wir dich ein bisschen auf und ich nehm den Tropf ab, der ist eh durch.‘ trällerte sie, während sie den Fahrersitz ganz nach hinten schob. Sie kniete sich auf den Fahrersitz und streckte den Oberkörper zwischen den beiden Sitzen hindurch. Fachmännisch machte sie sich an der Infusion zu schaffen. Und er konnte ihr nur ganz gebannt auf ihre Titten starren.

Warum ist keiner da, der mir in die Augen schießt. Oder wenigstens in die Hand. Mann, Enzo, behalt Bambi in der Hose und behalt verdammt nochmal deine Hände bei dir.

‚Magst du deine Jacke wieder anziehen, dann sieht man deine Blutflecken nicht so.‘ fragte sie. Er blickte sie nur fragend an.

‚Magst du deine Jacke anziehen?‘

‚Oh, ja. Das schaff ich schon!‘ antwortete er irritiert.

Sie setzte sich wieder, kramte nach dem Proviant und hielt ihm die Tüte hin. Sie behielt aber noch ein Red Bull und einen Schokoriegel bei sich vorne. Er hatte unter Schmerzen seine Jacke angezogen und nahm die Tüte entgegen.

‚Geht’s mit den Schmerzen?‘

‚Geht schon!‘ meinte er kurz und griff nach einer belegten Semmel.

Er aß die Semmel, trank etwas und legte sich dann wieder hin. Sie fuhr weiter.

‚Weckst du mich vor Nauders wieder?‘

‚Klar, Bambi!‘

Es dauerte nicht lange, bis sie endlich in Nauderns sein würden.

‚Bambi, Nauderns liegt vor uns.‘

Er regte sich und kramte nach seinem Handy, fand es und machte es an. Ungeduldig blickte er auf das Display. ‚Kannst das Navi ausmachen und wegpacken!‘

Das machte sie sofort und verstaute das Navi in einem handgestrickten Täschchen und steckte es in ihr Handschuhfach. Er wartete bis er Netz hatte. Dann wählte er.

‚Alfons….ja….ja….20 min….Citroen, schwarz…ja… nein….sag dem Viechdoktar Bescheid. Mich hats ziemlich erwischt.‘

Sie winkte ihm. ‚Warte mal!‘ Er nahm das Handy vom Ohr und hielt es an seine Brust.

‚Kann dieser Viechdoktor Kochsalzlösung, Infusionsbeutel, Schmerzmittel und Antibiotikum besorgen?‘ fragte sie besorgt.

‚Er soll Kochsalzlösung, Infusionsbeutel, Schmerzmittel und Antibiotikum besorgen… Ja, schreib dir das auf… Ich lass anklingeln, wenn ich da bin….Ja danke.‘

Er baute seine Knarre wieder zusammen und steckte sie in seine Hose. Die Überreste ihres Handy steckte er in die Tasche. Sie fuhr durch Nauderns durch und weiter bis er wieder etwas sagte: ‚Da vorne links und schalte bitte auf Standlicht!‘

Er lies es anklingeln. Sie machte was ihr gesagt wurde und fuhr auf den Hof eines verlassenen Gasthauses. Das Schiebetor eines angrenzenden Stadels ging auf und sie fuhr hinein. Ein älterer, braungebrannter Mann blickte ins Auto, als sie durch das Tor fuhr. Das musste Alfons sein.

‚Bleib sitzen und lass mich reden, Blume.‘ zischte Bambi mit einem unmissverständlichen Unterton. Langsam wurde sie nervös. Der alte Mann kam zum Fenster und machte eine Geste, dass sie die Scheibe runter lassen sollte.

‚Machens den Motor und das Licht aus.‘ befahl er ihr. Sie konnte eine Waffe in seinem Gürtel sehen. Sie blickte verwirrt auf die Rückbank. Alfons griff nach dem Griff der hinteren Schiebetür und machte sie auf.

‚Enzo, siehst net guad aus.‘ meinte er ernst und begann erst nach einem langen, langen Moment mit einem breiten Lächeln, dass in ein herzhaftes Lachen überging.

‚Danke, Alfons!‘ flüstere Bambi ähm Enzo.

‚Wer is des Weibats!‘

Meine Krankenschwester!‘

‚Für was brauchst dann n Viechdokta?‘

Enzo blickte sie etwas ratlos an, sprach dann fuchtelnd weiter: ‚Wegam Zeugs.‘

‚Er is eh beim Kaibeziang aufm Berchhof.‘

Blume verzog das Gesicht. ‚Des is weniger guad!‘ meinte Enzo verbittert.

Alfons machte Anstalten Enzo aus dem Auto zu helfen. Dabei konnte er einen Blick auf die Wunde und auf die Blutflecken werfen und es stolperte ein. ‚Ah!‘ aus Alfons‘ Mund. ‚Dann komm, ich bring di aufs Zimmer. Wo is da Laptop? Der Don wartet.‘

‚Frl. Blume würden Sie bitte die Tasche nehmen?‘ meinte Enzo.

Blume stieg aus. Alfons half Enzo aus dem Auto. Blume nahm ihre Handtasche, den Autoschlüssel und die Tasche von Enzo und folgte ihnen. Sie gingen durch einen Durchgang einige Stufen hoch und kamen in einen Vorraum. Es musste ein Puff gewesen sein, alles in Altrosa mit Schnörkel. Eine Putzfrau könnten die hier gebrauchen…

Unter Stöhnen ging es für Enzo weitere Stufen nach oben. Im ersten Zimmer stand die Tür offen und da gingen sie auch hinein. Alfons lies ihn aufs Bett sinken. Genauso hatte sie sich ein Zimmer in einem Puff vorgestellt. Großes Himmelbett. Verschnörkelte Möbel und viel roter Samt.

‚Ich hol den Don!‘ meinte Alfons dienstbeflissen.

‚Ja!‘ keuchte Enzo schmerzverzerrt.

Blume stellte die Tasche aufs Bett und legte die Handtasche auf einen Stuhl.

‚Ähm, Herr Alfons, könnten wir die blutigen Sachen verbrennen?‘ fragte sie schüchtern.

‚Wo hastn die aufgabelt?‘

‚Ich steh im Telefonbuch unter Cleaner!‘ sprach sie mit erschreckend fester Stimme.

‚Ah, Cleaner. Warum sagens des net glei!‘

‚Haben Sie Chlorrreiniger oder Domestos?‘

‚Scho!‘

‚Gut, ans Werk!‘ meinte Blume und machte Anstalten wieder hinaus zu gehen.

Enzo unterbrach sie unwirsch. ‚Alfons, bring Sie dann wieder hoch, ich hab Schmerzen.‘

‚Ja, Enzo, was denkts’n!‘

‚Untersteh di!‘ warnte er Alfons.

Alfons klopfte Enzo auf die Schulter und ging dann mit Blume aus dem Zimmer.

‚Du heißt Blume und bist Cleaner?‘ fragte Alfons in merkwürdig gestellten Hochdeutsch.

‚Ja, wieso?‘ fragte Blume und blieb am Treppenabsatz stehen, weil Alfons vor ihr stehenblieb. Er klopfte an eine halboffene Tür und steckte kurz den Kopf durch den Schlitz. Was nun gesprochen wurde, konnte sie nicht verstehen. Er wand sich wieder zu ihr und ging weiter voraus. ‚Arbeitest du nur für die Familie?‘

Sie schüttelte den Kopf. ‚Bin freiberuflich!‘

‚Aha. Rentiert sich des.‘

Sie zog nur eine Augenbraue hoch.

‚Ich versteh schon.‘

Am Auto angekommen fragte Alfons: ‚Soll ma die Schilder auch verbrennen?‘

‚Ist glaub ich nicht nötig. Man findet nur eine ledige Krankenschwester, die ab und zu zu schnell fährt und grad Urlaub hat, wenn man die Schilder überprüft.‘

‚Gutes Backup!‘

Sie grinste nur und machte das Auto auf und griff unter den Sitz.

‚In der Tüte ist alles, was zu verbrennen ist, die Injektionsnadel steckt noch in seinem Arm.‘

‚Ich bring gleich den Chlorreiniger.‘

Sie nahm den Sanikoffer aus dem Auto und die Tüte mit dem Essen. Dann zog sie wieder Gummihandschuhe an und machte alle Lichter im Auto an. Er brachte eine Tonne, darin war der Reiniger und ein Benzinkanister. Er gab ihr den Reiniger und schraubte schon mal den Benzinkanister auf. Sie warf alles in die Tonne was weg konnte. Er machte ein hübschen Feuerchen. Sie wischte inzwischen alle Armaturen, die Griffe und Türen mit Alkohol aus dem Sanikoffer ab. Dann machte sie sich an die restlichen Blutspritzer. Am Ende blickte sie in den Kofferraum und nahm ihre Jacke mit.

‚Sie ham Proviant mitgebracht. Gut. Die Küche hat schon zu.‘

‚Sie machen Witze. Ich dachte der Rasthof sei geschlossen.‘

‚Der Puff aber net.‘

‚Ah, und wo sind die Ladys?‘

‚Ham heute frei.‘

‚Schade.‘

‚Wieso?‘

‚Hätte mir gerne nen frischen Schlüpfer ausgeliehen!‘

Alfons grinste versaut. ‚Ich schau mal, was ich bis morgen machen kann.‘

Sie gingen wieder hoch in den Vorraum und ein eleganter Mann kam ihnen von der anderen Treppe aus entgegen.

‚Alfons, wo ist die…!‘ Er stockte und sprach gleich überfreundlich weiter. ‚Ah. Fräulein Blume, sehr gut. Kümmern Sie sich Bitte um Enzo bis der Doktor kommt!‘ Sein Ton war freundlich aber bestimmt und sie wusste, dass sie sich zu benehmen hatte und dass dieser Mann keinen Spaß verstehen würde.

‚Natürlich, der Herr…!‘ meinte sie freundlich und machte einen Knicks.

‚Herr Alfons geben Sie mir den Koffer, den Rest schaff ich allein!‘ lächelte sie ihn freundlich an. Alfons übergab den Sanikoffer und sie lief die letzten Stufen allein hinauf und verschwand im ersten Zimmer. Als sie die Tür knallen hörten, unterhielten sich Alfons und der Don leise.

‚Sie ist ein Cleaner und eine Krankenschwester!‘

‚Interessante Kombi!‘

‚Und nützlich!‘

‚Für wen arbeitet Sie noch!‘

‚Sie sagt, sie wär freiberuflich! Ihr Backup ist eine ledige Otto Normal Krankenschwester!‘

‚Ist für einen Cleaner nicht blöd. Keine Fragen. Kein Ärger!‘ stellte der Don fest, machte eine Pause und fuhr dann grinsend fort. ‚Alfons bring mir eine Flasche Spumante, wir haben was zu feiern!‘

Fortsetzung folgt im AlpenRoadMovie 3

 

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