Sam und Dean retten meine kleine Welt oder wie verdammt tötet man nen Sparklefool…

Sam und Dean retten meine kleine Welt oder wie verdammt tötet man nen Sparklefool…

An einem bewölkten Tag fahre ich mit meinem schwarzen Citroen Nemo zum Einkaufszentrum in meinem Ort. Langsam tuckere ich über den menschenleeren Parkplatz und suche mir einen der 100 freien Parkplätze aus. Mein Auto steht, ich mach schon mal die Türe einen Spalt auf, krame aber noch in meiner Handtasche herum. Neben mir parkt einer schwungvoll ein, als wäre der Parkplatz nicht groß genug für uns zwei. Fährt dieser Penner mir fast meine Tür ab. Erschrocken blickte ich auf und da steht ein schwarzer 1967er Chevrolet Impala und im Wagen sitzen zwei Männer, die sich lauthals streiten.

‚Sam, hast du das Blut eines Toten?‘

‚Jaaa, alle 5,5 Liter!‘

‚Hast du sie auch eingefüllt?‘

Wie paralysiert starre ich aus dem Fenster, als Sam Winchester, ja der Sam Winchester von Supernatural, kopfschüttelnd die Autotür aufstieß und mir dabei meine Autotür in mein Gesicht klatschte. Mein Gesicht klebte nun regelrecht an der Scheibe, so dass ich nach einem Moment nur noch meinem Atem an der Scheibe sehen konnte. Die Tür wurde aufgerissen und mir fällt vor Schreck die offene Handtasche aus dem Auto. Ich will hinterher hechten. Aber ich bin noch angeschnallt. Der Gurtstopper hält mich zurück. Sam kniete sich hin und versuchte den Inhalt meiner Handtasche wieder hineinzustopfen.

‚Boa Sam, wird das heute noch was?‘ moserte Dean Winchester, hinter dem geöffneten Kofferraumdeckel hervor.

‚Ja, ähm. Tschuldigung.‘ stotterte Sam und kam mit dem Kopf in dem Moment hochgeschnellt, als ich mich endlich vom Gurt befreit hatte und ihm schier entgegen purzelte. Für einen kurzen Moment berührten meine Brüste sein Gesicht und er fing mich mit seinen starken Armen auf. RRR!

Meine Handtasche fiel ihm aus der Hand. Egal. Halt mich, Sam. Sabber sammelte sich in meinem Mund.

‚Hey, Sam. Du kannst nachher mit den einheimischen Weibchen flirten. Wir haben zu tun. Gleich kommt die Sonne wieder raus.‘ schrie Dean jetzt und warf ihm einen quietschbunten Super Soaker zu. Sam lies mich auf den Inhalt meiner Handtasche fallen und fing den Super Soaker. Dean zog gerade einen grünen Rückentank an und verstöpselte den Schlauch mit seinem Gerät.

‚Warum muss ich immer den mit dem Blut kriegen, da muss ich immer so schwer pumpen.‘ jammerte Sam.

‚Weil ich die Nonne gerade um 5 Liter Weihwasser erleichtert habe.‘ meinte Dean und grinste seinen Bruder versaut an.

Der Sabber lief mir aus dem Mund, als ich meine Handtasche in den Fußraum meines Wagens warf und versuchte möglichst viel Inhalt hinterher zu werfen und gleichzeitig versuchte ich mich aufzurappeln. Meinen Mund abwischend traute ich meinen Augen kaum. Ein blasser Typ ritt auf einem schwarzen Rappen über den Parkplatz auf den Getränkemarkt zu. Sein schwarzer Mantel flatterte im Wind.

‚Das ist er, der Sparklefool!‘ schrie Dean und lief los. ‚Los Sam, Pump!‘

Sam hatte den Rückentank nur über eine Schulter geworfen, nestelte am Schlauch und rannte wie ein 12jähriges Mädchen mit blonden Zöpfen hinter Dean her. Dean hatte den Reiter bereits eingeholt und verpasste ihm einen Schwall Weihwasser. Der Reiter sprang schwungvoll von seinem Gaul. Die Wolken lichteten sich und die Schatten schienen langsam über den Asphalt hinweg davon zu laufen. Ich musste meine Hand vor die Augen halten, um das Geschehen weiter beobachten zu können. Dabei lehnte ich mich auf den Impala und leckte über den Lack. Doppel-RRR.

Den Strahl mit dem Weihwasser ignorierend lief der Typ auf Sam zu und als die Sonne die Beiden erreicht hatte, wusste ich was Dean mit Sparklefool gemeint hatte. Der Typ glitzerte im Sonnenlicht, wie das Glitzertraumhaus von Barbie. Und sein blöder Gaul, stand auch in der Sonne und glitzerte vor sich hin. Der Kerl fauchte Sam an und fletschte die Zähne. Und seine spitzen Eckzähne glitzerten in der Sonne. Sam schoss ihm noch im Fallen einen Strahl Blut in den Mund. Und Dean sprang über Sam und schrie: ‚Schluck, du Spinner!‘

Der Kerl kam auf mich zu, lächelte mich an und blieb vor mir stehen. ‚Ich bin Edward, meine Schöne!‘

‚Und auf dich habe ich gewartet, du Penner!‘ geistesgegenwärtig schlug ich ihm auf die Nase und riss mit der zweiten Hand die Schiebetür meines Nemo auf. Ich wollte nach der MagLite greifen, bekam aber nur eine 2 Liter Flasche Cola zu fassen. Wie in Zeitlupe zog ich sie heraus und schüttelte die Cola und öffnete sie schreiend.

Der Edwardsparkletyp hielt sich die Nase und taumelte nach hinten, wo er in Weihwasserstrahl von Dean lief. Sam war wieder auf den Beinen und traf ihn mit dem Blut ins Ohr.

‚Sam, das hilft nicht!‘

‚Verdammt Dean!‘

Meine Cola explodierte beim Öffnen des Deckels und ein Strahl Cola schoss heraus und traf den Sparklefool direkt ins Gesicht. Erschrocken hielt er die Hände vors Gesicht. Ich schrie laut: ‚Cola Zero ist was für Weicheier, du Schwuchtel!‘

‚Es schwächt ihn!‘ schrie Sam.

‚Das reicht aber noch nicht, Sam!‘ schrie Dean.

‚Kreuzt die Ströme!‚ schrie ich, warum auch immer.

‚Bitte was?‘ fragten die beiden Jungs gleichzeitig, während der Sparklefool lachte und sich das Cola-Blut-Gemisch aus Gesicht wischte.

‚Überkreuzt die Ströme, verdammt.‘ rief ich, presste den Daumen auf die Flasche und schüttelte, bis mir die Arme weh taten.

Zum Glück begriffen Sam und Dean, was ich gemeint hatte und kamen auf mich zu und pumpten. Der Sparklefool lief auf uns zu und fauchte uns an. Ich nahm den Daumen von der Flasche und wir überkreuzten die Ströme. Der Sparklefool schrie, fing an zu dampfen und verpuffte schließlich.

‚Und jetzt der Gaul!‘ rief Dean.

‚Das ist wissenschaftlich völlig unmöglich, ein Pferd ist ein Kaltblüter und warum sollte ein Vampir einen Kaltblüter aussaugen.‘ erklärte ich.

‚Bei den Sparklefools kann man nie wissen, lass uns Pferdesalami machen.‘ meinte Dean und wechselte seinen Super Soaker mit einer Schrotflinte. Sam nahm sich einen riesigen Holzpfahlpresslufthammer, den ich schon mal bei From Dusk till Dawn gesehen hatte.

‚Hey du, hast du noch ne Cola, für alle Fälle?‘ fragte Dean und zwinkerte mir zu.

‚Klar!‘ meinte ich, aber die beiden waren schon wieder im Dauerlauf unterwegs. Ich hechelte mit der nächsten Colaflasche hinter den Beiden her. Die hatten das Pferd schon gepfählte und erschossen.

Eine alte Oma kam ihren Einkaufswagen in unsere Richtung schiebend und fing an zu kreischen: ‚Ja hey, ja Sie, was machen Sie denn da?‘

‚Die sind vom Kreisveterinäramt und mein Pferd hat die Tollwut! Gehen Sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen.‘ meinte ich zu ihr, während mir Dean die Cola aus der Hand nahm und sie kräftig schüttelte.

Als das Pferd verpuffte, drehten sich die Beiden um, zogen ihre Sonnenbrillen an und grinsten mich saublöd an: ‚Danke für deine Hilfe. Schau mal genau da rein!‘ Und Dean hielt mir ein Blitzdings unter die Nase. In dem Moment als er auf den Auslöser drückte, kniff ich meine Augen ganz fest zu und tat dann so, als hätte es tatsächlich funktioniert.

‚Du hast davon geträumt, dass du unglaublich geilen Sex mit Dean Winchester hattest!‘

‚Ach komm, kannst du nicht mal was Sinnvolles sagen, nach dem Blitzdings.‘

‚Gut, du hattest grottenschlechten Sex mit Sam Winchester…‘

Er bekam einen Stoß von seinem Bruder und nun redete er. ‚Also du hattest keinen Sex mit keinem der Winchester Brüder. Der Sex wäre weder gut, noch schlecht gewesen. Du fährst wieder heim und siehst weiter fern. Das kann mal nicht schaden.‘

Dean hüpfte hinter seinem Bruder rum und rief: ‚Sam schminkt sich!‘ und ‚Sam weint nach dem Sex!‘ Dann lies er die Hosen runter und schrie: ‚Pudding!‘

Ich wachte auf, weil mir der Sabber vom Gesicht rann. Ich saß immer noch in meinem Auto mit der Hand in meiner Handtasche. Im Radio lief ‚Carry On My Wayward Son‘ von Kansas.

Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen fuhr ich heim und schaute weiter fern. Ich hatte auch völlig vergessen, warum ich eigentlich zum Einkaufszentrum gefahren war.

‚Ich liebe es, wenn du so herrisch bist, Sam!‘

Danke an Aniela, Sophia und Sven. Und nix für unguad an alle Twilightfans, Barbie hat ja auch ein Glitzertraumhaus und ein Pferd.

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