43:50 vs. 08/15

43:50 vs. 08/15

white-house-down-olympus-has-fallenTotalausverkauf bei einem der großen Elektronikausstatter und ich hab ein paar Blüten und Verblüten der internationalen Filmkunst für eine Hand voll Dollar und ein paar Heller mehr bekommen.

Der erste Streich meiner großen Vergleichsstudie ist White House Down vs. Olympus has fallen. Normalerweise schaue ich mir Neuverfilmungen nur deswegen an, um sie nachher durch den Dreck ziehen zu können. Aber bei diesem ganz speziellen Fall, hab ich mich schon eine ganze Weile gefragt, warum man innerhalb eines Jahres zwei Filme drehen muss, mit nicht nur dem gleichen Plot, sondern auch mit der kompletten und bis auf ein paar Kleinigkeiten völlig identischen Handlung.  

Auf der einen Seite Channing Tatum und Jamie Foxx in White House Down, quasi als der uneheliche Zwillingsbruder von Olympus has fallen. Während Channing eher durch seine körperliche Gewalt glänzt, worüber ich die Letzte wäre, die sich darüber beschweren würde und ist Jamie Foxx als Präsident der Vereinigten Staaten einfach nur der Prüller!

Worum gehts? Die seltsam authentische weltpolitische Handlung ist in 30 Minuten abgehandelt und zwar so dass jeder Depp weißt, wo bei den Amis der Hammer hängt.

Wie ist der Plot? Jemand versucht die Amis dort zu treffen, wo es ihnen besonders weh tut, im weißen Haus. Die Taliban! Nein, und ich will auch nicht Spoilern.

Das Kapitol wird nur halb in die Luft gesprengt und im Weißen Haus geht der Alarm an. Die nächste viertel Stunde bringt mich halb um meinen eh schon wankelmütigen Verstand. Bis Minute 43:50 für jeden Grobtoniker kein Problem, aber meine beiden Ohrgeräusche Dieter Bohlen und Thomas Anders haben, während der Alarmton mir langsam aber sicher den letzten Nerv raubt, den Schlüssel zu meinem Waffenschrank gefunden und sind im Begriff einen groß angelegten postapokalyptischen Amoklauf vorzubereiten…Bis einer der Terroristen endlich sagt: Kann mal jemand Bitte den Scheiß Alarm abschalten?’

Vielen Dank!

whdIch will wirklich nicht zu viel Spoilern! Es  handelt sich tatsächlich um einen spannenden Film, vor allem ab dem Zeitpunkt als Channing Tatum heldenhaft sein lästiges Hemd auszieht und über sein Bruce Willis-Gedächtnis-Unterhemd eine ziemlich neckische taktische Weste drüber gezogen hat, die wir alle seit Magic Mike schon sehr gut kennen. Jippie. Und ein Pro Nerd Doppel-Happy End gibt es im äußerst korrupten Amerika auch noch.

Für das, dass White House Down erst nach Olympus has fallen rausgekommen ist, ist mir der Film irgendwie sympathischer und das liegt ausnahmsweise mal nicht an dem Doppel-RRR für Channing Tatum.

Nun zu Olympus has fallen. Die olympus-has-fallenseltsam theatralische Vorgeschichte ist ungefähr in der selben Zeit abgeschlossen. Gerard Butler kann in der Rolle von Channing Tatum irgendwie nicht wirklich glänzen, vor allem weil er bis zum Schluss ums verrecken sein Hemd nicht ausziehen wollte. (Kleiner Scherz am Rande!) Gerard Butler war mit seinem Film zuerst dran, aber der Vergleich war einfach zu gut, um es nicht erwähnt zu haben. Ich mag Gerard Butler irgendwie echt gerne und ich finde ihn wesentlich witziger als Channing Tatum. Ehrlich, ich würde manchmal lieber sehen, wie er sich auszieht und ich verstehe bis heute nicht, warum ich ihn in 300 nicht erkannt habe!

Vielleicht liegt es daran, dass er anstatt die Haare auf der Brust, die Haare im Gesicht hatte. Hm. Bei Haarirritationen bitte Google fragen. Möchte nicht wissen, wie viele Jugendliche heutzutage mit Google und Wikipedia aufgeklärt werden. Ich schweife irgendwie ab… ich krieg den haarigen Gedanken nicht aus dem Kopf. Egal.

Gleich mal zum nächsten Gemecker von mir…Und Aaron Eckhart ist als Barak Obama irgendwie viel zu weiß und überhaupt irgendwie zu glatt. Der Mann konnte mich auch als Two Face nicht überzeugen, warum sollte er es dann als Präsident der Vereinigten Staaten?l

Liegt nicht daran, dass ich ihn nicht mag. Der Mann ist mir einfach zu glatt, obwohl er in dieser Rolle wenigstens ein wenig emotional ist. Keine Ahnung, ich bin in den Olympus has fallen irgendwie nicht reingekommen, deswegen bekommt Olympus has fallen von mir eine 6 fürs abschreiben lassen und der Abschreiber bekommt ein 3+ für den nicht so ganz an den Haaren herbeigezogenen weltpolitischen Tenor des Filmes.

Also bitte, die Nummer mit Nordkorea hat in Red Dawn schon nicht funktioniert, warum zum Teufel muss man schon wieder Geld zum Fenster rausblasen, wenn es die üblichen Feindbilder einfach immer noch bringen, wie man zur Zeit ja überall in den Nachrichten zu hören bekommt. Egal.

Fazit: Doppel und Dreifach RRR³ für Channing Tatum seine Taktische Weste, sein Bruce Willis Gedächtnisunterhemd und für diesen pro Amerika und pro Nerd familienfreundlichen Actionfilm.

Gerard Butler: This is not Sparta! Sechs setzen!

Merke: 300 anschauen und in Erinnerungen schwelgen, während ich eine kleine Filmkritik zu 300: Rise of an Empire schreiben.

Danke: an das spartanische Kostüm Departement von Magic Mike und White House Down.

P.S. Magic Mike könnt ich mir auch noch anschauen. Ich bin die nächsten Stunden nicht zu sprechen. Gute Nacht!

 

Verblendung (2011)

Verblendung (2011)
Verblendung (2011) mit Daniel Craig: Ich habe die Erstverfilmungen natürlich gesehen und finde sie ausgesprochen gut und die Geschichte hat mich sehr bewegt und gefesselt, obwohl ich die Bücher leider nicht gelesen habe, mangels Zeit. Ich wollte mir die Nachverfilmung ansehen, um besser darüber lästern zu können. So, jetzt steh ich da… zum Lästern gibt es eigentlich nicht viel.
Daniel Craig spielt seine Rolle ganz gut, mal ganz ungewohnt, eher häuslich und schreckhaft und die Brille macht ihn wirklich älter. Er lässt sich einfach gerne foltern, was mir immer ausnehmend gut gefällt. Dazu später mehr!
Auch die Rolle der Lisbeth Salander ist ganz cool gespielt. Die Entfernung (bzw. Blondierung) der Augenbrauen reißt es halt voll raus, da kommt sie sogar ein bisschen kinskiesk rüber, obwohl Klaus Kinski bis zum Schluss seine Augenbrauen hatte, sogar in Nosferatu. Der einzige Fall, der mir einfällt, wo sich jemand für eine Filmrolle die Augenbrauen rasiert hatte, war für die Rolle des Grimar Schlangenzunge und das bringt Brad Dourif den KlausKinskiAward näher, als ihm wahrscheinlich bewusst ist. Ich schweife ab. Wir waren bei der Lisbeth Salander-Darstellung von Rooney Mara stehen geblieben. Sie hat sich wirklich für die Rolle ganz schön zurichten lassen, auch wenn sie für mein Empfinden fast schon untertätowiert war. Die Lisbeth Salander kommt mir in der Cover-Verfilmung ein bisschen zu devot (Verhaltensunterwürfig gegenüber Mikael Blomkvist) rüber…bin gespannt ob sie in den nächsten Verfilmungen Noomi Rapace irgendwie das Wasser reichen kann und ob sie mit der Verhaltensunterwürfigkeit noch irgendwie abstellen können. Aber Rooney Mara hat sich eine weitere Beobachtung meinerseits verdient.
Die Sexszenen sind mehr geworden, war ja nicht weiter verwunderlich! Mal ganz davon abgesehen, dass Daniel Craig eine geile Drecksau ist, obwohl er nach seiner Aussage einen alten Mann spielt.  Auch wenn die Coolness von Lisbeth Salander auch bei den Sexszenen nicht rüber kommt. Vorsicht Spoiler. Sie stand nach dem Sex nicht auf und ging. Das fand ich in der Erstverfilmung sehr cool! In Hollywood hingegen bleibt man liegen und raucht Eine. Trotzdem ein RRR von mir. Die Vergewaltigungen sind mir nicht hart genug, da nehmen die beim Original weniger ein Blatt vor den Mund bzw. vor die Kamera.
Die Synchronisation ins Deutsche hat mich ganz schön fertig gemacht, weil viele Stimmen mir merkwürdig vorgekommen sind. Wenn man nicht hinschaut, könnte man glatt denken, man hätte das Original eingelegt.
Die Musik hat mich genervt, jetzt weiß ich auch, wieso mich die Musik in Sozial Network so genervt hat, war der selbe Komponist. Die Musik verspannt eher den Tinitus, als dass sie irgendwie zu Spannung beitragen würde.
Die Spannung, die ich auch irgendwie schmerzlich vermisst habe, genauso wie ich bei der Handlung irgendwie weniger mitgekommen bin, obwohl ich mir neulich erst die Millenium-Trilogie angeschaut habe. Hm.
Ein Hm von mir für die Cover-Version von Verblendung.

Fazit:

Ein RRR für den einvernehmlichen Film-Sex
Ein Hm für den Film
Rooney Mara wird weiter beobachtet.

Der Film bekommt einen Platz in meinem DVD Regal, auch wenn er die 10 Euro nicht wert war. Werd ihn mir aber nochmal anschauen müssen.
Merke: Brad Dourif für den KlausKinskiAward nominieren.

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