Liebes Tagebuch Teil 2 1/2

Liebes Tagebuch Teil 2 1/2  (eine fiktive Weiterführung)

Endlich zu hause. Habe meine letzten Prüfungen hinter mir. Ob ich sie geschafft habe? Keine Ahnung. Es wird sich noch herausstellen, ob ich ins Mündliche muss. Was mit den Fotos ist? Was für Fotos? Ob ich mich extra dumm stelle? Nein verdammt nochmal. Die Ersten habe ich schon vor Wochen eingeworfen. Jeden Tag eines. Und seine Zahnbürste habe ich heute morgen noch eingeworfen, bevor ich in die Schule gelaufen bin. Ab morgen bekommt er dann die Fotos vom Putzen. Ob ich jetzt völlig den Verstand verloren habe? Nein ich denke nicht. Ich habe noch ein paar Abzüge gemacht für den Typ von gestern. Bevor ich die ihm gebe, werde ich ihn auf einen frischgepressten Ananassaft einladen. Jeden Tag. Hm.

Deine Schackeline (17 ½)

Liebes Tagebuch Teil 2

Liebes Tagebuch Teil 2 (eine fiktive Fortsetzung) Hätte heute eigentlich lernen müssen. Saß zu hause und hab alles andere getan, nur nicht gelernt. Hm. Hab schon meine ganze Wohnung geputzt, dabei hätte ich die Zeit wirklich besser ins Lernen investieren können. Habe dann aus purer Absicht die Fugen im Bad mit der Zahnbürste meines Ex-Versicherungsvertreters geputzt. Woher ich die hab? Hm. Das gehört hier aber wirklich nicht her. Wollte doch eine ganz andere Geschichte erzählen. Habe also auch ziemlich viel ausgemistet. Die Mülltonnen quellen schon über. Meine Wohnung ist jetzt schön sauber und ich habe irgendwie überhaupt nichts gelernt. Das lag aber nicht nur am Putzen. Hm. Des wird schon klappen, mit der Abschlussprüfung, oder? Wie, ich lenke nur vom Wesentlichen ab? Ja, ich hätte lernen sollen, dass weiß ich auch, liebes Tagebuch. Wie, die Zahnbürste? Ach, die. Woher ich die habe? Weiß ich nicht mehr! Was mache ich, wenn ich meine mittlere Reife nicht schaffe? Ist ja schon gut. Nach dem mich dieser Versicherungsvertreter (ja, der Homosexuelle) so schmählich sitzen hat lassen, habe ich mich durch einen Vorwand Zugang zu seiner Wohnung verschafft. (Es ist immer gut einen Wachturm im Haus zu haben, man weiß ja nie für was der noch nützlich sein kann!) Diese Schlampe von seinem Freund hat mich gnädiger Weise auf die Toilette gehen lassen. Dort habe ich dann meine Haarbürste und meine benützte Unterwäsche liegen gelassen und seine Zahnbürste geklaut. Wie, nur die Zahnbürste? Natürlich nur die Zahnbürste. Nach dem Putzen habe ich noch eine ganze Weile Löcher in die Luft gestarrt. Es ist nicht einmal Staub in der Luft. Sowas. Wie, wenn ich doch nun schon mal da gewesen wäre, dann hätte ich… was? Nein! Dann hätte ich gleich viel mehr mitgehen lassen können? Nein, das würde ich ja nie tun. Ich habe mir dann überlegt, bevor mir noch weiter die Decke auf den Kopf fällt, dass ich lieber raus gehe, auch auf die Gefahr hin, dass mir der Himmel auf den Kopf fallen könnte. Also bin ich… jetzt wird’s mir aber langsam zu blöd. Ja, Okay. Ich habe auch noch eines seiner Hemden geklaut. Wie, ob dass alles war? Ja, verdammt nochmal. Es geht dich doch eigentlich gar nichts an, was ich da geklaut habe, er ist immer noch mit dieser Tucke zusammen und…und du bist nur mein Tagebuch. Also, ich bin dann in das Café gegangen. Das, da vorne an der Ecke. Boa, schmollst du jetzt. Himmel, nicht mal du bist auf meiner Seite. Okay, wenn du es ganz genau wissen willst, ich habe eine seiner Unterhosen mitgenommen, ja eine Benützte. Woher ich weiß, dass es seine gewesen ist? Seine sind viel größer, als die von seiner Schwuchtel. Und jetzt frag mich nicht, woher ich das nun wieder weiß. Ich hab noch ein Duschgel mitgenommen. Ja, das Blaue. Das so reicht, wie er riecht. So, darf ich jetzt meine Geschichte erzählen? Ja. Gut, danke, dass ich auch eine Geschichte in mein Tagebuch schreiben darf, die ich auch wirklich erzählen will. Also ich sitze in diesem Café, da unten an der Ecke und versuche dort zu lernen. Das hat auch eine ganze Weile ganz toll geklappt. Ich war mir schon fast sicher, dass ich die Prüfung ernsthaft schaffen könnte. So vertieft wie ich war, merkte ich erst gar nicht, dass mich so ein Typ an der Bar schon die ganze Zeit anstarrte. Er setzte sich erst neben mich an einen anderen Tisch. Ich versuchte mich nicht weiter ablenken zu lassen. Der sieht die ganze Zeit zu mir rüber. Ich ignoriere ihn, weitestgehend. Himmel, ist aber ganz schön schwer, wenn man leicht zur Paranoia neigt. Jetzt sprich mich schon an…. du….du….ich schaue flüchtig zu ihm rüber…um Himmels Willen… du geile Drecksau. Ich quäle mir in meinem inneren Monolog ein Lächeln ab, dass er wohl als Unsicher wertete, weil er dann gleich zum Angriff loslegte.

‚Sag mal, kennen wir uns irgendwo her?‘ fragte er. Boa, was für eine bescheuerte Anmache. Was soll ich antworten… Ich hab eine Wassermelone getragen…oder was?

‚Ich weiß nicht?‘ sagte ich dann, mit einem seltsamen quietschigen Unterton und nestelte an meinen Unterlagen. Ich werde langsam rot im Gesicht, was die Situation noch peinlicher macht.

‚Bist du hier öfter?‘ fragte er. Die Fragen werden nicht besser.

‚Ja. Ähm… ich wohne um die Ecke…da vorne!‘ sagte ich.

Und was dann passiert ist, kann ich nicht mehr so wirklich nachvollziehen. Wir haben nicht wirklich geredet. Was auch besser so ist, weil wir beide nicht wirklich was zu erzählen haben. Er hat bezahlt, auch meins. Dann sind wir gegangen. Zu mir. Irgendwie ist dann Eines zum Anderen gekommen. Jetzt liegt er da, in meinem Bett. Nackt. Die ersten Sonnenstrahlen glitzern auf seinem prallen Hintern. Ist schon ein geiler Anblick. Er sieht auch so ein bisschen so aus, wie mein Ex-Versicherungsvertreter. Wenn ich jetzt nicht so einen komischen Geschmack im Mund hätte, wäre alles perfekt. Hab mir schon 3mal die Zähne geputzt und der Geschmack ist nicht weggegangen. Hm. Ob ich mir den Geschmack vielleicht nur einbilde? Nein, ich habe mich auch geduscht (3mal) und mit dem blauen Duschgel gegurgelt. Keine wesentliche Besserung. Auch die Vorstellung ich hätte den Schwanz von meinem Ex-Versicherungsvertreter im Mund gehabt, hat den Geschmack nicht neutralisiert. Wie sowas Schönes so schrecklich schmecken kann. Unglaublich. Ich kämpfe immer noch mit dem Würgereiz. Jetzt ist er wach geworden und ins Bad getapst.

‚Ich benütz mal dein Duschgel!‘ Wenn er das Blaue nimmt, bringe ich ihn um. ‚Und deine Zahnbürste!‘ Wenig später steht er, mit der Zahnbürste meines Ex-Versicherungsvertreters im Mund, nackt vor mir. Wenn er wüsste, was ich noch alles mit der Zahnbürste angestellt habe, hätte er jetzt Würgereiz. Alles riecht nach meinem Ex-Versicherungsvertreter. Ich werde schwach. Ich kann es einfach nicht lassen, wenn alles so nach meinem Ex-Versicherungsvertreter riecht und ein schöner Penis so vor meinem Gesicht baumelt, dann muss ich ihn einfach in den Mund nehmen. Ob der Geschmack besser geworden ist? Nein, verdammt. Mir ist schlecht. Er ist zum Glück gegangen. Vorher ist er noch gekommen. In meinem Gesicht. Ich knie jetzt vor meiner Kloschüssel. Lasse mir den gestrigen Abend und den Morgen nochmal durch den Kopf gehen. Muss mich jetzt zusammenreißen. Hab in einer Stunde Abschlussprüfung. Ich sehe ein paar Flecken in meinem Klo und putze sie mit der Zahnbürste meines Ex-Versicherungsvertreter weg. Ich wasche mein Gesicht mit seinem Duschgel und renne los. Ich muss noch den Film zum Entwickeln bringen. Was für einen Film? Ich hab ein paar Fotos gemacht! Was für Fotos? Das gehört hier wirklich nicht her und eine ganz andere Geschichte. Deine Schackeline (17 ½) (Ähnlichkeiten mit Personen aus dem realen Leben sind in einer fiktiven Geschichte gar unmöglich und somit nur reiner Zufall.)

Liebes Tagebuch

Liebes Tagebuch. (Eine fast fiktive Geschichte)
Heute war der große Tag. Ein Date mit Ihm bei mir zu hause. Ich hab extra meine Wohnung aufgeräumt. Und mich habe ich gestriegelt und gebügelt. Er kam dann 4 Minuten und 38 Sekunden zu spät. Ich hatte mir bereits überlegt meinem Leben ein Ende zu bereiten und aus dem Fenster zu springen. Aber dann hat er ja zum Glück an der Tür geklingelt. Ich bin dann ganz schnell zur Tür gelaufen und habe sie aufgerissen. Ich hab mich so gefreut und hatte dabei ganz vergessen, dass ich ja nur ein Negligee an hatte. Aber es hat ihn gar nicht interessiert, was ich an hatte. Es hatte ihn nur interessiert, was ich nicht an hatte. Ich musste mir dann etwas überziehen, dabei wäre es mir wesentlich lieber gewesen, wenn er sich etwas übergezogen hätte. Ich fand den Abend trotzdem ziemlich aufregend, ich war schließlich mit Ihm alleine in meiner Wohnung. Aber er reagierte leider auf keinerlei meiner Avancen. Ich glaube er kann sich an unser letztes Wochenende nicht mehr erinnern, da haben wir ganz wild miteinander rumgeknutscht. Wir waren beide ganz schön betrunken. Ich war ziemlich aus dem Häuschen, weil ich ihn mir schon lange von der Backe geputzt hatte. Aber nach diesem leidenschaftlichen Kuss war meine Liebe wieder neu entfacht. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass er so toll küssen kann. Seufz. Ich habe versucht ihn in verhängnisvolle Gespräche zu verstricken, aber er hat sich aus allem herausgewunden, sogar aus dem Seidenschal, mit dem ich ihn an meine Heizung gebunden habe. Später, ich habe mir nicht mehr anders zu helfen gewusst, da habe ich ihn mit meinen rosa Plüschhandschellen an mich gekettet. Das war schön,bis…wie er sich da raus befreien konnte, kann ich mir wirklich nicht erklären. Dann hat er mir gesagt, dass ich ja auch nicht jünger werden würde und dass ich mir die Sache mit der Berufsunfähigkeitsversicherung noch einmal durch den Kopf gehen lassen sollte. Zum Abschied habe ich ihn zuerst mit Kondomen beworfen und dann mit meinen Dildos. Es hat alles nichts genutzt, er ist einfach gegangen, ohne sich nach mir umzudrehen. Er hat mich allein in meiner Wohnung zurückgelassen. Und bei dem Versuch mich aus dem Fenster zu stürzen, musste ich feststellen, dass er mich mit den Handschellen an die Heizung gekettet hatte, das war schön, aber den Schlüssel hatte er auf das Siteboard neben der Tür gelegt. Zuweit weg, um mich zu befreien. Ihm muss doch etwas an mir liegen, er will nicht, dass ich mich umbringe. Er liebt mich doch, wie schön. Aber ich bin die Gefangene meiner eigenen Wohnung und meiner eigenen Intrigen. Es macht sich eine Leere in meinem Herzen breit und beginne meinen Kopf gegen die Heizung zu schlagen. Die Leere kann ganz schön hohl sein, wenn einem nicht weiter bleibt, als den Kopf an die Heizung zu hauen und sich darin zu ergießen, was für ein dumpfes Geräusch entsteht, wenn man das tut.
Am nächsten Morgen bin ich aufgewacht und dann ist mir wieder eingefallen, dass ich einen Zweitschlüssel in einer meiner Stehlampen versteckt hatte. Ich bin nur zu Weilen ein wenig paranoid, aber es hat mir noch nie geschadet. Ich ziehe mit den Zehen die Lampe vom Regal und dann zerschellt sie mit samt dem Inhalt auf dem Boden. Und ich habe mich dann befreit und mir dabei mit den Scherben die Knie, die Füße und die Hände aufgeschlitzt. Aber ich bin jetzt frei, allein, trostlos unglücklich und ich blute. Und er ist nicht da, um mir zu helfen. Langsam muss ich mir vielleicht doch eingestehen, dass mein Versicherungsvertreter vielleicht doch homosexuell sein könnte.
Deine Schackeline (17 ½)
P.S. Ich werde einen Brief an seinen Freund schreiben, weil wenn ich ihn nicht haben kann, dann darf er ihn auch nicht haben.

Kommst du oder gehst du?

Kommst du oder gehst du? – Eine fiktive Geschichte

6305322552_58ff66f3c6Ich komme die Treppen rauf und du sitzt da, am Treppenabsatz auf gepackten Koffern. Kommst du oder gehst du? Ich weis es nicht. Ich frage aber auch nicht. Ich sehe dich an. Du siehst an mir vorbei in einen langen Tunnel. Ich trete näher. Der Tunnel scheint dich immer mehr in den Bann zu ziehen. Ich knie mich langsam vor dich hin und schaue dir behutsam ins Gesicht. Ein Versuch deinen Blick vom Tunnel abzulenken. Ob es mir gelingt? Langsam fasse ich an dein Kinn. Dein Blick ist immer noch auf den Tunnel gerichtet. Für einen kurzen Moment kann ich ein kurzes Flackern in deinen Augen sehen, bevor sie dann wieder trüb werden. Ich trete noch näher an dich heran. Ich kann die Kälte spüren, die dich umgibt. Meine Hand wandert über deine Wange zu deinem Haaransatz. Ich bin dir jetzt so nah, dass ich dir einen Kuss auf die Stirn drücken könnte. Ich tue es. Immer noch keine Regung von dir. Mir läuft es kalt den Rücken herunter und ich versuche gegen die Kälte anzukämpfen. Ich sehe nun direkt in deine Augen und versuche den Tunnel zu brechen. Von dir kommt immer noch keine Regung. Meine Augen füllen sich mit Tränen und sie laufen mir die Wangen herunter. Ich weine, weil du es nicht kannst. Deine zitternden Hände umschlingen mich langsam. Du siehst mich für einen Moment an und dann vergräbst du dein Gesicht in eine Umarmung. Ich drücke dich an mich und ich zittere jetzt genauso wie du. So kauern wir noch eine Weile da am Treppenabsatz vor meiner Wohnung und sind unfähig uns zu bewegen.

Am nächsten Morgen wache ich auf, in meinem Bett. Du liegst in meinen Armen. Du trägst immer noch die selbe Kleidung wie gestern. Ich auch. Dein Schlaf ist ziemlich unruhig. Aber du schläfst. Die Erholung wird dir gut tun. Hoffe ich! Ich streichle dir ein paar Strähnen aus dem Gesicht und beobachte dich. Ich schaue über deine Schulter, da steht einer deiner Koffer.

Plötzlich klingelt ein Telefon. Nicht meins! Wir schrecken beide hoch. Du siehst mich entsetzt an. Es liegt hoffentlich am Telefon und nicht an mir. Das Telefon hört wieder auf zu klingeln. Wir sinken wieder in die Kissen zurück. Wir atmen beide tief durch. Du schließt deine Augen und ich spüre, wie wohl du dich in meinem Bett fühlen musst. Eine Hälfte deines Gesichts ist in eines meiner vielen Kopfkissen versunken. Du hast einen Arm unter dem Kissen und deinen Kopf geschoben, deine andere Hand zieht zunächst die Decke über deinen Körper und dann sucht deine Hand nach mir. Du nimmst meine Hand in deine und kommst dann zu Ruhe. Deine Gesichtszüge entspannen sich langsam. Ich beobachte dich weiter. Wie friedlich du aussiehst. Das Geräusch einer SMS hallt durch den Raum und im selben Moment reisst du die Augen wieder auf. Dein Gesichtsausdruck lässt mich ein ‚So eine Scheiße!‘ schier hören, obwohl du gar nichts gesagt hast. Es ist wieder still im Zimmer. Du streckst dich, ich höre deine Wirbelsäule knacken. Dann drehst du dich um zum Bettrand. Dein Arm wandert zur deinem Mantel und du förderst dein Handy zu Tage. Ich höre ein gleitendes Geräusch. Ein Samsung. Du tippst ein Wenig. Dann schnallst du mit der Zunge, wie du es immer tust, wenn du ungeduldig und genervt bist. Du stehst auf und hältst dein Handy ans Ohr.

Ruf mich nie wieder an!‘ kam es übertrieben laut aus deinem Mund. Ich höre deine Stimme eigentlich echt gerne, aber nicht wenn du böse bist. Du bist nicht böse auf mich, aber ich fühle mich so. Mich schaudert es ein wenig und ich verkrieche mich tief unter meinen Decken und tue so, als würde ich nicht zuhören. Aber es versteht sich von selbst, ich höre ganz genau zu. Du steichst nervös deine Haare aus deinem Gesicht. Ich höre ein Gekreische am anderen Ende der Leitung. Sie! Du saugst die Luft ein. Das was du jetzt sagen willst, muss etwas Entgültiges sein.

‚Ich sagte doch schon unmissverständlich, ES IST AUS!‘

Wie lange habe ich auf diesen Satz gewartet.

‚Es ist aus und damit Schluss und vorbei!‘

Hurra!

Belästige mich nicht weiter!‘

Ich höre ein: ‚Wo bist du? Bei ihr!‘ Ja, bei ihr und da bleibt er jetzt auch! Hoffe ich! Darauf habe ich viel zu lange gewartet, als dass ich dich jetzt wieder hergeben könnte.

Das geht dich nichts mehr an!‘ sagst du.

Du tippst dabei nervös auf meinem Festerbrett rum. Das geht dich nichts MEHR an, dass geht runter wie Öl. Du bist gekommen und zu bleiben. Wenn ich in diesem Moment sterben müsste, hätte ich mein Leben schon gelebt, nur für diesen einzigen Satz. Ich hatte die Hoffnung bereits seit langem aufgegeben, als ich dich traf. Du warst es, der mich immer wieder ins Licht holte. Auch wenn unsere bisherige Beziehung alles andere als hoffnungsvoll war. Du hast mich aus meinem tiefen Loch geholt. Auch wenn ich die letzten Jahre immer nur die 2. Geige war. Auch wenn ich mich in unserer Beziehung immer allein gefühlt habe. Ich konnte nie anrufen wann ich wollte. Ich konnte nie mit dir zusammen sein wann ich wollte. Ich habe immer alles allein mit mir ausmachen müssen. Ich hatte dich nie da, wenn ich dich brauchte. Ich konnte nie einen Rat von dir bekommen, wenn ich ihn gebraucht hätte. Ich habe mich in den letzten Jahren an jedem greifbaren Strohalm über Wasser gehalten. Aber ich habe nie aufgegeben und ich habe mich nicht damit abgefunden, nur die Geliebte zu sein. Ich wollte dich immer ganz, mit allen Höhen und Tiefen. Bis jetzt waren es meist nur die Tiefen. Und nach diesem verdammt langem Tief habe ich endlich mein Hoch und lasse es mir jetzt von ihr bestimmt nicht kaputt machen. Darauf habe ich zulange gewartet, als dass ich jetzt noch einmal zurückstecken könnte.

Du legst auf, ohne noch ein Wort zu sagen und wirfst dein Handy auf deinen Mantel. Du knöpfst deine Jeans auf und lässt sie lässig zu Boden gleiten. Dann kriechst du wieder unter meine Decke. Ja, meine Decke! Es wird ein verdammt schöner Tag. Das Universum hat nach langem Flehen endlich geantwortet. Das ist die Antwort. Du presst deinen Kopf zwischen meine Brüste, schiebst dabei mein Shirt hoch und küsst mein Brustbein.

Kann ich bei dir bleiben?‘ Du machst eine dramatische Pause: ‚Für immer!‘

Ich lege meine Hände um deinen Kopf und schiebe dein Gesicht in meine Blickrichtung. ‚Ich hab dir doch gesagt, dass meine Tür für dich immer offen steht, bis du kommst, um die Türe hinter dir zu schließen.‘ Gott, hatte ich diesen Satz oft zu dir gesagt. In einer hoffnungslos verrannten Situation hangelt man wirklich nach jedem Strohhalm. Nur für die Möglichkeit, dass dieser Moment eintreten könnte. Aber nun ist es soweit, ich habe die Tür hinter dir geschlossen und ich habe es gestern getan. Erinnern kann ich mich nicht mehr daran, aber ich habe es getan, völlig selbstverständlich. Du bist da und du bleibst. Wir küssten uns jetzt. Es ist zu schön, um war zu sein…

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