The Winchester 1912 Way of Live – Sushi für den Superzombie

The Winchester 1912 Way of Live – Sushi für den Superzombie

Ich habe mein 19. Türchen bereits aufgemacht, ohne weitere Zwischenfälle, vielleicht doch kein Fluch. Hm. Mitten in meinem Morgenritual höre ich die Glastür schwingen. Ich schlurfe wie ein Zombie über den Gang, weil meine bescheuerte Teetasse sich irgendwie nicht gescheit tragen lässt. Also bringe ich sie lieber im Schneckentempo ins Büro zurück, ohne auch nur einen Tropfen zu verschütten. Bei Supernatural hätten mich die geilen Winchester-Brüder schön längst gekillt, in dem sie mir den Kopf mit einer Axt abgehackt hätten. So in Gedanken versunken kann ich gerade noch eine rote Feuerwehraxt erkennen, wie sie haarscharf an meinem Kopf vorbei saust und im Türrahmen stecken bleibt. Wenn ich volles Haupthaar hätte, hätte ich wohl ganz schön Wolle gelassen.

Für einen Zombie bin ich ziemlich schnell und reagiere fauchend, schmeiße meinem Angreifer die volle Teetasse in die Fresse und mache eine Flugrolle in mein Büro. Erschreckend behände verschwinde ich hinter meiner Stellwand. Viele Legolas-in-geilen-Rüstungen-Poster grinsen Richtung Tür.

‚Für nen Zombie ist sie ziemlich schnell, Sam!!‘ Ich höre das Repetieren einer Schrotflinte. ‚Sam, alles in Ordnung?‘ meinte… Dean Winchester. Ja, Dean Winchester, wie geil. Er kommt mit einer wunderschönen Winchester 1912 Pump-Action in mein Büro gestiefelt. Traumhaft. Aber was ist das?

Himmel, was hat er da an? Ein pullundertragender Dämonenkiller in meinem Büro. Die geile Drecksau in einem Pullunder, das sieht ja mal richtig Kacke aus. Und hat er da eine Fliege um seinen Hemdskragen? Igitt.

Was habe ich nun heute schon wieder verbrochen, dass mich das Universum immer so strafen tut. Ich hab mir die Beiden doch nackt und gebondaged von der Decke hängend mit Sushi dekoriert gewünscht. Hm. Und Wasabi mit Sojasoße im Bauchnabel. Rrrrrr. Kalte Dusche. Kalte Dusche. Eiskalte Dusche.

Dean schießt durch die Trennwand und macht Legolas ein hübsches Loch, wo einmal sein Gesicht gewesen war. Ich bin stinksauer, blicke durch das Loch in meiner Trennwand. Beim zweiten Schuss, hopse ich wie ein Frosch auf die Stellwand, balanciere einen Moment auf der Kante und springe auf Dean. Während ich ihm genüsslich, die Fliege vom Hals reiße, sein Hemd zerfetzte und ihm dann in aller Seelenruhe die Kehle zerbeiße, kommt Sam mit einem ziemlich roten Gesicht in den Raum geschossen. Der Tee scheint ihm anscheinend nicht sonderlich bekommen zu sein. Er naggelte an der Axt, bekommt sie aber nicht aus dem Rahmen. Kein Wunder! Er hat ja auch so ein brechreizerregendes Outfit an. Dachten die Beiden etwa, dass wir hier im Amt alle so herumlaufen? Genau! Ich putze mir den Mund mit dem bestulpten Ärmel ab und verschmiere dabei Dean’s Blut noch mehr in meinem Gesicht, während ich von Dean’s reglosen Körper aufspringe. Ich blicke auf den Boden, sehe aber nur meine blutbespritztes Dekolletee. Blut läuft mir aus dem Mund und tropft über meine Brüste auf den Boden. Fauchend springe ich, wieder wie ein Frosch, auf Sam. Durch die Wucht meines Aufpralles, reißt der Axtstiel vom Blatt ab und Sam fällt um. Im Sturz verbeiße ich mich schon in seinem Hals. Mit letzter Kraft treibt er mir den Axtstiel in den Leib und wir bleiben beide reglos übereinander liegen. Naja, zumindest kann ich von mir behaupten, ich wäre mal auf dem geilen Sam gelegen. Hm.

Im Augenwinkel sehe ich unglaublich schöne Schuhe und einen Mantel auf mich zu fliegen.

‚Talentiert, Frau Rösner! Sie können ja mal gar nichts, aber Hauptsach‘ literweise Blut verbritscheln.‘ Diese eindringliche Stimme bohrt sich in meinen Kopf, so wie der Axtstiel so eben durch meinen Magen gebohrt wurde. Ich blicke auf und sehe zwei zu einem Dreieck gefalteten Hände mit unglaublich langen Fingern und tollen langen, schwarzen Nägeln. ‚Und Sie, Herr Winchester, auch sehr talentiert! Einen Zombie können auch Sie nicht durch einen Holzpflock töten und erst reicht nicht, wenn man den Pflock von Hinten durch den Magen treibt. Sehen Sie, was ihre Spezialisierung auf Dämonen ihnen gebracht hat? Einen Scheißdreck!‘

Ich sehe noch einen schönen Schuh in Sam’s Seite treten. Ein Ruck zieht sich durch meinen Körper, weil der Axtstiel aus meinem Körper gezupft wurde. Die Schuhe und der Mantel entfernen sich wieder von mir, ich kann nur noch den wabernden Mantel sehen und einen Stehkragen, der hinter der Ecke verschwindet.

Eure Magnifizenz!‘ Höre ich hinter mir, als Dean bereits wieder auferstanden war. ‚Zu Diensten!‘

Sam schlägt seine milchigen Augen auf und röchelt mich an. Toll, so hab ich mir das Zusammentreffen mit Dean und Sam nicht vorgestellt. Ich küsse ihn trotzdem, auch Superzombies haben ein Privatleben…Mit einem Schmunzeln auf den Lippen werde ich in meinem warmen, weichen Felltraum wach. Ich kann Blut in meinem Mund spüren…ich glaub ich geh‘ heute Sushi essen. Woher ich wusste, dass es ein Traum ist, heute ist Samstag verdammt! Heute geht noch nicht mal der Wachmann ins Amt. Und ich wurde vor elf, ausnahmsweise mal nicht von den Zeugen Jehovas geweckt, sondern von den Winchester Brüdern. Wie geil!

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