Ich suche einen Mann… Teil 68 – Der Heizungsableser

Ich suche einen Mann… Teil 68 – Der Heizungsableser

heatoIch suche einen Mann, ja die geile Drecksau, der bei mir immer die Heizungen abliest und … Kopfkino … zensiert … Kopfkino … auf dass ich den restlichen Tag den Ohrwurm nicht mehr aus dem Kopf bekomme: ‚The Heat is on!‘heat

Anmerkung: Dies ist der 68. Teil und eine dringende Jobanzeige von mir, Callabutterfly.

Zuschriften bitte via Facebook/Callabutterfly per PM

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‘Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 10

Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 10

Im Hier und Jetzt:

keinenummernEinige Stunden später löste Rutger den General ab und schickte ihn heim.

Da saß er nun, hielt ihr die Hand und fing an mit ihr zu reden, obwohl sie immer noch bewusstlos war: ‚Yo, ich muss dir so viel sagen, mein kleiner Schmetterling, ich weiß nicht, ob du mich verstehst, aber ich fang jetzt einfach mal ganz von vorne an. Ich bin interner Ermittler bei der Polizei und war einer Gruppe korrupter Kollegen auf der Spur. Während der Ermittlungen bin ich dann immer tiefer rein gerutscht und war nicht nur gezwungen verdeckt zu ermitteln, sondern auch noch abzutauchen. Der Boss und der General halfen uns dabei, die Kollegen zu überführen, naja und du hast uns natürlich auch geholfen. Während wir die drei Kollegen festnahmen, wurden im ganzen Stadtgebiet andere Kollegen ebenfalls überführt. Dich hab ich kennengelernt, als ich meine Kollegen in die einzelnen Clubs verfolgt habe. Du bist mir echt überall über den Weg gelaufen. Ich bin dann öfter mal privat in der Szene weggegangen, ich war sehr neugierig auf dich und irgendwann hast du mich dann abgeschleppt. Ich weiß noch genau, als wäre es gestern gewesen. Du hattest einen roten Minikilt an und ein Korsett natürlich und du hattest auch deinen roten Iro aufgestellt gehabt. Du hast mich angelächelt und gesagt: <Warum denn so ernst, schöner Mann.< Oh, Mann hab ich mich sofort in dich verschossen und dann hast du mich aufs Klo geschleift und bist mir gleich an die Wäsche gegangen. Wir sind dann zu mir. Am nächsten Morgen, bin ich in meiner Wohnung aufgewacht und du warst weg. Ich hab gedacht, ich habe geträumt, aber du hast mir den ganzen Rücken zerkratzt und mich von oben bis unten zerbissen. Also hab ich dann doch nicht geträumt. An meinem nächsten freien Tag bin ich wieder durch die Clubs getingelt, in der Hoffnung, ich würde dich wieder sehen. In irgendeiner Bar hast du mich dann gefunden. >Schon wieder so ernst, schöner Mann!< hast du zu mir gesagt und dann sind wir wieder bei mir gelandet. Du hattest ein Lackoutfit an: Pink genau, wie dein Iro. Am nächsten Tag warst du wieder weg. Das nächste Mal, hab ich dich bei einer deiner Performanceshow gesehen, da hab ich gesehen, wie du mit den Handschellen umgehen kannst. Aber ich war dienstlich dort und es war auch ganz gut, dass du mich da nicht entdeckt hast. Ich hab einen Flyer vom General in die Hand gedrückt bekommen, wo du auf dem Cover zu sehen warst, ich habe den Flyer immer noch in meinem Geldbeutel. Dann wusste ich, wie ich dich finden konnte, direkt nach einem Einsatz bin ich auf die Party gefahren und da standst du hinter der Theke. Nackt und Golden. Da musste ich dann verschwinden, weil mein Fall mich selbst bis auf die Party verfolgt hatte. Von deinem Boss habe sie an diesem Abend auch Schutzgeld erpresst. Der schwarze Koffer. Ich hab dich dann auf dem Weg nach Hause aufgegabelt und du bist dann endlich mal zum Frühstück geblieben. Ich lernte den General persönlich kennen und wir kamen ins Gespräch. Ich bekam raus, dass er auch schon von meinen Kollegen erpresst wurde. Jetzt wurde es immer schwieriger, dass ich dich treffen konnte, ich riskierte nicht nur einmal meinen Job, nur für die Chance, dich vielleicht treffen zu können, bis ich untertauchen musste. Ich traf mich mit dem General und er versteckte mich in seinem Ferienhaus und dann machten wir mit dem Boss zusammen einen Plan. Ich sprach alles mit den Vorgesetzten meiner Abteilung ab. Ich musste nur noch ein paar Wochen überbrücken, bis wir alle dran kriegen konnten. Dann stieg ich zum Schein in die Firma ein und da warst du wieder. Ich musste dich ignorieren, weil es viel zu gefährlich war, dich einzuweihen. Es tat mir in der Seele weh, dich immer sehen zu müssen und aber nicht mit dir drüber reden zu können. Ich stand auf Grund dieses Falles so unter Druck, ich durfte auf keinem Fall auffliegen. Und am Samstag Abend ist dann alles eskaliert. Die Drogenfahndung hatte sich eingeschleust, weil die dachten, dass hier irgendwelche Drogengeschäfte auf der Party über die Bühne gehen würden. Dann hatten sich die korrupten Kollegen für eine Geldübergabe angekündigt und das Einsatzkommando wartete auch schon auf den Einsatz. Wir filmten die Geldübergabe und durften die drei aber nicht entwischen lassen, weil sonst die Kollegen von der Drogenfahndung womöglich uns festgenommen hätten, wir mussten warten, bis die Drogenfahndung wieder weg war und dann konnten wir die Drei erst hochnehmen. Durch deine Performance konnte eine 1jährige Ermittlung endlich erfolgreich abgeschlossen werden. Naja und ich bin bis auf Weiteres suspendiert, weil mein Chef von deiner Performance erfahren hat und wenn er jetzt noch erfährt, was da zwischen uns gelaufen ist, dann kann ich wahrscheinlich wieder auf Streife gehen. Aber eigentlich ist mir mittlerweile alles egal, nur du bist mir nicht egal. Du und das Baby. Es tut mir leid, wenn es sich vorhin so angehört hat, als würde ich nicht glauben, dass das Baby von mir ist. Ich wünschte wir hätten mehr geredet und ich hätte gerne mehr Zeit für dich gehabt und deine Nummer, dann hätte ich dich anrufen können. Was mach ich hier eigentlich, wahrscheinlich hörst du mich gar nicht und ich mach mich hier zum Affen und wenn du wach wirst, dann schreist du mich wieder an und ich weiß wieder nicht was ich sagen soll!‘ Er hatte gar nicht gemerkt, dass Yo schon eine ganze Weile zuhörte. Er seufzte und küsste ihre Hand: ‚Oh Yo, ich liebe dich!‘ Sie hatte mittlerweile zum Weinen angefangen und musste genau in diesem Moment den Rotz hochziehen.

Er blickte schockiert an: ‚Wie lang…!‘ Er brach den Satz ab und schluckte schwer. ‚Lang genug!‘ und sie lächelte ihn an: ‚Warum denn so ernst, schöner Mann!‘ Dann fing sie zu schluchzen an.

Seine Lippen zitterten und er zerdrückte eine Träne, dann presste er seinen Kopf an ihre Brust und schluchzte fast ein Wenig lauter als sie. Sie lehnte ihren Kopf gegen den Seinen und küsste seine Haarstoppeln. Irgendwann fanden sich ihre Lippen und sie küssten sich, als würde ihrer beider Leben davon abhängen.

Am nächsten Morgen kam der General kurz vor der Visite. Yo, war schon wach, aber Rutger lag wie ein Toter an ihrem Bauch, die Hände unter der Decke vergraben.

‚Willst du mir jetzt auch mal was erklären?‘ fragte er Yo.

‚Wieso? Was meinst du?‘

‚Wie zum Teufel, kann er der Vater von deinem Baby sein? Ihr kennt euch doch erst seit 3 Wochen, oder?‘

Yo, lächelte ihn nur an: ‚Du musst ja nicht alles wissen?‘

Und da war wieder ihr breites dreckiges Grinsen.

 

ENDE

‘Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 9

Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 9

Im Hier und Jetzt:

keinenummernAls sie wieder aufwachte, lag sie in einem Krankenbett. Sie hatte eine Nadel im Arm und ein Tropf hing von der Decke herab. Jeff, oder wie er auch immer heißen mag, saß in einem Stuhl und schlief. Er hatte immer noch die selben Klamotten an, wie gestern…vorgestern, keine Ahnung. Der General stand am Fenster und drehte sich zu ihr um, als sie sich rührte.

‚Mäuschen, was machst du denn für Sachen! Ich hab mir schon überlegt deine Mutter anzurufen.‘ meinte der General zu ihr.

Jeff wurde wach und rieb sich den Dreitagebart. Gott, war der fertig.

‚Was geht den mit euch, meine Mutter anrufen, was Besseres fällt euch nicht ein?‘ zischte Yo schon leicht gereizt.

Der General setzte sich ans Bett und nahm ihre Hand. ‚Yo, du darfst dich nicht aufregen!‘ Er unterbrach sich selbst, weil er nicht wusste, was er ihr sagen sollte, aber dann sprudelte es aus ihm heraus: ‚Yo, du bist schwanger und der Arzt hat uns angewiesen, wir dürfen dich nicht aufregen!‘

Yo schnappte nach Luft und meinte trocken: ‚Die Anwesenheit von dem da, regt mich schon auf!‘ und zeigte auf Jeff.

‚Rutger, jetzt sag doch auch mal was, ich habe keine Ahnung von so was!‘ meinte der General zu Jeff. Jeff /Rutger stand auf und kam zum Bett rüber.

‚Rutger?‘ kam aus Yo´s Mund.

‚Yo, du bist in der 8. Woche.‘ sagte Jeff / Rutger zu ihr, seine Hände zitterten. ‚Ich hab nachgerechnet! Es kann sein, dass es von mir ist!?‘

Der General wurde blass und er stöhnte ein Gequältes: ‚Wie bitte?‘

Yo zog die Luft wieder tief in sich hinein und sagte ganz ruhig: ‚Du willst mir doch jetzt nicht erzählen, dass du mir jetzt auch noch ein Kind gemacht hast, du verlogenes Bullenschwein!‘

‚Yo, bitte!‘ seufzte Rutger: ‚Bitte reg dich nicht auf! Ich will dir ja alles erklären, aber bitte reg dich nicht auf!‘

‚Ich soll mich nicht aufregen, sonst noch irgendwelche Wünsche, Herr Wachtmeister! Aber sonst geht’s uns noch gut, oder? Wie stellst du dir bitte vor, dass ich mich nicht aufregen soll.‘

‚Yo, du verlierst das Baby, wenn du dich nicht beruhigst!‘ Er schaute sie eindringlich an: ‚Unser Baby?‘

Sie schnellte hoch und verpasste ihm eine Linke direkt auf die Nase, die unter ihrem Schlag brach. ‚Du kannst mich mal mit <uns>. Du bist doch nicht ganz sauber, mich behandeln wie den letzten Dreck, mich dann für so ne Bullenscheiße missbrauchen und nur weil ich vielleicht zufällig von dir schwanger sein könnte, auf einmal von einem <uns> sprechen!‘ Sie holte zu einem zweiten Schlag aus und riss sich dabei die Nadel aus dem Arm. Rutger hielt sich schockiert die Nase, Blut tropfte ihm aus seinen Händen.

‚Yo, jetzt reiß dich bitte zusammen!‘ sagte der General zu ihr und drückte auf den Knopf für die Schwester. Yo pumpte wie ein Maikäfer. Sie kroch rücklings vom Bett herab und wankte zur Tür: ‚Ihr seid doch beide total bescheuert!‘ dann verdrehte sie die Augen und die Schwester, die gerade in den Raum kam, konnte sie gerade noch auffangen.

Die Krankenschwester warf die beiden Herren aus dem Krankenzimmer und piepte den Arzt an. Draußen wurde Rutger versorgt und dann wurde er zum Duschen nachhause geschickt. Der Arzt setzte Yo auf leichte Beruhigungsmittel. Der General bestand darauf am Krankenbett zu bleiben und ihre Mutter doch lieber nicht anzurufen.

‘Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 8

Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 8

Im Hier und Jetzt:

keinenummernIm Lager war Yo gestützt und versuchte einerseits den Handschellenschlüssel aus dem Korsett zu kriegen und ihre Arme nach vorne. Wie gut dass sie bei ihrer Performance Show auch immer solche Tricks vorführte. Sonst würde sie sich wahrscheinlich genau jetzt die Schulter auskugeln und dann in der Haltung langsam ersticken. Ihr liefen immer noch Tränen runter und sie zitterte, wie ein junger Hund. Sie hatte den Schlüssel und ihre Hände waren vorne. Haha! Beim Schlüssel in die Hand spucken, fiel ihr der Schlüssel aus der Hand auf den Betonboden. Mist! Ein Klirren übertönte kurz ihr Schluchzen. Jeff kam in diesem Moment in den Lagerraum gestürzt. Sie erschrak richtig, als ihr Jeff plötzlich den Schlüssel vor die Nase hielt. Er kniete vor ihr.

‚Hey Baby!‘ Er zog seine Weste und sein Hemd aus und legte ihr sein Hemd über die Schultern. Dann machte er die Handschellen auf und säuselte ihr ins Ohr, als er sie hochhob: ‚Alles klar? Bist du verletzt?‘

‚Nein und ja, mein Stolz!‘ Sie trat ihm mit dem Knie in den Magen. ‚Du Arschloch!‘ Sie holte tief Luft, um genug davon zu haben für den folgenden Vortrag. Er hatte sich bereits aufgerappelt und sagte zu ihr: ‚Hey Yo, jetzt lass mich doch erklären!‘ Sie holte nochmal tief Luft, die Tränen steigen ihr wieder in die Augen. Er packte sie und umarmte sie ganz fest, ihr blieb die Luft weg und sie flog in Ohnmacht.

Es kamen einige Beamte ins Lager. Jeff zeigte ihnen etwas aus seiner Hosentasche, tuschelte mit ihnen, dann hob er sie ganz auf und trug sie bei der Hintertür raus.

Am nächsten Morgen wachte Sie mit unglaublichen Kopfschmerzen auf. Wo war sie denn, in einem fremden Bett. Sie schaute zitternd unter die Decke.

‚Sorry, ich habe dich ausgezogen? Ähm, sorry, ich könnte dich ja nicht in den Latexklamotten lassen…!‘

Jeff stand da, er rang nach Worten. Sie fasste an ihrem Kopf: ‚Aua!‘

Er setze sich ans Bett und stammelte: ‚Yolanda, hör mir mal zu!‘

Er hatte immer noch die selben Klamotten an, wie gestern und ihr fiel jetzt erst auf, dass er eine kugelsichere Weste trug. Ein Knarrenholster, die Knarre lag auf einem Siteboard neben einem Stuhl, auf dem eine zerknüllte Decke lag. Wie in einem schlechtem Film, er hatte wohl auf dem Stuhl geschlafen. Auf dem Nachttischchen lag ihre Handtasche und der Zettel. Sein Zettel.

‚Du bist auch ein Scheißbulle?‘ Sie holte wieder tief Luft ‚Und nenn mich nicht Yolanda!‘

‚Yooo, bitte lass mich doch erklären!‘

‚Du bist ein Scheißbulle!‘

‚Ja, nein, ich, ähm!‘

‚Ja, was jetzt?‘

‚Ja, ich bin Bulle und ich bin nicht der Bruder vom Boss!‘ Er stotterte weiter ‚Und!‘

‚Und wenn du mir mehr erzählst, musst du mich töten, stimmts Jeff!‘

‚Ich heiße auch nicht Jeff!‘

Ihr blieb der Mund offen stehen und sie fiel wieder in Ohnmacht.

‘Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 7

‘Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 7

Rückblende Fortsetzung

Am Tag danach vor 8 Wochen:

keinenummernAm nächsten Morgen wachte er auf, Yo lag noch in seinen Armen. Sie sah richtig niedlich aus, wenn sie schlief. Verträumt blickte er sie an, beschloss aber dann aufzustehen, um dann erst mal seine Morgenlatte loszuwerden. Leise schlich er ins Bad.

Yo erwachte, sie streckte sich und dann stellte sie fest, dass er weg war. Verschlafen kroch sie aus dem Bett, tapste auf den Gang. In dem Moment kam Jeff nackt aus dem Bad und lächelte sie an. ‚Einen wunderschönen guten Morgen, Sonnenschein!‘

Auf halber Strecke trafen sie aufeinander. Er nahm sie in den Arm und wollte sie küssen. Sie tauchte unter seinem Arm durch und hielt sich eine Hand vor den Mund.

‚Kann ich deine Zahnbürste benutzen?‘ Und schon war sie im Bad verschwunden.

‚Ich hab dir eine Ersatzzahnbürste hingelegt!‘

Sie schluckte einen Kommentar hinunter und sagte dann nur: ‚Danke!‘

‚Ich bin in der Küche, magst du Tee oder Kaffee!‘

‚Boa, schwarzer Tee wäre echt der Hammer!‘

Wenig später kam Yo in die Küche und beobachtete Jeff dabei, wie er nackt in der Küche stand und in einem Regal etwas suchte. Sie schlich sich von Hinten an und packte ihm mit beiden Händen an den Hintern. Ihm fielen einige Teeschachteln aus den Händen, die sich nun auf der Arbeitsplatte verteilten. Er griff sich an die Brust und schaute sie erschrocken an. ‚Himmel Yo, du bringst mich noch ins Grab.‘

Sie schaute ihn schelmisch an. ‚Ich konnte nicht widerstehen.‘

Er nahm sie lächeln in die Arme. Die Umarmung erwidernd griff sie ihm nochmals an beide Pobacken. ‚Magst du dir einen Tee raussuchen?‘

Im Hier und Jetzt

Der General packte Jeff am Arm: ‚Das Han Solo-Kostüm steht dir aber auch sehr gut!‘ und zog ihn weiter. Er drehte sich um und zwinkerte Yo zu. Dann tuschelten sie etwas. Yo wurde misstrauisch, aber nachdem die Party nun langsam in Fahrt kam, hatte sie keine Zeit mehr, sich Gedanken darüber zu machen.

Mel kam mit einem Tablett hinter der Theke hervor und trug die beiden Drinks den Herren hinterher. Sie schmiss sich an Jeff, wie ein Geier auf verwesendes Fleisch. Jeff sagte etwas zu ihr und sie dackelte beleidigt ab.

‚Der Kerl ist einfach unfickbar!‘ sagte Fred zu Yo. Yo grinste in sich hinein und meinte nur: ‚Er kann mir den Dreck von meinen Stiefeln lecken und des kostet dann auch noch extra!‘ Dann lachte sie, in der Hoffnung keiner würde ihre Unsicherheit erkennen.

Daisy kam hinzu und meinte nur: ‚Was sich liebt, dass neckt sich! Und was sich neckt, dass leckt sich!‘ Grinsend kassierte er eine Ohrfeige. So was gehört ja schließlich auch zur Performance, sie bespaßten sich gegenseitig und damit auch die Gäste. Es war zwar ein Knochenjob, es machte aber auch verdammt viel Spaß.

Nach der Hauptperformance auf dem Tresen kam Jeff wieder: ‚Wir haben Gäste im Hinterzimmer Yo….äh….Blue!‘

‚Keine Namen, keine Nummern, Herr Wirtschaftsingenieur!‘ meinte Yo, die heute für die Gäste Blue genannt wurde.

‚Mach ne gute Flasche Wodka klar, Eis und Bull, du weist ja wie es geht, oder?!‘

Mit dem Blick – Für so eine Scheiße haben wir heute eigentlich keine Zeit – machte sie sich an die Arbeit. Sie musste einen Eiskübel aus dem Lager holen. Als sie an den Garderoben vorbeilief, ging sie rein und checkte ihr Makeup. In ihrer Handtasche kramend blickte sie in den Spiegel und bekam ihr Schminkkästchen zu fassen. Sie machte es auf und ein Zettel flog heraus. Schwer schluckend hob sie ihn auf und faltete ihn auf. Da stand: ‚Irgendwie hab ich das Gefühl, ich hab mich grad verknallt. 0163-1234567 Jeff‘

Tränen standen ihr in den Augen und sie musste ein Schluchzen hinunterschlucken. Sie trug den Zettel seit dem Bond-Abend in ihrer Handtasche herum. Irgendwann hatte sie ihn zu ihrer Schminke getan. Seit dem Jeff damals verschwunden war, hatte sie oft überlegt ihn einfach anzurufen. Sie hatte es aber nie getan, aber sie hatte den Zettel oft in der Hand gehabt. Liebevoll faltete sie den Zettel wieder zusammen und steckte ihn in ihr Korsett. Sie frischte ihre Schminke auf und machte sich mit dem Eiskübel wieder auf zur Theke. Missmutig packte sie sich eine Flasche Wodka und 5 Red Bull in den Kübel, füllte ihn mit Eis und ein Paar Gläser auf ein Tablett. Blue dackelte wenig später mit einen miesen Grinsen auf dem Gesicht zum Hinterzimmer. Vor der Tür setzte sie ihr süßeste Lächeln auf und klopfe an die Tür.

Nach einem: ‚Ja, Bitte!‘ öffnete sie die Tür, mit dem Ellbogen und betrat den Raum.

Dort saß der General, der Boss und Jeff mit drei Typen auf der Ledersitzgruppe. Die drei Typen waren alle drei als Captain Future verkleidet. Und gleich so schlecht, da wäre eine blinde Oma auch misstrauisch geworden.

‚Ah, Blue!‘ sagte Jeff.

Yo servierte und wollte wieder gehen. ‚Blue, kümmere dich bitte um die drei Herren!‘ sagte der General und warf ihr einen Blick zu, der erstens keine Widerrede erlaubte und auch keine weiteren Fragen.

Jeff trat von Hinten an sie ran und hing ihr etwas an den Nietengürtel und schob ihr dann langsam und umständlich einen Handschellenschlüssel ins Korsett. Dabei stießen seine Finger gegen den Zettel und strich ihr sanft mit der Hand über ihre Brustwarze. Absichtlich oder unabsichtlich? Sie blickte in ihr Dekolleté. Auf seiner Hand stand: ‚Lass sie auf keinen Fall aus dem Raum!‘ Als er sich von ihr entfernte, hauchte er ihr heiser ins Ohr: ‚Du….Ich?!‘ Seine Stimme brach.

Der General meinte: ‚Jeff, wir gehen!‘ Der Boss war schon aus der Tür.

‚Fräulein Blue, wie lange arbeiten Sie schon für den General?‘ fragte der erste Captain Future Klon vom Sofa aus.

Der Zweite sah aus dem Spiegelfenster in den Club und der Dritte machte sich Notizen und stand hinter dem Sofa.

‚Ähm! Neun Jahre! Wieso wollen Sie das wissen?‘

‚Ist Ihnen dabei etwas Auffälliges aufgefallen!‘

Was war das denn für eine bescheuerte Frage, dachte sie und fragte dann: ‚Was meinen Sie damit?‘

‚Keine Gegenfragen, Fräulein Blue!‘ meinte der Zweite. Der Dritte machte weiter Notizen.

‚Ach wissen sie, er sammelt leidenschaftlich Briefmarken, dass fand ich schon immer etwas komisch!‘ meinte sie schnippisch.

‚Bleiben Sie bitte ernst, Fräulein Blue!‘ sagte der Zweite wieder und drehte sich zu ihr um und schritt ganz dicht an sie heran, bis er mit seinem Gesicht vor ihrem Gesicht war.

‚Ich bin immer ernst, Captain…..Future!‘ sagte sie ihm trocken ins Gesicht und wieder mit dieser dramatischen Pause. Er zuckte. Bingo dachte sie. Es sind Bullen.

‚Ist Ihnen nun etwas aufgefallen?‘ meinte der Erste wieder.

‚Als ich damals zu ihm gekommen bin, war ich noch fast ein Kind und ich habe mir dabei nichts gedacht, als ich immer bei ihm im Bett schlafen musste. Er hatte immer einen Strampelanzug an und ich musste ihn windeln. Später musste ich mich immer ein Krankenschwesterkostüm anziehen und ihm einmal in der Woche einen Rotweineinlauf machen. Und Irgendwann wollte er….dann wollte er immer, dass ich ihm meine getragenen Schlüpfer bringe, wenn ich mit der Hausarbeit fertig war. Dann wollte er immer, dass ich dabei zusehe, wenn der Hausmeister zum Auspeitschen vorbeikam. Der hatte ihn dann immer mit seinem Riesendödel ausgepeitscht. Ich konnte kaum dabei zusehen!‘ Yo steigerte sich in den Text so hinein, dass ihr mittlerweile die Tränen runter liefen. ‚Ja, und dann hat er mich immer in den Keller gesperrt und hat geschrieen >Die Russen sind da!< und dann ist er nur mit einer Rute und einer russischen Uniformmütze bekleidet in den Keller gekommen und ich musste dann Springerstiefel und einen Stahlhelm anziehen und dann hat mich an die Heizungsrohre gefesselt und mir ganz gewaltig ….den Arsch versohlt. Und dann hat er verlangt, dass ich ihn anpinkle, aber immer nur wenn es Spargel zu essen gab.‘

Der Erste hatte schon die Beine verschränkt und das hoffentlich nicht grundlos. Der Dritte griff sich hinterm Sofa an den Schritt und zog sich ganz unauffällig den Ständer zurecht. Yo weinte mittlerweile jämmerlich und war auf die Knie gefallen und griff dem Zweiten an die Knöchel. In seiner Hose regte sich etwas. Yo hatte schon gewonnen, die Herren würden nun nirgends mehr hingehen.

‚Ja und dann hat er mich in sein Arbeitszimmer mitgenommen und er zeigte mir seine Briefmarkensammlung. Er zog sich dann immer aus und ich musste ihn mit Briefmarken bekleben, überall! Bitte Sie müssen mir helfen!‘

Der Erste und der Dritte hatten mittlerweile bemerkt, dass Yo unter dem Latexminikleidchen nichts drunter trug. Sie hatten schon einen sehr verklärten Blick. Der Zweite sagte: ‚Aber Fräulein Blue, Sie wollen mich wohl verarschen!‘

‚Nein, nein, bitte, glauben Sie mir doch! Und wissen Sie was, mir ist es ganz peinlich, ich kann es Ihnen nicht erzählen, ich bin so gottesfürchtig erzogen worden, bevor meine Eltern dann bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Wissen Sie!‘ sie schluchzte ganz herzerweichend. Die Herren hingen schier an ihren Lippen. ‚Meine armen Eltern, die würden sich im Grab umdrehen, wenn sie das wüssten, dass ihr kleines Kind so ein böses Mädchen geworden ist. Bei keinem Priester könnte ich je wieder die Beichte ablegen. Wenn Sie das wüssten! Ich kann es Ihnen nicht verraten.‘ Yo schluchzte wieder und hoffte inständig, dass sie jetzt irgendjemand hier rausholen würde. Der Zweite packte sie an den Schultern und schüttelte sie, damit sie aufhört zu Schluchzen, so schluchzte sie noch lauter. Der Rotz lief ihr aus der Nase direkt auf die blankgeputzen Schuhe des zweiten Captain Future.

‚Doch Sie müssen es mir sagen, Fräulein Blue! Sie sind als Staatbürgerin dazu verpflichtet die Wahrheit zu sagen.‘

‚Nein, ich kann es Ihnen nicht sagen, dafür komme ich in die Hölle!‘

Er schüttelte sie immer heftiger und schrie sie förmlich an: ‚Los sagen Sie es mir! Machen Sie den Mund auf!‘

Sie öffnete gehorsam den Mund: ‚Das hat der General auch immer zu mir gesagt, wenn ich ihm einen Blasen musste. Und dann hat er mich, dann hat er mich gezwungen die deutsche Nationalhymne mit seinem Sperma im Mund zu gurgeln. Alle Strophen. Er hat mich dazu gezwungen und er hat mich dabei….. dabei!‘ Sie schluchzte wieder stärker.

‚Jetzt sagen Sie es mir schon!‘ sprach der Zweite ganz hysterisch zu ihr und rutschte zu ihr runter. Währenddessen sie weitersprach machte sie ihm ganz unbemerkt den Hosenstall auf und öffnete den Gürtel an seiner Hose. ‚Er hat mich….. er hat mich…. er hat mich… er mich…dabei…. er hat mich immer….. er hat….er hat mich immer dabei ziemlich erregt!‘ Yo lächelte ihn breit an.

Der Zweite sprang auf, riss sie hoch und scheuerte ihr dabei Eine, dass sie rückwärts umstürzte. Dabei rutschte ihm die Hose herunter und ein Feinrippschlüpfer mit einem tollen Ständer kam zum Vorschein. Vor dem Umstürzen hatte sie sich schon selbst die Handschellen angelegt.

Dieses malerische Bild schien in einer Zeitlupenszene gefangen zu sein, als mehrere maskierte Männer bewaffnet durch die Tür kamen, die sie vorher eingetreten hatten. Sie schrien laut: ‚Hände hoch, Kollegen. Sie sind alle festgenommen, wegen übertriebener Härte bei einer Zeugenbefragung und …‘

Yo kroch auf den Knien aus dem Raum und draußen stand der General und hob sie auf.

‚Gut gemacht, Süße!‘ meinte der General, als er sie in den Arm nehmen wollte.

Sie versuchte ihn abzuschütteln und schrie ihn an: ‚Was sollte denn die Scheiße, ich bin nicht eure Nutte!‘

Sie rannte an ihm vorbei, die Treppen runter, ins Lager.

‚Jeff, viel Spaß dabei, ihr das alles hier zu erklären!‘ meinte der General und grinste dabei Jeff an.

Aber Jeff lief ihr bereits hinterher.

‘Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 6

Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 6

 

Rückblende Fortsetzung

In der selben Nacht vor 8 Wochen:

keinenummernBingo. Endlich war er draußen. Er ließ den Club hinter sich und rannte über den Parkplatz auf die Straße. Er wählte die Nummer seines Chefs und Einsatzleiters. ‚Ja, wo sind Sie?‘ fragte Jeff.

‚Neben ihrem Wagen!‘ sagte sein Chef entnervt.

‚Ich bin in zwei Minuten da.‘ sagte Jeff, bevor er wieder auflegte. Er rannte zu seinem Wagen. Zwei Minuten später machte er die Schiebetür des zivilen Einsatzwagens auf. Sein Chef und der Staatsanwalt saßen in dem Einsatzwagen und blickte ihn erwartungsvoll an. Sein Kollege, der Fahrer des Wagen, saß vorne am Steuer, blickte aber durch ein Schiebefenster nach hinten ins Wageninnere. Jeff kroch schwer schnaufend aber grinsend in den Wagen. Dann ging er zu einem Laptop, der alles aufzeichnete was bis jetzt gesprochen wurde. Er drückte auf Pause. ‚Sorry, für das, was ich ihnen jetzt zu sagen habe, brauchen wir keine Ohren.‘ Laut schnaufend setzte er sich erst Mal. Sein Chef drückte ihm eine Flasche Cola in die Hand. Er trank und atmete nochmal tief durch.

‚Also, ich habe gerade unsere beiden Verdächtigen bei der Geldübergabe beobachtet und da war noch ein dritter Mann.‘ keuchte er und machte eine dramatische Pause, um noch einmal zu trinken.

‚Jetzt spannen Sie uns nicht auf die Folter.‘ rief der Staatsanwalt.

‚Es ist ein Ermittler aus unserer Abteilung.‘

‚Wer?‘ kam es aus dem Mund von Beiden.

‚Werner Koslowski!‘

‚Nein, Sie verarschen mich jetzt schon wieder!‘ schrie ihn sein Chef fast an.

‚Nein, nein und ich hoffe, dass die Aufnahme mit meinem Handy etwas geworden ist.‘ beteuerte Jeff.

‚Warum haben sie ihre Dienstkamera nicht dabei gehabt?‘ fragte der Staatsanwalt.

‚Ich habe auch ein Privatleben!‘ meinte Jeff und grinste, während er an seinem Handy herum tippte.

Sein Chef leuchtete ihm mit einer Lampe ins Gesicht und an seinem Anzug herab. ‚Das erklärt jetzt zwar, warum Sie nicht ans Handy gegangen sind. Aber es erklärt nicht die goldene Farbe, die Sie überall kleben haben.‘

‚Ist da nicht so ein goldenes Pin-Up Girl auf diesem Flyer zu sehen?‘ plapperte der Staatsanwalt und hob den Flyer von der Party hoch.

‚Wie gesagt, Privatleben!‘ meinte Jeff kurz und blickte die Herren ernst an, dann flog ein kleines Lächeln über sein Gesicht. Endlich spielte sein Handy die Aufnahme ab. Er hielt sein Handy wortlos in die Runde.

‚Der Koslowski, diese Ratte!‘ sagte sein Chef, klopfte Jeff väterlich auf die Schulter und fuhr fort: ‚Ich hab Sie heute nicht nur einmal unterschätzt, sondern zweimal. Ich glaub ich muss mich bei Ihnen entschuldigen.‘ Und hielt ihm grinsend die Hand hin.

‚Jetzt mal die Späße bei Seite, Hannes.‘ sagte der Staatsanwalt zum Einsatzleiter, während Jeff noch seine Hand hin hielt. Dann wandte sich der Staatsanwalt zu Jeff: ‚Herr Lehmann! Dieser Koslowski, hat er Sie schon mal gesehen, seit dem Sie zu uns gewechselt sind?‘

Jeff war ziemlich erschrocken, von seinem richtigen Namen, seit dem er hier war, wurde er nur mit seinem falschen Namen angesprochen, Jeff Schmitt.

‚Ähm, nein. Ich habe ihn auch nur erkannt, weil ich alle Kollegen gesichtet habe, als der Verdacht aufkam, dass wir vielleicht einen Spitzel in der Internen haben könnten.‘

‚Gibt es außer ihnen Beiden noch einen Kollegen, den dieser Koslowski nicht kennen könnte?‘ fragte der Staatsanwalt und drehte sich zum Fahrer.

‚Die Bordsteinschwalbe… ähm…Der Bieringer, er wurde zur selben Zeit versetzt, wie Herr Schmitt!! Und arbeitet seitdem auch verdeckt an dem Fall.‘ meinte der Fahrer.

‚Sehr gut. Sie Beide und dieser Bieringer heften sich ab Montag an die Fersen von diesem Koslowski. Ich werde Ihnen die Personalakte besorgen. Und wir treffen uns alle morgen…äh…heute Abend bei mir zu Hause zum Essen. Ich stelle ihnen mein privates Büro für die Ermittlungen zur Verfügung. Ich hoffe sie haben einen zweiten Anzug, Herr Schmitt!! Unsere Frauen sind auch anwesend, wir können sie morgen…äh…nachher nicht nochmal versetzen.‘ sagte der Staatsanwalt abschließen, er hatte während seinem Vortrag zweimal auf die Uhr gesehen, schaute dann den Einsatzleiter an und klopfte Jeff nun auf die Schulter. ‚Wirklich gute Arbeit, Herr Lehmann ähm Schmitt!‘

‚Ich verständige Bieringer. Und Sie…!‘ Sein Chef machte eine dramatische Pause und tippte ihn mit dem Finger dreimal gegen die Schulter. ‚Sie! Wenn ich Sie wäre, würde ich das Golden Girl nachhause bringen! Und Schlafen Sie sich aus, die nächste Woche wird nicht leicht werden. Ach und ziehen Sie mir den Film bis morgen auf einen Stick.‘

‚Haben Sie einen Stick dabei, dann können Sie den Film gleich abspeichern.‘ meinte der Staatsanwalt.

‚Ja, im Auto ist mein Laptop. Warten Sie einen Moment.‘ Jeff stieg aus dem Wagen und einen Moment später kam er mit seinem Laptop im Arm und seinem Stick im Mund wieder in den Lieferwagen gestiegen.

Nach fünf Minuten stand er alleine auf der Straße, gegen sein Auto gelehnt. Er hatte den Laptop auf das Autodach gestellt und wollte ihn gerade herunterfahren. Näher kommende Schritte rissen ihn aus seiner Konzentration. Er klappte den Laptop zu und legte ihn auf die Rückbank. Jemand kam die Straße entlang gelaufen. Eine Frau. Er beobachtete sie. Den Mantel bis oben hin geschlossen und eine Kapuze ins Gesicht gezogen. Er erkannte die Stiefel. Es war tatsächlich Yo. Als sie ins Licht der nächsten Straßenlaterne trat, schnalzte er zweimal mit der Zunge. Sie hob den Kopf.

‚Warum denn so ernst, schöne Frau!‘ rief er über die Straße.

Yo war stehengeblieben und blickte ihn entgeistert an. Jeff schloss die Autotür und ging über die Straße, Yo kam ihm ein paar Schritte entgegen.

‚Hey, du wolltest doch nicht zu Fuß nach Hause laufen, oder?‘ fragte Jeff.

‚Das war der Plan!‘ sagte sie heiser und schaute ihm dabei aber nicht in die Augen. Er griff ihr ans Kinn und zog ihr Gesicht in seine Blickrichtung. Ihr standen Tränen in den Augen. Sie hatte sich versucht abzuschminken, was ihr nicht wirklich gelungen war. Aber man konnte sehen, dass sie geweint haben muss.

‚Komm steig ein, ich fahr dich wohin du willst.‘ bot er ihr an.

Mit Krokodilstränen in den Augen schaute sie ihn an, ihr Kinn zitterte. Er nahm sie in den Arm und küsste sie sachte auf den Mund. Dabei konnte er ihre Tränen schmecken.

‚Können wir zu dir fahren?‘ fragte sie krächzend.

‚Aber nur, wenn du endlich mal zum Frühstück bleibst.‘ sagte er ernst, dann lächelte er sie liebevoll an. Es begann zu nieseln. ‚Na, komm schon!‘

Sie ließ sich von ihm ins Auto bugsieren. Er fuhr seinen Wagen durch die Nacht, es regnete jetzt ziemlich stark. Die Stadt bestand nur aus Lichtern, die an den nassen Scheiben vorbei flogen. Er hatte seine Hand auf ihrem Schenkel und sie saß zusammengesunken, reglos auf dem Beifahrersitz. Es dauerte fast die ganze Fahrt, bis sie die Stille endlich unterbrach.

‚Ich komm mir vor, wie eine billige Nutte!‘ flüsterte sie mehr zu sich selbst, als zu ihm.

Jeff erschrak. ‚Doch nicht wegen mir? Oder?‘

Sie schaute ihn verwirrt an. ‚Nein, wegen dem Boss und dem Auftritt!‘ Sie machte eine Pause, um den Rotz die Nase hinaufzuziehen. ‚Ich hab meine Gage nicht bekommen. Dann ist der General heimgefahren, ohne mich mit nach Hause zunehmen. Wenn ich hinter der Bar gearbeitet hätte, hätte ich zumindest von den Trinkgeldern mein Taxi zahlen können.

‚Du wohnst beim General?‘ fragte Jeff verdutzt.

‚Nicht direkt!‘

Jeff guckte sie fragend an.

‚Ich hab mein Wohnatelier in seinem Garten!‘ meinte sie kurz.

‚Jetzt machst du mich aber richtig neugierig!‘ sagte er und drückte ihren Oberschenkel.

‚Inwiefern?‘ fragte Yo.

‚In Bezug auf dein Wohnatelier! Was machst du da, außer Wohnen?‘

‚Die Kunst am Wohnen!‘ Yo kicherte über ihren eigenen Witz. ‚Nein. Ich schweiße Metallskulturen, baue skurrile SM-Möbel, mach Bodypainting, schieße Fotos, arbeite an meiner Performancekunst und an den Tanzeinlagen für die Partycrew. Manchmal mach ich auch Fetischklamotten, wenn mir danach ist.‘

‚Schläfst du eigentlich noch?‘ fragte Jeff interessiert.

‚Selten, wieso?‘

‚Wenn du so viel machst, am Wochenende an der Bar arbeitest, deine Shows machst und, und, und, bin ich ziemlich froh, dass du noch Zeit findest mit mir zu vögeln, anstatt zu schlafen.‘

‚Ich arbeite eigentlich hauptberuflich in einer gemeinnützigen Künstlerstiftung, als Mädchen für alles.‘

‚Du machst mich echt fertig, ich dachte immer mein Leben wäre stressig!‘

‚Die Kunst an meiner Arbeit ist es eigentlich, sich nicht stressen zu lassen.‘ Sie machte eine nachdenkliche Pause. ‚Bis heute hatte ich des eigentlich auch ganz gut im Griff.‘

‚Hey Süße, wir sind da!‘ Jeff unterbrach sie und parkte den Wagen.

‚Bleib sitzen, ich hab nen Regenschirm im Kofferraum.‘ Er stieg aus, nahm seinen Laptop vom Rücksitz, rannte hinters Auto, machte den Kofferraum auf, hantierte darin herum und dann kam er an die Beifahrertür und öffnete sie. ‚Milady, darf ich Euch meinen Arm anbieten?‘

‚Warum bist du so nett zu mir?‘

‚Meine Mama hat immer gesagt, ich soll meine Traumfrau immer auf Händen tragen und ihr jeden Wunsch von den Augen ablesen.‘

‚Deine Mama ist eine kluge Frau!‘ schluchzte sie.

Jeff drückte Yo den Regenschirm in die Hand, nahm sie hoch und trug sie zur Haustür. Sie weinte wieder.

Als sie endlich in der Wohnung waren, ließ er ihr eine heiße Badewanne ein. Während sie hilflos im Gang stand und ihn dabei beobachtete. Sie zog die Stiefel aus und tapste ins Bad.

‚Soll ich dir einen Tee machen, oder was zum Essen?‘ fragte Jeff und ging an ihr vorbei zur Badezimmertür.

‚Machst du mir einen Whiskey?‘ fragte sie kleinlaut und zog sich langsam aus.

Als er wieder das Badezimmer betrat, lag sie bereits in der Wanne. Er gab ihr den Whiskey, klappte den Klodeckel runter, setzte sich darauf und trank direkt aus der Flasche. Seine Hände zitterten, als er die Flasche wieder absetzte. Er rieb sich mit den Händen durchs Gesicht und seufzte laut.

‚Hey Jeff, dein Tag war heute genauso Scheiße, wie meiner?‘ flüsterte sie.

‚Naja, ich hab meinem Chef vorhin den Arsch gerettet und damit auch meinen Job, aber ansonsten war mir der Tag heute ein bisschen zu viel.‘ Er machte eine verlegene Pause. ‚Außer du. Du warst heute mein einziger Lichtblick.‘

Sie beugte sich in seine Richtung, packte seine Hand, zog ihn in Richtung Wanne und lächelte ihn an. ‚Möchtest du nicht zu mir in die Wanne kommen?‘

‚Ja, schon. Aber…!‘

‚Was aber? Du wolltest mir doch beim Abschminken helfen!‘

‚Bist du dir sicher, ich möchte dich nicht…‘ Ein nasser Schwamm landete in seinem Gesicht. Er schaute sie ernst an: ‚Okay, du hast es so gewollt!‘ Er stand auf, machte seinen Gürtel und seine Hose auf. Seine Hose rutschte zu Boden. Dann bückte er sich, zog seine Socken aus, als er sich wieder aufrichtete, wog er den Schwamm in der Hand. Er grinste dreckig. Yo quietschte, als der Schwamm in ihrem Gesicht aufschlug. Als er sein Hemd aufknöpfte landete der Schwamm erneut in seinem Gesicht. Er ließ den Schulterholster mit dem Hemd zusammen auf den Boden fallen. Mit einem dreckigen Grinsen im Gesicht schaute Yo dabei zu, wie er sich langsam seiner Unterhose entledigte. Er stieg in die Wanne und setzte sich langsam. Sie kam zu ihm rüber und legte sich in seine Arme. Er angelte nach dem Schwamm und schrubbte ihr vorsichtig über den Rücken. Sie fing leise zu Gurren an. Er küsste sie und wusch ihren ganzen Körper, bis sie wieder sauber war. Sie kraulte ihn und schnurrte vor sich hin. Er wusch ihr sogar die Haare und versuchte sie auszuspülen, ohne dass ihr die Seife in die Augen lief. Als er fertig war, meinte er leise: ‚Komm, ich bring dich ins Bett. Du bist schon ganz verschrumpelt.‘

Sie schaute auf und blickte ihn schläfrig an.

‚Okay!‘ sagte sie in einem niedlichen, zutraulichen Ton.

Er hob sie auf die Beine und duschte sie einmal kurz ab. Mit zwei Handtüchern bewaffnet, stieg er aus der Wanne. Er wickelte sich erst Eines um die Hüften, dann wickelte er sie in das Andere. Sie griff nach einem weiteren Handtuch und wickelte es sich um die nassen Haare. Er trug sie vorsichtig ins Schlafzimmer und legte sie behutsam ins Bett. Sie hielt ihn an der Hand fest, also legte er sich neben sie und zog die Bettdecke über Yo. Sie klammerte sich zitternd an seinen Körper.

‚Versprichst du mir, dass du morgen auch noch in meinen Armen liegst, wenn ich aufwachte.‘ fragte er, dabei strich er mit den Lippen über ihre rasierten Schläfen.

Sie küsste seine Hand und flüsterte. ‚Wenn du möchtest, dass ich zum Frühstück bleibe, dann bleibe ich gerne.‘

‚Das wäre mir ein echtes Anliegen. Ich weiß nicht, was ich machen würde, wenn du morgen wieder weg wärst.‘

Liebes Tagebuch Teil 4 – Ein perfekter Tag

Liebes Tagebuch Teil 4 – Ein perfekter Tag
Düdüdüdüh düdüdüdüh, Düdüdüdüh düdüdüdüh, Ouoo, ouoo, Düdüdüdüh düdüdüdüh, Ouoo, ouoo! Sag mal, du bist ja heute bemerkenswert gut drauf. Düdüdüdüh düdüdüdüh! Wo warst du denn den ganzen Tag? Das geht dich mal gar nichts an. Was für ein perfekter Tag. Düdüdüh düdüdüh! Du lenkst ab! Lass mich halt mal gut drauf sein. Düdüdüdüh düdüdüdüh, the heat is on! Ach, daher weht der Wind. Ich weiß nicht von was du redest? Düdüdüdüh düdüdüdüh, the heat is on! Ouoo, ouoo, The heat is….. on! War gestern nicht der Heizungsableser da? Ja, wieso? Ja, der Heizungsableser, was für eine geile Drecksau! Danke, das wollte ich nur wissen. Düdüdüdüh düdüdüdüh, the heat is on! Ouoo, ouoo, The heat is….. on! Und wie war er so? Düdüdüdüh düdüdüdüh, the heat is on! (Uhugeruch macht sich breit) Ouoo, ouoo, The heat is….. on! Verdammt, was hast du mir gerade ins Buch geklebt? Düdüdüdüh düdüdüdüh, the heat is on! Ouoo, ouoo, The heat is….. on! Ist das ein Foto? Von ihm? Düdüdüdüh düdüdüdüh, the heat is on! Ouoo, ouoo, The heat is….. on! Und klebst du mir da gerade Glitzerherzen auf meine Seiten? Düdüdüdüh düdüdüdüh, the heat is on! Ouoo, ouoo, The heat is….. on! Ich kündige! Du kannst nicht kündigen! Ein Foto von einem perfekten Tag. Komm du mir heim! Ich bin doch schon zu hause. Düdüdüdüh düdüdüdüh, the heat is on! Ouoo, ouoo, The heat is….. on!

(Ähnlichkeiten mit Personen aus dem realen Leben sind in einer fiktiven Geschichte gar unmöglich und somit reiner Zufall.)

Liebes Tagebuch Teil 3.1

Liebes Tagebuch Teil 3.1 (eine moralische Fortsetzung)

Wo warst du denn die letzten 2 Tage? Das geht dich mal gar nichts an! Ich bin auf meiner Blumenwiese gesessen und habe gewartet. Hey, wer ist hier dein Tagebuch? Hm! Ich habe gewartet, aber es kam niemand. Was hm? Wie war dein Date…ähm…deine Dates? Ich hasse Fußball. Das Rehkitz war auch nicht mehr da. Du lenkst ab! Ich lenk überhaupt nicht ab! Als hätte er es nicht schon vorher gewusst, dass Fußball ist. Wie er is nich gekommen? Beide! Kann Mann eigentlich nicht in den Terminkalender schauen, bevor Mann ein Date ausmacht. Wie beide? Alle! Und das dritte Date habe ich abgesagt, weil es ja auch wirklich moralisch völlig verwerflich gewesen wäre, drei Dates mit drei verschiedenen Männern in einer Woche gehabt zu haben. Sag mal, heulst du jetzt? Nein, ich bin sauer darüber, dass ich auch nur ein Bisschen daran geglaubt hatte, dass mal irgendwas klappen könnte. Ich geh jetzt was Schönes kaputt machen…

Hey, was machst du denn mit dem Benzinkanister…Hallo…Hallo… Das ist nicht lustig…. Komm schon… da kann doch jetzt die wunderschöne Blumenwiese nichts dafür! (Türknallen!)

Ende

(Ähnlichkeiten mit Personen aus dem realen Leben sind in einer fiktiven Geschichte gar unmöglich und somit reiner Zufall.)

Liebes Tagebuch Teil 3

Liebes Tagebuch Teil 3

(Alle guten Dinge sind drei – Der völlig fiktive 3.Teil)
Rate Mal! Was? Rate einfach! Ich bin hier um zu mahnen und zu warnen! Ach, komm schon! Hab ich Löcher in den Händen? Bin ich Jesus? Kann ich Hellsehen? Gut, wenn du nicht willst!

Ich war neulich im Wald und bin so rumgelaufen. Und gelaufen. Und gelaufen. Und gelaufen. Sag mal, willst du mich jetzt langweilen? Und da waren Bäume und Bäume und Bäume und Büsche! Okay, ist ja schon gut. Und dann bin ich plötzlich auf eine Lichtung gekommen. Und was war auf der Lichtung? Eine wunderschöne Blumenwiese! Ja, und was ist daran so besonders? Da war eine riesengroße wunderschöne Blumenwiese. Du willst mich doch verarschen! Und dann bin ich über die wunderschöne Blumenwiese gelaufen. Okay, ich rate! Und da waren ganz viele wunderschöne Schmetterlinge…

Jetzt langt’s mir, ich kündige! Gut, ich geb dir nen Tipp, rate mal wen ich getroffen habe? Das war wirklich eine wunderschöne Blumenwiese. Lass mich raten! Dein Ex-Versicherungsvertreter! Ja, supigeil, oder? Und rate weiter! Und die Schmetterlinge! Einfach schön. Ihr habt ein Date. Ja, noch supitoller. Vielleicht ist er ja doch nicht schwul. Träum weiter! Und auf der Blumenwiese wäre ich beinahe über ein Rehkitz gestolpert. Und wann habt ihr euer Date? Am Mittwoch! So ein süßes Rehkitz! Das ist ja schon morgen! Jaaaahaaaa! Und er hatte es besonders eilig mit mir ein Date auszumachen, er liebt mich doch. Und nach dem Date, werde ich ihn mit verbunden Augen auf die wunderschöne Blumenwiese führen… Wolltest du dich diese Woche nicht mit dem Ananastypen treffen? Ja und! Und dann werde ich ihn nackt ausziehen und ihn von oben bis unten abschnuppern, damit ich nie wieder seinen Geruch vergesse. Das sind ja 2 Dates in einer Woche! Es sind drei. Vielleicht ist das Rehkitz noch da und sieht uns zu. Wie drei? Ja, drei halt. Und dann werde ich ihm über den ganzen Körper lecken… Und wer ist der dritte im Bunde? Ja, so n Typ mit ner Glatze! …damit ich nie wieder seinen Geschmack vergesse. Da wär ich ja nie drauf gekommen. Hattest du jemals einen mit Haaren? Ich nehme nicht jeden Typen, der eine Glatze hat. Ach, das wäre mir neu! Aber wenn ich mal Einen nehme, dann hat er meistens eine Glatze. Hm. Ansichtssache! Siehste! Und dann werde ich ihm einen Blasen, bis es mir bei den Ohren heraus kommt. Findest du drei Dates in einer Woche nicht ein Wenig moralisch verwerflich? Wieso? Und dann ist er irgendwann so geil auf mich, dass… Vergiss es? Sag mal, du gönnst mir wirklich gar nichts? ….dass er mich über die wunderschöne Blumenwiese vögelt bis der Morgen graut… Wenn du mal aufhören würdest ständig das Thema zu wechseln, da kommt doch keiner mehr mit. Wer wechselt denn ständig das Thema, Herr Moralapostel? Was ist denn so schwierig daran zu verstehen. Ich habe am Mittwoch ein Date. Ich habe am Donnerstag ein Date und ich habe am Freitag ein Date. Der Erste darf mich ficken bis der Arzt kommt, der Zweite darf mich dann verarzten und der Dritte kriegt einen Einlauf, wenn er nicht schön brav seinen Ananassaft getrunken hat. Na, dann bin ich aber mal gespannt. Du musst auch immer das letzte Wort haben.

Deine Schackeline (17 ½)

(Ähnlichkeiten mit Personen aus dem realen Leben sind in einer fiktiven Geschichte gar unmöglich und somit reiner Zufall.)

Liebes Tagebuch Teil 2 1/2

Liebes Tagebuch Teil 2 1/2  (eine fiktive Weiterführung)

Endlich zu hause. Habe meine letzten Prüfungen hinter mir. Ob ich sie geschafft habe? Keine Ahnung. Es wird sich noch herausstellen, ob ich ins Mündliche muss. Was mit den Fotos ist? Was für Fotos? Ob ich mich extra dumm stelle? Nein verdammt nochmal. Die Ersten habe ich schon vor Wochen eingeworfen. Jeden Tag eines. Und seine Zahnbürste habe ich heute morgen noch eingeworfen, bevor ich in die Schule gelaufen bin. Ab morgen bekommt er dann die Fotos vom Putzen. Ob ich jetzt völlig den Verstand verloren habe? Nein ich denke nicht. Ich habe noch ein paar Abzüge gemacht für den Typ von gestern. Bevor ich die ihm gebe, werde ich ihn auf einen frischgepressten Ananassaft einladen. Jeden Tag. Hm.

Deine Schackeline (17 ½)

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