Gehe nicht dort hin, kehrt zurück!

Gehe nicht dort hin, kehrt zurück!

1451324_10201625541266984_345540583_nEine Frau fuhr bei Nacht mit ihrem Wagen eine vereiste Straße entlang. Sie fuhr langsam und vorsichtig, weil sie kaum Sicht hatte. Der Winter schickte nichts Ganzes und nichts Halbes vom Himmel und doch war es draußen bitterkalt und drinnen lief die Heizung auf Hochtouren. Es war schon so heiß im Auto, dass ihr die Füße weh taten.

Plötzlich holperte es, sie schien über ein Schlagloch gefahren zu sein. Nicht Besonderes, nur dass sie das Lenkrad kaum noch halten konnte. Und das sie bei voller Fahrt erst von ihrer Radkappe und dann von ihrem Reifen überholt wurde, war doch mehr als ungewöhnlich. Alles Gegenlenken half nichts, die Fahrt in den Graben war mehr als vorprogrammiert.

Und genau da kam sie auch wieder zu sich. Im Wagen war es nun kalt und die Scheiben waren gefroren. Sie musste eine ganze Weile bewusstlos im Wagen gelegen haben.

Im Wageninneren herrschte das Chaos und sie war sich nicht ganz so sicher, ob bei ihr noch alles dran war. Deshalb fuhr sie mit fahrigen Fingern über ihren Körper und untersuchte sich selbst nach Verletzungen. Es schien ihr gut zu gehen, bis sie versuchte aus dem Auto zu steigen und sie sich beinahe mit ihrem eigenen Gurt erwürgt hätte.

Sich über sich selbst ärgernd, öffnete sie den Gurt und stieg aus. Das Auto war mehr als tot. Nicht mal das Licht ging mehr. Und als sie versuchte die Warnblinkanlage anzustellen, kam keine Reaktion von ihrem treuen Begleiter.

Wie als würde sie unter einem Bann stehen zückte sie ihr Handy. Sie wollte den ADAC rufen, aber irgendwie hatte sie kein Netz. Noch nicht mal Notrufe.

Genau so fangen Horrorfilme an. Sie hatte den Impuls genau diesen Satz bei Facebook zu posten. Sie blickte nochmal auf ihr Handy. Schüttelte es, als ob sie eine Verbindung herbei schütteln könnte.

Nachdem sie es endlich akzeptiert hatte, dass das Handy wohl das nutzloseste Ding überhaupt in diesem Moment war, blickte sie sich um. Der Reifen ihres Wagens lag am Straßenrand und die Radkappe steckte tief in der Erde. Am Ende der Straße stand ein Haus. Vielleicht hatten die ja ein Telefon. Oder vielleicht war einfach nur jemand da, der sie aufnehmen würde, bevor sie sich ihren hübschen Hintern abfrieren würde. Sie tapste übers Feld und durch den gefrorenen Schlamm. Manchmal sind Stöckelschuhe die falsche Wahl, wenn man einen Spaziergang durch den Dreck machen will.

Nach einer gefühlten Stunde passierte sie endlich das Ortsschild, auf dem mit roter Farbe geschrieben stand: ‚Tu es nicht!‘

Sie hatte es im Dunkeln gar nicht bemerkt und ging einfach weiter zu dem Haus. Alles dunkel und ruhig, bis auf ein altes Firmenschild, dass verwirrt einen merkwürdigen Takt aus Licht flackerte und mit dem Flackern ein ziemlich kaputtes elektrisches Geräusch einherging.

‚Metzgerei Ignaz E. Kimmelmann – Fleischeslust‘ stand auf dem Schild und sie war sich nicht mehr so ganz sicher, ob es sich nun um einen Swingerclub oder doch um eine Metzgerei handelte. Mutig drückte sie auf die Klingel, doch es geschah nichts. Sie drückte nochmal, länger. Keine Reaktion. Obwohl keinerlei Geräusch ertönte, klingelte sie Sturm bis sie das Gefühl hatte, ihr Finger würde abfrieren. Die Klingel musste kaputt sein, oder die Bewohner taub. Sie klopfte trotzdem an die Tür, bis sie schließlich mit beiden Fäusten gegen die Tür hämmerte.

Fest entschlossen griff sie nach dem Türknauf und drehte daran. Verschlossen. Ein Sprung gegen die Tür fegte sie fast von den Füßen. Nun gab sie auf und beschloss nach einer Hintertür zu suchen. Sie ging ums Haus herum, was sie nicht beachtete, dass jemand etwas in roter Farbe an die Hauswand geschmiert hatte: ‚Gehe nicht dort hin!‘

Auf der Rückseite war der Lieferanteneingang der Metzgerei, der unschwer durch die langen ehemals durchsichtigen Plastiklappen gekennzeichnet war, die vom Türsturz hingen und verträumt im eisigen Wind flatterten.

Sie musste unweigerlich an den Metzgerkalender denken, den sie mal im Internet gesehen hatte. Ein Schauer lief ihr über den Rücken, als sie versuchte die Hintertür zu öffnen. Die eiskalte Stahltür war fest verschlossen, also ging sie weiter ums Haus.

Nach der nächsten Ecke kam sie auf eine Veranda, mit einer großen Fensterfront. Sie schnappte ihr Handy und leuchtete hinein. Es war nicht viel zusehen, nur eine runtergekommene Wohnküche. Es stank recht streng. Durch die Scheibe zog sich ein riesiger Riss und an der unteren Ecke war tatsächlich ein Loch in der Scheibe. Sie kniete sich vorsichtig hin, griff durch das Loch in der Scheibe und leuchte dabei nervös im Raum umher. Der Gestank trieb ihr Tränen in die Augen. Eigentlich war sie sich ziemlich sicher, dass niemand hier war, aber ein bisschen Schiss hatte sie trotzdem. Sie konnte den unteren Griff der Terrassentür erreichen und hebelte die Tür auf. Mit einem widerlichen Quietschen öffnete sich die Tür von alleine und blieb erst stehen, als sie gegen eine längst vertrocknete Yuccapalme stieß.

Auf den Fließen lagen Unmengen von Scherben, deshalb versuchte sie auf Zehenspitzen in den Raum zu schleichen.

In der Küche war schon mal kein Telefon, sie sah nur alte Zeitschriften auf einem Siteboard und Unmengen an schmutzigen Geschirr in und um die Spüle. Sie blickte auf die Zeitschriften, es waren irgendwelche Frauenzeitschriften aus den 80ger Jahren und Arztromane. Was sie nicht las, waren die Titel der Arztromane: ‚Gehe nicht dort hin!‘ Kopfschüttelnd lief sie durch die Küche auf den Gang. Links ging es zum Verkaufsraum und rechts ging es in einen grün gekachelten Raum, in dem allerlei rustikale Maschinen standen und Unmengen von Fleischerhaken an Schienen hingen, die quer durch den Raum den Kühlraum führten. Das musste das Herzstück der Metzgerei sein, sie hatte allerdings nicht vor in den Kühlraum zu gehen, weil es roch hier eh schon nicht so unglaublich grauenhaft, da wollte sie die Nase jetzt nicht unbedingt auch noch ins Kühlhaus stecken, wer weiß was da drin schon seit Jahren vor sich hin verweste. Sie ging also nur in den Arbeitsraum hinein, leuchtete umher und hielt sich von der großen Stahltür der Kühlkammer fern. An der Außenwand des Raumes hingen wieder so schmutzige Plastiklappen von der Decke, dahinter musste die Tür zum Hof sein.

Völlig entgeistert starrte sie auf einen alten Cutter. Oberhalb der Fliesen blätterte der Putz von der Wand und selbst die Fliesen schienen nicht mehr all zu gut zu halten. Hier stand wirklich alles Andere herum, nur kein Telefon. Noch nicht mal ein Telefonkabel. Sie stolperte über ein paar verbrochene Fliesen, die am Boden verstreut waren und wäre beinahe zu Fall gekommen. Dabei entdeckte sie eine kleine Tür, die hinter einer der Metalltische versteckt war. Eigentlich wollte sie ja nur Hilfe holen und gleich wieder zurück zu ihrem Wagen gehen, aber die Neugier war irgendwie stärker als die Angst. Sie ging auf die Knie und bahnte sich einen Weg zu der kleinen Tür. Wahrscheinlich würde sie gleich wieder in der Küche landen, die müsste eigentlich hinter der Wand sein. Sie betätigte den kleinen Riegel, mit dem das Türchen verschlossen war und die Tür schwang quietschend in ihre Richtung auf. Mit zitternden Fingern leuchtete sie in den Raum und irgendwas in ihr schrie ganz laut: ‚Gehe nicht dort hin! Tu es nicht!‘

Doch sie blickte neugierig in das dunkle Loch, dass sich vor ihr aufgetan hatte. Sie leuchtete in den Raum und sie traute ihren Augen kaum. Nicht dass die Zeit in dieses Metzgerei schon seit Jahren stehengeblieben zu sein schien, in diesem Raum musste seit den 40ger Jahren keiner mehr drinnen gewesen sein. Überall lagen Zeitung herum, die entweder zu Kriegszeiten oder in der Nachkriegszeit gedruckt worden waren. In einer Ecke lehnte eine verrostete Axt und eine Beinprothese, wie bestellt und nicht abgeholt. Wer geht denn ohne sein Bein außer Haus?

Sie kletterte neugierig in den Verschlag und brach mit dem Knie durch die hölzernen Bodendielen. Völlig panisch sprang sie einen Satz nach hinten und leuchtete dann aber doch in das Loch, dass sie gerade verursacht hatte. Dort lag eine altes Buch.

Als sie schwer atmend nach dem Buch angelte, entpuppte es sich als kleines Kästchen, dass nur als Buch getarnt war. Sie kroch wieder zurück in die Metzgerei und öffnete das Kästchen.

Drinnen lagen alte Fotos und neue Briefe. Die Fotos waren von herausgeputzten, hässlichen Kindern und alleinstehenden Frauen in schwarz-weiss. Neugierig blätterte sie durch die Briefe, bis sie an einem Geständnis hängen blieb.

‚Liebste Anita,

ich träume jede Nacht von dir, aber wir können niemals zusammen sein.

Wenn du das liest, dann bin ich schon über alle Beine. Ich hab ja noch beide. Wenn ihr den einbeinigen Metzger sucht, der ist bei seiner Frau und den anderen Langschweinen in der Kühlkammer. Die Kinder sind im Schweinepferch bei den Hunden. Die Nachbarn hab ich in ihrem Bett erlegt. Meine Lieblingsaxt hab ich auch da gelassen, wäre ja schon ganz schön aufgefallen, wenn ich mit der blutigen Axt mit dem Bus gefahren wäre.

In ewiger Verbundenheit, dein Sepp, Liebesschlachter aus Leidenschaft‘

Plötzlich klingelte ihr Handy und sie lies die Schachtel samt dem Brief fallen, während an ihrem inneren Auge eine Blut-Gehirn-Massaker-Szene Marke Ittenbach vorbeizog. Völlig außer sich und einem Herzinfarkt nahe, ging sie ran.

‚Wo bleibst du denn?‘ schrie sie jemand an.

‚Halt mal den Rand. Ich hatte nen Unfall und hatte bis eben kein Netz. Irgendwo zwischen Ascholding und Dietramszell. Ruf bitte sofort die Polizei und den ADAC an, ich bin grad in der alten Metzgerei Ignaz Kimmelmann, hier muss was Schreckliches passiert sein. Ignaz Kimmelmann! Mach dass sofort, ich weiß nicht wie lange das Netz hält. Und komm dann her und bring mir eine warme Jacke mit, ich warte bei meinem Auto!‘ schrie sie schwer atmend ins Telefon.

‚Ja klar. Sofort.‘ rief die Stimme wieder und legte auf.

Sie packte die Bilder und die Briefe wieder in die Kiste und machte sich dann hastig auf den Weg nach draußen, sie wollte keinen Moment länger in diesem Mordhaus bleiben.

Fortsetzung folgt vielleicht in ‚Gehe nicht dort hin schlägt zurück!‘

Werbeanzeigen

Die Frau mit dem pinken Regenschirm schlägt zurück

Die Frau mit dem pinken Regenschirm schlägt zurück

endeDer Regen hatte für einen Moment nachgelassen und die Frau mit ihrem pinken Regenschirm kam wieder die Straße entlang gelaufen. Sie hatte es wieder eilig und sie blickte ziemlich genervt in den Himmel. Es standen immer noch schwarze, schwere Wolken am Himmel und sie wollte nicht nochmal nass werden heute.

Da stand wieder dieser Mann am Straßenrand mit einem Schild in der Hand: ‚Gott liebt dich!‘

Sein Mantel schien nicht nur aus der Kleidersammlung zu stammen, er war immer noch pitschnass. Scheinbar hatte er sich nicht von der Stelle bewegt, seit dem sie vor Stunden hier schon mal lang gekommen war.

‚Das Ende der Welt ist nahe!‘ zischte er ihr zu und hielt sie wieder auf, in dem er ihr eine frische Broschüre hinhielt.

‚Ich weiß, ich weiß! Sie als bibelglaubender Christ glaube daran, dass Ihr zentrierter Geist in das Reich Gottes einfährt, denn Ihre Gebete sind die Leidenschaft armer Seelen und Ihr Lobpreis singen Sie nur zur Anbetung an Gottes Klang. Ihre Jüngerschaft ist die visionäre Leiterschaft für aufopferungsvolles Geben und ihre Verpflichtung den großen Auftrag zu erfüllen. Die Vision Unerreichtes zu erreichen und die gute Nachricht des Reich Gottes mitzuteilen!‘ rezitierte sie und blickte dem alten Mann dabei tief in die Augen.

‚Ihr faselt, Ungläubige! Ihr sollt euch nicht wenden zu Geisterbeschwörern und Zeichendeutern, die mit Dämonen verkehren, auf das ihr nicht an ihnen unrein werdet!‘ rief der Mann und erhob den Finger gen Himmel.

‚Ich kenne Ihre Bibel sehr gut. In der Nacht ihres Gelobens soll sich die Frau dem Manne öffnen, wie die Ackerfurche dem Pfluge, er soll in ihr arbeiten, wieder und wieder, solange bis sie ihn zu Fall bringt und auf dem Schweiß ihrer Brust Kräfte sammeln lässt!‘ meinte die Frau fast beiläufig und machte sich daran einfach weiter zu gehen.

‚Das hat dir der Teufel gesagt!‘ schrie der Mann völlig außer sich und spuckte dreimal auf den Boden, dreht sich dann im Kreis und kreischte wie ein Wahnsinniger.

‚Beetlejuice, Beetlejuice, Beetlejuice?‘ schrie sie ihn an, aber nachdem ihre Worte bei ihm anscheinend keine Wirkung zeigten, drehte sich dann einfach um und lief weiter.

‚Denn wer in fremden Zungen redet, ist außer sich, er scheint von einem fremden Geist besessen zu sein!‘ schrie de Mann hinter ihr her.

‚Papa a lăsat câinele singur în grădină și grădinar a futut câinele! Grădinarul a futut de câine, și Papa este de vina!‘ rief die Frau immer wieder und lief einfach weiter. Sie höre, dass der alte Mann ziemlich flink hinter ihr her rannte.

‚Exorcizamus te, omnis immundus spiritus, omnis satanica potestas, omnis incursio infernalis adversarii, omnis legio, omnis congregatio et secta diabolica. Ergo Draco maledicte, ecclesiam tuam secura facias libertate servire. Te rogamus, audi nos.‘ fing der Mann an einen Exorzismus zu zitieren.

Die Frau drehte sich um und lachte den alten Mann an: ‚Behandle jeden Menschen so, wie auch Jesus ihn behandeln würde!‘ Sie riss ihre Bluse auf und zwischen ihre Brüsten baumelte ein antikes Kreuz.

Der Mann brabbelte weiter den Exorzismus runter. ‚Exorcizamus te, omnis immundus spiritus, omnis satanica potestas, omnis incursio infernalis adversarii, omnis legio, omnis congregatio et secta diabolica…!‘

Sie hob das Kreuz vor den alten Mann und meinte lässig und völlig ruhig: ‚Alter Mann, zu viel Supernatural gesehen? Der richtige Exorzismus geht nämlich so: Exorcizamus te, omnis imunde spiritus, omnis Satanica potestas, omnis incursio infernalis adversarii, omnis legio, omnis congregatio et secta Diabolica, in nomine et virtute domini Jesu Christi eradicare et effugare a dei ecclesia, ab animabus ad imaginem dei conditis ac pretioso divini agnis sanguine redemptis.‘

Der alte Mann riss eher ungewollt den Rachen auf und schwarzer Rauch strömte aus seinem weit auf gesperrten Mund. Dann brach der Mann zusammen und die biblischen Broschüre von der Gemeinschaft zur Lobpreisung des Klang Gottes verstreuten sich über die Straße.

‚Anfänger!‘ meinte die Frau kopfschüttelnd und ging gemütlich weiter die Straße entlang, spannte den pinken Regenschirm auf und pfiff ein bekanntes Kirchenlied.

Es regnete gar nicht…

Kommt eine Frau in eine Schwulenbar

Kommt eine Frau in eine Schwulenbar

WeissbierNachdem sie sich nur nach einem Feierabendabsacker sehnte, bemerkte sie nichts Ungewöhnliches.

Zwei Herren saßen an der Bar und tranken Weißbier. Der Barkeeper machte das was Barkeeper eben so tun, wenn sie so tun, als wären sie beschäftigt.

Sie setzte sich an die Bar und las die Tageskarte. ‚Krieg ich so einen Bruna?‘

‚La Bruna!‘ meinte der Barkeeper.

‚Krieg ich so einen La Bruna, bitte!‘ sagte sie und dachte sich: ‚Gott, ist der zickig!‘

‚Kommt sofort.‘

Der Koch kam aus der Küche und servierte den beiden Herren einen griechischen Salat und zweimal Besteck. Und bei dem Anblick dieses Salates kam bei ihr enormer Futterneid auf, obwohl sie bereits gegessen hatte.

Erst als sie ihren Drink serviert bekam, fiel es ihr wie Schuppen von den Haaren, dass die beiden Männer sich tatsächlich einen Salat teilten. Wenn die Beiden jetzt auch noch zusammen aufs Klo gingen, war sie wohl definitiv in der falschen Bar gelandet.

Sie zuzelte an ihrem Strohhalm und der Drink war wirklich lecker, wenn es jetzt noch richtig Sommer wäre, dann wäre der ‚La Bruna‘ perfekt zum Dunstlöschen und zum Betrunken werden.

Die beiden Herren bestellten noch 2 Weißbier. Und der Barkeeper zapfte das Weißbier von der Schankanlage zu zwei Drittel voll, dann richtete er das Glas langsam in eine aufrechte Position und entließ mit einer geschickten Handbewegung am Zapfhahn noch ein Schwall des Schaumes in das Weißbierglas. Das Weißbier war fast perfekt eingeschenkt und er tippte den Zapfhahn noch einmal an und ein letzter Spritzer ergoss sich in das Glas. Perfekt.

Er wiederholte die Prozedur beim zweiten Weißbier und erst als der Barkeeper die beiden Biere servierte, wurde ihr Gewahr, dass ihr ein leichtes Stöhnen entwichen sein musste, weil die beiden Herren sie pikiert anblickten. Sie war wohl nicht die Einzige, der bei dem Anblick des erotischen Einschenkens eines perfekten Weißbieres beinahe einer Abgegangen war.

An diesem Abend wurden noch viele Weißbiere getrunken, dabei mochte sie gar kein Weißbier. Als die beiden Herren zusammen aufs Klo gingen, legte sie 30 Euro auf den Tresen und meinte: ‚Den Rest kannste behalten!‘

%d Bloggern gefällt das: