Sprechstunde – Die Geschichte eines Holzfällers – Teil 7

Sprechstunde – Die Geschichte eines Holzfällers – Teil 7

schweiniIn der Wohnstube roch es nach deftigen Eintopf, gebratenen Zwiebeln und Speck. Bruna kochte gerade das Abendessen.

‚Aber das sieht doch schon ganz gut aus!‘ meinte der Heiler zum Holzfäller und erneuerte den Verband.

‚Kann ich aufstehen?‘ fragte Branu ungestüm und war im Begriff aus dem Bett springen zu wollen. Der Heiler hielt ihn zurück und meinte: ‚Na, na, na, morgen, vielleicht!‘

‚Kann ich wenigstens zum Abort gehen?‘

‚Morgen dann, aber überanstrenge dein Bein nicht, sonst waren unsere ganzen Bemühungen für die Katz. Der Eimer wird es heute Nacht für deine kleinen Geschäfte noch tun.‘

‚Muss ich die ganze Zeit im Bett liegen?‘

‚Nein, wenn du eh schon raus humpelst, kannst du morgen ein Bisschen in der Sonne sitzen, aber leg dein Bein hoch!‘

Bruna schaute durch einen Spalt im Vorhang.

‚Ah Bruna, komm nur rein!‘ meinte der Heiler. ‚Sehr gute Arbeit! Ich werd bei Zeiten auf dein inneres Feuer zurückkommen, du kannst viel Leid lindern.‘

‚Ich habe aber keine Ahnung was ich gemacht habe!‘

‚Dein Handabdruck ist auf seiner Wunde eingebrannt.‘

Ein erschrockenes ‚Oh!‘ kam aus ihrem Mund gestolpert, doch der freundliche Gesichtsausdruck des Heilers besänftigte ihren Schrecken und sie fuhr fort. ‚Ich hab einen Moment nicht aufgepasst und dann fing der Verband schon flammen.‘

‚Sehr gut, weiter so!‘ meinte der Heiler und war in der Versuchung ihr auf die Schulter zu klopfen.

‚Irgendwann brennt sie noch das ganze Haus nieder, wenn sie nicht aufpasst!‘ hörten sie Meister Ulgur rufen, der gerade am Vorhang vorbeigelaufen war.

Der Heiler sprang auf und meinte noch: ‚Also immer schön das Bein hochlegen und nicht überanstrengen. Ich schau morgen Abend wieder vorbei.‘

Er war schon hinter dem Vorhang verschwunden, bevor sie ihn rufen hörten: ‚Meister Ulgur!‘

Schweini lief durch den Vorhang und verhedderte sich im ausgerissenen Saum des Vorhangs. Bruna lief zum Schwein und befreite es. ‚Wär ja mal a G’schicht, wenn du durch die Öffnung laufen würdest.‘

Schweini grunzte erbost, so schien es zumindest dem Holzfäller.

‚Ist ja schon gut, ich wollt den Saum schon lang mal um nähen.‘ meinte sie und wand sich wieder zum Holzfäller, der sie belustigt angrinste.

Plötzlich kroch ihr der Geruch von Verbrannten in die Nase. Sie lies das Schwein aufs Bett fallen und blickte auf ihre Hände. Nun roch auch der Holzfäller etwas Verbranntes. Sie drehte sich um und versuchte auf ihren Hintern zu blicken und dann fiel es ihr ein. ‚Bei allen Göttern, mein Kuchen!‘

Und schon stolperte sie durch den Vorhang und er konnte nur noch ein Zischen hören. Bruna hatte wohl wieder den Herd mit bloßen Händen geöffnet.

‚Ach du gute Güte, da wären mir doch beinahe meine Küchlein verbrannt!‘

Der Holzfäller hielt sich die Hand vor den Mund, um ein lautes Loslachen zu verhindern, was ihm nur bedingt gelang.

‚Hör bloß auf zu Lachen!‘ meinte Bruna mürrisch.

‚Ich lach ja gar…!‘ und schon war es um ihn geschehen. Ohrenbetäubendes Gelächter drang durch den Vorhang. Er hielt erst inne, als Bruna ihr wütendes Gesicht im Spalt des Vorhanges auftauchte.

‚Da will wohl einer keinen Kuchen!‘

‚Doch Bruna, sehr gerne.‘

‚Dann hör auf zu Lachen!‘

‚Es tut mir leid, ich höre von dir nur so selten so Sachen wie: Vorhang versäumen und ach du gute Güte, da wären mir doch beinahe meine Küchlein verbrannt!‘ meinte der Holzfäller mit verstellter Stimme.

‚Versucht sie wieder das Haus anzuzünden?‘ meinte Metzger Ulgur, der gerade wieder in die Wohnstube getreten war.

‚Nein, sie hat versucht einen Kuchen zu backen!‘ rief der Holzfäller.

Der Metzger blickte auf den leicht verkohlten Kuchen auf der Anrichte. ‚Ah, die alten Äpfel mussten eh weg. Aber was hast du mit dem Zwiebelkuchen von vorhin gemacht?‘

Diese Geschichte basiert auf dem Hintergrund der Rauriker und den Ereignissen nach dem Imbolcfest (http://www.rauriker.de) Ähnlichkeiten von Personen im realen Leben sind völlig ausgeschlossen und somit reiner Unfug. Wir bitten um Verständnis.

Werbeanzeigen

Aufgeschreckt – Die Geschichte eines Holzfällers – Teil 6

Aufgeschreckt – Die Geschichte eines Holzfällers – Teil 6

schweiniEin dumpfer Schmerz zerrte an seinen Träumen und riss ihn unsanft aus dem Schlaf. Er war benommen und sein Kopf rauschte. Sein Bein fühlte sich taub an, schmerzte aber unvorstellbar und er konnte sich nicht bewegen, auch die Arme nicht. Vorsichtig öffnete er ein Auge und sofort rannen ihm Schweißperlen hinein. Hastig kniff er das Auge wieder zu und versuchte sich doch zu bewegen. Er bekam kaum Luft. Es schien so als würde etwas auf seiner Brust sitzen. Röchelnd versuchte er zu sprechen, doch seine Stimme brach und er hustete. Bruna wurde wach und schreckte von seiner Brust hoch. Sie war wohl am Bett sitzend eingeschlafen. Als sie wieder aufrecht da saß, begriff sie erst, das der Holzfäller wach war und panisch versuchte sich aus seiner Verschnürung zu winden. Beruhigende Laute kamen ihr über die Lippen während ihre Hände nach den Seinen suchte, um die Fesseln zu lösen. ‚Sch sch sch! Ich musste dich am Bett festbinden, du bist im Fieber handgreiflich geworden.‘

‚Bruna?‘ hustete der Holzfäller hervor. ‚Hab ich…!‘ Und seine Stimme brach wieder.

Sie legte einen Finger auf seinen Mund und wischte ihm mit einem feuchten Lumpen übers Gesicht. Vorsichtig öffnete er die Augen und blickte in ihre lächelnde Gesicht. ‚Nein, du hast dir keine Schande gemacht und dein Bein ist auch noch dran.‘ Sie musste ein Gähnen unterdrücken und nestelte weiter an seinen Fesseln. Endlich waren seine Hände frei. Und in einer ungeschickten Bewegung ergriff er sie an ihren Schultern, dass ihr vor Schreck der Lumpen aus der Hand fiel. ‚Hab ich dir Schande gemacht?‘ keuchte er ihr ins Gesicht.

Sie schüttelte verschmitzt den Kopf und als ihr Gewahr wurde, dass ihr das Blut in den Kopf stieg, riss sie sich los. Hastig griff sie nach der Wasserkanne und fing auch genauso hastig an zu reden: ‚Du musst viel trinken…!‘ Mit zitternden Fingern goss sie Wasser in einen Becher und setzte ihn an seine Lippen. Er nahm einen Schluck und griff dann nach ihrer Hand.

‚Halt, bevor du mir weiter was einflößt, müsste ich langsam mal was loswerden.‘ sagte er grade heraus.

‚Ja, natürlich! Lass mich erst die Fesseln lösen.‘ Was sie auch machte, dann drückte sie ihm eine Tunika in die Hand und half ihm hoch. ‚Langsam solltest du dir wirklich was anziehen.‘

Dann schob sie ihm einen Eimer vor die Füße und meinte: ‚Ich hoffe, dass schaffst du alleine!‘

Und ehe er sich versah, eilte sie von ihm fort und zog den Vorhang hinter sich zu. Er hörte wie sie sich am Ofen zu schaffen machte, als er sein Bein aus dem Bett hob. Jetzt spürte er es und es schmerzte. Er biss sich auf die Lippe, um ein Stöhnen zu unterdrücken. Nichts desto trotz zog er sich erst seine Tunika an und stutzte nicht schlecht, als er begriff, dass es tatsächlich eines seiner leichten Hemden war.

‚Das ist ja meine Tunika?‚ fragte Branu, über den Vorhang hinweg, während er schwerfällig seine Tunika anzog.

‚Ja, ich war heute untertags bei deiner Hütte und hab dir ein paar Sachen eingepackt und deinen Ochsen geholt. Du hast gestern Nacht im Fieberwahn ziemlich viel wirres Zeug geredet.‘ meinte sie und fuhr umgehend weiter fort, als sie das Plätschern hörte. ‚Aber nachdem du immer nach deinem Ochsen geplärrt hattest, beschloss ich ihn einfach herzuholen. Hab auch die paar Stämme mitgebracht. Nur die Kiefer hab ich liegen lassen.‘

‚Ich werd jeden einzelnen Spreißel von dem krummen Bastard einschüren.‘ fluchte er.

Fortsetzung folgt vielleicht…

Diese Geschichte basiert auf dem Hintergrund der Rauriker und den Ereignissen nach dem Imbolcfest (http://www.rauriker.de) Ähnlichkeiten von Personen im realen Leben sind völlig ausgeschlossen und somit reiner Unfug. Wir bitten um Verständnis.

Wundbrand – Die Geschichte eines Holzfällers – Teil 5

Wundbrand – Die Geschichte eines Holzfällers – Teil 5

schweini‚Er wird Fieber kriegen!‘ hatte der Heiler immer wieder gesagt. Und da lassen sie Bruna mit dem armen Holzfäller allein, wo sie doch gar nichts Kühlendes mehr an sich hatte. Sie betete inbrünstig an die Götter und zwar alle die ihr einfielen, dass sie bis zum Morgengrauen nicht Feuer fing.

Der Holzfäller lag in ihrem Bett und das Fieber beutelte seinen Körper. Der Heiler hatte ihr Kräuterschnaps da gelassen, der gegen Krämpfe helfen sollten, die er auch noch bekommen würde.

‚Du wirst ihn am Bett festbinden müssen! Nicht dass die Wunden wieder aufgehen!‘ Hatte er noch gesagt, bevor er wieder verschwinden wollte. Im Lauf drehte er sich nochmal um und rief über seine Schulter hinweg: ‚Ach, wenn die Wunde durchnässt, versuch vorsichtig den Verband zu wechseln.‘ Er wand sich wieder in ihre Richtung und drückte ihr gleich seinen ganzen Korb in die Hand und verschwand. Des Holzfällers Glück war, dass sie den Heilern in den letzten Tagen gut über die Schulter geschaute hatte, also wusste sie so ungefähr, was zu tun war. Sein Körper fing tatsächlich an zu Krampfen und sie flößte ihm den Schnaps ein. Als er sich wieder ein Wenig beruhigt hatte, stand sie auf und suchte einen Strick. Sie band seinen gewaltigen Körper ordentlich an ihrem Bett fest und blickte dann zufrieden auf ihr Werk. Er faselte wirres Zeug, dass sie kaum verstehen konnte. Sie legte ihm vorsichtig ein feuchtes Tuch auf seine Stirn und als sie sich wieder abwenden wollte, packte er sie an ihrer Tunika und zog sie zu sich aufs Bett. Vielleicht hätte sie ihm auch noch die Hände fesseln sollen. Schweini lief quietschend übers Bett, bevor Bruna das Gleichgewicht verlor und aufs Bett krachte.

Er riss die Augen auf und fing an völlig klar mir ihr zu reden: ‚Holz macht vier mal warm! Einmal beim Umschneiden und einmal beim aus dem Wald holen. Dann beim Hacken und natürlich beim Einschüren!‘

Genauso plötzlich wie er sie ergriffen hatte, löste er seine Umklammerung und sie fiel vor Schreck fast vom Bett. Als sie sich wieder gefangen hatte, band sie auch seine Hände fest. Als sie ihn zudecken wollte, bemerkte sie, dass seine Beinwunde tatsächlich stark nässte und beschloss den Verband zu wechseln.

Sie pfriemelte den Verband ab und noch bevor sie die letzten Lagen des Verbandes abgewickelt hatte, drang schon der Eiter durch die verkrusteten Leinenwickel. Der Gestank des verdorbenen Fleisches, den sie nur zu gut kannte, brachte sie zum Würgen.

Sie band sich ein schnapsgetränktes Tuch um Nase und Mund und wusch sorgfältig seine Wunden aus. Er musste wirklich unglaubliche Schmerzen haben. Tränen standen ihr in den Augen und sie schluckte schwer, als sie den frischen Verband an legte. Sie hatte wohl eine Weile nicht aufgepasst, denn ihre Hände fingen Feuer und brannten sich durch den Verband und als sie sein brandiges Fleisch zischen hörte, zuckte sie zurück.

Nach hinten stolpernd, hechtete sie zum Wassereimer und versenkte ihre Hände darin. Sie versuchte sich zu beruhigen, atmete tief durch und blickte zu dem Bein hinüber. Der Verband schmurgelte noch vor sich hin. Mit einem nassen Lumpen um die Hände schlich sie wieder zum Bett und versorgte erneut die Wunde. Die brandigen Stellen waren nun kross gebacken. Zumindest würde es nun nicht mehr eitern. Sie schmierte mit einem frischen Tuch eine Wundsalbe über die ausgebrannten Stellen und machte erneut einen Verband.

Diese Nacht sollte tatsächlich die Schlimmste werden, denn nach dem versehentlichen Ausbrennen, stieg das Fieber nochmal an und er fieberte wieder lautstark vor sich hin.

Er rief nach seinem Zweiender. Doch sie brauchte bis zum Morgengrauen, bis sie verstand, was er da vor sich hin faselte. Er befürchtete, dass sein Ochse, auch Zweiender genannt, verhungern oder erfrieren könnte. Außerdem schreckte er mehrmals hoch und war sich ziemlich sicher das Feuer in seiner Hütte angelassen zu haben. Er arbeitete gegen die Fesseln und kämpfe gegen seine Bewegungsunfähigkeit an. Sie war heilfroh, dass sie ihn ordentlich fixiert hatte, aber dafür schien sein Verstand mit ihm durchzugehen.

Fortsetzung folgt vielleicht…

Diese Geschichte basiert auf dem Hintergrund der Rauriker und den Ereignissen nach dem Imbolcfest (http://www.rauriker.de) Ähnlichkeiten von Personen im realen Leben sind völlig ausgeschlossen und somit reiner Unfug. Wir bitten um Verständnis.

24

24

image002Ich wache auf… von einem Orgasmus! Man muss das ein Hammertraum gewesen sein. Ich dachte ich träume, aber nachdem ich von meinem eigenen Stöhnen aufgewacht bin, war er doch real genug. Ich kann mich an den Traum nicht erinnern, ich kann mich nur erinnern, dass jemand einen Schlüsselsatz zu mir gesagt hat, der dann die Körperreaktion ausgelöst zu haben scheint. Bäm! Ist ja fast wie Weihnachten und Neujahr…

Als ich dann mit einem Lächeln auf den Lippen meine Augen öffnete, beschlich mich das dumpfe Gefühl, dass irgendjemand die Adventskalendertür für den 24. bereits geöffnet hat.

Ding Dong, die Iluminaten. Nein. Ich nicke wieder ein und träume wohl wieder, weil ich in meinem Adventskalender einen riesigen Raum sehe, am Ende sehe ich einen Tempel, Flammen züngeln heraus. Ich komme mir gerade vor wie bei Ghostbusters und ich bin der Torwächter, und blicke in meinen Kühlschrank und warte ganz inbrünstig auf meinen Steuerberater, der Schlüsselmeister. Oder bin ich schon wieder in der Matrix? Und ehe ich mich versehe, ist es wirklich so als würde ich in einen Kühlschrank sehen und am Ende ist nicht Zuul und auch nicht der Schlüsselmeister, nein es ist ein obszönes Pilzgewächs und es spricht mit mir: ‚Sieh was du verloren hast ist zurückgekommen, nun hast du sie wieder alle beisammen..!‘

Ich wache schreiend auf und blicke auf meinen Adventskalender, den ich vom Büro mitgenommen habe, damit ich an diesem legendären Tag, mein 24. Adventskalendertürchen selber öffnen kann.

Alle Türchen stehen offen, bis auf Eines, dass steht nur halboffen. Wer hat von meinem Adventskalender gegessen? Ich ziehe den Adventskalender zu mir heran und blicke in das 24. Türchen und erblicke einen weiten Raum. Flammen züngeln heraus und am Ende über einem Art Altar hängt ein Plakat. Und eine Leuchtschrift kommt auf mich zu, nicht so wie bei Star Wars, aber so ähnlich. Éí ‚Aaníígóó ‚Áhoot’é … die Leuchtschrift verschwindet wie ein Grinsen, bevor sie das Türchen erreicht hat…auf dem Plakat steht ‚I want to believe‚!

Ja, ich würde auch gerne Glauben, dass ich noch träume oder dass ich endgültig den Verstand verloren habe. Ich werfe meinen Adventskalender weg, nicht dass noch mehr aus dem Adventskalender raus kommt. Heute ist Weihnachten und dann hat der Spuk ein Ende. Der Adventskalender purzelt über die Bettkante und ich höre, wie er auf etwas Weiches fällt.Vorsichtig blicke ich über die Bettkante. Muss von unten wie Kilroy aussehen. Kilroy was here… alles klar. Der Adventskalender wird gerade unter mein Bett gezogen. Die sockenfressende Spinne existiert doch noch! Ich höre noch einen schrecklichen Rülpser und ein alter Pizzakarton fliegt unter dem Bett hervor. Ist ja wie bei einem Sarlacc. Ich kann mich nämlich nicht erinnern, wann ich das letzte mal eine Pizza mit Karton bestellt habe. Die Pizzaschachtel wurde wahrscheinlich schon seit einer halben Ewigkeit unter qualvollen Schmerzen langsam verdaut. So sieht sie nämlich auch aus.

Ich kann meine Neugierigkeit kaum bremsen, mit einer Nagelfeile und einer Häkelnadel bewaffnet, versuche ich nach dem Pizzakarton zu hangeln und öffne ihn eher versehentlich.

Und was ist das? In dem fast verdauten Pizzakarton ist mein lange Zeit verschollenes, angebissenes Käseschinkentoast – Taufrisch, nicht bepelzt oder bepilzt und lächelt mich obszön nickend an…ich habe sie endlich wieder alle beieinander. Alles ist gut, auch wenn ich immer noch keine Weihnachtsgeschenke gekauft habe, es ist alles gut.
In 24 Jahren zur absoluten Nerdhaftigkeit und bis zur Unendlichkeit und immer weiter…

Last Day before X-Mas

Last Day before16367_1268489271088l X-Mas

(Aus dem Jahre 2009 vs. 2012)

Ich habe noch keine Geschenke gekauft, so eine scheiße. Ich schrecke im Büro hoch, die Uhr schlägt von 19.59 auf 20.00 Uhr um und ein Alarm ertönt. Ich habe mich wohl bewegt, weil um 19.30 wird unsere Alarmanlage scharf gemacht und ich hoffe, es kommt jemand um mich zu retten. Der Ton des Alarms ist schlimmer, als meine zwei Dieter Bohlen zusammen. Da könnt ich echt Amok laufen, aber es ist niemand hier, sonst wäre der Alarm schon viel früher los gegangen. Ich mache meine Schublade auf und hole einen Tampon hervor. Ich zerfiesel es fast panisch und mache mir zwei Watteohrpfropfen daraus und stecke sie in meine Ohren….macht es nicht besser, aber doofe Ohren. Und aus einem Ohr hängt mir der Faden… Hm. Dann renne ich zum Klo, ich habe vor mit den Handtüchern aus den Handtuchrollenhalter ein Seil zu basteln und mich aus dem 4. Stock abzuseilen, dann klettere ich über den Zaun zum ADAC und verpiss mich. Hört sich so an, als hätte ich mir da schon oft Gedanken drüber gemacht, im Büro eingesperrt zu werden. Blöd ist nur, dass wir mittlerweile mit dem Amt umgezogen sind, ich sitze jetzt im 3. Stock und den ADAC kann ich von hier aus sehr gut sehen. Und am aller Blödsten ist, dass wir keine Handtuchhalter mehr haben. Und mit den Papiertüchern könnte ich höchstens eine hübsches Feuerchen machen. Ich könnte auch den Feuerwehrschlauch nehmen, oder gleich den Feueralarm drücken, dann werde ich von einer Horde steiler Feuerwehrmännern gerettet, wie geil. Ich renne nicht aufs Klo sondern zurück zu meiner Handtasche, ich habe doch immer ein Feuerzeug dabei. Und damit ab in den Druckerraum, da ist ein Rauchmelder. Ich schiebe die Papiertonne unter den Feuermelder und bin gerade dabei einige Faxprotokolle anzuzünden, als ich die Glastüre aufschwingen höre. Da stimmt doch was nicht, wir sind doch in ein neues Gebäude gezogen. Ich höre ein merkwürdiges Klingeln. Es ist aber nicht das Geräusch der neuen Türöffner und habe auch kein Klacken gehört.

Frau Rösner, das ist wieder die Matrix. Das alte Amt und das Neue verschwimmen in meinem Kopf und vor meinen Augen zu einem selbständigen Ganzen. Ich schreie drei Mal Grönland. Das Klingeln kommt stetig näher. Ich schreie drei Mal Dakota. Ein Mann steht vor dem Druckerraum und dreht sich langsam in meine Richtung. Schuldbewusst wedele ich mit den brennenden Faxprotokollen und verstecke das Feuerzeug hinter meinem Rücken. Mein jugendlicher Charme kann nicht punkten. Es ist der Klemmbrettfetischist und Empfangsroboter aus alten Stasibeständen. Er hat einen Rindertreiber in der Hand und einen Hund am Start, auf seiner Hundemarke steht ‚Herr Honecker‘.

‚Alles klar, mein alter, längst zwangspensionierter Freund?‘ frage ich. Er komplimentiert mich wieder auf den Boden der Tatsachen und zerrt mich aus dem Druckerraum. Die Gänge sind nicht gerade, sondern rund. Wir sind wieder im alten Gebäude. Da müsste doch eigentlich jetzt die Kriminalpolizei sein. Schemen ziehen an mir vorbei. Ein Riss im Raumzeitkontinuum. Woher man dass immer weiß, war doch noch keiner in einem Loch im Raumzeitkontinuum gefangen oder ist gar durch Raum und Zeit gereist, aber wir wissen es immer ganz genau, wenn mal was seltsames passiert, dass muss ein Riss im Raumzeitkontinuum sein!
Er schleift mich wortlos aus dem Quadranten. Hinter der Glastür am Ende des Ganges kann ich gerade noch den alten Wachmann erkennen, wie er mit einer alten Dieselkanne vom Speicher herunter kommt und Richtung Aufzug schleicht. Wie hat er es nur geschafft, die Leiter runter zu klettern, ohne dabei den Elektroschocker und die Dieselkanne aus der Hand zu legen. Der Köter vom Klemmbrettfetischtisen lenkt mich ab, weil er sich vor meinen Füßen auf den Boden wirft, auf den Rücken dreht und wohl gestreichelt werden will.

‚Honecker, böser Hund. Los Fass, da ist sie die Übeltäterin.‘

Der Hund winselt nur.

‚Um 19. Uhr wird hier zugeschlossen und dann wird zurückgeschossen.‘

Warum hört er sich nun an, wie ein kleiner Österreicher. Himmel, was für Drogen mixen die hier ins trübe Wasser. Hitlerhorrorvisionen verheißen ja wohl nie was Gutes. Ihm befällt jetzt bestimmt gleich der Größenwahn. Er richtet die rechte Hand zum Gruß auf und kommt mit dem Rindertreiber auf mich zu. Ich ducke mich weg und laufe, trotz dessen dass es mir eigentlich bewusst sein hätte müssen, dass ich mich immer noch in einem matrixähnlichem Alptraum befinde, davon. Drei mal ‚Bazinga!‘ schreiend laufe ich durch die Gänge und schlage im Vorbeilaufen den Feueralarmknopf ein und die Sicherheitstür schließt sich hinter mir.

Die Sicherheitstür, die wir in der neuen Verwaltung gar nicht haben hätte dürfen und wo eigentlich dieses Wachmannsgespann gar keinen Zutritt hätte haben sollen. Aber nach dem wir nun endgültig in der alten Verwaltung angekommen sind, klappt der Trick mit dem Feueralarm. Der Feueralarm ertönt zu der Alarmanlage. Meine beiden Dieter Bohlen geben sich heute die Hand. Ich drehe mich ihm lauf um und stolpere über meine eigenen Beine. Ich lauf halt auch im Traum, wie ein 12jähriges Mädchen mit blonden Zöpfen. Der Hund kam gerade noch durch den Spalt der Tür, doch der Klemmbrettdiktator prallt gegen die verschlossene Metalltür und mit einem lauten Rumsen schließt sich die Tür vollends. Bazinga. Jetzt muss ich mit Herr Honecker nur noch warten, bis mich die Feuerwehr rettet…

‚Frau Rösner, wollen sie nicht nach Hause, morgen ist schon Weihnachten.‘ meinte der neue Wachmann leicht näselnd. ‚Aber vorher hab ich noch ein Gespräch für Sie!‘
Ich bin wach, an meiner Backe klebt ein Stück Papier, ich hab den Telefonhörer in der Hand und der neue Wachmann redet mit mir. Mir ist erschreckender Weise bewusst, dass mir ein Faden aus dem Ohr hängt. Das Gespräch wird durchgestellt. Frau Anita Lackleder vom Bund bayrischer Landfrauen wünscht mir schöne Weihnachten. Ich zieh den Zettel von meiner Backe. Nun ist es wirklich zu spät, um Weihnachtseinkäufe zu machen. Dann gibt’s diesmal halt nichts.

Schönes Fest, was auch immer ihr da feiert.

22-12-12 – The day after yesterday

22-12-12 – The day after yesterday

axtIch wache zitternd auf. Alter, ist des kalt. Ich kann es nicht fassen, gefrorenes Kondenswasser auf meiner Stirn. Ich schaue auf mein Handy, die Uhrzeit steht da, aber das Netz ist aus. Hm. Ich muss wirklich irgendwann umziehen, dass ist ja wirklich eine Zumutung hier. Am Arsch der Welt gibt’s kein Netz. Muss meine Miete kürzen, wegen irgendwas.

Habe vergessen, wie spät es eigentlich ist. Ich suche die Fernbedienung, finde sie und drücke auf den Knopf. Nichts passiert. Ich drücke wie eine Verrückte auf den Knopf, nichts passiert. Ich blicke nach vorne, da leuchtet auch kein Standby-Licht. Hm. Mein Blick schweift durchs Zimmer. Internetkastel aus. DVD-Player Licht aus. Das Ladekabel meines Laptops flimmert nur noch schwach und geht dann auch aus. Ich wollte mir doch noch einen neuen Akku kaufen. Verdammt. Ich stehe widerwillig auf und tappe ins Bad. Gegen den Arsch abfrieren hätte ich gar nichts, wenn es nicht so kalt wäre. Das Licht geht nicht und es ist im Bad noch kälter. Ich geh pinkeln und putze mir die Zähne mit eiskaltem Wasser. Zu mehr fehlt mir der Mut. Eiskalt Duschen ist nicht so mein Ding. Der Wasserkasten meiner Klospülung gibt seltsame Geräusche von sich. Kalt Duschen ist wohl auch nicht so sein Ding. Verwöhntes, teures Dreckstück. Nur weil meine bescheuerte Vermieterin die Klospülung ans Warmwasser angeschlossen hat, macht der Spülkasten jetzt Stress. Fick dich! Mir ist scheiß kalt und du machst Zicken!

Wollte doch meine Miete kürzen.

Ich zieh mich, den Temperaturen angemessen, an. Dann mache ich mein Dachfenster auf, stelle meinen Fußhocker auf meinen Lesesessel und klettere aufs Dach. Es hat gefühlte -4 °C! Irgendwie hat es immer -4°C, wenn ich auf ein Thermometer blicke. Deswegen habe ich Keines. Ich blicke in alle Fenster meiner Nachbarn und die Straße entlang. Keine Zombies. Es brennt aber auch kein Lichtlein und das zwei Tage vor Weihnachten. Da hat wohl jemand seine Stromrechnung nicht bezahlt. Haha! Das ist die Rache für die übertriebene Weihnachtsbeleuchtung. Ich reibe mir die Hände, nicht nur vor Kälte, sondern auch vor lauter Schadenfreude. Ich muss für unliebsame Beobachter aussehen, wie ein blau gefrorener Grinch! Aber wer bespannt die Spanner. Keiner?

Warum auch immer, beschließe ich in die Arbeit zu fahren. Und ich beschließe mich nicht unbewaffnet auf den Weg zu machen. Es ist immer absolut unabdinglich seine Axt mit sich zu führen. Laufe mit meiner Axt in einem Stoffbeutel, einem Handtuch über der Schulter und blauen Gummihandschuhen zum Auto. Warum der Stoffbeutel, weil ich Angst habe, es könnte einer sehen, dass ich eine Axt dabei habe. Muss mich erst dran gewöhnen, dass hier keiner ist. Ich stecke die Axt hinter meine Feuerkiste. Hehe. Mit genug brennbaren Material kann ich zumindest noch ein hübsches Feuerchen machen. Hab gehört, dass Zombies ganz gut brennen sollen. Die rechnen ja auch nicht damit, dass sie auf einen Feuerkünstler treffen, wenn sie so durch die Gegend schlurfen. Ich nehme die Axt wieder aus dem Kofferraum und steige ein.

Ich fahre los. Die Axt, angeschnallt, am Beifahrersitz. Safty First! Kein Radiosignal. Ich lasse den Sendersuchlauf suchen, nichts. Die Straßen sind menschenleer, leider auch keine Zombies!

Ich schau nochmal aufs Handy, kein Netz, auch nicht als ich am O² Gebäude vorbeifahre.

Ich blicke an den Himmel und suche nach den Großen Alten. Ist ja nicht so, als hätte ich mich nicht auf Cthulhu und Co. vorbereitet. Außer dem typischen Hochnebel kann ich aber nichts erkennen. Für den Weltuntergang ist es mir entschieden zu ruhig. Mann, ich wollte doch mit einem lauten Knall abtreten. Mit einer riesigen Party. In einem Shortbus, bei Sodom und Gomorrha…Und nun, Stille, soweit das Auge reicht.

Als ich begonnen habe die Adventskalendergeschichten zu schreiben, hätte ich nicht gedacht, dass ich einen Zeitsprung über 3 Jahre machen würde. Drei Jahre auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und dann so was. Keiner da. Nur ich und Mikroben. Der Sinn ist es wohl, dass ich am 22.12.12 in die Arbeit fahre. Frau Rösner, im Jahr 2009 wäre es Dienstag gewesen, aber heute ist Samstag. Wir lernen es wohl nie!

Da brauche ich mich nicht wundern, dass keiner hier ist, die machen alle noch Weihnachtseinkäufe. Aber auch in der Innenstadt ist nichts los. Ist vielleicht schon Heilig Abend und ich habe es nicht mitbekommen? Oder haben die Großen Alten zu viel Julfest gefeiert. Oder die Aliens waren da und haben die ganzen Idioten mitgenommen, aber warum haben die mich vergessen. Und wen haben die noch vergessen? Ich will nicht der letzte Mensch auf Erden sein. Wer bumst mich dann. Mann, es ist Winter und es hat -4 ° Grad. Für eine Rettichzucht ist es entschieden zu kalt und ohne Strom kann ich auch kein Treibhaus aufmachen.

So geht die Welt zu Grunde, einsam, allein, ohne Schwanz! Und Rettiche züchten und Dildos schnitzen bis ans Ende aller Tage fällt auch aus. Verdammt. So macht der Weltuntergang einfach gar keinen Spaß. Menno.

Ich fahre zum Saturn, der Hort meiner Inspiration im letzten Jahr. Die Theresienwiese ist leer gefegt. Sogar das Tollwood ist verschwunden.

Aber was ist dass, da sind Menschen, ganz viele und sie marschieren in Reih und Glied. Zwar nicht nackt, aber das kann ja noch kommen. Ich fahre verbotener Weise durch die Absperrung auf die Theresienwiese und halte auf die Herde strammer Gesellen zu. Eine ganze Herde 1Euronazis nur für mich. Das wäre doch nicht nötig gewesen. Aber ist denn jetzt schon Weihnachten? Endlich hab ich sie gefunden meine Lebensaufgabe. Ich halte an und krame gleichzeitig nach meiner Muskatreibe von der Tupperware. Dann steige ich aus und gebe mich als die uneheliche Enkeltochter von Adolf Hitler aus. Entnazifizierung 2.0. mit blauen Gummihandschuhen. Das wird ein Spaß. Danke, Großer Alter, ich habe verstanden, du willst auch nicht, dass die Zucht und Ordnung die Weltherrschaft an sich reißt. Ich auch nicht. Aber eine Familienpackung Wund und Heilsalbe wäre schon sachdienlich gewesen. Wie gut, dass ich wenigstens mein Handtuch dabei habe. Das wird euch mehr weh tun wie mir.

Es regnet Blätter…und hagelt Fischstäbchen!

Es regnet Blätter…und hagelt Fischstäbchen!

Nach der Arbeit hetze ich zum Einkaufen. Es pisst, als gäb es kein Morgen. Nach dem es aber kurz vor Ladenschluss ist, steige widerwillig aus dem Auto und renne in den Laden. Der übliche Einkauf geht ganz schnell. Salat, 3 Packungen Fischstäbchen, eine Flasche Ketchup und einen Camembert. Da soll nochmal einer sagen, ich würde mich einseitig ernähren. Als ich nach dem Zahlen zum Ausgang gehe, kehren sie mich förmlich aus dem Laden und schließen hinter mir die Tür. Ich kann das Rollgitter hören, wie es hinter mir langsam die Eingangsfront von Außen verschließt. Der Regen hat aufgehört, dafür weht der Wind wieder ganz schön heftig. Blätter wehen auf Kopfhöhe an mir vorbei und es fröstelt mich. Ich zieh die Kapuze über meinen Kopf und werde vom Wind schier zum Auto getrieben. Kurz bevor ich an meinem Auto ankomme, bin ich trotz des nachgelassenen Regens völlig nass, weil die herabfallenden Blätter ungefähr den selben Effekt haben, wie Regen.

Ein rollender Busch purzelt vor mir über den Asphalt. Ich schüttele den Kopf und denke mir: ‚Nicht schon wieder!‘

Ich blicke mich hastig um und erwarte das Schlimmste. Mit einem Mords Adrenalinschub stürze ich zum Auto und lasse meinen Blick gehetzt über den Parkplatz schweifen.

Da ist ja gar nichts, verdammt! Am Himmel schiebt der Sturm die Wolken auf die Seite und ich kann den Mond sehen. Ein Vollmond. Hm. Ich erwarte jeden Moment das Wolfsgeheul. Nichts. Etwas enttäuscht, krame ich nach meinem Schlüssel und öffne den Wagen aus der Entfernung. Ich kann das Klacken der Zentralverriegelung hören.

Plötzlich höre ich ein triefendes Grunzen hinter mir. Fast Panisch drehe ich mich um. Da schlürft etwas auf mich zu, das ein Mensch zu sein scheint. Es schleift ein Bein nach und hat eine Schulter gesenkt. Ich kann den Sabber sehen, wie er aus der offenen Kinnlade läuft. Blitzschnell mache ich einen Schritt auf das Dings zu und hole mit einer Einkaufstasche aus. Es erdreistet sich doch tatsächlich die Arme gegen mich zu erheben und ich schlage zurück. Unter Röcheln geht das Dings nach dem ersten Schlag zu Boden. Ich betrachte es näher und es ist ein er und er ist wohl schon ein Wenig länger tot. Geil, ein Zombie!

Nachdem ich in meinem Auto leider keinen Spiderman habe und leider auf keine Axt, Schrotflinte oder Motorsäge, beschließe ich nach Hause zu brettern und mich für die Zombieapokalypse aufzumunitionieren.

Neben meinem Auto springt mich ein weiterer Zombie an und bringt mich zu Fall. Er hat zum Glück nur in meine Einkaufstasche gebissen und reißt nun ein Stück heraus und fängt an zu Röcheln. Der Zombie hustet, wälzt sich von mir runter und spuckt mir ein angebissenes Fischstäbchen ins Gesicht. Ich packe die Tasche und haue solange auf den Zombie ein, bis die Einkaufstasche auf seinem Kopf explodiert und die Packung Fischstäbchen mit ihr. Die gefrorenen Fischstäbchen fliegen mir um die Ohren, ich stürze schockiert nach hinten und kann gerade noch sehen, wie ein weiterer Zombie von einem meiner Fischstäbchen ins Auge getroffen. Es bleibt vibrierend in der Augenhöhle stecken, der Zombie fällt auf die Knie und als er nach vorne fällt, rammt er sich das Fischstäbchen ganz in den Kopf, wo es wahrscheinlich langsam auftauen wird. Gehirnfrost a la Captain Iglo würd ich mal sagen.

Ich sammle den Ketchup, den Camembert, die übrigen Fischstäbchen und meinen Salat auf, die restlichen Einkäufe haben es komischer Weise heil überstanden und haue ab. Mit 140 fahre ich nach Hause und suche panisch nach meinem Schlüssel für meinen Waffenschrank, rufe gleichzeitig meine Mutter und meine beste Freundin an. Dann verrammel ich die Tür, baue eine Schleuder aus einem Klappstuhl und meinen Strapsen.

Im Morgengrauen können mich die Nachbarn auf dem Dach sitzen sehen. Mit zwei Baustrahlern, einer Schleuder, einem Sektkühler mit einer Packung gefrorener Fischstäbchen darin und meinem Karabiner auf dem Schoß, zwei Revolver im Holster und einem Whiskey in der Hand. Im Hintergrund läuft Fido.

Zufrieden nippe ich von meinem Glas und feile meine Munition an und warte darauf, dass sie die Straße hochkommen und meine spießigen Nachbarn zuerst fressen wollen.

%d Bloggern gefällt das: