Die romantische Auslegung einer Duftkerze

Liebes Tagebuch Teil 7 – Die romantische Auslegung einer Duftkerze

redroseIch bins, Schackeline, eigentlich gar nicht mehr 17 ½, ich bin schon voll lange Volljährig und habe nicht nur meinen Führerschein, sondern auch meine eigene Karre. Hurra. Nicht dass mich da einer gefragt hätte, jetzt schreibt sie fast gar nicht mehr in meine Seiten. Ich hasse es, wenn du in der 3.Person von mir schreibst, wenn ich vor dir sitze. Und ich trinke nicht mehr so viel, weil ich ja immer mit dem Auto unterwegs bin. Da bleiben uns ja so Erlebnisse wie mit Cap und Capper in Zukunft vielleicht erspart? Tom und Jerry. Tim und Struppi eben. Wie auch immer. Und was war das gestern für eine Aktion? Ich habe das ja nur am Rande mitbekommen, du hast mich ja wieder weggesperrt, aber zum Glück ist ein kleines Löchlein in der Schreibtischschublade. Ich bin dir einerseits im Übrigen total dankbar, dass du mich letzte Woche daran erinnert hast, dass ich eventuell zu wenig Duftkerzen im Haus haben hätte können, aber andererseits ging die Aktion irgendwie nach Hinten los. Ja, wie Manns nimmt, würde ich mal sagen. Nicht witzig. Dank deiner weitreichenden Bemerkung bin ich dann zum IKEA gefahren und als dann der IKEA mit meinem Gehalt fertig war… Es stinkt übrigens immer noch und mir ist kalt. Maul nicht rum, du kannst gar nicht frieren, du bist ein Tagebuch. Lieber Erfroren als Erstunken! Jetzt gib nur mir nicht die Schuld, die Duftkerzen waren eine super Idee. Was kann ich denn dafür, dass manche Menschen die pure Anwesenheit von Duftkerzen evtl. in den falschen Hals kriegen könnten. Ja, wer hätte das auch ahnen können. Weil rote Kerzen im Allgemeinen eher dem Romantischen zugesprochen werden, als irgendwas anderem. Hm. Hättest vielleicht Grabkerzen aufstellen sollen? Hätte vielleicht einen Flammenwerfer benutzen sollen, um die Fronten gleich mal klar zu stellen. Und außerdem hab ich dir auf den Einkaufszettel geschrieben, kaufe die grünen Duftkerzen, die riechen ein Bisschen nach Klospülung. Aber nein, Madam muss ja wieder die Roten kaufen. Die schreien ja geradezu nach Sex! Zum Glück hatte ich den 10er Pack Duftbäume gekauft. Die machen sich ja auch wirklich gut hier drinne. Ja, gääähhh! Ein Bisschen wie bei dem Film Sieben. Würg. Nicht schon wieder. Nein, alles gut. Ist ja eh nichts mehr drin was raus könnte. Wolltest du nicht noch einen Leserbrief an Febreze schreiben? War auch eine meiner weniger guten Idee, Febreze schniefen zu wollen. Aber zumindest rieche ich jetzt Aprildurft aus der Nase, was meine Mitmenschen erfreuen würde, wenn sie denn eine Nase hätten. Darf ich mal eine indiskrete Frage stellen? Du fragst doch sonst nicht. Ja, aber bei so einem delikaten Thema, entbietet es die Höflichkeit zu fragen. Leg los. Warum hast du denn den nasalen Betriebsunfall dann überhaupt mitgenommen? Der war eigentlich ganz nett. Du weißt was man über das Wort eigentlich sagt. Ja, Mama. Und ist dir der etwas strengere Geruch in der Bar etwa nicht aufgefallen? In der Bar hat man das nicht so gemerkt. Und dann im Auto? Das steht noch vor der Bar. Ach, haben wir etwa wieder getrunken? Anscheinend musste sich mein Unterbewusstsein irgendwas schön saufen. Lass dir sagen, höre mal mehr auf dein Unterbewusstsein, junge Dame! Ja, Mama. Es waren ja nur 3 oder 5 Absinth-Sprite. Ach, deshalb der kleine Ausrutscher gestern. Ich glaube meine Geruchsnerven waren nur vorübergehend betrunken. Ach, Absinth macht nicht nur blöd, sonder auch… Ich weiß immer noch nicht, wie das heißt wenn man seinen Geruchssinn verliert. Aber Himmel Herr. Wie gerne hätte ich gestern dieses Geschenk gehabt, einfach mal nichts riechen zu können. Bloß nicht, sonst wäre dieser widerhafte Gestanksmann immer noch hier. Und am Ende wäre dir noch eine Nase gewachsen. Verschrei es nicht, wenn ich kotzen könnte, würde ich nur deinen verbalen Durchfall von mir geben. Und am Ende will das keiner lesen. Arsch. Danke, sehr erfreut. Arsch, dein Tagebuch. Ich bin nur dass, was du aus mir gemacht hast. Können wir mal beim Thema bleiben, ich habe immer noch so einen seltsamen Geruch in der Nase. Du hast gestern Febreze als Nasenspray benutzt! Und ich kann den Kerl immer noch riechen, als ob der neben mir sitzen würde…. Und dich leidenschaftlich anhaucht. Würg. Nicht schon wieder! Warte, geht gleich wieder. Ich dachte es wäre nichts mehr drinne. Sag mal riechst du das nicht, vielleicht hat er was vergessen. Manchmal bin ich ganz froh, dass ich eigentlich nichts riechen kann. Es riecht so, als hätte er eine tote Katze unter dem Bett vergessen. Du hast doch Geruchshalluzinationen?! Echt jetzt!!! Dabei ist der doch schon vor Stunden aus meiner Wohnung geflohen. Ich finde ja, eine Argumentationskette mit: Echt jetzt!!! zu untermauern, immer ein wenig geistig unbewaffnet bis einfältig. Ja, danke! Was machst du jetzt unter dem Sofa? Ich such die tote Katze! Ach zünd doch nochmal ein paar Duftkerzen an, mir ist ist schon wieder so romantisch. Das ist nicht witzig. Woher sollte ich denn ahnen, dass der Kerl gedacht hatte, dass ich mit ihm poppen wollte, weil ich ca. 30 Duftkerzen angezündet habe. Du hättest ihm vielleicht einfach sagen sollen, dass er gotterbärmlich stinken tut. Hmm? Ehrlich wert am Längsten. Und du hättest nachher nicht aufwischen brauchen. Wer den Schaden hat, braucht für den Spot nicht zu sorgen. Hättest ihn ja nicht gleich ankotzen müssen, als er versucht hat dir die Zunge in den Hals zu stecken. Aber lieber so, als dass es ansteckend ist…würg. Kopfkino funktioniert auch mit dem Geruchssinn. Würg. Ich würd dir so gerne die Haare hochhalten, aber ich habe leider keine Arme und keine Beine. Hust. Hust. Aber putz dir bloß die Zähne. Ja, Mama! Also, was ist jetzt mit dem Kerl, trefft ihr euch wieder. Ich glaub es hackt. Du wolltest doch eh eine Diät machen… Würg…

Deine Schackeline (nicht mehr 17 ½)

(Ähnlichkeiten mit Personen aus dem realen Leben sind in einer fiktiven Geschichte gar unmöglich und somit reiner Zufall.)

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Das seltsame Verhalten geschlechtsreifer Neandertalern in der Paarungszeit

Das seltsame Verhalten geschlechtsreifer Neandertalern in der Paarungszeit

VenusWillendorfAn dem heutigen Tag schrauben wir die Zeit mal ein Wenig zurück, in eine Zeit in der in Deutschland noch Mammuts und Riesenhirsche durch den Wald liefen. Wir befinden uns im Neandertal. Damals allerdings wussten die Bewohner noch nicht, dass sie einmal nach diesem Tal benannt werden würden. Die Neandertaler waren tatsächlich auch außerhalb des Neandertals unterwegs und machten so ihr Ding. Was man halt als Neandertaler so macht: Jagen, Fressen, Schlafen, eigene Art erhalten und über den Winter kommen. Da könnte man ja denken, dass das Leben damals ziemlich einfach gewesen wäre, aber weit gefehlt. Die Verantwortung war damals auf jeden Fall größer und mit mehr Arbeit verbunden, als in der heutigen Zeit. Essen und Brennholz waren wichtig. Und nachdem das Essen auch noch in wunderschöne Kleidung gehüllt war, musste man sich darum wenigstens keine Sorgen machen. Heute muss sich im Neandertal wahrscheinlich keiner mehr Sorgen machen, dass seine Sippschaft auch heil durch den Winter kommt.

Das Leben hätte wirklich so schön sein können, wenn da nicht die eigene Triebhaftigkeit gewesen wäre. Es muss um alles in der Welt die eigene Art erhalten werden, komme was wolle. Wenn dem auch so gewesen wäre, dann wäre das ja auch einfach gewesen.
Aber damals spielte der Geruchssinn beim Weibchen eine große Rolle in der Partnerwahl. Sie konnte quasi riechen, ob das Männchen gesund und potent genug für sie war. War das Männchen nicht Manns genug um sie und ihre Brut durch den Winter zu kriegen, dann stand er ihr eben nicht zur Nase. Pech gehabt. Er hätte dann zwar noch die Möglichkeit gehabt, sich seine Keule zu schnappen und ihr über den Schädel zu ziehen. Sie dann bewusstlos abzuschleppen und sie dann ungeachtet ihrer Bewusstlosigkeit zu begatten. Wobei er dann eine zwiderne Alte den ganzen Winter in seiner Höhle ertragen hätte müssen. Weil dumm waren sie damals bestimmt nicht, sie wussten schon um was es sich im Leben dreht. Die Winter waren lang und in der Eiszeit noch viel länger. Kein Stress mit der Alten heißt im Winter nicht frieren zu müssen und immer ein warmes Weibchen im Bett zu haben, die das Feuer am Brennen hält, während er auf der Jagd ist. Und fürs Weibchen hieß es, immer schön lächeln und nicken, schön das Feuer am Laufen halten, dann bringt der Alte auch genug Essen und Felle nachhause.
Ja, ja. Immer schön lächeln und nicken, auch wenn es weh tut. Wissenschaftler haben nämlich festgestellt, dass das Geschlechtsteil des durchschnittlichen Neandertalers ungefähr die Ausmaße einer handelsübliche Coladose gehabt haben soll. Also keine 12 cm lang, aber dafür so breit, das Frau ihn mit der Hand nicht mehr umschließen kann. Ich wäre damals nicht nur ausgestorben, sondern bei meiner Entjungferung gleich verstorben, weil wer nicht mal eine Red Bulldose in den Mund, geschweige denn wo anders… verdammt ich sollte öfter einfach mal die Schnauze halten… der braucht es auch nicht mit Größenwahn probieren. (Ich bleibe bei meinem Wahlspruch, was nicht in den Mund geht, geht auch nirgendwo anders rein!)
Ja, auf jeden Fall war das wohl kein Zuckerschlecken. Jetzt weiß ich auch warum die Neandertaler Weibchen immer so gebückt gegangen sind und ausgestorben sind sie, weil es wahrscheinlich an der Fortpflanzung gehapert hat.
Da bin ich ja mal ganz froh, dass wir uns nicht alles aus der Eiszeit erhalten haben, wobei an der Sache mit dem guten Riecher, ist bestimmt was dran.

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