Der Berg des Gestanks Teil 2

Der Berg des Gestanks Teil 2

blobAm Fuß des Hügels angekommen, erblickten sie auf einen gigantischen Friedhof, der sich die Hänge des Hügels hinaufzog. Der Zwerg kniete vor einem Grab und wischte Laub und Dreck vom Grabstein, um die Inschrift besser lesen zu können.

‚Seht nur, hier ist das Grabmal von Fisten McGay.‘ rief der Zwerg beeindruckt, pflückte eine kleine Blume und legte sie auf das Grab. ‚Man kann über ihn sagen was man will, aber er war ein Held. Er starb für unsere Freiheit!‘

‚Mir wird schlecht.‘ meinte Lunz und hob neugierig das Visier. Er führte doch was im Schilde.

‚Ja und hier liegt seine rechte Faust Gaylord McGay mit samt seiner Lanze begraben: Ritter Herbert von Hinten!‘ meinte Renk ernst, grinste aber breit. Sein Grinsen ging in einen nicht endend wollenden Lachanfall über.

‚Ich würd mich ja nicht so weit aus dem Fenster lehnen, Renk! Manchmal hab ich den Eindruck, du wärst auch einer von denen!‘ rief Lunz ernst und macht dann eine merkwürdige Handbewegung, die irgendwie ziemlich weibisch aussah.

‚Nur weil ich so eine flinke Zunge habe und jedem Mann Honig ums Maul schmiere, heißt es noch lange nicht, dass ich ein Hinterlader bin.‘ entrüstete sich Renk und blickte sich weiter um.

‚Aber mit Frauen machst du es auch nichts.‘ meinte Stulle, der eben erst am Hügel angekommen war.

‚Tu ich wohl?‘ verteidigte sich Renk und versuchte schnell das Thema zu wechseln. ‚Hier liegt Erich McGay?!‘

‚Hört sich aber gar nicht nach einem McGay an!‘ rief Stulle.

‚Vorne er und hinten ich!‘ lachte Lunz. ‚Er war der Mundschenk von Fisten McGay!‘

‚Vielleicht liegt hier ja auch noch irgendwo der Stiefelknecht von Fisten McGay?‘ rief Renk.

‚Und hier liegt sein Hinterlader! Endlich ich hab ihn gefunden!‘ meinte Lunz, der seinen Spaten geschnappt hatte und zu graben begann. Einen wahnsinnigen, einarmigen Weiberheld dabei zu beobachten, nach dem Hinterlader eines namenhaften Heerführers des Clan der McGay zu graben, dessen Name laut der meisten Gerüchte Programm gewesen war, hatte wirklich etwas Merkwürdiges an sich.

‚Das ist Grabschändung, wir kommen noch in Teufels Küche!‘ meinte der Zwerg.

‚Auch wenn viele die Geschichten von Fisten McGay nicht glauben, aber eines weiß ich ganz genau, dass der Hinterlader von Fisten McGay in die Analen der Geschichte eingegangen ist und er liegt genau hier! Aber davor hat er noch alle seine Feinde von Hinten abgeknallt. Und wenn da was dran ist, will ich seinen Prügel haben!‘ predigte Lunz, während er seinen Spaten weiter in die Erde trieb.

‚Da soll nochmal einer sagen, dass ich…!‘ wollte Renk ansetzen, wurde dann aber von einem atembetäubenden Lärm unterbrochen.

‚Ihr wagt es den Berg des Gestanks zu betreten?‘ kam es wie ein Knall vom Gipfel des Berges ihnen entgegen gedonnert.

‚Ich hab doch gesagt, der Zwerg reitet uns wieder ganz tief in die Scheiße.‘ meinte Lunz wieder und grub dennoch weiter.

‚Eigentlich eher auf einen riesigen Scheißhaufen!‘ rief Stulle.

‚Schweigt ihr Nichtswürdigen! In den Staub!‘ rief die Stimme und mit ihr würde der Gestank noch schlimmer. Der böse Wind zwang sie in die Knie und Renk kniete auf dem Grabmal eines unbekannten 12jährigen Mädchens. Die Grabmäler der McGay schienen anscheinend nur die Spitze des Scheißberges zu sein.

Der Zwerg kroch weiter zum Gipfel des Berges und kramte in seinem Rucksack. Renk versuchte ihm zu folgen, obwohl er unaufhörlich zu würgen begann. Plötzlich baute sich vor ihnen eine stattliche Gestankswolke auf.

‚Ich bin Flatus Daemonicus, ihr wagt es in mein Reich zu stolpern und blöde Witze zu machen!‘

‚Wir sind die Erzwinger der Eitrigen Angina, wir stolpern da wo es uns passt.‘ rief der Zwerg mutig. ‚Der Meister des Vermöglichbaren kniet nicht vor einem einfachen Gestanksfluch, mehr seid ihr nicht, böser Wind!

Der nächste Schrei blies Renk seine lederne Maske vom Kopf und der Zwerg klammerte sich krampfhaft an seinem Helm fest. Der Gestank, der Auf den Schrei folgte, war unbeschreiblich.

‚Kriecht nur im Staub, Maden! Ihr seid nicht mehr als Dreck unter meinen Füßen!‘

Stulle lief mutig der widerhaften Gestankswolke entgegen, zog eine Flasche vom Gürtel, öffnete sie und lies den Daumen drauf, während er sie schüttelte. Er schrie die den Gestank an: ‚Der Dämonenfluch hat einen Fahren lassen!‘ Dann zog er erschreckend eloquent den Daumen von der Flasche, der aufgebaute Druck in der Flasche entwich und der Inhalt spritzte der Gestankswolke entgegen.

‚Stulle neeeeeeeeeinnnnnn! Nicht das magische Mundwasser!‘ schrie Renk und riss ihn zu Boden. ‚Der Gestank kommt nicht aus seinem Maul, es kommt aus seinem Arsch!‘

Die teuflische Gestankswolke wechselte dennoch ihre Farbe und begann zu schreien, erst in der gewohnten Tiefe und dann wurde die Stimme immer heller, bis sie nur noch ein elendiges Quietschen war. Sie mussten sich alle die Ohren zuhalten.

Die nicht mehr so ganz dämonische Gestankswolke verpuffte und es blieb nur noch ein fader Geruch von dem bestialischen Gestank zurück.

Indess hatte Lunz gefunden, was er gesucht hatte. In einer länglichen Holzkiste in ein Öltuch eingeschlagen lag der Hinterlader des Fisten McGay. Er lud die Waffe durch und drehte sich in Richtung seiner Begleiter.

‚In Deckung, Schuss von Hinten!‘ schrie er, als er die dämonische Gestankswolke sah, wie sie sich hinter ihnen erneut aufbauschte. Der Schuss donnerte über den Berg und hallte in einem gewaltigen Echo über den Berghang wieder, bevor die Kugel auf sein Ziel traf. Das Auftreffen der brennenden Kugel entzündete ein gewaltiges Inferno und explodierte so heftig, dass es den halben Berg weg sprengte. Zersprengte Grabsteine, Sarglatten und Knochen prasselten auf sie herab.

Fortsetzung folgt vielleicht…

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Der Berg des Gestanks

Der Berg des Gestanks

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‚Lunz hat einen Fahren lassen!‘ schrie Stulle völlig entsetzt und zog sich seinen Schal vor Mund und Nase.

‚Gar nicht!‘ rief Lunz, schlug Stulle und zeigte gleichzeitig beschuldigend auf den Zwerg. ‚So wie der stinkt, muss er vom Zwerg Lunte gewesen sein!‘

Der Zwerg blickte griesgrämig zu den beiden Kriegern hinauf und würgte den Stiel seiner Spitzhacke. Das war ein sicheres Zeichen für einen nahenden Wutausbruch des Zwerges. Renk drängte sich dazwischen, griff den Zwerg bei der Schulter und trällerte ihm ins Ohr: ‚Meister Helmhalf lasst Euch von den beiden ungehobelten Ungehobelten nicht provozieren, das Bouquet dieses Schorses erinnerte mich eher an eine gemeinsame unaussprechliche Bekannte von uns...‚ Renk zwinkerte dem Zwerg mehrmals zu und schnalzte dabei mit seiner Zunge.

‚Möge sie in Frieden ruhen!‘ rief Lunz.

‚Und nie wieder auferstehen, so wahr uns die Götter zu helfen beliebt sind!‘ meinte Renk abschließend.

Stulle rief gedämpft durch seinen Schal: ‚Wer hat euch nur so schwere Wörter beigebracht?‘

Der Zwerg schnupperte immer noch und wurde langsam aber sichtlich blass. Selbst sein Bart schien an Farbe zu verlieren. ‚Wenn es nur die unaussprechlich Gestankvolle wäre, dann wäre es ein Leichtes sie nochmal zu töten! Nachdem der Fluch gebrochen, werter Meister des Vermöglichbaren, hab ich nur noch eins für die widerhaftig Schleimige, meine Spitzhacke!‘

‚Werter Helmhalf Eisenspat, wenn Ihr nur blass um die Nase wärt, dann würd ich mich nicht sorgen, aber Euer Bart verliert nicht nur seinen Glanz, sondern auch an Farbe!‘ rief Renk besorgt und wickelte sich ebenfalls ein Tuch um Mund und Nase.

‚Sagt mal, nehmt euch ein Zimmer!‘ rief Lunz angewidert. ‚Es ist echt schlimmer, wie ihr euch gegenseitig Honig ums Maul schmiert, als dieser bestialische Gestank.‘

‚Dieser Gestank ist nicht von dieser Welt, es muss etwas Dämonisches sein!‘ rief der Zwerg und lief auf einen kleinen Hügel zu, von dem der Gestank auszugehen schien.

‚Ich bin mir nicht sicher, ob es sinnvoll ist, dort hinzugehen, wo offensichtlich der Gestank herkommt.‘ rief Renk dem Zwerg hinterher.

Bei jedem Schritt den er dem Hügel näher kam, wurde der Gestank unerträglicher und es schossen ihm Tränen in sein Auge.

‚Der Zwerg reitet uns mal wieder ganz tief in die Scheiße!‘ meinte Lunz mürrisch.

Renk sagte mal nichts und wischte sich nur die Tränen aus dem Auge.

‚Sag mal heulst du jetzt, weil er dir nen Korb gegeben hat?‘ fragte Lunz grinsend.

‚Komm nur einen Schritt näher, dann weißt du warum ich weine.‘ rief Renk, zog sich eine lederne Maske über seinen Kopf und lief weiter dem Zwerg nach, der mittlerweile bereits am Fuß des Hügels angekommen war. ‚Und ihr habt mich noch ausgelacht, als ich mir diese gnomische Schutzbrille gekauft habe!‘

Lunz folgte Renk und schon schossen auch ihm die Tränen in die Augen. Er zog kurzerhand seinen Helm auf und schloss das Visier. Was überhaupt nichts gegen den Gestank half, aber zumindest sah ihn niemand weinen.

‚Lunz hat wieder einen Fahren lassen!‘ schrie Stulle wieder.

‚Nein Stulle, es ist der Berg!‘ riefen Renk und Lunz wie aus einem Mund.

Fortsetzung folgt…

Die Höhle des Verderbens schlägt zurück…

Die Höhle des Verderbens schlägt zurück…

Fortsetzung von… und von…
blobRenk wurde von den Füßen gerissen, als der Schleim ihn überholte. Er fiel auf den Zwerg Lunte, der nun gar nicht mehr so klein war. Seine Klamotten hingen ihm in Fetzen vom Leib und als auch ihn der Schleim erfasste, schrie er und presste gleichzeitig krampfhaft den Mund zu. Das Geräusch, dass ihm dabei entwich, hörte sich an wie das Quietschen eines 12jährigen Mädchens mit blonden Zöpfen an. Geistig war Renk noch bei den blonden Zöpfen des 12jährigen Mädchen, dass in seinem Kopf über eine wunderschöne Blumenwiese lief und als er tatsächlich die Blumen roch, krachten er und der Zwerg mit samt dem ganzen Schleim gegen die Rückwand des Regals. Der Schleim riss das Regal fort und Helmhalf Eisenspat und Renk schwappten aus dem Gang, wie ein Paar Bröckchen in einem Schwall Erbrochenen. Und genauso roch es auch. Durch den beißenden Luftzug der mit dem Schleimschwall in die Wohnhöhle drang, gingen sämtliche Fackeln aus. Nur noch eine kleine, gläserne Berglampe brannte noch. Lunz riss der Schleimschwall fast von den Füßen, er konnte sich aber gerade noch an der Winde festhalten.
‚Stulle komm schnell da raus, wir müssen weg hier! Schnell!‚ rief Lunz, kam zu den beiden Eingeschleimten herüber gelaufen und half Renk auf die Beine. Helmhalf Eisenspat watete bereits zu seiner Bettstatt und packte in Windeseile seinen Rucksack. Mit dem nun viel zu kleinen Rucksack in der Hand lief er voraus in den rechten Gang.
‚Jeder packt sich einen Beutel, oder Zwei! Wir haben den Schatz schon gefunden.‘ meinte Lunz und Helmhalf blickte zu Boden. Der rechte Gang füllte sich schon mit Schleim und doch sah der Zwerg die riesigen Beutel gefüllt mit seinen Schätzen. Ein breites Grinsen wanderte über sein Gesicht, währenddessen der Schleim bereits gegen seine Waden schwappte. Seltsam schillernde Pilzgewächse schwammen an ihm vorbei und nickten ihm obszön zu.

‚Wir sollten uns sputen, bevor wir hier in dem Auswurf noch ersticken.‘ meinte Helmhalf gehetzt und packte sich zwei der Säcke. Und die obszönen Pilzgewächse schwammen in ihre Freiheit.
‚Stulle, beweg dich, aber schnell!‘ rief Lunz und Renk gleichzeitig, packten sich auch jeweils zwei Säcke und liefen dem Zwerg hinter her in den dunklen Gang hinein.
Sie konnten Stulle noch hören, wie er sich durch den kleinen Gang zwängte und dabei erstickt rief: ‚Was stinkt hier so? Und warum hab ihr das Licht ausgemacht?‘
Als sie zurückblickten, konnten sie noch einen kurzen Moment einen Fackelschein erkennen und dann bracht die Hölle los. Das Gestanksgas fing Feuer und mit einem gewaltigen Schlag erbebte die Erde unter ihren Füßen. Der Zwerg duckte sich blitzschnell hinter einen Felsvorsprung, bedeckte seinen Bart mit beiden Händen und rief so laut er konnte: ‚Es brennt ihm Stollen! Es brennt im Stollen!‘
Eine Feuerwalze fegte über sie hinweg und Renk und Lenz flogen sozusagen durch den Stollen, mit samt allem Schleims.
Renk wurde erst wieder wach, als Lenz ihn anschrie und schlug zugleich: ‚Ich glaub du brennst.‘ Und er begann ihn auf den Boden zu wälzen.
Renk roch verbranntes Haar und blickte bei der nächsten Drehung auf und rief: ‚Du auch mein Freund, du auch!‘
Schließlich wälzten sich Beide im Schleim, bis sie erschrocken inne hielten. Aus dem Stollen floss unentwegt der eitrige Schleim, der stellenweise brannte. Und das was sie so erschreckt hatte, war das schlürfende Geräusch, dass aus dem Stollen auf sie zu kam.
Es kam ein riesiger Schatten auf sie zu. Er wurde größer und größer, bis dann der völlig verkohlte und verdreckte Zwerg Helmhalf Eisenspat vor Schleim triefend aus dem Stollen taumelte. Das Einzige, was an ihm noch intakt zu sein schien, war sein Bart.
Der Zwerg faselte lauter als es nötig gewesen wäre: ‚Es brennt im Stollen. Es brennt im Stollen!‘
Lunz und Renk rappelten sich auf und krochen mehr, als dass sie gingen, auf den Zwerg zu.
‚Helmhalf, geht es Euch gut?‘ rief Renk und zog sich am Felsen hoch, um dem Zwerg auf die Schulter zu klopfen und fuhr dann feierlich fort: ‚Es freut mich, Euch in eurer wahren Gestalt und wohl auf erblicken zu dürfen.‘
‚Ja, es ist wunderschön hier draußen.‘ meinte der Zwerg und blickte an ihnen vorbei über die Baumwipfel hinweg, der Sonne entgegen. Er lief einfach an ihnen vorbei und begann zu stammeln: ‚Ist das die Sonne? Ist das die Sonne, wie sehr habe ich gebetet, noch einmal die Sonne wieder sehen zu dürfen.‘
Er griff sich ans Herz und ging in die Knie. Renk lief ihm hinterher, zog eine Lederflasche von seinem Gürtel, schüttelte den Schleim herab und reichte dem Zwerg die Flasche. Als Helmhalf aber nicht darauf reagierte, öffnete Renk die Flasche und flößte ihm den Inhalt ein.
‚Das hier hebt den Mann aufs Pferd und die Frau unter’d Erd!‘ rief Renk und trank selbst davon. Beide zogen die Luft zwischen ihren Zähnen ein, schluckten schwer, rülpsten und schlugen sich dabei gegen die Brust.
‚Ich will eure Zweisamkeit ja nicht stören, aber wo ist Stulle!‘ rief Lunz und machte Anstalten wieder in den Stollen gehen zu wollen. Mit einem letzten Schwall Schleim und gefolgt von einem Rumpeln, dass wieder den Boden unter ihren Füßen erzittern lies, kullerten nur noch Steine aus dem Stollen.
‚Stulle ist noch da drin!‘ rief Lunz und fing an zu graben. Hastig schob er einen Stein nach dem Anderen aus dem Stolleneingang. ‚Los, steht nicht so dumm rum und helft mir lieber.‘
Sie arbeiteten wie verrückt daran, den Stollen von den Steinen zu befreien, aber es schien aussichtslos. Renk liefen die Tränen aus dem Auge, im seinem tiefsten Innersten wusste er, dass sein Freund Stulle Tod sein musste. Er hielt Lunz davon ab, weiter zu machen.
‚Hör auf Mann, es ist aussichtslos!‘ schluchzte er und Lunz fiel erschöpft in seine Arme und fing herzzerreißend an zu schluchzen. Selbst der Zwerg zerdrückte eine Träne und klopfte den beiden Mannen väterlich auf die Schulter.
Plötzlich erschall eine Stimme aus dem Berg. ‚Ihr weint doch nicht etwa!‘
Erschrocken blickten die Drei auf den Fels. Stulle stand in schwindelerregender Höhe mitten im Fels und grinste sie saublöd an.
‚Köpfe weg!‘ rief er und warf einen Sack nach dem Anderen aus der Felsspalte.
‚Das andere Ende der Schatzkammer endet genau hier.‘ rief Stulle aufgeregt.
‚Wie konntest du der Flammenhölle entkommen?‘ rief der Zwerg.
‚Der Schleim hat mich gerettet!‘ rief er und grinste breit. ‚Da war die Unaussprechliche doch noch zu was nützlich!‘
Dem war ausnahmsweise mal nichts hinzuzufügen.

Ende. Vielleicht.

Published in: on 6. März 2013 at 17:46  Comments (1)  
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Rückkehr in die Höhle des Verderbens

Rückkehr in die Höhle des Verderbens

Fortsetzung von…

Renk nahm sich zusammen und rannte los, warf dabei die Eitrige Angina um und stürzte aus der Höhle seinen beiden Weggefährten hinterher. Er konnte kaum die Hand vor Augen sehen, aber er konnte Stulle vor sich keuchen hören. Irgendwann wurde der Gang wieder etwas breiter, also mussten sie bald wieder draußen sein. Hoffentlich sind die Orks nicht mehr da draußen, sonst war es ein echt kurzer Ausflug.

Plötzlich konnte er Lunz schreien hören und wie sich seine Stimme immer mehr entfernte.

Stulle rief: ‚Lunz, wo bist duuuuuuuuuu!‘

Renk hielt inne und versuchte zu lauschen, die Stimme von Lunz war nach einem Rumsen verstummt und Stulle’s Schrei entfernte sich immer weiter. Langsam tastete sich Renk voran. Seine Hände sanken in etwas Glitschiges ein und als er sich befreien wollte, gab das Glitschige nach und er verlor den Halt und kam ins Rutschen. Mit den Worten: ‚Was zur Hööööööööööölllllleeeeeeeeeeee!‘ rutschte er scheinbar den selben Weg hinunter, wie Lunz und Stulle vor ihm.

Mit einem dumpfen Schlag landete er auf Stulle, der wiederum auf Lunz lag.

‚Wir sind entkommen!‘ hustete Stulle.

Renk sagte einfach mal nichts, weil wann sind sie schon mal nicht von dem Regen in die Traufe gekommen. Sie rappelten sich alle auf und sahen sich um, wo sie nun gelandet waren. Diese Höhle war ziemlich niedrig so das Renk schon Mühe hatte aufrecht zu stehen. Stulle stand gebückt da und Lunz setzte sich einfach wieder.

Es war alles weniger schleimig, als noch in der letzten Höhle. Eine halb abgebrannte Fackel, erhellte eine kleine Höhle, in der sich scheinbar jemand Kleines häuslich eingerichtet hatte. Stulle kicherte vor sich hin, weil alles hier so klein war. Er nahm eine kleine Spitzhacke und einen winzigen Eimer in die Hand und schmiss sich halb weg vor lachen.

Aus einem anderen Stollen waberten Worte durch die Luft und sickerten in die kleine Höhle. Nach den Lästerlichkeiten zu urteilen, die nun unaufhörlich an ihre Ohren drangen, schimpfte sich der Jemand, der hier wohnte, die nicht vorhandene Seele aus dem Leib.

Renk machte sich auf, den Worten zu folgen, weil wer gräbt, der hat bestimmt auch was gefunden. Am Ende des Ganges war tatsächlich Licht und nachdem es nicht so übel roch, wie bei der Eitrigen, kroch er frohen Mutes voran.

‚Mist Elendige, auf’m Schleim ausrutschn sollst und dir dein verkrümmtes Kreiz brechn, du räudige, widerhafte….Widerhafte!‘

Renk konnte nicht fassen, was er da sah. Ein winzig kleiner Zwerg hüpfte vor Wut vor ihm im Stollen auf und ab. Er hatte eine ziemlich kleine Schaufel in der Hand, die scheinbar gebrochen war.

‚Widerhafte Widerhafte?‘ kam es Renk aus dem Mund gepurzelt. Der Zwerg drehte sich um und starrte ihn fassungslos an. Renk räusperte sich, zog seinen Hut und sprach: ‚Meister, darf ich mich vorstellen?‘ Er wartete keine wirkliche Antwort ab und sprach einfach weiter: ‚Ich bin Renk, der alles Unmögliche möglich macht, ich bin mit meinen Gesellen in diese Höhle geraten, weil wir auf der Flucht waren vor der, vor der…!‘ seine Stimme brach gespielt. ‚Der unaussprechlichen Unaussprechlichen!‘

Stulle drängelte sich in das Geschehen und meinte neunmalklug: ‚Er meint die Eitrige Angina!‘

‚Ihr dürft ihren Namen nicht aussprechen, sonst kommt sie noch!‘ rief der Zwerg aufgelöst.

‚Nein, keine Sorgen, ich habe sie bei meiner Flucht versehentlich flach gelegt!‘ meinte Renk stolz und griff sich ans Revers seiner Weste.

‚Euch graut ja wirklich vor gar nichts.‘ würgte der Zwerg erschüttert heraus.

‚Nein, nicht so. Ich warf sie um und flüchtete!‘ rief Renk erschrocken und versuchte die Sache richtig zu stellen.

‚Genau, dass ist ja auch meine Misere!‘ erklärte der Zwerg.

‚Erzählt, wir haben viel Zeit!‘ meinte Renk und blickte zu Stulle. Der hatte sich schon im Stollen abgelegt und war schon ganz gespannt auf die Geschichte des Zwerges. Auch Renk setzte sich ab.

‚Einst war ich einer der Größten meiner Sippe und war als Helmhalf Eisenspat bekannt. Wir gruben wahrlich Paläste in den Stein, um dort unsere Schätze anzuhäufen. Nur ich konnte nicht genug Schätze aus dem Felsen holen und grub tiefer. Tiefer noch, als meine Ahnen vor mir. Und noch tiefer. Dort traf ich auf die unaussprechlich Schleimige und habe sie befreit. Sie verliebte sich in mich, doch ich verweigerte mich. Dann verfluchte sie mich. Sie lies alles an mir schrumpfen und legte einen Bann auf mich. Da ich sie einst zurückgewiesen, werde ich Seite an Seite mit ihr leben müssen, aber sie nie mehr erblicken dürfen, was ja eigentlich nichts Schlimmes wäre, wenn der elende Gestank nicht wäre. Ich konnte nur noch einmal zu meiner Sippe gehen, um meine Schätze zu holen, dann wäre der Weg für immer versperrt. Ich ging also zu meiner Sippe und sie verspotteten mich. Seither bin ich nur noch als Zwerg Lunte bekannt. Ich packte meine Schätze und ging fort, bis die unglaublich Triefende mich einholte und den Stollen einstürzen lies, in dem ich mich mit meinen Schätzen gerade befand. Und hier steh ich nun, ich armer Tor. Hier bin ich, da hinten irgendwo ist die unentwegt Sabbernde und hinter diesem Steinhaufen ist mein Schatz.‘ weinte der Zwerg Lunte vor sich hin. ‚Ich grabe und grabe und grabe und immer wenn ich das Funkeln meines Schatzes nur erahne, da passiert irgendetwas noch Schlimmeres.‘

Renk zog ein nicht mehr so ganz sauberes Tuch aus seiner Tasche und hielt es dem Zwerg hin: ‚Helmhalf Eisenspat wir helfen Euch bei euren Problem, wenn Ihr uns den Weg nach draußen zeigt.‘

‚Und wie wollt ihr das anstellen?‘ schluchzte Zwerg Lunte.

‚Lunz wir brauchen deinen Spaten!‘ schrie er in den Stollen. Dann wand er sich wieder dem Zwerg zu: ‚Stulle gräbt hier weiter, weil er viel größer und kräftiger ist als wir alle miteinander! Der Lunz bringt den Unrat mit seinem Schild aus dem Stollen und wir zwei Beide gehen zu der unaufhörlich Klebenden und lenken sie ab.‘

‚Meint ihr, dass dies ein so guter Einfall ist?‘ fragte der Zwerg ungläubig.

‚Lasst mich einfach reden! Und am Besten kriecht Ihr einfach auf dem Boden herum, wenn Ihr sie eh nicht sehen könnt.‘ meinte Renk und quetschte sich an Stulle vorbei und kroch wieder zu der kleinen Wohnhöhle. Auf dem halben Weg kam ihm Lunz entgegen und drückte ihm den Spaten in die Hand.

‚Zum Herausbringen des Unrat könnte ihr die Seilwinde benutzen!‘ meinte der Zwerg und griff sich den Spaten und lief wieder zu Stulle. Als der Zwerg in seine Wohnhöhle kam, standen Renk und Lunz mehr oder weniger aufrecht da. Die Beiden hatten bis eben noch miteinander getuschelt.

‚Nun Lunz, mein Freund, gib mir den Hustensaft!‘ rief Renk lauthals.

‚Aber das ist unsere Letzter, was ist wenn wir eine Angina bekommen?‘ fragte Lunz kleinlaut.

‚Wenn wir die eitrige Beulige erst mal besiegt haben, wird nie wieder jemand eine Angina bekommen!‘ meinte Renk und griff sich den Trinkschlauch. ‚Das, lieber Helmhalf, ist unser Plan B, der Hustensaft!‘

Dem Zwerg wich ein: ‚Ohhhhh!‘ aus dem bebarteten Mund.

‚Wie geht es denn nun auf dem schnellsten Weg zu der farbenfrohen Glitschigkeit?‘ fragte Renk wissbegierig.

Der Zwerg ging zu einem Regal und zog an einem der Bretter, das Regal schwang zur Seite und zwei weitere Stollen wurden sichtbar. Beide Stollen waren mit Spinnweben verhängt. Es stank aus dem linken Gang. Der Rechte musste nach draußen führen.

‚Hier war wohl länger keiner mehr drin, werter Helmhalf!‘

Der Zwerg griff sich eine frische Fackel und zündete sie an, ein paar Fledermäuse kamen aus dem Gang geflattert, machten in der Höhle wieder kehrt und flogen in den rechten Gang davon.

‚Es drängt mich nicht zu Ihr zu gehen, es reicht völlig jeden Tag mit dem Geruch von Fäulnis und Verderben in der Nase aufzuwachen. Und nach draußen kann ich nicht.‘ meinte der Zwerg und ging voran.

Das Feuer der Fackel verbrannte die Spinnweben und so knisterte und glimmte es den ganzen Weg bis der Geruch immer stärker wurde.

‚Wir sind fast da!‘ rief der Zwerg und löschte die Fackel. Am Ende des Ganges konnte man einen Lichtschein erkennen und der Gestank lies einem bereits die Augen tränen.

‚Ich verstehe, man sollte auch nicht mit offenen Feuer in das Haus eines Alchemisten gehen, wenn an seiner Tür steht: Schießpulver im Sonderangebot!‘

‚Ihr seid wirklich ein ganz ein Schlauer. Ich habe es nur zu oft gesehen, wenn sich Gase in einem Stollen entzünden. Es ist eh ein Wunder, dass die widerwärtig Eitrige sich noch nicht selbst in die Luft gesprengt hat.‘

‚Das macht sie bestimmt mit Absicht, nur um Euch noch länger zu quälen!‘

‚Psssst! Ich kann nichts mehr sehen!‘

‚Kein Wunder, es ist stockdunkel!‘

‚Nein, ungläubiger Narr, da vorne muss ein Lichtschimmer sein!‘

‚Ja, schon. Seht ihr es denn nicht!‘

‚Nein, Verdammt, ich sagte doch ich kann sie nie wieder erblicken.‘

‚Aber das ist ja nur ihr Feuer!‘

‚Hab ich den Fluch gesprochen?‘

‚Nein, ist ja auch egal!‘ winkte Renk ab und flüsterte dann verschwörerisch: ‚Ich gehe voran und Ihr bleibt sicherheitshalber auf allen Vieren!‘

Den restlichen Weg machte sich Renk so seine Gedanken. Wenn der Zwerg auch ihr Licht nicht sehen konnte und ihr Licht auch die Fäulnisgase nicht zum Explodieren brachte, dann musste es magisch sein. Und wenn er alles magische von ihr nicht erblicken konnte, dann konnte er doch einfach mit seinem Schatz gehen. Dann war seine ganze Misere nur eine riesige Illusion. Mit diesen Gedanken betrat er die Höhle. Die Eitrige kniete vor ihrem Altar.

‚Dieser arme Zwerg ist heute gekommen, um um Eure Gnade zu betteln. Seht wie er auf allen Vieren vor Euch kriecht. Er hat Zeit seines Leben versucht gangbar zu machen, was für ihn immer verschlossen bleiben wird. Noch tiefer sinken kann er doch nicht. Wollt Ihr ihn denn nicht erlösen.‘ rief Renk mutig und zog den kriechenden Zwerg hinter sich her in die Höhle des Verderbens. Die Eitrige Angina hatte sich wohl schon wieder erholt und kam auf ihre eigene schleimige Art zu ihnen gekrochen. Und sie sah echt wütend aus! Wut schnaubend warf der Schleim Blasen aus ihrer Nase und sie rang nach Luft.

‚Und meine Wenigkeit. Ich wollte mich auch bei Euch entschuldigen, dass wir Euch vorhin mit unserer Anwesenheit überfallen haben. Wir waren nicht darauf gefasst ein so einzigartiges Wesen hier zu erblicken, dass unser einfacher Verstand uns nur die Angst gezeigt hat und wir, unzulänglich wie wir sind, nur die Flucht ergreifen konnten.‘

Das einzigartige Schleimwesen blieb auf der Stelle stehen und sie schien sich verschluckt zu haben. Sie röchelte und hustete.

‚Werte Angina, kann ich armer Wicht Euch behilflich sein? Habt Ihr Euch verschluckt?‘

Sie wies auf ihre Kehle und röchelte weiter. Das ging ja einfach als gedacht.

‚Trinkt doch einen Schluck aus meinem Schlauch, dann geht es Euch gleich besser, meine Teuerste.‘

Gesagt, getan. Er flößte ihr die ganze Flasche ein. Sie schluckte und schluckte und schluckte und als die Flasche leer war, zog sich Renk sicherheitshalber zurück. Er packte den Zwerg am Kragen und zog ihn zum Gang zurück.

Aus der Eitrigen sprudelte es nun heraus: ‚Was habt ihr mir gegeben?‘

‚Magischen Hustensaft, Verehrteste!‘

‚Neeeeeeeeiiiiiiin!‘ schrie sie noch und dann zerfloss sie in schillernden, farbigen Schleim und verteilte sich auf dem Boden der Höhle.

‚Ich kann wieder sehen!‘ meinte der Zwerg und seine Gestalt schien zu wachsen.

‚Los raus hier!‘ schrie Renk. Sie liefen in den Gang und Renk versuchte inständig die Fackel wieder anzuzünden. Vom Schleim verfolgt rannten sie schneller. Vor sich konnten sie schon die Bretterwand des Regals sehen.

Fortsetzung folgt… 

Steter Tropfen höhlt den Stein 2

Steter Tropfen höhlt den Stein 2

Es war bereits dunkel geworden, als wir im nächsten Lager ankamen. Morgen müssen wir zeitiger aufstehen. Meine Männer hatten das Lager in einer Senke eines kleinen Waldstücks aufgeschlagen. Herankommende würde die Feuer kaum sehen können, bevor wir die Herankommenden sehen würden. Den ganzen Ritt hindurch ging mir diese Frau nicht mehr aus dem Kopf. Wie auch, ich ritt ja meist neben ihr. Von Moment zu Moment, den ich neben ihr ritt, wurde mir ihr anmutiger Körper gewahr, wie sie dort hinter dem Jungen auf dem Rücken des Pferdes thronte, wie als hätte sie nie etwas anderes getan. Ihre roten Locken tanzten um ihr Gesicht und sie strahlten ihm Sonnenlicht wie Feuer. Die Jade ihrer Augen blitzten immerzu zu mir herüber. Ich hätte sie am liebsten im schnellen Galopp aus dem Sattel gerissen und sie auf dem dreckigen Waldboden vor meinen ganzen Männern genommen. Doch das dämliche Grinsen des alten Mannes hatte mich daran gehindert. Langsam glaube ich wirklich, dass er jeden meiner Gedanken lesen kann. Ich erkannte mich selbst kaum wieder. Mein Schamane hatte heute Morgen wirres Zeug geredet, aber er hatte sie dazu bewegt, bei uns zu bleiben. Ich habe mich nie in meinem Leben mehr über etwas gefreut, als dass diese Frau an meiner Seite bleiben würde.

Sie bringen gerade ihr Pferd sicher den Hügel hinunter. Sie macht sich wirklich gut im Sattel, als wäre sie eine von uns. Hm. Ein Abgesandter von Fürst Bathai wartet bereits auf mich. Er will irgendwas furchtbar wichtiges mit mir besprechen. Egal.

Einer meiner Krieger drückte mir ihre Zügel in die Hand, er meldete sich bei mir ab und lief wieder auf den Hügel zu seinem Wachposten. Elen schaute mich lächelnd an. Sie hatte den Jungen im Arm und hielt sich am Zaumzeug fest. Er schlief tief und fest. Sie gab mir zu verstehen, dass ich den Jungen nicht wecken sollte. Ich führte das Pferd zu einem nahe gelegenen Feuer und drückte ihr die Zügel in die Hand, dann hob ich den Jungen vom Sattel und legte ihn am Feuer nieder. Auf einen Wink hin, brachten einige meiner Leute Decken, Wasser und etwas zu Essen. Ich half Elen beim Absteigen und führte sie zum Feuer. Mit Händen und Füßen ersuchte ich ihr zu verstehen zu geben, dass ich zu einer wichtigen Besprechung müsste. Ich glaube nicht, dass sie mich verstanden hatte. Was bei meinen Ahnen machte ich da eigentlich, ich bin der Fürst. Ich muss mich doch nicht erklären, oder? Gedankenversunken ging ich zu dem Abgesandten. So wichtig war es nun auch wieder nicht, was er mit mir zu besprechen hatte. Wir treffen auf Fürst Bathai im Osten. Genaueres konnte er mir auch nicht sagen, aber wir ziehen dann weiter zum großen Treffen. Was interessiert mich Fürst Bathai, ich freue mich auf ein Wiedersehen mit meinen großen Bruder, noch bevor er Großfürst wird. Fürst Bathai ist nur Dreck unter den Stiefel meines Bruders. Aber das wird er noch früh genug erfahren.

 

Als ich wieder zum Feuer kam, lag Ellen mit dem Jungen im Arm in Decken gehüllt da und sie schliefen beide tief und fest. Ich wickelte sie aus den Decken und hob sie in meine Arme. Der Junge drehte sich im Schaf und deckte sich ganz automatisch wieder zu. Ellen klammerte sich an mir fest und ich ging zu meinem Zelt. Vor meinem Zelt saß mein Schamane und braute irgendwas zusammen.

‚Nein, nein, Utem, du machst dich nicht zum Affen, wenn du dich um diese Frau bemühst.‘ Ich hasse es wenn er Fragen beantwortet, die ich nie zu stellen wagen würde. Der alte Mann rappelte sich auf. ‚Sie ist eine gute Frau und du wirst noch sehen, sie kann mehr als nur dich zu verhexen.‘ Er drückte mir eine Flasche in die Hand. ‚Sie muss dass trinken! Aber nicht alles auf einmal!‘

Dann ging er faselnd in seinem Zelt. ‚Es wird ja langsam mal Zeit, dass der Junge sesshaft wird. Sie wird ihn aber noch ganz schön zureiten müssen…‘ dann lachte er. Ich konnte dem alten Mann keineswegs böse sein, er hatte eh immer recht. Ich hasse es, aber ich kann es auch nicht ändern.

In meinem Zelt war das Feuer halb runter gebrannt und der alte Mann hatte wieder Kräuter hinein geschüttet. So sanft wie möglich legte ich sie aufs Bett. Ihr Haar und ihre Kleidung war ganz staubig vom langen Ritt und weil sie vorhin wohl im Dreck gelegen hatte. Hm.

Ich machte mich daran ihre Füße zu Waschen und ihre Hände. Nein, nein, ich mache mich keineswegs zum Affen, nein, nie. Der alte Mann hatte auch irgendetwas Öliges in mein Waschwasser geschüttet. Ich muss ihn mir morgen mal zur Brust nehmen, langsam glaube ich, dass er der Fürst sein will und ich sollte nur seine Handpuppe sein? Hm. Irgendwie versuchte ich sie aus ihrer Reisekleidung zu wickeln, ohne sie zu wecken. Es gelang mir nur bedingt.

 

Ich erwachte und lag wieder auf dem Bett des Fürsten. Ich konnte mich nicht erinnern, wie ich hier her gekommen war. Der Fürst war gerade vom Bett aufgesprungen und entkleidete sich, um sich zu waschen. Meine Gürtel war offen, aber ansonsten war ich noch vollständig bekleidet. Ich streife das Übergewand ab, stand auf und ging zu ihm hinüber, um ihm beim Waschen zur Hand zu gehen. Er war ziemlich überrascht von meiner Geste, lies es aber bereitwillig über sich ergehen. Behutsam strich er mir mit seinen nassen Fingern durchs Haar, küsste mir auf die Stirn und setzte an zu sprechen. Doch ich kam ihm zu vor und sagte: ‚Danke!‘ auf seiner Sprache. Das erste Wort, dass nicht völlig krächzend aus meinem Mund kam. Er stutzte und erwiderte einen Satz, den ich nur halb verstand: ‚Ich habe zu Danken!‘

Er nahm mir den Schwamm ab und zog seine Hose auf, ich schnappte mir eine Bürste, die neben dem Waschbecken lag und zog mich aufs Bett zurück. Ich versuchte irgendwie meine Haare zu kämmen. Ein sinnloses Unterfangen.

 

Ich wickelte mir ein Tuch um die Hüften und drehte mich zum Bett um. Da saß sie, das Unterkleid war an einigen Stellen nass geworden und war nun fast durchsichtig und sie kämmte ihre Haare. Ich biss mir auf die Zunge, weil mich ihr Anblick so erregte, dass sich das Tuch bereits ein wenig anhob. Sie blickte auf und winkte mich zu sich her, dabei rutschte sie mit ihrem nackten Hintern auf mein Kopfkissen. Ich setzte mich auf die Bettkante und seufzte. Sie nahm meine Hand und zog mich mit dem Kopf auf ihren Schoß. Bevor mein Kopf ihre weiche Haut berührte, zog sie meinen zerzausten Zopf heraus. Sie fummelte ihn auseinander und kämmte mein Haar.

 

Er war irgendwann eingeschlafen, noch bevor ich seine Haare, so kunstvoll es mir möglich war, wieder zusammen gebunden hatte. Ich rutschte vom Kissen, legte mich lautlos zu ihm und deckte uns beide behutsam zu. Im Schlaf legte er die Arme um mich und hielt mich einfach nur fest.

 

Ich muss wohl eingeschlafen sein und ich musste geträumt haben, meine Haare fühlten sich so an, wie sonst auch. Nein, ich hatte nicht geträumt, sie lag in meinen Armen. Mit einer Hand hielt ich eine ihrer Brüste, bloß schade, dass sie dieses Unterkleid noch an hatte. Mein Zeigefinger kreiselte um ihre Brustwarze, die sich langsam unter dem Stoff aufrichtete. Die andere Hand hatte ich im Schlaf auf ihren Hintern gelegt und da war das Unterkleid nicht mehr. Ihre Haut war so weich und mein Schwanz war schon wieder hart. Sie hatte mich wirklich verhext. Meine Hand glitt zwischen ihren Arschbacken hindurch und bei allen Ahnen. Sie war so feucht, dass meine ganze Hand völlig von ihrem Saft benetzt war, als ich sie wieder herauszog. Ich wühlte mich mit dem Kopf an ihren Locken vorbei und küsste ihren Hals. Sie regte sich und öffnete ihre Augen. Ich bewegte meine Finger von vorne zwischen ihren Beinen, während sie ihr Bein an hob und ihren Fuß hinter meinem Oberschenkel abstellte, um mir den Weg zu erleichtern. Sie war so unglaublich feucht, ich konnte mich kaum mehr zurückhalten. Als ich meine Finger wieder aus ihrem Loch ziehen wollte, kniff sie die Beine zusammen und spreizte sich mir ihrem Fuß in meiner Kniekehle ein. Ich bewegte meine Finger weiter in ihr. Sie packte sich das Tuch und zog es von meinen Hüften. Mein Schwanz klatschte ihr gegen den Hintern und ich hätte ihr dabei beinahe über den Arsch gespritzt. Sie macht mich wirklich wahnsinnig. Mit einem zielsicheren Griff packte sie meinen Schaft und öffnete wieder ihre Beine, dann führte sie ihn an ihrem Hintern vorbei in ihre feuchte Grotte. Sie presste ihren Hintern an meinen Bauch, ich wurde halb wahnsinnig von ihrer Enge. Der Schweiß stand mir auf der Stirn, während sie versuchte meinen Schwanz immer weiter in sich hinein zu zwängen. Ich versuchte an das Gefasel des alten Mannes zu denken, damit ich nicht gleich meinen Samen in sie verspritzten würde, noch bevor mein Schaft ganz in ihr drin war. Dem Wahnsinn anheim fallend, konnte ich es trotzdem kaum erwarten ganz in ihr zu sein. Ich drängte sie auf den Bauch und stieß ihr meinen Geschwollenen so tief ich auch nur konnte in den Leib. Sie war so feucht, dass das Hineingleiten so einfach hätte sein können, wenn sie nicht so eng gewesen wäre. Ich stützte meine Hände oberhalb ihrer Schultern in die Kissen und penetrierte sie weiter. Sie klammerte sich mit beiden Händen an meinen Handgelenken fest, stöhnte in die Kissen und irgendwann verbiss sie sich an meinem Arm. Ihr Inneres zuckte und pumpte meinen Schaft noch weiter in sie hinein, so dass ich einen Moment inne halten musste, damit ich sie nochmal an die Spitze treiben konnte. Ich zog meinen Schwanz halb aus ihr heraus, sie löste ihren Mund von meinem Arm. Blut rann herab. Sie wehrte sich nicht, als ich ihren Körper packte und ihn drehte, damit sie mich anblicken konnte, wenn ich meinen Schaft erneut in ihren Körper bohren würde. Ich trieb sie bis zum Kopfende des Bettes, ihre Finger krallten sich in das Holz. Ich hämmerte weiter meinen Schaft in sie hinein. Mit einer langsamen Bewegung ihres Körpers bäumte sie sich unter mir auf und legte erst ihre Beine auf meine Schultern, dann überschränkte sie ihre Beine und legte eines ihrer Beine quasi neben ihrem Hintern ab. Das machte sie noch enger. Das andere Bein verblieb auf meiner Schulter. Ich stieß in ihr enges Loch, als müsste ich jeden Moment sterben, dabei drückte ich ihr Knie gegen ihre Brust. Sie blickte mich unverwandt an und biss sich auf die Lippen, um nicht laut aufstöhnen zu müssen. Ihr ganzer Körper zuckte und zitterte unter mir, das Bein rutschte irgendwann von meiner Schulter, weil sie ihren Körper kaum noch unter Kontrolle hatte. Ich löste ihren Beinknoten und brachte es zu Ende. Als es mir kam, zog ich sie hoch und presste mich noch einmal ganz fest in sie hinein und drückte mit einem Arm ihre Hüfte noch mehr auf mich drauf. Sie verbiss sich in meine Schulter, während ich laut aufstöhnend den letzten Tropfen meines Saftes in sie hineinpresste. Völlig erschöpft musste ich mich seitlich abstützen. Ihr Körper zuckte immer noch in meinen Armen. Irgendwann flutschte mein immer schlaffer werdender Schwanz aus ihr hinaus. Ihr Unterkleid war zerrissen und hing ihr von der Schulter. Sie löste ihren Biss von meiner Schulter und ich sah, dass ihr Mund voller Blut war, mein Blut. Ich küsste sie und konnte mein Blut schmecken. Sie küsste mich gierig, dann glitt ihre Zunge aus meinem Mund und sie widmete sich meinen Brustwarzen. Ihr Hände hatte sie in meinen Schoß gelegt und ihre Fingerspitzen spielten mit meinem Gemächt. Ihr Mund glitt weiter hinunter und dann nahm sie meinen schlaffen Schwanz in den Mund. Ich war zuerst sehr irritiert, aber dann erschwoll er wieder und ich bemerkte dass sie ihn nicht beißen würde. Sie saugte an ihm und leckte daran, als wäre es das, was sie zum Leben brauchen würde. Ich gab mich ihr völlig hin und lies mich weiter auf das Bett sinken. Sie saugte mich förmlich aus. Meine Kräfte schwanden und konnte nichts dagegen tun, als ich ihr nach einem Moment einfach in den Mund spritze. Es war mir unheimlich peinlich, aber es was so unglaublich gewesen, dass selbst die Stimme des alten Mannes in meinem Kopf nicht dagegen half. Ich versuchte mich bei ihr zu entschuldigen, aber sie schaute mich nur lächelnd an, während ihr mein Saft aus dem Mund ran. Sie schluckte und dann rieb sie sich mit dem Handrücken den Mund sauber. Meine Irritation war mir wohl anzusehen. Sie hangelte nach meinem Weinkrug und bot ihn mir an. Ich aber lies sie zuerst trinken. Dann nahm ich auch einen großen Schluck von meinem Wein und meine Lebensgeister kamen wieder. Ich küsste sie, dann sprang sie auf, hielt sich die Hände zwischen die Schenkel, tänzelte durch das Zelt und lief hinaus. Sie wollte sich hoffentlich nur erleichtern. Das war eine sehr gute Idee, ich stand ebenfalls auf, hob das Tuch auf, wickelte es erneut um meine Hüften und trat zum Zelteingang, in dem Moment als sie wieder herein gelaufen kam. Sie drückte mir lächelnd einen Kuss auf die Lippen und schlängelte sich an mir vorbei. Ich konnte sehen, dass den beiden Wachen vor meinem Zelt die Schamesröte im Gesicht stand und wahrscheinlich noch etwas anderes auch. Beschwingten Schrittes ging ich mich erleichtern. Und als ich wieder in mein Zelt trat, wusch sie sich genüsslich. Ich trat von Hinten an sie heran, küsste ihren Hals und sie wusch mich erneut, überall. Meine Scham ihr gegenüber war nun völlig verflogen und ich hoffte inständig, dass es ihr auch so ging bei mir.

Steter Tropfen….

Steter Tropfen….

Langsam arbeitete er in mir bis sein Schaft wieder zur vollen Größe angeschwollen war. Zwischen meinen Beinen fühlte sich alles wohlig warm und schlüpfrig an. Mein Atem hatte sich kaum beruhigen können, da trieb er mich wieder auf allerhöchste Hohen. Nicht so hart wie noch wenige Momente zuvor, aber doch bestimmt. Gierig labte er sich an meinem Mund und an meinen Brüsten, wie ein hungriges Kind. Er biss und küsste mich. Ich konnte seinen Schweiß auf meinen Lippen schmecken. Und sein betörender Geruch rief in mir Schwindelgefühle hervor. In meinem Bauch bäumten sich hunderte von Schmetterlingen auf, weil sie in die Freiheit entfliehen wollten. Ich rang nach Luft und nach seinem Duft, ich wollte ihn in mich einsaugen und für immer in mir tragen. Er trieb weiter seinen mächtigen Speer immer und immer wieder in mich hinein. In mir wuchs das Gefühl, dass sein Schaft weiter bis ins Unermessliche wachsen würde. Ich verlor fast den Verstand, alles drehte sich um mich, er lies aber keineswegs von mir ab. Laut aufstöhnend presste er ein letztes Mal seine Männlichkeit in mich hinein und verspritzte mit übermenschlicher Gewalt seinen Samen in mir, bis mir die Sinne schwanden….

 

Es dauerte nicht lange bis mein Schwanz wieder so hart war, wie zuvor. Mein Samen hatte sich mit ihrem Saft vermischt, so dass mein Speer fast ohne Widerstand in sie hinein glitt. Es war wie das Eintauchen in eine warme, ölige Flüssigkeit. Trotz aller Glitschigkeit war sie noch genau so eng, wie zu Anfang. Ich stieß ihr meinen Geschwollenen tief in den Leib. Sie stöhnte unter mir und blickte mich mit ihren großen, grünen Augen an. In mir keimte das Gefühl, dass ihr die Sinne schwanden. Dieses Gefühl machte mich noch rasender und ich konnte mich wirklich kaum noch zurückhalten. Ich küsste sie und saugte an ihren Brüsten, was mich noch mehr meinen Verstand verlieren lies. Diese weißen, weichen Brüste, sie boten sich mir dar, wie reifes Obst, damit nur ich mich daran laben sollte. Sie schmeckte so herrlich, ich konnte nicht genug von ihr bekommen. Mit letzter Kraft bäumte ich mich noch einmal auf, zwang mich noch einmal in sie hinein und spritze ihr meinen Saft so heftig hinein, dass sie die Besinnung verlor. In ihrer Bewusstlosigkeit zuckte ihr Körper weiter. Ich konnte noch nicht von ihr ablassen, noch nicht.

Langsam versuchte ich meinen noch immer pulsierenden Schaft aus ihr hinaus zuziehen. Und als ich die Spitze endlich erblickte, sickerte immer noch stoßweise mein Samen heraus. Ich besudelte ihren Bauch eher unbeabsichtigt, als ich ihr zur Hilfe eilen wollte. Behutsam tätschelte ich ihre Wangen bis sie sich wieder regte. Sie klammerte sich an mich, ihr ganzer Körper zitterte. Nach dem Weinkrug hangeln, wäre ich beinahe mit ihr zusammen aus dem Bett gestürzt. Mit einer komischen Bewegung beförderte ich den Krug zu uns aufs Bett, ohne auch nur einen Tropfen zu verschütten. Langsam versuchte ich ihr den Inhalt des Kruges mit kleinen Schlucken einzuflößen. Sie trank als wäre sie dem Verdursten nur um Haaresbreite entkommen. Und genauso küsste sie mich, als ich den leeren Krug von ihren Lippen nahm. Sie öffnet ihre Augen, schaute mich mit ihren verzauberten, grünen Augen an und küsste mich weiter, gierig, als würde ihr Leben davon abhängen. Irgendwann senkte sie ihren Kopf. Noch bevor ihr Kopf ganz auf meine Brust gesunken war, schlief sie bereits wieder. Leichter Schauer überzog ihren Körper. Ich saß an den Bettpfosten gelehnt und betrachtete diese Schönheit in meinen Armen. Ihre alabasterweiße Haut strahlte heller, als die Überreste der Glut. Ich hangelte nach einer der warmen Decken am Fußende meines Bettes, zog sie vorsichtig heran und deckte ihren zitternden Körper behutsam zu. Auf ihrem Rücken konnte ich die Spuren vieler Peitschenhiebe erkennen. Kein Wunder, dass sie bisher kein Wort gesprochen hatte. Sie hatte wohl in ihrem Leben viel Schmerz und Leid erfahren müssen. Es war nun an der Zeit, dass sie jemand wie eine Göttin behandeln würde. Als ich die Decke auch über ihren Rücken striff, berührte mein Handrücken ihre Narben. In dem Moment schossen Bilder durch meinen Kopf. Eine dunkle Kammer, ein Folterknecht, ihr blutüberströmter Leib. Ich riss die Augen auf. Vor Schreck war ich vom Bettpfosten gerutscht. Mein Kopf lag nun meinem Kissen. Ich konnte Sterne um meinen Kopf tanzen sehen. Mein Atem ging schwer und mein Herz pochte so laut in meiner Brust, dass ich Angst hatte sie damit wecken zu können. Sie war ganz sicher eine Hexe. Meine Hexe. Ich schloss sie fester in meine Arme. Bei jedem ihrer Atemzüge hüpften ihre roten Locken in mein Gesicht. So behutsam gepeitscht musste ich wohl irgendwann eingeschlafen sein.

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