Steter Tropfen höhlt den Stein 2

Steter Tropfen höhlt den Stein 2

Es war bereits dunkel geworden, als wir im nächsten Lager ankamen. Morgen müssen wir zeitiger aufstehen. Meine Männer hatten das Lager in einer Senke eines kleinen Waldstücks aufgeschlagen. Herankommende würde die Feuer kaum sehen können, bevor wir die Herankommenden sehen würden. Den ganzen Ritt hindurch ging mir diese Frau nicht mehr aus dem Kopf. Wie auch, ich ritt ja meist neben ihr. Von Moment zu Moment, den ich neben ihr ritt, wurde mir ihr anmutiger Körper gewahr, wie sie dort hinter dem Jungen auf dem Rücken des Pferdes thronte, wie als hätte sie nie etwas anderes getan. Ihre roten Locken tanzten um ihr Gesicht und sie strahlten ihm Sonnenlicht wie Feuer. Die Jade ihrer Augen blitzten immerzu zu mir herüber. Ich hätte sie am liebsten im schnellen Galopp aus dem Sattel gerissen und sie auf dem dreckigen Waldboden vor meinen ganzen Männern genommen. Doch das dämliche Grinsen des alten Mannes hatte mich daran gehindert. Langsam glaube ich wirklich, dass er jeden meiner Gedanken lesen kann. Ich erkannte mich selbst kaum wieder. Mein Schamane hatte heute Morgen wirres Zeug geredet, aber er hatte sie dazu bewegt, bei uns zu bleiben. Ich habe mich nie in meinem Leben mehr über etwas gefreut, als dass diese Frau an meiner Seite bleiben würde.

Sie bringen gerade ihr Pferd sicher den Hügel hinunter. Sie macht sich wirklich gut im Sattel, als wäre sie eine von uns. Hm. Ein Abgesandter von Fürst Bathai wartet bereits auf mich. Er will irgendwas furchtbar wichtiges mit mir besprechen. Egal.

Einer meiner Krieger drückte mir ihre Zügel in die Hand, er meldete sich bei mir ab und lief wieder auf den Hügel zu seinem Wachposten. Elen schaute mich lächelnd an. Sie hatte den Jungen im Arm und hielt sich am Zaumzeug fest. Er schlief tief und fest. Sie gab mir zu verstehen, dass ich den Jungen nicht wecken sollte. Ich führte das Pferd zu einem nahe gelegenen Feuer und drückte ihr die Zügel in die Hand, dann hob ich den Jungen vom Sattel und legte ihn am Feuer nieder. Auf einen Wink hin, brachten einige meiner Leute Decken, Wasser und etwas zu Essen. Ich half Elen beim Absteigen und führte sie zum Feuer. Mit Händen und Füßen ersuchte ich ihr zu verstehen zu geben, dass ich zu einer wichtigen Besprechung müsste. Ich glaube nicht, dass sie mich verstanden hatte. Was bei meinen Ahnen machte ich da eigentlich, ich bin der Fürst. Ich muss mich doch nicht erklären, oder? Gedankenversunken ging ich zu dem Abgesandten. So wichtig war es nun auch wieder nicht, was er mit mir zu besprechen hatte. Wir treffen auf Fürst Bathai im Osten. Genaueres konnte er mir auch nicht sagen, aber wir ziehen dann weiter zum großen Treffen. Was interessiert mich Fürst Bathai, ich freue mich auf ein Wiedersehen mit meinen großen Bruder, noch bevor er Großfürst wird. Fürst Bathai ist nur Dreck unter den Stiefel meines Bruders. Aber das wird er noch früh genug erfahren.

 

Als ich wieder zum Feuer kam, lag Ellen mit dem Jungen im Arm in Decken gehüllt da und sie schliefen beide tief und fest. Ich wickelte sie aus den Decken und hob sie in meine Arme. Der Junge drehte sich im Schaf und deckte sich ganz automatisch wieder zu. Ellen klammerte sich an mir fest und ich ging zu meinem Zelt. Vor meinem Zelt saß mein Schamane und braute irgendwas zusammen.

‚Nein, nein, Utem, du machst dich nicht zum Affen, wenn du dich um diese Frau bemühst.‘ Ich hasse es wenn er Fragen beantwortet, die ich nie zu stellen wagen würde. Der alte Mann rappelte sich auf. ‚Sie ist eine gute Frau und du wirst noch sehen, sie kann mehr als nur dich zu verhexen.‘ Er drückte mir eine Flasche in die Hand. ‚Sie muss dass trinken! Aber nicht alles auf einmal!‘

Dann ging er faselnd in seinem Zelt. ‚Es wird ja langsam mal Zeit, dass der Junge sesshaft wird. Sie wird ihn aber noch ganz schön zureiten müssen…‘ dann lachte er. Ich konnte dem alten Mann keineswegs böse sein, er hatte eh immer recht. Ich hasse es, aber ich kann es auch nicht ändern.

In meinem Zelt war das Feuer halb runter gebrannt und der alte Mann hatte wieder Kräuter hinein geschüttet. So sanft wie möglich legte ich sie aufs Bett. Ihr Haar und ihre Kleidung war ganz staubig vom langen Ritt und weil sie vorhin wohl im Dreck gelegen hatte. Hm.

Ich machte mich daran ihre Füße zu Waschen und ihre Hände. Nein, nein, ich mache mich keineswegs zum Affen, nein, nie. Der alte Mann hatte auch irgendetwas Öliges in mein Waschwasser geschüttet. Ich muss ihn mir morgen mal zur Brust nehmen, langsam glaube ich, dass er der Fürst sein will und ich sollte nur seine Handpuppe sein? Hm. Irgendwie versuchte ich sie aus ihrer Reisekleidung zu wickeln, ohne sie zu wecken. Es gelang mir nur bedingt.

 

Ich erwachte und lag wieder auf dem Bett des Fürsten. Ich konnte mich nicht erinnern, wie ich hier her gekommen war. Der Fürst war gerade vom Bett aufgesprungen und entkleidete sich, um sich zu waschen. Meine Gürtel war offen, aber ansonsten war ich noch vollständig bekleidet. Ich streife das Übergewand ab, stand auf und ging zu ihm hinüber, um ihm beim Waschen zur Hand zu gehen. Er war ziemlich überrascht von meiner Geste, lies es aber bereitwillig über sich ergehen. Behutsam strich er mir mit seinen nassen Fingern durchs Haar, küsste mir auf die Stirn und setzte an zu sprechen. Doch ich kam ihm zu vor und sagte: ‚Danke!‘ auf seiner Sprache. Das erste Wort, dass nicht völlig krächzend aus meinem Mund kam. Er stutzte und erwiderte einen Satz, den ich nur halb verstand: ‚Ich habe zu Danken!‘

Er nahm mir den Schwamm ab und zog seine Hose auf, ich schnappte mir eine Bürste, die neben dem Waschbecken lag und zog mich aufs Bett zurück. Ich versuchte irgendwie meine Haare zu kämmen. Ein sinnloses Unterfangen.

 

Ich wickelte mir ein Tuch um die Hüften und drehte mich zum Bett um. Da saß sie, das Unterkleid war an einigen Stellen nass geworden und war nun fast durchsichtig und sie kämmte ihre Haare. Ich biss mir auf die Zunge, weil mich ihr Anblick so erregte, dass sich das Tuch bereits ein wenig anhob. Sie blickte auf und winkte mich zu sich her, dabei rutschte sie mit ihrem nackten Hintern auf mein Kopfkissen. Ich setzte mich auf die Bettkante und seufzte. Sie nahm meine Hand und zog mich mit dem Kopf auf ihren Schoß. Bevor mein Kopf ihre weiche Haut berührte, zog sie meinen zerzausten Zopf heraus. Sie fummelte ihn auseinander und kämmte mein Haar.

 

Er war irgendwann eingeschlafen, noch bevor ich seine Haare, so kunstvoll es mir möglich war, wieder zusammen gebunden hatte. Ich rutschte vom Kissen, legte mich lautlos zu ihm und deckte uns beide behutsam zu. Im Schlaf legte er die Arme um mich und hielt mich einfach nur fest.

 

Ich muss wohl eingeschlafen sein und ich musste geträumt haben, meine Haare fühlten sich so an, wie sonst auch. Nein, ich hatte nicht geträumt, sie lag in meinen Armen. Mit einer Hand hielt ich eine ihrer Brüste, bloß schade, dass sie dieses Unterkleid noch an hatte. Mein Zeigefinger kreiselte um ihre Brustwarze, die sich langsam unter dem Stoff aufrichtete. Die andere Hand hatte ich im Schlaf auf ihren Hintern gelegt und da war das Unterkleid nicht mehr. Ihre Haut war so weich und mein Schwanz war schon wieder hart. Sie hatte mich wirklich verhext. Meine Hand glitt zwischen ihren Arschbacken hindurch und bei allen Ahnen. Sie war so feucht, dass meine ganze Hand völlig von ihrem Saft benetzt war, als ich sie wieder herauszog. Ich wühlte mich mit dem Kopf an ihren Locken vorbei und küsste ihren Hals. Sie regte sich und öffnete ihre Augen. Ich bewegte meine Finger von vorne zwischen ihren Beinen, während sie ihr Bein an hob und ihren Fuß hinter meinem Oberschenkel abstellte, um mir den Weg zu erleichtern. Sie war so unglaublich feucht, ich konnte mich kaum mehr zurückhalten. Als ich meine Finger wieder aus ihrem Loch ziehen wollte, kniff sie die Beine zusammen und spreizte sich mir ihrem Fuß in meiner Kniekehle ein. Ich bewegte meine Finger weiter in ihr. Sie packte sich das Tuch und zog es von meinen Hüften. Mein Schwanz klatschte ihr gegen den Hintern und ich hätte ihr dabei beinahe über den Arsch gespritzt. Sie macht mich wirklich wahnsinnig. Mit einem zielsicheren Griff packte sie meinen Schaft und öffnete wieder ihre Beine, dann führte sie ihn an ihrem Hintern vorbei in ihre feuchte Grotte. Sie presste ihren Hintern an meinen Bauch, ich wurde halb wahnsinnig von ihrer Enge. Der Schweiß stand mir auf der Stirn, während sie versuchte meinen Schwanz immer weiter in sich hinein zu zwängen. Ich versuchte an das Gefasel des alten Mannes zu denken, damit ich nicht gleich meinen Samen in sie verspritzten würde, noch bevor mein Schaft ganz in ihr drin war. Dem Wahnsinn anheim fallend, konnte ich es trotzdem kaum erwarten ganz in ihr zu sein. Ich drängte sie auf den Bauch und stieß ihr meinen Geschwollenen so tief ich auch nur konnte in den Leib. Sie war so feucht, dass das Hineingleiten so einfach hätte sein können, wenn sie nicht so eng gewesen wäre. Ich stützte meine Hände oberhalb ihrer Schultern in die Kissen und penetrierte sie weiter. Sie klammerte sich mit beiden Händen an meinen Handgelenken fest, stöhnte in die Kissen und irgendwann verbiss sie sich an meinem Arm. Ihr Inneres zuckte und pumpte meinen Schaft noch weiter in sie hinein, so dass ich einen Moment inne halten musste, damit ich sie nochmal an die Spitze treiben konnte. Ich zog meinen Schwanz halb aus ihr heraus, sie löste ihren Mund von meinem Arm. Blut rann herab. Sie wehrte sich nicht, als ich ihren Körper packte und ihn drehte, damit sie mich anblicken konnte, wenn ich meinen Schaft erneut in ihren Körper bohren würde. Ich trieb sie bis zum Kopfende des Bettes, ihre Finger krallten sich in das Holz. Ich hämmerte weiter meinen Schaft in sie hinein. Mit einer langsamen Bewegung ihres Körpers bäumte sie sich unter mir auf und legte erst ihre Beine auf meine Schultern, dann überschränkte sie ihre Beine und legte eines ihrer Beine quasi neben ihrem Hintern ab. Das machte sie noch enger. Das andere Bein verblieb auf meiner Schulter. Ich stieß in ihr enges Loch, als müsste ich jeden Moment sterben, dabei drückte ich ihr Knie gegen ihre Brust. Sie blickte mich unverwandt an und biss sich auf die Lippen, um nicht laut aufstöhnen zu müssen. Ihr ganzer Körper zuckte und zitterte unter mir, das Bein rutschte irgendwann von meiner Schulter, weil sie ihren Körper kaum noch unter Kontrolle hatte. Ich löste ihren Beinknoten und brachte es zu Ende. Als es mir kam, zog ich sie hoch und presste mich noch einmal ganz fest in sie hinein und drückte mit einem Arm ihre Hüfte noch mehr auf mich drauf. Sie verbiss sich in meine Schulter, während ich laut aufstöhnend den letzten Tropfen meines Saftes in sie hineinpresste. Völlig erschöpft musste ich mich seitlich abstützen. Ihr Körper zuckte immer noch in meinen Armen. Irgendwann flutschte mein immer schlaffer werdender Schwanz aus ihr hinaus. Ihr Unterkleid war zerrissen und hing ihr von der Schulter. Sie löste ihren Biss von meiner Schulter und ich sah, dass ihr Mund voller Blut war, mein Blut. Ich küsste sie und konnte mein Blut schmecken. Sie küsste mich gierig, dann glitt ihre Zunge aus meinem Mund und sie widmete sich meinen Brustwarzen. Ihr Hände hatte sie in meinen Schoß gelegt und ihre Fingerspitzen spielten mit meinem Gemächt. Ihr Mund glitt weiter hinunter und dann nahm sie meinen schlaffen Schwanz in den Mund. Ich war zuerst sehr irritiert, aber dann erschwoll er wieder und ich bemerkte dass sie ihn nicht beißen würde. Sie saugte an ihm und leckte daran, als wäre es das, was sie zum Leben brauchen würde. Ich gab mich ihr völlig hin und lies mich weiter auf das Bett sinken. Sie saugte mich förmlich aus. Meine Kräfte schwanden und konnte nichts dagegen tun, als ich ihr nach einem Moment einfach in den Mund spritze. Es war mir unheimlich peinlich, aber es was so unglaublich gewesen, dass selbst die Stimme des alten Mannes in meinem Kopf nicht dagegen half. Ich versuchte mich bei ihr zu entschuldigen, aber sie schaute mich nur lächelnd an, während ihr mein Saft aus dem Mund ran. Sie schluckte und dann rieb sie sich mit dem Handrücken den Mund sauber. Meine Irritation war mir wohl anzusehen. Sie hangelte nach meinem Weinkrug und bot ihn mir an. Ich aber lies sie zuerst trinken. Dann nahm ich auch einen großen Schluck von meinem Wein und meine Lebensgeister kamen wieder. Ich küsste sie, dann sprang sie auf, hielt sich die Hände zwischen die Schenkel, tänzelte durch das Zelt und lief hinaus. Sie wollte sich hoffentlich nur erleichtern. Das war eine sehr gute Idee, ich stand ebenfalls auf, hob das Tuch auf, wickelte es erneut um meine Hüften und trat zum Zelteingang, in dem Moment als sie wieder herein gelaufen kam. Sie drückte mir lächelnd einen Kuss auf die Lippen und schlängelte sich an mir vorbei. Ich konnte sehen, dass den beiden Wachen vor meinem Zelt die Schamesröte im Gesicht stand und wahrscheinlich noch etwas anderes auch. Beschwingten Schrittes ging ich mich erleichtern. Und als ich wieder in mein Zelt trat, wusch sie sich genüsslich. Ich trat von Hinten an sie heran, küsste ihren Hals und sie wusch mich erneut, überall. Meine Scham ihr gegenüber war nun völlig verflogen und ich hoffte inständig, dass es ihr auch so ging bei mir.

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Steter Tropfen höhlt den Stein 1

Steter Tropfen höhlt den Stein 1

Als ich am nächsten Morgen erwachte, lag sein Kopf auf meinen Brüsten. Wir lagen beide auf der Seite und er hatte beide Arme um meinen Körper geschlungen. Seine Umarmung war fast schon liebevoll. Ich strich ihm behutsam ein paar Haarsträhnen glatt.

Wir lagen noch eine Weile so da, bis eine ältere Frau gebückt das Zelt betrat. Sie brachte einen Krug mit einer dampfenden Flüssigkeit herein und goss den Inhalt in eine große Schüssel. Dann verließ sie rückwärts laufend das Zelt, in der selben gebeugten Haltung, wie sie vor wenigen Momenten hereingekommen war. Ich schlüpfte aus seiner Umarmung.

Als die alte Frau erneut das Zelt betrat, saß ich völlig außer Atem und schweißgebadet an der Bettkante und stierte Löcher in die Luft. Sie stellte ein Tablett mit Essen und heißem Gebräu auf einen Hocker ab, der neben dem Bett stand. Dann nahm sie mich bei der Hand und zog mich zu dem Becken, ohne mich auch nur einmal direkt anzublicken. Sie half mir beim Waschen und hüllte mich in frische Kleider. Bevor sie wieder verschwand, wies sie noch auf das Tablett. Ich setzte mich an die Bettkante und probierte das Gebräu und aß etwas.

Als ich erwachte, sah ich sie mit dem Rücken zu mir an der Bettkante sitzen. Sie schreckte hoch und drehte sich gleichzeitig zu mir um. Mit ihren großen Augen schaute sie mich erschrocken an, dann bot sie mir mit zitternden Händen das Stück Gewürzbrot an, von dem sie gerade essen wollte. Ich machte wohl eine zu hastige und abweisende Bewegung, als ich zu ihr hin rutschte und ihre Hand weg schieben wollte. Wenn der Bettpfosten sie nicht aufgehalten hätte, wäre sie vor Schreck wahrscheinlich aus dem Bett gefallen. Ihr standen Tränen in den Augen, als sie aufblickte und mich völlig entsetzt anstarrte. Sie hatte beide Hände mit samt dem Stück Gewürzbrot an ihre Brust gedrückt.

‚Sch…sch…sch… hab keine Angst!‘ So sanft ich auch nur konnte, versuchte ich sie zu beruhigen. ‚Du bist hier in Sicherheit, es wird dir hier niemand etwas zu Leide tun!‘

Der Klang meiner Stimme versetzte sie aber nur noch mehr in Unruhe. Ich hatte irgendwie den Eindruck, dass sie mich nicht nur überhaupt nicht verstand, sondern dass sich unsere Sprache für sie mehr als bedrohlich anhören musste. Plötzlich wurde mir gewahr, dass ich nicht nur völlig nackt war, sondern dass mir auch eine beachtlicher Morgenlatte vorstand. Ich sprang aus dem Bett und pfiff nach meinem Laufburschen. Ich wusch mich und zog mir zumindest eine Hose an. Der Junge kam ins Zelt geeilt. Ich erklärte ihm, dass sie mich nicht verstehen würde.

Er schrie mich an. Ich verstand kein Wort von dem, was er mir da sagen wollte. Das machte ihn noch rasender. Er kam mir immer näher und wollte mich allen Anschein nach beschwichtigen. Ihm war nicht bewusst, dass er immer noch nackt war und sein beachtlicher Schwanz zur vollen Größe aufgerichtet war. Langsam bekam ich es mit der Angst zu tun. Irgendwann bemerkte er seine eigene Nacktheit und sprang aus dem Bett. Er pfiff nach etwas oder jemanden. Ich verstand überhaupt gar nichts mehr.

Ein junger Bursche betrat mit gebeugten Kopf das Zelt und sagte mir etwas völlig Unverständliches. Der Mann hatte sich mittlerweile eine Hose über gezogen und sprach hastig mit dem Jungen.

Der Junge wand sich zu mir und sprach: ‚Kannst du mich verstehen?‘

Ja konnte ich, ich nickte. Er sprach weiter, währenddessen der Mann im Hintergrund weiter vor sich hin zeterte. ‚Mein Herr, Fürst Utem möchte klarstellen, dass seine Erhabenheit dir kein weiteres Leid zu Teil werden lassen möchte. Du brauchst also keine Angst mehr zu haben, du bist hier in Sicherheit. Hast du das verstanden?‘

Ich nickte wieder.

‚Mein Fürst möchte deinen Namen erfahren.‘ meinte der Junge.

Ich versuchte meinen Namen in meinem Mund zu bilden, aber es kam kein Ton heraus. Der Junge kam einen Schritt näher, aber es kam weiter kein Laut aus meiner Kehle. Panisch zog ich den Jungen zu mir herab und drückte sein Ohr an meinen Mund. Ich brachte das Wort nur in Bruchstücken heraus: ‚E-el-le-eo-on-no-or-ra!

Der Junge wand sich aus meiner Umklammerung und wiederholte: ‚Eelleeoonnoorra? Ahh! Eleonora!‘

Ich nickte wieder.

Der Junge drehte sich zu seinem Herren und sagte wieder etwas unverständliches zu ihm, was ich bis auf meinen Namen nicht verstand. Bloß Fürst Utem schien bei meinem Namen ernsthafte Schwierigkeiten mit der Aussprache zu haben. Sie einigten sich auf Elen. Ich nickte einfach nochmal. Elen hatte mich meine Mutter immer genannt. Fürst Utem hatte sich mittlerweile vollständig angezogen. Der Junge brachte ihm seinen Tee, den er sich mit einem Schluck in den Rachen stürzte. Mit einer geschickten Handbewegung warf er dem Jungen den leeren Becher zu und dieser stellte ihn wieder auf dem Tablett ab. Irgendwie kam es mir so vor, als ob sie dieses Spielchen schon öfter gespielt hatten. Der Junge half seinem Herrn in seine Rüstung. Er redete weiter auf den Jungen ein, nun aber viel sanfter. Dann schritten sie beide zu mir herüber. Fürst Utem nahm meine Hand, ich stand aus Gewohnheit auf. Dann sagte er wieder etwas und der Junge übersetzte. ‚Mein Fürst, möchte dass ich dir sage, dass er nie eine schönere Frau erblickte, auch nicht in seinen Träumen und er möchte dass du weißt, dass es dir freigestellt ist zu bleiben. Er wäre aber sehr unglücklich darüber, wenn du dich entschließen würdest gehen zu wollen.‘

Fürst Utem küsste meine Hand, dann blickte er mich fragend an. Mir wurden die Knie weich und ich musste mich wieder setzten. Die Nähe zu ihm, wühlte mich zu sehr auf, um aufrecht stehen bleiben zu können. Er setzte sich neben mich aufs Bett und blickte mir fast durch den Kopf. Ich versuchte seinem Blick stand zuhalten, dabei schossen mir die Tränen in die Augen. Er packte mich und drückte mich fest an seine Rüstung. Der Junge erlaubte sich etwas zusagen, als er bemerkte, dass ich nach Luft schnappte. Blitzschnell löste er die Umarmung, hielt mich aber an beiden Schultern fest und beäugte mich so, als wäre er nicht sicher, ob er mich kaputt gemacht hätte. Ich versuchte zu lächeln. Mit einer hochgezogenen Augenbraue starrte er mich weiter unverwandt an, redete aber wieder mit dem Jungen.

‚Mein Herr will dich zu nichts drängen, aber wir müssen weiter ziehen.‘

Von draußen kamen Stimmen herein. Er sprang vom Bett auf, rannte in Richtung Zeltausgang und schrie wieder in seinem üblichen Tonfall. Mir stellte es wieder die Nackenhaare auf. Der Junge nahm mich bei der Hand, grapschte mit der anderen Hand nach den restlichen Brotstücken, die noch auf dem Tablett lagen und schleifte mich aus dem Zelt.

Mampfend sagte er zu mir: ‚Du brauchst wirklich keine Angst von ihm zu haben, er ist ein ganz ein Lieber.‘ Es kam mir so vor, als würde er von einem Tier reden und nicht von seinem Fürsten. Die Leute vor dem Zelt machten sich an den Abbau des fürstlichen Schlafzeltes. Es kam ein älterer Mann an einem Stock gestützt auf uns zu.

‚Das ist der Geistheiler des Fürsten. Vor ihm brauchst du auch keine Angst zu haben, er sagt du wärst eine weiße Hexe und das wäre immerhin ein ziemlich gutes Omen in den heutigen Zeiten.‘

Der alte Mann trat ganz nah an mich heran und sprach, mehr mit meinem Geist als mit seiner Zunge. ‚Der Fürst ist ein dummer Junge, dich wegschicken zu wollen. Meine Kräfte schwinden und wer, wenn nicht du, soll den Fürsten beschützen, wenn ich erst bei den Ahnen bin.‘

Ich nickte mehr automatisch, als gewollt und versuchte wieder zu reden, aber es gelang mir nicht. Es kam nur ein merkwürdiges Krächzen aus meiner Kehle. Der alte Mann nahm mich an meinem Kinn und zog mein Gesicht zu sich heran. Er schaute mir in den Mund.

Der Junge meinte nur: ‚Keine Angst, der alte Mann weiß schon was er tut!‘

Er schüttete den Inhalt eines kleinen Lederbeutels in meinen Hals und goss den Inhalt seines Trinkschlauches hinterher. Ich versuchte nicht daran zu ersticken und schluckte mehr oder weniger bereitwillig. Die Flüssigkeit war ein ziemlich übelriechender Kräuterschnaps gewesen, der schrecklich brannte, bis in meinem Magen und wieder zurück. Er steckte seine Utensilien wieder in seinen Gürtel, wo er sie davor wahrscheinlich hervor gezaubert hatte. Dann rieb er seine Hände und massierte meinen Hals, dabei sprach er mit dem Jungen, der daraufhin davon lief. Ich blickte ihm nach. Wenig später kam er mit zwei Pferden wieder. Der alte Mann löste sich von meinem Hals und hinkte zu seinem Pferd. Er zog etwas aus seiner Satteltasche und legte es mir um den Hals. Es roch nach Kräutern und gleich wurde es warm um meinem Hals.

‚Kannst du reiten?‘ fragte der Junge. Ich zuckte mit den Schultern. ‚Dann lernst du es jetzt.‘

Ich zog eine Augenbraue hoch und blickte auf den alten Mann. Dieser befestigte seinen Stab am Sattel und schwang sich so schwungvoll und behände, wie ein junger Krieger, aufs Pferd. Dieser alte Mann hatte es faustdick hinter den Ohren. Er gab seinem Pferd einen leichten Stoß und preschte zum Fürsten hinüber, um ihm dann mit der flachen Hand auf den Hinterkopf zu schlagen. Ich befürchte, dass er ihm genau dass sagen würde, was er eben zu mir gesagt hatte. Erst jetzt wurde mir bewusst, dass ich jedes Wort von ihm verstanden hatte. Das Zelt des Fürsten war bereits zusammengelegt worden und wurde auf einige Packpferde verteilt. Ansonsten war das ganze Lager bereits abgebrochen und teilweise zogen sie schon weiter. Es waren Frauen und Kinder unter ihnen, die alle auf Pferden vorüber ritten.

Der Fürst war auf sein Pferd gesprungen und kam zu uns hinüber geritten. Noch unterm Reiten sprang er vor uns vom Pferd und guckte mich wieder genauso fragend an, wie noch wenige Momente zuvor. Ich nickte einfach nur. Seine Gesichtszüge hellten sich auf und er strahlte, wie ein kleines Kind, dem man ein unglaubliches Geschenk gemacht hatte. Er machte wieder Anstalten, mich in den Arm nehmen zu wollen, stoppte aber in der Bewegung und nahm mich dann ganz vorsichtig in den Arm, küsste meine beiden Hände und dann schließlich meine Stirn. Dann löste er mich wieder von mir, gab dem Jungen einen Wink, der sich sogleich auf das zweite Pferd schwang. Dann hob der Fürst mich ganz behutsam hinter dem Jungen aufs Pferd.

‚Ich sagte doch du brauchst wirklich keine Angst von ihm zu haben, er ist ein ganz ein Lieber.‘

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