Der schnellste Heber von Boandlkirch

Der schnellste Heber von Boandlkirch

nebel‘Ich heiße Emma!’ stammelte sie und hielt ihm vorsichtig die Hand hin. Er hatte den Rückwärtsgang eingelegt, streifte kurz ihre Hand und meinte kurz: ‘Samma beim Du?’

‘Ich denke schon!’ meinte abwesend und blickte aus dem Fenster. Im nächsten Moment stand das Auto wieder auf der Straße. Er stellte den Motor ab und sie blickte ihn fast schon einwenig beleidigt an, so wie ein Kind, dem man sein liebstes Spielzeug weggenommen hatte. Er drückte ihr den Schlüssel in die Hand. ‘Der Kühler ist auch hin!’

‘Der Kühler!? Scheiße!’ stammelte sie.

‘Kannst du mir leuchten?’ fragte Toni und hielt ihr die Taschenlampe hin.

‘Klar, hatte eh grad nichts vor!’ rief sie und versuchte zu lächeln, es gelang ihr aber nicht wirklich.

Er stieg aus, ging zu seinem Wagen und kam wenig später wieder und öffnete den Kofferraum. Sie schaltete die Taschenlampe an, öffnete die Beifahrertür und beobachtete ihn, wie er einen Wagenheber anlegte. Ganz aus Reflex sprang sie aus dem Wagen und leuchtete ihm, ohne jedoch die Decke dabei loszulassen.

Er strich sich den Ärmel seines Pullis hoch und bockte das Auto auf. Und sie starrte einfach nur auf seine muskulösen Unterarme. Ihr Verstand ging eine Weile auf Wanderschaft und während ihr nächtlicher Retter in Windeseile den Reifen wechselte, lief vor ihrem Auge die Szene in Slowmotion ab. Ihre Augen zogen ihn schier aus, weil es ihrem Verstand scheinbar nicht reichte, nur bei der Vorstellung von seiner körperlichen Gewalt unter seinem Pulli zu bleiben. Sie hatte mittlerweile den Kopf schief gelegt und ihre Gedanken wandelten in Gefilde, die ihr langsam aber sicher die Schamesröte ins Gesicht steigen lies. Erst als der Lichtkegel der Taschenlampe ebenfalls auf Wanderschaft ging, bemerkte er, dass sie nicht ganz bei der Sache war.

‘Emma, hier spielt die Musik!’ flüsterte er und riss sie aus ihren Gedanken.

Vor Schreck wäre ihr beinahe die Taschenlampe aus der Hand gefallen und sie stammelte ein: ‘Tschuldigung!’ Die Schamesröte die ihr blitzartig ins Gesicht geschossen war, wärmte sie zumindest, machte sie aber auch noch mehr verlegen, weil er sie für einen Moment musterte, bis er sich wieder dem platten Reifen widmete.

‘Ich glaub ich hab den Übeltäter gefunden, Emma!’ lenkte er sie ab und popelte mit seinem Multitool im Profil des kaputten Reifens herum.

‘Des ist aber ein Mordsoschi, den Sie sich da eingefahren haben!’ rief er aufgeregt und hielt ihr ein großes Stück Plastik in der Form eines verdammt großen Haifischzahnes hin.

‘Waren wir nicht beim Du?’ fragte sie kleinlaut.

‘Ja du, sei froh, dass es den Hinterreifen erwischt hatte, auf der Vorderachse hätte des auch echt ins Auge gehen können!’

Sie nahm den Plastiksplitter entgegen, schluckte schwer und fing wieder an zu stottern: ‘Ich verstehe nicht, wie…!’

Während sie weiter auf das schmutzige Ding in ihrer Hand starrte hatte er den Ersatzreifen schon fast wieder montiert. Sie schüttelte den Kopf und blickte wieder auf ihn, wie er mit einer Hand die Schrauben mit der Ratsche anzog. Seine enorme Pranke hatte das Werkzeug fest umschlossen, als wäre sie selber ein Schraubstock und obgleich es wohl eine Leichtigkeit war, den Reifen mit dem richtigen Werkzeug zu wechseln, machte er eine unglaublich gut Figur dabei. Ihre Knie zitterten, sie konnte ihren Atem sehen, während der Schnee wieder um sie herum tanzte, aber doch war da wieder die innere Hitze, die in ihr aufstieg. Sie musste sich am Türrahmen festhalten, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren.

‘Passt, wackelt und hat Luft!’ meinte er und lies den Wagen wieder runter. Er überprüfte die Festigkeit der Schrauben erneut und packte den kaputten Reifen in den Kofferraum.

‘Du kannst schon mal deine Handtasche einpacken, ich fahr den Abschlepper näher ran.’ meinte er als es sich nach seinem Werkzeug bückte, um es im nächsten Moment unter seinen Arm zu klemmen.

Wenig später hatte er seinen Wagen näher heran gefahren und die Lichter seines Abschleppwagens, brannten in ihren Augen.

Er stieg aus, kam wieder zu ihr und hielt ihr die Hand hin. Sie zögerte einen Moment, gab sich aber dann einen Ruck und er führte sie zur Beifahrerseite seines Wagens. ‘Wenn ich bitten darf!’

Sie war immer noch ziemlich wackelig auf den Beinen und um so näher sie den rotierenden Lichtern des Abschleppwagens kam, um so schwindeliger wurde es ihr. Als hätte er es gerochen, dass sie gleich ins Straucheln geraten würde, fing er sie auf, als sie tatsächlich stürzte. Ein niedliches Quietschen stolperte aus ihrer Kehle, als er sie fest an seine Brust drückte. Sie blickte ihn nur erschrocken an und schnappte nach Luft, als wäre sie nach einem langen Tauchgang in diesem Moment erst wieder an die Oberfläche gekommen.

‚Vorsicht, junge Dame!‘ hauchte er ihr zu. Er strich ihr ein paar Haarsträhnen aus dem Gesicht und lächelte sie an. Als sein betörender Geruch in ihre Nase stieg, purzelte in kleiner Stöhner über ihre Lippen und ihre Sinne schwanden nun vollends als der Geruch von Moschus in ihrem Gehirn angekommen war. Mit Leichtigkeit hob er sie einfach hoch und bugsierte sie in den Wagen.

Als sie endlich im Wagen saß, tätschelte er ihre Wangen und sie kam wieder zu sich.

‘Du hast mir jetzt aber einen ganz schönen Schrecken eingejagt!’

‘Die Lichter, plötzlich ist mir schwindlig geworden.’ stammelte sie.

‘Ich hab dich ja aufgefangen! Und jetzt noch anschnallen, ich möchte nicht, dass du mir aus dem Wagen purzelst.’ witzelte er, beugte sich über sie, zog den Gurt fest über ihren Körper und als es Klick machte, kroch wieder sein anregender Geruch in ihre Nase. Und wieder kündigte ein winzigkleiner Stöhner eine nahende Ohnmacht an.

‘Schöne Frau, schön hier bleiben!’ flüsterte er, während er sich zurückzog und eine Stufe hinunterstieg. Durch die frische Luft die durch seinen Rückzug in den Wagen strömte, kamen auch ihre Sinne wieder zu ihr zurück.

‘Emma, einen Moment noch, dann fahren wir los! Wir nehmen nur noch deinen Wagen Huckepack!’

Sie nickte tapfer, er legte ihr seine Jacke auf die Knie und drückte ihr eine Dose Cola in die Hand. ‘Fühl dich ganz wie zu Hause!’

Als er die Türe geschlossen hatte, bemerkte sie erst, wie sehr ihr Kopf rauschte und wie durchgefroren sie war. Ihre Klamotten waren völlig durchnässt und ihr Gesicht tat ganz schön weh. Sie klappte die Sonnenblende runter und blickte in den Spiegel. Ihr Gesicht war schmutzig und sie hatte das Gefühl, als würde ihr morgen ein wunderschönes Veilchen im ganzen Gesicht wachsen. Resigniert klappte sie die Sonnenblende wieder zu und blickte sich im Auto herum, während dieses Toni hinter dem Wagen herumwirtschaftete.

Ihre Augen blieben auf einem kleinen Pokal hängen, der am Armaturenbrett angebracht worden war. Dort stand: ‘Der schnellste Heber – ADAC Bezirksmeisterschaften’

Als sie den Pokal mit den Fingerspitzen berührte, ging die Tür auf und Toni hüpfte hinein: ‘Das ist mein ganzer Stolz. Das ist Quasi der Oskar für Abschleppunternehmer!’

 

Fortsetzung folgt in der schnelle Berger von Boandlkirch…

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Der schnellste Schlepper von Boandlkirch

Der schnellste Schlepper von Boandlkirch

nebelSchwarze schwere Wolken zogen über den wolkenverhangenen Himmel. Sie fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit und die Nässe und das Laub gaben dem Ganzen die nötige Gleitfläche und bevor sie sich versah, war sie schon mit dem Auto ins Schleudern geraten und alles Gegenlenken half nichts, da war sie schon mit ihrem Auto im Graben gelandet. Ihre Handtasche ergoss sich bei dem Aufprall in den Fußraum und ihr Gesicht küsste den ihr entgegenspringenden Airback. Völlig benommen versuchte sie die Autotür zu öffnen, schaffte es aber nicht, ihre Hände zitterten so, dass sie den Hebel kaum greifen konnte. Ihr Atem ging so schnell, wie nach einem 100 Meter Sprint.

Sie versuchte sich irgendwie zusammenzunehmen und als sie es endlich schaffte den Türmechanismus zu öffnen, erklang ein Pfeifen, weil die Tür ja auf war und das Licht noch an. Sie schüttelte den Kopf und lies den Türgriff los. Dann wollte sie aussteigen, doch der Gurt hielt sie zurück. Sie war immer noch angeschnallt. Kopfschüttelnd wollte sie den Gurt lösen, doch ihre Finger zitterten immer noch so stark, dass sie auch den Gurt kaum aufbrachte. Endlich hatte sie sich befreit, doch der Gedanke, dass sie ihr Handy suchen musste, hielt sie zurück. Die Tür fiel wieder zu, der Ton verging und sie war im Fußraum verschwunden.

Wenig später lief sie mit dem Handy in der Hand wie ein aufgeschrecktes Huhn auf der Straße auf und ab und versuchte krampfhaft einen ihrer Brüder zu erreichen.

‘Hans, steig von deinem Flietscherl runter und nimm endlich ab!’ konnte man sie in ihr Handy rufen hören. ‘Ich hab an Unfall gehabt, ich steh irgendwo im Outback!’

Sie legte auf und wählte neu, es ging keiner ran, dann legte sie wieder auf und es läutete: ‘Eberhard! Wo treibst du dich rum? … Bist du betrunken? Super, ich hab ne Panne und du bist besoffen… Nein, mach da weiter wo du gerade aufgehört hast, ich ruf den ADAC!’ kopfschüttelnd legte sie auf.

Sie atmete tief durch und könnte den Schnee schier riechen. Dann erst fiel ihr auf, wie kalt es hier draußen war. Die Nummer vom ADAC musste irgendwo im Auto sein, also lief sie wieder zu ihrem Wagen zurück. Wenig später war sie wieder auf der Straße, doch das schlechte Netz brachte sie schier zur Verzweiflung. Sie lief die Straße entlang und hoffte inständig, dass ihr das Netz ihr hold werden würde…

‘Bitte haben Sie einen Moment Geduld…!’ konnte sie hören und dann machte sich zu allem Überfluss ihr Akku bemerkbar. ‘Bitte haben Sie einen Moment Geduld…!’

Die elektronische Stimme sagte wieder und wieder ihr Mantra auf und am anderen Ende der Leitung zitterten ihr die Knie. Dann wurde es still und sie stand Mutterseelenallein im Dunkeln, nur am Ende der Straße konnte sie die Lichter ihres Wagens sehen. Genau so fangen Horrorfilme an…

Nachdem sie nicht weiter auf der Straße herumstehen wollte, stolperte sie durchs Dunkle zu ihrem Wagen zurück und begann in ihrem Auto nach dem Ladekabel zu suchen. Nach gefühlten 10 Minuten vergeblicher Suche kam sie auf die Idee, dass sie den Warnblinker anschalten und das Warndreieck aufstellen könnte. Als sie in den Kofferraum kletterte, begriff sie erst, dass der Wagen so tief im Graben steckte, aber dennoch das Heck halb auf der Straße stand. Nach weiteren 10 Minuten stand sie immer noch mit der Warnweste in der Hand auf der Straße herum. Sie konnte Lichter auf der Straße sehen, sie begann wild mit der Warnweste zu winken, doch das Auto, dass ihr immer schneller entgegenfuhr, hätte sie beinahe überfahren, wenn sie nicht zur Seite gesprungen wäre. Schimpfend wie ein Rohrspatz stolperte sie über die Straße, rutschte auf ein paar Blättern aus, kam ins Straucheln und blieb am Ende ihres Sturzes mit der Nase an ihrer Seitenscheibe kleben. Die ersten Schneeflocken stolperten um sie herum. Und da sah sie ihr Ladekabel. Es hing am Rückspiegel. Ein weiteres Auto fuhr an ihr vorbei. Sie drehte sich um und lief armewedelnd hinter dem Wagen her, blieb dann aber resigniert mitten auf der Straße stehen. Nach einen viel zu langen Moment ertappte sie sich selber dabei, wie sie den immer kleiner werdenden Rücklichtern hinterherstarrte.

Hastig stieg sie wieder in den Wagen, steckte ihr Handy an und saß dann da und starrte auf ihr Display. Den Motor hatte sie nicht wieder anbekommen, aber sie war sich ziemlich sicher, dass die Batterie noch lief, zumindest leuchteten die Lichter wie ein Weihnachtsbaum. Doch ihr Handy reagierte nicht. Sie stieg wieder aus und hoffte auf ein weiteres vorbeifahrendes Auto. Irgendjemand musste ihr doch helfen. Es fing an zu regnen und der Schnee mischte sich mit dem Nass und am Ende würde nur Matsch rauskommen.

Da kamen wieder Lichter auf sie zu. Sie ging ein Schritt auf ihren Wagen zu, denn sie wollte nicht wieder fast überfahren werden. Sie schrie und winkte wieder, doch der Fahrer des herankommenden Wagens schien sie nicht zu sehen. Als er vorbeirauschte, raste er durch eine Pfütze und das aufspritzende Wasser traf sie mit einer vollen Ladung ins Gesicht.

‘Du blöder Wichser, magst dich net vorstellen, bevor du mir ins Gesicht spritzt.’

Wie ein begossener Pudel trottete sie wieder in ihr Auto und legte den Kopf auf den geplatzten Airback. Sowas konnte doch nur ihr passieren. Da kamen wieder Scheinwerfer näher, diesmal von der anderen Seite, sie hatte aber das Gesicht im Airback vergraben, deshalb sah sie nicht, dass ein großer Wagen rechts ranfuhr.

Ein Kerl in Arbeitskleidung sprang vom Wagen und wenn sie aufgeblickt hätte, dann hätte sie gesehen, wie die Leuchtstreifen auf seiner Hose im Scheinwerferlicht zu strahlen begannen. Erst durch das Klopfen an der Scheibe schreckte sie hoch, er wischte mit seinem Ärmel die Scheibe trocken und zog gleichzeitig irgendwas aus seiner Hose, was ihr im nächsten Moment ins Gesicht blendete. Er riss einfach die Tür auf und plapperte los. ‘Geht’s eana guat? San’s verletzt?’

Sie war völlig perplex und starrte ihn einfach nur an, wie ein Schwaiberl wenn’s blitzt. ‘Sind sie verletzt? Soll ich nen Sanka rufen?’

‘Nein, mein Akku ist alle!’

‘Es geht eana oiso guat?’ fragte er wieder und berührte ihre Schulter.

‘Ja, nein…!’ stammelte sie, wich vor ihm zurück und begann zitternd mit den Zähnen zu klappern.

‘Einen Moment, ich hole eine Decke!’ rief er und lief zu seinem Auto. Einen Moment später kam er wieder mit einer Decke und schon war sie darin eingehüllt. Er beugte sich langsam über sie und sie merkte erst, dass er mit der Hand zwischen ihren Beinen hindurch gegriffen hatte, als der Sitz mit einem Ruck nach hinten rutschte. Sie blickte ihn nur weiter völlig verstört an, während er nach dem Hebel für die Motorhaube tastete.

‘Keine Angst, ich will nur ihr Auto abschleppen, nicht sie. Ich bin zufällig vom Fach!’ erklärte er so ruhig wie möglich und zeigte auf sein Auto. ‘Ich kam zufällig mit meinem Abschlepper vorbei und hab das Warndreieck gesehen!’

Sie blickte an ihm vorbei und wirkte völlig abwesend, bis er mit seinen schmutzigen Fingern ihr Kinn berührte und flüsterte: ‘Sind sie sich sicher, dass sie nicht verletzt sind?’

Sie nickte und schüttelte gleichzeitig den Kopf.

‘Ich werd mir ihr Auto anschauen und dann bring ich sie ins Warme, ja!’ meinte er und seine tiefe Stimme schien irgendwas in ihr zu bewirken. Sie nickte, blickte ihn mit Tränen in den Augen an und flüsterte: ‘Ich konnte meine Brüder nicht erreichen…und die Warteschleife beim ADAC hat meinen Akku gekillt!’

‘Des wird alles wieder. In der Werkstatt könnens dann auch telefonieren!’ meinte er und berührte dann wieder ihre Schulter, bevor er vorsichtig die Autotüre wieder schloss. Er ging ums Auto herum und im nächsten Moment ging der Kofferraum auf. ‘Der Reifen hinten ist hin!’

‘Er springt auch nicht mehr an!’ flüsterte sie mit weinerlichen Stimme.

‘Okay, eines nach dem Anderen, des kriegen wir alles wieder hin!’ rief er mit fester Stimme und blickte sich im Kofferraum nach dem Ersatzreifen um.

‘Bei den Scheissfranzosen ist der Ersatzreifen ja unterm Auto!’ meinte er und tauchte einen kurzen Moment unterm Auto ab und als es krachte, tauchte er völlig verdreckt mit dem ziemlich versifften Ersatzreifen wieder auf. Mit einem Rums landete der Reifen im Kofferraum und er schloss die Klappe des Kofferraums so vorsichtig es ihm möglich war. Dann tauchte er wieder in der Beifahrertür auf und öffnete sie.

‘Und jetzt holen wir die Karre erstmal aus dem Dreck! Starten Sie mal!’

Nach einem kurzen Jodler, meinte er: ‘Der Anlasser, des ham wa glei!’ Und verschwand sogleich hinter der Motorhaube.

‘Probierens mal nochmal und bitte bleibens auf der der Kupplung, lassens es ruhig ein bisschen Jodeln!’ meinte er und hantierte mit einer Brechstange herum. Woher er nun die Brechstange herhatte, konnte sie gar nicht wirklich sagen, anscheinend hatte er sie aus einer seiner Taschen seiner Hose gezaubert und genau von da, zog er auch einen ernormen Hammer. Was er damit anstellen wollte, wollte sie sich in den schlimmsten Alpträumen nicht ausmalen.

‚Starten Sie bitte den Wagen!’ rief er, steckte die Brechstange in den Motor und sie hatte das Gefühl, als wollte er mit der Brechstange ein wildes Tier abstechen. Völlig schockiert, startete sie den Wagen und dann schlug er zweimal mit seinem Fäustling auf die Brechstange und schwupps lief der Motor wieder. Sie gab Gas, blieb aber auf der Kupplung.

Völlig schockiert blickte sie auf den Mann an und schüttelte apathisch den Kopf.

‘So, nehmens mal den Gang raus und rutschens mal rüber, ich fahr den Wagen auf die Straße, damit ich den Reifen wechseln kann!’ meinte er wieder völlig ruhig.

Sie stammelte ein: ‘Wie, Wie….?’ und versuchte umständlich auf den Beifahrersitz zu klettern.

Er hatte einen angenehmen Blick auf ihren Hintern, bis sie leider wieder drauf Platz nahm. Sie hatte eine verboten enge Hose an und eines von diesen Kleidern an, die wohl eher längere Pullis sein sollten.

‚Ich bin von den gelben Engeln und ich kann zaubern.‘ meinte er und nahm auf dem Fahrersitz platz.

Sie lächelte ihn verstohlen an und er grinste diebisch zurück.

‚Schauns, Sie lachen ja schon wieda!‘ rief er und hielt ihr die Hand hin. ‚I bin der Berger Toni, der schnellste Schlepper von Boandlkirch!‘


Fortsetzung folgt in der schnellste Heber von Boandlkirch…

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