Wenn der Postmann dreimal klingelt…

Wenn der Postmann dreimal klingelt…

elefonzelleEs klingelte an der Tür.

Sie erwachte aus komatösen Schlaf, als es das zweite Mal klingelte. Beim dritten Mal war sie schon fast an der Tür und drückte auf den Türöffner.

Sie zog die Kette aus dem Schloss und als sie die Tür öffnete, holte sie tief Luft.

‚Wenn Sie von den Zeugen Jeh…!‘ Ihr blieb das ‚Jehova‘ im Halse stecken und blickte in das freundliche Gesicht des Paketboten, der eine enorme Kiste am Treppenabsatz abgestellt hatte und der ihr irgendwie bekannt vorkam.

‚Ich will nur ein Autogramm!‘ trällerte der Postmann, blickte nochmal aufs Paket und zückte dann sein Empfangsgerät. ‚Frl. Müller!‘

Erschrocken blickte er sie an. ‚My best Friends are Smith and Wesson!‘ Die Worte stolperten geradezu aus seinem Gesicht, während sie an sich herunter blickte. Ja, sie hatte ein altes T-Shirt an und ansonsten nicht viel mehr. Etwas beschämt zog sie ihr Shirt runter und blickte den Postmann mit leicht erröteten Wangen an, was bei ihrem ansonsten dunklen Teint kaum auffiel.

‚Matara … ähm Tamara Müller, ich glaubs ja nicht!‘ rief der Postbote aufgeregt.

‚Ich hatte gehofft Matara nie wieder hören zu müssen!‘ meinte sie streng, schnappte sich den Plastikstift und unterschrieb auf dem Display des Empfangsgerätes, dass der Postbote immer noch in Händen hielt.

‚Tut mir leid, wir waren damals jung und ganz schön dumm und Idioten!‘ meinte der Postmann. ‚Ich bin übrigens Michael Gruber!‘

‚Ich weiß schon wer du bist. Arbeitest du nicht an der Tankstelle?‘

‚Nur Sonntag bis Dienstag!‘ meinte er.

‚Und Mittwoch bis Freitag bist du Paketbote?‘ rief sie leicht ironisch.

‚Sozusagen?‘

‚Willst du mir nicht mein Paket geben?‘

‚Oh, ja!‘ meinte er und als er es hochhob, keuchte er: ‚Ist übrigens ganz schön schwer, soll ich es dir rein tragen?‘

Sie nickte nur, drehte sich um und ging wieder in die Wohnung. Er konnte ihren ziemlich geilen Hintern sehen, als er ihr hinterher lief.

‚Dir ist klar, dass der Versicherungsschutz erlischt, sobald du die Wohnung dieses Kunden betrittst?‘ sprach sie mehr in den Raum hinein, als zu ihm.

‚Hab jetzt eh Mittagspause!‘ kontere er geschickt. ‚Darf ich fragen, was du beruflich machst?‘

‚Ich bin Künstler und du stehst quasi in meinem Atelier!‘

Er stellte die Kiste auf dem Boden ab und blickte sich neugierig um. Er stand mitten in einer weiträumigen Dachgeschosswohnung, die von stoffbehängten Dachfenstern spärlich erhellt wurde. In jeden der vier Ecken waren kleine Nischen abgetrennt worden, die durch Schiebetüren zugänglich waren. Wie unschwer ersichtlich war, waren drei davon Küche, Bad und Schlafzimmer und die vierte Schiebetüre war verschlossen. Im Atelier standen mehrere Leinwände auf Staffeleien, an denen sie wohl gleichzeitig gearbeitet hatte und gegenüber vom Eingang an der Wand war ein improvisiertes Fotostudio eingerichtet worden. Eine kleine Sitzgruppe stand fast verloren mitten im Raum.

Er begann zu stottern: ‚Davon kann man leben!‘ Und es schien so, als war er darüber mehr als erstaunt.

‚Bis ich meine ersten Bilder verkaufen konnte, habe ich verdammt viele Toiletten geputzt und alten Menschen den Hintern gewischt.‘ meinte sie trocken und ging in ihr Schlafzimmer. ‚Nimm doch Platz, ich zieh mir nur was an.‘ Wenig später kam sie angezogen wieder, ging quer durch den Raum und verschwand im Bad.

‚Kaffee oder Wasser?‘ fragte sie, als sie aus dem Bad kam und verschwand in der Küche. Er stand immer noch völlig erstaunt im Raum. Er lies nicht nur den Raum auf sich wirken, nein es schien so, als würde seine pure Anwesenheit auf den Raum wirken.

Sie kam mit einer Karaffe Wasser und zwei Gläsern wieder und stellte sie auf einen Tisch, neben der Sitzgruppe. Er setzte sich langsam in Bewegung und als er sich endlich setzte, kam sie auch schon mit Kaffee, Milch, Zucker und Keksen.

‚Michael Gruber, jetzt erzähl mal, du arbeitest doch nicht freiwillig an der Tanke und als Postbote, immerhin haben wir doch alle einen Abschluss gemacht!?‘

‚Ähm, also ich hab da so ne Beteiligung an einer Disko und bis die wieder gescheit läuft…!‘

‚Dann bist du am Ende DJ geworden?‘ unterbrach sie ihn.

‚DJ, Barkeeper, Türsteher, Bedienung und Klofrau in Einem!‘ grinste er und zeigte lächelnd mit beiden Daumen auf sich.

‚Alles klar!‘ meinte sie, schenkte ihm ein Glas Wasser ein und hielt es ihm hin. ‚Wie heißt denn die Disse?‘

‚Es ist das Best Friends!‘ meinte er und nippte dann an dem Wasser, bevor er es wieder auf den Tisch stellte.

‚Also, die Klofrau solltest du raus werfen, seit dem man in deinem Laden nicht mehr rauchen darf, ist der Gestank echt eine Zumutung.‘ rief sie empört, stand auf und lief zu dem Paket hinüber.

‚Willkommen in meinem Leben!‘ flüsterte er und räusperte sich dann. Sie schien es eh nicht gehört zu haben, da sie das Paket hastig aufgerissen hatte. Liebevoll zog sie ein Buch und einen Stift aus dem Paket. Fast schon ehrerbietig schlug sie es auf, schrieb etwas hinein und kam wieder zurück zum Sofa. Wortlos reichte sie ihm das Buch und setzte sich wieder hin. Während sie einen Zuckerwürfel nach dem anderen in ihre Tasse warf, schlug er das Buch auf und blickte sie dann nach einer Weile gerührt an.

‚Ab morgen bin ich mit meinem Bildband auf Lesereise!‘ meinte sie und grinste dann über ihre Tasse hinweg, bevor sie trank. Sie schluckte schwer und fuhr dann fort. ‚Verstehen muss man das nicht, aber mein Verlagsmensch meinte, es würde zum guten Ton gehören.‘

Er blickte sie sprachlos und gleichermaßen beeindruckt an und begann zu stammeln, brachte aber kein sinnvolles Wort hervor. Um davon abzulenken, blätterte er im Bildband herum und versuchte nicht weiter irgendwas zu sagen.

‚Hey Gruber, sag mal, früher konntest du die Klappe nie halten und jetzt kriegst du keinen Ton heraus?‘

‚Es tut mir leid, ich bin beeindruckt, etwas beschämt und ein Bisschen überfordert…! begann er, brach dann ab und versuchte fortzufahren. ‚…grad…!‘

‚Nimm dir nen Keks!‘ unterbrach sie ihn.

Er nahm sich einen Keks. Unbehagliches Schweigen, dass nur durch Keks kauen, Seiten umblättern und Kaffee schlürfen unterbrochen wurde.

‚Es tut mir leid, dass wir dich in der Schule immer so gedisst haben, ich weiß nicht, wie ich das je wieder gut machen soll?‘ meinte er dann, während er immer noch im Bildband herum blätterte.

‚Ist schon Okay, man sieht sich ja immer zweimal im Leben.‘ grinste sie ihn an und fuhr dann fort. ‚Wir sollten ein Klassentreffen machen, ich will die ganzen blöden Gesichter sehen, obwohl mir Deines grad schon ein wahres Volksfest ist.‘

‚Sind wir dann quitt?‘ fragte er.

‚Hm, dass muss ich mir echt noch stark überlegen, ihr wart schon ganz schöne Arschlöcher!‘

‚Ja und aus uns ist auch nicht wirklich was geworden. Der Steer ist seit Jahren immer mal wieder mehr oder weniger erfolglos auf Entzug, der Sepp sitzt im Knast, Atze ist Bulle geworden und Ferdi ist zum 2. Mal geschieden, säuft und ist arbeitslos, und kommt wahrscheinlich auch bald in den Knast, weil er seine unzähligen Alimente nicht zahlen kann.‘

‚Was ist denn mit dem Wannabe?‘

‚Der hat sich mit seiner Maschine letztes Jahr am Münchner Berg darennt.‘

Ein gekeuchtes ‚Nein!‘ stolperte aus ihrem Mund, sie hielt sich augenblicklich die Hand vor dem Mund und blickte ihn erschrocken an. Als sich ihre Augen langsam mit Tränen füllten, sprang er von seinem Platz auf und stürmte zu ihr hinüber.

‚Hey, hey, hey. Hätte ich ahnen können, dass es dich so trifft, hätte ich lieber die Schnauze gehalten.‘ rief er, kniete sich vor sie hin und griff hastig nach ihren Armen.

Als sie endlich die Hände sinken lies, stammelte sie vor sicher hin. ‚Was ich euch nicht alles gewunschen habe, aber so was wollte ich nicht…‘ Sie musste schwer schlucken, um ein Schluchzen zu unterdrücken.

‚Wenn es dich tröstet, er war selbst schuld. Zu schnell, betrunken und ohne Helm.‘ berichtete er kurz und griff nach ihren Händen, die sie kaum unter Kontrolle hatte, da sie so zitterten.

‚Das machts nicht besser!‘ schluchzte sie.

‚Jeder ist seines Glückes Schmied und jeder ist für sein Leben selbst verantwortlich und wenn manche meinen, sie müssten ihr Leben einfach so wegwerfen, war es ihre eigene Entscheidung. Ich für meinen Teil habe rechtzeitig entscheiden, dass ich ein besserer Mensch sein will.‘

‚Was ich mir reichlich schwierig vorstelle, wenn man sich ein riesiges Hakenkreuz auf der Brust und so Nazizeug auf dem Rücken tätowiert hat.‘ Brach es förmlich aus ihr heraus.

‚Ähm, als ich ausgestiegen bin, haben sie…‘ meinte er leise, lies ihre Hände los, knöpfte sich langsam das Diensthemd auf und machte den Blick auf seine nackte Brust frei. ‚Deswegen ist Sepp auch im Knast und Atze musste sich als Undercover Bulle outen, sonst hätten sie mir den Rücken auch noch mit der Flex bearbeitet.‘

Sie blickte fassungslos auf seine Brust, während ihr eine Träne nach der Anderen übers Gesicht lief. ‚Hey, keine Panik, es hat erst weh getan, als ich nach Tagen im Krankenhaus wieder aufgewacht bin.‘

Zitternd streckte sie eine Hand aus, um seine vernarbte Brust zu berühren. Doch sie zuckten beide zurück. Ängstlich blickte sie ihn an.

‚Es gibt nicht viele, die das sehen durften.‘ stammelten er und machte Anstalten sein Hemd wieder zuzuknöpfen.

‚Nein, mach das nicht. Trage es mit Stolz!‘ flüsterte sie und rutschte vom Sofa runter zu ihm auf dem Boden.

‚Leichter gesagt als getan.‘ meinte er und fing sie auf.

‚Das hat meine Mutter immer zu mir gesagt, wenn ihr mir wieder meine krausen Locken versenkt hattet und ich heulend nach Hause gekommen bin.‘

‚Ich hoff du hast nicht all zu großen Schaden genommen.‘ meinte er mitfühlend und strich ihr über ihren Lockenkopf. Als er ihr Ohr berührte, quietschte sie, wie ein 12jähriges Mädchen mit blonden Zöpfen.

‚Genau so hast du früher immer gequietscht!‘ grinste er und zog seine Hand zurück.

‚Nur früher war es mehr aus Angst!‘ meinte sie ernst.

Er strich ihr wieder übers Ohr, sie zog den Kopf ein und quietschte wieder. Beide mussten herzhaft lachen. Als sie sich wieder beruhigt hatten, berührte sie mit beiden Händen seine Brust. Diesmal zuckte er nicht zurück. Sie blickten sich einen Moment lang von Angesicht zu Angesicht an und dann drückte sie ihm einen flüchtigen Kuss auf. Er lächelte verschmitzt und erwiderte den Kuss etwas energischer. In dem Moment als sich ihre Zungenspitzen berührten, stoben sie auseinander und blickten sich erschrocken an.

‚Was machen wir da eigentlich?‘ fragte er, mehr zu sich selbst.

‚Der Postbote wird von der Hausfrau verführt….?‘ flüsterte sie und kam ihm nochmal näher.

Vorsichtig versuchte sie ihm die restlichen Knöpfe des Hemdes aufzuknöpfen und zog es ihm dann über den Rücken runter, dabei riskierte sie einen Blick auf seinen Rücken. ‚Eigentlich will ich mir nur deine Tätowierungen auf dem Rücken ansehen!‘ meinte sie kess und beugte sich noch mehr über seine Schulter nach hinten, so dass ihr Gesäß auf der Höhe seines Kopfes war. Irgendwie war auf seinem Rücken nicht mehr dass, was sie von früher her kannte. Jetzt war da ein riesiges Segelschiff, auf dessen Segeln stand: ‚Wer Reue zeigt, kann nur auf Vergebung hoffen!‘

Er packte ihren Hintern, hob sie hoch und trug sie aufs Sofa, wo er sie vorsichtig absetzte. Gequietscht hatte sie trotzdem.

‚Es gibt Dinge, die ändern sich nie!‘ flüsterte er in ihr ins Ohr, als er ebenfalls aufs Sofa stieg, um sie auf den Rücken zu drängen und sie erneut zu küssen. Sie erwiderte den Kuss nur kurz, biss ihm zärtlich auf die Lippe und flüsterte dann: ‚Bei manchen Sachen bin ich ganz froh, dass sie sich doch ändern.‘

Er blickte sie nachdenklich an und meinte dann ziemlich ernst: ‚Mit meiner Vorgeschichte hab eigentlich kein Recht dir Avancen zu machen!‘

‚Du hast dir doch nie was zu Schulden kommen lassen, oder?‘ rief fast schon ein Wenig aufgebracht und zog die Beine an, um sie mit den Armen zu umschließen.

‚Bis auf die Sache mit deinen Haare nichts, aber ich war dabei und war blöd genug es mir bis unter die Haut gehen zu lassen!‘

‚Hm, und wenn ich sage Schwamm drüber, würdest du mir dann Avancen machen?‘

‚Ich hätte dir schon viel früher Avancen machen sollen!‘ meinte er und grinste sie dreckig an. Sie kam ihm näher. Er zog sie in seine Arme und küsste sie hart und unnachgiebig.

Hastig nestelte sie an einen Gürtel herum, während er ihr Shirt von hinten über ihren Kopf zog. Sie lies den Gürtel los, zog das Shirt vollständig aus und warf es vom Sofa. Langsam öffnete er die Hose, während er ihr näher kam und sie zu küssen versuchte. Sie lies es nur einen Moment zu und griff dann in seine Hose.

‚Was fällt dir ein, wie konntest du den nur so lange von mir fernhalten?‘ rief sie erstaunt, als sie versuchte seinen Schwanz zu umfassen. Sie küssten sich heftiger, während er ihre Hose auszog.

‚Wir können nicht miteinander schlafen!‘ säuselte sie ihm ins Ohr und rückte von ihm ab.

‚Wieso?‘ rief er erschrocken. Als Antwort beugte sie sich herab, nahm sie seinen Schwanz in den Mund und begann genüsslich daran zu saugen…

Blut ist dicker als Wasser – Die Geschichte eines Holzfällers – Teil 9

Blut ist dicker als Wasser – Die Geschichte eines Holzfällers – Teil 9

schweiniBranu humpelte Schweini hinterher, Richtung Waldrand. Er war auf der Suche nach Bruna, die war schon seit Stunden fort und langsam machte er sich wirklich Sorgen um sie. Auf seiner Wange leuchtete immer noch ihr Handabdruck und in seinem Kopf sang der Met manch rauschendes Lied.

Er hatte nicht nur die eine Flasche Met zusammen mit dem Meister Ulgur vernichtet und deswegen spürte er jetzt auch keinen Schmerz. Der Heiler hatte ihm eigentlich verboten, den Hof zu verlassen und er würde es morgen bitter bereuen, dass er so weit gelaufen war. Aber wenn die Götter ihm nun endlich eine richtige Familie geschenkt haben, dann musste er sich auch darum kümmern. Und sein Vater, also der Meister Ulgur, war zu betrunken um sie zu suchen.

Er hatte ihn vorhin ins Bett bringen müssen, weil er so besoffen gewesen war, dass er nicht mehr laufen konnte und das am helllichten Tag. Aber es war ja auch durchaus ein Grund zu feiern. Mann wurde ja nicht jeden Tag, zum zweiten Mal Vater und Mann bekam auch nicht jeden Tag seinen richtigen Vater zu Gesicht. Das Schwein verschwand im Dickicht und das riss ihn aus seinen betrunkenen Gedanken.

Als er zum Bachlauf kam, sah er schon den Rauch aufsteigen. Und wenig später stieg ihm der Geruch verbrannten Haares in die Nase. Bruna lag im Bach, blickte ohne auch nur einmal zu blinzelnd nach oben und das Wasser dampfte um sie herum. Der Wasserdampf ergoss sich schon über das ganze Tal.

Er versuchte möglichst unbeschadet die Böschung runter zu rutschen. Sein Bein tobte jetzt auch noch oder schon, aber er würde nicht ohne Bruna wieder zurück gehen, nach Hause. Er humpelte weiter auf den Bach zu und kniete sich umständlich ans Ufer in den Schlamm und flüstere: ‚Bruna, für ein Bad ist es entschieden zu kalt!‘ Dann griff er nach ihrer Hand und kam fast aus dem Gleichgewicht. Das Bachwasser schien tatsächlich erwärmt zu sein. ‚Komm da raus. Ich würd mich gerne bei dir entschuldigen.‘

Mit einer ruckartigen Bewegung wand sie ihren Kopf in seine Richtung und Tränen liefen unentwegt aus ihren Augen und verdampften in nächsten Moment auf ihrer Haut. Ihre Hand schien in Flammen aufzugehen und er ließ sie schlagartig wieder los.

‚Komm bitte da raus, du musst mir helfen. Ohne dich komme ich die Böschung nie wieder rauf.‘

Ihre Hand brannte tatsächlich, obwohl sie halb im Wasser lag. Er musste den Kopf schütteln, das musste am Met liegen. Die Hand brannte immer noch. Er kniff die Augen zu und sie brannte immer noch, als er seine Augen wieder geöffnet hatte.

‚Ich glaub, du brennst Bruna?!‘ stotterte er.

Plötzlich schloss sie die Hand und das Feuer erlosch. Er konnte sie atmen hören und er dachte er hätte so was wie ein Seufzer gehört. Sie blinzelte und hielt einen schrecklich langen Moment ihre Augen geschlossen und als sie endlich ihre Augen wieder öffnete, stand das Blau ihrer Augen voll Tränen. Ihr Kinn zitterte und ihre Maske zerbrach, so wie die Tränen über ihr Gesicht flossen.

Beherzt griff er wieder nach ihrer Hand und zog sie zu sich heran.

‚Du heulst doch nicht wegen mir?‘ fragte er unverblümt.

Ein feuriger Schlag in seine Nieren, war ihm Antwort genug. Ihm blieb für einen Moment die Luft weg, hielt sie aber eine Weile im Arm und während ihm beruhigende Laute über die Lippen huschten. Endlich regte sie sich und blickte ihn mit verheulten Augen an.

‚Verzeihst du mir den kleinen Ausrutscher? Ich war irgendwie verwirrt!‘ fragte Branu.

‚Wenn hier Einer verwirrt ist, dann bin ich das wohl und was fällt dir überhaupt ein, deine Zunge in meinen Hals stecken zu wollen. Ich glaub es hackt.‘ plapperte sie los, bis der Rauch wieder von ihr aufstieg. Dann fing sie wieder an zu weinen und krächzte. ‚Der Einzige, der mich je berührt hat, war das wandelnde Feuer…! Und das ist schon schlimm genug und der Nächste ist dann mein Bruder…‘ Den Rest des Satzes konnte er nicht mehr verstehen, aber er glaubte, dass sie ihn zwischen den ganzen Schluchzern ganz schön beleidigt hatte. Sie heulte, wie sie es als 12 jähriges Mädchen nicht getan hätte und dann fing sie sich wieder. ‚Wenn du das irgendjemanden erzählt, schleife ich dich an deinen … Ohren… in den Wald und leg dich wieder unter den Baum!‘

Sie zog den Rotz hoch und lächelte ihn an. Mit einer zarten, ja einer erschreckend zarten Bewegung berührte sie seine Wange, an der Stelle wo ihr Handabdruck immer noch feuerrot leuchtete und tierisch brannte.

‚Das gibt, ich brenn dir Eine, eine ganz neue Bedeutung!‘ meinte sie. Beide mussten Lachen.

‚Der Phönix aus der Asche, Schwesterlein! Der Phönix aus der Asche.‘ meinte er und versuchte zu grinsen, doch sein Gesicht tat ihm fast mehr weh als sein Bein.

ENDE

Diese Geschichte basiert auf dem Hintergrund der Rauriker und den Ereignissen nach dem Imbolcfest (http://www.rauriker.de) Ähnlichkeiten von Personen im realen Leben sind völlig ausgeschlossen und somit reiner Unfug. Wir bitten um Verständnis.

Erwischt – Die Geschichte eines Holzfällers – Teil 8

Erwischt – Die Geschichte eines Holzfällers – Teil 8

schweiniNach einer Woche war der Holzfäller mehr oder weniger wieder auf den Beinen. Er versuchte sich zumindest nützlich zu machen. Nachdem Meister Ulgur die Heiler bezahlt hatte, würde er seine Schuld in den nächsten Monaten abarbeiten müssen. Das Gehen fiel ihm noch schwer und irgendwie hatte er immer das Gefühl er würde dem Metzger und seiner Tochter nur im Weg umgehen. Er musste wirklich noch viel über das Metzgerhandwerk lernen.

Im Großen und Ganzen ging es ihm einen Tag gut und am nächsten Tag wieder schlecht. An schlechten Tagen hatte er wieder Fieber und Bruna wachte an seinem Bett und es schien ihm so, als würde sie seine Hitze anziehen und in sich aufsaugen. Und am nächsten Tag ging es ihm wieder gut.

Heute war so ein Tag, es ging ihm mehr als gut und er wurde leicht übermütig. Er hatte sich in der Küche nützlich gemacht, der Meister hat seine Blutwürste gemacht und der Holzfäller hatte ihm dabei über die Schulter gesehen und versucht zu helfen.

Nun waren sie fertig und der Holzfäller trat in die Metzgerstube und erblickte Bruna, die gerade den Boden wischte. Sie kniete neben einem grintigen Eimer auf den blutigen Dielen und er konnte den Blick nicht von ihr wenden. Einen Moment musste er auf ihren Hinter gestarrt haben, bis es ihm Gewahr wurde. Hastig begann er zu faseln. ‚Bruna? Ich wollt mich noch bei dir bedanken.‘

‚Für was denn? Bedank dich lieber bei Schweini!‘ meinte sie mehr zum Putzeimer, als zu ihm.

‚Ich hab die Nächte sehr genossen, in denen du an meiner Seite wachtest!‘

‚Zeit wann redest du so geschwollen daher?‘ fragte Bruna, die den blutigen Lumpen ins Putzwasser warf und den Holzfäller entsetzt anstarrte.

‚Ich wollte…!‘ stotterte der Holzfäller und ging einen Schritt auf sie zu. Bruna nahm den blutigen Lappen, wand ihn aus und stand dann aber auf, weil Branu ihr irgendwie zu Nahe gekommen war.

‚Sag mal hast du wieder Fieber, soll ich dir nen Tee und kalte Wickel machen.‘ meinte sie fast beiläufig.

‚Ja, es muss das Fieber sein, es verbrennt mich.‘ meinte er ziemlich ernst und griff nach ihrer Schultern. ‚Es ist Etwas in mir entbrannt und ich vermag es nicht zu löschen!‘ säuselte er ihr ins Gesicht und kam ihr immer näher.

‚Und da kommst du zu mir?‘ fragte sie ihn ungläubig und versuchte sich aus seinem Griff zu winden. Er kam ihr noch näher und machte Anstalten sie küssen zu wollen. Als sich ihre Lippen sich flüchtig berührten, scheuerte sie ihm Eine und zwar so heftig, dass er nach hinten taumelte. Beinahe wäre er über den Putzeimer gestolpert. Er hielt sich die Wange, die nicht nur wie Feuer brannte, sondern auch so aussah. Aber der Schmerz war es wohl nicht, was ihn so erschreckte. Es war irgendwas anderes. Bruna blickte ihn wutschnaubend an, eine Ader pulsierte auf ihrer Stirn und ihre Finger fingen an zu rauchen.

‚Es tut mir leid, ich konnte nicht anders, ich musste es dir sagen!‘ meinte er und humpelte wieder auf sie zu.

‚Was sagen? Dass du den Verstand verloren hast!‘ rief sie aufgebracht und ging rückwärts durch die Stube, bis ihr Rücken an der Wand anstieß. Er versperrte ihr den Weg, packte sie unsanft und zog sie in eine Umarmung.

‚Nein Bruna, ich habe mein Herz verloren!‘ meinte er und versuchte sie erneut zu küssen, dabei glitten seine groben Finger an ihrem Rücken entlang und vergruben sich in den Stoff ihrer Tunika, die ihren mächtigen Hintern verdeckte. Er presste sie gegen die Wand und küsste sie hart und unnachgiebig, bis ein Räuspern ihn unterbrach.

‚Nimm deine Drecksbatschen von deiner Schwester.‘ stolperte dem Metzger Ulgur aus dem Mund.

Bruna und Branu stoben auseinander und sie blickten erst den Metzgermeister und dann sich gegenseitig verwirrt an.

‚Was zu Beltane passiert, weiß nur der Zwölfender!‘ meinte Ulgur und machte Anstalten nach draußen gehen zu wollen.

‚Ich glaub es hackt. Ich komme seit dem ich laufen kann in dein Haus, Bruna und ich haben unsere halbe Kindheit miteinander verbracht und dann so was und du siehst mir nicht mal ins Gesicht…‚ rief Branu völlig außer sich, bis seine Stimme brach.

Ulgur drehte sich noch mal um, legte den Finger an den Mund und sprach leise aber eindringlich genug: ‚Scht. Deine schwindlige Verwandtschaft darf davon nie etwas erfahren und jetzt beruhige dich, ich geh eine gute Flasche Met holen und dann werde ich dir ins Gesicht sehen, mein Sohn.‘

Bruna konnte nicht fassen, was sie da hörte. Ihr ganzer Körper bebte vor Wut, ihre Finger fingen wieder an zu qualmen und zu rauchen und sie stürzte hastig nach draußen. Ihr Vater kam ihr entgegen, als sie über den Hof lief. Wutentbrannt knallte sie ihm Eine. Und die hatte er sich wohl verdient. Bruna strafte ihn mit einem wütenden Blick und verließ den Hof Richtung Wald.

Als Meister Ulgur mit der Flasche Met in Händen in sein Haus zurück ging, stand Branu immer noch an der selben Stelle mitten in der Metzgerstube und rieb sich die Wange.

‚Die haben wir wohl beide verdient!‘ meinte Ulgur und rieb sich ebenfalls die Wange. ‚Deine Schwester hat nen ziemlichen Schwinger drauf!‘

Branu musste grinsen und blickte Ulgur in die Augen. Ulgur erwiderte den Blick. Sie umarmten sich kurz. Ulgur klopfte Branu auf die Schulter und flüsterte ihm ins Ohr: ‚Ich hätte es dir schon viel früher sagen müssen, mein Sohn!‘

Diese Geschichte basiert auf dem Hintergrund der Rauriker und den Ereignissen nach dem Imbolcfest (http://www.rauriker.de) Ähnlichkeiten von Personen im realen Leben sind völlig ausgeschlossen und somit reiner Unfug. Wir bitten um Verständnis.

Manchmal kommt es anders…Killer 15

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 15

Sonntag, 19.08.12, 08.35 Uhr

Gewässer vor Cagliari, Sardinien

gunIn dem Moment, als Ellen die Sirene der Küstenwache vernommen hatte, hatte sie sämliche Waffen von Bort geworfen, ihre kugelsichere Weste ausgezogen und machte sich an der Weste Rutgers zu schaffen.

‚Rutger, drück deine Hand auf die Beinwunde. Die Küstenwache ist da!rief sie und zog ihm seine kugelsichere Weste aus, er schrie vor Schmerz. Hastig warf sie die Westen von Bort und stellte sich mit erhobenen Händen hin.

‚Bitte nicht schießen, wir sind nur deutsche Touristen!‘ rief Ellen, mit den blutigen Hände wedelnd. ‚Wir brauchen einen Arzt, schnell! Helfen Sie uns! Bitte!‘

Dann kniete sie sich wieder hin, zog ihr Shirt aus und zerriss es. Sie verband hastig seinen Arm und drückte dann die Beinwunde ab.

Die Yacht wurde längseits gezogen und im nächsten Moment waren die Männer der Küstenwache an Bord. Rutger wurde versorgt und Ellen spielte die völlig verstörte, deutsche Touristin. Sie wurde in eine Decke gewickelt und auf das Schiff der Küstenwache gebracht.

Weiter geht es im AlpenRoadMovie19! Es lohnt sich!

Published in: on 4. Februar 2013 at 23:02  Comments (1)  
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Manchmal kommt es anders…Killer 14

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 14

Sonntag, 19.08.12, 08.20 Uhr

Gewässer vor Cagliari, Sardinien

gunEinige zwielichtige Gestalten standen an Deck einer Barkasse und kreuzten die Schifffahrstlinie immer wieder. Während Ellen auf einer kleinen Yacht saß und mit dem Fernglas die Barkasse beobachtete.

‚Das da sind unter Garantie Farids Männer!‘ rief sie zu Rutger hinüber, der das Schiff steuerte.

‚Wie kommst du da drauf?‘fragte er und blickte sie mit einem Seitenblick an.

‚Die schauen aus wie Terroristen!‘

‚Und wie sehen Terroristen deiner Meinung nach aus!‘

‚Sie haben lange Bärte und Militärklamotten an, Rucksäcke und Waffen und ein Paar tragen Pali und Kaftan!‘

Und was ist, wenn die nur das Fastenbrechen feiern!‘

‚Du nimmst mich einfach nicht ernst!‘

‚Doch tu ich, aber deine Vorurteile sind echt hahnebüchen.‘

‚Deine Arbeitsleistung lässt im Moment auch zu wünschen übrig.‘

‚Ich hab eben nur Augen für dich und das ist einem toten Mann doch nicht übel zu nehmen, oder?‘

‚Keine Sorge, mein Vater tut dir nichts!‘

‚Was macht dich da so sicher?‘

‚Vorher erschieße ich dich, Mann!‘

‚Was mich. Du würdest mich erschießen? Ich könnte der Vater deiner ungezeugten Kinder sein.‘

Plötzlich wurde sie ziemlich still und blickte wieder durch das Fernglas. Die Fähre kam näher und auf der Barkasse begann reges Treiben.

‚Ich glaube die machen klar zum Entern!‘ krächzte sie.

‚Wie kommst’n jetzt da drauf!‘ fragte er und drehte bei.

‚Die schwingen Enterhaken!‘ meinte sie schnippisch.

‚Du verarscht mich jetzt, oder?‘ rief er und blickte sie ungläubig an.

Sie schüttelte den Kopf und schrie dem Fahrtwind entgegen. ‚Kannst du versuchen nicht draufzugehen!‘

Er blickte sie etwas verschreckt an und meinte: ‚Hatte ich ehrlich gesagt nicht vor!‘

Sie zog ein Gewehr aus einer Tasche, die zu ihren Füßen lag und legte den Lauf auf der Reling auf.

‚Pass bitte auf Vera auf!‘

Ein ‚Häh!‘ stolperte aus ihrem Gesicht und sie blickte ihn fragend an.

‚Mein Gewehr Vera!‘

‚Wenn du sonst keine Probleme hast!‘ meinte Ellen kopfschüttelnd, presste den Schaft der Waffe gegen ihre Schulter und blickte durch das Zielfernrohr.

Weiter geht es im AlpenRoadMovie18! Es lohnt sich!

Published in: on 3. Februar 2013 at 18:05  Kommentar verfassen  
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Manchmal kommt es anders…Killer 13

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 13

Sonntag, 19.08.12, 07.05 Uhr

Zufahrt Fährhafen, Cagliari, Sardinien

gunRutger und Ellen liefen an den Autos vorbei, die darauf warteten, in die Fähre einfahren zu dürfen. Gehetzt blickten sie in das Wageninnere jeden Wagens. Doch Enzo und Farid waren nirgendwo zu sehen.

‚Bist du dir sicher, dass es ein Roter Franzose war?‘ fragte Rutger.

‚Du hast doch drauf geschossen!‘ erwiderte Ellen leicht verärgert.

‚Wann geht die nächste Fähre nach Sizilien?‘

‚Nächste Woche!‘

‚Und wenn sie ein Schiff gechartert haben?‘ rief Rutger und blickte an einen weißen Fiat vorbei und schüttelte den Kopf. In dem Auto saß eine hässliche Frau und ein ziemlich junger Mann, der an seinem Smartphone herumspielte.

‚Dann sollten wir uns auch ganz schnell Eines chartern!‘

Dann liefen sie rasch am Kai entlang Richtung Yachthafen.

Weiter geht es im AlpenRoadMovie17! Es lohnt sich!

Published in: on 3. Februar 2013 at 16:32  Kommentar verfassen  
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Manchmal kommt es anders…Killer 12

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 12

Sonntag, 19.08.12, 05.45 Uhr

Zimmer 188, Motel Garni, Cagliari, Sardinien

gunJemand klopfte wie ein Wahnsinniger an die Tür. Rutger sprang auf und lief mit der Waffe im Anschlag zum Fenster. Er sah jemanden an der Tür des Nachbarzimmers hantieren. Ellen war aufgestanden und versuchte auch aus dem Fenster zu schauen.

‚Aprire la porta, sciattona!‘ rief der Kerl.

Ellen flüsterte Rutger ins Ohr: ‚Dass muss Klopfer sein!‘

‚Vaffanculo!‘ schrie die Frau von nebenan durch die geschlossene Tür.

‚Hai rubato la mia macchina e mia moglie!‘ rief der Klopfer und trat gegen die Tür.

‚Der Kerl kommt mir irgendwie bekannt vor!‘ meinte Ellen und kratzte sich am Kopf. ‚Es ist Farid!‘

Oh, verdammt! Wie hies nochmal die Besitzerin des Fluchtautos?‘ meinte er und warf ihr seine kugelsichere Weste zu.

‚Frau Müller, Krankenschwester aus München, der Wagen wurde als gestohlen gemeldet und sie hatte einen total bescheuerten Vornamen!‘ rief sie, zog die Weste über, schnappte sich ihre Waffe und riss die Tür auf.

‚Was heißt Blume auf italienisch?‘ rief er, als er ihr hinterher hechtete.

‚Fiore, aber nein, Fleur! Sie heißt Fleur Müller!‘ stammelte sie vor sich hin.

‚Dann ist Enzo unser Bambi.‘ schlussfolgerte er.

Mit einem ‚Shit!‘ eilten sie in das Zimmer nebenan. Die Tür zur Garage stand offen.

‚Das Zimmer hat eine Garage!‘ rief er und lief wieder nach draußen. Sie lief barfuß mit der Knarre im Anschlag in die Garage und konnte nur noch die Rücklichter des Wagens sehen. Sie schoss zweimal und dann hörte sie schon wie Rutger draußen sein Magazin leer ballerte. Sie lief raus und versuchte nicht in die Schusslinie zu geraten.

‚Los hol deine Sachen!‘ schrie er und lief wieder ins Zimmer 188. Er packte seine Tasche und als sie wieder ins Zimmer kam, hatte er zumindest seine Hose an. Sie packte ihre Sachen und lief zum Auto. Er öffnete im Lauf den Wagen und sie schmiss sich mit samt ihrer Sachen auf die Rücksitzbank. Er sprang ins Auto und versuchte den anderen Wagen zu verfolgen.

Es geht weiter im AlpenRoadMovie16! Es lohnt sich!

Published in: on 29. Januar 2013 at 21:47  Kommentar verfassen  
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Manchmal kommt es anders…Killer 11

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 11

Samstag, 18.08.12, 10.15 Uhr

An der Tür des Zimmer 188, Motel Garni, Cagliari, Sardinien

gun‚Komm schon, ich hab Hunger!‘ rief Ellen.

‚Darf ich mich noch fertig anziehen?‘ schrie ihr Rutger hinterher, während sie schon zum Auto lief.

Man konnte das Quietschen der Zentralverriegelung hören.

‚Jetzt mach schon!‘ meinte sie ungeduldig.

Rutger knallte die Tür hinter sich zu und rief: ‚Hast du den Schlüssel!‘

‚Ich dachte den hast du!‘

‚Toll, die Tür ist zu!‘

‚Ja und schau doch mal hin!meinte sie und fuchtelte in Richtung Tür.

‚Er steckt außen an der Tür. Sicherheit ist unser bester Freund.‘

‚Sag des nicht mir!‘ meinte sie und stieg endlich in den Wagen.

Er kam mit dem Schlüssel in der Hand zum Wagen und meinte: ‚Boa, die Nachbarn bumsen schon wieder!‘

‚Das ist ja super, Schatzi! Können wir dann mal wieder an unsere Aufgabe denken!‘

‚Jawohl, soll ich gleich zum Hafen fahren, da kriegen wie bestimmt auch was zum Essen!‘

Es geht weiter im AlpenRoadMovie15! Es lohnt sich!

Published in: on 25. Januar 2013 at 00:52  Kommentar verfassen  
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Manchmal kommt es anders…Killer 10

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 10

Samstag, 18.08.12, 04.05 Uhr

Unterwegs im Industriegebiet Cagliari, Sardinien

gun
Ellen döste auf dem Beifahrersitz und Rutger trieb schon seit Stunden den Wagen durch Cagliari.

‚Ey, wollen wir nicht langsam Schluss machen…!‘ gähnte Ellen.

Rutger kam von der Fahrbahn ab und bremste scharf, dabei blickte er nicht auf die Straße, sondern in ihr erschrockenes Gesicht.

Hastig vollendete sie den Satz: ‚Für heute Schluss machen mit der Arbeit! Du musst auch mal schlafen!‘

‚Ja, du hast Recht. Ich bin schon drei Mal an so nem Motel vorbeigefahren. Die haben noch Zimmer frei.‘

Wenig später schob er Ellen durch die Tür des Motelzimmers. Völlig erschöpft ließen sich Beide aufs Bett fallen. Erst nach einem langen Moment fiel ihnen der Lärm aus den Nebenzimmer auf. Es war ein Rumpeln und ein Stöhnen, fast schon ein Schreien.

‚Sag mal, wer hat denn Sex zu so einer unchristlichen Stunde?‘ fragte Ellen und grinste Rutger an.

‚Ja, und wie die Abgehen!‘ meinte Rutger und kroch näher an die Wand um zu lauschen.

‚Oh, Bambi!‘ hörten sie eine Frauenstimme durch die Wand. Beide mussten lachen.

‚Bambi! Nee, oder?‘ kicherte Ellen. ‚Sag mal, wer heißt denn bitte Bambi!‘

Das Rumpeln wurde lauter und der Putz fiel von der Wand. Beide blickten sich entsetzt an.

‚Die Alte sollte lieber Klopfer schreien!‘ rief Rutger und klopfte gegen die Wand.

‚Bist du dir sicher, dass des nicht zwei Frauen sind. Bambi ist definitiv ein Mädchennamen!‘

Als Antwort schrie ein Mann: ‚Oh, Blume! Jaaaah!‘

‚Sodom und Gomorrha!‘ schrie Rutger und klopfte wieder gegen die Wand.

‚Vaffanculo!‘ schrie der Typ von nebenan.

‚Ganz ruhig Brauner, wir wollen nur schlafen!‘ schrie Rutger wieder.

‚Tua madre cuochi terribile!‘ kam es aus der Wand.

‚Boa, was hat das jetzt mit meiner Mutter zu tun? Der kennt sie doch gar nicht?‘ meinte Rutger zu Ellen. Er war wirklich beleidigt.

‚Rutger, genau das will man doch damit bezwecken, wenn man die Mutter eines Anderen beleidigt!‘

‚Ja, aber meine Mutter kocht schlecht und das kann er gar nicht wissen. Sie wohnt ihn Grönland!‘ rief er und stieg aus dem Bett und zog das Bett von der Wand weg. ‚Sicherheitshalber. Lass sie uns nachher wecken, wenn sie sicher eingeschlafen sind.‘

‚Ja, ja! Deck mich zu, wenn du fertig bist.‘ gähnte Ellen und deckte sich zu.

Er zog ihr noch die Schuhe aus und legte sich dann auch hin.

Am nächsten Morgen wurden sie von ‚Oh Bambi!‘ und ‚Oh Blume!‘Geschrei geweckt! Ellen zog sich das Kissen übers Gesicht und versuchte krampfhaft weiterzuschlafen, was ihr natürlich nicht gelang. Er blickte angewidert ins Leere.

‚Wollte wir nicht die wecken…?‘ fragte Ellen irgendwann und spielte an seinen Brustwarzen herum.

Er blickte unter die Decke in seine Hose. ‚Sorry, ich muss die ganze Zeit an dieses Rehkitz und an das Stinktier denken…!‘ Er schüttelte angewidert den Kopf.

‚Turnt dich dass nicht an?‘ grinste sie und griff in seine Hose.

‚Ich mag pervers sein, aber was zu viel ist, ist zu viel!‘ rief er empört und entzog ihr seinen Schwanz.

Sie stand auf und ging ins Bad. Er stand erst auf, als er die Dusche hörte. Wenig später stolperten sie wild knutschend aus dem Bad zum Bett hinüber.

Weiter geht es im AlpenRoadMovie14! Es lohnt sich!

Published in: on 23. Januar 2013 at 23:12  Kommentar verfassen  
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Manchmal kommt es anders…Killer 9

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 9

Freitag, 17.08.12, 15.00 Uhr

Hafen, Bonifacio, Korsika

gunAm frühen Nachmittag kamen Rutger und Ellen in Bonifacio an und saßen in einem kleinen Café am Hafen und warteten auf die nächste Fähre. Seine Laune war immer noch quasi nicht vorhanden und sie versuchte ihn wenigstens zum Essen zu animieren. Aber selbst das war ein hoffnungsloses Unterfangen.

Irgendwann unterbrach sie das Schweigen und fragte: ‚Sag mal, kann ich eigentlich was tun, um dich aufzumuntern?‘

Er blickte sie nur über seine Sonnenbrille hinweg an und zuckte mit den Schultern. Es dauerte einen Moment, bis sie einen weiteren Ansatz fand.

‚Was machen wir eigentlich, wenn das Alles vorbei ist?‘ fragte sie weiter, auch wenn ihr fast klar war, auf ihre Frage wieder keine Antwort zu bekommen. Sie druckste ein Bisschen rum und lächelte ihn liebevoll an. ‚Weil ich würde dich gerne wiedersehen…!‘ Sie stockte und fuhr aber dann beherzt fort. ‚Weil ich würd dich gerne mal unter normaleren Umständen kennenlernen.‘

Er grinste nur dreckig.

‚Nicht so wie du jetzt wieder denkst, also nicht nur!‘ rief sie erregt und lief sofort rot an. Verschmitzt drehte sie den Kopf von ihm weg.

‚Wie meinstn des?‘ flüsterte er krächzend.

‚Nicht nur zum Ficken!‘ flüsterte sie hastig.

‚Wie, willste mit mir in Zoo gehen?‘

‚Warum nicht, in München soll der ganz schön sein!‘

‚Ein Date? Im Zoo?‘ meinte er beinahe erschrocken und ironisch zu gleich.

‚Das mit dem Date hast jetzt du gesagt!‘ warf sie ihm entschieden an den Kopf.

‚Ehrlich mal, wenn ich ähm… also wir den Scheiß hier überleben sollten, mache ich alles was du willst.‘ Sein Blick wirkte gehetzt und er war wohl von seiner Ansage genauso überrascht, wie sie.

‚Ist das ein Versprechen?‘ fragte sie überrascht.

‚So was in der Art!‘

Sie rutschte mit dem Stuhl näher an ihn heran, packte eine seiner Hände und flüsterte hastig: ‚Also, wenn wir den Scheiß hier überleben und wir wieder in München sind, komme ich zu dir und gieße deine Blumen! Und dann gehen wir in die Wanne und dann bleiben wir Minimum 5 Tage einfach im Bett liegen und machen gar nichts…!‘ Sie schüttelte den Kopf. ‚Nein, wir sollten es auch auf dem Sofa machen, finde ich. Und dann gehen wir in den Zoo und schön Essen und dann wieder ins Bett. Ja!?‘

Er musste lachen und versuchte sie dann zu küssen. Sie zögerte aber kurz.

‚War das jetzt ein Ja?‘

Er küsste sie kurz und meinte dann: ‚Ich mach alles was du willst, solange es nichts mit Betonschuhen zu tun hat!‘

Ihr Gespräch wurde vom Nebelhorn der Fähre unterbrochen. Er warf einen Geldschein auf den Tisch, gab der Kellnerin ein Zeichen und dann eilten sie zum Auto.

Fortsetzung folgt im AlpenRoadMovie13! Es lohnt sich!

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