Das Tagebuch einer Metzgerstochter Teil 5

Fortsetzung:

brunaBeim Heimweg Richtung Hoimarshold überlegte ich mir was ich mit meiner feurigen Gabe alles anstellen könnte. Dabei fiel mir auf, dass ich meinen eigentlichen Beruf nicht mehr ausüben würde können, wenn alles unter meinen Händen verbrennt, was ich berühre. Das macht sich nicht gut, wenn das Vieh noch nicht tot, ausgenommen und abgehangen ist, bevor es aufs Feuer kommt. Aber das Abbrühen von Schweinen wird uns in Zukunft einfacher fallen.

Habe mir auch überlegt, eine Taverne zu eröffnen und kurz und heiß Gebratenes anzubieten. Als wir wieder in Hoimerhold waren, ging ich erst mal zu meinem Vater und begrüßte Schweini. Ich schrieb ja schon, dass es allen gut ginge. Kleine Anmerkung, auch wenn dieses blöde Schwein gerade mit dem Holzfäller durchgebrannt ist. Aber dazu später mehr.

Nach dem Essen bei der guten Paigi mussten wir auch schon wieder los, an den kältesten Ort. Ich zog mich aus reiner Gewohnheit ziemlich warm an. Beim Weg an den kältesten Ort begleitete uns der Holzfäller Branu, mit dem ich übrigens noch ein ernstes Wörtchen zu reden habe…

Ich hatte eine seltsame Vision, als ich an einem umgestürzten Baum vorbei lief, ich stolperte und fiel hin. Ich dachte die Wurzeln hätten sich bewegt und ich sah mehrere fleischige Zungen, die heraus wuchsen…ein Geruch von Erdbeeren kroch mir in die Nase… Ich schüttelte meinen Kopf und mir wurde gewahr, dass ich vor einer riesigen Wurzel lag, die von den Priestern als Opferstätte benutzt wurde.

Ich glaubte mein Verstand würde wieder mit mir durchgehen. Wir gingen weiter und die Eiswendols waren wieder da. Ich machte mir wieder einen Spaß daraus, mich auf sie zu werfen. Ich wurde schwer verletzt, aber nachdem ich Eine der Letzten war, die noch stand, zwang ich mich dazu weiterzukämpfen. Die Wunden brannten und irgendwann ging ich in die Knie.

Die Nordfrau, die mich heilte war reichlich verwirrt, als sie sah, dass meine Wunden bereits ausgebrannt waren. Sie erzählte mir auch Einiges, was mich sehr nachdenklich stimmte. Sie meinte, wenn ich einem Manne zu Nahe käme, dass er durch meine Hitze unfruchtbar werden könne. Ich glaubte ihr erst nicht, aber beschäftigen tut es mich doch.

Wieder zurück in Hoimarshold versuchten wir einen Eisblock zu schmelzen. Dabei hab ich Feuer gemacht. Ich hab Feuer gemacht! Gut, ein Schluck vom dem unaussprechlichen Rachenputzer, der Schnaps der meinen Großvater ins Grab brachte, hat sein Nötigstes dazu beigetragen. Dabei habe ich dem Zwerg seinen Bart versenkt. Was mir einerseits furchtbar peinlich ist, aber andererseits kann ich das Feuer irgendwie noch nicht richtig beherrschen. Aber wer kann das schon. Aller Anfang ist schwer. Zumindest hab ich das Feuer schon mal zum Lodern gebracht.

Ich hoffe nur inständig, dass der Bart wieder nachwächst und dass die werte Rigani ihren Zwerg immer noch will. Ich werde einen unaussprechlichen Met ansetzen und ihm bei Gelegenheit eine Kostprobe davon geben.

In der Nacht sollten die Imbolcfestlichkeiten ihren Höhepunkt erreichen, aber davon bekam ich schon nichts mehr mit. Mein dunkler Begleiter hatte mich wieder übermannt und ich war nicht mehr ich selbst. Die Kälte war wieder da, doch in meinem Herzen glühte eine ungeheure Macht.

Reglos kniete ich im Schnee und lauschte. Nichts regte sich in mir. Die Kälte ging mir durch Mark und Bein. Mein Atem zeichnete merkwürdige Bilder in die Nacht. Die Dunkelheit begann mich zu umfangen und der Frost hielt immer noch alles fest im Griff. Irgendwas tief in mir flüsterte mir zu, dass sich die Strapazen dieses Tages gelohnt haben mussten, aber doch zitterte ich am ganzen Körper.

Ich konnte eine Stimme hören, ein Gebet wurde in den Nachthimmel geschickt. Ich hatte das Gefühl nicht allein zu sein. Mein dunkler Begleiter hielt mich an der Hand und entzündete das Feuer in mir. Es loderte in mir hoch. Doch ich stand still da und lies es brennen. Um mich herum schien alles in Bewegung zu sein. Schwindelerregend drehte sich alles um mich herum. Nur ich nicht. Ich stand starr und still da und verharrte wie gelähmt, unfähig mich zu bewegen, bereit vom Feuer verzehrt zu werden.

koerperfeu3Ein Feuerkreis loderte um mich herum und mit dem Feuer stieg die Hitze um mich auf. Das Feuer tanzte um mich herum. Die Stimme drang zurück in mein Ohr. Stimmengewirr. Jemand sprach eindringlich zu den Göttern. Ein Summen. Die gesprochenen Worte wurden vom kalten Wind über den Schnee getragen. Gewaltige Trommelschläge ließen mein Herz erbeben. Die Worte verloren sich in der Nacht, nur die Melodie drang tief in mein Herz. In diesem Moment wurde mir bewusst, dass ich mich um mich selbst bewegte und alles andere um mich herum still stand. feurseilDas Feuer tanzte um mich herum, weil ich damit spielte. Nein. Das Feuer spielte mit mir und es nahm mich in Besitz und machte mich ihm Untertan. Ich kämpfte mich frei. Es würde bei einem Versuch bleiben. Die Flammen umfingen mich und holten mich zurück in den Brennpunkt. Ich bäumte mich noch einmal auf, ein letztes Ankämpfen gegen die Hitze und das Feuer. Die Flammen explodierten auf meinem Körper und dann stand ich still. Die Flammen gingen zurück, so wie sie gekommen waren. Alles war dunkel. Ich stand schweißgebadet in mitten einer Menschenmenge, die sich langsam auflöste. Der Schweiß gefror auf meiner Haut und meine Nackenhaare stellten sich ein letztes Mal auf, bevor sie erstarrten. Die Nacht umfing mich nun voll und ganz. Ich konnte die Worte nicht mehr hören, aber in meinem Herzen hallten sie für immer nach.

Das Feuer beherrscht mich noch immer, auch wenn es längst erloschen scheint.

Ich komme nicht davon los, bin aber doch frei. Frei, wie der Wind.

Doch werde ich mich wieder in die Fänge des Feuers begeben, wenn die Dämmerung über den Tag hereinbricht. Nachts ruft das Feuer wieder nach mir. Es verlangt nach seinem Tribut und ich gebe mich untertänigst dem Verlangen hin. Und ich entzünde wieder die Flammen, um allen zu zeigen, wie es in mir brennt.

Diese Geschichte basiert auf dem Hintergrund der Rauriker und den Ereignissen zum Imbolcfest (http://www.rauriker.de) Ähnlichkeiten von Personen im realen Leben sind völlig ausgeschlossen und somit reiner Unfug. Wir bitten um Verständnis.

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Das Tagebuch einer Metzgerstochter Teil 4

Liebes Tagebuch,

brunaes tut mir leid, ich muss wohl länger geschlafen haben, deswegen konnte ich leider meine Geschichte nicht vollenden. Warum schmerzt immer mein Schädel, wenn ich erwache? Es könnte daran liegen, dass ich am Imbolcfesttag des Öfteren einen Knüppel über den Schädel gezogen bekommen habe. Nur weil ich eine Blankarderin bin, heißt es noch lange nicht, dass mein Schädel mehr aushält. Ich bin schon entstellt genug, mir langt es, ich werde jede weitere Beule unaussprechlich rächen.

Kaum bin ich ein paar Stunden wach, steigt die Wut wieder in mir auf. Und Glück haben die, die so schlau waren, mich von hinten niederzuschlagen, damit ich sie nicht erkenne.

Zurück zum Imbolcfest:

Mein Kopf tat weh, als ich wieder erwachte und wieder versuchte ich zu fliehen. In meiner Wut über die unfreundliche Behandlung meiner eigenen Sippschaft muss ich ein paar freundliche Watschen verteilt haben. Aber es war aber auch eine Zumutung. Wie lange wohnt meine Familie schon in Hoimarshold? Und als ob nicht genug merkwürdige Vögel hier ein und aus gehen würden. Ich muss mich beruhigen, die Wut kocht wieder in mir hoch.

Ich glaube sogar, dass ich Grimmar einen Schwinger verpasst haben muss, weil anders kann ich es mir nicht erklären, als ich mit meinem eigenen Augen sah, wie er fort geschleudert wurde. Die Widukin halten aber auch nichts aus, aber fliegen können sie verdammt gut.

Dann versuchten sie mich zu fesseln, was auch misslang, hätte mich ja schlecht selber fesseln können. Ich hab ja keine Ahnung vom Kriegshandwerk, aber selbst meine Großmutter hätte mich erstens besser bewacht und zweitens besser gefesselt. Aber nachdem sie schon lange bei den Ahnen ist…

Ein fremder Priester hat mir dann eine Kette anlegte, die wohl mit dem Wasser gesegnet wurde. So genau habe ich das nicht verstanden, aber ich kühlte mich Zusehens ab und mein Verstand schien zumindest zeitweise wieder bei mir zu sein.

Der Erste von meinen Leuten, der mit mir sprach, war Ramgar. Ein ernstes Wörtchen sogar. Aber er faselte auch seltsames Zeug von den Göttern, immer wenn er mich berührte.

Über die restlichen Unfreundlichkeiten meiner eigenen Leute und die der Gäste schweige ich mich an dieser Stelle besser aus, dass werde ich an geeigneter Stelle nochmal persönlich zur Sprache bringen.

Ramgar bat mich mit ihnen in den Wald zu gehen. Ich wollte aber nicht gefesselt mit ihm gehen und nicht ohne meine Axt und vor allem nicht ohne meine Mütze. Außerdem verlangte ich nach einem großen Fransen Rindfleisch, dass man mir in einer Pfanne zubereiten sollte. Ihm war nur die Gesundheit der Ferkel wichtig. So kamen wir überein und sie nahmen mir die Fesseln und gaben mir meine Axt und schlussendlich meine Mütze.

Kungard führte uns in den Wald, ein Wunder dass wir dort ankamen, wo wir hin wollten. Kungard verläuft sich sogar in Hoimarshold. Mein Hunger wurde immer unerträglicher und der Fransen Rindfleisch wurde immer größer, den mir Ramgar im Übrigen bis heute schuldig geblieben ist.

Das Einzige was mir bei dem ganzen Getuschel der Mitreisenden ausgefallen ist, dass ich öfter so Halbsätze hörte, wie: ‚…Von Teutates geküsst!‘ und ‚ …Von den Göttern gesegnet!‘ Wie gesagt, viele merkwürdige Vögel gehen heutzutage ein und aus in Hoimarshold. Aber was und vor allem wen sie damit gemeint haben, sollte mir erst später aufgehen. Und zwar mit einem gewaltigen Lichtlein.

Vorher verlangten sie aber von mir, dass ich meine nackte Hand auf ihre Wunden legen sollte. Warum hat mir auch niemand erklärt. Aber ich tat was man von mir verlangten und Ramgars Schulden bei mir wurden immer größer und größer. Eigentlich kann er mir gleich eine lebendige Kuh geben, ich schneide mir dann die richtigen Teile raus.

Mit meinen Gedanken war ich eher in der Metzgerstube, bei den ganzen Köstlichkeiten, die dort abhängten, als meine Hand zu brennen begann. Huch und wir wurden wieder angegriffen.

Langsam begriff ich, dass ich mit meinem inneren Feuer gegen unsere Angreifer wirklich was bewirken konnte. Ich wusste gar nicht, dass die Wendols schmelzen, wenn sie von einer Metzgerstochter getroffen werden. Hm. Und was ich bis jetzt nicht verstanden habe, warum die Wendols so blass waren. Nicht dass das arbeitsscheue Gesindel dafür bekannt wäre, sich länger als nötig in der prallen Sonne aufzuhalten. Aber sie sahen aus wie gefrorenes Fleisch. Mir wird schon wieder so warm, wenn ich nur daran denke.

Ich muss wieder ziemlich abwesend gewesen sein, weil ich irgendwie nicht verstanden habe, warum wir immer wieder mitten auf einer Lichtung halt machen mussten. Völlig ohne Deckung, aber ich hab von dem Kriegshandwerk eh keine Ahnung, deswegen übte ich mich weiter in, Gegner mit mir selbst zu bewerfen.

Irgendwann kamen wir zu einer roten Rose, die mitten im Schnee zu wachsen schien. Wenn man an ihr vorüber ging, dann erlitt man unsägliche Schmerzen, was ich am eigenen Leib schmerzlich erfahren musste. Ich hätte doch besser aufpassen sollen, was dieser alte, nuschelnde Knilch gefaselt hatte, von dem ich bis jetzt nichts erzählte, weil ich ihn eh nicht verstanden hatte.

Wieder standen wir nutzlos in der Gegend rum. Mir war nicht kalt, aber die Anderen bibberten vor sich hin. Während die Priester und Druiden an der Rose herumwirtschafteten, versuchte ich die Eiswendols dazu zu überreden, mir die Hand zu geben. Aber sie konnten wohl ihren gefrorenen Ohren nicht trauen. Hätte zu gerne gewusst, ob ich Einen mit meinem Händedruck zum Schmelzen gebracht hätte.

Wir konnten weiter gehen und kamen zu einem mächtigen Steinkreis. Ich fand es an diesem Ort unbeschreiblich gut, so gut dass sogar meine Schuhe anfingen zu qualmen.

Dann wurde ich wieder herumkommandiert, diesmal sollte ich Steine anfassen. Die Steine waren aber alle ziemlich kalt und irgendwie gar nicht so gut, wie da wo ich zuvor gestanden hatte.

Ramgar machte ein großes Palaver und ich sollte dabei einen der großen Steine berühren. Dabei wurden wir angegriffen und von einer Eisklinge getroffen sank ich vor dem Stein in den Schnee. Am Ende ging uns allen ein Licht auf und vor allem mir.

Ein Wesen aus Feuer kam in unsere Gefilde und sprach mit Ramgar, ja und am Ende auch mit mir. Ich musste mich vor die allerleuchtende, lebendige Fackel knien, am Anfang war ich sehr skeptisch, aber dann blickte ich das Feuer ehrerbietig an.

Er sprach zu mir, aber ich verstand kein Wort, bis er meine Brust berührte. Das Feuer brannte mir bis ins Herz und ich stolperte zurück. Dann kam der Schmerz.

Als ich meine Augen wieder öffnete, lag ich mit dem Gesicht im Schnee. Das wandelnde Feuer war verschwunden, doch ein Teil von ihm war in meinem Herzen und sein Handabdruck war auf meiner Brust eingebrannt.

Jetzt wird keiner mehr denken, dass ich noch unberührt bin. Er hatte mir zu verstehen gegeben, dass ich dass Feuer in mir nun beherrschen könne. Aber er sagte mir nicht wie?

Diese Geschichte basiert auf dem Hintergrund der Rauriker und den Ereignissen zum Imbolcfest (http://www.rauriker.de) Ähnlichkeiten von Personen im realen Leben sind völlig ausgeschlossen und somit reiner Unfug. Wir bitten um Verständnis.

Das Tagebuch einer Metzgerstochter Teil 3

bruna

Nachtrag

Nun hab ich sie endlich wieder alle beisammen. Mein Tagebuch ist heil zu mir zurückgekehrt, mein Vater lebt, mehr schlecht als recht, aber er lebt und mein Schweini wurde noch nicht geschlachtet. Und wehe dem, der es versuchen will. Der muss erst mal an mir vorbei.

Nun zu mir. Ich kann mich an vieles nicht mehr erinnern, was seit dem Yulfest geschehen ist. Nur die Narben in meinem Gesicht zeugen noch davon, was in der längsten Nacht des Winters geschehen war.

Während um mich herum das Leben zum Stillstand verdammt war, denn der Frost zog immer noch unerbittlich übers Land, loderte immer noch die Flammen des Hasses und der Wut in mir. Wie ein dunkler Begleiter verfolgte er mich auf Schritt und Tritt. Obwohl die Tage wieder länger werden sollten, hatte man das dumpfe Gefühl, dass sich die Sonne nur noch ungern blicken lässt. Der Hochnebel versperrte ihr die Sicht und so scheint es, dass sie uns nun völlig vergessen hat.

Ohne meine Schweine hatte ich jedlichen Bezug zur Wirklichkeit verloren und strich ziellos durch die Wälder meiner Heimat. Hinter mir stieg der Rauch auf und meine Fußabdrücke schmolzen sich in den tiefen Schnee. Immer wieder tauchte ich ab in die Traumwelt meiner Ahnen. Ich wandelte zwischen den Welten. Zwischen Feuer und Eis. Mein düsterer Begleiter immer in meinen Hacken.

Als ich irgendwann wieder halbwegs bei Sinnen war, wurde es mir Gewahr, dass ich nicht nur meinen dunklen Verfolger zu haben schien. Nein, da war noch was anderes im Wald, was sich an meine Fersen geheftet hatte. Mein Atem gefror. Ich hörte ein Knacken hinter mir und da standen sie. Ich kam gar nicht mehr zum Zählen, da griffen sie mich schon an. Ich wehrte mich nach Leibeskräften und versuchte einen Angreifer nach dem Anderen abzuwehren. Bis ich eine meiner Äxte verlor. Ich schrie vor Angst und vor Schmerz, als ihre eisigen Klingen sich durch mein Fleisch bohrten. Ich ging zu Boden und als ich mich noch mal aufbäumen wollte, brach wieder etwas aus mir heraus. Bloß diesmal schien ich in Flammen zu stehen. Aber mein Fleisch verbrannte diesmal nicht. Mein Geist wandelte durch eine Wand aus Eis und Nebel und lies meinen Körper blutend im Schnee zurück. Im Traum stieß ich mit meinem dunklen Begleiter zusammen und er stahl meine Mütze.

Ich erwachte erst wieder, als die Sonne mich wach kitzelte. Ich lag in einer Lache von Blut und Eis. Meine Mütze war verschwunden, aber ich lebte noch. Ich kroch mehr, als dass ich lief, in Richtung meiner Höhle. Dabei musste ich wohl die Orientierung verloren haben. Meine Sinne schwanden immer wieder. Mit zitternden Finger versuchte ich mir meine Beinwunde zu verbinden. Auch meine Hand blutete. Rauch stieg mir wieder in die Nase. Ich kroch über Schnee und Eis, aber doch brannte meine Hand wie ein Leuchtfeuer der Sonne entgegen.

brunaIrgendwann konnte ich Stimmen hören, ganz nah bei mir. Und Kampfeslärm. Plötzlich wurde mein Körper in die Höhe gerissen und ich wurde heftig durch gerüttelt. Ich hatte das Gefühl, als wäre man mir wohlgesonnen, bis ich einen Abhang hinunter gestoßen wurde. Nachdem mein Geist immer wieder zwischen den Träumen und der Wirklichkeit hin und her schwappte, vermag ich nicht zu sagen, wie ich nach Hoimarshold gebracht wurde. Ich erwachte erst wieder, als mir gewahr wurde, dass sich zwei Fremde über mich gebeugt hatten und einer der Beiden hatte meine Hand unter seinen Rock geschoben.

Ich fuhr auf und verpasste ihm einen Schwinger, dass es ihn gleich vom Stuhl fegte.

‚Nicht ohne meine Zustimmung!‘ muss ich geschrien haben. Meine Sinnen schwanden wieder. Ich erwachte wieder und hatte das Gefühl, dass die Stimmung in Hoimarshold sich gegen mich gewandt hatte. Ich passte einen günstigen Augenblick ab, schnappte mir eine Waffe, die unachtsam neben mir abgelegt wurde, und ein kleines Ferkel und lief nach draußen. Dort kam ich aber nie an…

Diese Geschichte basiert auf dem Hintergrund der Rauriker und den Ereignissen zwischen Samhain und Imbolc (http://www.rauriker.de) Ähnlichkeiten von Personen im realen Leben sind völlig ausgeschlossen und somit reiner Unfug. Wir bitten um Verständnis.

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