Bei Hempels unterm Sofa – Far away from Boandlkirch

Bei Hempels unterm Sofa – Far away from Boandlkirch

nebelEs traf sie fast der Schlag, als sie mit Toni ihre Wohnung betrat. Es stank nach Bier, Rauch und Schlimmeren. Unmengen an Pfandflaschen standen in der Küche herum. Die Spülmaschine blinkte wild vor sich hin und das Geschirr stapelte sich in der Spüle. Auf dem Herd stand ein Topf mit irgendwas Undefinierbaren. Das Wohnzimmer war nur halb so schlimm verwüstet, wie sie gedacht hatte. Die Zimmer von den Jungs waren zwar verschlossen gewesen, aber sie betätigte einen Türcode und ging in ihre Zimmer.

‘Das geht ja noch!’ zischte sie grimmig hervor.

‘Vielleicht solltest du sie doch übers Knie legen.’ meinte Toni, der stumm hinter ihr hergegangen war.

‘Ja, ich schau noch schnell in mein Zimmer.’ rief sie und verschwand in einem ebenfalls verschlossenen Raum, der nur durch einen Türcode zu öffnen war.

‘Was machst du eigentlich, wenn du die Türcodes vergisst?’ fragte Toni, der ihr neugierig gefolgt war.

‘Ich kann mir ziemlich viel merken, bei den Jungs ist es das Geburtsdatum und bei mir ist es…. dir kann ichs ja sagen… 1967! Da kommen sie nie drauf!’

Er riskierte einen Blick in ihr Reich, ein völlig chaotisches Arbeitszimmer mit viel Papier, einem überfüllten Schreibtisch und einem kleinem Sofa sprang ihm regelrecht ins Auge. Ihm stolperte eine Bemerkung heraus: ‘Du schläfst in deinem Arbeitszimmer auf dem Sofa?’

‘Ja, nein! Komm mal mit!’ stammelte sie verlegen und ging durch den Raum und wies ihm den Weg bevor sie fortfuhr. ‘Links ist mein Badezimmer und rechts ist mein Schlafgemach und nun auf ans Werk!’

Sie machte kehrt und lief ins Wohnzimmer zurück. Im Anschluss putzten sie die Wohnung und als sie mit den letzten Müllsäcken zum Müllhäuschen gingen, dämmerte es bereits.

Als sie wieder ihre Wohnung betraten, flüsterte sie: ‚Ich fühl mich so schmutzig.‘

‚Das liegt ja hoffentlich nicht an mir?‘ fragte Toni und blickte sie mit einem Grinsen im Gesicht an.

‚Nicht, wenn du mir den Rücken schrubbst.‘ grinste sie, zog sich langsam aus und lies ein Kleidungsstück nach dem Anderen auf dem Weg in ihr Badezimmer fallen. Er folgte ihr und sammelte dabei ihre Sachen ein.

Als er das Badezimmer betrat, lies er die Sachen einfach fallen, als er sie sah, wie sie gerade die Duschkabine betrat. Mit offen stehenden Mund beobachtete er sie und als es ihm gewahr wurde, das er ihren Hintern angestarrt hatte, schloss sich für einen Moment die Glastür. Fassungslos blickte er einen Moment auf die Milchglasscheibe der Duschkabine, bis er sich langsam rührte und begann sein Hemd aufzuknöpfen.

Neugierig öffnete sie die Glastüre wieder und setzte zu einer Frage an, die ihr aber tonlos von den Lippen purzelte. Er hatte gerade genüsslich seine Hose geöffnet und sie zu Boden gleiten lassen. Das Nichtvorhandensein jeglicher Unterwäsche brachte sie zum Strahlen.

Einem Moment später stand er mit ihr unter der Dusche. Sein männlicher Duft betörte sie noch einen Moment, bevor sein Duft vom Wasser fortgespült wurde.

Langsam drängte er sie an die rückwärtigen Fliesen und küsste sie hart und unnachgiebig.

Ihre Knie sackten ihr weg, doch er hielt sie fest mit seinem Körper gegen die Wand gedrückt, während seine Hände an ihrem Körper herabglitten. Als seine Zunge tief in ihren Mund stieß, wanderten seine Finger zwischen ihren Beine. Ihr sachtes Stöhnen begleitete sein Eindringen und er spürte ihre Erregung.

Sie konnte seinen Schwanz spüren, wie er immer härter wurde, während ihre Knie den Dienst völlig aufgaben. Mit einem kessen Blick fixierte sie ihn einen Moment, griff nach seiner Männlichkeit und ließ sich ganz langsam auf die Knie sinken.

Und als sie im nächsten Moment den Mund über seine Schwanzspitze stülpte, bekam er weiche Knie.

Sie saugte genauso unnachgiebig an seinem Schwanz, wie er sie vorhin geküsst hatte.

Irgendwann blickte sie ihn nochmal an, bevor sie seinen Penis genüsslich in ihre Kehle gleiten ließ. In dem Moment als ihre Unterlippe seine Hoden berührte, wich er zurück und entzog ihr langsam seinen zum Bersten gespannten Schafft.

Sie blickte ihn ziemlich beleidigt an, wie ein Mädchen, dem man ihr liebstes Spielzeug weggenommen hatte. Doch er ließ sich von ihrem Blick nicht irritieren, zog sie sachte zu sich hoch und stellte das Wasser ab.

Er packte ihre Hand und zerrte sie regelrecht aus der Dusche.

An der Tür nahm er sie hoch und presste sie dagegen. Sie klammerte sich an der Türklinke fest, während zwei Finger in sie glitten und ihren Versuch unterbrach die Türe öffnen zu wollen. Den Moment ihrer Unachtsamkeit nutzte er schamlos aus. Er zog seine Finger heraus, packte ihren Hintern und griff mit seiner anderen Hand seinen steifen Schwanz und drängte ihn langsam in sie hinein. Ihre Feuchtigkeit umfing seine Eichel und befürchtete dem Wahnsinn anheim zu fallen.

Der Mechanismus der Türklinke wurde durch ihre zitternde Hand ausgelöst, doch durch seinen erneuten Vorstoß presste er sie gegen die Tür, die dadurch gleich wieder in Schloss gedrückt wurde. Die nächsten Stöße brachten sie derart zum Quietschen, das er nun doch vorzog die Tür zu öffnen und mit ihr zusammen durch die Tür zu straucheln. Kaum hatte sie ein bisschen Bewegungsfreiheit, bewegte sie ihren Hintern und er musste sie einen Moment auf dem Schreibtisch absetzen, um ihr seinen Hammer weiter in den Leib zu treiben.

Sie schrie und konnte sich kaum artikulieren: ‚Bitte….bitte…nicht!

Er stöhnte ein: ‚Was?‘ und ließ ihr einen Moment.

‚Nicht auf dem Schreibtisch!‘ keuchte sie.

Er hob eine Augenbraue hoch, um sie skeptisch anzublicken und zog ganz langsam seinen Schwanz aus ihr. Schwer atmend schritt er zurück, ging ein paar Schritte und setzte sich langsam aufs Sofa.

Fortsetzung folgt in Bei Hempels auf dem Sofa – Far away from Boandlkirch

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Far, Far away from Boandlkirch

Far, Far away from Boandlkirch

nebelNach der Erledigung des Papierkram ging Toni mit Emma durch seine Werkstatthalle zu einer kleinen angebauten Garage.

‘Dann machen wir mal eine kleine Spritztour!’ rief er, machte eine einladende Geste und lies sie in die Garage eintreten.

‘Man gönnt sich ja sonst nichts?’ meinte sie, blieb vor dem Wagen stehen, der sich in der Garage befand und sprach erst weiter, als sie mit den Fingern sachte über die Motorhaube strich. ‘Ist das ein 67ger Chevy Impala?’

‘Da kennt sich aber jemand aus?’ rief Toni erstaunt und öffnete ihr die Tür.

‘Naja, die Kinder schauen immer Supernatural und da schnappt man Einiges auf!’ erklärte sie und stieg ein.

‘Du lässt deine Kinder Supernatural schauen?’ fragte er, als er neben ihr Platz nahm.

‘Die Älteren bei uns im Heim dürfen des schon.’

‘Na dann!’ rief er, klappte die Sonnenblende runter, holte eine kleine Fernbedienung hervor und drückte einen Knopf. Das Garagentor ging auf.

‘Du weißt, wo du hin musst?!’ fragte sie, als er den Wagen gestartet hatte. Das Röhren des Motors verschluckte ihre Frage fast.

‘Ja, des ist in Moosach, gell!’ schrie er gegen den Lärm an und fuhr den Wagen aus der Garage. Er stellte den Radio an und leise Musik passend zum Flair des Autos erklang. Sie nickte nur und seufzte leise. Er hatte es nicht gehört, las aber ihren Gesichtsausdruck.

‘Wie kann ich dich aufmuntern?’

‘Ach, ich bin auf das Tohuwabohu gespannt, dass mich zu Hause erwartet.’

‘Ich kann dir ja helfen, hab erst morgen früh wieder Schicht!’

‘Danke. Ich weiß gar nicht wie ich mich für deine Hilfe revanchieren kann.’

‘Lass uns die Tage mal Essen gehen!’

‘Ich zahle!’ grinste sie ihn an.

‘Mal sehen!’ meinte er und griff während der Fahrt nach ihrer Hand. Sie lehnte sich an seinen Arm und wies ihm ab und zu den Weg. Ansonsten blickte sie verträumt übers Armaturenbrett hinweg auf die Straße.

‘Da vorne rechts rein!’ unterbrach sie die Stille und zeigte auf eine Hofeinfahrt.

‘Yes, Ma’am!’ rief er, blinkte und steuerte seinen Wagen in eine Einfahrt und blieb dann vor einem riesigen Tor stehen. Auf der Höhe des Seitenfensters stand zwischen zwei Büschen versteckt eine Säule, in der eine Konsole eingelassen war. Sie zog grinsend ihren Schlüssel aus der Handtasche und machte eine kurbelnde Handbewegung.

‘Das ist ja wie bei James Bond!’ meinte Toni, während er das Fenster runter kurbelte und sie neugierig an blickte. Sie drehte sich schmunzeln zu ihm um und beugte sich zu ihm rüber, bis ihre Nasenspitzen sich fast berührten.

‘Nennen Sie mich Rider, Honey Rider!’ flüsterte sie ihm zu und dabei berührten ihre Lippen für einen flüchtigen Moment seine Nasenspitze.

Dann kniete sie sich auf den Sitz und beugte sich über ihn aus dem Fenster, um mit dem Schlüssel das Schloss an der Konsole aufzusperren, dann gab sie ein paar Zahlen auf dem Nummernfeld ein, während er mit seiner Nase ihren Pulli zur Seite schob, um ihr sachte in die Seite zu beißen.

Sie kicherte, doch da das Tor bereits nach innen aufging, packte er ihren Hintern und zog sie auf seinen Schoss, damit er aus der Windschutzscheibe schauen konnte.

‘Wo soll es hingehen?’ wollte er wissen.

‘Zu den Garagen zwischen den beiden Häusern.’ lachte sie ihn an. Zappelnd versuchte sie sich aus seinem Griff zu befreien, doch er fuhr bereits die Auffahrt hoch, bis zu den Garagentoren, die auf einen Knopfdruck ihrerseits, ebenfalls aufglitten.

‘Eins muss man unserem Hausmeister ja lassen, mit so technischen Spielereien kennt er sich aus.’ meinte sie, als sie sich endlich aus seinen Fängen befreit hatte.

‘Hausmeister?!’ fragte Toni und fuhr seinen Wagen langsam in die Garage.

‘Ja, der hatte auch Urlaub und holt die Kinder morgen früh von der Freizeit ab.’ erzählte sie, öffnete die Tür und stieg langsam aus dem Wagen. Plötzlich stand ein Mann neben ihr und sie erschrak.

‘Da sind Sie ja!’ riefen beide und Emma musste sich ans Herz fassen. ‘Haben Sie mich erschreckt.’

‘Wo waren Sie denn?’ fragte der älterer Herr, hatte allerdings nur Augen für den Wagen.

‘Mei, Herr Kimmelmann, ich hatte eine Autopanne und Herr Berger hier, hat mich gerettet.’

Toni war bereits aus dem Auto ausgestiegen und um seinen Wagen gegangen. ‘Habe die Ehre, Herr Kimmelmann. Ich bin Anton Berger, Abschleppunternehmen mit Kfz-Aufbearbeitung!’ Die beiden Männer schüttelten sich die Hände und blickten gleichzeitig auf den Wagen.

‘Ja, mit so einem Wagen, wird sich so mancher Hase abschleppen lassen.’ sprach er recht verträumt, zog ein weiches Leder aus seiner Hosentasche und ging damit liebevoll über den Lack.

‘Herr Kimmelmann!’ rief Emma empört.

‘Wenn das Auto reden könnte, könnte er uns bestimmt so manche Geschichte erzählen?’ zischte Herr Kimmelmann dem Wagen zu.

‘Keine Ahnung, ich hab den Wagen von einer älteren Damen gekauft, die hat ihn unter einer Plane im Schuppen ihres verstorbenen Mannes gefunden und ich hab ihn dann hergerichtet.’

‘Saubere Arbeit!’ meinte der Hausmeister anerkennend. ‘Und was ist mit’m Franzaken?’

‘Herr Kimmelmann!’ meinte Emma wieder empört, aber sie schien für die beiden Männer irgendwie wie Luft zu sein.

‘Ja, der ist ganz schön im Eimer!’ meinte Toni. ‘Aber des kriegen wir schon wieder hin.’

‘Wann kamen sie denn eigentlich wieder?’ fragte sie den Hausmeister.

‘Ich bin vor ner Stunde erst wieder gekommen, ich stand im Stau!’

‘Ach, war irgendwas hier!?’

‘Nichts Verdächtiges!’ meinte er und fragte dann. ‘Warum?’

‘Anscheinend sind meine Brüder schon ausgeflogen?!’

‘Ich hab sie jedenfalls nicht gesehen, aber im Haupthaus ist alles in Ordnung, wenn Sie des meinen?’

‘Dann gehen wir mal rein.’ meinte sie zuversichtlich.

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Frühstück beim Berger von Boandlkirch

Frühstück beim Berger von Boandlkirch

nebel‘Tee oder Kaffee!’ fragte Frau Berger.

‘Tee, wenns keine Umstände macht.’ meinte Emma.

‘Nein, ich hab eh schwarzen Tee gemacht, für ihr Auge!’ meinte Frau Berger. ‘Das ist für die Schwellung!’

‘Ach ja, ich hab gestern unverhofft den Airback geküsst!’ meinte Emma und tastete über ihr Gesicht. ‘Ist es arg geschwollen, ich hab grad gar nicht in den Spiegel geschaut vorhin!’

Frau Berger legte ihr einen Teller hin, auf dem ein paar nasse Teebeutel lagen. ‘Das ist ein altes Hausmittel, einfach auf die Schwellung legen, das wirkt Wunder!’

‘Das ist ja super, kann man das auch bei Kindern machen?’ fragte Emma und legte sich einen Teebeutel aufs Auge.

‘Kinder!?’ fragte Frau Berger mit einer extrem hochgezogenen Augenbraue, die Emma gerade nicht sehen konnte, weil sie ja den Teebeutel auf dem Auge hatte und das andere Auge geschlossen war.

‘Ja, meine Kinder hauen sich immer gegenseitig die Köpfe ein!’ meinte Emma und blickte erst Frau Berger wieder an, als diese nach Luft schnappte.

‘Nicht, dass Sie mich falsch verstehen. Ich bin ledig, aber ich arbeite für eine Stiftung die ein Kinderheim betreibt.’

‘Ein Kinderheim!?’ fragte Frau Berger etwas beruhigt, aber keineswegs erleichtert.

‘Ja, mein Opa hat eine Stiftung gegründet für benachteiligte Kinder, nachdem er sich sein ganzes Leben um mich und meine drei missratenen Brüder kümmern musste. Wir haben vorallem Waisen und Kinder aus schwierigen Verhältnissen, die vom Jugendamt weggeholt wurden. Die Kinder sind gerade in den Herbstferien auf einer Hütte ohne Strom mitten im Wald und da kam ich gestern gerade her, als ich die Panne hatte!’

Toni stand in der Küchentür und hob ihre Handtasche in den Raum, als wäre es eine Bombe, die jeden Moment hochgehen könnte. ‘Deine Handtasche vibriert!’

‘Ach du Scheiße! Des wird mein schwindliger Bruder sein!’ rief sie und sprang auf, tauchte im nächsten Augenblick mit der Hand in die Handtasche und zog sogleich ihr Handy heraus. Leicht genervt ging sie dran, während sie hörte wer dran war, ging sie ins Wohnzimmer.

‘Wie, du bist noch nicht losgefahren? Eberhard, nicht dass du gegen deine Auflagen verstößt, wenn du dir die Birne volllaufen lässt, du kümmerst dich einen Scheiß darum was mit mir ist! Du hast die SMS nicht gekriegt, ja genau! Ist schon gut, ich fahr mit dem Taxi, der Opa hat’s ja! Und mach dich drauf gefasst, dass ich jeden von euch drei eigenhändig übers Knie legen werde, wenn ich zu hause bin, dafür seit ihr mir noch nicht zu alt. Es kann ja wohl nicht sein, dass ich mal einen Tag nicht da bin und ihr tanzt mir sogar in meiner Abwesenheit auf der Nase rum. Schau, bloß dass das Haus sauber ist, wenn die Kinder morgen früh kommen, will ich von eurer Scheiße nichts mehr sehen.’ Sie legte auf und tippte auf dem Handy herum. ‘Schon mal was von Sendebestätigung gehört!’ flüsterte sie und musste sich erstmal setzen.

Toni war in der Tür erschienen und blickte zu ihr rüber. Ihre Hände zitterten und sie pumpte wie ein Maikäfer.

‘Ich kann dich nachher auch fahren!’ meinte er ganz ruhig. ‘Wir müssen nur noch ein bisschen Papierkram machen, wegen dem Schaden!’

‘Und vorher wird gefrühstückt!’ konnte sie Frau Berger in der Küche hören.

Sie stand auf und wischte sich die Tränen aus den Augen, dann bewegte sie sich ganz langsam zu Toni hinüber und als sie in seiner Nähe angekommen war, sackten wieder ihre Knie weg. Er fing sie umgehend auf und setzte sie auf der Eckbank ab, wo sie gleich wieder zu sich kam.

‘Glauben Sie einer alten Frau, Sie dürfen sich nicht so aufregen!’ meinte Frau Berger, die ihr gerade etwas einflößte. ‘Und für alles Andere gibt es Klosterfrau Melissengeist!’

‘Ich erinnere dich das nächste Mal daran, wenn du dich wieder aufregst!’ meinte Toni zu seiner Mutter.

Emma atmete erstickt ein und musste husten. Frau Berger hielt ihr eine Teetasse hin.

Als sie wieder bei Atem war, stammelte sie: ‘Tut mir Leid, dass ich solche Umstände mache!’

‘Das ist doch kein Problem, des gehört ja quasi zum Service!’ grinste Toni und seine Mutter fiel ihm ins Wort.

‘Ja, und er macht das gerne, gell!’ meinte sie, blickte auf die Uhr. ‘Mei, ich muss zum Frühschoppen!’

Sie sprang vom Tisch auf und meinte: ‘Du kümmerst dich um das Frl. Emma!’

Und schon war sie wieder verschwunden, der Hund trottete ihr hinterher.

‘Ich hab dich auch lieb, Sputnik!’ meinte Toni schnippisch.

‘Du liebst diesen Hund!’ meinte Emma und grinste ihn an.

‘Ja und er behandelt mich wie den letzten Dreck!’

Beide mussten lachen und als er endlich die Eingangstür zufallen hörte, nahm er sie in den Arm und küsste sie.


Fortsetzung folgt in Far, Far away from Boandlkirch

Hooked on a feeling in Boandlkirch

Hooked on a feeling in Boandlkirch

nebelSie wurde von dem Intro von ‘Hooked on a feeling!’ wach und wunderte sich einen Moment, wo sie war. Ein Hund hechelte sie an, dann fiel es ihr wieder ein.

‚Sputnik?!‘ flüsterte sie. Sie stand auf und folgte der Musik zum Treppenabsatz. Jemand sang dazu. Sie schlich die Treppen hinunter und knöpfte sich das Hemd zu. Neugierig lief sie durch den Empfangsbereich des Abschleppunternehmens auf eine große Schwingtür zu, die halb offen stand. Er sang: ‘I said I’m hooked on a feeling, and I’m high on believing, that you’re in love with me, I’m hooked on a feeling!’ Schwungvoll rollte er unter ihrem Auto hervor und starrte in ihre Richtung, als hätte sie ihn bei etwas total Abartigen erwischt. Sie zog nur eine Augenbraue hoch und blieb in der Tür zur Werkstatt stehen. Er stand auf, ging zum Radio und machte es aus.

‘Bereit für schlechte Nachrichten?’ fragte er und wartete auf ein Nicken ihrerseits, bevor er fortfuhr: ‘Also der Kühler ist hin, den kann ich nicht flicken, der Anlasser ist im Eimer, nen neuen Airback, Motorhaube ausbeulen, Stoßstange muss ich sehen ob ich die wieder dranbasteln kann und auf der Hinterachse neue Reifen. Kann sein, dass er auf die Richtbank muss! Ich kann am Montag mal schaun, wie günstig ich an Ersatzteile rankomme und dann kann ich nen Kostenvoranschlag machen. Aber billig wird des net!’

‘Hach Gott, nicht dass ich am Ende noch meinen Körper verkaufen muss!’ witzelte sie, es war ihm aber nicht entgangen, dass sie sich am Türrahmen festhalten musste, so lustig war die Nachricht wohl doch nicht gewesen.

‘Auch wenn man die sonst nicht gebrauchen kann, dafür gibts ja die Versicherung!’ versuchte er sie zu beruhigen und lief zu ihr an die Tür.

‘Ja stimmt und ein Dienstwagen ist es ja auch irgendwie!’ meinte sie ein wenig abwesend.

‘Dann lass mich dich wenigstens noch zum Essen einladen, da oben wartet Mama’s Beste Gulaschsuppe darauf vernichtet zu werden!’

Sie grinste ihn an und meinte: ‘Da kann ich ja kaum widerstehen!’

Wenig später stand sie in der Küche und rührte die Suppe um und er war duschen, sie konnte ihn wieder singen hören und musste augenblicklich schmunzeln.

Als er aus dem Bad kam und ging er nur mit einem Handtuch bekleidet an der Küchentür vorbei und verschwand kurz im Schlafzimmer. Nach einem kurzen Moment stand er in einer abgeschnittenen Jogginghose vor ihr und zog das Shirt an, das er wohl gerade vom Wohnzimmertisch genommen hatte und meinte: ‘Wenn du des Shirt nicht anziehst …!’

‘Also die Suppe wär fertig!’

Er holte zwei Suppenschüsseln aus einem Regal und meinte: ‘Lass uns die Näpfe mit Essen füllen und uns vor die Glotze setzen. Ich muss unbedingt den Wetterbericht für morgen sehen. Weil noch so ne Nacht und ich muss dem ADAC mehr Geld abknöpfen.’

Nach dem Essen, saßen sie noch eine Weile nebeneinander auf dem Sofa, bis sie neben ihm einschlief. Als er sich regte, rutschte sie auf seinen Schoss.

‘Hey. Ich geh dann mal lieber in mein Bett.’

Ein verneinendes Grummeln kam aus ihrem Mund.

‘Ich will deine Notlage nicht ausnutzen!’ meinte er, tastete nach der Fernbedienung.

Sie blickte ihn mit einem Auge an und schüttelte den Kopf. Er machte den Fernseher aus und es wurde schlagartig dunkel im Raum.

‘Wir können auch beide in mein Bett gehen?’

Sie schüttelte wieder den Kopf, was er im Dunkeln nicht sah und flüsterte: ‚Nicht beim ersten Date!‘

‘Aber Sofa ist okay?!’

Sie nickte, war er wieder nicht sah, aber er spürte ihre Bewegung.

‘Wenn ich da bleiben soll musst du mir aber ein Stück von der Decke über lassen!’

Sie lies ihn unter die Decke und er rückte näher. Neben ihnen fing etwas zu hecheln an.

‚Sputnik, geh in dein Bettchen!‘ grummelte Toni.

Ein widerwilliges Grunzen ging von dem Hund aus und schließlich trottete er in die Küche.

‚Er ist eifersüchtig!‘ flüsterte er in ihr Haar. Sie kroch in seine Umarmung und flüsterte ein ‘Danke!’ in sein Brusthaar.

‘Wofür?’

‘Fürs Retten!’.

‘Ach was. Das hätte doch jeder gemacht.’

‘Du hättest ja auch ein Triebtäter sein können!?’

‘Vielleicht bin ich ja ein Triebtäter!’

‘Dann ist des wohl nicht mein Tag heute.’

Er gähnte: ‘Selbst wenn ich wollte, ich würd vorher einschlafen. War ein anstrengender Tag heute.’

‘Wem sagst du das!’ flüsterte sie.

‘Deck im ich zu wenn du fertig bis.’ gähnte er.

‘Nicht bei ersten Date!’

‘Okay. Dann des nächste Mal.’

Ein gehauchtes ‚Okay!‘ kam aus ihrem Mund und sich kuschelte sich näher an seine Brust. Er küsste ihre Haare und nahm sie fest in den Arm.

Fortsetzung folgt in Morgenstund hat Gold im Mund in Boandlkirch

 

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