Ich suche einen Mann…Teil 14 Mein Mann für alle Fälle!

Ich suche einen Mann…Teil 14 Mein Mann für alle Fälle!

39473_1356844647809_1432279590_30819099_4121332_nIch suche einen Mann, den ich überall mitnehmen kann, ohne dass er unangenehm auffällt und der jeden Scheiß mit macht. Gutes Benehmen in jeder Lebenslage, egal ob wir gerade in einer Assikneipe oder in der Oper sind. Ein Mann, der immer den nötigen Ernst und den gebührenden Respekt an den Tag legt, egal ob ich auf einer Karnevalsveranstaltung oder auf einer Schickimickihochzeit auftrete, in der Kirche oder im Swingerclub.
Mein Mann für alle Fälle, mein Retter in der Not, der sich nicht zu fein ist, mir die Haare hochzuhalten, wenn ich am Speiben bin. Mein Supermann fährt auch noch um 3 Uhr nachts durchs Outback um eine Apotheke zu suchen, wenn ich mal wieder keine Kopfschmerztabletten zu hause habe, obwohl ich doch genau weiß, dass ich öfter mal Migräne habe. Und wenn das alles nichts hilft, der mich in der Not und als 1004792_502723923139445_1305255460_nmedizinische Maßnahme, auch mal über den roten Ingo legt und mich von Hinten pimpert, was auch ganz gut gegen Kopfschmerzen helfen soll. Und vorallem ich suche einen Mann, der mir hilft nachts meine Taschen hochzutragen, wenn ich mal wieder spät heimkomme und eigentlich schon nicht mehr kann…

Anmerkung: Dies ist der 14. Teil einer völlig ernst gemeinten Bekanntschaftsanzeige von mir, Callabutterfly, und eine Ode an meinen Traummann, den ich mir grad versuche zu basteln.
Zuschriften bitte via Facebook/Callabutterfly per PM

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IKEA – Die Hölle des Imbus

IKEA – Die Hölle des Imbus

War neulich wieder beim IKEA. Bin jetzt pleite. Wollte eigentlich nur Kisten und Gewürzbehältnisse kaufen. Am Ende war ich über 200 Euro los. Hatte dann auch zu wenig Kisten gekauft und keine Gewürzbehältnisse. War ja klar. Hm. Ich wollte eigentlich auch noch nach dem tollen IKEA-Wort für Heimtextilien suchen, dass mir entfallen ist. Ich fand dieses Wort so toll, aber es fällt mir nicht mehr ein. Wenn ich mir nicht alles aufschreibe…. Im Alter werde irgendwann mit einem Zettel mit meiner Anschrift um den Hals in der Innenstadt herum irren. Es wird Radiodurchsagen über mich geben. ‚Eine 60jährige Frau mit pinken Haare und einem dazugehörigen Pudel wird vermisst. Sie ist auf der Suche nach dem IKEA-Wort für Heimtextilien. Sagen sie einfach Essplatztextilien zu ihr und sie geht nach Hause!‘ Bin aber dann an der Stelle, wo ich dieses Wort vermutet hatte, vorbei gerannt. Weil auf meinen Einkaufszettel stand: Verdammt nochmal, du brauchst keine Handtücher, keine Küchentücher, keine Topflappen…Das ist auch das Einzige was hilft. Ich bräuchte eigentlich einen Personalcoach, der neben mir hergeht und mir einredet, was ich alles nicht brauche…und mir ganz uneigennützig auf die Finger haut, wenn ich unartig bin.
Aus der Suche nach diesem Wort, bin ich im Internet über Essplatztextilien gestolpert. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es mein gesuchte Wort ist, aber als Ersatz hört es auch schon ganz schön bescheuert an. Dann ist mit aufgefallen, dass Stühle und Tische beim IKEA meist Männernamen haben. Bescheuerte Männernamen, aber Männernamen. Hm. Das hat doch Methode. Die wollen uns Frauen erst suggerieren, dass wir unseren Ingo erst mit Behandla beizen und dann mit Möbelpolitur einreiben, damit wir eine Beziehung zu unserem Möbelstück aufbauen. Dann wollen sie, dass wir uns einen echten Ingo suchen und den wir dann zum Möbelstück machen sollen. (Das ist ungefähr genau das, was mit der Herr Sailer über die Verdinglichung der Menschheit erzählt hat!) Und dann können wir unseren fleischlichen Ingo mit Behandla und Möbelpolitur einreiben….. äh…. wenn Möbel zur Leidenschaft werden…Forniphilie. Ich frage mich, ob man schon als Fetischist gilt, wenn man gerne Sex auf seinem Ingo (Tisch) haben will. Dabei liegt mir doch die dominante Ader gar nicht so, ich könnte es nicht ertragen einen weiteren Ingo (Mensch) in meiner Wohnung zu haben, den ich dann auch noch schlecht behandeln soll, (Des mit der Möbelpolitur habe ich jetzt nicht verstanden, des ist doch eigentlich gut für den Ingo! Und auf dem Behandla steht, dass man Behandla nicht auf Schleimhäute bringen darf.) damit ich Sex auf den Ingo mit dem Ingo haben darf. (Ingo ist gleichzusetzen mit Ivar und wie sie alle heißen!) Himmel ist des kompliziert. ‚Es muss sich jetzt mit der Möbelpolitur einreiben! Auch da wo es weh tut!‘ Warum ist denn nie jemand da, der mir auf die Finger haut?
Dann wollen die Schweden, dass wir ganz viele Kinder auf ihren Möbeln zeugen. Und ihnen dann auch noch die Namen geben, wie IKEA ihre Möbel getauft haben. Die Schweden sind bestimmt vom Teufel gesandt, der Imbus der Dämon, der andere zum Möbelkauf verleitet. Haha.
Blöd ist nur, dass herkömmliche Stoffe und Kissenbezüge beim IKEA meist Frauennamen haben. Ich bin ja gespannt, wann die ersten ihre Kinder Ektorp oder Ditte nennen. Haha. Beim ersten Mädchen das Bomull heißt, heirate ich meinen roten Ingo (Tisch).
Bomull ist die Billigbettwäsche, da können wir bald auf dem Spielplatz hören: ‚Bomull komm bei Mutti!‘ Bomull ist immer noch besser als Anakin.
Da fällt mir ein, dass ich mal im IKEA stand und eine Durchsage kam, bei der ich mich beinahe bepisst hätte vor lachen: ‚Der kleine Marc-Antoni möchte gerne vom Smalland abgeholt werden.‘ Ich leihe mir jetzt ein Kind aus, dass ich beim Smalland erst abgeben kann und dann ausrufen lassen kann. ‚Der kleine Lt.Col. T.C. McQueen möchte vom Smalland abgeholt werden.‘ Haha.
Auf jedenfall werde ich am Samstag eigentlich nicht mehr zu IKEA fahren wollen, aber als berufstätiger Mensch, kann ich zu einem anderen Tag eigentlich auch nicht fahren. Eigentlich wollte ich ja gar nicht mehr zum IKEA, aber ich habe ja die Gewürzbehältnisse vergessen. Vielleicht kann ich bei meinem Arbeitgeber einen Tag frei für IKEA fordern, weil es ledigen Berufstätigen nicht zuzumuten ist, am Samstag zum IKEA zu gehen. Ich leg mich jetzt auf meine Hulda und am Samstag geht es wieder zum IKEA, das Geld der Anderen ausgeben.

Obszöne Pilzgewächse

Obszöne Pilzgewächse

Ich will schon seit Wochen über obszöne Pilzgewächse schreiben und mir fällt nichts Gescheites ein, was ich zu diesem Thema schreiben könnte. Auch den Tipp ich soll mir doch einen Porno ansehen, dann würde ich auf andere Gedanken kommen, habe ich nicht beachtet. Ich will ja auch nicht auf andere Gedanken kommen, ich will eine Geschichte über obszöne Pilzgewächse schreiben. Es ist eigentlich schon ganz schön armselig, dass mir zu diesem Thema nichts einfällt, nein eigentlich ist es schon ganz schön armselig, dass man über etwas über obszöne Pilzgewächse schreiben will. Ich habe diese beiden Wörter im Hörbuch vom H.P. Lovecrafts Sammlung zum Necronomicon Band 4 aufgeschnappt und seit dem beschäftigt mich die Möglichkeit, darüber zu schreiben.

Auch nach einem Googleversuch werde ich auf einen Vampireroman verwiesen. Beim genaueren Lesen, stellte ich fest, dass die Sequenz in dem Vampirbuch genau den selben Wortlaut hat, wie beim Lovecraft. Seltsam. Gedanken sind frei, aber Schwarz auf Weiß anscheinend noch freier. Abschreiben war doch schon in der Schule nicht erlaubt. Des bestärkt mich noch mehr in meiner Annahme, dass obszöne Pilzgewächse in der Welt des geschriebenen Wortes ihren Platz bekommen müssen. Ich denke schon den ganzen Nachmittag darüber nach, obwohl ich eigentlich meine Küche aufräumen müsste. Ich dachte es wäre ganz einfach, innerhalb zweier Wochen Urlaub, meine Wohnung auf Vordermann zu bringen und etwas über obszöne Pilzgewächse, das Geschlechtsverhalten von Neandertalern incl. einer Geschichte über ein Pony, über Schnappatmung, nochmal über Schnee und natürlich über verdammt viel Geschlechtsverkehr zu schreiben, aber ich kann ja nicht mal was über obszöne Pilzgewächse schreiben und meine Küche habe ich ja schließlich auch nicht aufgeräumt. Das stimmt eigentlich auch nicht ganz, ich habe meine Küche dreimal versucht aufzuräumen, aber es liegt immer noch jeder Menge Geschirr rum, des eigentlich gespült werden sollte. Es dauert wahrscheinlich nicht mehr lange, dann bilden sich….jaaaaa endlich da sind sie, die obszönen Pilzgewächse. Ich bin kein Messi, ich bin ein Genie. Gut Wahnsinn und Genie liegt ja bekannter Maßen eng beieinander.

Ich bin vorhin im Dunkeln in die Küche geschlichen, damit mich die Arbeit nicht sieht und habe im Kühlschrank mein letztes Red Bull gesucht. Vielleicht verleiht mir Red Bull ja Flügel und mir fällt dann ein preisverdächtiger Text über obszöne Pilzgewächse ein, aber nachdem ich noch nicht mal Licht im Kühlschrank habe, hätte ich beinahe eine offene Dose pasteurisierte Tomaten getrunken. Dann habe ich weitergesucht und ich finde etwas verrunzeltes in meinem Kühlschrank, beulig und kalt und echt ekelig. Ich habe das Gefühl, das dieses Dings, was ich da gerade abtaste bestimmt grün ist. Um Himmels Willen, es sind zwei davon. Und wie ekelig die beiden sind. Ich stolpere weitgehend unfallfrei zurück zum Lichtschalter und stelle fest….nein, es sind keine obszöne Pilzgewächse….mich sehen zwei alte grüne Paprikas traurig und verschrumpelt an. Ich hatte sie gekauft und danach meine Abneigung für Paprikas wieder entdeckt und habe sie dann mit Absicht im Kühlschrank vergessen, bis sie sich heute im Dunkeln als obszöne Pilzgewächse getarnt haben, um sich wieder in mein Leben zu schmuggeln. Ich gehe wieder zum Kühlschrank und schmeiße sie angewidert ins Gemüsefach zurück und da schimmert mich mein letztes Red Bull lächelnd an. Trink mich. Trink mich. Ich knie vor meinem Kühlschrank und nehme das Red Bull in die Arme, reiße es auf und setzte an. Hinter mir höre ich ein huschendes Geräusch und mich fröstelt es. Jetzt bemerke ich erst, dass ich außer meiner weißen „Hello Kitty“-Unterwäsche nichts weiter anhabe. Es ist wie im schlechten Horrorfilm. Ich weis ich darf mich jetzt nicht umdrehen, weil ich ja bestimmt nicht die Quotenjungfrau in diesem Streifen bin, auch wenn ich „Hello Kitty“-Unterwäsche trage und die Bibel neben dem Kopfkissen liegen habe. Das Böse weiss, dass unter der Bibel, sich die Abenteuer von Josefine Mutzenbacher verstecken. Die Bibel stürzt in diesem Moment vom Bücherstapel, genau auf die DVD-Fernbedienung und der DVD-Player startet mit einem lauten Stöhnen. Wie kommt den nur der Porno in den DVD-Player, so was aber auch.

Durch diese Ablenkung vom Wesentlichen abgelenkt, drehe ich mich doch um und starre entsetzt auf die Verlängerung meines roten Ingo, der unterm Fenster steht. Das Bild scheint während meines Entsetztensschreies immer zu auf mich zu und wieder weg zu springen. Auf dem Ingo sitzt ein kleines verlassenen Kaseschinkenbrot, in einem Pelzmantel gekleidet und es sagt mit einer niedlichen Stimme: „Mama?“ Das Red Bull fällt mir aus der Hand und grüne Flüssigkeit fließt über den Boden. Der typische Geruch von Gummibärchen erströmt sich von Boden aus durch die ganze Küche. Ich zwinkere in der Hoffnung dieses in obszöne Pilzgewächse gehüllte Käseschinkenbrot würde einfach durch mein Zwinkern verschwinden. Aber nein, es sitzt noch da, aber es redet eigentlich gar nicht. Es kann ja nur ein Traum sein, Red Bull ist auf keinen Fall grün. Ich gehe vorsichtig näher und es stellt sich heraus, dass meine Fantasie mir wohl einen Streich gespielt hat. Da stehen nur meine Kräutertöpfchen, mit den mittlerweile vertrockneten Überresten, meiner mittlerweile auch echt antiken historischen Kräutersammlung. Und ich habe mein Red Bull immer noch in der Hand…

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