Schnee im Oktober – Teil 7

Schnee im Oktober – Teil 7

4408698Wieder konnte er diesen kleinen Stöhner nicht überhören und drückte seinen Körper noch näher an den ihren. Dieses kleine Stöhnen hatte mehr in Gang gesetzt, als sie je damit beabsichtigt hätte und doch konnte sie sein Gemächt spüren. Sie konnte sich lebhaft vorstellen was er in seiner Superman-Shorts noch so alles versteckt hat und Snoopy hatte ganz und gar nichts dagegen, dass er seinen immer härter werdenden Superman weiter an ihr rieb. Ein langer, tiefer Stöhner kam aus seiner Kehle, als er ihren Hals küsste und seinen Bart an ihrem Hals rieb. Sie drehte sich in seiner Umarmung und streckte ihm den Hintern hin. Sie konnte seinen harten Penis an ihrem Hintern spüren, während seine Hand unter ihr Shirt fuhr und unterhalb ihrer Brüste liegen blieb.

‚Ist dir jetzt warm genug?‘ hauchte er in ihr Ohr.

Ihre Nackenhaare stellten sich auf. Er schob nun ihren Körper näher an den seinen und rieb seinen prallen Schwanz an ihrem Arsch.

‚Weißt du, wenn du magst kannst du meine missliche Lage gerne ausnutzen!‘ meinte sie nun völlig unverblümt und drückte ihren Hintern stärker gegen sein Gemächt.

Er atmete ihr schwer ins Ohr und raunte dabei: ‚Das ist nicht so meine Art!‘

Aber doch schob er seine Hüfte ihr entgegen und küsste dabei ihren Nacken.

Sie drehte sich wieder zu ihm und meinte: ‚Ehrlich, ist kein Problem.‘

Er war erstaunt von ihrer Ungezwungenheit und deshalb bleib er regungslos liegen, als sie ihn auf die Wange küsste und ihre Hand zu seinem Schwanz wanderte.

Endlich regte er sich, er wollte den Kuss erwidern, doch sie bewegte sich nicht mehr. Ihre Hand hatte seinen Penis immer noch im Griff, doch sie schien eingeschlafen zu sein.

Ihr Atem ging regelmäßig und ruhig. Vielleicht leidet sie ja an Narkolepsie oder sie hat sich beim Unfall doch etwas Schlimmeres zugezogen. Im Schlaf bewegte sie sich, hielt aber seinen Schwanz weiter fest im Griff. Toll jetzt liegt er mit einem riesigen Ständer da, schlafen konnte er erst recht nicht und Mathilda hatte seinen Schwanz als Kuscheltier und knuddelte und wuddelte ihn, obwohl sie tief und fest zu schlafen schien, fast wie eine Tote.

Fast wie eine Tote, sie murmelte im Schlaf: ‚Deck mich zu wenn du fertig bist!‘

Das war doch nicht ihr ernst, wenn sie nun doch eine schwere Gehirnerschütterung hatte, wollte er sie jetzt nicht noch mehr durch rütteln. Das war nicht, was Mathilda für ihn vorgesehen hatte. Auch wenn sie im Schlaf danach bettelte, das hatte noch Zeit.

 

In dieser Nacht tat er kein Auge zu und als er in der Ferne den Schneepflug hörte, entzog er ihr seinen Schwanz, stand auf und zog sich an.

Kurz bevor er ging, wecke er sie und meinte: ‚Der Schneepflug kommt. Zieh dich an und komm zum Wagen, wenn du fertig bist.‘

Sie faselte nur: ‚Guten Morgen Supermann!‘

‚Ja, ähm. Guten Morgen, ich muss los. Bringst du meinen Schlafsack und den Proviant mit?‘ rief er ihr zu, bevor er die Leiter hinunter stieg.

‚Ja, bis gleich, ich versuche den ADAC zu erreichen!‘

 

Als sie wenig später angezogen vor die Scheune trat, sah sie wie der Zimmermann an der Straße stand. Er hatte den Schneepflug aufgehalten, der nun auf der Straße kehrt machte.

Sie telefonierte gerade mit dem ADAC: ‚Ja… ich war gestern zwischen Ascholding und Dietramszell unterwegs. Ich hatte einen Unfall und dann hat mich der Wintereinbruch überrascht…ja…ja…der Schneepflug räumt grad die Straße frei…ja…ja…vielen Dank!‘

Als sie bei ihrem Auto ankam, stand der Zimmermann mit dem Schneepflugfahrer beim Wagen und sie unterhielten sich.

‚Des Auto hat ja ganz schön erwischt.‘ meinte der Zimmermann und schaufelte gerade den Wagen frei.

‚Des wird teuer!‘ meinte der Schneepflugfahrer und drehte sich eine Zigarette.

‚Ich denk mal, dass die Versicherung das schon richten wird.‘

‚Jaja. Ich muss dann auch weiter!‘ rief der Mann. ‚Soll ich sie irgendwo mit hin nehmen?‘

‚Ähm, nein. Der ADAC wird gleich kommen.‘ meinte Mathilda.

‚Ist des ihr Wagen?‘ fragte der Schneepflugfahrer.

‚Ja, danke für die Räumarbeit!‘

‚Des Einparken müssens aber noch üben.‘ rief der Mann und klopfte dem Zimmermann auf die Schulter. ‚Ja, dann pass mal auf die Lady auf. Und wenn du mal wieder durchkommst. I wohn da in Humbach, bei uns aufm Hof gibt’s immer was zu tun.‘

 

Nach gefühlten Stunden stand Mathilda vor einem Leihwagen, kramte in ihrer Handtasche und blickte zu ihrem kaputten Auto hinüber, dass gerade in der Werkstatt aufgebockt wurde. Die Sonne stand hoch am Himmel und schmolz den Schnee von letzter Nacht.

Hans Kupfer kam auf sie zu. Sie konnte den Schlag seiner Hose bei jedem schnalzen hören. Er hatte seine Sachen ordentlich gepackt. Sie hatte den Eindruck, dass er weiter wollte und doch blieb er vor ihr stehen und machte Anstalten seinen Hut ziehen zu wollen.

‘Ich muss wieder auf die Straße, Mathilda!’ meinte er kurz und blickte sie an.

Er hatte den Hut wieder losgelassen und blickte ihr flüchtig in die Augen, um dann ihrem Blick auszuweichen.

‘Sag bloß, du hast nen Termin!’ rief Mathilda schnippisch.

‘Ähm ja, ich muss weiter. Hab Arbeit in Ulm.’  stammelte er verlegen und blickte in den Boden.

‘Ich hab gehofft, ich könnte dich wenigstens aufn Frühstück einladen.’ meinte sie und machte einen Schritt auf ihn zu. Er wollte ihr ausweichen, doch sie hielt ihn am Hut fest und zwang ihn in ihre Augen zu blicken. Er küsste sie ohne Umschweife auf den Mund und sie erwiderte den Kuss, lies aber verdutzt den Hut los. Als sich ihre Lippen wieder trennten, flüsterte er ihr ins Ohr: ‘Ich muss erst morgen in Ulm sein.’


Ende

 

Fortsetzung folgt: Regen im August

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Schnee im Oktober – Teil 6

Schnee im Oktober – Teil 6

nebel‚Danke Herr Dr. Kupfer!‘ flüsterte sie verschmitzt.

Er lachte, zog gespielt den Hut und meinte dann. ‚War wohl alles ein Bisschen viel heute! Willst du dich nicht hinlegen und ein Bisschen schlafen? Morgen sieht die Welt wieder ganz anders aus.‘

Sie nickte nur, während er das Stroh zurecht richtete. Als sie sich dann hinlegte, schob er ihr noch eines seiner Bündel unter, bevor ihr Kopf das Stroh berühren konnte. Liebevoll deckte er sie mit seinem Schlafsack zu und hangelte nach ihrer Decke, um sie ihr irgendwie unter den Schlafsack zu legen.

Dabei bemerkte er: ‚Deine Hose ist ja auch nass!‘

‚Ja!‘ gähnte sie nur.

‚Willst du sie nicht ausziehen?‘

‚Hm!‘ murmelte sie und drehte sich von ihm weg auf die Seite.

‚Ich schau auch bestimmt nicht!‘ flüsterte er nun verlegen, wand sich ab und packte den restlichen Proviant wieder in das Tuch und formte ein handliches Bündel mit nur wenigen Handgriffen.

Hinter sich hörte er nur, wie sie unter dem Schlafsack herumwirtschaftete und als er sich wieder zu ihr umdrehte, beförderte sie ihre schlammverschmierte Hose gerade aus dem Schlafsack und drehte sich wieder in seine Richtung.

Er nahm die Hose an sich, schüttelte sie aus und hängte sie über einen freien Balken. Dann trank er das restliche Bier leer, rülpste leise und ging wieder zu ihr rüber. Sie wurschtelte immer noch im Schlafsack herum.

‚Kann ich dir irgendwie helfen?‘ fragte er ganz unverblümt.

Ohne ihn zu beachten, kroch sie aus dem Schlafsack und legte ihre Decke auf das Stroh. Er beobachtete sie dabei und schmunzelte über ihre Snoopy-Unterwäsche.

‚Sag bescheid, wenn ich dir zur Hand gehen soll!‘ meinte er, während er seine Weste aufknöpfte.

Sie hatte sich wieder hingelegt, als er seine Hose auszog, die ebenfalls ziemlich nass war. Langsam gingen ihm die freien Balken aus, also legte er seine Hose ins Stroh und hoffte inständig, dass sie in der Früh wie durch ein Wunder trocken sein würde. Er bemerkte nicht, dass sie ihn dabei beobachtete, wie er auch sein Hemd auszog.

Irgendwie wurde es ihm erst gewahr, als er sich wieder zu ihr umdrehte und sie ihn heiter angrinste.

Ahnungslos grinste er sie an und folgte ihrem Blick, an sich hinunter.

‚Also Superman-Shorts und ein Batman-Shirt passen ja zusammen, wie die Faust aufs Auge.‘ meinte sie schnippisch und lachte dann aber herzlich.

Er musste auch lachen, kniete sich zu ihr runter und legte seine Jacke ins Stroh.

‚Wenn Snoopy nichts dagegen hat…!‘ meinte er fast beiläufig und legte sich neben sie. Sie lüpfte den Schlafsack etwas und machte eine einladende Handbewegung.

Mit einem sicheren Handgriff, rollte er sie in ihre Decke und kroch unter den Schlafsack. Seine Füße trafen auf die ihren, als er näher rückte. Sie zitterte immer noch. Ohne darüber nachzudenken packte er sie einfach, zog sie an sich heran und nahm sie in den Arm. Ehe sie sich versah klebte ihr Gesicht bereits am Batman-Aufdruck auf seiner Brust.

Sein betörender Geruch stieg ihr wieder in die Nase und der Hauch von Moschus lies sie wie Butter in seinen Händen zerschmelzen, und so ergab sie sich seufzend in seiner Umarmung.

Er rieb ihren Rücken und hauchte ihr ins Haar: ‚Du wirst mir doch nicht erfrieren?‘

Sie wusste nicht, ob die Hitze die nun in ihr aufstieg, von dem Blut kam, dass wieder ihre Wangen erröten lies, oder ob sie nur vom Zimmermann auf sie übergangen war. In beiden Fällen lag es wohl an ihm. Er drehte seinen Kopf, so dass sie seinen Atem hören konnte und küsste ihr Haar, als sie ihre Augen geschlossen hatte. Sie konnte seinen Körper spüren, wie er sich an sie schmiegte und ihr stolperte wieder ein kleiner Stöhner aus ihrem Mund.

Schnee im Oktober – Teil 5

Schnee im Oktober – Teil 5

nebelImmer noch verstohlen beobachtete sie ihn, wie er seine Schuhe auszog und Stroh hinein stopfte. Dann kniete er sich neben seine Jacke und kramte darin herum. Nach einer Weile förderte er allerlei zu Tage und meinte dann: ‚Also wir haben 1 Flasche Bier, 1 Flasche Wasser, den Flachmann, ein angebissenes Käseschinkentoast, ein Snickers und eine halbe Packung Gummibärchen.‘

Sie hob den Finger und blickte in ihre Handtasche. ‚Also ich kann noch eine Packung Kaugummis, eine Packung TicTac und Em Eukal für Kinder beisteuern.‘ sagte sie mehr zu ihrer Handtasche als zu ihm. Mit der Taschenlampe leuchtend, kramte sie noch weiter in ihrer Handtasche herum und rief dann: ‚Oh, da ist noch ein angebissener Müsliriegel und so was wie ein Duplo!‘

‚In der Not darf man nicht wählerisch sein.‘ rief er und legte ihr die in ein Tuch gewickelten Köstlichkeiten vor die Füße.

‚Ich will dir aber nichts weg essen.‘

‚Wir bleiben hier ja nicht ewig, oder?‘

‚Keine Ahnung!?‘ meinte sie und zuckte ratlos mit den Schultern.

Er teilte das angebissene Käseschinkentoast in zwei Teile und reichte ihr die nicht angebissene Hälfte. Dann öffnete er das Bier mit seinem Flachmann, trank schnell den Schaum ab und reichte ihr die Flasche. ‚Prost!‘

‚Danke!‘ meinte sie verlegen und nahm die Flasche an den Mund.

‚Hör auf dich zu bedanken, das ist doch selbstverständlich.‘ rief er ernst.

‚Ich bin das nicht so gewohnt.‘
‚Dann gewöhn dich dran, so lange Hans Kupfer an deiner Seite ist, wird alles geteilt.‘

Sie nickte nur verlegen, biss in das Brot und drückte ihm das Bier wieder in die Hand. Er lehnte sich nach vorne, um an die Flasche zu gelangen, dabei hatte er sich neben ihren Schuhen abgestützt. Als er sich wieder aufrichtete streifte er ihre Schuhe und bemerkte, dass sie auch nass waren.

‚Deine Schuhe sind ja auch nass!‘ meinte er und trank von dem Bier, bevor er die Flasche wegstellte.

‚Und meine Socken auch!‘ flüsterte sie.

‚Los zieh sie aus!‘ rief er, zog dabei eine Augenbraue hoch. Er wand sich ab, um in einem seiner Bündel zu kramen.

‚Die werden dir viel zu groß sein, aber trocken und warm.‘ murmelte er.

Zögernd zog sie ihre Schuhe aus und er warf ihr seine Socken hin und schnappte sich gleich ihre Schuhe, um ebenfalls Stroh hinein zu stopfen. Als er sich wieder zu ihr drehte, hatte sie ihre Socken ausgezogen und versteckte ihr nackten Füße im Stroh.

‚Gibst du mir deine nassen Socken, dann häng ich sie auf.‘ rief er und erst als er ihr seine Pranke hinhielt, übergab sie ihm ihre Socken.

Er hängte sie auf einem Querbalken auf und kam wieder zu ihr, um sich vor sie zu knien, während sie seine Socken immer noch ihn Händen hielt und gedankenverloren am Bündchen herum spielte.

‚Mathilda ist alles in Ordnung mit dir?‘

‚Ähm ja, glaub ich!‘

Kurzerhand nahm er ihr die Socken ab, hob ihre Füße aus dem Stroh und zog ihr so behutsam es ihm möglich war, die Socken an. Dann blickte er ihr besorgt ins Gesicht.

‚Wirklich alles in Ordnung?‘

Sie wirkte immer noch ziemlich abwesend, so dass er sich seine Taschenlampe schnappte und Anstalten machten ihr in die Augen leuchten zu wollen.

‚Schau mich mal an!‘ rief er und sie tat wie ihr geheißen. Er leuchtete ihr mit der Taschenlampe in die Augen und blickte ihr angestrengt in die Augen.

‚Also die Reaktionsfähigkeit ist ganz gut!‘ meinte er und hängte die Taschenlampe wieder auf.

 

Fortsetzung folgt… vielleicht!?

Aus den Aufzeichnungen von Bernadette G. Teil 4

Aus den Aufzeichnungen von Bernadette G. Teil 4

17.11.2008

Habe von einebernadettem Käseschinkentoast geträumt, warum weiß ich nicht so recht. Ich wache nach einem komatösen Schlaf auf und schwanke ins Bad. Als ich aufm Klo hocke, bemerke ich, dass mir ein Brief am Fuß klebt. Auf dem Umschlag steht ‚Bernadette G.‘. Ich reiße ihn auf und lese…

Liebe Bernadette,

ich weiß nicht so genau, wie ich mich ausdrücken soll. Ich hoffe ich überfordere dich jetzt nicht, wenn ich mit der Tür ins Haus platze. Ich möchte dir auf keinen Fall zu Nahe treten, aber ich habe mich in dich verliebt. Und es ist nicht nur was Sexuelles. Ich würde ich gerne wiedersehen, mein Rasierer übrigens auch.

In Liebe Björn ‚der Schweißer‘ Svenolofson

Beschließe nach dem Pissen zu kotzen…

Ende

Aus den Aufzeichnungen von Bernadette G. Teil 3

Aus den Aufzeichnungen von Bernadette G. Teil 3

15.11.2008 Nachtrag

bernadetteOh, scheiße, dass Wartezimmer ist voll und der Werksarzt musste zu einer Entbindung, ich glaub der will mich wohl verarschen, wo sollen denn hier Schwangere herkommen? Dem werd ich schon was entbinden, wenn er wieder da ist. Der Sören nervt mich schon die ganze Zeit, warum ich heute schon wieder zu spät bin. Der Kerl widert mich an.

Ich beginne die Wehwehchen der Werksangestellten abzufertigen und gucke dabei ganz wehleidig auf meine blauen Einlaufhandschuhe…Und was sagt meine Frau nur dazu, dass ich von der halben Mannschaft hier gepimpert wurde. Liebes Tagebuch, wie soll ich es ihr nur erzählen. Aber sie lässt sich bestimmt wieder nur die Füße von irgend so einem Flachwichser massieren… Der dann gleich wieder mit ihr durchbrennen will… Ich weiß nicht was ich denken soll… Mir ist kalt ohne meine Muschi…

Nachdem ich alle Patienten abgefertigt habe, habe ich diesen blöden Sören bitten müssen, mich in die Röhre zu schieben und von meinem Kopf eine CT zu machen. Hab ne schwere Gehirnerschütterung und durfte mich selbst Arbeitsunfähig schrieben, bis unser lieber Herr Doktor wieder von der ‚Entbindung‘ zurück ist. Der blöde Sören hat jetzt meinen Schwesternkittel an und muss Nachtdienst machen. Hahaha. Oh tut mir der Kopf weh!

Jetzt kann ich mir auch erklären, warum ich auf Einmal an den Eiern lecken so toll fand, ich muss echt einen gewaltigen Schlag haben… hm… schwere Gehirnerschütterung eben. Irgendwie war ich nicht ich selbst… geh jetzt schlafen, morgen sieht die Welt ganz anders aus!

Als ich meine Zimmertür aufmache, ist meine Wohnung im tadellosen Zustand, so als wäre nichts Geschehen und ein Zettel liegt auf dem Kopfkissen….

16.11.2008

Bin heute morgen aufgewacht und ins Bad getappt, habe erst am Spiegel gesehen, dass dieser Zettel an meiner Wange klebt. Man kann kaum mehr was lesen, weil ich ihn wohl vollgesabbert habe. Hab den Zettel weggeworfen. Wird schon nichts Wichtiges draufgestanden sein….

Hab einen Termin beim Herrn Doktor Vladimir Putinowsky. Er untersucht mich nochmal. Dass ich eine schwere Gehirnerschütterung habe, hatte ich schon gewusst, dass man auf dem CT nicht weiter was Schlimmeres sieht, hatte ich auch schon gewusst. Ich bin ja nicht auf der Brennsuppn daher gschwommen. (Des sagt meine Süße immer! Grins!) Dann wollte er wissen, wo ich die ganzen blauen Flecken her habe. Dann hat er den Werksschutz geholt. Ich sollte mal lernen besser zu lügen. Er hat irgendwie einen Blick dafür, blaue Flecken zu lesen, er ist ja auch halber Russe, der kennt sich mit Vergewaltigungen aus. Ich erstattete keine Anzeige, ich hatte keine Lust, dass noch mehr Trara um die Sache gemacht wird. Der Werksschutz meinte nur, dass es noch Konsequenzen hätte und das Werk eigene Ermittlungen anstellen wird. Ich meinte nur: ‚Recht so!‘

Der Klempner und der Schweißer wären in diesem Zusammenhang schon öfter aufgefallen, aber da handelt es sich eigentlich immer um männliche Opfer. Und dieser unbekannte Fremde wäre eh schon auf der Fahndungsliste, nachdem er beim Flüchten Betriebseigentum beschädigt hätte. Außerdem wäre mein Körperschaden auch auf den Unbekannten Fremden zurückzuführen. In der Zeit meiner 14 Tage Arbeitsunfähigkeit müsste schließlich Ersatz eingestellt werden. Blabla.

Der Doktor verschreibt mir noch dazu strickte Bettruhe.

Ich komme zurück ins Zimmer und da hatte jemand ein angebissenes Käseschinkentoast unter meiner Tür durch geschoben.

Mache mir weiter keine Gedanken darüber und falle halbtot ins Bett….

Mein Tod war erst der Anfang…

Mein Tod war erst der Anfang…

Ich weiß nicht wie viele Stunden oder gar Tage unsere sterblichen Überreste im Meer getrieben hatten, bis wir wieder an den Strand gespült wurden. Die beiden Gedankenschinder hatten sich wohl entschlossen, das Spiel von Neuen zu beginnen zu lassen und unsere Körper wieder zusammengefügt.

‚Es ist nicht tot, was ewig liegt, bis dass die Zeit den Tod besiegt.‘ – Die Bedeutung dieses Satzes werde ich wohl nie verstehen.

Immer wieder kommen mir Schemen in den Sinn. Momente, die ich unter Wasser erlebt haben muss, als mein Geist von meinem Körper getrennt war. Mein Geist, der seine Seele gefangen hielt. Ich konnte und wollte ihn nicht gehen lassen, er war der Einzige beständige Punkt in meinem abscheulichen Leben nach der Wahrheit, so konnte ich selbst im Tod uns beide nicht loslassen.

Die beiden Gedankenschinder hatten sich verspielt im Meer getummelt, während sie mit ihren Tentakelschlägen ganze Landstriche überfluten ließen. Inseln versanken im Meer und viele arme Unwissende fanden an diesem Tag ihr nasses Grab.
Diese beiden Überirdischen schienen für einen Moment irgendwie glücklich wieder vereint zu sein und ich konnte die Beiden verstehen. So ist es doch an jedem Lebewesen in diesem Universum seine eigene Art zu erhalten, auch wenn man damit andere Lebewesen vernichten muss.

Der Egoismus der Erhaltung der eigenen Art, fressen oder gefressen werden. Deutlicher kann man es einem gar nicht aufzeigen. Nur was sind wir dann, sind wir wieder die Ausgeburt dessen, was im Meer geboren wurde oder sind in uns wieder die beiden Gedankenschinder gefangen.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass der erste Schinder, den ich in der Winternacht erblicken musste, von meinem Lebensretter nur geistig Besitz ergriffen hatte, weil dieser Große Alte war ja bereits befreit. Und er wollte wohl verhindern, dass ich nicht zur falschen Zeit den zweiten Großen Alten freisetzen würde.

Meine Sinne schwanden wieder, als mir der Sand auf meiner Haut gewahr wurde. Ich wurde erst wieder wach, als mir eine starke Hand an die Schulter griff. Der Griff war so stark und brachte wieder Dinge in mir hervor, dass mir fast vor Schock das Herz stehen blieb. Aber diesmal waren da keine Krallen, die sich in mein Fleisch bohrten.

Ich blinzelte. Die Sonne strahlte mir ins Gesicht, so dass ich meine Augen gleich wieder schließen musste. Ich öffnete sie erst wieder, als sich ein Schatten über mein Gesicht legte. Der Sanitäter lächelte mich an, seine Augen waren nun türkisgrün. Dunkle Adern pochten auf seiner Stirn. Sein Lächeln erstarb auf seinem Gesicht. Er riss mich hoch und presste mich an seinen mächtigen, menschlichen Körper. Ich konnte seine Tränen spüren, wie sie über meinen Hals liefen. Ich atmete ruckartig ein und sogleich begann ich zu husten und zu würgen. Er ließ mich in den Sand zurück gleiten und hielt mir meine Haare zurück, als ich literweise Meerwasser auf den trockenen Sand spie. Völlig erschöpft blieb ich liegen, bis er mich aufnahm und in den Schatten trug.

Als ich wiederum erwachte, hörte ich ein Feuer prasseln. Er saß erschöpft am Feuer und blickte in die Flammen. Seine Kleidung hing ihm zerfetzt von seinem Körper. Ich erhob mich von einer provisorischen Bettstatt, kroch zu ihm hinüber und lehnte mich an seinen warmen Körper.

‚Wie heißt du eigentlich?‘ hörte ich meine eigene Stimme fragen. Ich hörte mich merkwürdig heiser an. Nach einer halben Ewigkeit löste er sich aus seiner Starre und blickte mich an. Ich sah in seinen Augen, dass ihn etwas unglaublich erschreckt haben musste, dabei hatte er doch genauso wie ich doch schon alles gesehen. Schlimmer kann es doch nicht mehr kommen, oder?

‚Schau mir in die Augen und sage mir, was du siehst.‘ flüsterte er. Seine Stimme brach nach diesem Satz abrupt ab und er schluckte schwer.

‚Deine Augen strahlen türkisgrün.‘ sagte ich, blickte aber sicherheitshalber noch einmal hinein. Ich konnte mein Spiegelbild in seinen Augen sehen. Äußerlich konnte ich nicht erkennen, was ihn so erschreckt haben musste. Bis er blinzelte. Seine Augenlider blinzelten erst auf die herkömmliche Weise und als er die Augen wieder aufschlug, schloss sich ein inneres Lied außen nach innen.

Mein Atem stockte, er wand den Kopf ab und stierte wieder ins Feuer. An seinem Hals erblickte ich etwas Merkwürdiges, aber als ich meine Hände nach ihm ausstreckte, erblickte ich zwischen meinen Fingern Schwimmhäute. Ich musste einen spitzen Schrei von mir gegeben haben, bevor ich wieder ohnmächtig wurde.

Er hatte mich wohl wieder aufgefangen, bevor ich kopfüber ins Feuer stürzen konnte. Als er mich wieder auf die Bettstatt zurück geschleppt hatte, erwachte ich wieder. Er lag bei mir und hielt mich, stierte aber weiter Löcher in die Luft.

‚Sind das Kiemen?‘ fragte ich und strich ihm über den Hals.

‚Ja, die haben uns wohl im Wasser das Leben gerettet.‘ Nach diesem Satz strich er mir, ohne mich dabei anzusehen, ebenfalls über den Hals und nun konnte ich auch zwischen seinen Fingern Schwimmhäute erkennen.

‚Und sonst?‘

‚Sonst ist alles noch relativ menschlich an uns.‘

‚Relativ?‘

‚Die Schwimmhäute sind auch an den Füßen!‘

Ich strich ihm über die Brust, über die Stelle an der das rote Stuhlbein eingedrungen war. Es war nur noch ein dunkler Fleck zu sehen. Sein Blick hypnotisierte mich, bevor er mir immer näher kam, um mich zu küssen. Er schob mir mit seiner Zunge den Mund auf und drang ohne Gegenwehr in meinen Mundraum. Unsere Zungen trafen aufeinander und ich spürte, wie mir Luft weg blieb und meine Sinne langsam wieder schwanden. Plötzlich schmerzte mein Hals und ich sah, wie sich seine Kiemen ruckartig öffneten. Meine Finger vergruben sich in seinem Fleisch, so wie Seine in das Meine.

Meine Kiemen pumpten wohl auch Luft in meine Lungen, weil ich nun keine Atemnot mehr verspürte. Er drängte mich auch den Rücken und riss mir die Überreste meiner Kleidung vom Leib. Ich sah, dass sich seine Finger zu Krallen verwandelt hatten und starrte auf seinen Rücken, dort hatten sich meine Krallen in sein Fleisch versenkt. Grünes Blut quoll aus seinen Wunden, die sich sofort wieder schlossen. Er entledigte sich auch seiner Kleidung und ich bemerkte noch das Fehlen sämtlicher Körperbehaarung, bevor er mit einem seiner tentakelartigen Schwänzen in mich eindrang. In diesem Moment schwanden mir wieder die Sinne.

Ich erwachte erst wieder, als eine starke Hand mir an die Schulter griff. Keine Krallen, die sich in mein Fleisch bohrten. Ich blinzelte. Die Sonne strahlte mir ins Gesicht, so dass ich meine Augen gleich wieder schließen musste. Ich öffnete sie erst wieder, als sich ein Schatten über mein Gesicht legte. Der Sanitäter lächelte mich an, seine Augen waren türkisgrün. Dunkle Adern pochten auf seiner Stirn. Er blinzelte. Einmal. Und nochmal von außen nach innen und wieder nach außen.

Täglich grüßt das Murmeltier. Bloß meines blinzelt komisch und hat Schwimmhäute, Kiemen und nicht nur einen phantasmagorischen tentakelartigen Schwanz…

Das Leben nach der Wahrheit…

Das Leben nach der Wahrheit…

Cthulhu Detail

Das Leben nach der Wahrheit, oder besser nach der Blumenwiese. Warum ich? Warum hat er mich auserwählt? Und warum hat er mich verschont? Warum muss ich weiterleben? Ich sehne mich an den Tag zurück, an dem ich noch unwissend war.

Lieber wäre ich wieder unwissend und nur halb verrückt, als mit diesem Wissen gebrandmarkt, vollends dem Wahnsinn anheim gefallen, durch diese unwissende Welt irren zu müssen. Denn auch nur die Vorahnung von all dem, hätte mir meinen Verstand vollends rauben müssen. Hätte ich gewusst, dass ich nun nicht mal mehr auf Erlösung hoffen durfte. Wäre ich nur zu hause geblieben und hätte weiter fern gesehen.

Warum hat er nur mich ausgewählt, warum ich? War ich nicht schon wahnsinnig genug? Ich habe diese schreckliche Winternacht zwar überleben dürfen, aber zu welchem Preis?

Heute wäre ich lieber damals mit den anderen in den kalten Tod gegangen, dann könnte ich nun endlich die Augen schließen und meinen wahnsinnigen Geist zur Ruhe bringen. Es wäre so schön, einfach die Augen schließen zu können, ohne seinen Griff auf meiner Schulter zu spüren. Seine Krallen, die sich in mein Fleisch bohrten und mein Blut langsam aber sicher vergiften würden.

In jeder Sekunde meines Lebens nach dem ich die Wahrheit erfahren hatte, ging mir genau diese Wahrheit nicht mehr aus meinen Kopf. Ich konnte seine tiefe Stimme immer noch in meinem Kopf hören. Und sie hörte einfach nicht auf meinen Verstand zu schinden. Er peinigte meine Seele und meine Gedanken. Jedes Mal wenn ich in den Spiegel sah, konnte ich ihn hinter mir erblicken.

Es war nur ein Bruchteil von dem was er eigentlich darstellt, aber dieser Ausschnitt reichte völlig aus, um mir die Eingeweide zu verdrehen. Selbst wenn ich vor dem Kotzen auf die Wasserfläche in meiner Toilette blickte, sah ich ihn hinter mir.

Keine Fensterscheibe war auch nur groß genug, um das ganze Ausmaß meines Gedankenschinders erblicken zu können.

So sieche ich vor mich hin und gehe kaum noch vor die Tür. Selbst als ich diese Zeilen tippe, kann ich seine Hand im Spiegelbild meines Bildschirmes erkennen. Hätte ich mich damals nur zurückgehalten nicht weiter zu forschen. Ich hätte nicht so tief graben dürfen. Ich hätte den Schlafenden nicht erwecken dürfen.

Warum ich nicht versuche meinem Leben ein Ende zu bereiten? Ja, das wäre eine einfache und schnelle Lösung gewesen. Zu Einfach. Aber er lässt mich nicht gehen. Ich blicke auf die Narben an meinen Handgelenken und streiche über die kleine Narbe an meinem Hals. Der Freitod bringt mich keinen Schritt näher an den Tod. Er bringt mich nur noch weiter von meiner Erlösung fort. Ich habe jegliche Möglichkeit versucht mich umzubringen, von ganz einfach und schnell, bis hin zu möglichst kompliziert und ausgeklügelt.

Immer steht er da und rettet mich. Dieser Sanitäter von der Feuerwehr. Er ist mein Lebensretter. Ich habe schon aufgehört zu zählen. Es ist so als hätte er den Zwang mich retten zu müssen. Seine lilatürkisen Augen holten mich jedes Mal wieder zurück und meine Leiden fangen wieder von vorne an.

Täglich grüßt das Murmeltier, nur mein Murmeltier hat keine Haare, es ist schleimig grün und hat lilatürkise Augen und Tentakeln und es ist einfach riesig. Und es lebt tief unten in seinem Bau.

Und ich bin schuld, dass es für den Bruchteil einer Sekunde erwachte, um seine Kräfte freizugeben. Nur um mich zu schinden bis ans Ende der Zeit.

Ich hab ihn schon so oft angefleht mich gehen zu lassen, aber jedes mal wenn ich das tat, stand er wieder in der Tür. Der Feuerwehrsanitäter mit dem irren Blick. Er machte immer ein Geräusch der Missbilligung und zeigte mir seinen erhobenen Zeigefinger. Dann machte er, zu was er auserkoren war, er holte mich zurück, in den Scherbenhaufen meines Lebens.

Auch er erhörte mein Flehen nicht, er nahm mich in seine Arme und drückte mich fest an seine starke Brust. Ich konnte zwei gewaltige Herzen Schlagen in seiner Brust schlagen hören. Er sprach mit meinem Hirn: ‚Es ist nicht tot, was ewig liegt, bis dass die Zeit den Tod besiegt.

Warum ich ihn dann nicht umbringe? Meinen Lebensretter. Ja, das wäre eine Möglichkeit gewesen, aber ich weiß was in seinem Körper gefangen ist. Wenn ich das Wesen freisetze, werden viele unschuldige Seelen draufgehen.

Wobei diese Unwissenden könnten mir eigentlich auch egal sein, weil sie müssen ja nicht Tag ein, Tag aus dieses Leiden ertragen, so wie ich. Sie glauben an ihre eigene kleine Wahrheit oder an das was ihnen die Regierung oder ihre Religion vorgibt zu glauben. Aber es nichts gegen all das, was meinen Kopf jeden Moment zum Platzen bringt.

Also sitze ich nun hier an der Klippe, an der alles begonnen hat und warte darauf, dass das Geschwür in meinem Kopf endlich aufplatzt und hoffentlich dem Ganzen ein Ende macht.Ein Sturm zieht auf und triebt seine schweren Wolken ans Ende der Welt. Meine Haare wehen mir ins Gesicht. Ich habe einen roten Stuhl in der Hand und dresche ihn solange auf den Felsen bis er in seine Bestandteile zerbricht. Holzsplitter spritzen umher. Ich höre einen dumpfen Schlag und ein Geräusch. Ich blicke zurück, weg von der Klippe. Da steht mein Lebensretter. Ein Stuhlbein steckt in seiner Brust. Er röchelt erleichtert. Sein Hemd saugt sich mit Blut voll. Sein Blut ist rot.

Nein, ich habe seine Hülle verletzt und das freigesetzt, was ich für immer im Verborgenen halten wollte. Warum ist sein Blut rot?Wir stützten beide aufeinander zu. Als ich ihn erreicht hatte, fiel er schon auf die Knie. Er blickte mich traurig mit seinen lilatürkisen Augen an und röchelte mich an: ‚Nun, weißt du endlich, dass ich es nicht bin, der nicht sterben darf. Es bist du…!‘

Ein ersticktes Husten kam aus seinem Mund gestolpert, er würgte Blut hervor. Ich stürzte auf die Knie und schrie ihn an: ‚Nein, du darfst nicht gehen, wer rettet dann meine sterbliche Hülle? Wieder und wieder?‘

‚Es ist vorbei, nur kannst du es selbst nicht zu Ende bringen.‘ flüsterte, während Blut weiter aus seinem Mund ran.

‚Bitte hilf mir! Ich kann so nicht weiter machen.‘ schrie ich ihn an. Tränen liefen mir die Wangen hinab und ich schluckte schwer. Er brach mit einem Lächeln auf den Lippen über mir zusammen und in dem Moment, in dem der Stumpf des Stuhlbeins durch meine Eingeweide stieß, erlosch das Leuchten in seinen Augen. Seine Lippen waren auf die meinen gepresst und ich konnte das Leben spüren, wie es seinen Körper verließ. Ich küsste ihn und nahm seine Seele in mich auf. Auf eine skurrile Art und Weise vereint, sanken wir beide auf den Boden. Unser Blut vermischte sich und floss über den Felsen.

Er hatte im letzten Moment seines Lebens meine Seele geheilt und so konnte ich die Stille für einen Bruchteil eine Sekunde fast genießen. Es war vorbei. Endlich. Und es war mir fast egal, was nach mir kommen würde. Ich spürte, wie sich Tentakeln ihren Weg durch mein Gedärm bahnten und aus meinem Körper drangen. Sie umschlangen seinen Körper und rissen ihn in die Höhe, während mein Körper endgültig zerbracht.

Der Gedankenschinder ergoss sich über den Felsen, während der Sturm weiter die regengeschwängerten Wolken in die See hinaus treib. Der Felsen zerbrach unter der Last und so stürzte der Gedankenschinder mit samt unseren Überresten ins Meer. Das Letzte was ich wahrnahm war, dass der Gedankenschinder unzähligen Tentakeln entgegen fiel. Mein Tod wird erst der Anfang sein.

Fortsetzung folgt..

 

Wo ist der Stau geblieben?

Wo ist der Stau geblieben? Oder der Angriff der omniintelligenten Killerpollen….(03.02.2009)

Nachdem gestern alle Menschen, denen ich begegnet bin, wie aufgeschreckte Hühner, den morgigen Tag schon schlechter geredet haben, als er der Wahrscheinlichkeit nach werden würde, hab ich mich dann bis in die Abendstunden völlig von dieser ‚Morgen bricht die Welt zusammen‘-Hysterie anstecken lassen. Ich war dann quasi auch ein aufgeschrecktes Huhn und hab dann natürlich auch alle mit der ‚Morgen bricht die Welt zusammen‘-Hysterie angesteckt. Diese Hysterie ging wie eine ansteckende Lauffeuerkrankheit durch die ganze Stadt und jeder war irgendwie infiziert. Da waren sie wieder die omniintelligenten Killerpollen. Ich hab mir ernsthaft Gedanken gemacht, die Nacht in meinem vor der Arbeit parkenden Auto zu verbringen.
Ich bin dann aber doch nach hause gefahren, mit dem festen Entschluss, heute alles ganz ruhig angehen zu lassen. Ich habe mir keinen Wecker gestellt. Um 09.00 Uhr bin ich völlig entspannt erwacht, hab mich nochmal umgedreht. Irgendwann bin ich ins Bad und hab den Radio angemacht und die Verkehrsmeldung besagte:
‚München ! Stau ? Überall alles dicht!‘
Dann legte ich mich erstmal mit Fichtennadelbadezusatz zur völligen Entspannung in die Wanne. Ich habe in aller Seelenruhe meinen Kopf rasiert und meine Haare gewaschen und mir echt Zeit gelassen. Hab mich ganz langsam angezogen und für die Arbeit fertig gemacht.
Um 10.50 Uhr verließ ich das Haus und um 10.55 verließ ich mein Wohngebiet. Alle Straßen waren völlig ausgestorben. Kein Mensch war zu sehen. Vereinzelt kamen mir völlig entspannte Autofahrer in ihren Autos entgegen. Völlig entspannte Fußgänger mit ihren völlig entspannten Dackeln gingen spazieren. Es war so, als wäre nichts passiert. Als würde niemand streiken. Es war so als wäre Neujahr, nur ohne Schmutz auf den Straßen. Im Radio läuft wieder die Meldung:
‚München ! Stau ? Überall alles dicht!‘ Ich zweifle an meinem Verstand und suche noch verzweifelter nach dem Haken. Selbst als in die große Stadt hinein fuhr, konnte ich kein bisschen Chaos erkennen. Es war sogar viel zu ruhig auf den Straßen. Es war fast so, wie beim Endspiel der Weltmeisterschaft, da war ich auch mit dem Auto unterwegs und außer mir niemand. Mein Hirn spielt mir bestimmt einen Streich und ich bin im Stau des Jahrhunderts eingeschlafen und habe bestimmt wieder einen dieser Endzeitalpträume. Bestimmt klopft gleich ein Alien in Polizeiuniform aus senffarbenen Latex an meinem Autofenster und bietet mir mein lang verschwundenes angebissenes Käseschinkentoast an. Ich haue mir zu Sicherheit erst auf die Hand und dann auf die rechte Backe. Dann halte ich auch noch die Linke hin. Scheiße ich werde mein angebissenes Käseschinkentoast wohl nie wieder sehen und es ist immer noch kein Verkehrschaos in Sicht. Ich glaube der Stau streikt auch. Die Bushaltestellen sind leer. Und da fährt sogar ein Bus. Hm. Die Verdi wird doch nicht nachgegeben haben. Ein Wunder ist geschehen. Nein das kann nicht sein, nicht die Verdi. Die omniintelligenten Killerpollen sind bestimmt schon in mein Gehirn eingedrungen und malen mir Trugbilder auf die Augen. Ich fahr auf den Zubringer auf den Mittleren Ring durchs Olympia Zentrum und es ist einfach kein Auto da. Unglaublich. Auf dem Ring ist normaler Verkehr. Auf der Donnersberger Brücke ist so gut wie nichts los. Die einzige kleine Verkehrsbehinderung ist ein Schulbus vor mir, als ich in das Wohnviertel im Westend einfuhr. Um 11.10 Uhr war ich an der Stempel Uhr.
Soviel zum Thema
‚Morgen bricht die Welt zusammen‘-Hysterie. Am Besten ist es doch wirklich sich einfach von allen am Arsch lecken zu lassen und sich einfach mal nicht stressen zu lassen. Einfach alles so machen wie immer und sich mal Zeit für sich nehmen. Dem Volksmund mit der eigenen Hysterie eine aufs Maul hauen. Dann hat ‚Murphys Law‘ keine Chance einen fertig zu machen.
Nachtrag: Ich bin heute nach der Arbeit noch in der Stadt unterwegs gewesen. Vom Westend in den Norden und dann nach hause und ich bin erschreckender Weise heute den ganzen Tag nicht einmal im Stau gestanden. Unglaublich.

Eine wunderschöne Blumenwiese im Schneesturm… Teil 1

Eine wunderschöne Blumenwiese im Schneesturm…

Ich laufe über eine wunderschöne Blumenwiese. Sie ist voll schön. Weil! Weil, da sind ganz viele wunderschöne Blumen. Ich springe, wie ein kleines 12jähriges Mädchen mit blonden Zöpfen über die wunderschöne Blumenwiese.

Himmel, ich bin ein kleines 12jähriges Mädchen mit blonden Zöpfen. In was für eine Scheiße bin ich da jetzt wieder geraten? Ich muss mit dem Koffein und mit dem Absinth aufhören. Und ich muss verdammt nochmal mehr schlafen. Scheiß auf den Vollmond, Bine! Bine, du musst verdammt nochmal mehr schlafen.

Ich schaue an mir herab. Was ist denn dass? Ich habe eine pinke HelloKitty-Kindergartenumhängetasche um den Hals hängen. Ich öffne die Tasche und schaue hinein. Völlig enttäuscht schließe ich die Tasche wieder, mein angebissenes Schinkenkäsetoast ist da gar nicht drin, obwohl ich so ein Gefühl hatte, es wäre so. Blöder Traum.

Ich springe ja immer noch auf dieser wunderschönen Blumenwiese herum. Die Wiese, unendliche Weiten. Unglaublich, wie viele Blumen hier sind. Ich will sie alle pflücken. Können 12jährige Mädchen schon dem Größenwahn unterliegen. Ich hüpfe weiter über die wunderschöne Blumenwiese und ich komme an einen wunderschönen Ententeich.

Ich sehe ins Wasser und ich kann mich im Wasser spiegeln sehen. Mein Spiegelbild zeigt mir, dass ich ein weißes Kleid mit roten Punkten an habe.

Oh, was ist das. Die Punkte werden zu Blumen und ich bin kein 12jähriges Mädchen mehr. Ich bin eine ältere Bine mit pinken Zöpfen und ich trage außer mir selbst eine Ganzkörperblumenbemalung. Ein Blumenstirnband ziert meinen Kopf und ich habe ein Körbchen in der Hand, bis oben hin voll mit Blütenblättern. Ich höre Hochzeitsglocken läuten. Jetzt muss ich mich aber beeilen, sonst komme ich noch zu spät. Zu spät zu was?

Ich laufe wieder über die wunderschöne Blumenwiese auf eine Hochzeitsgesellschaft zu. An den vereinzelnd stehenden Bäumen sind weiße Schleifen gebunden. Viele weiße Tauben fliegen in den blauen Himmel. Ich laufe immer schneller über die Wiese. Meine nackten Füße graben sich bei jedem Schritt tiefer in die feuchte Erde und das Moos, dass zwischen den Grashalmen wächst. Die, durch meine schnellen Schritte aufgescheuchten, Schmetterlinge begleiten meinen Weg. Ich laufe immer schneller auf die Hochzeitsgesellschaft zu, ich kann sie aber nicht erreichen. Die fangen noch ohne mich an. Aber ich bin doch das Blumenmädchen.

Himmel, was sind dass denn für Gedanken? Blumenmädchen? Haare braun färben? Das muss ein Traum sein, auf so eine Idee würde ich ja nie kommen, wenn ich ernsthaft mal wach wäre, oder?

Mein Blick vernebelte sich und ich konnte eine kräftige Hand auf meiner Schulter spüren. Krallen bohrten sich in meine Haut. Es wurde alles weiß um mich herum. Weiß. Und unsagbar kalt. Ich konnte eine tiefe Stimme in meinem Kopf hören. Mein Verstand schien das Gesagte aufzunehmen. Mein Körper hatte wohl das Laufen eingestellt, mein Verstand hastete aber weiter. Immer weiter. Ohne Pause. Ruhelos.

Ich spürte eine zweite Hand, wie sie durch meinen Körper griff um meinen Verstand zu stoppen. Es dauerte nur ein paar Sekunden, bis mein Verstand endlich zur Ruhe gekommen ist. Ich stellte fest, dass ich in einem weißen, weiten Raum stand. Öd und leer und kalt. Es war so kalt. Ich hatte nach wie vor keine Schuhe an, konnte aber den Boden unter meinen Füßen nicht wahrnehmen.

Am Ende des Raumes sah ich einen Fleck. Ich ging auf den Fleck zu. Ein roter Fleck. Die Hand auf meiner Schulter begleitete mich, so wie die Kälte. Ich lief immer schneller. Der rote Fleck wurde größer.

Der rote Fleck war ein roter Stuhl. Mit jedem Schritt, den ich näher an den roten Stuhl kam, wurde der weiße Raum immer kleiner und kleiner. Irgendwann stand ich tatsächlich vor dem roten Stuhl und der weiße Raum war jetzt so klein geworden, viel zu klein. Ich hatte das Gefühl mich ducken zu müssen, um nicht am Ende des Raumes anzustoßen. Der unentwindbare Griff der starken Hand zwang mich auf den roten Stuhl.

Ich spürte den Körper, der zu der starken Hand gehören musste, hinter mir stehen. Ich wägte es aber nicht mich umzudrehen. Seine Stimme prügelte weiter auf mein Hirn ein. Er schändete meine Gedanken. Ich konnte nicht wiedergeben, was mir da gesagt wurde, aber ich wusste, dass etwas gesagt wurde.

Meine Nackenhaare stellten sich auf. Aber nicht wegen der Kälte. Wegen dieser Stimme. Die Stimme bohrte sich in meinen Kopf und löste Gedanken in mir aus. Meine Gedanken stürzten mich ins Chaos. Der Stuhl kippte nach vorne. Der Raum wurde immer kleiner und kleiner, meine Augen verdrehten sich und mir schwanden die Sinne, als der Raum über mir zusammenbrach.

Als ich wieder aus meiner Ohnmacht aufschreckte, schwebte der rote Stuhl immer noch in gekippter Art und Weise am Rande einer Klippe. Es war immer noch alles weiß. Ich hatte Angst zu fallen. Falle aber nicht. Ich wurde von der Hand gehalten.

Das Gefühl gleich abzustürzen ging aber nicht weg. Meine nackten Zehenspitzen berührten ganz leicht den verschneiten, gefrorenen Boden, der unter den beiden Stuhlbeinen zu sein schien. Schnee und Eis ließen in mir das Gefühl auffahren, dass es mir gerade die Zehennägel aufrollte. Vor mir war die stürmische See. Der Wind treibt mir gefrorenen Regen ins Gesicht. Die schweren, schwarzen Wolken kamen rasend schnell auf mich zu.

Cthulhu Detail

Ich bemerkte neben mir einen Schatten. Die starke Hand presste mich weiter auf den Stuhl. Ich hatte das Gefühl, dass meine Knochen unter dieser Berührung bersten könnten. Nun konnte ich die Hand sehen, die mich, wie ein Schraubstock, mit dem Stuhl zusammen in der Luft hielt. Es ist eine echt große Hand, die mit pergamentartiger, weißer Haut und angeschwollenen grünen Adern umhüllt war. Seine spitzen, schwarzen Krallen bohrten sich in mein Fleisch.

Ich blickte nun doch auf den gewaltigen Schatten neben mir, der ohne Zweifel zu der Hand gehören musste. Ich sah weißes Fleisch, dass von angeschwollenen grünen Adern übersät war. Die Adern schienen nach anderen Gesetzen über den enormen Körper zu wachsen und endeten in großen Geschwüren. Diese Geschwüre waren lila oder türkis und sie wirkten auf mich, als würden sie nur durch meinen Blick zum Platzen gebrachte werden. Aus Manchen lief ein bunt schillerndes, widerlich schleimiges und übelriechendes Sekret.

Ich hatte nie eine genaue Vorstellung davon, wie obszöne Pilzgewächse den aussehen sollten, aber diese Geschwüre kamen dem schon ziemlich nahe, was sich mein verrückter Verstand in der Vergangenheit insgeheim so farbenfroh ausgemalt hatte.

Seine Stimme hatte die ganze Zeit nicht aufgehört zu meinem Hirn zu reden und ich fühlte mich so, als würde aus meinem Kopf auch dieses Sekret laufen. Die Stimme brach ab und ich verstand nun laut und deutlich: ‚Du wirst die einzige Überlebende sein!‘

Fortsetzung folgt…

Angriff der Killler-Senseokaffeesklaven

Angriff der Killler-Senseokaffeesklaven
Eines Tages komme ich in die Arbeit und meine Senseo ist ausgesteckt. Ich vermute schon wieder die Aliens. Ich suche nach meinem Kaseschinkentoast, nur für den Fall, dass sie es wieder gebracht haben und dabei aus unerfindlichen Gründen (die aber für die Aliens einen logischen Sinn ergeben) meine Senseo ausgesteckt haben. Mittags im Aufzug, fragt mich eine Kollegin, ob ich meine Senseo auch einschicken muss. Ich frage, wieso einschicken? Weil die sonst explodiert, meint meine Kollegin. Alles klar so eine kleine Senseo explodiert einfach so. Reine Panikmache, das hat sie bestimmt aus der Bildzeitung. Und morgen heißt es der Osama Bin Laden hat alle Senseo Kaffeemaschinen für seine Zwecke manipuliert. Sie meint, da wäre irgendwas defekt und deswegen haben die eine Rückrufaktion gestartet. Auf der Website von Senseo könne man sich informieren. Das habe ich dann auch gleich gemacht. Meine ist dabei und habe mir einen Versandkarton angefordert. Es wird empfohlen die Senseo zu entkalken, das habe ich noch nie gemacht und nach dem Gebrauch immer auszustecken. Hm. Und genau ab dem Tag, als ich von der Explodierneigung meiner Senseo erfahren habe, macht diese auch komische Geräusche. Toll. Ich gehe nun bei jedem Kaffee immer in Deckung. Nur für den Fall der Fälle. Ich nehme auch immer meinen Laptop aus der Schusslinie, man kann ja nie wissen…
Und morgen steht es dann in der Zeitung: ‚Tot durch Senseo-Kaffemaschine! Junge Angestellte gerät in eine Kaffeemaschinenexplosion und erliegt ihren schweren Verletzungen. Vorsicht! Kaffee trinken kann lebensgefährlich sein!‘
In den Pro Sieben- Nachrichten würde dann verkündet werden: ‚Kaffee trinken ist lebensgefährlich! Schwere Explosion in Münchner Behörde. Eine Tote, 3 Schwerverletzte. Es wird dringend von Kaffeepadmaschinen abgeraten! Mehr dazu in einem Galileo-Spezial mit Aiman Abdalla.‘
Die Bild würde dann berichten: ‚Terroranschlag in Münchner Behörde. Der Sprengsatz wurde in einer Senseokaffeemaschine ins Amt geschmuggelt! Ein islamistischer Angestellter wurde bereits festgenommen. Bis jetzt liegt kein Bekennerschreiben vor!‘
In der Computer Bild steht dann in der darauf folgenden Woche: ‚Tragischer Unfall durch Senseo-Kaffeemaschinenexplosion. Eine Tote. In einer mehrstündigen Operation konnte der Laptop aber gerettet werden. Belastungstests der Eee PC Reihe auf Seite 23.‘
Ist natürlich nur Spaß, sie ist natürlich nicht explodiert. Nach einer Woche kam das Entkalkungsmittel und wir haben die Senseo in einer mehrstündigen Prozedur mehrmals entkalkt. Danach macht sie noch komischere Geräusche. Hm.
Der Transportkarton wird geliefert und ich schicke die Maschine schweren Herzens weg. Die netten Menschen von Senseo haben uns einen Filterkaffee mitgeschickt, damit wir die Zeit mit bösem Filterkaffee überbrücken können. Aufgrund meines Magengeschwüres verzichte ich die nächsten 10-12 Tage auf Kaffee und warte inständig auf meine geliebte Senseo.
Das nächste Problem ist, ich bin ohne meine Senseo-Kaffeesklaven völlig aufgeschmissen, ich kann doch keinen Kaffee kochen. Das ist neben Eier auch wirklich das Einzige, was ich nicht kochen kann.
Noch vor den angekündigten 10-12 Tagen bekomme ich einen orangen Zettel in den Briefkasten gelegt und ich bekomme meine Senseo wohlbehalten und ohne seltsame Geräusche (allerdings auch ohne Käseschinkentoast) zurück. Seitdem hängt der Haussegen im Büro wieder gerade und die Bine bekommt endlich ihren Latte Macchiato.
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