Gehe nicht dort hin!

Gehe nicht dort hin!

4673266189_335122039bEin Wagen fuhr über eine gewundene, vom Regen nasse, Straße. Die Lichtkegel der Scheinwerfer erhellten den Asphalt nur spärlich. Im Wagen saß eine junge Frau, die nervös am Radio herum drückte. Der Sendersuchlauf brachte abwechslungsweise Rauschen oder Pfeifen hervor. Obwohl die Dämmerung noch nicht eingesetzt hatte, wurde die Sicht immer schlechter. Die junge Frau kramte genervt in ihrer Handtasche, die auf dem Beifahrersitz stand und fuhr in leichten Schlangenlinien weiter.

Dabei raste sie an einem Schild vorbei: ‚Djatlow Sanatorium‘

Jemand hatte mit roter Farbe über das Schild geschmiert: ‚Gora Otorten‘

Die Straße führte nun in einen dichten Wald. Die Gipfel der Bäume bildeten einen Hohlweg. Der Frau wurde es für einen kurzen Moment mulmig zu Mute, als sie in den Hohlweg fuhr und es schlagartig dunkel wurde. Hastig kippte sie den Inhalt ihrer Handtasche auf den Beifahrersitz und schon fand sie dass, was sie so emsig gesucht hatte. Ihr Handy. Der Akku war fast leer und es war auch kein Netz verfügbar. Als sie sich nach dem Ladekabel in den Fußraum der Beifahrerseite lehnte, kam sie wieder an einem Schild vorbei: ‚Aokigahara Forest‘

Über dieses Schild war ebenfalls mit roter Farbe geschrieben: ‚Gehe nicht dort hin!‘

Und auch dieses Schild hatte die junge Frau nicht gesehen, sie fuhr weiter und stöpselte das Handy ans Ladekabel und das Kabel in die Buchse des Zigarettenanzünders.

Das Handy fing augenblicklich an zu leuchten und das Akkuzeichen blinkte aufgeregt. Nun konzentrierte sie sich endlich wieder auf die Fahrbahn und fuhr weiter. Der Wald war ziemlich düster. Die Bäume waren vollends von Moos und Flechten überwuchert und Farne hatten sich in den Astgabeln breit gemacht. An sich sah draußen alles ziemlich feucht und morsch aus. Schlingpflanzen hingen von den Ästen auf die Fahrbahn.

Die Straße endete ziemlich abrupt. Am Ende der Ausbaustrecke war nur eine Kette vorgespannt. Dort waren ebenfalls Schilder angebracht, auf einem stand: ‚No Entry!‘

Sie parkte den Wagen, lies den Motor aber noch einen Moment laufen. Hastig stopfte sie den Inhalt ihrer Handtasche wieder zurück und stieg aus. Gedankenverloren zog sie eine pinke Jacke an, die sie vom Rücksitz gefischt hatte. Dann beugte sie sich über den Fahrersitz und beäugte ihr Handy. Sie schüttelte den Kopf, zog es vom Kabel ab, machte den Motor aus, zog den Schlüssel ab und packte ihn in die Handtasche.

Als sie die Fahrertür schloss, fuhr ein eisiger Wind durch ihr Haar. Sie lief ums Auto herum und öffnete den Kofferraum, sie packte einen kleinen Rollkoffer und eine Taschenlampe und schloss dann den Kofferraum. Gedankenverloren kramte sie in der Handtasche und drückte wohl auf den Knopf der Zentralverriegelung, der Wagen blinkte zweimal kurz auf und verriegelte dann den Wagen.

Lässig stieg sie über die Absperrung, hob den Koffer über die Kette und stöckelte den Weg entlang, der Rollkoffer stolperte hinter ihr her. Hinter ihr zog Nebel auf. Das bemerkte sie aber nicht.

Am Ende des Weges kam sie auf eine Lichtung, auf der ein Aggregat stand, dass ziemlich laut vor sich hin sang. Ein Filmset war aufgebaut, aber es schien niemand hier zu sein.

Auf dem Aggregat war in roter Farbe geschrieben: ‚Gehe nicht dort hin!‘

Sie zog ihr Handy aus der Tasche, blickte leicht verärgert darauf und lief damit über die Lichtung. Auf der Suche nach genug Netz bliebt sie irgendwann wieder stehen und wählte eine Nummer.

‚Mann, wo seid ihr? Ich steh am Ende der Welt auf einer Lichtung und hier ist keine Menschen Seele. Ich hab schon meinem Manager gesagt, ich mach nie wieder bei einem Horrorfilm mit. Habt ihr eine Ahnung wie scary es allein hier draußen ist. Und irgendwas stinkt hier!‘

Sie nahm das Handy vom Ohr, tippte wieder daran herum und hielt es sich wieder ans Ohr: ‚Immer wenn ich dich erreichen will, geht deine bescheuerte Mailbox ran. Für was bezahle ich dich eigentlich. Es langt schon, dass ich selbst und Mutterseelen allein hier raus in die Wildnis fahren musste und rate mal, es ist keiner am Set. Ich bin völlig alleine und stehe im Dreck. In einem stinkenden Dreck.‘ Das Jaulen eines Hundes lies sie zusammenfahren. ‚Ruf mich sofort zurück!‘ Ihre Stimme wirkte schon leicht hysterisch.

Am Ende der Lichtung war ein Container, auf den lief sie nun schnurstracks zu. Das Licht im Inneren flackerte und sie rief: ‚Hey, wenn ihr mich verarschen wollt, dass ist nicht witzig!‘ Sie machte sich an der Tür zu schaffen und öffnete den Container. Es liefen einige Szenen über die Bildschirme und hier war auch das ganze Kameraequipment untergestellt.

Aber sonst war niemand hier.

Sie wollte schon wieder gehen, als sie sich auf einem der Bildschirme wiedererkannte. Sie stand mitten auf der Lichtung und telefonierte und dann ging sie auf die Kamera zu.

‚Die Filmen das in Echtzeit!‘ flüsterte sie und dann sah sie, wie hinter ihr jemand im Wald verschwand. Das hatte sie vorhin gar nicht bemerkt, als sie telefoniert hatte. Sie spulte die Szene zurück und beäugte aufmerksam den Bildschirm. Sie erkannte ihren Filmpartner auf dem Bild und erschrak. Er hatte einen wirklich kinskiesken Ausdruck drauf, dass war sie von ihm gar nicht gewohnt. Er hatte bis jetzt nur immer den Schönen in irgendwelchen drittklassigen Telenovelas gespielt.
Im Container hatte sie wesentlich mehr Netz und sogar eine Internetverbindung und sie twitterte: ‚Bin allein am Set von @Gehe nicht dort hin! Wie Scary! Gehe jetzt in den Wald und suche @Mike Müller!

Mutig schulterte sie ihre Handtasche, lies den Koffer stehen und trat vor den Container. Die Dämmerung hatte bereits eingesetzt. Es war immer noch niemand zu sehen. Sie schob das Handy in die Jackentasche, um wenig später ihre Taschenlampe in der Hand zu halten.

Im Wald machte sie die Taschenlampe an und lief einen kleinen Trampelpfand entlang. Wie sie es schaffte mit ihren High Heels unfallfrei über den Waldboden zu laufen, konnte sie sich auch nicht erklären, aber nach einer gefühlten Stunde kam sie aus dem Wald und vor ihr war ein Gutshof zu sehen. Es brannte Licht.
Schnurstracks lief sie drauf zu. Kurz bevor sie den Hof erreichte, lief eine Frau schreiend aus einem der Nebengebäude und stolperte über die Wiese davon.

Sie schüttelte nur den Kopf und flüsterte: ‚Blöde Schlampe. Laut Drehbuch ist das meine Rolle!‘

Sie packte die Taschenlampe weg und zog wieder ihr Handy heraus. ‚Langsam frage ich mich wirklich, für was ich dich bezahle. Für was brauche ich einen Manager, wenn ich ihn nicht mal fernmündlich erreichen kann. Diese blöde Schlampe vom Dschungelcamp mit der du hinter meinem Rücken seit Monaten pimperst, hat mir meine Rolle geklaut. Ich kündige!‘
Darauf twitterte sie: ‚Junge, aufstrebende Schauspielerin sucht neues Management! Immer noch allein am Set von @Gehe nicht dort hin!

Dann flüsterte sie wieder: ‚Ja, alleine mit der blöden Schlampe!‘

Sie ging parallel zur Laufrichtung der schreienden Darstellerin, der mittlerweile ein irrer Axtmörder hinterher lief und schüttelte wieder murmelnd den Kopf. ‚Es gibt doch gar keinen irren Axtmörder im Drehbuch!?‘

Wo war nur das Filmteam? Wenn sie durchs Bild gelaufen wäre, dann hätte bestimmt schon einer: ‚Cut!‘ geschrien. Sie blieb stehen und ging quer. Wenn jetzt keiner Cut schrie, dann würde sie einen Besen fressen.

Der irre Axtmörder hatte die Schlampe erwischt und metzgerte sie gerade nieder. Die Spezial-Effekts sind ja voll der Hammer. Man konnte das Blut schier spritzen hören und insgeheim freute sie sich darüber, dass es so lebensecht wirkte.

Fortsetzung folgt… in ‚Gehe nicht dort hin, kehrt zurück!‘

Ich suche einen Mann… Teil 39 Mein Klaus Kinski

Ich suche einen Mann… Teil 39 Mein Klaus Kinski

klaus2Ich suche einen Mann, der nicht nur völlig genial ein Tablett halten kann. Nein, ich hab noch einen Wunsch! Ich suche Einen, der als Buckliger, Butler, Killer, Wahnsinniger, wie als Nosferatu auf alle Zeiten ungeschlagen ist. Der nicht nur genauso kinskiesk sein kann, wie ich. Nein, er sollte auch genauso ehrlich undklaus3 wahnsinnig sein wie ich. Außerdem suche ich einen Mann, der mit mir den Klaus-Kinski-Award an würdige, an Wahnsinn grenzende, schauspielerische Leistungen vergibt.

Anmerkung: Dies ist der 39. Teil einer völlig ernst gemeinten Bekanntschaftsanzeige von mir, Callabutterfly, und eine Ode an meinen Traummann, den ich mir grad versuche zu basteln.
Zuschriften bitte via Facebook/Callabutterfly per PM

klaus

Manchmal kommt es anders…Killer 15

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 15

Sonntag, 19.08.12, 08.35 Uhr

Gewässer vor Cagliari, Sardinien

gunIn dem Moment, als Ellen die Sirene der Küstenwache vernommen hatte, hatte sie sämliche Waffen von Bort geworfen, ihre kugelsichere Weste ausgezogen und machte sich an der Weste Rutgers zu schaffen.

‚Rutger, drück deine Hand auf die Beinwunde. Die Küstenwache ist da!rief sie und zog ihm seine kugelsichere Weste aus, er schrie vor Schmerz. Hastig warf sie die Westen von Bort und stellte sich mit erhobenen Händen hin.

‚Bitte nicht schießen, wir sind nur deutsche Touristen!‘ rief Ellen, mit den blutigen Hände wedelnd. ‚Wir brauchen einen Arzt, schnell! Helfen Sie uns! Bitte!‘

Dann kniete sie sich wieder hin, zog ihr Shirt aus und zerriss es. Sie verband hastig seinen Arm und drückte dann die Beinwunde ab.

Die Yacht wurde längseits gezogen und im nächsten Moment waren die Männer der Küstenwache an Bord. Rutger wurde versorgt und Ellen spielte die völlig verstörte, deutsche Touristin. Sie wurde in eine Decke gewickelt und auf das Schiff der Küstenwache gebracht.

Weiter geht es im AlpenRoadMovie19! Es lohnt sich!

Published in: on 4. Februar 2013 at 23:02  Comments (1)  
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Manchmal kommt es anders…Killer 14

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 14

Sonntag, 19.08.12, 08.20 Uhr

Gewässer vor Cagliari, Sardinien

gunEinige zwielichtige Gestalten standen an Deck einer Barkasse und kreuzten die Schifffahrstlinie immer wieder. Während Ellen auf einer kleinen Yacht saß und mit dem Fernglas die Barkasse beobachtete.

‚Das da sind unter Garantie Farids Männer!‘ rief sie zu Rutger hinüber, der das Schiff steuerte.

‚Wie kommst du da drauf?‘fragte er und blickte sie mit einem Seitenblick an.

‚Die schauen aus wie Terroristen!‘

‚Und wie sehen Terroristen deiner Meinung nach aus!‘

‚Sie haben lange Bärte und Militärklamotten an, Rucksäcke und Waffen und ein Paar tragen Pali und Kaftan!‘

Und was ist, wenn die nur das Fastenbrechen feiern!‘

‚Du nimmst mich einfach nicht ernst!‘

‚Doch tu ich, aber deine Vorurteile sind echt hahnebüchen.‘

‚Deine Arbeitsleistung lässt im Moment auch zu wünschen übrig.‘

‚Ich hab eben nur Augen für dich und das ist einem toten Mann doch nicht übel zu nehmen, oder?‘

‚Keine Sorge, mein Vater tut dir nichts!‘

‚Was macht dich da so sicher?‘

‚Vorher erschieße ich dich, Mann!‘

‚Was mich. Du würdest mich erschießen? Ich könnte der Vater deiner ungezeugten Kinder sein.‘

Plötzlich wurde sie ziemlich still und blickte wieder durch das Fernglas. Die Fähre kam näher und auf der Barkasse begann reges Treiben.

‚Ich glaube die machen klar zum Entern!‘ krächzte sie.

‚Wie kommst’n jetzt da drauf!‘ fragte er und drehte bei.

‚Die schwingen Enterhaken!‘ meinte sie schnippisch.

‚Du verarscht mich jetzt, oder?‘ rief er und blickte sie ungläubig an.

Sie schüttelte den Kopf und schrie dem Fahrtwind entgegen. ‚Kannst du versuchen nicht draufzugehen!‘

Er blickte sie etwas verschreckt an und meinte: ‚Hatte ich ehrlich gesagt nicht vor!‘

Sie zog ein Gewehr aus einer Tasche, die zu ihren Füßen lag und legte den Lauf auf der Reling auf.

‚Pass bitte auf Vera auf!‘

Ein ‚Häh!‘ stolperte aus ihrem Gesicht und sie blickte ihn fragend an.

‚Mein Gewehr Vera!‘

‚Wenn du sonst keine Probleme hast!‘ meinte Ellen kopfschüttelnd, presste den Schaft der Waffe gegen ihre Schulter und blickte durch das Zielfernrohr.

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Published in: on 3. Februar 2013 at 18:05  Kommentar verfassen  
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Manchmal kommt es anders…Killer 13

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 13

Sonntag, 19.08.12, 07.05 Uhr

Zufahrt Fährhafen, Cagliari, Sardinien

gunRutger und Ellen liefen an den Autos vorbei, die darauf warteten, in die Fähre einfahren zu dürfen. Gehetzt blickten sie in das Wageninnere jeden Wagens. Doch Enzo und Farid waren nirgendwo zu sehen.

‚Bist du dir sicher, dass es ein Roter Franzose war?‘ fragte Rutger.

‚Du hast doch drauf geschossen!‘ erwiderte Ellen leicht verärgert.

‚Wann geht die nächste Fähre nach Sizilien?‘

‚Nächste Woche!‘

‚Und wenn sie ein Schiff gechartert haben?‘ rief Rutger und blickte an einen weißen Fiat vorbei und schüttelte den Kopf. In dem Auto saß eine hässliche Frau und ein ziemlich junger Mann, der an seinem Smartphone herumspielte.

‚Dann sollten wir uns auch ganz schnell Eines chartern!‘

Dann liefen sie rasch am Kai entlang Richtung Yachthafen.

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Published in: on 3. Februar 2013 at 16:32  Kommentar verfassen  
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Manchmal kommt es anders…Killer 12

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 12

Sonntag, 19.08.12, 05.45 Uhr

Zimmer 188, Motel Garni, Cagliari, Sardinien

gunJemand klopfte wie ein Wahnsinniger an die Tür. Rutger sprang auf und lief mit der Waffe im Anschlag zum Fenster. Er sah jemanden an der Tür des Nachbarzimmers hantieren. Ellen war aufgestanden und versuchte auch aus dem Fenster zu schauen.

‚Aprire la porta, sciattona!‘ rief der Kerl.

Ellen flüsterte Rutger ins Ohr: ‚Dass muss Klopfer sein!‘

‚Vaffanculo!‘ schrie die Frau von nebenan durch die geschlossene Tür.

‚Hai rubato la mia macchina e mia moglie!‘ rief der Klopfer und trat gegen die Tür.

‚Der Kerl kommt mir irgendwie bekannt vor!‘ meinte Ellen und kratzte sich am Kopf. ‚Es ist Farid!‘

Oh, verdammt! Wie hies nochmal die Besitzerin des Fluchtautos?‘ meinte er und warf ihr seine kugelsichere Weste zu.

‚Frau Müller, Krankenschwester aus München, der Wagen wurde als gestohlen gemeldet und sie hatte einen total bescheuerten Vornamen!‘ rief sie, zog die Weste über, schnappte sich ihre Waffe und riss die Tür auf.

‚Was heißt Blume auf italienisch?‘ rief er, als er ihr hinterher hechtete.

‚Fiore, aber nein, Fleur! Sie heißt Fleur Müller!‘ stammelte sie vor sich hin.

‚Dann ist Enzo unser Bambi.‘ schlussfolgerte er.

Mit einem ‚Shit!‘ eilten sie in das Zimmer nebenan. Die Tür zur Garage stand offen.

‚Das Zimmer hat eine Garage!‘ rief er und lief wieder nach draußen. Sie lief barfuß mit der Knarre im Anschlag in die Garage und konnte nur noch die Rücklichter des Wagens sehen. Sie schoss zweimal und dann hörte sie schon wie Rutger draußen sein Magazin leer ballerte. Sie lief raus und versuchte nicht in die Schusslinie zu geraten.

‚Los hol deine Sachen!‘ schrie er und lief wieder ins Zimmer 188. Er packte seine Tasche und als sie wieder ins Zimmer kam, hatte er zumindest seine Hose an. Sie packte ihre Sachen und lief zum Auto. Er öffnete im Lauf den Wagen und sie schmiss sich mit samt ihrer Sachen auf die Rücksitzbank. Er sprang ins Auto und versuchte den anderen Wagen zu verfolgen.

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Published in: on 29. Januar 2013 at 21:47  Kommentar verfassen  
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Manchmal kommt es anders…Killer 11

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 11

Samstag, 18.08.12, 10.15 Uhr

An der Tür des Zimmer 188, Motel Garni, Cagliari, Sardinien

gun‚Komm schon, ich hab Hunger!‘ rief Ellen.

‚Darf ich mich noch fertig anziehen?‘ schrie ihr Rutger hinterher, während sie schon zum Auto lief.

Man konnte das Quietschen der Zentralverriegelung hören.

‚Jetzt mach schon!‘ meinte sie ungeduldig.

Rutger knallte die Tür hinter sich zu und rief: ‚Hast du den Schlüssel!‘

‚Ich dachte den hast du!‘

‚Toll, die Tür ist zu!‘

‚Ja und schau doch mal hin!meinte sie und fuchtelte in Richtung Tür.

‚Er steckt außen an der Tür. Sicherheit ist unser bester Freund.‘

‚Sag des nicht mir!‘ meinte sie und stieg endlich in den Wagen.

Er kam mit dem Schlüssel in der Hand zum Wagen und meinte: ‚Boa, die Nachbarn bumsen schon wieder!‘

‚Das ist ja super, Schatzi! Können wir dann mal wieder an unsere Aufgabe denken!‘

‚Jawohl, soll ich gleich zum Hafen fahren, da kriegen wie bestimmt auch was zum Essen!‘

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Published in: on 25. Januar 2013 at 00:52  Kommentar verfassen  
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Manchmal kommt es anders…Killer 10

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 10

Samstag, 18.08.12, 04.05 Uhr

Unterwegs im Industriegebiet Cagliari, Sardinien

gun
Ellen döste auf dem Beifahrersitz und Rutger trieb schon seit Stunden den Wagen durch Cagliari.

‚Ey, wollen wir nicht langsam Schluss machen…!‘ gähnte Ellen.

Rutger kam von der Fahrbahn ab und bremste scharf, dabei blickte er nicht auf die Straße, sondern in ihr erschrockenes Gesicht.

Hastig vollendete sie den Satz: ‚Für heute Schluss machen mit der Arbeit! Du musst auch mal schlafen!‘

‚Ja, du hast Recht. Ich bin schon drei Mal an so nem Motel vorbeigefahren. Die haben noch Zimmer frei.‘

Wenig später schob er Ellen durch die Tür des Motelzimmers. Völlig erschöpft ließen sich Beide aufs Bett fallen. Erst nach einem langen Moment fiel ihnen der Lärm aus den Nebenzimmer auf. Es war ein Rumpeln und ein Stöhnen, fast schon ein Schreien.

‚Sag mal, wer hat denn Sex zu so einer unchristlichen Stunde?‘ fragte Ellen und grinste Rutger an.

‚Ja, und wie die Abgehen!‘ meinte Rutger und kroch näher an die Wand um zu lauschen.

‚Oh, Bambi!‘ hörten sie eine Frauenstimme durch die Wand. Beide mussten lachen.

‚Bambi! Nee, oder?‘ kicherte Ellen. ‚Sag mal, wer heißt denn bitte Bambi!‘

Das Rumpeln wurde lauter und der Putz fiel von der Wand. Beide blickten sich entsetzt an.

‚Die Alte sollte lieber Klopfer schreien!‘ rief Rutger und klopfte gegen die Wand.

‚Bist du dir sicher, dass des nicht zwei Frauen sind. Bambi ist definitiv ein Mädchennamen!‘

Als Antwort schrie ein Mann: ‚Oh, Blume! Jaaaah!‘

‚Sodom und Gomorrha!‘ schrie Rutger und klopfte wieder gegen die Wand.

‚Vaffanculo!‘ schrie der Typ von nebenan.

‚Ganz ruhig Brauner, wir wollen nur schlafen!‘ schrie Rutger wieder.

‚Tua madre cuochi terribile!‘ kam es aus der Wand.

‚Boa, was hat das jetzt mit meiner Mutter zu tun? Der kennt sie doch gar nicht?‘ meinte Rutger zu Ellen. Er war wirklich beleidigt.

‚Rutger, genau das will man doch damit bezwecken, wenn man die Mutter eines Anderen beleidigt!‘

‚Ja, aber meine Mutter kocht schlecht und das kann er gar nicht wissen. Sie wohnt ihn Grönland!‘ rief er und stieg aus dem Bett und zog das Bett von der Wand weg. ‚Sicherheitshalber. Lass sie uns nachher wecken, wenn sie sicher eingeschlafen sind.‘

‚Ja, ja! Deck mich zu, wenn du fertig bist.‘ gähnte Ellen und deckte sich zu.

Er zog ihr noch die Schuhe aus und legte sich dann auch hin.

Am nächsten Morgen wurden sie von ‚Oh Bambi!‘ und ‚Oh Blume!‘Geschrei geweckt! Ellen zog sich das Kissen übers Gesicht und versuchte krampfhaft weiterzuschlafen, was ihr natürlich nicht gelang. Er blickte angewidert ins Leere.

‚Wollte wir nicht die wecken…?‘ fragte Ellen irgendwann und spielte an seinen Brustwarzen herum.

Er blickte unter die Decke in seine Hose. ‚Sorry, ich muss die ganze Zeit an dieses Rehkitz und an das Stinktier denken…!‘ Er schüttelte angewidert den Kopf.

‚Turnt dich dass nicht an?‘ grinste sie und griff in seine Hose.

‚Ich mag pervers sein, aber was zu viel ist, ist zu viel!‘ rief er empört und entzog ihr seinen Schwanz.

Sie stand auf und ging ins Bad. Er stand erst auf, als er die Dusche hörte. Wenig später stolperten sie wild knutschend aus dem Bad zum Bett hinüber.

Weiter geht es im AlpenRoadMovie14! Es lohnt sich!

Published in: on 23. Januar 2013 at 23:12  Kommentar verfassen  
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Manchmal kommt es anders…Killer 9

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 9

Freitag, 17.08.12, 15.00 Uhr

Hafen, Bonifacio, Korsika

gunAm frühen Nachmittag kamen Rutger und Ellen in Bonifacio an und saßen in einem kleinen Café am Hafen und warteten auf die nächste Fähre. Seine Laune war immer noch quasi nicht vorhanden und sie versuchte ihn wenigstens zum Essen zu animieren. Aber selbst das war ein hoffnungsloses Unterfangen.

Irgendwann unterbrach sie das Schweigen und fragte: ‚Sag mal, kann ich eigentlich was tun, um dich aufzumuntern?‘

Er blickte sie nur über seine Sonnenbrille hinweg an und zuckte mit den Schultern. Es dauerte einen Moment, bis sie einen weiteren Ansatz fand.

‚Was machen wir eigentlich, wenn das Alles vorbei ist?‘ fragte sie weiter, auch wenn ihr fast klar war, auf ihre Frage wieder keine Antwort zu bekommen. Sie druckste ein Bisschen rum und lächelte ihn liebevoll an. ‚Weil ich würde dich gerne wiedersehen…!‘ Sie stockte und fuhr aber dann beherzt fort. ‚Weil ich würd dich gerne mal unter normaleren Umständen kennenlernen.‘

Er grinste nur dreckig.

‚Nicht so wie du jetzt wieder denkst, also nicht nur!‘ rief sie erregt und lief sofort rot an. Verschmitzt drehte sie den Kopf von ihm weg.

‚Wie meinstn des?‘ flüsterte er krächzend.

‚Nicht nur zum Ficken!‘ flüsterte sie hastig.

‚Wie, willste mit mir in Zoo gehen?‘

‚Warum nicht, in München soll der ganz schön sein!‘

‚Ein Date? Im Zoo?‘ meinte er beinahe erschrocken und ironisch zu gleich.

‚Das mit dem Date hast jetzt du gesagt!‘ warf sie ihm entschieden an den Kopf.

‚Ehrlich mal, wenn ich ähm… also wir den Scheiß hier überleben sollten, mache ich alles was du willst.‘ Sein Blick wirkte gehetzt und er war wohl von seiner Ansage genauso überrascht, wie sie.

‚Ist das ein Versprechen?‘ fragte sie überrascht.

‚So was in der Art!‘

Sie rutschte mit dem Stuhl näher an ihn heran, packte eine seiner Hände und flüsterte hastig: ‚Also, wenn wir den Scheiß hier überleben und wir wieder in München sind, komme ich zu dir und gieße deine Blumen! Und dann gehen wir in die Wanne und dann bleiben wir Minimum 5 Tage einfach im Bett liegen und machen gar nichts…!‘ Sie schüttelte den Kopf. ‚Nein, wir sollten es auch auf dem Sofa machen, finde ich. Und dann gehen wir in den Zoo und schön Essen und dann wieder ins Bett. Ja!?‘

Er musste lachen und versuchte sie dann zu küssen. Sie zögerte aber kurz.

‚War das jetzt ein Ja?‘

Er küsste sie kurz und meinte dann: ‚Ich mach alles was du willst, solange es nichts mit Betonschuhen zu tun hat!‘

Ihr Gespräch wurde vom Nebelhorn der Fähre unterbrochen. Er warf einen Geldschein auf den Tisch, gab der Kellnerin ein Zeichen und dann eilten sie zum Auto.

Fortsetzung folgt im AlpenRoadMovie13! Es lohnt sich!

Manchmal kommt es anders…Killer 8

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 8

Freitag, 17.08.12, 05.45 Uhr

Auf der Fähre Livorno – Bastia – Kabine 134

gunRutger wurde wach, weil ein Handyton neben seinem Ohr ertönte. Ellen war nicht da, aber ihr Handy. Sie hatte den Wecker gestellt. Er öffnete die Augen erst, als der nervige Ton endlich verstummte. Dann hörte er Geräusche aus der Nasszelle. Schlaftrunken stand er auf und wankte wie ein Zombie den Geräuschen entgegen. Sie stand unter der Dusche und summte beschwingt. Wortlos schlüpfte er hinzu und küsste ihren Rücken.

‚Wir müssen uns schicken!‘ meinte sie gehetzt, drückte ihm das Duschgel in die Hand und schlüpfte an ihm vorbei aus der Dusche. Als er mit dem Duschen fertig war, war sie bereits angezogen und arbeitete gleichzeitig an ihrem Laptop und telefonierte. Er zog sich rasch an.

Etwas später saß er allein im Auto und schlug mit dem Kopf gegen das Lenkrad. Er würde mit neuen Schuhen aus Beton im Meer landen, wenn er das hier verkackt. Er schlug weiter seinen Kopf auf das Lenkrad. Immer und immer wieder, bis ihn ein noch lauteres Geräusch aus seiner Brachialmeditation riss. Eine Hand klopfte gegen die Scheibe und ein Kaffeebecher grinste ihn an. Er schüttelte den Kopf und blickte in das grinsende Gesicht von Ellen. Er ließ die Scheibe runter und blickte sie fragend an.

‚Von wegen, hier darf nur der Fahrer runter!‘ meinte sie lachend, drückte ihm den Kaffee in die Hand und stieg dann hinter ihm in den Wagen. ‚Geht es dir gut? Ich wollte dich nicht stören!‘

‚Ähm ja. Also…!‘ stotterte er, brach dann ab und versuchte dann sich irgendwie um eine Antwort herum zu drücken. ‚Es ist nichts!‘

‚Ich kann auch wieder gehen, wenn du weiter deinen Kopf aufs Lenkrad hauen willst!‘

‚Nein bleib, bitte!‘ stammelte er wieder und blickte über den Rückspiegel nach hinten.

Sie kramte in ihrer Tasche herum, zog einen Spiegel hervor und blickte hinein. ‚Mach mir n bissl Sorgen!‘

‚Wie Sorgen?‘

‚Sorgen halt!‘

Er zog nur eine Augenbraue hoch und blickte weiter in der Rückspiegel, während sie ihre Wimpern tuschte. Dann blickte sie auf und meinte spröde: ‚Ich mach mir Sorgen um den Stronzo! Diesen Killer, der mit dem Hang zur Drittwaffe!‘

Er musste lächeln: ‚Sorry, hab heute irgendwie n Zwischentief!‘

‚Dann möchte ich nicht dabei sein, wenn du total am Ende bist.‘

Er seufzte nur. Die Laderampe der Fähre öffnete sich und somit blieb er ihr eine Erklärung schuldig. So war er die Fahrt durch ganz Korsika recht ruhig, er sagte kein Wort und sie begann sich ziemlich zu langweilen. Sie wusste nicht, wie sie ihn hätte aufheitern können.

Fortsetzung folgt im AlpenRoadMovie12! Es lohnt sich!

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