Glückshafen – Jedes Los gewinnt

Glückshafen – Jedes Los gewinnt

Lose_ziehen_(10580917995)Es war wieder Jahrmarkt in der Stadt und Lola hatte sich breitschlagen lassen, beim Glückshafen auszuhelfen. Lose für einen guten Zweck verkaufen macht sich in ihrem Lebenslauf bestimmt auch gut, denn sie wollte sich auf ein Stipendium bewerben, sobald sie ihr Abi hatte. Sie wollte bloß weg aus diesem Kaff und ab in die Stadt, dafür musste sie nur noch volljährig werden und irgendwie ihren Schnitt halten.

Die Arbeit am Losstand machte ihr sogar sehr viel Spaß und ging ihr leicht von der Hand, nur war sie jetzt allein am Stand und es wurde ihr schon ein Bisschen mulmig zu Mute, da sich zusehends betrunkene und / oder düstere Gestalten um das Bierzelt herum drückten.

Den ganzen Tag roch sie schon die Zuckerwatte und die gebrannten Mandeln vom Nachbarstand und sie hatte genau wegen dem Süßkram schon einen flauen Magen. Die Lichter der Fahrgeschäfte trugen noch ihren Teil dazu bei, dass ihr auch noch schwindlig wurde, obwohl sie kein einziges Mal mit irgendeinem Karussell gefahren war.

Endlich hatte Lola Feierabend und der Losstand konnte dicht gemacht werden. Alle Lose waren verkauft und es kam schon lange keiner mehr, der seine Lose einlösen wollte. Und morgen war schließlich auch noch ein Tag.

Sie schloss den Wagen ab und machte vorne die Klappe zu und verschloss auch diese. Sie bemerkte nicht, dass sie dabei beobachtet wurde, wie sie sich nach dem Schloss bückte. Dem jungen Mann vom Stand gegenüber wäre beinahe ein Ei aus der Hose gefallen, als er gehofft hatte die Spitzen ihres Höschens in dem schummrigen Licht gesehen zu haben.

Sie setzte sie sich an die Stufen zum Glückshafen und kramte in ihrer Handtasche nach ihrem Handy. Ihr Vater wollte sie erst in einer Stunde abholen. Hm. Dann wird sie sich wohl noch die Zeit vertreiben müssen, außerdem hatte sie Hunger.

Sie blickte sich um, weil die Gerüche, die schon den ganzen Tag auf sie einprasselten, mussten erst sortiert werden. Sie wollte auf keinen Fall Zuckerwatte oder gebrannte Mandeln. Irgendwas Handfestes.

Da fiel ihr der Baumstriezelstand gegenüber ins Auge, weil der junge Mann hinter dem Tresen sie angeblickt hatte und dann verschämt zur Seite blickte. Sie wollte doch nichts Süßes, lieber etwas Handfestes. Ihr Blick hielt wie gebannt am Körper des überaus durchtrainierten Baumstriezelbäckers fest, bis ihr gewahr wurde, dass sie den Kopf zur Seite gelegt hat und ihr unweigerlich der Sabber aus dem Mund lief. Verstohlen blickte sie wieder auf ihr Handy, wischte über ihren Mund und musterte ihn weiter über das Display hinweg. Er trug nur ein viel zu kurzes Unterhemd und eine viel zu weite Cargohose und machte sich mit körperlicher Gewalt über den Teig her. Sie konnte seine Brad Pitt Gedächtnislendenmuskeln im schummrigen Licht genau erkennen, wie sie aus dem Bund seiner Hose herausragten und ihr Kopfkino spielte bereits mit ihrem Verstand Fangsdi.

Wie die Beute eines wilden Tieres erlag ihr Verstand ihrem Kopfkino und sie konnte kaum mehr an sich halten, also starrte sie ihn weiter an.

Bei den Unterarmen würde der Schmied von Kochel vor Neid erblassen und genauso wie der Teig durch seine Finger glitt, fühlte sie sich auch gerade.

Wie Butter in seinen Händen zerfloss sie fast und dabei war der Baumstriezelstand circa 50 Meter von ihr entfernt. Das Blut schoss ihr in den Kopf und sie hoffte inständig, dass er ihre Schamesröte nicht erkennen würde, weil er sie genau so interessiert anblickte, wie sie ihn eben angestarrt hatte.

Er nickte ihr zu und lächelte. Sie drehte sich automatisch um, um zu sehen, ob eine gutaussehende Frau hinter ihr stand, doch sie saß doch auf den Stufen vorm Glückshafen und hinter ihr war nur ein aufgemaltes vierblättriges Kleeblatt.

Der Typ am Teig knete weiter seinen Teig und grinste, bevor er wieder den Blick zu ihr hinüber warf und ihr grinsend zunickte.

Sein Blick verriet ihr: ‘Ja, du!’

Sie zeigte auf sich selbst und schaute skeptisch zu ihm hinüber. Er nickte wieder und machte eine einladende Geste. Mit einem flüchtigen Blick auf ihr Handy stand sie auf und blickte immer noch skeptisch zu dem jungen Mann hinüber, gab sich aber dann einen Ruck und schlenderte zum Baumstriezelstand hinüber.

Sie war noch nicht ganz angekommen und da trällerte der junge Mann ihr schon entgegen: ‘Einen Baumstriezel für die junge Dame!?’

‘Oh, nein! Nichts Süßes! Ich dachte eher an etwas Handfestes… zum Essen!’ stammelte sie verlegen und wand sich ab, da ihr die Schamesröte wieder ins Gesicht stieg.

‘Wenn ich Speck und Käse hätte, würde ich einen neuen Baumkuchen kreieren und ihm deinen Namen geben.’ rief der junge Baumkuchenbäcker und grinste sie verlegen an.

‘Und was ist wenn ich Herschiba heiße, dann würde den Baumkuchen aber keiner kaufen!’ konterte sie fast schon schnippisch.

Er blickte sie fast schon entsetzt an und sie hatte fast den Eindruck, dass ihm die Tränen in die Augen schossen, deshalb meinte sie beschwichtigend, bevor sie ihm die Hand hinhielt: ‘Zum Glück heiß ich Lola!’

Er wischte sich die mehlbestaubten Finger an seiner Hose ab, kam einen Schritt auf sie zu und nahm ihre Hand ganz zart in die Seine, als wäre sie ein zerbrechliches Kunstwerk.

‘Habe die Ehre!’ meinte der Bäckersjunge und machte Anstalten ihre Hand küssen zu wollen. Nachdem ihr einerseits die Knie weich wurden und sie anderseits zur Salzsäule erstarrt war, konnte sie es nur bewegungslos hinnehmen, dass seine Lippen ihre Hand berührten.

Als er sich wieder aufrichtete, murmelte er: ‘Hans, mein Name ist Hans!’ Und blickte sie verlegen an.

Das darauffolgende betretene Schweigen wurde von einem stämmigen Mann unterbrochen, der mit einem heißen Backblech neben ihnen aufgetaucht war: ‘He, Mädel! Da schau, die sind eh über!’ Der Mann war allen Anschein nach der Besitzer von einem Flammkuchenstand.

Sie war nun völlig überfordert, aber der Flammkuchen roch herrlich. Sie griff nach den Flammkuchen, aber nicht ohne einen verstohlenen Blick auf den jungen Mann am Baumstriezelstand zu werfen, der fast schon ein bisschen beleidigt drein blickte.

‘Verzeihung, aber ich riech schon den ganzen Tag Zuckerwatte und gebrannten Mandeln, ich kann nichts Süßes mehr sehen!’ rief sie entschuldigend und griff nach zwei Stücken Flammkuchen.

‘Sagt das süßeste Mädel auf dem ganzen Jahrmarkt!’ meinte er und kam ihr einen Schritt entgegen. ‘Kann ich aber gut verstehen, ich atme den ganzen Tag Puderzucker und Kokosflocken ein!’

‘Einen deftigen Flammkuchen gefällig.’ meinte sie und biss genüsslich von ihrem ab, während sie ihm den Anderen hinhielt.

‘Ich merk schon, ich hätte Flammkuchenbäcker werden sollen.’ meinte Hans mampfend.

Wenig später stand sie schon im Baumstriezelstand und beobachtete Hans dabei, wie er alles aufräumte und sauber machte.

Ziemlich verträumt starrte sie auf seinen Hintern, während er den Stand ausfegte. Sie kritzelte etwas auf einen Zettel und schob Zettel und Stift wieder in ihre Handtasche, um dann wieder damit fortzufahren den Hintern des jungen Baumstriezelbäckers zu beäugen und als er sich plötzlich umdrehte, schreckte sie hoch und blickte ihn erschrocken an.

Er lächelte ziemlich verschmitzt und schlenderte mit dem Besen in der Hand zur ihr rüber und blieb direkt vor ihr stehen. Nach dem er einen Kopf größer war als sie, musste er sich zu ihr runterbeugen, weil er ihr ins Ohr flüstern wollte: ‘Ist schon in Ordnung. Wenn ich du wäre, würde ich mir wahrscheinlich auch auf den Hintern schauen.’ Beim Flüstern berührten seine Lippen ihr Ohr und ein wohliger Schauer zog sich von ihrem Rücken bis zum Nacken hinauf.

Sie versuchte sich Anstandshalber gegen seine Annäherung zu wehren, was ihn aber nur dazu animierte, den Besen fallen zu lassen, um die Hände frei zu haben, um sie in den Arm zu nehmen. Ihr eher dilettantische Versuch sich zu wehren, ergab sich wie ihr Verstand, der im Begriff war wie ein junger Welpe Männchen zu machen und zu hecheln. Er strich mit seinen Lippen von ihrem Ohr hinab und über ihren Hals bis hin zu ihrer Wange, bis er kurz vor ihrem Mund inne hielt. Seine Lippen zitterten einen Moment und bevor ihre Knie unter ihr wegsackten, bewegte sie sich unmerklich in seine Richtung und ihre Lippen berührten sich für den Bruchteil einer Sekunde.

Er musste sie festhalten, sonst wäre sie tatsächlich über ihren weichen Knien zusammengebrochen, also zog er sie hoch. Er hielt wieder inne, um sich zu versichern, dass es ihr wirklich gut ging. In diesem unachtsamen Moment, hatte sie ihm schon einen langen Kuss aufgedrückt, an dessen Ende sich ihre Zungen fanden.

Nachdem er sich kaum an sich halten konnte, nicht gleich über sie herzufallen, trennte er sich von ihren Lippen und hob sie hoch, um sie auf den Tresen zu heben. Nun musste sie sich zu ihm runterbeugen, um ihn küssen zu können. Und das tat sie auch.

Er versuchte sie am Hintern zu packen, um sie näher zu ihm hin zu schieben, aber ohne in der Verbundenheit des Kusses innezuhalten. Ihr entkam ein kleiner Stöhner, als er mit seinen Händen ihre Pobacken knetete und sein immer härter werdendes Gemächt gegen ihren Schoss drückte.

Ehe sie sich versah, war eine seiner Hände unter ihrem Rock, um dann mit zwei Fingern am Bündchen ihres Höschens entlang zu streifen, um sich an ihrem Hüftknochen vorbei weiter nach vorne zu arbeiten. Sie biss ihm vor Schreck auf die Zunge, als er mit den Fingern ihr feuchtes Höschen zur Seite schob, um dann langsam seine Finger zwischen ihren Schamlippen niederzulassen. Aufgrund ihrer Feuchtigkeit entkam nun ihm ein kleiner Stöhner, als er mit einem Finger einen vorsichtigen ersten Vorstoß wagte. Sie stöhnte ihm in den Mund und küsste ihn noch wilder. Wie von selbst glitt er mit dem zweiten Finger hinein und begann beide Finger langsam in ihr zu bewegen. Ihr Mund glitt an seinem Mund vorbei und sie hauchte stöhnend an seinem Hals. Zum Glück war die Lautstärke des Rummels so laut, dass es tatsächlich niemand mitbekam, was sie da trieben.

Er rieb seinen Steifen an ihrem Oberschenkel, während er weiter mit seinen Fingern in ihr spielte. Obwohl sie reichlich ablenkt war, versuchte sie mit ihren zittrigen Fingern in seine Hose zu gelangen. Sie streichelte an seinem Bauch nach unten und hielt einen Moment an seinem kleinen Haarsteifen inne, der weiter nach unten führte. Ohne sich mit dem Hosenknopf aufzuhalten griff sie in seine Hose bis sie etwas fand, dass sie packen konnte.

Er musste sich auf die Zunge beißen, um nicht gleich abzuspritzen, als sie nach seinem Schwanz griff. Er war zum Besten geschwollen und als sie sich bis zu seiner Eichel vorgearbeitet hatte, ging nun er fast in die Knie, als sie langsam aber sehr zielstrebig seine Eichel massierte.

Er küsste ihr stöhnend den Hals, entzog ihr ganz langsam seinen Schwanz und flüsterte ihr leise zu: ‘Ich weiß nicht, ob ich mich zurückhalten kann, wenn du weiter machst.’

Sie blickte ihn fast schon beleidigt an, wie ein kleines Mädchen, dem man ihr liebstes Spielzeug weggenommen hatte.

‘Ich will nichts überstützen, wobei du dir oder ich mir vielleicht gerne mehr Zeit gelassen hätte.’ flüsterte er ihr ins Ohr und zog langsam seine Finger aus ihrem Allerheiligsten.

Sie schob ihren Schoss nach vorne und klemmte seine Hand zwischen ihrem und seinem Körper ein und flüsterte ebenfalls: ‘Ich will aber nicht, dass du aufhörst!’

Dann bewegte sie ihre Hüften und küsste seinen Hals. Er wagte es nicht seine Finger vollends aus ihr herauszuziehen. Genüsslich schob sie langsam ihre Zunge in seinen Mund, während er den dritten Finger in sie hinzwängte. Sie war so feucht und doch so eng, das er Mühe hatte weiter vorzustoßen, aber ihre Reaktion auf seine unablässigen Bewegungen waren mehr als überraschend. Unter ein paar heftigen Stöhner ihrerseits, begann ihr Körper zu zucken und ein Schwall Sekret schwappte auf seine Hand. Nicht viel, aber es langte völlig, dass er ein Wenig inne hielt, während sie ihren Schoss heftiger auf seinen Fingern tanzen lies. Sie küssten sich weiter, bis sie sich wieder einigermaßen gefangen hatte. Als er langsam seine Finger aus ihr herausziehen wollte, ertönte plötzlich eine wütende Stimme: ‘Sie Person Sie, was machen Sie da mit meiner Tochter?’

Die Beiden stoben zurecht erwischt auseinander und ihr entwich ein entsetztes: ‘Papa!?’

‘Was Sie da mit meiner Tochter machen, hab ich gefragt!’ rief ihr Vater.

‘Na, nach was sieht es denn aus, wir haben uns geküsst.’ log er einerseits ohne rot zu werden und andererseits mit sehr ernster und fester Stimme, dass es ihren Vater fast schon ein bisschen beeindruckte. Seine feuchte Hand hatte er in seine Hosentasche geschoben, um die Beweise in der Innenseite seiner Hosentasche abzuwischen.

‘Ich zeig Sie an, wegen Verführung Minderjähriger!’ meinte ihr Vater, während er Lola hinter der Theke hervor zog.

Hans musst sich ein Lachen verkneifen, zog seinen Personalausweis aus der anderen Hosentasche und meinte: ‘Nur zu, ich werde in einem Monat erst 17, da werden sie vor Gericht nicht mit durch kommen.’ Und hielt ihm cool seinen Personalausweis hin.

Während ihr Vater sie wutentbrannt wegschleifte, formten ihre Lippen ein ‘Danke!’ und ein ‘Call me maybe!’ und das Letzte was er von ihr sah war, dass ein kleiner Zettel aus ihrer Handtasche zu Boden segelte.

Er eilte ihnen hinterher, bis er bei dem Zettel angekommen war, den er sofort aufhob.

Es war einer der Loszettel. Eine Niete, auf dem sie geschrieben hatte: ‘Jedes Los gewinnt! 0163-17377431!’

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Ich suche einen Mann… Teil 68 – Der Heizungsableser

Ich suche einen Mann… Teil 68 – Der Heizungsableser

heatoIch suche einen Mann, ja die geile Drecksau, der bei mir immer die Heizungen abliest und … Kopfkino … zensiert … Kopfkino … auf dass ich den restlichen Tag den Ohrwurm nicht mehr aus dem Kopf bekomme: ‚The Heat is on!‘heat

Anmerkung: Dies ist der 68. Teil und eine dringende Jobanzeige von mir, Callabutterfly.

Zuschriften bitte via Facebook/Callabutterfly per PM

Morgens ein Grauen im Morgengrauen…

Erlebnisbericht einer S(M)L *) auf Conquest of Mythodea 2009 Teil 6

Morgens ein Grauen im Morgengrauen – oder warum habe ich immer einen so unverzeihlichen Rausch, wenn ich mit dem Conquest-Team unterwegs bin.

Unsere SL-Koordination ist total pisst, weil er den Schwallkörper wecken sollte, der Schwallkörper liegt aber gar nicht in seinem Bett. Kein Wunder, der war ja auch vorhin noch im Gobbo an der Stange. Schwellkörper hat mich ans Bett gebracht, wo ich dann nur noch umgeplumpst bin. Ich gehe mal davon aus, dass danach nichts mehr passiert ist. Der Gott des Rausches hat mich mit seinem riesigen Holzhammer voll von Hinten erwischt… Und genau so bin ich eine Stunde später aufgewacht, habe dann wohl meine Schuhe ausgezogen und bin wieder ins Koma gefallen. Irgendwann bin ich aufgewacht, weil ich gefroren habe wie ein Schneider. Der Schwellkörper hat mich anscheinend nicht mal zugedeckt. So ein Arsch. Als ich das Nächste mal aufwache, stelle ich fest, dass ich nicht nur alle meine Klamotten anhabe, sondern auch meine Kappe. Mit dem Schirm der Kappe stecke ich in meinem Kissen. Ich arbeite mich langsam aus allem raus, was störend ist. Mein SL-Leuchtstäbchen blinkt vor sich hin und ich höre ein Grillen. Ich finde in meinem BH das künstliche Grillengeräusch. Ich hole es raus. Auf meiner Brust ist ein Abdruck und da steht: ‚Made in Taiwan‘ Ich falle vor Entsetzen wieder ins Koma. Irgendwann schrecke ich wieder auf und schaue in mein Dekolleté, alles so wie sonst auch. Ich drehe mich um, ich höre wieder ein Grillen. Das Grillengeräusch liegt neben meinem Ohr. Lästiges kleines Biest. Ich entschließe mich aufzustehen. Der Schwellkörper ist schon wieder fit, wie ein Turnschuh und grinst mich dreckig an. Ich habe keine Ahnung wieso. Im Lager ist der Dungeon schon abgebaut und die halbe Palisade auch. Wir rekonstruieren den gestrigen Abend. Die Männer können mir auf die Minute genau sagen, wann ich meine Schuhe ausgezogen habe, nur ob und wann und wie ich zugedeckt war, kann mir keiner sagen. Ich versuche festzustellen, mit wem ich gestern alles rumgeknutscht habe. Nach meiner Rechnung waren es mehr Frauen als Männer. Hm. Warum habe ich immer nur so unverzeihliche Räusche, wenn ich mit dem Conquest-Team unterwegs bin?

Das unleidige Abbauen beginnt. Wir sammeln die zerstörten Ytongsteine aus der Wiese. Ich beginne nun wieder alle Spieler zu hassen, da ich den ganzen Vormittag auf allen Vieren in der prallen Sonne rumgerutscht bin, nicht dass sich ein Pferd einen Ytongstein eintritt und daran stirbt. Die Müllsäcke mit Ytongbrocken stapeln sich schon. Irgendwann komme ich auf die glorreiche Idee die Überreste der Ytongsteine in die Löcher zu füllen, die nach dem Abbau der Palisade in der Wiese auf teure Pferde warten, damit sie sich ein Bein brechen. Der Conquest-Versicherung zu Liebe rutschen wir den ganzen restlichen Tag auch auf allen Vieren herum und füllen alles was nicht niet- und nagelfest ist in die Löcher. Der Schwallkörper macht irgendwann schlapp und legt sich ins SL-Zelt. Der Schwellkörper beginnt ihn zu dekorieren. Wir lachen uns halbtot. Ich hoffe dieses Bild findet den Weg in meine Hände. Auf dem Schwallkörper liegen nun viele Einzelteile unseres Skeletts, der Bloodball, unsere Ratte und vieles mehr. Er wacht davon nicht auf. Dann wird noch ein offizielles Conquest-Fotoshooting mit ihm gemacht und er schläft wie ein Baby. Als ihm der Schwellkörper aber den Conquest-Stempel auf die Stirn drückt, schreckt er hoch. Was für ein Spaß.

Der gute alte Handhebefluch. Wenn man diesen Fluch hat, dann muss Mann oder Frau immer dann die Hand heben (Aber nicht so wie früher!), wenn Mann oder Frau etwas Versautes sagt oder denkt. Den Fluch gab es letztes Jahr schon auf dem Richtfest (= Teamparty am Sonntag nach dem CoM, da richten sich die Erfüllungsgehilfen mit den restlichen Alkoholbeständen aus der Black Pearl so richtig zu, deswegen Richtfest.) und ich kann mich daran erinnern, dass ich beim Händchenhalten mit einem SL-Kollegen, mit erhobener Hand eingeschlafen bin. Zu mehr als Händchenhalten ist es auf Grund unseres gemeinsamen Erschöpfungszustandes dann auch nicht gekommen. Schade eigentlich. Davon gibt es leider kein Foto. Egal. Dieser Fluch ist dieses Jahr völlig an mir vorbeigegangen. Ich hab mich schon immer gewundert, warum manche Spieler immer die Hand heben. Nachdem ich den Fluch nun auch so richtig registriert habe, werden die restlichen Abbauarbeiten wesentlich lustiger, wenn man ständig jemanden, wegen irgendwas die Hand heben sieht, während sich der restliche Hofstaat den Arsch ablacht. Der Schwellkörper trägt riesige Baumstämme, die andere zu zweit tragen müssen, über den Platz und alle Frauen heben unabhängig von einander die Hand. Das könnte Mann schon als sexuelle Belästigung werten. Es sind schon fast alle Orks weg, ein Teil der Palisade steht aber noch, die Lagerorkanisation ist kurz vor dem Durchdrehen. Und wer ist schuld, natürlich das blöde SL-Team. Nachdem sie sich mal wieder dazu anschicken wollte, voll über meinen bösen MitSLer abzulästern, falle ich ihr ins Wort und sage ihr zum letzten Mal für dieses Jahr meine Meinung. Trotzdem packen wir alle nochmal an und schaffen es mit Hängen und Würgen bis zur Dämmerung die Palisade und das Holz vom Platz zu schaffen und alle Löcher zu stopfen. Ich bin am Ende meiner Kräfte. Der Schwellkörper überzeugt uns von seinen körperlichen Fähigkeiten, jetzt macht er mir wieder Angst, dabei hatte ich gehofft, meine Angst vor großen Männern wäre jetzt endlich vorbei. Ich hätte nicht gedacht, dass ich auch Panik kriege, wenn er in der Brücke aufsteht und verkehrt herum auf allen Vieren auf mich zu läuft. Da hilft mir meine äußerst plastische Erzählung über die mittelalterliche Tripperbehandlung (Glühender Draht!) nicht mehr aus der Patsche. Die Lagerorkanisation bedankt sich doch tatsächlich bei uns allen für die Hilfe beim Abbau. Und das geht übrigens runter wie Öl. Nachdem wir alle voll für den Arsch sind und nur zum Ficken und zum Feiern da sind. Ich gehe zurück ins SL-Dorf, packe meine Sachen und ziehe in die Stadt. Morgen in der früh werde ich heimgefahren. Als ich damit fertig bin, ist es dunkel und als ich in die Dusche komme, gibt es nur noch kaltes Wasser. Haarwaschen mit kalten Wasser ist ein Traum und genauso schaue ich jetzt aus. Ich schminke mich im Dunkeln, da kann Frau nach einer Woche Conquest nicht mehr viel falsch machen. Das HQ ist natürlich schon zu, ich kann den Conquest-Stempel quasi gerade noch abgeben, aber zum Spritgeld abholen hat es grade nicht mehr gelangt. Egal. Das Richtfest hat schon angefangen, es ist aber keine richtige Stimmung. Es sind wahrscheinlich alle ähnlich fertig wie wir. Das Dungeonteam steht zusammen und wir ratschen, obwohl ungefähr noch 100 andere Personen aus dem Team um uns rum sind, können wir uns kaum trennen. Unsere SL-Azubine bemerkte dies mit einen: ‚Super ganz toll ja!‘ und ich mit einen: ‚Ja, ernsthaft!‘ Alle lachen, zumindest die vom Dungeonteam. (Ich habe unsere SL-Azubine am Samstag völlig eigenmächtig mitten in der Schlacht zu einer vollwertigen SL befördert, weil sie einfach der Hammer ist. Wir könnten ihr außer Unsinn nichts mehr beibringen. Danke und super ganz toll ja,ja ernsthaft!) Der Abend geht zur Neige und ich knutsche mal wieder mit der Ein oder dem Anderen. Ich bin nicht so betrunken, wie gestern und dass ist gut so, nicht dass ich noch Unsinn mache. Ich weiß nur so viel, dass ich irgendwann auf einem riesigen Heuhaufen auf dem Platz vom Großen Heer saß und einen weißstrahelnden Komet ganz dicht an meinem Kopf vorbeischießen sehen habe. Ein sehr ambitionierter Versuch das Magielager zu treffen. Ich wecke meinen Fahrer und habe ein wenig Galgenhumor. Die Heimfahrt habe ich zum größten Teil verschlafen. Wieder zu hause quäle ich meine Waschmaschine und finde wirklich überall Stroh. Ich bin ein bisschen deprimiert, aber das ist nach so einer Großveranstaltung eigentlich normal. Es gibt dieses Jahr mal wieder von mir und wenn es welche gibt, werde ich sie wohl nie sehen, aber dass ist halt so, wenn man SL macht. Ich hebe zuweilen die Hand und keiner versteht es. Nach dem CoM ist vor dem CoM. Ich freu mich schon auf 2010.

Bis denne und nix füar unguat…

Die Bine aka Der Hofnarr, die Schackeline und ihr igorianischer Freund

*)SML ? Meine Händler sagen immer liebevoll SML zu mir, ist eine Kombination zwischen SM und SL, ich glaube dazu muss ich noch einen Aufklärungsblog schreiben.

Wann ist denn die Endschlacht? Es gibt keine Endschlacht!

Erlebnisbericht einer S(M)L auf Conquest of Mythodea 2009 Teil 5

Wann ist denn die Endschlacht? Es gibt keine Endschlacht!

Am nächsten Morgen erfahre ich, dass meine Lieblingsorks über Nacht wohl das Wasserlager geplättet haben müssen. Hm. Sie haben ihnen die Belagerungsgeschosse in ihrem Wassergraben versenkt. Haha. Dieser Wassergraben wurde gestern übrigens von den eigenen Leuten wegen eines untoten Froschbefalls mit Öl verunreinigt und dann angezündet. Dabei haben sie dann ihre eigene Palisade halb abgefackelt. Jetzt suchen sie schon den ganzen Vormittag nach ihren Kanonenkugeln.

Ich möchte mich bei meinem SL-Team für die überaus erfolgreiche Erfindung der CoM-Puddingdiät bedanken. Seitdem mein Pudding die Besteigung durch einen Schwellkörper nicht überlebt hatte, habe ich jedes Mal Blut und Wasser geschwitzt, wenn ich einen Pudding Richtung Lager gebracht habe. Wenn ich dann im Lager war, habe ich alle mir möglichen Mittel und Wege unternommen, dass zumindest jeder zweite Pudding auch den Weg in meinen Mund findet. Wobei ich jenes dann zu späterer Stunde auch nicht immer garantieren konnte, weil ich auf Grund meines Erschöpfungszustandes oft nicht mehr den Löffel zum Mund führen konnte. Wo wir die Überleitung zu der Hitliste der peinlichsten Funksprüche somit auch geschafft haben. ‚Der Hofnarr hat sich Pudding von den Brüsten geleckt!‘ ist nur einer. Ich hoffe inständig, dass ich alle Funksprüche meines Trippers betreffend soweit abwenden konnte. Wobei ich mir im Nachhinein nicht mehr ganz sicher bin. Falls doch der ein oder andere Funkspruch durch gerutscht ist, bitte ich Diesen zu entschuldigen. Hm. Zum Glück wurden Peinlichkeiten vom letzten Jahr zwar immer wieder aufgewärmt, aber dieses Jahr zumindest nur teilweise wiederholt, aber zum Glück nicht über die Funke. Meiner kranken Fantasie habe ich ja eh schon einen Blog gewidmet, ich werde ihn vielleicht nochmal aus der Versenkung holen, damit Anus McGay jun, der Neffe von Fisten MacGay, auch noch ein Platz in euren Herzen findet…und natürlich auch entsprechende Bilder in eurem Köpfen. Hehe.

Zurück zum Geschehen. Der Samstag war definitiv der Schlachtentag. Ich wollte am Samstag eigentlich nochmal eine Lesung machen, da kam uns aber dann eine Schlacht dazwischen. Ich kam dann 1,5 Stunden später in die Stadt, da war schon wieder alles vorbei. Die zweite Lesung hat somit auch nicht stattgefunden, ich habe dann noch mehr Bickbeeren gekauft und des Königs Volk damit erfreut.

Wo wir beim König uns seinem Hofstaat sind. Ich hoffen wir haben alle Funkteilnehmer bis zum Erbrechen damit genervt, dass wir Spaß hatten. Der Hofnarr wirft sich unterwürfigst in den Staub und hoffe doch, dass wir doch dem Ein oder Anderen ein klitzekleines Lächeln auf den Mund gezaubert haben. Ich bin auch irgendwie froh, endlich mal einen Spitznamen bekommen zu haben, der wirklich zu mir passt und den ich mir mehr oder minder nicht selbst ausgesucht habe. Hm. Außerdem macht es mir einen riesigen Spaß von mir in der dritten Person zu reden. Hihi.

Dann möchte ich mich noch bei unserer Lagerorkanisation bedanken, weil sie es geschafft hat in Gegenwart von unserer Blumenpflückerin über unser SL-Team abzulästern. Hehe!

O-Ton Lagerorkanisation: ‚Das SL-Team ist dieses Jahr auch voll für den Arsch, weil der Hofnarr und der Schwallkörper hier nur zum Ficken und zum Feiern sind. Und außerdem müsse die Böse MitSL sie nicht darauf hinweisen, sie wäre hier auch nur ein Teilnehmer!‘ (Namen wurden von der Redaktion zensiert!) Ich glaube mich daran zu erinnern, am Dienstag eine eidesstattliche Versicherung unterschrieben zu haben, in der ich bestätige seit Oktober 2008 keinen Geschlechtsverkehr mehr gehabt zu haben. Und selbst wenn fünfmal Blasen als einmal Ficken zählt, müsste ich noch mindestens 2 Leuten einen Blasen…Und zwar noch auf dem Conquest, damit die Lagerorkanisation auch recht behält. Also, Jungs dann lasst uns Feiern… F.I.C.K.E.N… FEIERN (Der Witz kommt nur gut, wenn man ihn schreien tut!) Scherz beiseite! Ich war bis jetzt noch nicht mal betrunken und hatte auch noch keine männlichen Körperteile im Mund. Für das, dass die Lagerorkanisation mich SL-technisch weitestgehend ignoriert, scheint sie zumindest an meinem Sexualleben ganz schön interessiert zu sein. Auch, wenn es sich dabei wahrscheinlich nur um die Überspielung ihrer eigenen Unzulänglichkeiten handelt, halte ich solche Aussagen gegenüber Mitspielern für äußerst schlechtes Spiel und ich werde mir überlegen, ob ich ihr einen Vermerk in ihren Charakterbogen mache: Spieler muss nach dem Aussprechen einer SL-Beleidigung, ein Stunde lang einen ihren Namen tanzen. Mache aber doch lieber mir einen Charakterbogen, in dem steht, dass ich meine Lagerorkanisation ignorieren darf.

Nachdem ich in der letzten Nacht noch weniger geschlafen habe, als die Nächte zuvor und ich mich immer mehr über die Teilnehmer aufregen muss, lege ich mich für eine Stunde in den Kerker unter die Palisade. Da hab ich meine Ruhe und es nervt mich hoffentlich keiner. Ein netter Versuch. Ich habe noch mehr mit den Unzulänglichkeiten meiner Spieler zu kämpfen, manchen denken tatsächlich sie hätte mich gefangen. Das ich mich freiwillig in den Kerker sperren lies, kommt ihnen nicht in den Sinn. Zumindest habe ich dann doch wiedererwartend mehr Ruhe, als vor dem SL-Zelt. Es ist schön weich im Stroh und ich habe Schatten. Außerdem konnte ich meinen Spielern auch mal beim Spielen zuhören. Endlich fragt einer über die Funke, wer eigentlich der Schwall- und/oder der Schwellkörper ist. Hehe. Meine Erklärungsversuche werden als Spam gleich unterbunden. Egal. Ich entschließe mich irgendwann doch aus meinem Versteck zu kriechen und mir Kopfschmerztabletten zu holen. Am SL-Zelt hängt ein Schild: ‚SL im Kerker unter der Palisade!‘ Das geht irgendwie runter wie Öl, ich bin doch ein kleines devotes …zensiert…!

Ich komme vom Schlumpf, (= Aufenthaltszelt im SL-Dorf, war meines Wissens 2007 mal Blau, deswegen Schlumpf) mit Kopfschmerztabletten und einen Pudding bewaffnet, zurück und es ist tatsächlich bereits wieder eine Schlacht im Gange. Ich kann den Satz: ‚Wann ist die Endschlacht?‘ nicht mehr hören. Ich renne zu meinen SLern, weil ich es nicht schaffe meine Funke auf den Schlachtenkanal umzustellen. Frauen und Digitalfunken. Auch wenn ich mich nicht mit meiner Funke auskenne, bin ich sogar selber von meiner eigenen Kondition überrascht. Komme mir vor wie ein Duracellhäschen auf Speed. Nach der Schlacht muss mir der Schwellkörper irgendwie wieder mit der Funke helfen. Der Hofnarr wird wieder verarscht. Ich wäre völlig aufgeschmissen, wenn alle auf einen anderen Kanal wechseln würden. Ich selber bin der Meinung, dass ich immer die kaputte Funke kriege…die Schlacht wird vor das Feuerlager verlegt. Das ist jetzt die Endschlacht, die es eigentlich offiziell gar nicht geben sollte. Jetzt merkt man, dass doch einige unserer MitSLer aus anderen Lagern nicht so unbedingt für Großschlachten geeignet sind. Ich springe von Brennpunkt zu Brennpunkt und schiebe SL-Kollegen in der Gegend rum. Ich befürchte mich mag nach der Schlacht keiner mehr. Nach gefühlten 4 Stunden Schlacht ergreife ich die Flucht und gehe duschen, weil mich nach der Schlacht mit allen anderen Beweihräuchern, muss ich jetzt auch nicht. Völlig sauber und mit halbwegs frischen Klamotten sitze ich beim Essen. Danach geht es wieder zurück ins Lager. Ich finde einen zertretenen Pudding vor der Palisade, den hatte ich bei der Schlacht dort abgelegt, damit er eben nicht kaputt geht. Wir versuchen einen Schlachtplan für unsere Nachtschicht zu machen. Ich versichere dem König, dass ich nichts trinken werde. Jaja. Am Anfang habe ich dem König einen Wodka abgeluchst. Ihn wundert nichts mehr. Dann hab ich mich mit Norgerlsaufen beschäftigt. Irgendwann war ich dann ziemlich betrunken und habe mit meiner Telefonseelsorge rumgeknutscht. Hm. Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass ich für Schnaps mit Dem Mad Gobblyn rumgeknutscht habe. Es waren verdammt viele Schnäpse an diesem Abend. Ich habe dann noch Dungeonein- und ausführungen gemacht. Für 2-3 Sanitätsfälle war ich dann wieder halbwegs nüchtern. Ich bekomme zwei halbe Cocktails für den richtigen Weg in die Taverne geschenkt und schon bin ich wieder betrunken. Nach einer weiteren Runde bunte Schnäpse, stellen wir erschreckenderweise fest, dass es draußen schon hell wird. Ich organisiere uns mit Körper- und Zungeneinsatz die letzte Runde vom Wirt, danach bin ich dann wohl halb geschoben, halb getragen vom Schwellkörper ins SL-Dorf gebracht worden.

Ein Abendmahl im Schlumpfknast und die …

Erlebnisbericht einer S(M)L auf Conquest of Mythodea 2009 Teil 4

Ein Abendmahl im Schlumpfknast und die totale Bedrowung durch einen Tripper.

Nachdem ich die Schweizer abgefertigt habe, gehe ich dann zu meiner Lesung. Ich halte mein erstes Buch in meinen Händen und freue mich wie ein Schnitzel, wenn es schneit. Auch wenn die Lesung dann im Endeffekt nicht stattgefunden hat, da der Herold meine Anzeige verbummelt hatte und weil in der Stadt auf Grund der Hitze kein Schwanz war. Nachdem ich die Igoren eigentlich gestern alle Signiert hatte, helfe ich heute beim Einband. Ich habe dann auch genau 3 Exemplare verkauft, auch wenn es nicht im Mindesten wirtschaftlich ist, freue ich mich trotzdem. Ich kaufe mir endlich Bickbeeren und gehe, mit einem Umweg übers Stadt-SL-Zelt, zurück ins Lager. Ich habe eine Reihe Flöhe bekommen und einen Tripper. Hihi. Ich feiere meinen Tripper, nachdem mir letztes Jahr auf dem Richtfest meine Sackratte, mein Tripper und mein Syphilis von Teammitgliedern geklaut wurde. Ich kann mich noch an den Satz erinnern: ‚Ich hab von der Bine einen Tripper bekommen!‘ Warum gibt es immer auf dem Conquest so Momente, bei denen ich am liebsten unsichtbar werden würde. (Nur fürs Protokoll, es handelt sich um eine beschriftete Conquestwäscheklammer!) Jetzt hab ich ja einen neuen Tripper und ich werde ihn hegen und pflegen und schauen, dass ich ihn nicht wieder abgenommen bekomme.

Wir werden irgendwie vom Wasserlager geplättet, wird aber auch langsam Zeit, dass die Orks es mal richtig eingeschenkt kriegen, wenn ich schon nicht meine Khanskämpfe bekomme.

Es kommt mir irgendwie so vor, als wäre am Freitag nicht viel los gewesen, könnte vielleicht daran liegen, dass ich doch Einiges durcheinander gebracht habe. Egal.

Es geht auf jedenfall irgendwann zum Abendessen und der Volker volkert. Er sitzt mit einer Softairknarre neben der Soßenausgabe und kontrolliert mit Argusaugen (kleiner Scherz am Rande!) jede Handbewegung. Nicht dass nochmal einer die Kelle in die Soße zurücksteckt. Es ist ein Bild für Götter. Bloß was ist das, er wird langsam unruhig. Er holt sich einen neuen Wärter von der Strafbank. Der Schwellkörper übernimmt den Wärterposten. (Davon gibt es wenigstens ein Bild!) Ich komme mir mittlerweile wirklich vor, wie in einem Strafgefangenlager. Himmel, so krieg ich meine Angst vor großen Männern ja nie los. Hm. Aber eigentlich ist die Vorstellung von einem riesigen verschwitzten Wärter behandschellt abgeführt zu werden und dann in eine einsame Zelle gebracht zu werden, wo… Himmel, warum haut mir keiner auf die Finger….

Nach dem Essen werde ich zu einer Folterung in den Dungeon gerufen. Hm. Der Waffenmeister hat zwei Frauen im Tempelbereich gebracht und eine davon sieht mir verdächtig Minderjährig aus. Ich kläre die Sache und lasse sie mal machen. Ich habe das Gefühl, dass ich jetzt endlich mal Volkern für Fortgeschrittene sehen werde. Ich fands auch gar nicht schlecht, bis sich die Delinquentin wehrt. Himmel ist die kräftig. Sie rangelt mit zwei männlichen Drow rum und behält die doch Oberhand. Es schein allen Beteiligten sichtlich Spaß zu machen. Bis sie den Mund auf macht und etwas sagt. Himmel, es ist ein Mann. Ein Mann mit Brüsten. Mit tollen Brüsten. Aber es ist ein Mann. Jetzt kommt der Punkt, wo ich nicht mehr wissen will, was die Beteiligten da machen und ob und warum sie dabei Spaß haben. Ich flüchte aus dem Dungeon. Die Delinquentin übrigens auch, egal. Die Briketts werden des schon richtig machen. Ich komme aus dem Dungeon und mache Meldung. Der Hofnarr wird mal wieder ausgelacht. Hm. Die Blumenpflückerin ist wieder da, sie hat die Sache mit dem Volkern aufgegeben und lasst sich aber von unseren Lieblingsorks in den Mad Gobblyn entführen. Mich entführen sie gleich mit. Ich weiß nicht, ob des irgendwelche Auswirkungen hat, wenn Spieler ihre eigene Spielleitung kidnappen. Hm. Ich weiß nicht so recht was hier läuft. Mir werden bunte Schärpen in die Hand gedrückt, die von meinen Spielern mit Kupfer erworben wurden. Nach 5 Minuten weiß ich, was hier gespielt wird. Heute ist Gay Night im Mad Gobblyn. Und zwei Drow tanzen ziemlich gay an der Stange. Ich funke nach dem Schwellkörper, dass ich mal seine Hilfe im Mad Gobblyn brauche. Er dachte es ist eine Schlägerei am Start und kommt in die Taverne gestürmt. Unsere SL-Azubine ist auch schon da. Wenig später kommt Der König. Ihn wundert wirklich gar nichts mehr. Und unserer armer Böser MitSLer muss draußen vor der Palisade sitzen und ein Ritual abnehmen. Er kann aber die plötzliche Funkstille wohl nicht aushalten und kommt auch in den Mad Gobblyn gestürmt. Ihm fallen schier die Augen aus dem Kopf, er dachte wohl auch, dass eine Schlägerei am Start wäre. Ich entschließe mich meine Schärpe an den Mann zu bringen. Ich bekomme Bitterlemon (ohne Alkohol!) in den Mund geschüttet. Die Menge jubelt. Ich habe so das Gefühl, dass das ganze Spektakel gerade über die Funke übertragen wurde. Nun gut, ich werde nun jemanden töten müssen. Oder nein, vielleicht schaffe ich es ja an diesem Abend aus dem Team zu fliegen, dann könnte ich nächstes Jahr als Spieler aufs Conquest kommen. Ich belästige meinen Lieblingsork noch ein Wenig sexuell. Mir wird eine rote Schärpe zugeschoben. Jetzt schauen wir mal wie gay die beiden Drow wirklich sind. Der Eine war vorhin beim Schärpe reinstecken (In den Lendenschurz! Nicht was ihre wieder denkt! Böse Leser, böse Leser!) schon nicht so begeistert, dass ich mich versichert habe, dass meine milde Gabe auch richtig gut hält. Hehe. Der Waffenmeister trägt die Transe durch die Taverne nach draußen. Er/Sie und der Waffenmeister schauen beide sehr abgekämpft aus, aber glücklich. Wie schalte ich jetzt nur das Kopfkino aus. Ein Bild mit einer beunruhigenden Anzahl von Schwänzen und Brüsten drängt sich vor mein inneres Auge….

Ich winke nun mit meiner roten Schärpe, um mich abzulenken und werde auf die Bühne gezogen und auf einen Stuhl gesetzt. Also, gelenkig sind die Beiden ja, aber sie haben nicht gemerkt, dass ich ihnen an den unmöglichsten Stellen einen Floh und meinen Tripper angehängt habe. Einer der Beiden säuselt mir ins Ohr, dass er jetzt Single ist, während ich dem Anderen seine weiße Schärpe aus der Unterhose ziehe und sie in die Menge schmeiße. Jetzt ist er wirklich etwas pikiert. Ist mir egal, das muss ihm klar sein, wenn er sich eine SL an seine äh… die Stange holt. Ich bin von oben bis unten schwarz. Hm. Ich weiß übrigens ganz genau, dass es Bilder gibt von diesem Abend und ich habe sie bis heute nicht zu Gesicht bekommen und man kann das jetzt als offizielle Bewerde meinerseits auffassen. Wenn es eh nur  von mir vom Conquest gibt, dann will ich sie wenigstens sehen, bevor ich sie zensiere.

Das SL-Team verschwindet langsam in den Küchenbereich des Mad Gobblyn und da sitzen wir alle mal beisammen auf einer Bank. (Außer dem Schwallkörper, der hat morgen Frühschicht!)

Asche auf mein Haupt, ich habe verdrängt, dass das Produkt meiner äußerst kranken Fantasie (Anus McGay jun.) mit dem Produkt der abartig kranken Fantasie vom Herausgeber des Playork (Tatonka) an der Stange getanzt hat. Ich sag nur so viel, dass Mann aus den Brüsten von Tatonka Bier zuzeln kann. Das haben wohl Einige verdrängt und die Auffrischung des Kopfkinos gibt es von mir gratis dazu.

Ich kriege etwas zum Essen in die Hand gedrückt und als ich gerade in mein Sandwich beißen will, werde ich vom König höchstpersönlich zu einer Folterung geschickt. Der Drow, der auf eine SL wartet ist total aufgelöst und hetzt zum Aufenthaltszelt. Was mich da erwartet hat, lies mich fast vom Glauben abfallen. Ich äußere mich jetzt nicht zu diesem kläglichen Versuch ein bisschen Aufmerksamkeit vom SL-Team herauszupressen. Aber einen Dolch ins Knie des ‚Opfers‘ zu picksen und beim Ausfragen ständig stottern, hatte ich nach der Transe von vorhin nicht erwartet. (Ein Tipp an alle angehenden Foltermeister, wer erwartet auf die Frage: ‚Erzähl mir alles!‘, dass zu hören, was er für das weitere Fortkommen im Spiel auch gebrauchen könnte, könnte sich nur in sofern irren, dass er dann auch alles erzählt bekommt, je nach Fantasie des Opfers kann das wiederum dann ziemlich abendfüllend werden, natürlich nicht in diesem speziellen Fall, da das Opfer hier geistig völlig unbewaffnet war. Gut, ich hätte mich wahrscheinlich auch krank gelacht, wenn ich am Knie gefoltert worden wäre!)

Ich zeige ihnen meine Verachtung und esse genüsslich mein Sandwich, dann unterhalte ich mich mit dem Waffenmeister vom anderen Haus über die Folterung von vorhin mit der Transe, er hatte irgendwie immer noch so ein merkwürdiges Grinsen im Gesicht.

Ich lasse die Spieler vor Vollendung der Hauptsache allein, aber natürlich nicht, ohne ihnen zu sagen, wenn sie das Opfer so opfern wie sie das Opfer gerade gefoltert haben, dann brauchen sie mich ja wohl nicht weiter. Ey, des geht ja echt überhaupt gar nicht.

Jetzt kommt das Gerücht auf, dass 700 polnische Staatsbürger und Hilfarbeiter einen Raubzug übers Gelände machen und alles klauen, was nicht niet- und nagelfest ist. Die Runner, die das Gerücht verbreiten bringen die Tavernencrew dazu, eine Durchsage zu machen. Ich funke an die Koordination. Ja, alles klar. Wenig später stellt sich heraus, dass es wohl eine Ente war. Es gab da wohl eine Handvoll Erntehelfer, die aber schon vor Stunden von den Ordnern vom Platz gestellt wurden. Nachdem wir alle informiert haben, dass wir eher das kleine Epileptikermädchen mit Klaustrophobie von gestern irgendwo finden, als die 800 Polen. Vorallem, wie bescheuert kann man eigentlich sein, eine Larpveranstaltung zu überfallen. Die Securitymänner schützen uns ja nicht vor Eindringlingen, sondern die Eindringlinge vor uns. Wir gingen dann irgendwann wieder kollektiv duschen. Ich musste mir ganz dringend den Kopf rasieren (Ich fühlte mich schon wie ein Hippie!) und mir schwarze Farbe vom Körper waschen. Ich falle völlig fertig ins Bett.

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