Drei und eine Axt – Teil 45

Eine Axtgeschichte – Drei und eine Axt – Teil 45

reiter_neuNoch vor dem Morgengrauen wurde Halef vor Kälte wach. Er bereute es nun kein Feuer gemacht zu haben, aber ihm war es lieber halb erfroren nicht gefunden zu werden, als am warmen Feuer überfallen und umgebracht zu werden. Der Hund schlief und er ärgerte sich darüber, dass sie so nachlässig gewesen waren, der Köter und er. Aber das Lächeln auf dem Gesicht seiner schlafenden Lamina versöhnte seinen Groll für einen Moment. Er hatte nicht zu hoffen gewagt, dass es so bald dazu gekommen wäre. Allein der Gedanke daran, erregte ihn erneut. Die Kälte des Morgen war gleich wieder vergessen, aber ein schlechtes Gewissen hatte er trotzdem, er hoffte dass er gestern Nacht nicht zu weit gegangen war.

Sie erwachte, weil sie sich beobachtet vorkam. Lächelnd blickte sie ihn an und ihr Gesicht strahlte, also schien sie überglücklich zu sein. Schlaftrunken klammerte sie sich an seinen Oberkörper und lies ihren Körper auf seinen Schoss sinken. Mit zitternden Fingern strich er ihr die Haare aus dem Gesicht und flüsterte: ‚Guten Morgen, schöne Frau, alles in Ordnung!‘

‚Mir ist kalt!‘ gähnte sie ihn an.

Das hatte er nicht gemeint, aber er nahm sie in den Arm und rieb über ihren Rücken. Er beschloss nicht weiter zu fragen und meinte dann nur: ‚Mir auch!‘

Sie ritten bald los und kamen noch bevor die Sonne über den großen Berg linste an ihrem Ziel an. Doch sie fanden nur Rauch und Asche an dem Ort, wo einst die alte Schmiede stand. Das einzige feste Haus in der ganzen Gegend war nun dem Erdboden gleich gemacht worden. Die Banditen waren sehr gründlich gewesen. Die Tiere waren auf der Ebene versprengt. Die Schweine, Hühner und Ziegen jagten sich verwirrt umher und 3 Kühe standen vor dem verbrannten Stall und plärrten, weil sie keiner gemolken hatte. Einige Pferde grasten im hohen Gras neben dem Fluss.

Der Hund fing übermütig an die Tiere zusammen zu treiben. Weit und breit war niemand zu sehen. Nur die verstreuten Kleintiere stoben durchs Unterholz. Lamina fing die Hühner ein und fand einige Eier im Gestrüpp. Halef fand ein paar kaputte Fässer, die sie zum Transport der Kleintiere nutzen konnten. Lamina molk die Tiere und summte dabei, um ihre Angst etwas zu vertreiben, während Halef die verbrannten Leichen begrub. Sie war heilfroh, wenn sie hier so schnell wie möglich wieder verschwinden würden. Es war ganz schön unheimlich hier. Die Tiere waren ziemlich unruhig, war ja auch kein Wunder.

Sie schreckte hoch, als sie etwas hörte, dann sprang sie jemand von oben aus an und warf sie zu Boden. Ihr entwich ein kurzer Schrei, der unlängst von einem Hieb unterbrochen wurde. Ihr schwanden fast die Sinne. Der Angreifer redete mit ihr: ‚Süßes Täubchen, hab ich dich erschreckt. Ja, dass tut mir leid. Hättest mal lieber auf dem Felsen nachschauen sollen, als so wunderschön zu summen.‘

Seine Stimme war für einen Mann ziemlich hell, er redete schleppend und kicherte nach jedem Satz. Er schien verrückt zu sein und er stank aus dem Mund. Sie musste den Brechreiz unterdrücken, als er ihr über die Wange leckte. Aus Leibeskräften versuchte sie sich zu wehren, doch ihre Mühe war vergebens, er war ihr körperlich völlig überlegen. Er packte sie grob am Hals und hielt sie auf den Boden gedrückt, durch das Gewicht seines Körpers bewegungslos auf den Boden gepinnt. ‚Ich hab euch gehört, von meinem Versteck aus. Da oben!‘ Er wies auf den Felsen über ihnen. ‚Dieses Summen, Täubchen! Süßes Täubchen! Seid ihr beide Schuld, dass meine Männer nicht zurückkommen? Habt ihr das Mädchen gefunden? Süßes Kind!‘

‚Du Bastard.‘ spie sie ihm förmlich ins Gesicht.

Er schlug ihr wieder ins Gesicht, so dass ihre Lippe aufplatzte. Mit einem widerlichen Stöhnen leckte er das Blut von ihren Lippen, bis sie würgen musste.

‚Wenn ich das süße Kind nicht wieder haben kann, dann werd ich wohl dich nehmen müssen. Auch wenn du mich nicht zu mögen scheinst, dass werd ich dir schon noch beibringen.‘ Er riss ihr die Tunika auf und biss ihr in die Brust. Dann blickte er auf, sie spuckte ihm ins Auge, dafür schlug er ihr erneut hart ins Gesicht. Ihr schwanden wieder die Sinne. Der Angreifer nestelte an seiner Hose herum und lies sie einen Moment los, diese Gelegenheit nutzte sie und versuchte unter ihm heraus zu kriechen. Dabei trat sie ihn ins Gemächt. Das heizte ihn erschreckender Weise noch mehr an, er hechtete ihr hinterher, packte sie und zog sie zu sich her. Er riss ihr die Tunika vollends vom Leib, warf sie zu Boden und stütze seinen Unterarm auf ihrer Brust ab, während er ihre Hose aufriss und wieder an seiner herum nestelte. Ihr blieb die Luft weg, sie konnte kaum noch schreien, aber dass musste sie auch nicht mehr, sie sah einen Schatten hinter dem Banditen und eine Klinge blitzte im Sonnenlicht auf. Als der Bandit die Klinge an seiner Kehle spürte, war es bereits zu spät sich zur Wehr zu setzen. Halef hatte dem Angreifer in der Hast, ihn von Lamina fortzuziehen, die Kehle durchstochen. Sie blickte beide völlig entsetzt an. Er zog das Messer aus dem offenen Hals des Angreifers und blickte ihn hasserfüllt an.

Der Ausdruck in seinem Gesicht machte ihr noch mehr Angst, als dass das gescheiterte Vorhaben des Banditen es je hätte tun können. Wie von einem Blitz getroffen lies er erst den leblosen Körper des Mannes los und dann das blutverschmierte Messer fallen, dass zitternd im Boden stecken blieb. In dem Moment blickte sie auf ihren Körper herab und sah das Blut, dass ihr auf den nackten Oberkörper gespritzt war. Sie raffte die zerrissene Tunika vor ihrer Brust zusammen und versuchte sich das Blut vom Körper zu reiben, dabei verschmierteverschmierte sie das Blut nur noch mehr. Er wollte ihr zur Hilfe eilen, erblickte dann aber seine blutverschmierten Hände.

Nach einem langen Zögern, stürzte er zu ihr und versuchte sie in den Arm zu nehmen.

Sie schluchzte: ‚Er hat mich von da oben beobachtet!‘

Er nahm sie mit versteinerter Miene lieblos in den Arm.

‚Du machst mir Angst, Halef.‘

Wortlos hob er sie hoch und brachte sie zum Fluss. Er pfiff nach dem Hund.

‚Wasch dich bitte, schnell, ich schaffe die Leiche fort. Wir müssen schnellstens fort von hier!‘

Fortsetzung folgt…. 

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Drei und eine Axt – Teil 44

Eine Axtgeschichte – Drei und eine Axt – Teil 44

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Zur selben Zeit in der Jurte der weißen Hexe:

Alur konnte die Hitze des Feuers auf seinem Gesicht spüren, noch bevor er das Knistern hörte. In seinem Kopf rauschte es und er hatte das Gefühl es würde sich alles um ihn herum drehen. Er öffnete nur ein Auge und musste mehrmals den Kopf schütteln, um ein klares Bild vor Augen zu haben.

Fassungslos ertappte er seine Tanten wie sie ums Feuer herumsprangen. Erst nach mehrmaligem Blinzeln erkannte er, dass Vira nur das Feuer hochschürte und Ziska eigentlich Tee eingegossen hatte. Was war denn nur mit ihm los und warum lag er in der falschen Jurte?

Tante Ziska kam auf ihn zu und lächelte ihn an. Er bewegte sich und dann wurde ihm erst gewahr, dass er nicht alleine im Bett lag. Das Mädchen wimmerte im Schlaf und klammerte sich an seine Brust, wie eine Ertrinkende an den rettenden Baumstumpf.

‘Pünktlich zur Nachtwache!’ flüsterte Ziska.

‘Was? Warum hab ich geschlafen?’ stotterte Alur und zog die Decke über den Rücken des Mädchens.

‘Eigentlich wollte ich nur das Mädchen beruhigen.’ meinte sie kleinlaut. ‘Aber sie hat dann die letzten Stunden so friedlich geschlafen.’

‘Hat sie schon ihren Namen gesagt?’

Ziska schüttelte nur den Kopf und meinte dann: ‘Komm schon, steh auf und hilf mir sie zu euch rüber zu tragen. Die Jurte des Sippenführers ist nicht beheizt, sie schläft heut Nacht bei euch!’

Er versuchte sich aufzusetzen, ohne das Mädchen zu wecken. Sie hatte immer noch seine Tunika in Händen.

Als er mit dem Mädchen auf dem Arm barfuß aus der Jurte trat, wurde ihm erst gewahr, dass er keine Schuhe trug. Seine Mutter nickte ihm zu und stellte einen Napf mit Suppe auf den Tisch, sein Vater und Ainur saßen am Tisch und Elger strich mit dem Hund über den Hof. Die weiße Hexe kam hinter ihm her und bog dann aber zum Tisch ab, also ging er alleine in die Jurte seiner Eltern. Seine beiden kleinen Schwestern lagen in seinem Bett und Lona und Fina lagen in ihremihrem eigenen Bett und schliefen schon. Er legte das Mädchen in sein Bett und deckte alle drei Mädchen sorgsam zu. Er zog seine Schuhe an und ging wieder nach draußen.

Während der Nachtwache war er einerseits erschreckend wach, aber andererseits fror er und nichts konnte ihn so recht erwärmen. Also war er heilfroh, als sein Vater ihn im Morgengrauen ablöste und er endlich in sein Bett kriechen konnte.

Als er dann endlich vor seinem Bett stand, lag nur noch das kleine Mädchen in seinem Bett und starrte an die Jurtendecke. Er nahm einen Becher mit Tee, der neben seinem Bett abgestellt worden war und setzte sich auf die Bettkannte.

‘Du musst viel trinken!’ flüsterte er ihr zu und versuchte ihr ein wenig aufzuhelfen. Sie lies sich den Inhalt des Bechers verabreichen und blickte ihm dann für einen kurzen Moment in die Augen. Beide konnten dem jeweiligen Blick des Anderen nicht standhalten, also blickten sie für einen viel zu langen Moment aneinander vorbei, bis Alur das Schweigen mit einem Räuspern unterbrach.

Leise flüsterte er ihr zu und stellte den leeren Becher wieder ab. ‘Magst du mir deinen Namen verraten?’

Sie blieb ihm die Antwort schuldig, deshalb überging er ihr Schweigen und zog seine Schuhe aus. Während er seinen Klappenmantel auszog beobachtete sie ihn neugierig, wand sich dann aber ab und drehte sich um. Er legte sich neben sie hin und versuchte sich irgendwie zuzudecken, ohne ihr dabei ihre Decken wegzuziehen.

Es dauerte eine halbe Ewigkeit bis er endlich richtig lag, vollständig zugedeckt war und irgendwie nicht mehr fror. Endlich schloss er die Augen und atmete erleichtert aus.

Irgendwann drehte sie sich wieder um, kroch mit ihren Decken unter seine Decken und lies sich seufzend auf seiner Schulter nieder und murmelte: ‘Liirii!’

Vorsichtig nahm er sie in den Arm, küsste die Überreste ihres Haaransatzes und wiederholte ihren Namen: ‘Liri?’

Fortsetzung, wiederholt und bereits bekannt, da dieser Artikel als Lückenfüller eingefügt wurde, der Teil 44 ist jetzt Teil 45… 

Drei und eine Axt – Teil 43

Eine Axtgeschichte – Drei und eine Axt – Teil 43

reiter_neuWeit nach Mitternacht machten Halef und Lamina endlich Halt, um sich ein paar Stunden auszuruhen. Sie würden morgen noch ein paar Stunden reiten müssen ehe sie ankommen würden. Lamina war völlig erschöpft.

Der Mond erhellte den Wald, als wäre es Tag und er beschloss kein Feuer zu machen. Er hielt Wache obwohl er auch schlafen müsste. Auch wenn der Hund wachsam neben ihm saß und scheinbar niemand in der Nähe war, außer ein paar Viechern, die durchs Unterholz schlichen, wollte er nicht riskieren unaufmerksam zu sein. Es konnte immer noch sein, dass einer der Banditen im Wald unterwegs war.

Lamina lag neben ihm und schlief. Er streichelte über ihr Haar und deckte sie sorgsam zu.

Irgendwann kroch sie zu ihm, weil sie fror. Sie kuschelten sich aneinander und küssten sich. Plötzlich rückte er von ihr ab, weil er ziemlich erregt war.

Sie lag zwischen seinen Beinen und blickte ihn an. Mit einem milden Lächeln gab sie ihm zu verstehen, dass sie bemerkt hatte, dass sein Schwanz langsam steif geworden war. Seinen Gesichtausdruck konnte sie nur erahnen, da der Mond in seinem Rücken stand.

‚Anscheinend wollen mich alle Männer nur zu Boden ringen und ihre Männlichkeit in mich hineinzwängen, nur du nicht.‘

Er blickte sie entrüstet an und stotterte, er suchte verzweifelt nach den passenden Worten.

‚Nur du nicht!‘ wiederholte sie und strich ihm übers Gesicht.

‚Aber, aber ich hoffe doch das Kejnen, Ainur, Elger und Otar das auch nicht vorhaben, hatten, werden….‘

‚Nein, natürlich nicht!‘

‚Ich muss dich nicht zu Boden ringen, du liegst meistens auf mir drauf und… und außerdem habe ich kein Verlangen danach, wenn du mir wieder ins Gesicht trittst.‘

Sie haute ihn gespielt und zischte ihm zu: ‚Mach keine Witze!‘

‚Warum sollte ich dich zu etwas drängen, wenn du doch jede Nacht in meinem Bett liegst. Wenn dir danach ist, dann wirst du mich schon zu Boden ringen.‘

Sie blickte ihn erbost an, lächelte aber dann und er redete weiter: ‚Nein, schau mal, solange ich dich küssen und dich berühren darf und dich trösten, solange drängt es mich zu nichts, was nicht noch Zeit hätte.‘

Sie blickte ihn nachdenklich an.

‚Nicht dass ich mir da nicht schon oft Gedanken darüber gemacht hätte.‘ ergänzte er noch.

Sie schmunzelte und ihr stiegen die Tränen in die Augen. Er zog sie weiter zu sich hoch und drückte sie fest an sich.

‚Erschreckenderweise ertappe ich mich sehr oft bei dem Gedanken daran, weiter zu gehen als dich auf den Mund zu küssen.‘ säuselte er ihr ins Ohr, wurde schlagartig rot im Gesicht, was sie in der Dunkelheit nicht sah, aber sie spürte die Hitze, die in ihm aufstieg.

Lamina strich ihm über die Wange, dann flackerte ein Hauch von rot über ihr Antlitz, bevor sie zu reden begann. ‚Ich ertappe mich auch zu Weilen bei dem Gedanken…!’ Sie unterbrach sich selbst, in dem sie ihn küsste.

Er erwiderte den Kuss nur einen Moment und stammelte dann: ‚Ich…Ich…möchte dich an Stellen küssen, an denen ich dich noch nie geküsst habe.‘ Ihre Hände glitten unter seine Tunika, sie stemmte sich von seinen Hüften auf, um wieder seinen Mund zu erreichen. Sie küsste ihn kurz und tauchte dann unter seine Tunika. Sie leckte ihn über seine Brust und küsste schließlich seine Brustwarzen, die sich sofort aufrichteten.

Langsam fuhr sie mit ihrer Hand in seine Bruche. Er zuckte zurück, lies es aber doch zu, weil es sich richtig gut anfühlte. Er zog seine Tunika aus und beugte sich zu ihr herab, um sie zu küssen. Ihre Finger umschlossen seinen Schwanz und er befürchtete den Verstand zu verlieren. Kurzzeitig kam sein Verstand zurück, er entzog sich ihrem Griff und stammelte: ‚Bitte, ich möchte dir auf keinen Fall zu Nahe treten und ich weiß nicht ob ich es nicht doch tue, wenn du weiter machst.‘

‚Halt deinen Mund und küss mich!‘ rief sie einfach nur.

Er küsste sie und sie machte da weiter wo er sie vorhin gestoppt hatte. Es dauerte auch nicht lange, bis sein Schwanz zum Bersten gespannt war. Und dann wurde es immer besser, er atmete schwer und begann zu stöhnen, es war unbeschreiblich, und besser, bis dieses unbeschreibliche Gefühl in seiner Körpermitte explodierte und er sich zuckend in ihre Hand ergoss. Er weinte fast, als er wieder zu Atem kam. Sie küsste ihn weiter und er wollte sie wirklich an Stellen küssen, der er sie vorher noch nie geküsste hatte. Und zwar jetzt. Er griff unter ihre Tunika und zog sie hoch. Er hielt sich nicht damit auf, ihre Brüste anzufassen, er begann ihre Brüste zu küssen, er blickte aber nochmal auf: ‚Du trittst mir eh ins Gesicht, wenn ich dir zu weit gehe.‘

Sie lächelte und schob seine Kopf wieder zu ihren Brüsten. Er küsste ihre Brustwarzen und sog daran. Dann zog er die Tunika über ihren Kopf, sie erschauderte. Er packte sie und schob sie zu ihrer Bettstatt zurück. Hastig kroch er mit ihr zusammen unter die Decken und küsste sie dabei und nahm ihre Brüste fest in seine Hände. Er küsste ihren Bauch und zog mit den Zähnen die Schleife ihrer Bruche auf und küsste dann ihren Flaum. Und ihre Schamlippen. Er blickte noch einmal auf, er konnte im Halbdunkeln ihr Gesicht kaum mehr erkennen, deswegen griff er mit einer Hand wieder nach oben und erfasste ihre Wange. Sie legte den Kopf auf die Seite, um seine Hand zu küssen. Und er küsste nochmal ihre Schamlippen, glitt mit der Zungenspitze zwischen ihre Schamlippen und sog vorsichtig daran. Sie begann schwer zu atmen und ihr entglitt ein fast unmerkliches Stöhnen. Er wusste eigentlich nicht was er da tat, aber es schien ihr zu gefallen, also er machte weiter. Ihr Stöhnen erregte ihn erneut, er achtete aber nicht auf seinen immer steifer werdenden Schwanz und machte weiter. Sie biss ihm plötzlich in die Hand und vor Schreck biss er auch zu, sie stöhnte lustvoll auf. Er fuhr mit der Zunge in sie hinein und nahm dann seinen Finger zur Hilfe. Sie wand sich unter seinen Küssen und Berührungen, bis sie ihnen zuckend und stöhnend erlag. Er beobachtete sie einen Moment, bis sie die Augen wieder öffnete und ihn mit Tränen in den Augen anlächelte. Sie zog ihn wieder hoch, um ihn auf den Mund zu küssen. Ihm wurde im ersten Moment nicht gewahr, dass bei der letzten Bewegung seine Bruche von seinen Hüften gerutscht war und er nun nackt auf ihr lag. Es wurde ihm erst bewusst, als sie ihm mit einer Hand wieder an den Schwanz griff und ihn wieder massierte, wie sie es eben schon getan hatte.

‚Oh, bitte hör auf, ich weiß nicht, ich weiß nicht, ob ich an mich halten kann.‘ Er versuchte von ihr runter zu rollen, aber nachdem sie seinen Schwanz immer noch fest mit ihren Fingern umschloss, blieb er reglos auf ihr liegen.

‚Vielleicht musst du ja nicht an dich halten.‘ flüsterte sie und küsste ihn, schob ihm dabei ihre Zunge in den Mund und führte gleichzeitig seinen Schwanz zwischen ihre Beine. Dann löste sie sich kurz von seinem Mund um ihn ins Ohr zu flüstern: ‚Bitte, bevor ich es mir anders überlege.‘

Sein Herz sprang fast aus seiner Brust und sein Schwanz wurde noch härter.

‚Ja, wirklich, bist du sicher?‘ keuchte er ihr zu. Er spürte ihr Nicken, als er zu einem weiteren Kuss ansetzte. Sie öffnete ihre Schenkel und seine Schwanzspitze glitt fast von alleine in sie hinein. Die warme Feuchtigkeit umschloss seine Schwanzspitze und seine Zweifel verflogen, als wären sie nie da gewesen. Langsam glitt er weiter in sie hinein. Sie stöhnte laut auf und er kam ins Stocken und flüsterte ihr ins Ohr: ‚Sag mir wenn ich dir weh tue, ja?‘

Sie griff ihm an den Hintern und hielt sein darauffolgendes Zurückweichen auf, um ihm dann zu zuzischen: ‚Ich bin mir ganz sicher!‘

Er küsste sie und schob seinen Schwanz so vorsichtig wie möglich in sie hinein. Sie atmete tief ein und er verlor fast den Verstand, als seine Hoden gegen sie stießen. Er musste inne halten, weil er verhindern wollte, dass es gleich wieder ein Ende finden würde. Sie bewegte sich langsam unter ihm und er stöhnte auf, er musste sich auf die Lippen beißen, um sich nicht gleich in sie zu ergießen. Dann suchte sie seinen Mund und er begann sich langsam in ihr zu bewegen. Sie klammerte sich an seinen Hals und atmete ihn ins Ohr, bevor sie ihn wieder küsste. Ihre Bewegungen wurden erst immer gleichmäßiger und dann immer schneller. Sie verbiss sich in seinem Hals, als sie sich unter ihm zuckend ergab. Er konnte ihre Erregung spüren und nun konnte er sich nicht mehr zurück halten. Stöhnend ergoss er sich in ihr und brach über ihren Brüsten schwer atmend zusammen. Ihr Körper kam nur langsam zur Ruhe.

Ihre Hände suchten die Seinen und sie klammerte sich fest an seine Hände. Irgendwann wälzte er sich von ihr hinunter und nahm sie in den Arm. Sie kuschelte sich an seine Brust.

Er bemerkte, dass sie weinte und säuselte ihr ins Ohr: ‚Du wolltest mir doch ins Gesicht treten, wenn ich zu weit gehe.‘

Sie lächelte und gab ihm einen gespielten Kinnhacken. ‚Ich bin nie glücklicher gewesen, du Blödian.‘

Der Stein, der ihm nun vom Herzen fiel, hätte eigentlich die Erde erbeben lassen müssen.

‚Ich hätte mir nie zu träumen gewagt, dass es so gut ist, dass es mir Freudestränen…!‘ flüsterte sie, bis sie schwer schluckte.

Ein Kuss seinerseits hinderte die Vollendung ihres Satzes.

Fortsetzung folgt… 

Blut ist dicker als Wasser – Die Geschichte eines Holzfällers – Teil 9

Blut ist dicker als Wasser – Die Geschichte eines Holzfällers – Teil 9

schweiniBranu humpelte Schweini hinterher, Richtung Waldrand. Er war auf der Suche nach Bruna, die war schon seit Stunden fort und langsam machte er sich wirklich Sorgen um sie. Auf seiner Wange leuchtete immer noch ihr Handabdruck und in seinem Kopf sang der Met manch rauschendes Lied.

Er hatte nicht nur die eine Flasche Met zusammen mit dem Meister Ulgur vernichtet und deswegen spürte er jetzt auch keinen Schmerz. Der Heiler hatte ihm eigentlich verboten, den Hof zu verlassen und er würde es morgen bitter bereuen, dass er so weit gelaufen war. Aber wenn die Götter ihm nun endlich eine richtige Familie geschenkt haben, dann musste er sich auch darum kümmern. Und sein Vater, also der Meister Ulgur, war zu betrunken um sie zu suchen.

Er hatte ihn vorhin ins Bett bringen müssen, weil er so besoffen gewesen war, dass er nicht mehr laufen konnte und das am helllichten Tag. Aber es war ja auch durchaus ein Grund zu feiern. Mann wurde ja nicht jeden Tag, zum zweiten Mal Vater und Mann bekam auch nicht jeden Tag seinen richtigen Vater zu Gesicht. Das Schwein verschwand im Dickicht und das riss ihn aus seinen betrunkenen Gedanken.

Als er zum Bachlauf kam, sah er schon den Rauch aufsteigen. Und wenig später stieg ihm der Geruch verbrannten Haares in die Nase. Bruna lag im Bach, blickte ohne auch nur einmal zu blinzelnd nach oben und das Wasser dampfte um sie herum. Der Wasserdampf ergoss sich schon über das ganze Tal.

Er versuchte möglichst unbeschadet die Böschung runter zu rutschen. Sein Bein tobte jetzt auch noch oder schon, aber er würde nicht ohne Bruna wieder zurück gehen, nach Hause. Er humpelte weiter auf den Bach zu und kniete sich umständlich ans Ufer in den Schlamm und flüstere: ‚Bruna, für ein Bad ist es entschieden zu kalt!‘ Dann griff er nach ihrer Hand und kam fast aus dem Gleichgewicht. Das Bachwasser schien tatsächlich erwärmt zu sein. ‚Komm da raus. Ich würd mich gerne bei dir entschuldigen.‘

Mit einer ruckartigen Bewegung wand sie ihren Kopf in seine Richtung und Tränen liefen unentwegt aus ihren Augen und verdampften in nächsten Moment auf ihrer Haut. Ihre Hand schien in Flammen aufzugehen und er ließ sie schlagartig wieder los.

‚Komm bitte da raus, du musst mir helfen. Ohne dich komme ich die Böschung nie wieder rauf.‘

Ihre Hand brannte tatsächlich, obwohl sie halb im Wasser lag. Er musste den Kopf schütteln, das musste am Met liegen. Die Hand brannte immer noch. Er kniff die Augen zu und sie brannte immer noch, als er seine Augen wieder geöffnet hatte.

‚Ich glaub, du brennst Bruna?!‘ stotterte er.

Plötzlich schloss sie die Hand und das Feuer erlosch. Er konnte sie atmen hören und er dachte er hätte so was wie ein Seufzer gehört. Sie blinzelte und hielt einen schrecklich langen Moment ihre Augen geschlossen und als sie endlich ihre Augen wieder öffnete, stand das Blau ihrer Augen voll Tränen. Ihr Kinn zitterte und ihre Maske zerbrach, so wie die Tränen über ihr Gesicht flossen.

Beherzt griff er wieder nach ihrer Hand und zog sie zu sich heran.

‚Du heulst doch nicht wegen mir?‘ fragte er unverblümt.

Ein feuriger Schlag in seine Nieren, war ihm Antwort genug. Ihm blieb für einen Moment die Luft weg, hielt sie aber eine Weile im Arm und während ihm beruhigende Laute über die Lippen huschten. Endlich regte sie sich und blickte ihn mit verheulten Augen an.

‚Verzeihst du mir den kleinen Ausrutscher? Ich war irgendwie verwirrt!‘ fragte Branu.

‚Wenn hier Einer verwirrt ist, dann bin ich das wohl und was fällt dir überhaupt ein, deine Zunge in meinen Hals stecken zu wollen. Ich glaub es hackt.‘ plapperte sie los, bis der Rauch wieder von ihr aufstieg. Dann fing sie wieder an zu weinen und krächzte. ‚Der Einzige, der mich je berührt hat, war das wandelnde Feuer…! Und das ist schon schlimm genug und der Nächste ist dann mein Bruder…‘ Den Rest des Satzes konnte er nicht mehr verstehen, aber er glaubte, dass sie ihn zwischen den ganzen Schluchzern ganz schön beleidigt hatte. Sie heulte, wie sie es als 12 jähriges Mädchen nicht getan hätte und dann fing sie sich wieder. ‚Wenn du das irgendjemanden erzählt, schleife ich dich an deinen … Ohren… in den Wald und leg dich wieder unter den Baum!‘

Sie zog den Rotz hoch und lächelte ihn an. Mit einer zarten, ja einer erschreckend zarten Bewegung berührte sie seine Wange, an der Stelle wo ihr Handabdruck immer noch feuerrot leuchtete und tierisch brannte.

‚Das gibt, ich brenn dir Eine, eine ganz neue Bedeutung!‘ meinte sie. Beide mussten Lachen.

‚Der Phönix aus der Asche, Schwesterlein! Der Phönix aus der Asche.‘ meinte er und versuchte zu grinsen, doch sein Gesicht tat ihm fast mehr weh als sein Bein.

ENDE

Diese Geschichte basiert auf dem Hintergrund der Rauriker und den Ereignissen nach dem Imbolcfest (http://www.rauriker.de) Ähnlichkeiten von Personen im realen Leben sind völlig ausgeschlossen und somit reiner Unfug. Wir bitten um Verständnis.

Erwischt – Die Geschichte eines Holzfällers – Teil 8

Erwischt – Die Geschichte eines Holzfällers – Teil 8

schweiniNach einer Woche war der Holzfäller mehr oder weniger wieder auf den Beinen. Er versuchte sich zumindest nützlich zu machen. Nachdem Meister Ulgur die Heiler bezahlt hatte, würde er seine Schuld in den nächsten Monaten abarbeiten müssen. Das Gehen fiel ihm noch schwer und irgendwie hatte er immer das Gefühl er würde dem Metzger und seiner Tochter nur im Weg umgehen. Er musste wirklich noch viel über das Metzgerhandwerk lernen.

Im Großen und Ganzen ging es ihm einen Tag gut und am nächsten Tag wieder schlecht. An schlechten Tagen hatte er wieder Fieber und Bruna wachte an seinem Bett und es schien ihm so, als würde sie seine Hitze anziehen und in sich aufsaugen. Und am nächsten Tag ging es ihm wieder gut.

Heute war so ein Tag, es ging ihm mehr als gut und er wurde leicht übermütig. Er hatte sich in der Küche nützlich gemacht, der Meister hat seine Blutwürste gemacht und der Holzfäller hatte ihm dabei über die Schulter gesehen und versucht zu helfen.

Nun waren sie fertig und der Holzfäller trat in die Metzgerstube und erblickte Bruna, die gerade den Boden wischte. Sie kniete neben einem grintigen Eimer auf den blutigen Dielen und er konnte den Blick nicht von ihr wenden. Einen Moment musste er auf ihren Hinter gestarrt haben, bis es ihm Gewahr wurde. Hastig begann er zu faseln. ‚Bruna? Ich wollt mich noch bei dir bedanken.‘

‚Für was denn? Bedank dich lieber bei Schweini!‘ meinte sie mehr zum Putzeimer, als zu ihm.

‚Ich hab die Nächte sehr genossen, in denen du an meiner Seite wachtest!‘

‚Zeit wann redest du so geschwollen daher?‘ fragte Bruna, die den blutigen Lumpen ins Putzwasser warf und den Holzfäller entsetzt anstarrte.

‚Ich wollte…!‘ stotterte der Holzfäller und ging einen Schritt auf sie zu. Bruna nahm den blutigen Lappen, wand ihn aus und stand dann aber auf, weil Branu ihr irgendwie zu Nahe gekommen war.

‚Sag mal hast du wieder Fieber, soll ich dir nen Tee und kalte Wickel machen.‘ meinte sie fast beiläufig.

‚Ja, es muss das Fieber sein, es verbrennt mich.‘ meinte er ziemlich ernst und griff nach ihrer Schultern. ‚Es ist Etwas in mir entbrannt und ich vermag es nicht zu löschen!‘ säuselte er ihr ins Gesicht und kam ihr immer näher.

‚Und da kommst du zu mir?‘ fragte sie ihn ungläubig und versuchte sich aus seinem Griff zu winden. Er kam ihr noch näher und machte Anstalten sie küssen zu wollen. Als sich ihre Lippen sich flüchtig berührten, scheuerte sie ihm Eine und zwar so heftig, dass er nach hinten taumelte. Beinahe wäre er über den Putzeimer gestolpert. Er hielt sich die Wange, die nicht nur wie Feuer brannte, sondern auch so aussah. Aber der Schmerz war es wohl nicht, was ihn so erschreckte. Es war irgendwas anderes. Bruna blickte ihn wutschnaubend an, eine Ader pulsierte auf ihrer Stirn und ihre Finger fingen an zu rauchen.

‚Es tut mir leid, ich konnte nicht anders, ich musste es dir sagen!‘ meinte er und humpelte wieder auf sie zu.

‚Was sagen? Dass du den Verstand verloren hast!‘ rief sie aufgebracht und ging rückwärts durch die Stube, bis ihr Rücken an der Wand anstieß. Er versperrte ihr den Weg, packte sie unsanft und zog sie in eine Umarmung.

‚Nein Bruna, ich habe mein Herz verloren!‘ meinte er und versuchte sie erneut zu küssen, dabei glitten seine groben Finger an ihrem Rücken entlang und vergruben sich in den Stoff ihrer Tunika, die ihren mächtigen Hintern verdeckte. Er presste sie gegen die Wand und küsste sie hart und unnachgiebig, bis ein Räuspern ihn unterbrach.

‚Nimm deine Drecksbatschen von deiner Schwester.‘ stolperte dem Metzger Ulgur aus dem Mund.

Bruna und Branu stoben auseinander und sie blickten erst den Metzgermeister und dann sich gegenseitig verwirrt an.

‚Was zu Beltane passiert, weiß nur der Zwölfender!‘ meinte Ulgur und machte Anstalten nach draußen gehen zu wollen.

‚Ich glaub es hackt. Ich komme seit dem ich laufen kann in dein Haus, Bruna und ich haben unsere halbe Kindheit miteinander verbracht und dann so was und du siehst mir nicht mal ins Gesicht…‚ rief Branu völlig außer sich, bis seine Stimme brach.

Ulgur drehte sich noch mal um, legte den Finger an den Mund und sprach leise aber eindringlich genug: ‚Scht. Deine schwindlige Verwandtschaft darf davon nie etwas erfahren und jetzt beruhige dich, ich geh eine gute Flasche Met holen und dann werde ich dir ins Gesicht sehen, mein Sohn.‘

Bruna konnte nicht fassen, was sie da hörte. Ihr ganzer Körper bebte vor Wut, ihre Finger fingen wieder an zu qualmen und zu rauchen und sie stürzte hastig nach draußen. Ihr Vater kam ihr entgegen, als sie über den Hof lief. Wutentbrannt knallte sie ihm Eine. Und die hatte er sich wohl verdient. Bruna strafte ihn mit einem wütenden Blick und verließ den Hof Richtung Wald.

Als Meister Ulgur mit der Flasche Met in Händen in sein Haus zurück ging, stand Branu immer noch an der selben Stelle mitten in der Metzgerstube und rieb sich die Wange.

‚Die haben wir wohl beide verdient!‘ meinte Ulgur und rieb sich ebenfalls die Wange. ‚Deine Schwester hat nen ziemlichen Schwinger drauf!‘

Branu musste grinsen und blickte Ulgur in die Augen. Ulgur erwiderte den Blick. Sie umarmten sich kurz. Ulgur klopfte Branu auf die Schulter und flüsterte ihm ins Ohr: ‚Ich hätte es dir schon viel früher sagen müssen, mein Sohn!‘

Diese Geschichte basiert auf dem Hintergrund der Rauriker und den Ereignissen nach dem Imbolcfest (http://www.rauriker.de) Ähnlichkeiten von Personen im realen Leben sind völlig ausgeschlossen und somit reiner Unfug. Wir bitten um Verständnis.

Manchmal kommt es anders…Der Killer 4

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Der Killer 4

Donnerstag, 16.08.2012 03.20 Uhr

München – Lyonel-Feininger-Strasse

Später standen Beide vor dem Haus. Rutger hatte aus einer zerknüllter Packung Lucky Strike, die er in seiner Lederjacke gefunden hatte, eine verbeulte Zigarette gezogen und begann sie zu rauchen. Ellen wunderte sich darüber, da sie ihn schon seit Monaten beschattete und ihn niemals hatte rauchen sehen. Ein Wagen hielt mit quietschenden Reifen vor Ellen. Als der Wagen wieder fortfuhr, stand ein Koffer auf dem Asphalt und sie hob gerade einen Rucksack hoch. Rutger warf den glühenden Stummel der Zigarette fort und schnappte sich den Koffer, um ihn auf dem Rücksitz zu verstauen. Langsam ging sie um den Wagen herum und setzte sich auf den Beifahrersitz. Er startete den Wagen und raste in die Nacht hinein.

Im Wagen hantierte sie an ihrem Laptop herum.

Er räusperte sich: ‚Ähm, wirst du deinem Vater von vorhin erzählen?‘

‚Sag mal, denkst du ich bin lebensmüde?‘

‚Ich hoffe nicht!‘

Sie funkelte ihn wütend an. ‚Wenn du die Nummer hier überlebst…‘

Er unterbrach sie unwirsch: ‚Was heißt hier, wenn ich überlebe.‘

‚Dass ich die ganze Sache überlebe, steht ja völlig außer Frage.‘ meinte sie sehr erhaben.

‚Kannst du lauter reden, ich kann dich von deinem hohen Ross aus nicht verstehen!‘

‚Da red grad der Richtige!‘

‚Willst du mir jetzt anlasten, dass ich betrunken war und geschwafelt habe…ich, ich war nervös!‘ stotterte er.

‚Ach, du warst nervös… deshalb hast du dir überlegt, dass du mich mit Waffengewalt vernaschen…‘

Wieder unterbrach er sie: ‚Wer hat hier wen vernascht?‘

‚Lässt du mich vielleicht einmal ausreden!‘ schrie sie.

Er zog, ohne zu blinken von der linken Spur auf den Standstreifen und machte eine Vollbremsung.

‚Bitte nicht den Fahrer anschreien, verdammt nochmal!‘ schrie er selbst.

Sie blickte ihn verschreckt an.

‚Nur so ein Tipp am Rande, wenn du in der Wohnung eines Auftragskillers bist, der dich gerade in seiner Waffenkammer mit einer Knarre bedroht, dann lass deine hübschen Fingernägel bei dir und lass verdammt nochmal seine Eier in Frieden.‘

‚Wars des jetzt?‘ meinte sie schnippisch und verschränkte die Arme vor der Brust.

‚Für’s Erste!‘ er funkelte sie wütend an. Einen Moment der Stille. Autos rasten an ihren vorbei. Finster visierten sich beide an, bevor sie sich stürmisch zu küssen begannen. Sie befummelten sich umständlich, bis sie sich von ihm losriss und ihm eine Ohrfeige verpasste.

‚Für was war die jetzt?‘

‚Für den Moment, als mein Gesicht an deiner Wand auftraf, das war wirklich unnötig.‘

‚Okay.‘ säuselte er kleinlaut und hielt ihr die Hand hin.

Sie nahm die Hand entgegen und schüttelte sie. Er machte eine Verbeugung und küsste ihre Hand. Ein Schmetterlingsgefühl machte sich in ihrem Magen breit und verflog im selben Moment gleich wieder als er sich von ihrer Hand löste.

Dann blinkte er links, gab Gas und zog auf die rechte Spur. Sie tippte mit ihren Finger am Armaturenbrett herum und fragte leise: ‚Haben wir schon einen Plan?‘

‚Wir fahren nach Oberau, brechen in der Tanke ein und schauen uns die Überwachungsvideos an?‘

‚Hm!‘ sagte sie, machte den Gurt los. Das Auto begann zu piepen. Sie warf ihren Rucksack auf ihren Koffer und kletterte nach hinten. Das grelle Geräusch verstummte, als kein Druck mehr auf der Sitzfläche war. Sie hantierte an ihrem Koffer und klappte ihn auf. Er konnte sie im Rückspiegel beobachten, wie sie ihre Hose auszog und einen frischen Tanga anzog. Dann zog sie eine schwarze Kampfhose an und zog ihren Pulli aus, sie hatte sein Shirt drunter und sie behielt es an, als sich eine schusssichere Weste drüber ziehen wollte. Der Wagen kam ein Wenig von der Fahrbahn ab und sie hätte es beinahe nicht gemerkt, bis sie die singenden Seitenstreifen hörte.

‚Würde der Fahrer bitte auf die Fahrbahn achten!‘ meinte sie schnippisch und zog ihren Pulli wieder an. Er blickte entschuldigend in den Rückspiegel und konzentrierte sich wieder aufs Fahren. Sie kontrollierte die Waffe in ihrem Knöchelholster und zog sich dünne Lederhandschuhe an.

Blinkend fuhr er von der Autobahn ab und räusperte sich. ‚Wir sind gleich da!‘ Hastig machte sie den Koffer zu und packte sich ihre Handtasche.

Sie fuhren an der Tankstelle vorbei, um dann in der nächsten Seitenstraße den Wagen abzustellen und sich von hinten aufs Betriebsgelände zu schleichen. Großmütig lies sie ihm den Vortritt und er brach die Tür auf. Das was sie völlig lautlos mit einem Draht, Papa’s Kreditkarte und einer angesägten Nagelfeile gemacht hätte, machte er, auf seine eigene brachiale Weise, mit einer halben Brechstange, die er aus seiner Jacke gezaubert hatte. Sie betraten das Büro der Tankstelle und er machte sich an einem Videogerät zu schaffen. Ellen durchsuchte in einen Karton mit beschrifteten Videokassetten und fand den entsprechenden Tag. Er blickte auf die Uhr, legte die Kassette ein und drückte den Bildvorlauf. Gelangweilt blickten sie aufs Bild. Nervös blickte er immer wieder auf die Uhr, bis die Dämmerung einsetzte.

‚Das dauert zu lange. Nehmen wir die Kassette mit und suchen wir uns ein schnuckeliges Hotelzimmer mit einem Videorekorder!‘ flüsterte er und drückte auf Stopp.

‚Hm ja, wir sollten nicht mit leeren Händen bei den Vinschgauern antanzen!‘ meinte sie und nahm die Kassette aus dem Rekorder. Sie pfriemelte den Aufkleber mit der Beschriftung von der Kassette und beklebte eine leere Kassette damit. Lautloser als sie eingebrochen waren, verschwanden sie wieder. Draußen auf der Straßen war noch alles totenstill. Sie schlichen zum Wagen zurück. Kurz bevor sie beim Auto angelangt waren, kam ein Wagen aus einer Einfahrt. Er lies das Brecheisen auf die Straße gleiten und schubste es mit der Fußspitze unter seinen Wagen. Dann packte er sie, drehte sie in seine Richtung und drängte sie auf die Kofferraumklappe. Er griff sie im Genick, kam ihr näher und flüsterte ihr ins Ohr. ‚Zieh mir die Jacke aus und küss meinen Hals!‘

Sie tat was ihr befohlen und schlang zusätzlich ihre Beine um seine Hüften. Er küsste ihren Hals und flüstere weiter auf sie ein. ‚Langsam beginnt mir der Job zu gefallen.‘

Als Antwort biss Sie ihm in den Hals, was ihn nur noch mehr anspornte. Der Wagen fuhr an ihnen vorbei, man konnte das Geräusch eines elektrischen Fensterhebers hören und der Fahrer rief empört: ‚Sodom und Gomorrha! Nehmts eich a Zimmer!‘

Das Auto fuhr weiter und bog auf die Straße. Die beiden Stoben auseinander und eilten in den Wagen. Sie hüpfte auf den Rücksitz und er griff noch unter den Wagen und sammelte seine Brechstange ein, bevor er einstieg. Sie fummelte an ihrem Handy herum, während sie sich wieder auszog. ‚Fahr nach Garmisch, da ist die Chance größer einen Videorekorder in einem Hotelzimmer zu finden!‘ Sie fuhren die Straße entlang und hielten sich links. ‚Kannst du unter meinem Sitz die Tasche rausziehen und mir geben?‘

‚Ja, warte!‘ stammelte sie, weil sie gerade versuchte eine Strumpfhose anzuziehen. In der nächsten Kurve hüpfte sie wie ein Gummiball auf dem Rücksitz umher. ‚Verfickte Scheiße!‘ zischte sie in dem Moment, als ihre Strumpfhose riss.

‚Alles in Ordnung da hinten?‘

‚Der Mann, der die Strumpfhose erfunden hat, gehört erschossen.‘

‚Ist das ein Auftrag?‘

Fortsetzung folgt im AlpenRoadMovie 8! Es lohnt sich!

 

Im Aufzug

Im Aufzug

Draußen trieb der Sturm große, schwere Tropfen an die Fensterscheiben. Eine gigantische, schwarze Wolke hing über der Stadt. Blitze zuckten alle paar Sekunden daraus hervor und das Donnern schien gar nicht mehr verstummen zu wollen. Eigentlich will man bei dem Wetter gar nicht nach draußen gehen, aber man möchte ja auch nicht das ganze Wochenende im Büro verbringen.

Drinnen wühlte eine junge Frau in ihrer Handtasche, sie hatte es scheinbar eilig. Mit einer fahrigen Handbewegung zog sie ihr Handy hervor, tippte die Tastensperre ein, schaute kurz darauf und steckte es wieder in die Tasche, um es wenig später wieder herauszuholen, um nochmal darauf zu sehen. Dann fiel es ihr fast aus der Hand, als sie es wieder in die Taschen legen wollte. Aber nachdem sie eh im Begriff war sich hinzuknien, landete das Handy in der Tasche und die Tasche auf dem Boden. Nur von der Frau war nichts mehr zu sehen, sie war unter den Schreibtisch gekrochen, um ihre Schuhe zu suchen. Als sie wieder darunter hervor kroch, hatte sie dass Gefühl, dass jemand an ihrem Büro vorbeigelaufen war.

Gedankenverloren stieß sie sich den Kopf an der Tischplatte an. ‚Was für ein verfickter Scheißtag!‘ konnte man sie nun fluchen hören. Nein, eigentlich konnte sie ja eben keiner hören, weil sie war immer die Letzte im Büro.

Auf einem Bein hüpfend zog sie ihre Schuhe an und packte dann ihre Handtasche, ihre Jacke, einen pinken Regenschirm, ihre Stempelkarte und einen Rucksack. Sie hatte es nicht nur eilig, sie hatte anscheinend auch noch was vor heute. Es war ja auch Freitag. Das sollte man doch was vor haben? Auf wackeligen Beinen stöckelte sie über den langen Gang. Normalerweise nimmt sie den kurzen Weg in die Tiefgarage, aber heute hatte sie keinen Parkplatz mehr bekommen, deswegen musste sie heute erst mal durchs halbe Haus laufen, um zum anderen Aufzug zu gelangen.

Durch die Fenster in den leeren Büros, an denen sie vorbei lief, konnte sie die Blitze zucken sehen. Vom nächsten Donner erschrak sie trotzdem, eigentlich hätte sie es ahnen müssen, dass nach dem Blitz ein Donner kommt, aber sie lies trotzdem vor Schreck fast den Regenschirm fallen.

Endlich bei den Aufzügen angekommen, drückte sie an die Mauer gelehnt irgendwie den Knopf, ohne etwas fallen zu lassen. Während des Wartens blickte sie auf dem Boden, der Boden war nass und der Reißverschluss an beiden Schuhen war offen, kein Wunder dass sie so wackelig auf den Beinen war. Sie zog den Rucksack richtig an und machte mit der freien Hand den Reißverschluss zu. Dann der andere Schuh, dann ordnete sie ihre Klamotten und stellte sich vor die Tür des einen Aufzuges. Es dauerte ewig bis dieses nervige Geräusch endlich erklang und die Aufzugtüren des anderen Aufzuges auf glitten. Sie lief zum hell erleuchteten Aufzug und rutschte fast auf dem nassen Fliesenboden aus. Im Aufzug drückte sie auf 0 und es passierte nichts. Mit einer komischen Verrenkung rieb sie ihre Hüfte an einem kleinen Kasten. Es piepste und sie drückte nochmal auf Null. Sie hörte wie sich die Türen schlossen. Aber sie sah nicht, wie plötzlich eine Hand die beiden Türen aufhielt. Durch das Geräusch des Sicherheitsmechanismus der Aufzugtüren, schreckte sie auf und drehte sich blitzschnell um. Die Türen glitten wieder auf und ein Mann trat in den Aufzug. Es war einer der unzähligen Arbeitern, die für die Renovierungsarbeiten im Gebäude tätig waren. Erschrocken war sie trotzdem. Mit der Handtasche und dem Regenschirm vor die Brust gepresst, rutschte sie nach hinten und machte dem Mann platz.

Er grinste nur breit und meinte: ‚Hab ich Sie erschreckt?‘

Sie lächelte gezwungen und nickte verhalten mit dem Kopf.

Er drückte auf -1 und die Aufzugtüren schlossen sich erneut. Sie lehnte sich erschöpft nach hinten an die Wand des Aufzugs und seufzte leise. Er musterte sie und suchte anscheinend nach den passenden Worten. Als sie etwas Nasses auf ihrem Kopf spürte, drehte sie sich erschrocken um und befühlte mit zitternden Fingern die Wand und blickte dann nach oben. Es kam Wasser vom Rand der Deckenverkleidung herein und floss die hintere Wand hinunter. Sie nahm den Rucksack ab und befühlte auch diesen. Er tropfte und sie lies ihn zu Boden gleiten.

Er hatte ihren Blick verfolgt, nachdem sie ihm den Rücken zugedreht hatte und konnte durch die vom Wasser durchsichtige Bluse ihren BH-Träger sehen. Dann bückte sie sich und er musste sich zwingen nicht auf ihren Hintern zu starren, also blickte er auf die Deckenverkleidung und sah dann aber das Selbe wie sie noch einen Moment zuvor. Wasser im Aufzug. Kopfschüttelnd kam er einen Schritt näher, berührte sie mit seinem muskulösen Oberkörper und befühlte die Seitenwand und murmelte: ‚Was für ein verfickter Scheiß!‘

In dem Moment, als sie beide sich bewusst wurden, dass ihre Körper für einen Moment aneinanderklebten, ging das Licht im Aufzug aus und das Geräusch was mit der Dunkelheit einher ging, war ja im Krieg der Sterne ganz spannend, wenn die Energiezufuhr für den Traktorstrahl von Obi Van Kenobi nach und nach abgeschaltet wird. Aber wenn man in einem Aufzug steht, will man dieses Geräusch garantiert nicht hören. Zumindest stoppte der Aufzug nicht so abrupt, wie man sich es vielleicht gedacht hätte. Aber er stoppte merklich. Sie lies den Regenschirm und ihre Handtasche fallen und krallte sich am Handlauf des Aufzugs ein. Langsam zog sie die Luft durch die Zähne ein und ging in die Knie.

‚Keine Panik Lady, die Bremsen funktionieren auch ohne Strom!‘ Er tastete nach ihr und griff nach ihrem Handgelenk. Sie schreckte zurück, lies aber doch seine Berührung zu. Er kam ihr näher und sie konnte seinen betörenden Körpergeruch wahrnehmen und plötzlich wurde es wieder hell. Er hatte eine kleine Taschenlampe in der Hand und leuchtete im Aufzug umher. Mit einem endgültigen Rumsen blieb der Aufzug stehen und sie landete auf ihrem Hintern und er fiel elegant auf die Knie. Wasser spitze auf. Sie spürte wie ihr Hintern nass wurde und versuchte sich gleich wieder aufzurappeln. Ihm war die Taschenlampe aus der Hand gerutscht und rollte über den Boden. Er kroch über den Boden und schnappte sich das Licht, steckte es in seinen Gürtel und wollte ihr dann eigentlich zur Hand gehen. Sie stand aber schon wieder, mit der Tasche und dem Regenschirm wieder an den Körper gepresst. Das Licht in seinem Gürtel schwankte bei jedem seiner Bewegungen und beleuchtete gegen die Seitenwand. Er kam ihr näher und griff wieder nach ihrer Hand.

‚Wollen wir mal sehen, ob der Notruf funktioniert?‘ Sie nickte, blickte ihn aber immer noch recht verschreckt an und er zog sie einfach mit zu dem Bedienfeld. Er drückte den Notruf. Stille. Er drückte noch mal. Stille. So etwas wie ‚Mist, verdammter!‘ kam aus seinem Mund. Er hämmerte auf den Knopf, aber irgendwie war ihm schon klar, dass der Notruf nicht funktionierte. Plötzlich ertönte ein Freizeichen. Es wählte automatisch und dann kam ein Dü-dü-dü. Er drückte wieder. Der Dü-dü-dü Belegtton verstummte und nach einem Moment kam wieder der Belegtton. Sie blickte ihn an und meinte nur: ‚Was für ne verfickte Scheiße?‘

‚Da hat wohl jemand die Telefonrechnung nicht bezahlt?‘

Beide zogen instinktiv ihr Handy aus der Tasche und blickten auf das Display. ‚Kein Netz!‘ murmelten beide. Er steckte das Handy wieder weg und versuchte mit den Händen die Aufzugtüren zu öffnen. Sein Shirt war vorhin nass geworden und so zeichneten sich seine Muskeln noch deutlicher ab. Sie ertappte sich erst dabei, dass sie ihn beobachtete, als sie wie hypnotisiert den Kopf schief legte und ihr nach einiger Zeit der Sabber aus dem Mund lief.

‚Was für ein verfickter Scheiß!‘ schrie er laut auf und er drosch wütend gegen die Aufzugtüren. Sie schreckte von ihren schmutzigen Gedanken auf und blickte ihn verstohlen an.

Er dachte er hätte sie wieder erschreckt, drehte sich langsam zu ihr um und kam ihr näher: ‚Sorry, ich glaub wir sitzen hier fest, bis uns der Wachmann findet!‘

‚Dann können wir uns ja hier häuslich einrichten bis Montag morgen!‘

‚So, schlimm wird es schon nicht kommen, mein Chef kriegt’s kotzen, wenn ich den Firmenwagen heute nicht mehr zurück bringe.‘ meinte er cool und klimperte mit einem Schlüssel in der Hosentasche. Automatisch blickte sie auf seine Hose und wurde schlagartig rot im Gesicht, als sie die Beule in seine Hose entdeckte.

‚Ich muss Ihnen was beichten.‘ stammelte er.

Sie dachte nur: Sei bitte nicht schwul! Sei bitte nicht schwul! Und blickte ihn wissbegierig an. ‚Ich hab Sie vorhin beobachtete, als Sie unter ihrem Schreibtisch etwas gesucht haben!‘ Nun wurde auch sein Gesicht wesentlich roter, als vorhin.

‚Hab ich’s mir doch gedacht, Sie Schlingel!‘ schimpfte sie ihn spielerisch.

Der Aufzug rutschte noch ein Wenig tiefer, sie fing an zu quietschen und er stürzte zu ihr hinüber, um sie festzuhalten. ‚Jetzt sollten die Bremsen aber festgefahren sein!‘

Ihr Gesicht streifte seine Bartstoppel, als er sie zu sich hinüber zog. Ihre Knie wurden weich, als sie wieder seinen Geruch wahrnahm. Der Aufzug sackte noch weiter ab und er konnte sie nun nicht mehr halten. Sie rutschte an ihm vorbei und als der Aufzug ruckartig zum Stehen kam, konnte er sie sich auch nicht mehr auf den Beinen halten und stürzte er auf sie drauf. Sie stöhnte laut auf, als er sie mit seinem Gewicht auf den Boden pinnte.

Der Aufzug sackte noch weiter ab, sie atmete schwer, er hob seinen Körper ein Wenig an und flüsterte: ‚Kommen Sie an meine Taschenlampe!‘

Sie griff an seinen Gürtel, fand zuerst alles andere, nur nicht die Taschenlampe.

‚Nein! Die andere Taschenlampe!‘ flüsterte er.

Entschuldigend grinste sie ihn an, fand dann doch die Lampe und zog sie hervor. Kurzerhand steckte sie die Taschenlampe zwischen ihre Brüste. Er lies sich langsam wieder auf sie herab. Der Aufzug bewegte sich wieder weiter nach unten. Er zog es vor sich nicht weiter zu bewegen.

‚Nicht mehr bewegen!‘ zischte er.

‚Hatte ich nicht vor!‘ keuchte sie.

‚Ich hoffe ich bin nicht zu schwer für Sie!‘

‚Sie sollten sich langsam mal vorstellen, bevor ich Sie frage, ob Sie da unten noch eine Taschenlampe für mich versteckt haben!‘

Er wurde nur wieder rot im Gesicht und stammelte: ‚Hans!‘

‚Tine, freut mich!‘ keuchte sie.

‚Tine, können Sie unter mir hervorkriechen? Ich will Sie wirklich nicht zerquetschen!‘

‚Ich versuche es.‘ Sie rutschte ein Wenig auf die Seite und er lies sich ganz langsam auf den Boden sinken. Schwer atmend kam er neben ihr zum Liegen. Der Aufzug rutschte ein weiteres Stück nach unten und machte ein knirschendes Geräusch. Sie klammerten sich aneinander und blieben noch eine ganze Weile reglos liegen, bis sich der Aufzug wirklich nicht mehr bewegte. Er blickte sie ernst an und sie erkannte den Anflug von Angst in seinen Augen. ‚Sie werden doch jetzt keinen Schiss kriegen, Hans!‘

‚Ehrlich, langsam bin ich mir nicht mehr sicher, ob die Aufzüge hier dem Sicherheitsstandard entsprechen!‘

Sie grinste ihn an und küsste ihn auf die Nase. ‚Runter kommen Sie immer, hat meine Oma immer gesagt.‘

Er versuchte zu Lächeln, es gelang ihm aber nicht recht, stattdessen schluckte er schwer. Sie küsste ihn auf den Mund. Etwas unbeholfen erwiderte er ihren Kuss und unternahm behutsam mit seiner Zunge einen Ausflug zu ihrer Zunge. Sie stöhnte leise und erwiderte den Küss etwas Energischer. Seine Lippen wanderten von ihrem Mund, über ihren Hals und wollte zu ihren Brüsten, als plötzlich die Aufzugtüren aufgestemmt wurden. Sie beide sprengten auseinander und blickten auf den immer größer werdenden Spalt und einen umherwandernden Lichtkegel.

‚Hallo, hier ist der Wachmann vom Empfang!‘ kam es von ziemlich weit oben.

‚Verficktes Timing!‘ kam aus ihrem Mund. Es war aber so leise, dass es nur Hans gehört hatte. Das Gesicht des Wachmannes tauchte am oberen Ende des Aufzuges auf und dann kniete er sich hin und hielt ihnen die Hand hin.

‚Wir hatten einen Stromausfall!‘ meinte der Wachmann. ‚Los kommen Sie, der Aufzug ist schon ganz unten, weiter runter geht es nicht!‘

Hans half ihr beim Aufstehen. Sie sammelte ihre Sachen zusammen und gab sie dem Wachmann. Plötzlich wurde sie hochgehoben und der Wachmann half ihr durch die Öffnung. Nachdem sie in Sicherheit war, hangelte er sich nach oben.

‚Macht es Ihnen was aus, ihre Autos aus der Garage zu fahren, ich muss langsam die Alarmanlage scharf machen.‘

Hans nahm ihre Sachen vom Boden auf und schob Tine zu der Tür, die zur Tiergarage führte. ‚Kommen Sie, Tine! Ich bring Sie heim!‘ meinte er ernst, zwinkerte ihr aber dann mit einem Lächeln auf den Lippen zu. Als die Tür hinter ihnen ins Schloss fiel, packte er sie am Hintern und drückte sie gegen die Wand. Aus seiner Kehle drang ein zufriedenes Geräusch, als er sein Kinn an ihrem Hals rieb. Sie stöhnte leise und knabberte an seinem Ohrläppchen.

Ich hab gehört, dass Beziehungen, die auf extremen Erfahrungen beruhen, nicht von Dauer sind!‘ flüsterte er ihr ins Ohr.
‚Dann muss unsere Grundlage Sex sein!‘ flüsterte sie und küsste ihn hart und unnachgiebig.

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