Alpenroadmovie 16

Alpenroadmovie 16

Cagliari, Sardinien

Sonntag, 19.08.12, 06.40 Uhr (Sonnenaufgang)
naudersSie fuhren in einem Affenzahn zum Fährhafen. Farid saß auf dem Rücksitz und blickte nervös nach hinten. Nach der spektakulären Flucht, hatten sie Enzo aus dem Kofferraum gelassen und er bestand drauf zu fahren. Farid war deswegen ganz schön eingeschnappt, hatte sich aber dann mürrisch auf der Rückbank gesetzt, seinen Kaftan und seinen Pali unterm Shirt hervorgezogen und ihn drüber gezogen. Er hatte den gehörnten Ehemann wirklich sehr überzeugend gespielt, nur sein italienisch war grausam.

Ein Junge mit einer Sonnenbrille auf der Nase und einer Zigarette im Mundwinkel stand am Straßenrand, streckte den Daumen raus und blickte sie an. Enzo fuhr ihn fast über den Haufen, als er eine Vollbremsung machte.

‚Giovanni? Mama Mia!‘ rief er aus dem offenen Fenster. ‚Steig ein, du Taugenichts!‘

‚Wer ist das? Und bist du von allen guten Geistern verlassen?‘ schrie Farid, zog die Waffe und blickte wieder nach hinten‚Dir ist schon klar, dass wir verfolgt werden?‘

‚Soll ich meinen Neffen überfahren?‘ schrie Enzo und gestikulierte wild.

Giovanni warf die Zigarette weg und sprang in den Wagen und blickte in zwei erschrockene Gesichter. Enzo fuhr weiter.

‚Ihr nehmt es mit der Familie viel ernster als wir, Sahib.‘ schimpfte Farid.

‚Die Nonna schickt mich die Blumen abzuholen, oder so!‘ rief Giovanni blickte Farid an, der immer noch mit seiner Waffe herum fuchtelte.

‚Und da schickt sie dich?‘ schrie Enzo, der gerade um eine Kurve fuhr.

‚Wieso, ich bin unauffällig, jeder der mich sieht, unterschätzt mich und ich schieße besser als die Nonna.‘

‚Du hast ne Knarre dabei?‘ schrie Enzo und verzog das Lenkrad so, dass sie beinahe gegen den Randstein gefahren wären.

‚Ich hab die Luger vom Eisernen bekommen!‘ meinte Giovanni stolz.

‚Du bist erst 16 und er war immerhin dein Urgroßvater, also nenn ihn nicht den Eisernen!‘ rief Enzo. Seine Stimme wirkte leicht hysterisch.

‚Menno, ich bin 17, Onkel Enzo, du hast mir ein IPhone geschenkt.‘

Enzo räusperte sich und stotterte dann: ‚Du bist zu jung!‘

‚Ihr seids damals auch net zu jung gewesen!‘ meinte Giovanni und verschränkte die Arme vor der Brust.

‚Der Don und dein Vater wollen uns genauso aus dem Weg haben, wie die Münchner!‘ rief Enzo verzweifelt. ‚Ich weiß nicht, ob ich dir vertrauen kann!‘

‚Schau ich so aus, als würde ich wert drauf legen, was mein Vater denkt. Willst du mich beleidigen? Seit 17 Jahren schaue ich in das traurige Gesicht meiner Mutter und wenn er alle Jubeljahre mal wieder heim gekommen ist, dann hatten wir neun Monate später einen neuen Bastard mehr zum Durchfüttern.‘ schrie Giovanni und funkelte Enzo wütend an, der allerdings immer noch nach vorne blickte.

‚Ich bin Blume!‘ meinte Blume, streckte Giovanni die Hand nach Hinten und lächelte.

‚Ich will eure Familienzusammenkunft nur ungern unterbrechen. Wir treffen die Barkasse 20 Minuten nach dem Auslaufen. Enzo fahr irgendwo ran, wo wir dich und die Ayana in den Kofferraum stecken können.‘

Er fuhr in eine Einfahrt und parkte den Wagen hinter einen Busch. Farid und Enzo sprangen aus dem Wagen und zogen mit einem Ruck den Lack vom Wagen. Jetzt war der Wagen, bis auf ein Paar Einschusslöcher strahlend weiß.

Pepe ist ein Genie!‘ meinte Enzo zu Farid, beide fummelten noch die restlichen roten Fetzen vom Lack.

‚Die Nonna hat mir auf Anraten von Onkel Pepe französische Pässe mitgegeben!‘ meinte Giovanni und gab dem Einen Blume und Anderen behielt er und fuhr fort: ‚Wir sind jetzt Fleur und Pascal Pagnot, Geschwister!‘

‚Jetzt versteh ich auch das hier!‘ meinte Enzo und klappte die Nummernschilder um.

‚Ist ja wie bei James Bond!‘ meinte Blume ganz aufgeregt.

‚Wie kann man sich als Franzose nur ein italienisches Auto kaufen?‘ meinte Giovanni mit einem französischen Dialekt.

‚Damit man die ganze Zeit drüber herziehen kann.‘ lächelte Blume.

‚Memsahib, ich brauch Ihr Kleid, die Sonnenbrille und den Schal.‘ meinte Farid.

‚Bitte was?‘

Er zog sich aus, steckte seine Knarre in seine Unterhose und hielt ihr den Kaftan und seinen Pali hin. ‚Ich hab mir extra die Beine und die Brust rasiert. Das juckt schlimmer, als von einer Horde Sandflöhe gebissen zu werden.‘

Sie schüttelte nur den Kopf und zog ihr Kleid aus. Farid drehte sich anstandshalber um und blickte in den Himmel.

‚Raihaanah, ich habe seit 8 Jahren keine nackte Frau mehr gesehen, Allah! Und dann schickst du mir eine wunderschöne Blume mit alabasterweißer Haut. Bestraf nur deinen treuesten Diener, bin ich nicht oft genug in der Moschee gewesen? Allah, was hab ich nur verbrochen…!‘ während er lamentierte, kniete er sich ehrfürchtig auf den Boden und begann zu beten. Enzo schüttelte nur den Kopf und half ihr beim Anziehen. Farid war bereits wieder aufgestanden und schlüpfte in ihr Kleid und hielt ihr seine Sonnenbrille hin. Alle blickten auf die Schuhe.

‚Nein nicht meine Schuhe, die habe ich erst seit 5 Tagen!‘ rief sie empört.

‚Wir kaufen dir Neue!‘ meinte Giovanni.

‚Aber die sind perfekt!‘ jammerte Blume.

‚Memsahib Ayana, ich werde sie in Ehren tragen.‘

Missmutig zog sie die Schuhe aus und übergab sie Farid. ‚Das Einzige was ich nie vergessen werde, ist der Geruch von Frauenfüßen, Zaahirah!‘

Er roch daran, verdrehte stöhnend die Augen und zog sie liebevoll an. Mit einem angewiderten Gesichtsausdruck zog sie seine Schuhe an.

Enzo machte sich am Kofferraum zu schaffen, packte seinen neuen wasserdichten Ortlieb- Sack, in dem er schon seine ganzen Sachen verstaut hatte, in den Kofferraum und kletterte dazu. Er hielt Blume seine Hand hin.

‚Was machen wir, wenn wir den Kofferraum aufmachen müssen?‘ fragte Giovanni.

‚Der hat eine doppelte Kofferraumklappe, Pepe ist der Hammer!‘ meinte Enzo und winkte ihn zu sich.

‚Ah, ich versteh schon!‘ meinte Giovanni und Blume musste unweigerlich an Alfons denken. Sie waren sich doch erschreckender Weise sehr ähnlich.

Etwas ängstlich stieg sie zu Enzo in den Kofferraum und legte sich zu ihm. Unter ihnen war ein dichtes Netz in den Kofferraumboden gehängt worden und über ihnen schloss Giovanni lächelnd die Klappe. Dann legten sie noch ein paar Dinge in den Kofferraum.

‚Du brauchst keine Angst zu haben, kleine Blume!‘ wisperte er ihr zu.

‚Wenn ich aber doch Angst habe?‘ wimmerte sie in sein Ohr.

‚Hier ist der sicherste Ort im Moment. Pepe hat das hier…!‘ Er klopft an die Verkleidung vom Kofferraum. ‚…aus einem alten Panzer ausgebaut. Die ist quasi kugelsicher.‘

Im Auto redeten währenddessen Giovanni und Farid miteinander.

‚Mit 17 hatte ich schon meine 3. Frau geheiratet.‘

‚Hey Farid, kommen Sie mir nicht auch noch damit!‘

‚Allah, warum treffe ich immer ins Schwarze und die Menschen sind dann immer sauer wie Ziegenurin.‘

‚Farid, ich soll Ihnen von der Nonna ausrichten, dass Sie Ihren Sohn wohlbehalten wieder haben möchte. Zu Weihnachten, aller spätestens zu Ostern!‘

‚Dummes Kind, ich kenne mich mit Euren Feiertagen nicht aus.‘ rief Farid aufgebracht.

‚Sie sagt, ich zitiere: Wenn Enzo nächstes Jahr nicht wieder wohlbehalten in unserer Mitte weilt, schicke ich diesem stinkenden Bock einer räudigen Ziege pünktlich zum Ramadan eine Cruise Missile in sein Camp.‘

‚Hat deine Großmutter denn eine Cruise Missile?‘

‚Ja die, die Ihr uns letztes Jahr verkauft habt!‘

Ein ersticktes ‚Allah!‘ kam aus seinem Mund.

‚Richte deiner Großmutter aus, dass ich mich persönlich dafür verbürge, dass mein Freund Enzo, lebend und vollständig, nächstes Jahr wieder zu Ihr zurück kommt.‘

‚Danke!‘ meinte Giovanni. ‚Bitte lächeln!‘ Er hatte das Gespräch mit seinem Telefon aufgenommen und machte nun eine Foto von Farid.

‚Wenn dieses Foto in falsche Hände kommt, dann bin ich ein 8 fach geschiedener Mann!‘

‚Das hättet Ihr Euch vorher überlegen müssen, bevor Ihr die Frauenklamotten anzieht und euch die Beine rasiert.‘

‚So spricht man nicht mit einer Dame, Kind!‘ unterbrach ihn Farid unwirsch. 

Fortsetzung folgt in Manchmal kommt es anders…Killer 13! Es lohnt sich!

Advertisements

Alpenroadmovie 15

Alpenroadmovie 15

Sonntag, 19.08.12, 04.30 Uhr

Im Zimmer 187 des Garni-Motel, Cagliari, Sardinien

naudersEnzo bekam mitten in der Nacht eine SMS: ‚Euch ist schon klar, wer im Nebenzimmer eingezogen ist? Farid‘

‚Sadomasochistische Katholiken? Enzo!‘

‚Mit Münchner Kennzeichen!‘

‚Fuck!‘

‚Ich überleg mir was! Packt schon mal alles ins Auto, aber lass den Kofferaum frei, der ist für dich, mein Freund!‘

Weiter geht es in Manchmal kommt es anders…Killer 12! Es lohnt sich!

Alpenroadmovie 14

Alpenroadmovie 14

Freitag, 18.08.12, 09.30 Uhr

Im Zimmer 187 des Garni-Motel, Cagliari, Sardinien

nauders‚Was meinst du, haben wir die Katholiken nebenan ordentlich aufgeweckt?‘ fragte Blume und trottete nackig zur Dusche.

Wenig später kam Enzo ins Bad und grinste: ‚Hör dir das mal an!‘

Von nebenan konnte man Folgendes erlauschen:

‚Findest du das gut?‘ schrie eine Frau.

‚Nein…ähm…Oh ja!‘ kam es vom Mann.

‚Und jetzt tanz!‘ schrie sie noch lauter.

Er stöhnte laut.

‚Wage es nicht abzuspritzen, bevor ich…!‘

Man hörte ein Klatschen und ein Rumpeln.

‚Bevor was? Hübsches Täubchen!‘ meinte er.

Sie stöhnte laut auf.

‚Findest du das gut?‘ fragte nun er.

Sie schrie nur noch.

Blume und Enzo standen mittlerweile an der Wand und lauschten. Beide waren immer noch nackt. Sie blickte nach unten auf seinen Schwanz, der schon wieder stand.

‚Schon wieder?‘

‚Sorry, es ist wie ein Fluch! Ich kann nichts dagegen tun!‘

‚Aber ich!‘ grinste sie. 

Weiter geht es in Manchmal kommt es anders…Killer 11! Es lohnt sich!

Alpenroadmovie 13

Alpenroadmovie 13

Freitag, 17.08.12, 23.05 Uhr

Im Zimmer 187 des Garni-Motel, Cagliari, Sardinien

naudersBlume blickte gähnend auf die Uhr, während Enzo im Zimmer umher tigerte.

‚Setz dich bitte, Bambi, du machst mich ganz verrückt!‘

Er blieb stehen und blickte sie entsetzt an. ‚Ach Fiore, meine wunderschöne Blume…!‘

Es klopfte an der Tür und jemand rief: ‚Servizio!‘

‚Un momento per favore!‘ rief Enzo und zog seine Waffe aus der Hose, bevor er die Tür öffnete. Eine typisch italienische Witwe stand gebückt vor der Tür, mit Kopftuch und Staubsauger.

Sie murmelte etwas Unverständliches, kam ohne Umschweife herein, steckte den Stecker in die Streckdose und legte los. Der Lärm war ohrenbetäubend. Enzo schloss die Tür, starrte auf ihre hässlichen, behaarten Füße, die in ziemlich männlichen Sandalen steckten und grinste breit. Blume saß mit angezogenen Beinen auf dem Bett und blickte die Putze leicht verärgert an.

‚Sag mal ist des hier so üblich mitten in der Nacht zu putzen?‘ rief sie.

Enzo nahm die Hand an sein Ohr und tat so, als würde er nichts verstehen. Langsam ging er in die Hocke und zog mit einer Hand den Stecker aus der Steckdose. Das nervige Geräusch verstummte. Die Putze drehte sich um und war im Begriff den Stecker wieder anschließen zu wollen. Enzo hatte seine Hand mit seiner Pistole in den Schoss gelegt und lächelte die alte Dame von unten aus zuckersüß an. Dann machte er eine kleine Bewegung mit der Pistole und die Alte richtete sich zur vollen Größe auf. Sie war viel größer, als man es im ersten Augenschein gedacht hätte.

‚Bei Allah, wie hast du mich nur erkannt, Enzo mein Freund. Ich hab mir so große Mühe gemacht!‘ rief die Alte und zog dabei ihr Kopftuch vom Kopf. Ein paar Locken fielen in ihr Gesicht und als Blume die Koteletten sah, war ihr immer noch nicht klar, dass es sich um einen Mann handelte.

Enzo fuchtelte mit der Pistole Richtung seiner Füße und meinte: ‚Die Schuhe passen nicht zu einer Dame, Farid.‘

‚Es ist nicht leicht für ein altes Mädchen schöne Schuhe zu finden. Wenn meine Frauen erfahren, dass ich… bin ich ein geschiedener Mann!‘ meinte Farid und blickte dabei entschuldigend auf seine Schuhe.

‚Und wie geht es jetzt weiter?‘ fragte Enzo ungeduldig.

‚Du gibst mir eine hübsche Stange Geld und ich werde mir wunderschöne Schuhe kaufen!‘ meinte Farid, drückte auf den Kabeleinzug des Staubsaugers.

‚Wenn ich dir jetzt das Geld gebe, lässt du uns hier verrotten!‘ meinte Enzo.

Bei dem Wort ‚uns‘ blickte Farid auf Blume, die nun an der Bettkante saß und ihn misstrauisch beäugte.

‚Wie konnte ich die strahlende Alpenblume nur übersehen, Zaahirah!‘ salbaderte Farid und hielt ihr unterwürfig die Hand hin. Er kroch förmlich vor ihr. Sie hielt ihm die Hand hin und er tat so als würde er sie küssen.

‚Oh, Raihaanah, darf ich Euren Namen erfahren?‘ fragte Farid.

‚Fräulein Blume!‘ meinte sie trocken und entzog ihm die Hand, weil er tatsächlich daran gerochen hatte.

‚Memsahib, Ihr beschämt einen einsamen Mann!‘ jammerte Farid und wurde tatsächlich rot im Gesicht.

‚Meine Eltern waren Hippies und ich heiße tatsächlich Blume!‘

‚Mit Eurer Erlaubnis werde ich euch Ayana nennen, was in meiner Heimat wunderschöne Blume bedeutete!‘ grinste er und wandte sich dann wieder Enzo zu, ohne eine Antwort oder ein Nicken ihrerseits abzuwarten.

‚Nun zu dir Sahib, mein Freund! Am Sonntag werden wir direkt von der Sizilienfähre aus abgeholt. Eine Barkasse bringt uns übers Meer. Ich hole euch Sonntag bei Morgengrauen ab.‘ meinte Farid und zog das Kopftuch wieder auf.

‚Das ist alles?‘ fragte Enzo fast schon enttäuscht.

‚Nicht ganz!‘ Farid lief mit dem Staubsauger zur Tür, machte sie auf und ging raus, wenig später kam er mit drei Einkaufstüten wieder. ‚Ihr müsst nur einen Tag hier nicht weiter auffallen. Gut, dass dieses Zimmer eine Garage und eine Küche hat! Und die Nonna hat mir eine Einkaufsliste gefaxt.‘

Enzo und Blume schauten ihn neugierig an.

‚Und ich habe keine Kosten und Mühen gescheut, alles zu kaufen, was die Nonna aufgeschrieben hat!‘ erklärte Farid und stellte die Tüten auf die Anrichte in die Küche.

‚Nun, gib mir schon die Rechnung, Farid!‘ meinte Enzo ungeduldig.

‚Ich bräuchte auch einen winzig kleinen Vorschuss!‘

‚Wie viel?‘

‚Ein Drittel!‘

‚Ein Drittel!?‘ rief Enzo ärgerlich. ‚Für ein Drittel kriege ich drei Auftragskiller!‘

‚Ja, aber dieser Killer erhält dich am Leben, Sahib!‘

‚Ein Viertel, jetzt! Ein Viertel Sonntag früh! Ein Viertel, wenn Blume in Sicherheit ist und den Rest wenn ich in Sicherheit bin!‘ schlug Enzo vor und hielt ihm seine Hand hin.

‚Allah, warum strafst du mich so!‘ jammerte Farid und schlug aber doch ein. ‚Ein Viertel und die Spesen jetzt und so wie du sagst!‘

Weiter geht es in Manchmal kommt es anders… Killer 10! Es lohnt sich!

Alpenroadmovie 12

Alpenroadmovie 12

Freitag, 17.08.2012, 9.00 Uhr

Am Ufer des Lago del Coghinas, Sardinien.

naudersEnzo wurde wach, weil er einen Ball gegen den Kopf bekam. Einen knallpinken, aufblasbaren Wasserball.

‚Sodom und Gomorrha! Dreckschweine. Ziehts eich was an!‘ rief die Stimme eines Mannes. Sind eigentlich nur bayrisch-katholische Touristen auf ihrer Route unterwegs?

‚Kinder, schaut da nicht hin, wir gehen wo anders schwimmen!‘ rief die dazugehörige Frau.

‚Aber nicht ohne meinen Ball!‘ quietschte ein Kind.

Blume sprang auf, wie Gott sie schuf, packte den Ball und warf ihn in Richtung der Moralapostel.‚In der Bibel steht, liebe deinen Nächsten wie dich selbst und wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein! Und jetzt packts eure Schrazen ein und verpisst euch!‘ Dann schritt sie langsam in den See, um eine Runde zu schwimmen.

Enzo hatte sich mittlerweile aufgesetzt und schaute ihr dabei zu. Als sie wieder zum Ufer geschwommen kam und die ungebetenen Badegäste endgültig außer Sichtweite waren, stand er auf, blickte sich schüchtern um und ging langsam ins Wasser.

Später saßen sie im Auto und er raste Richtung Cagliari.

Blume saß auf dem Beifahrersitz und trocknete ihre Haare. Enzo war sehr schweigsam. Deswegen übernahm sie es ihm den Plan aus der Nase zu ziehen.

‚Wo treffen wir diesen Farid?‘

Enzo blickte auf die Uhr und meinte dann:‚Kurz vor Cagliari in einer runtergekommenen Pension irgendwo beim Industriegebiet!‘

‚Um wie viel Uhr?‘

‚Das hat er nicht gesagt, wir haben eine Zimmerreservierung. Er wird dann schon kommen?!‘ meinte er achselzuckend.

‚Du hört sich nicht gerade zuversichtlich an!‘

‚Er wird erst nach Sonnenuntergang kommen, es ist grad Ramadan!‘

‚Farid ist ein gläubiger Muslime?‘

‚Wenn es zu seinen Geschäften passt dann schon. Ich muss fast das Doppelte zahlen, weil wir Ramadan haben!‘

‚Ich bin gespannt, was er für Einer ist.‘

‚Er ist ein unglaublicher Salbaderer und ein Meister der Verkleidung. Wir werden ihn erst erkennen, wenn er schon bei uns im Bett liegt.‘

‚Wenn du es sagst!‘ meinte sie und blickte ihn lächelnd an.

Fortsetzung folgt in Manchmal kommt es anders… Killer 9! Es lohnt sich!

Alpenroadmovie 11

Alpenroadmovie 11

Donnerstag, 16.08.2012, 22.00 Uhr

Ein Parkplatz irgendwo am Lago del Coghinas, Sardinien.

‚Bambi, wir können es doch nicht im Auto machen, die Leute schauen uns zu.‘ flüsterte Blume, als er ihr das Kleid hochschob.

‚Ich habe nichts zu verlieren! Und was für Leute überhaupt. Wir parken Irgendwo im Nirgendwo.‘ säuselte er ihr ins Ohr und küsste ihren Hals.

‚Bitte nicht, Bambi! Nicht hier!‘

‚Du bist in einen italienischen Auto, die beschlagen ziemlich schnell.‘

Sie versuchte sich aus seinem Griff zu entwinden.

‚Ich mache es mit dir auch am See!‘

‚Und da fressen uns die Mücken!‘ rief sie angewidert

‚Dann müssen wir wohl oder übel doch hier bleiben!‘ flüsterte er und zog ihr Höschen aus. Als er seine Finger in ihrer Muschi vergrub, wehrte sie sich nicht mehr dagegen, stattdessen öffnete sie hastig seine Hose.

‚Bambi, du hast echt einen schlechten Einfluss auf mich!‘ stöhnte sie ihm ins Ohr, als sie seinen Schwanz hervor holte, der bereits steif war.

‚Es tut mir leid. Ich kann nichts dafür. Du weißt doch, er hat seinen eigenen Kopf.‘ stöhnte er ihr zu und entzog ihr seinen Schwanz, um ihn wenig später ganz langsam in sie hinein gleiten zu lassen. Sie stöhnte auf und schloss die Augen. Er fickte sie so schnell es seine Verletzung erlaubte.

Kurz bevor er kam, fuhr ein Auto von der Straße ab und parkte ein Stück neben ihnen. Hastig verschloss er ihren Mund mit einem Kuss, damit sie nicht so laut Stöhnen konnte. Er hielt inne und suchte nach seiner Waffe. Ein beleibter Mann mit einem Sonnenhut auf dem Kopf stieg aus, ging ein Stück und pinkelte dann gegen einen Busch. Er hatte eine kurze Hose, ein Bermudahemd, weiße Tennissocken und Birkenstocksandalen an. Als der Wildpinkler fertig war, bemerkte er die Beiden, lief auf ihr Auto zu und klopfte an die Fensterscheibe und schrie laut: ‚Sodom und Gomorrha! Nehmts eich a Zimmer!‘

‚Vaffanculo!‘ schrie Enzo und fuchtelte zum Glück nicht mit seiner Waffe, sondern nur mit beiden Händen. Der typisch deutsche Urlauber stieg schimpfend in seinen Wagen und hinterließ nichts als eine Staubwolke.

Dessen ungeachtet, aber ein bisschen aggressiver, als noch wenige Momente zuvor, brachte Enzo zu Ende, was er begonnen hatte. Erschöpft kam er auf ihr zu liegen und grinste sie verstohlen an. Blume keuchte ihm entgegen. ‚Du bist ein Schuft! Was sollen nur die Leute von uns denken?‘

‚Du hast es doch gehört, Sodom und Gomorrha!‘

‚Vielleicht sollten wir doch zum See gehen!‘

‚Vielleicht sollten wir das Auto irgendwo parken, wo es nicht so auf dem Präsentierteller ist.‘ meinte Enzo, küsste sie flüchtig, zog seine Hose hoch und stieg aus, um gleich wieder am Fahrersitz Platz zu nehmen. Blume wurde ganz schön durch gerüttelt, als er vom Parkplatz auf einen Feldweg fuhr.

‚Perfekt!‘ rief er und hielt den Wagen.  Schau mal!‘

Blume blickte nach vorne aus der Windschutzscheibe und sah einen atemberaubenden Sternenhimmel über dem See.

‚Komm, lass uns zum Wasser runter gehen!‘ meinte er.

Sie allerdings hörte ihm gar nicht zu, weil sie ihr Handtuch suchte. Sie hatte doch extra Eines gekauft. Als sie es endlich gefunden hatte, rief sie ganz aufgeregt: ‚Komm lass uns Schwimmen gehen.‘

‚Jetzt!‘

‚Wann dann?‘ rief sie und stieg aus dem Auto. Er griff nach einer Decke und nach dem Flachmann, den sie für alle Fälle auch in diesem Auto unter den Sitz gelegt hatte und folgte ihr. Als er am Ufer angekommen war, hatte sie ihr Kleid schon ausgezogen und war bereits plantschend ins Wasser gesprungen. Er zog sich aus und watete ins Wasser, aber nur soweit, dass seine Verletzung nicht mit dem Wasser in Berührung kam.

‚Schwimm nicht so weit raus! Ich kann nicht weiter rein!‘

Irgendwann schwamm sie wieder zurück und kam zu ihm. ‚Kannst du nicht schwimmen?‘

‚Ich bin auf einer Insel aufgewachsen, natürlich kann ich schwimmen!‘ meinte er und deutete auf seine Wunde.

‚Ein bisschen nass kannst du sie schon machen. Ich verpflaster dich wieder, wenn wir draußen sind.‘ Sie stand vor ihm auf und umarmte ihn. Als sie sich küssten, bemerkte sie, dass sich sein Schwanz schon wieder bemerkbar machte.

‚Schon wieder!‘ flüsterte sie und drückte ihren nackten Körper an den Seinen.

Er zuckte nur mit den Schultern: ‚Tut mir leid, du weißt ja…!‘ Dann blickte er nach unten. ‚Benimm dich mal, so kenn ich dich ja gar nicht!‘

Beide mussten lachen, dann küssten sie sich wieder und stolperten zum Ufer zurück. Auf der Decke kamen sie etwas abrupt zum Liegen. Und diesmal war es ihr egal, ob sie nun beobachtet wurden oder nicht. Oder was irgendwelche Leute dachten, die gar nicht da waren.

Fortsetzung folgt in Manchmal kommt es anders… Killer 8! Es lohnt sich!

Alpenroadmovie 10

Alpenroadmovie 10

Donnerstag, 16.08.2012, 16.00 Uhr

Hafen, Bonifacio, Korsika

Enzo und Blume saßen auf einer gemütlichen Bank in Bonifacio am Hafen in einem kleinen Café. Vor ihnen lagen halbleere Teller auf dem Tisch, zwei Tassen und eine Kanne mit Kaffee. Blume schlief in seinem Arm und er hangelte nach seiner Kaffeetasse. Seine Wunde schmerzte wieder und er rutschte nervös auf der Bank umher. Er kam sich zu Recht wie auf dem Präsentierteller vor. Die Kellnerin war schon zweimal da gewesen. Sein Französisch war heute ziemlich grausam, aber er schaffte es ihr irgendwie zu verstehen zu geben, dass sie noch nicht fertig waren mit dem Essen. Sie brachte unaufgefordert zwei Gläser Wasser, die Rechnung und Alufolie. Er zahlte und bedankte sich überschwänglich. Sie schien aus seinem Gestammel heraus tatsächlich Gedanken lesen zu können.

Das Fährschiff lief ein und endlich kam Bewegung in die Sache. Blume wurde wach, als er sich regte, um die Reste einzupacken. Völlig neben sich versuchte sie nach einem der Gläser zu greifen. Die Autos rollten an ihnen vorbei.

‚Ich glaube wir können langsam zum Auto gehen!‘ meinte Enzo.

Bambi trank das Wasser in einem Zug leer und stellte das Glas hin.

Sie fuhren an Bord. Dieses Fährschiff war viel kleiner, als das Letzte. Es gab keine Kabinen. Sie beschlossen also im Auto zu bleiben. Das war auf dieser Fähre nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht. Das entsprach zwar nicht den Sicherheitsbestimmungen, aber ging am Ende viel schneller.

Bambi kletterte auf den Rücksitz und lehnte ihren Kopf gegen die Scheibe.

‚Darf ich zu dir auf den Rücksitz?‘ fragte Enzo.

‚Natürlich Bambi!‘ meinte Blume

Er machte die Tür einen Spalt auf, zwängte sich aus dem Auto und ging zum Kofferraum. Sie hörte ein Knacken, der Kofferraum öffnete sich und Enzo grinste sie an. Er gab ihr die Tüte mit dem Proviant und zwei Decken.

‚Vorsicht bitte!‘ meinte er schließlich und die Rückbank klappte nach hinten um. Der Kofferraum wurde vorsichtig geschlossen und Enzo tauchte wenig später an der Seitentür wieder auf.

‚Ist da noch frei, schöne Frau?‘

‚Flirtest du mit mir?‘

‚Hatte gerade nichts anderes vor.‘ Er lächelte und kroch zu ihr auf den Sitz. Sie bemerkte sein schmerzverzerrtes Gesicht.

‚Du hast wieder Schmerzen!‘

‚Kann ich dir eigentlich was verheimlichen?‘

‚Nein, Enzo. Kannst du nicht!‘ meinte sie, während sie nach Schmerztabletten kramte. ‚Du trinkst zu viel Kaffee und zu wenig Wasser!‘

Sie gab ihm die Tabletten und kramte nach einer Flasche Wasser. Er nahm artig die Tabletten und sie zog ihm das Hemd aus, um nach seiner Wunde zu sehen.

‚Sieht eigentlich ganz gut aus.‘ flüsterte sie mehr zu sich, als zu ihm und drückte an der Wunde herum.

‚Ahhhh!‘ schrie er und sie hielt ihm den Mund zu.

‚Jetzt ist nicht der Zeitpunkt, um zimperlich zu werden.‘

Er sagte nochmal:‚Aua!‘ durch ihre Hand hindurch. Sie lies schlagartig von ihm ab und nahm ihn in den Arm. Langsam lehnte sie sich nach hinten und er lies sich von ihr betten. Behutsam deckte sie ihn zu und streichelte seinen Kopf.

‚Schlaf ein bisschen!‘

‚Ich kann schlafen, wenn ich tot bin!‘

Sie knallte ihm eine. ‚Rede nicht so!‘

‚Bin ich erst mal im Camp, bin ich ein toter Mann. Die werden mich da durch die Mangel drehen, bis ich einer von ihnen bin. Und wenn ich wieder zurück bin, hab ich die Behörden an den Hacken kleben. Weil es kommt nichts gutes aus nem Camp von Farid.‘

‚Hättest du dir das nicht vorher überlegen können, bevor…!‘ Ihre Stimme brach und sie musste schlucken.

‚Bevor ich in deinen Wagen gestiegen bin?‘ fragte er.

‚Zum Beispiel!‘

‚Oder bevor ich mich in dich verliebt habe!‘

‚Nein, bevor dir klar war, dass dein Leben keine Zukunft hat…!‘ Tränen liefen ihr die Wangen herab. ‚…Bevor ich mich in dich verknallt habe!‘

‚Blume bitte, ich will mich mit dir nicht streiten!‘ flüsterte er, als er sich umdrehte und sie zu küssen versuchte. Sie wehrte sich dagegen. ‚Weine nicht, kleine Blume und lass uns die nächsten zwei Tage nicht mehr streiten. Die Nonna lässt sich was einfallen, sie wird nen Anfall kriegen, wenn ich nicht bis Weihnachten wieder zu Hause bin.‘

‚Weihnachten also?‘

‚Ich möchte bis Weihnachten wieder zu Hause sein!‘

‚Ist das ein Versprechen?‘

‚Ich bete inständig darum, dass ich es nicht gezwungen bin, es brechen zu müssen!‘

Fortsetzung folgt: Manchmal kommt es anders… Killer 7! Es lohnt sich!

Alpenroadmovie 9

Alpenroadmovie 9

Donnerstag, 16.08.2012, 08.00 Uhr

Hafen von Bastia, Korsika

Die Morgensonne strahlte ihr entgegen, als sie die Gangway hinunter lief. Sie hatte ihren Schal um den Kopf gewickelt und die Sonnenbrille auf der Nase. Sie kam sich ein bisschen vor, wie eine Filmdiva, nur ohne Blitzlichtgewitter. Nur der Rucksack auf dem Rücken und die beiden Becher Kaffee to go, die sie in einer Hand balancierte, machten sie doch nur zu einer ganz normalen Touristin. Sie blickte den Kai entlang. Mann, würde sie hier gerne Urlaub machen. Es war nicht grad der Traum ihrer schlaflosen Nächte, halb Europa in zwei Tagen mit überhöhter Geschwindigkeit zu durchfahren. Wie oft sie wohl geblitzt wurde? Da fiel ihr ein, dass sie irgendwann ihre Mutter darüber in Kenntnis setzen musste, dass sie ihre Wohnung auflösen durfte. Wie sie das mit ihrer Arbeit machen sollte, wusste sie noch nicht. Sie konnte ja schlecht aus dem Urlaub heraus fristlos kündigen. Eine ansteckende Krankheit wäre eher eine Lösung. Ob die Nonna einen Arzt hat, der ihr irgendwas diagnostizieren würde. In Gedanken versunken ging sie den Kai entlang.

‚So allein, Schöne Frau!‘ hörte sie Enzo rufen, als er mit dem Wagen neben ihr entlang fuhr.

Erschrocken blickte sie ihn an, lächelte aber gleich und stieg in den Wagen.

‚Ich hab Kaffee für uns!‘ trällerte sie.

‚Du bist ein Schatz, das ist genau das Richtige!‘

Er fuhr von der Küste ins Landesinnere, weil er nicht an der Küstenstraße entdeckt werden wollte. Die Fluchtmöglichkeiten waren nicht besonders gut, wenn es nur geradeaus und zurück ging. Und er hatte nicht vor in diesem Auto zu sterben, mit dieses unglaublich tollen Frau an seiner Seite. Nach Corte wechselte Blume wieder ans Steuer, weil er wieder starke Schmerzen hatte. Sie gab ihm nochmal Schmerzmittel und lies ihn Schlafen, bis sie wieder kurz vor der Küste waren.

‚Bambi! Wir sind kurz vor Bonifacio!‘

‚Oh verdammt, wie viel Uhr ist es?‘ gähnte Enzo und streckte sich.

‚Wir haben noch ewig Zeit bis 17.00 Uhr!‘

‚Woher weißt du, wann die Fähre geht?‘

‚Hab nen Flyer mitgenommen!‘ meinte sie belustigt und drückte ihm eine Broschüre in den Hand.Und die Fähre von Cagliari fährt nur nach Trapani und zwar immer Sonntag vormittags!‘

‚Das ist ja auf Französisch!‘

‚Mein Französisch ist eigentlich auch viel besser als mein italienisch.‘

Forsetzung folgt: Manchmal kommt es anders…Killer 6! Es lohnt sich!

Alpenroadmovie 8

Alpenroadmovie 8

Donnerstag, 16.08.2012, 06.00 Uhr

Vor der Küste von Bastia, Korsika

Er schreckte aus dem Schlaf auf, als sein Handywecker vier Stunden später bimmelte. Sie waren beide nackt und er hatte Schmerzen. Die Motoren der Fähre liefen noch und das stetige Schwanken sagte ihm, dass sie noch unterwegs waren. Er stand auf, schleifte den leeren Infusionsbeutel hinter sich her und blickte aus dem Bullauge. Er konnte Lichter in der Dämmerung erkennen, die immer näher kamen. Das musste der Kai von Bastia sein.

‚Guten Morgen, Bambi!‘ flüsterte Blume. Sie war plötzlich hinter ihm aufgetaucht und küsste seine Schulter. Er drehte sich um und hielt sich dabei den Bauch.

‚Immer noch Schmerzen?‘ fragte sie und hob den Schlauch auf.

Er kniff ein Auge zu und blickte sie an. Sie schüttelte nur den Kopf, nestelte an seinem Zugang.

‚Aua!‘ rief er, als sie ihm die Nadel aus dem Arm zog.

‚Finger drauf!‘ befahl sie und holte ein Pflaster.

Als sie ihn verpflasterte hatte, meinte sie noch: ‚Weiter drauf drücken!‘ Und ging in Nasszelle. Als er auch in die Nasszelle kam, stand sie bereits unter der Dusche. Er pinkelte, wusch sich am Waschbecken und putzte sich die Zähne.

‚Ist das meine Zahnbürste?‘ fragte sie, als sie nach einem Handtuch griff.

Er spuckte aus, wischte sich den Mund ab und meinte: ‚Nein, die Rosane ist Meine!‘ Und hielt ihr die Blaue hin. Sie drängte ihn zur Seite und begann sich auch die Zähne zu putzen. Er blickte sie durch den Spiegel an und konnte nicht anders, also nahm er sie in den Arm.

‚Fiore, Danke! Danke für alles!‘

Sie spuckte aus und wischte sich gespielt den Mund ab. ‚Ich hab zu danken!‘

Er blickte sie misstrauisch an und küsste sie. Beide schmeckten nur Zahnpasta.‚Ich hätte gerne mehr Zeit mit dir, wirklich!‘

Ein Gong erschall und eine Durchsage folgte. Sie spülte ihren Mund aus, zog sich schnell an und packte in Windeseile ihre Sachen zusammen.

Er hatte seine Tasche bereits gepackt und sich angezogen. ‚Ich hol schon mal den Wagen! Wir treffen uns draußen, ja!‘

‚Ich beeile mich!‘ meinte sie.

‚Und nichts vergessen!‘ rief er.

Sie kramte noch in ihren Sachen, bis er sie mit einem Kuss überraschte. Er schmeckte immer noch nach Zahnpasta.

‚Keine Sorge, ich finde dich. Lauf einfach mit allen anderen von Bord und dann den Kai entlang Richtung Rue de la Marine.‘

‚Okay, Bambi!‘

Fortsetzung folgt: Manchmal kommt es anders…Killer 5! Es lohnt sich!

 

Alpenroadmovie 7

Alpenroadmovie 7

Mittwoch 15.08.2012, 22.00 Uhr,

Auf der Fähre Livorno – Bastia – Kabine 134

Blume schreckte aus dem Schlaf hoch. Sie brauchte einen Moment, bis sie wieder wusste wo sie war. Bloß warum war sie wach geworden? Verwirrt setzte sie sich auf und blickte umher. Als es an der Tür klopfte zuckte sie zusammen.

‚Zimmerservice!‘ rief Enzo von draußen.

Sie lief an die Tür und rief: ‚Ich hab aber gar nichts bestellt!‘

Dann riss sie die Tür auf und blickte in sein erschrockenes Gesicht. Sie hatte fast nichts an und sah ziemlich verschlafen aus. Ohne etwas zu sagen zog sie ihn mit samt seiner Tasche in die Kabine, verschloss die Tür und küsste ihn stürmisch. Verwundert lies er die Tasche fallen und erwiderte den Kuss.

‚Hast du mich vermisst?‘ keuchte er zwischen zwei Küssen.

‚Ich hatte Angst, du kommst nicht wieder.‘ flüsterte sie. Er nahm sie in den Arm, bis er schmerzverzerrt zusammen zuckte. Schweiß stand ihm auf der Stirn. Kurzerhand setzte sie ihn aufs Bett und öffnete sein verschwitztes Hemd. Die Tatsache, dass sie nur in BH und Tanga vor ihm stand erregte ihn, obwohl es ihm ziemlich dreckig ging.

‚Oh, das blutet durch!‘

‚Hat schon wieder aufgehört!?‘ murmelte er unsicher.

Dessen ungeachtet zog sie ihm das Hemd aus und warf es Richtung Nasszelle. Auf seinem Unterhemd war ein länglicher Blutfleck, der allerdings bereits geronnen war.

Vorsichtig zog sie an seinem Unterhemd und er zuckte wieder schmerzverzerrt zusammen. So schonend wie möglich entfernte sie das Unterhemd von dem Wundpflaster und zog es ihm auch aus. Hastig stand sie auf und holte ihren Rucksack. In einer der Seitentaschen, hatte sie alles Nötige aus dem Sanikoffer verstaut.

‚Kann ich mich zuerst waschen, ich bin total durchgeschwitzt.‘

‚Waschen ja, aber kein heißes Wasser.‘

‚Zu Befehl!‘ flüstere er und wollte schon wieder aufstehen.

‚Warte, ich kleb dir was drüber!‘ rief sie und hielt ihn zurück.

Sie nahm einen kleine Plastikbeutel, entleerte den Inhalt in ihren Rucksack und schnitt die Seiten des Beutels auf und klebte ihn dann mit Wundtape über das große Pflaster auf seinem Bauch. Dann half sie ihm hoch und brachte ihn in die Nasszelle. Sie stellte das Wasser in der Dusche auf lauwarm und half ihm aus der Hose. Am ganzen Körper zitternd tappte er in die Duschkabine, während ihr Blick über seinen Hintern wanderte. Als er wenig später wieder aus der Dusche trat, wusch sie gerade sein Unterhemd aus. Er nahm sich ein Handtuch, trocknete sich ab und wickelte es um seine Hüften. Vom Schwindel getrieben taumelte er Richtung Bett und lies sich erschöpft fallen.

Wenig später tauchte Blume wieder auf und blickte ihn ernst an. Er lag auf dem Bett und hielt sich den Kopf. Sie kniete sich vors Bett, nahm die Folie ab und zog dann vorsichtig das Pflaster von der Naht. Wenig später war er wieder neu verpflastert.

‚Wie fühlst du dich?‘

‚Furchtbar!‘

‚Schmerzen?‘

‚Geht so, aber schwindlig ist mir.‘

Sie fühlte die Temperatur und beschloss doch den letzten Tropf durchlaufen zu lassen, mit Antibiotika.

‚Einen noch und dann kann der Zugang weg. Versuch ein bisschen zu schlafen! Wann kommen wir an?‘

‚Wir sind noch gar nicht losgefahren und ich hab mein Handy gestellt!‘ meinte er und zog sie hoch aufs Bett, um sie besser küssen zu können.

‚Wir sind die Ersten, die morgen aus der Fähre fahren können!‘ murmelte er, bevor er sie richtig küssen konnte. Grinsend stieg sie über ihn, um auf seiner unverletzten Seite in seine Arme zu sinken. ‚Wir haben mindestens 4 Stunden zeit oder länger, wobei ich nicht weiß, wie das mit der Nachtfähre läuft.‘

Zärtlich rieb sie ihre Wange an seinem Hals und säuselte ihm ins Ohr: ‚Du musst dich wirklich ausruhen, Bambi!‘

‚Blume, wenn du mir weiter so ins Ohr hauchst, kann ich mich nicht mehr zu…!‘ flüsterte Enzo, bis er von einem energischen Kuss ihrerseits unterbrochen wurde. Sein Schwanz wurde langsam steif und das Handtuch bewegte sich, was sie nur im Augenwinkel wahrnahm. Irgendwann trennte sie sich von seinen Lippen und blickte erst auf seinen Schwanz, der sich nun schon deutlich unter dem Handtuch bemerkbar machte und dann ins sein Gesicht.

‚So schlecht kann es dir gar nicht gehen!‘ grinste sie ihn an.

‚Tut mir leid, der hat seinen eigenen Kopf.‘

‚Wenn das so ist, kann ich ja jetzt schlafen!‘ meinte sie und drehte sich um.

Er küsste ihre Schulter und streichelte über ihren Körper, dabei drehte er sich auf die Seite und drückte seinen Schwanz an ihren Hintern.

Dann flüsterte er an ihrem Hals vorbei: ‚Aber ich glaube, wir beide würden gerne mit dir schlafen!‘ Als Antwort drückte sie ihren Hintern fester an seinen harten Schwanz und versuchte ihren Kopf in seine Richtung zu drehen, um ihn anzugrinsen. Seine Finger glitten in ihren Tanga, während er sie zu küssen versuchte. Sie beschloss sich doch wieder zu ihm zu drehen, dabei zog er ihr geschickt den Tanga halb aus. Langsam glitt seine Hand zwischen ihre Beine und er stieß ein keuchendes Pfeifen aus, als er bemerkte wie feucht sie bereits war.

‚Du darfst dich auf keinen Fall überanstrengen!‘ stöhnte sie, als seine Finger in sie glitten.

Bei seiner nächsten Bewegung rutsche das Handtuch von seinen Lenden. Geschickt schlüpfte sie aus ihrem Höschen und setzte sich auf ihn. Er starrte sie fassungslos an, als sie seinen Schwanz packte, ihn einmal rieb, um ihn sich dann ganz langsam in sich einzuführen. Die Fähre setzte sich in Bewegung und mit dem leichten Schaukeln bewegte sie sich langsam auf ihm. Leise stöhnte er und versuchte sich unter ihr zu bewegen. Die feuchte Enge in ihr machte ihn schier wahnsinnig, doch er konnte sich kaum bewegen, ohne vor Schmerz laut aufzuschreien. Ihre rhythmischen Bewegungen wurden schneller und sie begann ebenso zu stöhnen. Irgendwann bäumte er sich auf und drängte sie auf den Rücken.

‚Es tut mir leid!‘ schrie er fast und stieß ein paar Mal seinen Schwanz hart in sie hinein. Ihr Körper erlag irgendwann seinen Stößen. Unter ihm zuckend wand sie sich und stöhnte noch lauter. Davon noch mehr angespornt, stieß er noch viele Male heftig in sie ein, bis er sich in ihr ergoss. Schreiend brach er über ihr zusammen, zuckte und stieß nochmal zu und blieb dann keuchend auf ihren Brüsten liegen.

Fortsetzung folgt in AlpenRoadMovie 8

Ab die Nacht ist noch jung: Lesen Sie quer: Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt: Killer 1! Es lohnt sich!

%d Bloggern gefällt das: