Rätien – Winter 230 – Asyl im Burgus

Rätien – Winter 230

Asyl im Burgus

800PX-~1Als der Centurio am Abend in seine Kammer trat, lag nicht nur sein Hund auf dem Bett bei der weißen Frau, nein auch der Optio saß auf dem Bett und war wohl vor Erschöpfung eingeschlafen und lag mit dem Kopf so halb auf ihr. Seine Hand war mit der ihren verschlungen. Der Centurio musste zwangsläufig schmunzeln und beobachtete sie eine Weile.

Er trat erst ans Bett, als sie sich regte. Langsam öffnete sie eines ihrer Augen und versuchte zu lächeln, was ihr nicht wirklich gelang.

‚Die weiße Hexe nimmt mir meinen Hund und meine rechte Hand, doch wie kann ich Ihr böse sein.‘ meinte der Centurio feierlich.

‚Euren Hund kann ich Euch nicht nehmen, weil er keinem von uns beiden gehört, doch Euch liebt er.‘ flüsterte sie leise, so dass er sich vors Bett knien musste, um sie besser verstehen zu können.

‚Woher wisst Ihr das?‘ fragte er und lächelte sie freundlich an.

‚Das hat er mir erzählt.‘ meinte sie und löste ihre Hand von der des Optio und hielt sie dem Centurio hin.

‚Warum bin ich mir nicht so sicher, über wen wir gerade reden?‘ fragte der Centurio wieder und nahm ihre Hand in die seinen.

‚Da bin ich mir manchmal auch nicht so ganz sicher, sind uns doch beide treu ergeben und würden ihr Leben für uns opfern.‘

‚Dann brecht uns nicht unsere Herzen!‘ meinte der Centurio ernst, lächelte aber dann.

‚Epona ist nicht gerade als Herzensbrecherin bekannt, sie will nur allen Geschöpfen gerecht werden.‘

‚Wie kann ich Euch nur danken!‘ meinte der Centurio und küsste ihre Hand.

‚Liefert mich nicht dem Senator aus!‘

‚Macht Euch um den Senator keine Sorgen, der wird vor dem Frühling bestimmt nicht aus seinem warmen Loch kriechen! Und bis dahin haben wir jede Menge Zeit uns eine Lösung auszuwürfeln.‘

Der Optio regte sich und der Centurio stand auf und räusperte sich.

‚Optio, würde es dir etwas ausmachen die Eponageweihte in die Gästeräume zu bringen, ich würde gerne zu Bett gehen.‘

‚Jawohl, mein Centurio.‘ rief der Optio, der irgendwie versuchte Haltung anzunehmen und dabei nicht aus dem Bett zu fallen.

‚Ich hab alle Wachen im Gästetrakt abgezogen, ich möchte nicht dass unser Damenbesuch den Männern den Kopf verdreht.‘

‚Jawohl, mein Centurio!‘

‚Kümmer dich um sie, dass es ihr an nichts fehlt. Schlaf dich aus. Morgen früh ist Appell.‘ meinte der Centurio abschließend, wand sich dann aber nochmal zu Valeria. ‚Würdet Ihr mir einen Gefallen tun und unsere Pferde weihen, morgen früh? Die Männer sind ganz aufgeregt, eine waschechte Eponageweihte unter uns zu haben.‘

Der Optio trug Valeria in den Gästetrak, dort hatten die drei Späher bereits Feuer gemacht.

Der Centurio geht zu Bett.‘ meinte der Optio und Roar sprang sogleich auf und verließ den Raum. Die beiden Anderen grinsten ihm ziemlich dämlich nach und ließen sich vor einer Feuerschale nieder.

Als Roar die Räumlichkeiten des Centurio betrat, stand er nackt vor einer Schale mit Wasser und wusch sich. Roar bewegte sich fast geräuschlos durch den Raum zum Bett hinüber und zog die Decken gerade und schüttelte die Kissen auf. Dann ging er zum Centurio und reichte ihm ein sauberes Tuch.

Der Centurio hatte tatsächlich nicht gemerkt, dass Roar im Raum war und blickte ihn für einen Moment erschrocken an.

‚Herr, geht es Euch gut?‘ fragte Roar und wand beschämt den Blick ab, er war nicht sicher ob er zu weit gegangen war. Nicht dass der Centurio seine Frage in den falschen Hals bekommen hatte.

‚Ja, mir geht es gut, besser denn je!‘ meinte der Centurio ernst und beiläufig zu gleich, während er sich abtrocknete. Er hatte nicht bemerkt, dass sich Roar äußerst seltsam benahm.

Roar reichte ihm stumm eine leichte Tunika und blickte weiter in den Boden.

‚Warum bist du noch hier?‘ fragte der Centurio. ‚Du und deine Brüder seid freie Männer!‘

‚Ich würde gerne bei Euch bleiben, Herr!‘ rief Roar hastig. Seine Wangen glühten hochrot und er wand sie wieder ab.

‚Dann bleibt hier!‘ erwiderte der Centurio und schlüpfte in seine Tunika.

‚Ja, Herr!‘

Kopfschüttelnd ging der Centurio zu seinem Bett. Roar überholte ihn, zog die Decken zurück und war ihm dabei behilflich zu Bett zu gehen. Es hatte den Anschein, als würden sie seit Jahren jeden Abend das selbe Ritual abhalten. Roar hielt ihn einen Trank hin und der Centurio trank brav seine Medizin. Dann lies er den Centurio allein und löschte die Lichter. Legte noch ein paar Kohlestücke in eine Feuerschale und kam dann wieder zum Bett getreten.

‚Als freier Mann musst du nicht auf den Boden schlafen!‘

‚Wo soll ich denn sonst schlafen?‘ meinte Roar für seine Verhältnisse ziemlich schnippisch und setzte sich auf die Bettkante. ‚Geht es Euch wirklich gut, Herr!?‘

‚Heute ist der erste Tag seit Jahren, wo ich…!‘ Er brach ab und hielt ihm seine Hand hin. ‚Nicht zittere! Wo ich beim Pissen nicht zittere!‘

‚Es geht Euch also gut!‘

‚Mehr als gut!‘ grinste der Centurio und packte seine Hand.

‚Ich kann auch die ganze Nacht hier sitzen bleiben!‘ meinte Roar und flüsterte dann mehr in sich hinein als zum Centurio. ‚Wär ja nicht das erste Mal.‘

‚Das hab ich gehört!‘

‚Ich bin ein freier Mann!‘

‚Ja, dann bleib da sitzen, oder leg dich hin, aber du kannst nicht länger vor meinem Bett auf dem Fell von meinem Köter schlafen.‘ meinte der Centurio ernst.

‚Wenn es jemand mitkriegt, was werden die dann sagen?‘ frage Roar entsetzt.

‚Nichts, was nicht schon hinter unseren Rücken geredet wird.‘ gähnte der Centurio, drehte sich auf die Seite und schlief einfach ein. Und im Schlaf hielt er immer noch Roar’s Hand fest im Griff. Roar wagte es nicht sich zu bewegen, er wollte seinen Herren auf keinen Fall wecken. Er war sich unsicher, ob es dem Centurio wirklich gut ging, jetzt wo er die Fallsucht hinter sich hatte, hatte er wohl am Ende noch die Schafkrankheit bekommen. Also blieb er an der Bettkante sitzen, bis er schließlich doch im Sitzen einschlief.

Fortsetzung folgt…

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Rätien – Winter 230 – Die Heilung des Centurio

Rätien – Winter 230

Die Heilung des Centurio

800PX-~1Sie ritten gemeinsam mit der Berittenen zurück zum Centenarium Benefiziarier. Als sie dort ankamen, hatte der Optio seine Decurio bereits mit der anderen Version der Geschehnisse versorgt und besprach den weiteren Dienst. Valeria tat so als würde sie mit offenen Augen in seinen Armen schlafen.

Als sie endlich in dem kleinen Burgus ankamen, saß Roar in der Fensteröffnung zur Amtsstube des Centurio und blickte dem Optio besorgt entgegen.

Der Optio sprang mit der Valeria im Arm vom Pferd und überließ es Kjeld sich um sein Pferd zu kümmern.

Als er die Tür passierte, schickte er die Wachen fort und trat ein. Im Raum lies er die Herrin der Quelle auf den Boden gleiten, die sobald sie wieder beide Beine auf den Boden hatte, wieder völlig normal war. Der Centurio saß auf seinem Stuhl und starrte an ihnen vorbei. Mit seinen riesigen Pranken hatte er die lederbesetzten Armlehnen seines Stuhles umschlossen. Seine Nägel krallten durch das Leder ins Holz. Ein merkwürdiges Zucken lief durch seinen Körper und ein Speichelfaden rann ihm ganz langsam aus dem Mund.

Roar bewegte sich ganz langsam durch den Raum und blickte dabei den Optio besorgt an: ‚Er sitzt schon den ganzen Vormittag so da.‘

Roar nahm ein Tuch und wischte dem Centurio sachte über den Mund. Ask kam hinter dem Optio in die Amtsstube getreten, er trug einige Wasserschläuche mit sich. Die beiden Brüder begrüßten sich wortlos. Valeria ging langsam auf den Centurio zu und flüsterte leise aber deutlich: ‚Ich bin Valeria Julia, Tochter des Decurio Primus Saturninus, ihr habt nach mir suchen lassen. Habt dank, Euer treuer Optio Marcus Lucius rettete mir mein Leben.‘

Bei dem Wort Optio reagierte der Centurio mit einem kurzen Zucken seines Gesichtes.

Sie fuhr fort, als sie neben seinem Stuhl stehen blieb. ‚Ich würde Euch gerne Euer Leben zurückgeben!‘ Mit beenden dieses Satzes berührte sie seine Hand, er zuckte leicht, als sie ihn berührte. ‚Aber dazu muss ich Euer Leiden erst mal verstehen!‘

Ask trat an ihre Seite und reichte ihr einen Wasserschlauch, während sie auf den Stuhl kroch und ihn dann langsam mit dem Quellwasser beträufelte. Sie hockte auf der Armlehne wie ein wildes Tier über ihrer Beute und roch am Hals des Centurio. Dann leckte sie über seine Wange und schnupperte an seinen Haaren. Roar machte eine Bewegung, doch Ask blickte ihn beschwichtigend an. Schließlich strich sie über seinen Hals und über sein Gesicht. Huldvoll nahm sie einen tiefen Schluck von ihrem Wasser und hielt Ask den Schlauch wieder hin. Ihr Gesicht näherte sich dem des Centurio. Das Wasser gluckerte in ihrem Mund, sie kam ihm noch näher, bis ihre Lippen auf die Seinen trafen und sie ihm das Quellwasser mit dem Mund in den seinen laufen lies. Diese Prozedur wiederholte sie ein paar Mal und Ask wich ihr nicht von der Seite, weil er ihr immer wieder von dem Wasser zu trinken geben musste. Schlussendlich küsste sie ihn hart und unnachgiebig, bis sich der Blick des Centurio senkte. Er reagierte auf den Kuss und seine Hände entkrampften sich langsam. Doch sie verdrehte jetzt die Augen, ihr Körper fing augenblicklich an zu beben und bevor sie vom Stuhl fallen konnte, wurde sie vom Ask und dem Optio aufgefangen.

Der Centurio war wieder ganz da und begriff ziemlich schnell, dass sie seine Krankheit übernommen hatte, um sie zu verstehen. Er hatte in seinem Dämmerzustand alles gehört was sie zu ihm gesagt hatte und nun hatte seine Krankheit sie im Griff. Er wies den Optio an, sie auf den Boden zu legen und Abstand zu halten. Ask flößte ihr etwas von dem Quellwasser ein und von seinen eigenen Tränken, während Roar darauf bestand, dass der Centurio seinen Trank endlich zu sich nahm. Nach einem viel zu langen Moment konnte sich die Herrin der Quelle erst wieder beruhigen.

‚Bringt sie in meine Räumlichkeiten und legt sie in mein Bett.‘ meinte der Centurio in seinem üblichen Befehlston. ‚Und irgendjemand wird mir einen ausführlichen Bericht abgeben müssen.‘

 Der Optio brachte die bewusstlose Valeria in die Privatgemächer des Centurio. Der Optio gab seinen Bericht ab und übergab ihm wieder seinen Hund. Der Centurio kündigte an, dem Senator einen Brief schreiben zu wollen.

 Fortsetzung folgt… evtl.

Rätien – Winter 230 – Morgendlicher Ritt

Rätien – Winter 230

Morgendlicher Ritt

800PX-~1Am Morgen wurde der Optio von Ask geweckt. ‚Die Berittene hat gerade die Tore Biricianas passiert.‘

Erschrocken blickte er erst Ask an und dann an sich herunter. Die Herrin der Quelle lag halb auf ihm drauf und hatte ansonsten ihren Körper irgendwie um den seinen gewickelt.

‚Packt schon mal zusammen!‘ meinte er in seinem üblichen Befehlston.

Ask zog nur eine Augenbraue hoch und hielt ihm etwas zu Essen und einen Becher mit offensichtlich warmer Flüssigkeit hin. Der Optio versuchte sich aufzurichten, ohne jedoch die Eponageweihte wecken zu wollen, was ihm natürlich nicht gelang. Sie öffnete wieder nur ein Auge und beobachtete das Geschehen argwöhnisch.

‚Was würde ich nur ohne euch machen?‘ meinte der Optio und nahm mit beiden Händen sein morgendliches Mahl entgegen.

‚Verhungern, Herr!‘ meinte Ask, der sich kurz abwandte, um der Herrin der Quelle ihr Essen zu holen.

‚Du musst mich nicht mehr >Herr< nennen!‘ meinte der Optio zu Ask, während er Valeria höchst förmlich begrüßte: ‚Einen wunderschönen Guten Morgen, werte Herrin der Quelle!‘

‚Wenn wir jetzt frei sind, steht es uns frei Euch anzusprechen, wie es uns beliebt.‘ meinte Ask, hielt ihr ebenfalls ihr Essen und einen Becher Tee hin und fuhr fort: ‚Guten Morgen Herrin der Quelle!‘

Sie nickte nur und gab ein vermeintliches Geräusch der Unmut von sich, dass die beiden Männer zuerst falsch deuteten.

‚Ist etwas nicht in Ordnung?‘ fragte der Optio.

Sie gab wieder das Geräusch von sich und blickte abwesend in ihren Becher.

Kjeld kam herein: ‚Wir müssen uns dringend über eine Entlohnung unterhalten!‘

‚Der erste Tag als freier Mann und schon Forderungen stellen, das gefällt mir!‘ rief der Optio zwischen zwei Bissen.

Die Herrin der Quelle blickte immer noch in ihren Becher. Erst als der Optio sich erhob, meinte sie trocken: ‚Wenn Ihr allen weismachen wollt, dass ich von den Alemannen misshandelt worden bin, werdet ihr mir ins Gesicht schlagen müssen!‘

Alle drei blickten sie entgeistert an.

‚Bei Dis nein, ich werde Euch bestimmt nicht schlagen und ich werde jeden daran hindern, der versucht Euch zu schlagen.‘ meinte er wütend und blickte Kjeld finster an, weil er einen Schritt in ihre Richtung gemacht hatte.

Ask zückte sein Messer und schnitt sich in die Hand. ‚Es ist zwar eine Schande, aber dann sauen wir das Kleid eben wieder ein!‘ Auch Ask blickte Kjeld finster an, er wusste dass sein Bruder die Herrin der Quelle geschlagen hätte, hätte sie es von ihm verlangt.

Sie nickte nur und trank nun endlich von ihrem Tee, während Ask ihr Kleid in den Dreck warf und blutige Flecken auf dem weißen Stoff hinterließ.

Als sie endlich alles gepackt hatten und die Herrin der Quelle alle Wasserschläuche mit Quellwasser gefüllt hatte, konnten sie endlich aufbrechen. Sie mussten wieder durch das Dickicht zurück und den Berg hinab.

Als sie nach einer gefühlten Stunde endlich aus dem Wald auf die Straße brachen, sahen sie die Berittene in der Ferne. Der Hund saß auf halben Weg auf der steinernen Straße und wartete. Der Optio saß ab und überließ die Herrin der Quelle die Zügel, die sie aber nicht anzufassen wagte. Ask ritt neben sie und zuppelte an ihrem Gewand herum und überprüfte die blutige Maskerade, die er ihr ins Gesicht geschmiert hatte. Sein prüfender Blick entspannte sich ein Wenig und er nickte ihr mit einem leichten Lächeln auf den Lippen freundlich zu.

‚Oh, Ihr schenkt mir ein kleines Lächeln.‘ flüsterte sie ihm zu.

‚Herrin, ich würde Euch mein Leben schenken, wenn Ihr es verlangt.‘ sagte er recht forsch zu ihr.

‚Einen Tag frei und schon schenkt Ihr mir Euer wertvollstes Gut!?‘ meinte sie nun halblaut und fuhr nach einer kurzen Pause eindringlich fort. ‚Das würde ich nicht von Euch verlangen, die Pferdeherrin braucht Euch möglichst lange bei bester Gesundheit. Euer Lächeln reicht mir erstmal!’

Kjeld blickte beide an und schüttelte nur den Kopf.

Sie blickte ihn kurz an und lächelte dann wissend. Ihr war klar, das Kjeld sie geschlagen hätte, wenn sie ihn darum gebeten hätte. Es war erschreckend wie gleich sie sich waren, wenn man sie von außen betrachtete und wie unterschiedlich ihr Wesen doch war.

‚Habt dank für Eure Einsatzbereitschaft, aber die List Eures Bruder ist doch mit weniger Schmerzen meinerseits verbunden.‘ meinte sie abschließend zu Kjeld, obwohl er gar nichts zu ihr gesagt hatte und küsste Ask auf die Hand.

Ask wurde knallrot im Gesicht, entzog ihr seine Hand und lenkte sein Pferd auf die Seite, so dass er sein Gesicht von ihnen wegdrehen konnte, ohne sich selbst auf dem Rücken des Pferdes bewegen zu müssen, während Kjeld sie nur argwöhnisch anblickte: ‚Ihr könnt meine Gedanken lesen?‘

‚Wenn sie so offensichtlich auf Eurem Gesicht geschrieben stehen, ja!‘ meinte sie und lächelte ihn an. Er verzog sein Gesicht, lenkte sein Pferd neben sie und nahm die Zügel auf.

‚Ihr wollt die Zügel nicht nehmen?‘

‚Ich brauche keine Zügel um zu reiten!‘

Der Optio war wieder bei ihnen aufgetaucht und meinte. ‚Aber ich brauch die Zügel um aufzusteigen!‘ Er hatte nur eben den Hund gestreichelt.

Gesagt getan, er zog den Lederriemen aus Kjelds Hand legte den Zügel auf ihren Oberschenkel. Und ehe sie sich versah, saß er wieder auf dem Pferd.

‚Verehrter Optio, ihr braucht die Zügel nur, um einen Grund zu haben, mich befummeln zu können!‘

‚Werte Herrin des Götterquells, wenn ich Euch nicht mit meinen schwieligen Pfoten betatschen würde, würde Ihr Euch doch ebenfalls beschweren.‘

Sie musste tatsächlich lachen, als er ungeschickten Fingern nach dem Zügel griff und dabei noch näher an sie heran rückte. Sie konnte sein Gemächt an ihrem Hintern spüren.

‚Dann könnt Ihr mit Eurem Schauspiel beginnen, die Berittene ist gleich bei uns.‘ meinte er abschießend.

Sie klammerte sich an seinen Arm und lehnte ihren Kopf an seine Schulter, dabei starrte sie irgendwo in die Ferne. Eines musste man ihr lassen, man hatte wirklich den Eindruck, sie wäre von den Alemannen misshandelt worden.

Fortsetzung folgt… evtl.

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