Das ist nicht die Bine, die du suchst… Teil 10 – My car is my castle

Das ist nicht die Bine, die du suchst… Teil 10 – My car is my castle

autoIch fahre Auto, überwiegend. Weil ich ungern mit dem MVV fahre. Weil ich es hasse meine Sachen in der Gegend herum zu schleppen. Ich hasse es auch, wenn ich nicht weiß wie ich heim komme, oder wenn ich auf andere angewiesen bin.

Mir würde jeden Tag mein Tag zusammenklappen, wenn ich all meine Termine mit dem MVV unter einen Hut bringen müsste.
Außerdem verlaufe ich mich ständig, wenn ich mich im Untergrund befinde. DSCN5342Sobald ich den Himmel nicht mehr sehe, dann bin ich hoffnungslos verratzt. Auch eine Erklärung dafür, warum ich mich im OEZ immer verlaufe. Wobei ich verlaufe mich auch, wenn ich keinen festen Boden mehr unter den Füßen habe. Ich bin halt echt eine oberirdische Landratte.

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Sam und Dean retten meine kleine Welt oder wie verdammt tötet man nen Sparklefool…

Sam und Dean retten meine kleine Welt oder wie verdammt tötet man nen Sparklefool…

An einem bewölkten Tag fahre ich mit meinem schwarzen Citroen Nemo zum Einkaufszentrum in meinem Ort. Langsam tuckere ich über den menschenleeren Parkplatz und suche mir einen der 100 freien Parkplätze aus. Mein Auto steht, ich mach schon mal die Türe einen Spalt auf, krame aber noch in meiner Handtasche herum. Neben mir parkt einer schwungvoll ein, als wäre der Parkplatz nicht groß genug für uns zwei. Fährt dieser Penner mir fast meine Tür ab. Erschrocken blickte ich auf und da steht ein schwarzer 1967er Chevrolet Impala und im Wagen sitzen zwei Männer, die sich lauthals streiten.

‚Sam, hast du das Blut eines Toten?‘

‚Jaaa, alle 5,5 Liter!‘

‚Hast du sie auch eingefüllt?‘

Wie paralysiert starre ich aus dem Fenster, als Sam Winchester, ja der Sam Winchester von Supernatural, kopfschüttelnd die Autotür aufstieß und mir dabei meine Autotür in mein Gesicht klatschte. Mein Gesicht klebte nun regelrecht an der Scheibe, so dass ich nach einem Moment nur noch meinem Atem an der Scheibe sehen konnte. Die Tür wurde aufgerissen und mir fällt vor Schreck die offene Handtasche aus dem Auto. Ich will hinterher hechten. Aber ich bin noch angeschnallt. Der Gurtstopper hält mich zurück. Sam kniete sich hin und versuchte den Inhalt meiner Handtasche wieder hineinzustopfen.

‚Boa Sam, wird das heute noch was?‘ moserte Dean Winchester, hinter dem geöffneten Kofferraumdeckel hervor.

‚Ja, ähm. Tschuldigung.‘ stotterte Sam und kam mit dem Kopf in dem Moment hochgeschnellt, als ich mich endlich vom Gurt befreit hatte und ihm schier entgegen purzelte. Für einen kurzen Moment berührten meine Brüste sein Gesicht und er fing mich mit seinen starken Armen auf. RRR!

Meine Handtasche fiel ihm aus der Hand. Egal. Halt mich, Sam. Sabber sammelte sich in meinem Mund.

‚Hey, Sam. Du kannst nachher mit den einheimischen Weibchen flirten. Wir haben zu tun. Gleich kommt die Sonne wieder raus.‘ schrie Dean jetzt und warf ihm einen quietschbunten Super Soaker zu. Sam lies mich auf den Inhalt meiner Handtasche fallen und fing den Super Soaker. Dean zog gerade einen grünen Rückentank an und verstöpselte den Schlauch mit seinem Gerät.

‚Warum muss ich immer den mit dem Blut kriegen, da muss ich immer so schwer pumpen.‘ jammerte Sam.

‚Weil ich die Nonne gerade um 5 Liter Weihwasser erleichtert habe.‘ meinte Dean und grinste seinen Bruder versaut an.

Der Sabber lief mir aus dem Mund, als ich meine Handtasche in den Fußraum meines Wagens warf und versuchte möglichst viel Inhalt hinterher zu werfen und gleichzeitig versuchte ich mich aufzurappeln. Meinen Mund abwischend traute ich meinen Augen kaum. Ein blasser Typ ritt auf einem schwarzen Rappen über den Parkplatz auf den Getränkemarkt zu. Sein schwarzer Mantel flatterte im Wind.

‚Das ist er, der Sparklefool!‘ schrie Dean und lief los. ‚Los Sam, Pump!‘

Sam hatte den Rückentank nur über eine Schulter geworfen, nestelte am Schlauch und rannte wie ein 12jähriges Mädchen mit blonden Zöpfen hinter Dean her. Dean hatte den Reiter bereits eingeholt und verpasste ihm einen Schwall Weihwasser. Der Reiter sprang schwungvoll von seinem Gaul. Die Wolken lichteten sich und die Schatten schienen langsam über den Asphalt hinweg davon zu laufen. Ich musste meine Hand vor die Augen halten, um das Geschehen weiter beobachten zu können. Dabei lehnte ich mich auf den Impala und leckte über den Lack. Doppel-RRR.

Den Strahl mit dem Weihwasser ignorierend lief der Typ auf Sam zu und als die Sonne die Beiden erreicht hatte, wusste ich was Dean mit Sparklefool gemeint hatte. Der Typ glitzerte im Sonnenlicht, wie das Glitzertraumhaus von Barbie. Und sein blöder Gaul, stand auch in der Sonne und glitzerte vor sich hin. Der Kerl fauchte Sam an und fletschte die Zähne. Und seine spitzen Eckzähne glitzerten in der Sonne. Sam schoss ihm noch im Fallen einen Strahl Blut in den Mund. Und Dean sprang über Sam und schrie: ‚Schluck, du Spinner!‘

Der Kerl kam auf mich zu, lächelte mich an und blieb vor mir stehen. ‚Ich bin Edward, meine Schöne!‘

‚Und auf dich habe ich gewartet, du Penner!‘ geistesgegenwärtig schlug ich ihm auf die Nase und riss mit der zweiten Hand die Schiebetür meines Nemo auf. Ich wollte nach der MagLite greifen, bekam aber nur eine 2 Liter Flasche Cola zu fassen. Wie in Zeitlupe zog ich sie heraus und schüttelte die Cola und öffnete sie schreiend.

Der Edwardsparkletyp hielt sich die Nase und taumelte nach hinten, wo er in Weihwasserstrahl von Dean lief. Sam war wieder auf den Beinen und traf ihn mit dem Blut ins Ohr.

‚Sam, das hilft nicht!‘

‚Verdammt Dean!‘

Meine Cola explodierte beim Öffnen des Deckels und ein Strahl Cola schoss heraus und traf den Sparklefool direkt ins Gesicht. Erschrocken hielt er die Hände vors Gesicht. Ich schrie laut: ‚Cola Zero ist was für Weicheier, du Schwuchtel!‘

‚Es schwächt ihn!‘ schrie Sam.

‚Das reicht aber noch nicht, Sam!‘ schrie Dean.

‚Kreuzt die Ströme!‚ schrie ich, warum auch immer.

‚Bitte was?‘ fragten die beiden Jungs gleichzeitig, während der Sparklefool lachte und sich das Cola-Blut-Gemisch aus Gesicht wischte.

‚Überkreuzt die Ströme, verdammt.‘ rief ich, presste den Daumen auf die Flasche und schüttelte, bis mir die Arme weh taten.

Zum Glück begriffen Sam und Dean, was ich gemeint hatte und kamen auf mich zu und pumpten. Der Sparklefool lief auf uns zu und fauchte uns an. Ich nahm den Daumen von der Flasche und wir überkreuzten die Ströme. Der Sparklefool schrie, fing an zu dampfen und verpuffte schließlich.

‚Und jetzt der Gaul!‘ rief Dean.

‚Das ist wissenschaftlich völlig unmöglich, ein Pferd ist ein Kaltblüter und warum sollte ein Vampir einen Kaltblüter aussaugen.‘ erklärte ich.

‚Bei den Sparklefools kann man nie wissen, lass uns Pferdesalami machen.‘ meinte Dean und wechselte seinen Super Soaker mit einer Schrotflinte. Sam nahm sich einen riesigen Holzpfahlpresslufthammer, den ich schon mal bei From Dusk till Dawn gesehen hatte.

‚Hey du, hast du noch ne Cola, für alle Fälle?‘ fragte Dean und zwinkerte mir zu.

‚Klar!‘ meinte ich, aber die beiden waren schon wieder im Dauerlauf unterwegs. Ich hechelte mit der nächsten Colaflasche hinter den Beiden her. Die hatten das Pferd schon gepfählte und erschossen.

Eine alte Oma kam ihren Einkaufswagen in unsere Richtung schiebend und fing an zu kreischen: ‚Ja hey, ja Sie, was machen Sie denn da?‘

‚Die sind vom Kreisveterinäramt und mein Pferd hat die Tollwut! Gehen Sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen.‘ meinte ich zu ihr, während mir Dean die Cola aus der Hand nahm und sie kräftig schüttelte.

Als das Pferd verpuffte, drehten sich die Beiden um, zogen ihre Sonnenbrillen an und grinsten mich saublöd an: ‚Danke für deine Hilfe. Schau mal genau da rein!‘ Und Dean hielt mir ein Blitzdings unter die Nase. In dem Moment als er auf den Auslöser drückte, kniff ich meine Augen ganz fest zu und tat dann so, als hätte es tatsächlich funktioniert.

‚Du hast davon geträumt, dass du unglaublich geilen Sex mit Dean Winchester hattest!‘

‚Ach komm, kannst du nicht mal was Sinnvolles sagen, nach dem Blitzdings.‘

‚Gut, du hattest grottenschlechten Sex mit Sam Winchester…‘

Er bekam einen Stoß von seinem Bruder und nun redete er. ‚Also du hattest keinen Sex mit keinem der Winchester Brüder. Der Sex wäre weder gut, noch schlecht gewesen. Du fährst wieder heim und siehst weiter fern. Das kann mal nicht schaden.‘

Dean hüpfte hinter seinem Bruder rum und rief: ‚Sam schminkt sich!‘ und ‚Sam weint nach dem Sex!‘ Dann lies er die Hosen runter und schrie: ‚Pudding!‘

Ich wachte auf, weil mir der Sabber vom Gesicht rann. Ich saß immer noch in meinem Auto mit der Hand in meiner Handtasche. Im Radio lief ‚Carry On My Wayward Son‘ von Kansas.

Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen fuhr ich heim und schaute weiter fern. Ich hatte auch völlig vergessen, warum ich eigentlich zum Einkaufszentrum gefahren war.

‚Ich liebe es, wenn du so herrisch bist, Sam!‘

Danke an Aniela, Sophia und Sven. Und nix für unguad an alle Twilightfans, Barbie hat ja auch ein Glitzertraumhaus und ein Pferd.

Ruf der Hörner

Ruf der Hörner

Ein laues Lüftchen wabert um meine Ohren. Der erste heiße Tag dieses Sommers, so scheint mir. Mich fröstelt es trotzdem. Meine Gedanken sind noch beim Regen der letzten Tage. Mein Gemüt kann sich noch nicht richtig an die Sonne gewöhnen. Mein Herz erwartet den Regen zurück. Ich wundere mich nicht, dass niemand auf der Straße zu sein scheint und laufe zu meinem Wagen und steige ein. Mit einem merkwürdigen Gefühl im Magen fahre ich nach Hause. Die Straßen sind leer, wie ausgestorben. Keine Menschenseele ist unterwegs. Hm. Ist vielleicht doch schon ganz schön spät geworden. Ich halte an einer roten Ampel. Eine Trambahn fährt vorbei. Es sitzt keiner in dieser Tram. Kein einziger Gast. Keiner bis auf den Fahrer. Ich schüttle den Kopf, es wird grün und ich fahre weiter. Ich will nach hause in mein Bett und mir die Decke über den Kopf ziehen. Der Wind wird stärker und es wehen Blätter über die Straße. Hm. Von weiten kann ich das Geräusch von Rufhörnern hören. Ich denke mir nichts dabei. Es wird diesig und die Sicht wird immer schlechter. Hm. Eben war das Wetter doch noch auf Sommer eingestellt. Als dichter Nebel aufzieht und ich über die Landstraße brettere, wird es mir richtig mulmig. Die Rufe der Hörner begleiten mich. Sag mal, bin ich im falschen Film. Mittlerweile sehe ich fast nichts mehr von der Straße. Nur der Mittelstreifen weist mir den Weg nach Hause. Und die singenden Seitenstreifen ermahnen mich langsamer zu fahren und darauf zu achten, nicht vom Weg abzukommen. Weit entfernt kann ich nur ein paar weiße Lichter erkennen. Ich fahre weiter und plötzlich kommen rote Lichter auf mich zu. Eine Ampel. Ich bleibe mitten in der Prärie an einer roten Ampel stehen und warte. Ich warte ziemlich lange. Mit meinem Knie löse ich meine Zentralverriegelung aus. Ich fühle mich keineswegs sicherer. Die Lichter in der Ferne bewegen sich auf mich zu. Es sieht so aus, wie ein Fackelzug. Hm. Und die Hörner. Ich bin wirklich im falschen Film…Hm…

Ich kneife mir ins Ohr, weil ich steif und fest der Meinung bin, dass ich bereits zu hause sein muss und beim 13. Krieger gucken eingeschlafen bin und mal wieder den Film weiter träume. So wie es mir sehr häufig passiert, bei Filmen, die ich schon so oft gesehen habe, dass ich sie fast auswendig träumen könnte. Ohrkneifen hilft nicht wirklich. Ich beiße mir deshalb in die Hand, zwischen Daumen und Zeigefinger. So fest, dass ich die Abdrücke meiner Zähne erkennen kann, als ich nach dem Beißen auf meinen Handrücken starre. Hm. Ich wache eben nicht davon auf, weil ich bereits wach bin und die Lichter kommen immer näher und die Hörner werden immer lauter…

Gleich kommen die Wendolhorden auf mich zu und ich bin hier in meinem Auto, völlig alleine. Und, ich habe nicht mal eine Axt dabei. So ein Mist. Ich greife nach unten in den Fußraum und fingere nach dem ‚Ungehobelten‘. Ich ziehe einen kleinen Holzknüppel hervor und erwarte das Schlimmste. Ziemlich blutig, male ich mir das Szenario aus, wie eine Horde blutrünstiger Kultistenzombies die Autoscheiben meines Nemo einschlagen, um mich aus dem Auto zu zerren und mich… zensiert…und wie ich mich dann irgendwie losreißen kann und mit Zuhilfenahme einer Wodkaflasche, dem ‚Ungehobelten‘ und verdammt viel Lampenöl sie alle abfackle und später ihre brennenden Überreste auspinkle…

Ich höre jetzt wieder die Hörner. Hinter mir. Häh. Die wollen mich gar nicht…. ich schrecke hoch. Die Ampel wechselt gerade wieder von grün auf orange. Ein blaues Cabriolet überholt mich hupend. Im Auto sitzen….Fußballfans bewaffnet mit Vuvuzelas.

Da war er wieder mein Tinitus namens Dieter Bohlen und mein Gedächtnis, dass anscheinend gerade ein Päuschen eingelegt hatte.

Wir haben gerade Fußball-WM, Frau Rösner. Das Tröten sind Vuvuzelas. Die Tram war leer, weil sich alle Menschen außer dir selber, das Deutschlandspiel angeschaut haben, liebe Bine. Hm, schade eigentlich, oder nicht?

Und ich bin wohl kurz vor Ludwigsfeld an der Ampel mitten in der Prärie eingeschlafen, weil es wirklich schon spät geworden ist. Jetzt ist es wieder rot und ich warte, für meinen Geschmack ein Wenig zu lang. Vor mir sind die Lichter eines enormen Parkhauses. Hm.

Das war letzten Mittwoch….

Was von vorne sich wehrt, …

Was von vorne sich wehrt, geht vielleicht umgekehrt.
Eigentlich müssen wir ja alle wissen, dass wenn es etwas enger wird vorwärts Einparken nicht immer so wirklich funktioniert, wie man eben möchte. Also wenn es vorne rum nicht funktioniert, dann macht es halt bitte von hinten … äh…Freud’scher Verschreiber.. rückwärts (natürlich!). Peinlich ist dann nur, wenn Mann es erst vorwärts probiert, merk es geht nicht so wie Mann es will. Dann rückwärts probiert und dann auch noch meinen armen kleinen Nemo anbumst. Unglaublich. Gut, dann ist wenigsten einer von uns beiden gebumst worden. Und ich stand daneben und konnte nichts dagegen tun. Auch wenn ich mich kurz davor vielleicht genauso blöd angestellt habe, aber ich habe meinen dicken Nemo fast ohne Probleme rückwärts reingekriegt und habe dabei keine anderen dabei angebumst. (Gut ich hatte eine Einparkhilfe….wollte schon Einführhilfe schreiben. Böse Bine! Warum ist keiner da, der mir 24 Stunden am Tag auf die Finger haut!)
Es ist unglaublich, er hat es nicht mal gemerkt. Wie dumm kann Mann eigentlich sein, jemanden anzubumsen und es nicht zu merken wenn es kracht. Himmel. (Ich rede übrigens immer noch vom Straßenverkehr, nur für den Fall, dass irgendjemand grade wieder Kopfkino hat. Es ist nicht meine Schuld! Es sind eure perversen Gedanken…nicht meine, ausnahmsweise!)
Einparken will eben gelernt sein, egal ob von vorne oder von hinten. Also, Augen auf im Straßenverkehr (und Kondome nicht nur schützen sondern auch benützen!)
Eure Verkehrsbeauftragte meiner eigenen kleinen versauten Welt…
P.S. Dem Nemo ist nicht passiert, dank dem Herrn, der über mir wohnt…. äh….wacht.

Warum Wodka im Auge weh tut…

Warum Wodka im Auge weh tut… (13.12.2009)

‚Bleib so wie du bist!‘ sagten meine Damen und meinten es auch so. Bleib so, wie du bist. Das ist genau das, warum ich so bin wie ich bin. Und ich bleibe auch so, was anderes hatte ich nicht vor. Hm. Meine Kolleginnen meinten, ich sollte mir doch meine Haare BRAUN färben. Des würde dann viel natürlicher aussehen. Hm. Genau. BRAUN. Und am Besten noch wachsen lassen und meine verstaubten Damenanzüge aus dem Schrank holen und auf Spießer machen. Ja, klar. Macht doch am Besten noch einen Termin beim Tattooentferner für mich aus. Wie kann man nur erwarten, dass die Menschheit toleranter wird, wenn es nicht mal in meiner Abteilung klappt. Alle Menschen sind verschieden und manche sind eben verschiedener. Himmel, BRAUN. Nicht mal wenn die Hölle zufriert. Das geht ja mal gar nicht, wie kann man nur auf die Idee kommen, dass mir das gefallen könnte. Ich hatte ja noch nicht mal braune Haare, als ich noch volles Haupthaar hatte.

Egal, ich habe meinen Geburtstag im kleinen Kreis reingefeiert und ihn am Wochenende danach im großen Kreis mit Wodka begossen.

Dazwischen habe ich meinen Undecut wieder in einen Iro verwandelt und wir waren noch beim IKEA, es gab als Adventskalenderaktion *) Ludde für 10 Euro und wir haben uns mal eine mittelgroße Herde gekauft. In meinen Nemo kann man tatsächlich 56 Schafe stecken. Tote und platte Schafe, aber als sie noch auf einer wunderschöne Blumenwiese herumgesprungen sind, haben sie bestimmt ganz schön geblökt und gestunken. Hm. Jetzt sind sie gewaschen und gegerbt und gebleicht und 12 davon bleiben tatsächlich mir, die anderen werde ich noch an diesem Tag verteilen. Hihi. Aus geheimen Quellen habe ich erfahren, dass 1000 Felle auf Lager waren und dass bis 13.00 Uhr alle verkauft waren. Kuschlige Weihnachten überall.

*) Mir fällt gerade ein, dass ich euch noch ungefähr 16 Adventskalendergeschichten schuldig bin, die werde ich zwischen den Tagen nachholen, da habe ich Zeit meine Gedanken auf eine Reise zu schicken und diese Traumreisen, werde ich euch natürlich nicht vorenthalten. Haha. Hat irgendjemand von euch ‚Die Neute Pforte‘ und leiht ihn mir?

Ich schweife mal wieder vom Thema ab. Hm. Feiern wir die Feste wie sie Fallen und sie Fallen mir immer in den Schoß. Wer Glück hat im Spiel hat Pech in der Liebe. Wie sollte es auch anders sein, ich war mal wieder im Rockstudio. Drei Liter Wodka und viele lieben Menschen. Wieder mal eine bunt zusammengewürfelte Truppe. Aber diese Partys klappen immer, man muss sich nur drauf einlassen. Der Wodka floss in Strömen und ich hoffe doch, dass alle ihren Spaß hatten. Ich bin irgendwann auf dem Boden gesessen bei der Ti. im Schoß und die T. auf mir. Und da ist es dann passiert, ich habe es schon kommen sehen, dass man Frauen nicht mit Dreiliterwodkaflaschen über einem hantieren lassen sollte. Warum ich im Rockstudio auf dem Boden gelegen bin, kann ich nicht mehr so genau sagen, aber ich denke alle Mädels hatte ihren Spaß. Hm. Und die Herren der Schöpfung hatten hoffentlich ihren optischen Spaß dabei. Bis eben jemand einen neuen Wodka wollte. Den ich dann komplett erst kommen gesehen hatte. In meinem Suff habe ich tatsächlich noch versucht, meine Hand schützend vors Gesicht zu halten. Hm. Meine Reaktionsfähigkeit ist nur die Erste die betrunken ist und ich habe es nicht ganz geschafft. Mindestens 2 cl sind direkt in meinem Auge gelandet und danach in meinem Dekolleté und die anderen 2 cl sind an meiner Hand abgespritzt und dann hatten wenigsten alle noch was davon. Hm. Mein vorläufiges Fazit, für diesen Abend ist, egal ob die Haare Blau sind oder Braun, Wodka im Auge tut auf jedem Fall ganz schön weh. Und es ist unmöglich sich davor zu schützen, wenn man eine volle Ladung ins Gesicht bekommt. Es wäre sachdienlicher gewesen, einfach mal die Augen zu schließen, den Mund zu öffnen und alles zu schlucken, was da auch kommen mag. Und wenn man am nächsten Tag mit braunen Haaren aufwacht, war man mit einer Truppe Spießerfrisören unterwegs.

Habe an diesem Abend nicht nur mit sämtlichen Frauen herumgeknutscht, sondern angeblich auch mit einigen Männern. Hm. Meine Erinnerungslücken machen es mir nicht mehr ganz so einfach, nachzuvollziehen mit wem ich jetzt genau geknutscht habe…

Bin am nächsten Morgen aufgewacht und lag auf wunderschönen weißen Schafsfellen. ‚Normale Menschen schlafen nicht direkt auf Schafsfellen!‘ Ich kann die Worte meiner geheimen Quelle noch genau hören. Was bin ich gerne abartig. Wenn der Volksmund wüsste, wie geil es ist direkt auf Schafsfellen zu schlafen, dann würde er endlich mal mal die Schnauze halten und schnurren wie ein Muschikätzchen.

Ich verliere mich mal wieder in Schafsgeschichten, dabei lieg ich auf einem fremden Sofa, allein auf Fellen. Es ist warm und unglaublich gemütlich. Langsam kommen die Sinne alle wieder zueinander. Mir tut mein Auge weh und mein Finger. Ich stehe auf, bin bei Olga und trotte ins Bad. Da lächelt mir ein halbseitiger Alice Cooper entgegen. Wodka im Auge tut nicht nur auch nach Stunden noch weh, es löst auch wasserfeste Wimperntusche auf und lässt einen so aussehen, wie Alice Cooper in seinen besten Jahren. Jetzt kommt es mir auch warum ich alleine aufgewacht bin. Ich hätte Alice Cooper auch nicht ficken wollen, selbst wenn er mal bessere Jahre gehabt hätte. Egal.

Zumindest habe ich keinen Herpes, also kann ich ja nicht mit vielen Menschen rumgeknutscht haben. Hm.

Mein Fehler meine Hand vors Gesicht zu halten, habe ich auch erst am nächsten Tag bereut. Hm. Ich habe genau die Hand hochgezogen um vermeintlich mein Auge zu schützen, (was mir ja nicht im Mindesten gelang) die eh schon dermatologisch im gereizten Zustand war. Auf einen Neurodermitisfinger ist Wodka auch nicht so der Brüller. Hm.

Nachtrag: Ein paar Tage später erkenne ich, dass meine Geschichte sich ganz schön komisch anhört. Das auch mir immer solche Sachen passieren müsse. Auf die Frage, was ich mit meinem Finger gemacht hätte, antworte ich immer, dass ich Wodka ins Auge bekommen hätte. Die Geschichte wird immer komischer, um so öfter ich sie erzähle. Hm.

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