Lady in Black

Lady in Black

6797798903_a598259c11Es kam eine Frau langsamen Schrittes in eine Bar, ganz in schwarz und sie kam einem auf den ersten Blick irgendwie bekannt vor. Warum auch immer wurde gerade das Lied ‘Cancion Del Mariachi’ aus dem Film Desperado gespielt.

Buenas Noches, Se­ño­ri­tameinte der Barkeeper halbherzig und schaute kaum von seiner Arbeit auf. Das Gläser polieren scheint seine ganze Aufmerksamkeit einzunehmen. Es schienen wohl mexikanische Wochen zu sein, die Bar war mit Desperado Merchandising-Artikel völlig überladen und die Laune des Barkeepers war fast unterirdischer als ihre.

‘N’Absinth Sprite und nen doppelten Pfeffi!’ meinte sie und blieb am Tresen stehen.

‘Schönen Tag gehabt?’ meinte der Barkeeper mit leicht ironischen Ton und blickte endlich auf, sein Lachen gefror auf seinem Gesicht, als er ihren Gesichtsausdruck sah und sie erkannte.

Die Frau in schwarz zog nur eine Augenbraue hoch und machte eine ungeduldige Handbewegung.

‘Kommt sofort!’ rief der Barkeeper und drehte ihr den Rücken zu, um sich erst wieder rumzudrehen, als er ihre Drinks fertig hatte.

Der Nerd kam vom Raum hinter der Bar, mit einer Kippe im Mund und zwei vollen Bierträgern in den Händen. Er stellte sie ab und begann die Biere in die Kühlschubladen zu schlichten und rauchte in aller Seelenruhe weiter.

‘Hey schöne Frau. Heute ohne Walking Dead Pulli?‘ rief er zwischen zwei Zügen von unter der Bar nach oben. Der Barkeeper nahm dem Nerd die Zigarette weg und ging nach hinten.

‘Jupp!’ meinte sie und stürzte den doppelten Pfeffi hinunter.

‘Keinen guten Tag gehabt?’ fragte er und linste dabei scheel über die Arbeitsfläche hinweg.

‘So zusagen!’ meinte sie kurz und schob ihm das leere Glas hin.

Er goss einen zweiten Doppelten ein und schob ihn zu ihr rüber.

Ein Betrunkender kam an die Bar gewankt und stellte sich neben die Lady in Black. Machte ein Handzeichen für noch ein Bier, was eher aussah, wie 5 Bier fürs Sägewerk und lallte dann: ‘Hey, Lady in Black! Wo kommst n Du her? Von ner Beerdigung?’

‘Erraten!’ meinte sie, nahm den doppelten Pfeffi und stürzte ihn runter und dachte sich: ‘Du Penner!’

Der Nerd goss ihr einen Neuen ein und stellte ein Bier auf den Tresen.

‘Non mortem timemus, sed cogitationem mortis!’ lallte der Betrunkene und zog mit seinem Bier ab.

‘Nicht den Tod fürchten wir, sondern die Vorstellung des Todes.’ meinte der Nerd.

Sie zwang sich zu einem Lächeln und flüsterte: ‚Uva uvam vivendo varia fit!‘

‚Eine Traube färbt sich, sieht sie eine andere… Traube?‘ fragte der Nerd ungläubig.

Sie verzog ihr Gesicht, stellte sich gerade hin, zog einen imaginären Colt und legte auf den Nerd an und sprach dann wie ein alter aber lebenslustiger, versoffener Texas Ranger: ‘Wenn uns unterwegs jemand begegnet der Latein kann, darf er uns gerne überfallen. Ich warte schon lange darauf einmal im Leben auf einen gebildeten Menschen zu schießen.’

‘You ride with an Outlaw, you die with an Outlaw!’ meinte der Nerd und grinste bis über beide Ohren.

Dann meinten beide, wie aus einem Mund: ‘Wir vermieten keine Schweine!’

Sie schenkte ihm ein herzzerreißendes Lächeln, das erste ernst gemeinte dieses Tages, schluckte schwer und wand aber sofort ihr Gesicht ab, so dass er die Tränen in ihren Augen nicht sehen konnte. Er tat so, als hätte er es tatsächlich nicht bemerkt und stellte ihr einfach nur einen neuen Pfeffi hin.

‘Ich sag jetzt einfach nichts mehr, du wirst mich schon anrufen, wenn du was brauchst, ja!?’

 Sie schluckte den Pfeffi und hielt ihm das leere Glas hin.

 ‘Ich brauch einfach nur jemand, der mir nachher die Haare hoch und den Eimer hinhält!’ flüsterte sie leicht lallend.

‘Tote betrauert man und ehrt sie. Bedauern muss man sie nur, wenn ihr Leben vergeudet war.’ Vulkanische Weisheit

 Live long and prosper… 

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Kommt ne Frau in eine Bar, voll bepackt mit 1000 Sachen!

Kommt ne Frau in eine Bar, voll bepackt mit 1000 Sachen!

dungeons-dragon‘Du kommst zu spät.’ meinte der Nerd mürrisch.

‘Ja, sorry. Ich war noch beim DM!’ rief sie gehetzt. Sie zog ihre Jacke aus und es kam ein ‚Winter is coming!‘ – Shirt zum Vorschein.

‘Hey komm! Zocken, kannst du außerhalb deiner Barzeiten.’

‘Sag mal bist du jetzt mein Chef?’

‘Nein, ich hatte überhaupt keinen Bock zu arbeiten heute, dieses streitsüchtige Pärchen ist schon wieder da und du sitzt zu Hause beim Zocken, während ich mich mit Becks Blue Girl und AstraMan minus Eier rumschlagen muss.’

‘Wie kommst du überhaupt drauf, dass ich gezockt habe.’

‘Na, DM halt!’  

‘Ja, DM! Ich hab Waschmittel gekauft!’ rief sie erbost und sie stellte eine Tüte vom DM auf den Tresen und versuchte ihn gleichzeitig mit einer Waschmittelflasche zu hauen.

‘Aber DM heißt doch Dungeon Master?!’

‘Ja, in deiner Welt heißt DM Dungeon Master, und wenn in meiner Welt kein Waschmittel mehr da ist, heißt DM bei mir DrogerieMarkt!’

‘Boa, du bist ja doch ein Mädchen!’

‘Ja hallo! Schau mal!’ rief sie und hob ihr Shirt hoch und darunter kam ein Walking Dead Shirt zum Vorschein. ‘Schon mal nen Kerl mit Titten gesehen?’

‘Ähm, ja. Die Transe, die hier immer mal wieder vorbeischaut hat auch Titten.’

‘Ja, FakeTitten!’ meinte sie schnippisch. ‘Und schief sind die auch noch!’

‚Sag mal hast du immer zwei Nerd-Shirts übereinander an?‘

‚Die Tendenz geht zum Zweitshirt!‘ rief sie, zog eine Augenbraue hoch und grinste ihn dreckig an.

(Ähnlichkeiten mit Personen aus dem realen Leben sind in einer fiktiven Geschichte gar unmöglich und somit reiner Zufall.)

Sharknado – Genug gedreht!

Sharknado – Genug gedreht!

 

spooooiBei allen Göttern, was hab ich nur verbrochen, dass ich mit solchen Machwerken der Filmindustrie so gestraft werde. Der Film geht halt mal überhaupt nicht und dass ich es geschafft habe den Film einigermaßen unbeschadet bis zum Ende durchzuschauen, liegt wahrscheinlich an dem altbewerten Unfallprinzip. Man kann einfach nicht wegschauen, um so schlimmer es wird, um so fassungsloser starrt man auf den Bildschirm. Was geht nur in Menschen vor, die solche Filme drehen. Und es ist ein echtes Wunder, dass sich nicht schon ein paar unbescholtene Filmkonsumenten während dieser Verblühte der Filmgeschichte wortlos erhängt haben. Sharknado ist ja wirklich der allergrößte Dreck auf Erden… zu Wasser und in der Luft. Sharknado ist einfach nur eine Schande für jeden Weißen Hai der was auf sich hält.

Trashmovie hin oder her, aber selbst mit einem unterirdisch kleinem Budget und ein Bisschen mehr Liebe fürs Detail hätte man wesentlich mehr rausholen können, als sich die Macher von Sharknado in ihrer zugekoksten Birne je zu träumen gewagt hätten.

Das Teuerste von dem ganzen Film war wohl das CoverDesign, aber das kennen wir ja schon von Valhalla Rising. Der Film war auch der volle Reinfall, aber darüber habe ich ja schon oft genug lamentiert.

Und das Härteste von dem ganzen Film ist, dass der Regisseur Anthony Ferrante, eine bekannte Größe in seinem Fach ist. Nur nach diesem Film sollte er sich lieber überlegen, ob er seinen Job wieder an den Nagel hängen sollte und die toten Regenwürmer, die anscheinend mit Uhu als Make-up-Effekte für Hainarben auf die Haut der Darsteller gebappt wurden, lieber zum Angeln verwenden sollte. Ernsthaft, selbst wenn ich alte Kaugummis von der Straße kratzen wurde, und sie mit Uhu und toten Regenwürmern auf die Haut kleben würde, würden meine Narben 9278080215_868a81da0e_bwahrscheinlich besser aussehen. Meine Herren heut zu Tage dreht man in HD, da kann man nicht mehr mit Eigelb und Spucke arbeiten.

Nachdem ich anscheinend nicht die Einzige bin, die diesen Film furchtbar findet möchte ich an dieser Stelle Wikipedia zitieren (Vorsicht dieses Zitat kann Spoiler enthalten!!):Nova stürzt aus dem Hubschrauber und wird von einem besonders großen Hai verschluckt. Als zufällig derselbe Hai aus dem Tornado Richtung Boden fliegt, springt Fin mit einer Motorsäge in dessen Bauch. Er schafft es sich selbst und die blutüberströmte, aber lebende Nova mit der Motorsäge von innen heraus zu befreien. Der Hai überlebt diesen Angriff nicht.‘

Vielen Dank an den Autor dieses Wikipedia-Artikels, besser hätte ich es auch nicht spoilern können, und falls du zufällig einen tätowierter Nerd bist, Bitte melde dich!

Auch wenn ich euch jetzt das fulminante Ende dieses Haidaudaus verraten habe, die Wirklichkeit ist viel, viel schlimmer, schaut es euch einfach einfach an oder tut es nicht. Ihr werdet apathisch vor eurem Fernsehgerät sitzen und euren angsterfüllten Blick nicht von der Mattscheibe wenden können. Ja, das macht auch mir Angst, aber selbst ich habe den zweiten Teil überlebt, ihr schafft das auch, ich bin mir ganz sicher.

Weil der Grausamkeiten nicht genug, die Leute von Syfy haben sich gedacht, weil Sharknado Teil 1 ja so ein Megaerfolg war, könnten sie ja noch eine Fortsetzung drehen. Neeeeeeeeiiiiinnn! Warum nur, warum tut ihr mir das an, was hab ich eigentlich verbrochen?

Der TV Premiere wurde von Tele 5 Godvaters des schlechten Filmevents gesponsert und sie zeigten gleich beide Filme auf einmal, waren wohl im Doppelpack billiger. An diesem Tag als Sharknado und Sharknado 2 gleichzeitig im FreeTV zu sehen war, muss die heimische Selbstmordrate ins Unermessliche gestiegen sein.

Dazu muss ich noch sagen, dass ich mir beide Filme völlig nüchtern reingetan habe. Im Nachhinein hätte ich mir lieber eine Überdosis Absinth reintun sollen, das wäre wahrscheinlich für meinen eh schon wankelmütiges Gemüt wesentlich gesünder gewesen.

Zum Glück kam ja Werbung im Fernsehen und eines kann ich euch sagen. Werbung war noch nie so entspannend mit Tele5 und Sharknado.

Und zum Glück haben die Leute von Tele 5 uns einiges erspart, weil der Film war tatsächlich geschnitten. Uns wurde die schlecht geschminkte Narbenzeige-Szene zum Glück erspart. Vielen Dank mal dazu.

2014-11-21_schlefaz_sharknado2Ein ganz besonderes Fest war mir, wie sich Oliver Kalkofe und Peter Rütten über den FindigenFischFernichterFinn und seine botoxgespitzte, einarmige ImmermalwiederExfrau lustig gemacht haben und wie sie zum Schluss hin, einfach auch nur noch, soweit es eben bei den beiden geht, sprachlos vor der Leinwand saßen und es einfach nicht fassen konnten, wie scheiße diese Fortsetzung ist. Dazu hab ich auch nichts mehr hinzuzufügen. 

Danke: Mein ganz besonderer Dank und meine immerwährende Liebe geht an Oliver Kalkofe und Peter Rütten für ihr Lebenswerk und nachdem ich mich nicht entscheiden kann, bekommt ihr beide den EhrenKlausKinskiAward für den Wahnsinn, den ihr uns wieder und immer wieder auf die Mattscheibe zerrt. Danke, ich liebe euch!

Danke an die Nerds von Wikipedia!

Noch ein Danke geht an Tele5 für die Werbeeinspieler und Unterbrechungen im Film, anders hätte man die Verblüte der Filmgeschichte echt nicht ertragen können.

Fazit: Selbst Trash hat ein bisschen Stolz und würde bei Sharknado und bei wie auch immer gearteten Fortsetzungen einfach nur Speiben gehen. Der weiße Hai würde sich im Grabe umdrehen, wenn Sharknado als meistgesehenster Haifilm in die Geschichte eingeht. Und ich bette inständig dafür, das sämtliche Überlegungen einen 3. Teil zu drehen im Keim erstickt werden, notfalls mit Gewalt!

Bitte: Syfy, Bitte dreht keinen 3. Teil. Bitte tut es nicht!

Hinweis: Ich habe diesen Artikel geschrieben, während ich Sharktopus und Supershark gesehen habe und das machts nicht besser!

Merke: Noch eine Fortsetzung und ich bringe mich um und fang wirklich zum Saufen an.

P.S. Mittlerweile habe ich Sharknado 3 und Sharknado 4 sehen müssen und nach dem Sandnado und Oilnado und den Weltraumhaien, frage ich mich: Syfy was kommt noch?

Glückskeks Calling Episode 5

Glückskeks Calling Episode 5

imm034_32Ich wache auf und wundere mich. Ich sitze an einer Bushaltestelle und muss wohl eingenickt sein. Ein laues Lüftchen weht um meine Waden und es fröstelt mich.

Seit wann lungere ich denn an irgendwelchen Bushaltestellen herum? Und wo ist mein Auto? Ich blicke mich um und es ist außer mir und dem Bushäuschen keiner da.

Lauthals gähnend krame ich in meiner Handtasche nach meinem Handy, mal sehen, wann der nächste Bus geht. Generation Smartphone lässt grüßen, könnte ja auch auf dem Fahrplan schauen, wann der nächste Bus kommt und da steht dann auch wo ich bin.

Und nachdem ich mein Handy auch nicht finden kann, tue ich das sogar. Es war kein Fahrplan da, noch nicht mal eine Anschlagtafel. Hm. Ich finde auch keinen Fahrplan, als ich das Bushäuschen zum 5. Mal umrundet hatte. Das wird doch nicht wieder eine Fakehaltestelle sein?

Ich blicke mich um, rund um mich herum ist nichts außer abgeerntete Felder und verdammt viel Batz und die Straße.

Da kann ich mich nur an die Straße stellen, den guten alten Daumen raushalten und bis zum Sankt Nimmerleins Tag warten oder ‘I’m walking’ machen und hoffen, dass bald eine Tankstelle auftaucht, oder wenigstens ein Haus mit einem Telefon. Nur wen rufe ich an? Ich checks halt mal wieder nicht, was eigentlich los ist. Nicht, dass mir wieder jemand K.O. Tropfen in meinen letzten Drink gekippt hat. Hm.

Ich habe keine Ahnung, mein allgemeiner Gesundheitszustand fühlt sich gerade nicht so an, als hätte ich einen Drink mit Schuss genossen und mein Körper fühlt sich auch nicht so an, als wäre er in jüngster Vergangenheit genossen worden. So’n Mist.

Ich begebe mich auf Urschachenforschung und kippe den Inhalt meiner Handtasche einfach auf die Straße. Ist ja eh keiner hier, also krame ich in der Vergangenheit und finde keine wirklichen Anhaltspunkte. Das Einzige was mich echt stutzig macht, ist dass ich einen weißen Handschuh trage. Bin ich jetzt unter die Teilzeit-Butler gegangen?

Ich hör ein Auto in der Ferne mit einem echt gutem Sound und blicke auf, während ich meine Sachen wieder in die Handtasche zu stopfen versuche.

Es hält ein schwarzer 1967 Chevy Impala mit bekanntem Inhalt vor meiner Nase. Danke, es muss November sein.67schw

Und als Sam die Tür öffnet, drischt er mir die Tür voll auf den Schädel und ich mache einen Ausflug ins Traumland. Anmerkung: Der November scheint schon vorbei zu sein. Warum immer ich? Nicht, dass ich höchstwahrscheinlich vorher schon geträumt habe, weil in welchen meiner Leben kommt wirklich ein 1967 Chevy Impala vorbeigerauscht, der auch noch schwarz ist? Und wieviele Mädchen würden ihre Seele dafür geben, dass sie von Sam niedergeschlagen werden?

Ganz weit entfernt, kann ich jemanden reden hören:

‘Saubere Arbeit, Sam! Die hast du mal voll erwischt!’

‘Dean, es könnte einfach nur eine zufällige Passantin sein.’

‘Schau dir die Gegend doch mal an, hier ist weit und breit nichts außer Matsch!’

‘Vielleicht wartet sie auf jemanden?’

‘Auf wen? Auf den Weihnachtsmann? Lassen wir sie liegen, wir haben zu tun!’

Ich höre, wie eine Augenbraue hochgezogen wird.

‘Ist ja schon gut, lass sie uns ins Auto schaffen und zum nächsten Arzt fahren!’

Ich werde mehr geschoben als ins Auto getragen und Dean sammelt wohl meine Habseligkeiten von der Straße auf.

‘Was die für einen Scheiß in ihrer Handtasche hat…. Ui, Sam, schau mal, was ist das?’

Oh nein, er hat meinen Notfalltanga entdeckt!?!

‘Die Lady war nicht zufällig hier, die hat auf uns gewartet!’

Ich drifte völlig weg und wurde erst wieder wach, als ich eine Ladung Wasser ins Gesicht geschüttet bekam.

‘Sie ist schon mal kein Dämon, Sam!’

‘Dean, du bist sowas von paranoid!’

Ich bekam irgendein Putzmittel in die Fresse geschüttet, es brannte wie die Hölle und ich schrie wie am Spieß.

‘Ich habs dir doch gesagt, dass es ein Leviathan sein muss!’ rief Dean ganz aufgeregt und ich konnte ein großes Messer hören, dass aus einer metallernen Scheide gezogen wurde. Wahrscheinlich war es ein Bajonett. Bevor sie mir den Schädel runterschlagen konnten, konnte ich sie zumindest noch anschreien: ‘Ihr Penner, hab ihr euch schon mal überlegt, dass es Menschen gibt, die Allergisch reagieren, wenn ihr ihnen so ne Domestosplörre in die Fresse kippt. Habt ihr noch alle beieinander, ich glaub es hackt…’ Ich befreite mich von der dilettantischen Fesselung und versuchte aufzustehen, da ich aber nichts sehen konnte, weil meine Augen zugeschwollen waren, stolperte ich einem von den Beiden schreiend in die Arme. ‘Und fesseln könnt ihr auch nicht!’

‘Steht über Allergiker was in Dad’s Tagebuch?’ frug Dean seinen Bruder.

Ich röchelte nur noch: ‘Wasser, Handtasche!’

Ich bekam wieder einen Schwall Wasser ins Gesicht geschüttet und konnte zumindest die Augen wieder ein wenig öffnen. Dean hatte gerade meine Handtasche auf den Boden gekippt und zog zielsicher wieder meinen Tanga aus meinen Sachen, bevor er ein paar Tabletten fand.

‘Nein, bitte nicht die Durchfalltabletten!’ versuchte ich zu schreien. Sam hatte zum Glück die Antiallergika gefunden und nachdem ich mit drei erhobenen Fingern der Ohnmacht nahe zu Boden gesunken war, legte er mir 3 Tabletten unter die Zunge. Er tätschelte meine Wangen und hielt mir eine Flasche Wasser hin.

Als ich mich wieder einigermaßen gefangen hatte, meinte Dean zu mir: ‚Halt mal kurz!‘ Er drückte mir einen Silberlöffel in die Hand.

‚Boa, Alter! Ich bin kein Werwolf und du musst mir jetzt auch nicht mit einem Kreuz aus Knoblauch kommen. Ich bin ein verdammter Nerd, der von einem winterlichen Glückskeksfluch befallen ist.’ schrie ich aufgebracht und warf ihm den Silberlöffel hinterher.

‘Sam, steht in Dad’s Tagebuch etwas über Glückskeksflüche?’

‘Nein, aber über Nerds hab ich was reingeschrieben!’ meinte Sam, blätterte durch das Tagebuch und machte Anstalten etwas vorlesen zu wollen.

‘Ich weiß was Nerds sind, die Liverollenspiel Nummer hat mir gelangt.’

‘Danke dafür, ich hab mich weggeworfen vor lachen!’ kicherte ich und hatte endlich Zeit mich ein wenig umzusehen. Wir waren an einem Ort, wo man meine Schreie bestimmt nicht hören würde. Es war alles ziemlich runtergekommen und das spärliche Licht, dass durch die Fenster hereinkam, war nicht der Rede wert.

‘Wie, du hast dich weggeworfen vor lachen?’ wollte Sam ziemlich herrisch wissen.

‘Ja, als ich mir die Folgen auf DVD angeschaut habe und ich liebe es, wenn du so herrisch bist, Sam!’ kicherte ich wieder.

‘Das kommt mir irgendwie ziemlich bekannt vor!’ rief Dean und plötzlich sprang ein Funke über und wir plapperten beide los, wie aus einem Mund: ‘Sam Winchester schminkt sich…Sam Winchester weint, wenn er Sex hat…Sam Winchester hat ein Lineal im Bett und jeden morgen wenn er aufwacht…!’

‘Okay, Okay, es reicht!’ schrie Sam und war sichtlich angepisst von unserem Ausbruch. Er atmete tief durch bevor er fortfuhr: ‘Es gibt uns also auf DVD? Wir müssen Chuck finden, wenn wir wieder in den Staaten sind.’

‘Ich hoffe ich werde von Karl Urban gespielt?’ meinte Dean und strich sich die verstrubbelten Haare zurück.

‘Darf ich von meinem Recht gebraucht machen, die Aussage zu verweigern und eine Frage stellen?’ meinte ich und grinste sie an.

Beide nickten neugierig und ich schoss wie aus der Pistole geschossen los: ‘Was, bei allen guten Geistern macht ihr in einer so gottverlassenen Gegend?’

‘Wir sind nach Bayern gekommen, weil wir von einem seltsamen Vorkommen gehört haben!’

‘Wie, dass man hier nach 2 Maß noch fahren darf!?’

‘Mass?’ wollte Dean wissen.

‘Maß, ist die Maßeinheit für 1 Liter Bier in Bayern, Dean!’ maßregelte Sam seinen Bruder.

‘Ja, Oktoberfest! Oans, Zwoa, Gsuufah!’ rief Dean und machte Anstalten einen Schuhplattler zu beginnen. Hoffentlich hat der Glückskeks bald ein Einsehen mit mir und beendet diesen Traum, bevor es noch merkwürdiger wird.

‘Eigentlich suchen wir nach dem Erben der Werwolfsbrigade!’ meinte Sam eher beiläufig.

‘Die Nazis sind alle tot, du Spasti! Habt ihr die Zeitung nicht gelesen? Das sind nicht die Werwölfe, die ihr sucht. Es war alles nur eine riesige Drogenparty und eins rate ich dir, raus aus meinem Kopf und raus aus meinem Plot!’

‘Volltreffer, Schätzchen! Jetzt erzähl uns alles!’ meinte Dean und hielt mir ein japanisches Bajonett aus dem 2 Weltkrieg unter die Nase.

‘Damals im Ferienlager…!’ begann ich und grinste sie saublöd an.

‘Das hab ich nicht gemeint! Was ist nun mit der Werwolfsbrigade?’ herrschte mich Sam wieder an und ich muss zugeben, dass mir so ein Bisschen mein Höschen volllief.

‘Jetzt nochmal langsam und zum Mitschreiben. Steckt die Nase mal lieber in eure Angelegenheiten und haltet euch aus meinem Plot raus, das Con ist längst vorbei und wer nicht da war, ist selber schuld.’

‘Con?’ fragte Dean und zog eine Augenbraue hoch.

‘Con, die! Abkürzung für Convention…!’ rezitierte Sam aus Dad’s Tagebuch.

‘Ich versteh kein Wort!’ pienzte Dean rum und fuchtelte wieder mit seinem Bajonett vor meiner Nase rum.

‘Larp – Life Action Role playing, Dean!’

‘Ach, du bist Larper!?’

‘Was ist denn das für ein Genremix?’ witzelte Sam und grinste das erste Mal in diesem Traum.

‘Das ist der – ich schieb dir die Faust bis zum Anschlag in den Arsch, wenn du nicht die Finger von meinem Plot nimmst-Genremix!’

‘Ist ja schon gut! Hier gibt es also nichts Außergewöhnliches?’ wollte Sam noch wissen.

‘Bis auf die Nummer mit dem Glückskeksfluch, nichts! Aber das könnt ihr in meinem Blog nachlesen, ihr müsst nur Sparklefool und/oder Glückskeks Calling googeln. Und nix füar unguat…’

In dem Moment wache ich auf, weil ich wieder Wasser in die Fresse geschüttet bekomme. Diese unfreiwillige Dusche will gar nicht mehr aufhören und als der Wasserstrahl endlich versiegte, befand ich wieder an der Bushaltestelle und ich blickte wie ein begossener Pudel den Rücklichtern eines Busses hinterher.

Es ist kein FortunecookieFluch, nein es muss eine großangelegte Verschwörung sein, oder kann mir jemand erklären, warum mir immer so eine Scheiße passiert und warum ich immer so bescheuerte Glückskekssprüche bekomme. Nicht dass ich laut meinem Dezember-Glückskeks bis November warten muss, dass endlich etwas Wundervolles in meinem Leben passiert. Mein Neujahrs-Glückskeks versprach mir, dass ich bald etwas bekommen würde, was ich mir schon lange gewünscht habe. Der Wasserschaden stand genausowenig auf meinem Wunschzettel, wie ein kaputter Kühler! Danke Glückskeks! Und dann der Oster-Glückskeks mit leichter Verzögerung: ‚Dein Wunsch wird nach einer kurzen Verzögerung erfüllt werden!‘

Kurze Verzögerung? November? Ich glaub es hackt! Ich komm mir vor wie auf einem Bahnsteig und die nette Dame von der Bahn teilt allen Wartenden eine kurze Verzögerung mit. Jetzt ist der nächste November vorbei und der Einzige der mir ins Gesicht spritzt ist der vorbeifahrende Bus. Ich bin in einer Glückskekswarteschleife gefangen, holt mich hier raus!

Neuer Tag, gleiche Bar…

Neuer Tag, gleiche Bar…

Die astraBarkeeperin kam in die Bar und der Nerd stand hinterm Tresen, wie ein Schluck Wasser in der Kurven, der schon dreimal ausgekotzt wurde.

‘Du siehst aus wie ausgekotzt!’ trällerte sie.

Der Nerd hatte ein frisches Shirt an, mit der Aufschrift: ‘I’ll be in my bunk!’ Auf ihrem Shirt stand einfach nur Vera und sie blieb vor der Bar stehen.

‘Ich finds super, dass du heute Thekendienst hast und ich heut mal mein Gehalt versaufen kann.’

‘Wo wir grad beim Thema Gehalt versaufen sind, hab ich gestern eigentlich meine Zeche bezahlt?’

‘Nein, steht noch aufm Zettel!’

Er blickte auf den Zettel und zog eine Augenbraue hoch: ‘Des ist doch ein Scherz?!’

‘24,50!’ kicherte sie.

‘Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen, was?’

‘Wenn du mich nicht hättest!’ rief sie und lies ihre imaginären Hosenträger schnalzen.

‘Danke, dass du mich gestern heimgebracht hast!’

‘Und ich hab dich auch liebevoll zugedeckt und dir einen Eimer nebens Bett gestellt!’

‘Du bist ein Schatz, was kann ich dir bringen?’

‘Das Übliche!’ meinte sie und wollte sich gerade auf einen der Barhocker niederlassen.

‘Boa, deinen Absinthe Sprite kannst du selber mischen…!’

Sie stand wieder auf und ging trotzig hinter die Theke und machte sich an ihrem Drink zu schaffen. Er stand neben ihr an ein Regal gelehnt und genoss die Stille des Nichtstun.

Das Pärchen von gestern kam wieder in die Bar. Nach einer Weile klopfte die junge Frau auf den Tresen und rief schnippisch: ‘Kriegt man hier auch ein Bier…?’

Die Lady hinter der Bar reagierte nicht und der Nerd war wohl im Stehen eingenickt.

‚Hey, Hallooooho! Das macht ihr doch mit Absicht?‘ rief die Ische.

Die vermeintliche Barkeeperin drehte sich kurz um und meinte: ‚Ich arbeite heut gar nicht!‘

Dann machte sie ihren Drink fertig und kam wieder vor die Theke getreten und begann dann erst den Nerd mit ganzen Erdnüssen zu bewerfen und rief: ‚Kundschaft!‘peanuts

Der Nerd schreckte hoch und riss dabei fast das Regal um.

,Zwei Becks Blue, Bittäh!‘ rief sie reichlich eingeschnappt und pochte ungeduldig mit den Fingernägeln auf der Theke herum. Dann meldete sich ihr Freund zu Wort: ‚Ich hätte aber gern ein Astra!‘

‚Das ist viel zu teuer…‘ rief sie und wedelte nach dem Barkeeper. Er wartete aber noch, bis die beiden sich ausgestritten hatten.

Der Typ meinte irgendwann: ‚Wenn ichs doch eh selbst bezahlen muss!‘

‚Aber im Preisleistungsverhältnis…!‘

‚Jetzt wirds aber hint’ höher wie vorn!‘ rief der Nerd und stellte ein Astra und ein Becks Blue auf den Tresen. ‚5,80, bitte!‘

‚Wir…haben aber zwei Becks Blue bestellt!‘ rief die Ische empört.

‘Also, wenn du beim Astra mit’m Preisleistungsverhältnis anfangst, dann kannst auch gleich verschwinden.’ rief der Nerd aufgebracht, zeigte zur Tür und lies die Ische gar nicht mehr zu Wort kommen, also redete er weiter auf sie ein.‘Der junge Mann hat ein Astra bestellt, also bekommt er auch ein Astra!!’  

‘Ja, aber!’ stammelte die Ische.

‘Nichts aber, verdammt nochmal!’ rief der Nerd, hob seine Hand, zeigte sie den Streithähnen und drehte sich zu seiner Kollegin: ‘Ich hab was für dich!’

‘Uiuiui, Geschenke!?!’ schrie sie, wie ein 12jähriges Mädchen mit blonden Zöpfen und klatschte mit den Händen aufgeregt aneinander, wie ein wahnsinniger Seehund.

‘Nein nein, Schätzölein! Das hier ist eine Leihgabe und wiedersehen macht Freude!’ meinte der Nerd und stellte die ersten vier Staffeln von Dr. Who auf den Tresen. ‘Damit du langsam aber sicher mal auf dem Laufenden bist.’

‘Boa, voll gut! Danke!’ flüsterte sie ehrerbietig und beäugte die Staffeln wie ein Heiligtum und berührte sie dann sachte mit den Fingerspitzen.

Der Nerd stellte sich aufrecht hin, räusperte sich, atmete tief ein und setzte zu einer wichtigen Verlautbarung an: ‘Weil alle, die das Bier, und wenn es auch noch so klein ist, nicht ehren und Dr. Who nicht schätzen, unwürdig sind.’

‘Was ist denn Dr. Who?’ fragte die Ische ihren Freund.

Der Nerd blickte die nervigste Kundin des heutigen Tages an, als würde er sie ernsthaft versuchen mit Blicken töten zu wollen, dann hob er dramatisch die Hand, so wie es Darth Vader getan hätte.

‘Man soll den Priester in der heiligen Messe ja nicht unterbrechen, aber du hast Firefly vergessen!’ rief Frau Nerd über ihren Absinthe Sprite hinweg.

Der Nerd holte wieder Luft und setzte erneut zu einer Rede an: ‘Weil alle, die das Bier, und wenn es auch noch so klein ist, nicht ehren, Dr. Who nicht schätzen und Firefly nicht lieben, unwürdig sind.’

‘Was ist denn Firefly?’

‘Jetzt schlägts aber 13!’ schrie der Nerd die Ische nun an und nahm ihr ohne einen weiteren Kommentar das Bier ab, dass sie eh noch nicht bezahlt hatte und exte es mit einem Zug. Dann zeigte er einfach wieder zur Tür, ohne ein weiteres Wort darüber zu verlieren.

Die Ische hatte fast ein bisschen Pippi im Auge und Frau Nerd hatte ein Einsehen mit dem armen Ding. ‘Ich geb dir mal nen Tipp!’ meinte sie ruhig zu der Ische. ‘Wenn sich zwei Männer über Firefly unterhalten, dann lächle freundlich, halt deine Zuckerschnute und nicke wenn man dir eine Frage stellt!’

‘Ja, aber sie ist doch eine Frau.’

‘Nein, sie ist keine Frau! Sie ist ein Nerd!’

‘Aber auf ihrem Shirt steht Vera!’

‘Vera ist eine Callahan Großkalliber Auto-Lock mit modifizierten Abzug und Doppellauf!’ erklärt der Nerd und die vermeintliche Vera blickte ihn etwas verklärt an, ihr Mund formte ein paar Worte, die ihr geschmeidig aber ohne einen Ton zu erzeugen über die Lippen glitten: ‘Willst du mit mir zusammen Star Wars ansehen?’ Der Nerd zwinkerte ihr zu und wurde dann aber unterbrochen, bevor er etwas erwidern konnte.

Und was ist mit Starship Troopers?’ fragte der Freund von der Ische in die Runde.

‘Gibts da nicht einen 2. Teil?’ fragte die Ische.

‘ES GIBT KEINE FORTSETZUNG VON STARSHIP TROOPERS!’ riefen der Nerd, Vera und ihr Typ gleichzeitig.

Die Ische rang mit ihrer Fassung und bevor sie endgültig zu weinen begann, meinte der Nerd: ‘Vorschlag zur Güte: Du lässt deinen Typen sein Lieblingsbier trinken, wann immer er will. Ihr fahrt jetzt heim und schaut euch Firefly an und wenn ihr mit allen Teilen fertig seid, dann schaut ihr euch Serenity an und wenn ihr am Ende geweint habt, dürft ihr wieder kommen!’

Der Typ exte sein Astra, legte 4 Euro auf den Tisch und dann gingen sie wortlos nach Hause.

‘Die sehen wir nicht wieder!’ meinte Frau Nerd.

‘Und wenn schon!’

‘Zahlen!’

‘Wie? Du willst schon gehen?’

‘Hab noch ein Date!’

‘Ohne mich!’

‘Ja, Dr. Who ist immer so eifersüchtig!’

‘Ich dachte wir wollten Star Wars ansehen und in Gefilde vordringen, die noch nie ein Mensch zuvor erlebt hat?’

(Ähnlichkeiten mit Personen aus dem realen Leben sind in einer fiktiven Geschichte gar unmöglich und somit reiner Zufall.)

Kam ein Nerd in eine Bar….

Kam ein Nerd in eine Bar…. 

peanutsKam ein Nerd in eine Bar, er trug ein Nerdshirt mit der Police Box aus Dr. Who, setzte sich an den Tresen und bestellte ein Bier.

Hinterm Tresen stand heute eine Frau, sie trug ein viel zu enges Blue Sun Shirt und grinste ihn lächelnd an und stellte ihm ein Augustiner hin.

An der Bar saß ein junges Pärchen und die junge Frau meinte schnippisch: ‘Kriegt man hier auch ein Bier…?’

Die Barkeeperin meinte nur gelangweilt: ‘Augustiner, Tegernseer, Franziskaner, Schneider Weisse, Aventinus, KDL, Astra, Despo, Radler, Becks, Becks Lemon oder Blue?’

Die junge Frau meinte kleinlaut und zickig zu gleich: ‘2 Becks Lemon, Bittäh!’

Die Barkeeperin stellte die beiden Biere hin, nachdem sie diese geöffnet hatte und nuschelte: ‘5,80!’

‘Schatz, kannst du zahlen, ich hab kein Geld dabei!’ trällerte die junge Frau.

Der Typ kramte mürrisch in seinen Hosentaschen herum und legte 6 Euro in Münzen hin und murmelte: ‘Stimmt so!’

Die beiden dackelten in den hinteren Teil der Bar und der Tresen war wieder leer, nur noch der Nerd und die Barkeeperin standen sich vom Tresen getrennt gegenüber.

‘’N Schnaps!’ murmelte der Nerd und trank von seinem Bier. ‘Den Billigen!’

Die Barkeeperin zog eine Flasche mit grüner Flüssigkeit aus dem Regal und drehte sich mit einer erhobenen Augenbraue zum Nerd. ‘Trink nie allein!’ meinte sie kühl und stellte zwei Schnapsgläser auf den Tresen. ‘In deiner Welt ist alles in Ordnung?’ fragte sie, goss die beiden Gläser voll. ‘Prost, Kleiner!’

Er stürzte den Schnaps runter und stellte das leere Stamperl wieder hin. Sie hatte noch gar nicht getrunken. Während er sie erwartungsvoll anblickte, ließ sie sich verdammt viel Zeit, um dann ganz genüsslich die kühle Flüssigkeit die Kehle runterlaufen zu lassen. Dann verzog sie das Gesicht und würgte fast.

Über sein Gesicht zuckte ein kleines Lächeln, er hielt ihr aber dennoch das leere Schnapsglas hin.

‘Boa, wie kannst du die Ekelplörre nur saufen?!’ meinte sie und goss ihm noch ein Stamperl ein.

‘Das Pfefferminzzeuch ist billig und macht schnell blöd.’ meinte er und schüttete sich den Schnaps in den Mund, gurgelte und schluckte. ‘Ist super gegen Zahnschmerzen und macht nen frischen Atem!’

‘Nun zu dir, du hast das selbe Shirt an wie gestern!’ meinte die Barkeeperin und pochte dabei mit den Fingernägeln auf dem Tresen.

‘Ja Mama! Gib mir noch nen Schnaps!’

Sie nahm ihm das leere Glas weg und stellte ihm wenig später ein Größeres hin, dass sie wieder füllte, während sie auf ihn einredete: ‘Ich nehme an, du brauchst erst einen gewissen Pegel, bevor du mir erzählst was du gestern noch mit der Ische getrieben hast, du böser Junge, du.’

‘Ach, die Ische von gestern Nacht! Das kann ich dir auch jetzt erzählen!’ meinte er ziemlich laut, kippte das Stamperl auf Ex, um dann keuchend fortzufahren. ‘Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das Letzte mal nüchtern Sex hatte!’

‘Könnte evtl. daran liegen, dass du dich immer zuschüttest wie ein Seemann auf Landgang und dich dann von minderjährigen Ischen abschleppen lässt.’

‘Ja und so geil sind die meistens gar nicht…!’ säuselte er.

‘Könnte an der verschobenen Wahrnehmung deiner betrunkenen Seele liegen!’

‘Ich kann ja nicht immer das ganze Wochenende nur Pornos schauen und…’ flüsterte er mehr zu sich, als zu ihr.

‘Du kriegt noch einen lahmen Arm, wenn du dir den ganzen Tag einen wedelst.’ lachte sie.

‘Ja, aber nüchtern nimmt mich doch keine mit!’ heulte er los.

‘Ich würd dir auch einen Blasen, wenn du stocknüchtern wärst!’ grinste sie und goss ihm noch Einen ein.

‘Aber du könntest meine Mutter sein!’ rief er entsetzt und grinste dann ziemlich dreckig, kippte das Stamperl runter und winkte dann mit seinem Stamperl, noch bevor er runtergeschluckt hatte.

‘Aber nur in einer echt zerrütteten Familie!’ lachte sie und goss das Stamperl wieder voll. Sie hob den Finger, drehte sich um und wirtschaftete hinter der Theke herum.

Sie kam mit einem Schälchen mit Erdnüssen zurück und stellte es vor den Nerd. Er friemelte an dem Schälchen herum und meinte: ‘Weißt du, dass ich immer erst die halben Erdnüsse esse und wenn keine mehr übrig sind, dann zerteile ich die Ganzen bevor ich sie esse!’

‘Und da wunderst du dich noch, warum du immer nur Sex hast, wenn du besoffen bist? Trink noch einen, schöner Mann!’ meinte die Barkeeperin und goss ihm noch Einen ein.

Er kippte erneut einen Doppelten runter und winselte dann wieder: ‘Als ich heute aufwachte, war ich allein und nackt!’

‘Und lass mich raten, die Ische hat dir eine deiner Actionfiguren auf den Schwanz geklebt?’

‘Woher weißt du das?’ rief er bierernst. Musste dann aber gleich schallend lachen, dann brach er ab und meinte er wieder weinerlich und ernst zu gleich: ‘Dabei hab ich mir doch so Mühe gegeben…’

‘Okay, ich komm nicht ganz mit! Du bist dir sicher, dass du nicht der uneheliche Sohn von Klaus Kinski bist!’

Er kramte sein Handy raus und meinte: ‘Schau mal, was sie heute morgen getwittert hat: U3Min.Sex! Da steht es!’

‘Du hast kein Netz hier unten, Schätzchen!’

‘Ich hab die ganze Zeit nur daran gedacht…!’

‘Ich glaub ich mach dir nen Kaffee!’

‘Bleib oben, Tiger! Bleib oben!’

Sie fing an zu singen: ‘Dinge, die ich gar nicht wissen will…!’

‘Egal. Dann hab ich den ganzen Tag Pornos geschaut…!’

‘Tut mir ja auch leid, dass wir erst um Acht aufmachen!’

‘Dann hab ich mir eine Pizza bestellt!’ heulte er wieder.

‘Sag mal flennst du jetzt?’ fragte sie irritiert.

Plötzlich packte er sie am Shirt, zog sie über den Tresen zu sich heran und flüsterte wieder. ‘Die  Pizza kam zu früh… ähm… Also vor mir!’

‘Oh mein Gott, du bist nicht mit dem Ständer an die Tür gegangen?’

‘Ja…nein. Ich hab ihn im Hosenbund eingeklemmt!’

‘Dir ist klar, dass ich mir das bildlich vorstellen muss!’

‘Und weißt du, er ist halt einfach zu mächtig, als dass er von einem Hosenbund zurückgehalten werden könnte.’

‘Warte trink lieber noch einen, bevor es zu peinlich wird!’ rief sie belustigt und stellte ihm gleich die Flasche hin. Dann hustete sie in ihr Fäustchen etwas was sich so anhörte wie: ‘Too much information!’

‘Und als ich die Tür auf gemacht hatte, steht eine blonde Pizzabotin vor mir. Mein Schwanz muss sich in der Hose irgendwie selbst befreit haben und stand quasi zwischen mir und ihr. Sie blickte auf meinen Schwanz und dann wieder in mein Gesicht!’

‘Ringeringedingdong! Und was hat sie dann gesagt?’

‘24,50!’

‘Nicht dein Ernst! Was hast du gemacht?’’

‘Ich hab ihr 30 Euro gegeben und gesagt: Stimmt so!’


(Ähnlichkeiten mit Personen aus dem realen Leben sind in einer fiktiven Geschichte gar unmöglich und somit reiner Zufall.)


P.S. Bleib oben, Tiger! Bleib oben!

Nerd meets me: Voll auf die Ohren!

Liebe Leser und Leserinnen,

nerd-meets-you-logoNerd meets me: Voll auf die Ohren! Langsam komm ich auf den Geschmack. Heute geht es um schlechte Filme und allerlei Blüten und/oder Verblüten der Filmkunst.10498694_10202283974367400_2706348109203631802_o

Eine lustige kleine gute Nachtgeschichte und doch ganz großes Kino.

Viel Spaß mit meinem verbalen Durchfall: ‚Da wo die Eisberge wohnen!‘ und ‚Sharknado ist eine Beleidigung für jeden Weißen Hai, der auf sich hält!‘

http://wyme.de/nerd-meets-you-sharknado-ist-eine-beleidigung-fur-jeden-weisen-hai-folge-22/

 

 

 

Nerd meets me: Heute mal verbal….

Hallo liebe Leser und Leserinnen,

Nerd meets me: Heute mal verbal….

nerd-meets-you-logoich habe es gewagt mich in einem Podcast zum Thema Liverollenspiel interviewen zu lassen. Also wer schon immer mal wissen wollte, wie sich meine Stimme aus der Dose anhört. Viel Spaß beim Lauschen! Ich hab selten so viel gelacht und trotzdem versucht alle Fragen beantworten. Also höret, höret was der Larp-Erklärbär zu erzählen hat:

http://wyme.de/nerd-meets-you-live-action-roleplay-folge-18/

Eure Callabutterfly aka Die Bine

Nerdgeschoss: Beziehungsdialoge

Nerdgeschoss: Beziehungsdialoge

aus längst vergangenen Tagen:

DSC04417‚Boa, sag mal! Du kannst doch jetzt nicht aufstehen.‘

‚Ich muss eine Rauchen!‘

‚Aber der Film ist noch gar nicht zu Ende.‘

‚Ist er wohl!‘

‚Aber nach dem Abspann kommt noch was.‘

‚Wer sagt das?‘

‚MARVEL sagt das! Du kannst doch nicht mitten in einem MARVEL-Film aufstehen und rauslaufen, bevor der Abspann durch ist!‘

~*~

‚Bock auf ficken?‘

‚Du wolltest doch unbedingt Star Wars anschauen!‘

‚Aber Ficken geht doch auch, während Star Wars läuft.‘

‚Na gut. Aber kannst du wenigstens den Laptop ausmachen!‘

‚Wieso, für die 3 ½ Minuten brauch ich doch meinen Laptop gar nicht runterfahren!‘ dachte SIE sich, zog sich gelangweilt aus, griff nach ihrem Vibrator und blickte weiter auf den Fernsehbildschirm.

Das Leben als Nerd ist nicht leicht? Pah! Das Leben als weiblicher Nerd ist grausam und unverstanden!

Ich suche einen Mann…Teil 9 Mein Nerdgeschoss

Ich suche einen Mann…Teil 9 Mein Nerdgeschoss

376882_4834545108147_134652921_nIch suche einen charismatischen, möglichst unbehaarten, toleranten, sexuell aufgeschlossenen Mann, der trotzdem irgendwo ein Nerd ist, weil ich halt auch so ein Nerd bin. Der sich nicht nur mit mDSC04417ir Firefly uvm. ansieht, sondern mir auch beim Sex Filmzitate um die Ohren haut, bis ich komme.

Anmerkung: Dies ist der 9. Teil einer völlig ernst gemeinten Bekanntschaftsanzeige von mir, Callabutterfly, und eine Ode an meinen Traummann, den ich mir grad versuche zu basteln.

Zuschriften bitte via Facebook/Callabutterfly per PM

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