Die alte Vettl – Das Leben nach dem Tod

Die Geburt, das Leben und der Tod – Heute: Das Leben nach dem Tod.

(Die Lebens- und Leidensgeschichte von der alten Vettl aka. das Rattenweib)

So, ich habe mich entschieden, dass die alte Vettl stirbt, weil es so im Plotbuch stand. Ich war eigentlich nicht wirklich traurig, weil der Geist der alten Vettl, wie ihre Unterhosen und ihr Schamanenstab noch in der Larpwelt rumgeistern. Und ich kann endlich wieder die fiese kleine SL machen und alle Spieler quälen, nicht nur die Orks.

Das Witzige ist, dass der Morbuk der alten Vettl’s Unterhosen als Folterwerkzeug aufgenommen hat und auch schon erfolgreich in meiner Abwesenheit an Brogthar-Männchen getestet hat. Hätte ich aber gerne gesehen.

Der Schmanenstab geistert noch rum, aufritualisiert und ich müsste mal eine Artefaktbestätigung dafür schreiben. Hm. Wehe, wenn er umfällt. Aber pscht!

Die Bine ist wieder SL und schreibt böse Blogs über noch blödere Spieler und wartet quasi täglich auf die ein oder andere Verleumdungsklage aufgrund der Verunglimpfung von LARP-Rassen oder LARP-Charakteren. Hm. Seitdem ich Mythodea-Skandalautor bin, nehme ich nun gar kein Blatt mehr vor dem Mund und deshalb muss jetzt einfach jeder drunter leiden, dass ich immer unterschätzt werde. Ich würde aber natürlich nie etwas böses schreiben über meine Lieblingsspieler und wenn dann wissen sie es schon wie ich es meine, hoffe ich. Und falls sich jemand auf den Schlips getreten fühlt, bitte bei mir melden, wir können ja drüber reden. Egal ob grün, schwarz oder weiß, ich hab euch alle lieb und ich schätze euch und ich liebe euch alle für euer konsequentes Spiel. Weiter so, wir sehen uns auf der einen oder anderen Seite.

Zum geistigen Weiterleben des Rattenweibes. Nachdem ich meine Spitznamen auch nach dem Ableben meines Charakters weiter behalten muss, finde ich kann ich die Moskutar auch weiter ärgern. Hm. Und nachdem es immer wieder Orgas gibt, die mich als persönliche Skullrott-SL anfordern, werd ich wohl meinen Lûgburz noch ein bisschen quälen dürfen. Hehe.

Das Quälen mit Lebensmitteln auf der Gegenoffensive.
Ich habe mir gedacht, da die Skullrott Moskutar es nie schafft Wegzehrung oder Getränke am Mann zuführen, war es meine Aufgabe nicht nur beide Lûgburze zu ärgern sondern auch alle anderen unter Zuhilfenahme von Lebensmitteln. In diesem Falle mit einem Apfel in der Hauptrolle. Hehe.

Die alte Vettl in der Form ihres Geistes begleitet beide Lûgburze auf Schritt und Tritt. Wahrscheinlich mehr zu meiner Freude, als zu der Freude meiner Spielerschaft. Hehe. Irgendwann, während eines Angriffes lasse ich einen Apfel materialisieren und schenke ihn dem Lûgburz Gorz, der ihn genüsslich ist, während die meisten Uruks auf dem Boden liegen und langsam verbluten. Hm. Lûgburz Slaithopp schaut ihn ungläubig an, während er auf dem Boden kniet und eine Wunde eines Uruks zuhält. Er hört auf den blutenden Uruk anzuschreien und kann es nicht fassen, dass der Gorz in aller Seelenruhe diesen Apfel isst. Dann sagt er in der süßesten Stimme, die ich je von ihm gehört habe, was der Gorz denn da machen würde. Ob er den gnädigerweise an der Versorgung der Verletzten beteiligen möge, er könne mit der Säure des Apfels die Wunden ausbrennen…

Nachdem bei der nächsten Aktion einige Spieler im Lager zurückgelassen wurden, gingen auch zwei Orks drauf, weil sie von einer kühlen Blonden (mit Brüsten!) in einem Infight niedergemetzelt wurden. Hm. Das ganze Con sucht nach dieser blonden Amazonenvampirin und Orksschlächterin. Jede wurde nicht nur einmal verdächtigt, aber im Endeffekt haben wir sie nie gefunden. Hm.

Die Lûgburze bekommen eine Vision, weil sie schon wieder ihre Uruks zurückgelassen haben, nicht das es noch zur Gewohnheit wird. Hm. Ich habe Spaß, ich glaube der Rest auch. Hm.

In einer der nächsten Nächte bekommt der Lûgburz Slaithopp eine weitere Vision, in der er gleichzeitig gelobt und gemaßregelt wird. Es ist meiner Meinung genau die richtige Mischung um ihn gleichzeitig brainzufucken und ihn aber auch bauchzupinseln. Zum Schluss höre ich ihn mit einer weinerlichen Stimme sich selbst fragen, warum er denn die alte Vettl nur zurückgelassen hat. Langsam glaube ich echt, dass es ihm ehrlich leid tut. Es könnte auch am Grad des Brainfucken und dem Übermaß an Alkohol und dem allgemeinen Schlafentzug liegen, aber…Die Genießerin schweigt. Das Rattenweib verspricht ihm, dass sie immer bei ihm ist, weil seit dem ihr madenzerfressender, stinkender Körper endlich tot ist, ist die endlich frei. Frei wie der Wind und sie kann überall hin. Sie ist immer bei ihm, wenn er sie braucht, er braucht sie nur zu rufen. Hm. Blöd ist nur, dass ich nicht mit ein berechnet habe, dass man das spieltechnisch überhaupt nicht umsetzen kann. Da haben wir mal wieder nicht nachgedacht, Frau Rösner. Ich kann mich ja schlecht als Geist auf Cons einchecken. Wie madig ist das denn. Hm. Und nur als stimmliche aber körperlose Bespaßung für den Lûgburz geht halt nur, wenn ich zufällig als SL dabei bin. Hm.

Am Ende vom Con beschwert er sich tatsächlich bei mir, dass ich ihm ja versprochen hätte, dass ich immer da wäre, wenn er mich braucht. Hm. Wie vorwurfsvoll er das gesagt hat. Hm. Der Lûgburz wird doch nicht das Rattenweib vermissen. Wir werden sehen was die Zukunft bringt. Hihi.

Mein Fazit von dem Con, ich bin für meinen Geschmack ein Wenig zu Wenig gelaufen. Ich bin da schon ein bisschen mehr gewohnt. Ansonsten lieber Dave, danke für die Plattform und zwei Daumen hoch für dein erstes Con als Orga. (Und es gibt kein einziges Bild von mir, wie immer… ich gewöhne mich da nie dran. Hm.) Und fürs Protokoll, auch wenn ich nach dem Nightmare im 5 Minuten Takt die Jungs ins Bett gebracht habe, habe ich doch niemanden einen Geblasen, zumindest nicht auf diesem Con…

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Die alte Vettl – Der Tod

Die Geburt, das Leben und der Tod – Heute: Der Tod.

Die Lebens- und Leidensgeschichte von der alten Vettl aka. das Rattenweib)

Kommen wir zum unleidigen Ableben der alten Vettl. Da gab es so einen Plot auf einem Con, den sehr viele Teilnehmer noch bis heute versuchen zu verdrängen. Der Grund, es wurde unsererseits viel gelaufen und andererseits hat das ständige Shutteln die Menschen ganz schön aus dem Spiel gebracht. Egal. Der Plot war der: Die alte Vettl hat sich beim Pilze sammeln auf Grund der Pilze verwirrt verirrt und wurde von einem Spinnenvieh verschleppt. Der Lûgburz bekommt eine Rettungsvision und ist aus dem Grund dazu gezwungen das stinkende Rattenweib zu retten, weil sie die Einzige ist, die sich angeblich im Fluchtgebiet auskennt. Hm. Die Flucht der Skullrott Moskutar ist übrigens auch der Plot für die Menschen. Flucht und Verfolgen beinhaltet übrigens auch das sich fortbewegen und dass ist auch das was manche an dieser Veranstaltung nicht verstanden haben. Ach ja, es war auch sackenkalt und das konnte man bei der Jahreszeit auch nicht ahnen.

Ich komme also mal wieder viel zu spät auf dem Con an und schleppe alle meine Felle in eine Jurte, baue mir ein Bett, ziehe mich an, werde gebrieft und werde dann von zwei meiner Liebings-Drows und auf diesem Con NSC’s in den Wald geschleppt. Wir laufen auf einen Berg und wieder runter und wieder rauf, irgendwann wechsle ich von den Holzschuhen auf meine Docs. (Ich habe meine Stiefel vergessen! Ich Depp!) Es ist übrigens mittlerweile dunkel. Wir laufen weiter über Stock und Stein. Und wir sind endlich da. Endlich. Die Steinzeithöhle, die man von manchen Dokumentationen auf Phönix kennt, ist wirklich gigantisch. Schade, dass die Sonne schon untergegangen ist, so ein scheiß. Egal. Die beiden Jungs sind mit ihren Wolfsmasken eh nicht mein Typ. Bekanntlicherweise mag ich keine Haare. Hm. Wir machen Brotzeit und richten die Höhle her. Es werden erst mal überall Spinnweben und künstliche Körperteile verteilt. Dann warten wir. Und warten. Dann kommt eine Gruppe Jugendliche, die auf eine Nachtwanderungsgruppe mit noch mehr Kindern warten wollten. Ganz super. Währenddessen Unmengen von Kindern und Jugendlichen die Höhle bevölkern, sind die Orks wahrscheinlich noch nicht mal losgelaufen. Aber Hauptsache ich bin schon mal schön verschnürt mit Spinnweben in der Höhle völlig bewegungsunfähig gefangen genommen worden. Wir spielen ja alles aus. Ich habe auch einen schönen Stich von dem Spinnenvieh, der mir schon gefühlte 80mal aufgrund des gefrorenen Mastix runtergefallen ist, am Hals bzw. die meiste Zeit am Boden liegend. So wie ich übrigens. In Spinnenweben gehüllt. Ich komme mir nur ein Wenig vor wie Frodo. Ja, der Frodo, der sich von so einem Spinnenvieh stechen hat lassen, dem sie dann erst den Ring und sein Kettenhemd gemopst haben und der dann halbnackt ein Nickerchen gemacht hat, ungefähr den halben Film lang, während alle anderen Teilnehmer voll den Spaß hatten und von einer Schlacht zu anderen stolperten… Und genau so fühle ich mich jetzt, nur dass ich bei vollem Bewusstsein zu sein scheine. Nein, eigentlich fühle ich mich wie Tom Tombadil und Glorfindel in einer Person, die einfach vergessen wurden, weil sie für die Handlung und für den Normaloverbraucher nicht so wichtig und nicht schön genug zu sein schienen und … unwichtiges Nerdgelabber über HDR…. und der Ring ist ja so schwer. Ja, genau. Der Ring ist ja so schwer und keiner hat mich lieb und außerdem bin ich vorhin auf meinen Schlüssel gefallen, als ich die Haut von meinem Kaba machen wollte. So genug gejammert. Solange du jammerst lebst du noch! Ist auch ganz gut so, weil sonst wäre ich nämlich beim Warten in der Höhle erfroren. Irgendwann bin ich dann eingeschlafen, das passiert vor allem bei Unterkühlung in Verbindung mit Spinnweben. Zwischendrin wurde ich ein paar Mal geweckt. Die Orks sind unterwegs. Die Orks sind übrigens unterwegs. Die Orks kommen gleich. Ich beginne meine Wölfe zu hassen. Ach, die Orks haben sich in ihrem Heimatgebiet Nachts im Dunkeln verlaufen. Ich werde sie alle töten, wenn ich hier raus komme. Zwischendrin bin ich immer wieder eingeschlafen. Dann sind sie endlich da.Die Orks kommen doch im Morgengrauen. Haha.

Ich höre meinen Lûgburz ergreifend nach mir schreien. ‚SkruutchGru, Rakum wai! Rakum wai!Waz waz! SkruutchGru, Rakum wai! Waz waz!‘

Netterweise übersetzt er dies nochmal für die sprachunwürdigen Zuhörer: ‚Rattenweib und/oder alte Vettl, beweg deinen stinkenden Körper, deinen fetten Arsch oder deine madigen Hufe oder wahlweise kombiniert alles drei zusammen…aus der verlausten Höhle und zwar hurtig oder flott und/oder am besten schon gestern.‘

Irgendwie hat er wieder diesen weinerlichen Unterton. Er muss mich ganz schön vermisst haben, dabei war ich doch nur ein paar Stunden weg. Blöd ist nur, dass das Rattenweib erstens nicht ganz bei Sinnen ist… als wäre sie es je gewesen! Zumindest ist sie bewusstlos und gelähmt, also wird sie wohl nicht mal raus kriechen können. Und dann nicht hurtig oder flott und auch nicht schon gestern. Dann wird der Lûgburz wohl seinen hübschen Hintern in die Höhle bewegen müssen. Nackt wäre schön. Das machen sie dann auch, leider nicht nackt und bespaßen sich dann noch gefühlte 5 Stunden mit den Spinnweben und den beiden Wölfen. Ich muss wohl nochmal eingeschlafen sein, weil als seine liebliche Stimme wieder an mein Ohr klang und ich meine Augen einen winzigen Spalt breit öffnete, standen sie alle in der viel zu kleinen Höhle. Ein Bild für Götter. Die Höhle war von Fackelschein erhellt und sie standen alle in voller Montur aufregt um mich rum und blickten mich abschätzig an. Durch dass ich flach auf dem Boden lag, wirkten sie noch größer. Eine unglaubliche Stimmung in der Höhle, durch die Spinnenweben auf meinen Augen und der Rauch der Fackeln noch verstärkt. Mir stehen die Tränen in den Augen, so dass ich sie wieder schließen musste. Ich hatte leider keinen Fotoapparat, egal dieses Bild hat sich in meinem Kopf eingebrannt und für dieses Bild hätte ich sogar dem Machoarschloch einen Geblasen. Der mir in dem Moment gegen die Seite tritt, als mir unter Tränen einer abgeht und meint: ‚Sie ist tot, lass uns wieder gehen.‘

Wenn ich ein Mann wäre und einen Schwanz hätte, dann wäre mir bei diesem Satz, auch ohne dass mir vorher einer abgegangen wäre, der Ständer in der Hose zusammengefallen. Mittlerweile ist die Medizin ja schon so weit, dass Frau nicht unbedingt ein Mann sein muss, um einen funktionstüchtigen Schwanz angebaut zu bekommen. Ich schweife ab…

Ich stöhne, aus welchen Grund auch immer und mir laufen die Tränen die Wangen runter und werden von den Spinnenweben aufgesaugt. Was für ein Glück, hat keiner bemerkt. Sie bemerken nur, dass ich trotz meines Gestankes noch leben muss. Mein Lûgburz erwidert, dass ihr Gestank nichts über den Gesundheitszustand aussagen würde. Wie gewählt er sich wieder ausdrückt, da kommen mir gleich wieder die Tränen.

Als sie mich anfassen, um mich zu untersuchen, bleiben sie erst mal an den Spinnweben (über meinen Brüsten) hängen. Sie beschließen die Spinnweben (und mich und meine Brüste) kurzerhand abzufackeln. Anders hätte ich es von ihnen auch nicht erwartet. Wie ich dieses Zusammentreffen überleben konnte, kann nur mit dem außerordentlichen Gesundheitszustand der alten Vettl zu tun haben. Hm.

Ich werde notdürftig versorgt und vom Lûgburz wachgerüttelt. Er sorgt sich um mich. Wie schön. Mit einer verzogenen Fratze lächle ich ihn liebevoll an und flüstere. Er kann mich nicht verstehen und beugt sich über mich. Was für eine geile Drecksau. Er schreit mir ins Gesicht, dass ich meine klobigen Hufe unter die dünnen Pranken nehmen solle und meinen madenzerfressenen Hintern aus der stinkenden Höhle bewegen soll. Ich packe ihn an seinem Kettenlendenschurz und ziehe mich hoch. Er ist sichtlich überrascht (…weil ich auch immer unterschätzt werde…) und er kämpft seinerseits wohl mit Kastrationsängsten. Ich teile ihm mit, dass ich an meinen ganzen Hufen gelähmt wäre und dass ich wohl erst mal nicht laufen könne. Zuvorkommend wie er nun mal ist, lässt er mich aus der Höhle schleifen. Schade, dass er es nicht selbst gemacht hat und schade, dass er dazu nicht mein Haupthaar verwendet hat. Hm. Der Höhlenausgang ist heiß umkämpft, von den beiden Wölfen. Aus Sicherheitsgründen kraxle ich selber wieder von der Höhle hinauf und auf dem schmalen Weg zurück. Wir werden von den beiden Wölfen verfolgt und sie erwecken den Eindruck, dass es sich um ein riesiges Rudel handeln muss. Die Hetzjagd beginnt. Mit Rollenspiel hat dies leider nichts mehr zu tun. Ich bleibe dem Lûgburz auf den Fersen, weil ich ernsthaft Angst habe, dass ich den Anschluss verlieren könnte und dann im Wald über die restliche Nacht versauern müsste. Dabei würde ich erst dehydrieren und dann erfrieren, weil mir meine Orks mein restliches Wasser leergetrunken haben. Ich überlebe diesen Gewaltmarsch nur, weil ich Unmengen von Hustenbonbons dabei habe, die zwar den Speichelfluss anregen, aber nicht unbedingt meinem Wasserhaushalt zuträglich sind.

Durch meine persönliche Paranoia verpasse ich meinem Lûgburz einen ganz schönen Verfolgungswahn. Weil immer wenn er sich umblickt, um nach seinen Uruks zu schauen, grinse ich ihn dämlich an. Bei jedem Halt, frage ich ihn, ob er noch kann, oder ob ich ihn tragen müsse. Die alte Vettl ist einfach ein unglaublicher Witzbold. Er muss mich einfach gotterbärmlich hassen dafür, dass er mich immer unterschätzt hat. Hehe. Das gleiche Spielchen mache ich übrigens auch mit dem Machoarschloch und ihn bringe ich glaub ich zur Weißglut, als ich ihm sage, dass seine Durmaluz-Schreie sich anhören, wie die Schreie eines kleinen zwölfjährigen Brogthar-Weibchen mit blonden Zöpfen. Ich verstehe es mir nachhaltig Freunde zu machen, nicht dass er wieder auf die Idee kommt, ich würde ihm einen Blasen wollen.

Endlich sind wir in der noch bewaldeten Ebene angekommen und jetzt sind es vielleicht noch schlappe 3km bis wir im Lager angekommen. Die Wölfe verfolgen uns immer noch, ich habe auch als spielende SL nichts mehr zu sagen und sie jagen uns weiter bis ins Lager. Langsam gehen sie mir dermaßen auf den Keks, weil ich einerseits nicht mehr kann und endlich ins Lager will und was trinken will. Und wenn die Beiden mich weiter an meinem kontinuierlichen Wanderschritt hindern, muss ich eben ihr Blut trinken. Also fange ich im Laufen schon mal an, rituelle magische Geschosse in meinen Wanderstab zu pumpen. Wer mich aufregt, wird in die Luft gesprengt. Jede freie Stehminute nutze ich um mit meinen Ritualen weiterzumachen, ich will ja nicht rumnasen. Aber wenn ich mich schon selber nicht heilen darf, weil Plot, was ich aber definitiv könnte, in Anbetracht was ich für die Orga vorher schon immer machen hab dürfen. Aber egal. Also sprenge ich jetzt Wölfe, anstatt mich zu heilen.

Bei jedem Versuch mich durch die kümmerliche Schlachtreihe zu zwängen, damit ich beide Wölfe gleichzeitig bespringen kann, werde ich von den Uruks zurück gehalten und angeschrien. Ich würde nur im Weg umgehen oder sie informieren mich darüber, dass da vorne die Wölfe wären und die mich noch zerfleischen würden, wenn ich vor der Schlachtreihe rumhampeln würde. So, jetzt langt es mir, ich fange an die eigenen Orks anzuschreien, dass ich gleich jeden anzünde, der mich an egal was hindert. Der Machoarschloch hat es dann auch begriffen. Der erste Wolf ist weg, der aber gleich wieder auferstanden ist. Ich habe auch kein Mitleid, als er mir gegen den Wanderstab gelaufen ist. Beim nächsten Angriff, habe ich gleich mal den Lûgburz angeschrien. Himmel, ich habe den Lûgburz angeschrien, er wird mich töten. Er zuckt mit den Schultern und lässt mich durch die Kämpfenden zu den Wölfen. Endlich haben wir es geschafft. Wir sind im Lager, die Wölfe leben beide noch, mir ist alles egal. Wasser trinken. Als ich mich wieder erholt habe, bemerke ich, dass sich eine Migräne bei mir anschleicht. Ich ballere mir vorsorglich ein paar Schmerztabletten ein und will mich ablegen.

Der Lûgburz verkündet, dass wir im Morgengrauen ausrücken. Ich kriege die Erlaubnis nicht mitzumüssen, weil sich schon abzeichnet, dass ich morgen nicht wirklich fit sein werde. In der Nacht feuert der Gorak jede Stunde nach und dazu schleicht er einmal ums Feuer und stellt sich mit deinem Nachthemdchen genau über mich und streckt mir jedes mal seinen nackten Hintern hin. Ob er das mit Absicht macht?

Im Morgengrauen wird die Moskutar geweckt und als sie mich wecken wollten, sage ich nur, im Tonfall eines kleinen zwölfjährigen Brogthar-Weibchen mit blonden Zöpfen, dass der Lûgburz gesagt hätte, dass ich nicht aufstehen müsste. Ich werde gehauen, aber liegengelassen. Wenig später streckt mein Lûgburz den Kopf ins Zelt und schaut mich an: ‚Der Lûgburz hat gesagt, ich muss nicht aufstehen, dass kann ja nur vom Rattenweib kommen.‘

Ich weiß nicht wie viele Schmerztabletten ich wie vielen Orks vor die Füße gekotzt habe, aber den sonnigen Tag habe ich dann halb verschlafen. Bis plötzlich beide Lûgburze wieder mit der gesamten Moskutar wieder zurückkommen. Sie haben ihn wohl wieder geholt, aus Gôrefests Armen gerissen, ist ja ihre Sache. Ich misch mich da nicht ein. Hm. Sie kriegen von mir nochmal Plot gepresst, dass sie die Ingredienzien für meine unleidige Spinnenstichvergiftung besorgen müssen, sonst verrecke ich. Der Gestank meines Leichnams wäre ja auch niemanden zuzumuten und sie lassen sich erweichen. Hm. Irgendwann räumen wir das Lager und machen uns gemeinsam auf die Socken. Ich, aufgrund meiner Kopfschmerzen, ein wenig langsamer als die anderen, deswegen machen sie sich auf die Socken und die langsamen Mädels bleiben im Wald zurück.

Hm. Wir haben einen saumäßigen Spaß und ritualisiere den Stab wieder voll und ich verpasse meiner Begleiterin einen Crashkurs in Kräuter- und Heilkunde und in Magie. Hm. Aus Langeweile laufen wir einmal durchs Kriegsgebiet und treffen mal auf niemanden außer ein paar Ansässigen. Die Einheimischen sind ganz fertig, als sie uns erkennen. Hm.

Am Abend laufen wir ins Lager zurück und irgendwie ist bald Nightmare. Ich verkünde, dass aufgrund des Plots und des nicht gemachten Trankes, die alte Vettl aka das Rattenweib tot im Lager liegt. In der ganzen Aufregung der Endschlacht haben sie mich glatt vergessen. Meine junge aufstrebende Begleiterin hat mich ausgeraubt und meinen Schamanenstab mitgehen lassen. Ich hoffe nicht, dass sie ihn je mal fallenlässt, ich weiß nicht mehr, was ich alles da reinritualisiert habe. Egal.

Falls ich einen Grabstein kriegen sollte, was ich nicht glaube, steht da drauf: Der Plot war ihr Ende. Der Lûgburz ist fast ein bisschen traurig, bevor er mitten am Nightmare einschläft. Ich decke ihn liebevoll zu. Das muss Liebe sein. Aber nur solange wir Dreck in der Fresse haben. Outtime und angezogen gefällt er mir gar nicht. Hm.

Ob ich jemals einen guten Nightmare erleben darf. Aber irgendwann kann man es eben nicht mehr toppen.

Die alte Vettl – Das Leben vor dem Tod

Die Geburt, das Leben und der Tod – Heute: Das Leben vor dem Tod.

(Die Lebens- und Leidensgeschichte von der alten Vettl aka. das Rattenweib)

Nachdem diesem ersten Con mit der alten Vettl, werde ich auch in meinem Privatleben alte Vettl genannt oder Rattenweib, oder beides. Mittlerweile habe ich mich echt dran gewöhnt und ich zucke nicht mehr erschreckt zusammen und versuche danach im Boden zu versinken, wenn ich ‚Alte Vettl‘ höre. Erschreckender Weise wurden mir schon Geschichten von der alten Vettl und/oder dem Rattenweib erzählt, die ich noch gar nicht kannte. So sind sie die Larper, einfach mal nicht dabei gewesen sein, aber coole Geschichten Personen erzählen die dabei gewesen sind. Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Das ist mir auf dem Wald der tausend Schicksale auch passiert, da hat mir jemand meine eigene Klosteingeschichte erzählt. Hm. Egal. Ich war mit der alten Vettl noch auf einem Con, bevor sie gestorben ist. Ich kann mich kaum noch daran erinnern. Wir sind auf jeden Fall viel gelaufen. Bei der Anreise, meinte ein Ork, jetzt mal ganz Out-Time, dass wir die alte Vettl nicht so nennen könnten, das könnte doch meine Gefühle verletzen. Der Lûgburz meinte nur, dass ich ja auch das stinkenden madenzerfessene Rattenweib wäre. Ja, wir sind ziemlich viel gelaufen. Und es wurden Käfige verschleppt und es wurden Tore gestohlen und es wurde gefoltert. Der Lûgburz Gorz ist verstorben und es wurde schon wieder gefoltert. Und wir sind gelaufen. Der erste echte Orknachwuchs hat uns besucht und dann war auch schon der Nightmare. Zum Nightmare nur so viel. Der Lûgburz wurde von den Evil-Twins ins Bett getragen, er war auch der Erste, der an dem Abend ins Bett getragen wurde. Hm. Ich habe dem Machoarschloch ein bisschen Wodka vom Bauch geleckt und merke mal wieder dass ich immer wieder unterschätzt werde. Irgendwann hatte ich nur noch einen BH und eine Hose an. Sehr untypisch für mich. Dann habe ich im völlig betrunkenen Zustand meine Pois entjungfert. Eigentlich die Geburtsstunde meines Feuerkünstlerdarseins. Und, liebe Kinder bitte nicht nachmachen. Vorallem nicht betrunken. Ich glaube auch, dass ich das Machoarschloch noch mal im Gesicht abgeleckt habe. Aber ich habe ihm keinen geblasen, da bin ich mir ziemlich sicher. Und der Lûgburz war ja leider schon im Bett. Hm. Im Nachhinein, fand ich diese Party eigentlich ganz schön langweilig war und ich muss sagen, dass es mit Partys immer so ist, wie mit legendären Sex, es wird nie wieder so geil, wie es schon mal war und irgendwann kann man es einfach nicht mehr toppen…. hm. Als, ich alleine im Bett war, hatte ich eine Vision. Irgendwann werde ich dem Lûgburz noch einen Blasen…und am nächsten Morgen bin ich aufgewacht und hatte Tränen in den Augen und ein Breiten Grinsen im Gesicht.

Bevor wir zum Tod der alten Vettl kommen, waren da noch eine Privatparty an der ich meine Aufwartung gemacht habe. Außer das Gefühl ständig unterschätzt zu werden, dass ich immer habe, wenn ich mit den Jungs zusammen bin, habe ich niemanden einen Geblasen. Dann habe ich die ganze Nacht geträumt gehört, dass jemand mit einer ganz kleinen Luftpumpe ein riesiges Luftbett aufgepumpt haben musste. Irgendwann wurde ich dann vom Machoarschloch aus dem Schlaf gerissen, mit der Frage, ob ich ihm jetzt einen Blasen würde. Ja, genau. Immer und Jederzeit, Baby! Aber verdammt noch mal nicht, wenn ich schon geschlafen habe.

Irgendwie glaube ich langsam, dass ich an Gedächtnislücken leiden, seit dem ich die alte Vettl spiele, irgendwie habe ich die Hälfte bestimmt vergessen…hm. Komisch, dass muss am vielen Alkohol liegen. Aber dabei trinke ich doch in den wenigsten Fällen wirklich was, oder?

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