Ein Knopf kommt selten allein… Teil 3

Ein Knopf kommt selten allein… Teil 3

OLYMPUS DIGITAL CAMERA‘Heureka!’ rief Sonja hocherfreut. ‘Frauen 1 : Technik 0!’

Tommi kam mit Tich ins Büro und meinte: ‘Das Internetpasswort ist also Heureka1905?’

‘Jetzt macht er mir wirklich Angst!’ rief Hermine erschrocken.

‘Jetzt erst!’ meinten Sonja und Tommi wie aus einem Mund und dann lachten sie herzlich. Hermine brauchte noch einen Moment, bis sie ebenfalls lachte.

‘Tschuldigung, wenn ich das jetzt sage, mein Vater meinte, du wärst von Gott gewollt und… ähm… !’ sie schluckte schwer, wand ihren Blick ab, bevor sie rot anlaufen konnte und redete nicht weiter.

‘Und jetzt wunderst du dich, dass du keinen sabbernden Trottel vor dir hast.’ meinte Tommi, schnitt ihr eine Grimasse, blickte sie dabei aber nicht an.

‘Tommi bitte!’ ermahnte ihn Sonja und dann fuhr sie fort. ‘Also sagen wir mal so, es kommt immer auf die äußeren Einflüsse an und wie er so drauf ist, aber ich bin auch positiv überrascht, dass es bis jetzt ziemlich gut läuft, gell Tommi!’

‘Gell Tich, es läuft ziemlich gut mit uns, gell braver Hund!’ meinte Tommi. ‘Deswegen reden wir auch in der dritten Person über dich, obwohl du anwesend bist.’

‘Manchmal glaub ich wirklich, dass du doch Tourrette hast.’ rief sie schnippisch.

‘Das ist medizinisch eigentlich ziemlich unmöglich, weil dann müssten bei mir bis zu meinem 21 Lebensjahr mindestens ein vokaler und mindestens zwei motorische Ticks diagnostiziert werden. Nachdem ich mittlerweile unfallfrei mit Messer und Gabel essen kann, fällt das Tourette Syndrom leider aus und mein übersteuerter Hang zum Sarkasmus ist nicht gesundheitsschädlich.’ meinte Tommi wieder in seinem Klugscheißermodus und blickte dabei in die Ferne.

‘Bei der Dorfjugend hier könnte Sarkasmus schon gesundheitsschädlich sein, sofern sie es raffen, dass sie verarscht werden…!’ meinte Hermine.

‘Ja, Tommi. Ich möchte nicht, dass du dich mit der Dorfjugend anlegst. Es kann keiner was dafür, dass dein IQ doppelt so hoch ist wie meiner und meiner ist schon echt hoch.’

‘Liebe Schwester, ich bin total froh, dass du obwohl du blond bist, gleichzeitig über die Straße gehen kannst, mit dem Handy telefonieren, atmen und trotzdem die Handtasche zu hause vergessen kannst, aber zum Glück nicht jedes Mal überfahren wirst, wenn du gestresst bist.’ meinte Tommi ziemlich schnippisch, blickte sie dabei aber nicht an.

‘Jetzt vermisse ich meinen Bruder!’ meinte Hermine.

‘Du hast nen Bruder, davon hat mir dein Vater gar nichts erzählt.’ fragte Sonja.

‘Der ist überm Sommer auf ner Alm!’

‘Ui toll, können wir den besuchen, die bayrische Almwirtschaft muss man am eigenen Leib erfahren, sonst versteht man das nicht richtig!’ meinte Tommi ziemlich aufgeregt.

‘Ach bestimmt, aber erstmal schauen wir uns den alten Kasten an, okay! Und bevor wir auf die Alm fahren, musst du melken lernen, kannst mir morgen früh um 6 gleich mal helfen!’ meinte Hermine schlagfertig, dann fuhr sie fort: ‘Also, das Büro ist immer zugesperrt, wegen den Touristen und mit ihrem Generalschlüssel können Sie durch jede Tür mit nem modernen Schloss. Alle anderen Türen mit den historischen Schlössern kann man mit einem rostigen Nagel oder einer Nagelfeile öffnen.’

Sie ging aus dem Zimmer und sie schlossen die Tür zum Büro. ‘Hier im Gang ist die Kasse vom Museum und die öffentlichen Toiletten. Also nicht wundern, wenn hier wildfremde Leute einfach zum Pinkeln gehen.’

‘Deshalb die Alarmanlage?’

‘Ja, und Abends immer zu sperren, nicht dass der halbe Vogelschutzbund und Anglerverein hier ein und aus geht.’

Tommi lief den beiden Damen gelangweilt hinterher.

‘Ich empfehle euch beiden, die Führung morgen mitzumachen, dann spar ich mir den historischen Hintergrund von allen Möbelstücken hier. Mit der Schlüsselkarte kommen Sie auch in den gesicherten Bereich des Museums, nur für den Fall, dass Sie sich heute Nacht den Hosenknopf von Casanova ansehen wollen.’

Tommi grinste sie an, weil er den Sarkasmus in ihrer Ansprache wahrlich genoss.

‘Jeden Mittwoch kommt Herr Dr. Watzlaf Dalek, ein Historiker vom hiesigen Heimatverein. Der macht hier die Recherchen und einmal im Monat entscheidet der Museumsrat, über den Erwerb neuer Stücke.’

‘Wer ist alles im Museumsrat?’ fragte Sonja neugierig.

‘Also mein Vater, meine Mutter, der Bürgermeister, der Vorstand vom Heimatverein, der Vorstand des Kunstvereins, ein Vertreter der Knopfmacherzunft, der Dr. Dalek und Sie und Tommi wenn er volljährig ist und ich, wenn ich volljährig bin oder mein Bruder wenn er mal da ist und die Frau von Waldbuch, die lässt sich aber immer entschuldigen.’

‘Okay und was hat der Museumsrat zu sagen?’

‘Eigentlich nichts, aber der Herr von Waldbuch hat immer eng mit der Gemeinde zusammengearbeitet. Der Pfarrer darf zu den hohen Feiertagen in der Kapelle seine Messe lesen, der Kunst- und Fotoverein darf hier Kurse geben. Der Heimatverein, der Reit- und Fahrverein und die Zunft der Knopfmacher machen hier auch ein paar Veranstaltungen’

‘Hier ist ja dann immer was los?’

‘Ja, es ist auf Dauer ziemlich zum Kotzen: Suche Einsteins Hosenknopf zu Ostern, Tanz in den Mai, die alljährliche Knopfmesse, die Jahreshauptversammlung der Zunft der Knopfmacher, der Handwerkermarkt, der Weihnachtsmarkt, die Gartentage, das Weinfest, das Erntedankfest, den Debütantinnenball der höheren Gesellschaft von Waldbuch und das Sommerfest des Reit und Fahrvereins, ach und den Mittelaltermarkt und das Sonnwendfeuer und ich hab bestimmt irgendwas vergessen.’ meinte Hermine.

Sie war an der großen Treppe am Ende der Eingangshalle angekommen.

‘Halloween ist hier nichts los?’ fragte diesmal Tommi.

‘Zu Allerheiligen gehen wir nur auf den Friedhof, wieso?’

‘Da ist hier eine ziemlich langweilige Halloweenparty!’ grinste Tommi, blickte Hermine aber wieder dabei nicht an.

‘Ja, ich hab am 31. und Tommi hat am 1.11 Geburtstag, wenn du kommst sind wir schon zu dritt.’ meinte Sonja.

‘Mit Tich sind wir sogar vier!’

‘Wenn ich noch meine Freundin Jenni mitbringen darf, ist es ja schon fast ne Party!’

‘Gehen wir mal rauf, also bei der großen Führung sind die ersten paar Zimmer bis zur Waffenkammer Bestandteil der Führung, also wäre es sinnvoll, wenn ihr euch in dem hinteren Bereich des Hauses niederlasst. Da hinten ist auch das Bad.’

‘Hier vorne ist die Bibliothek, das Herrenzimmer, der Speisesaal, ein paar historische Schlafgemächer, die Waffenkammer und das gruselige Spielzimmer von Jonathan von Waldbuch. Das Ankleidezimmer von Gwendoline von Waldbuch. Man munkelt, dass sie sich hier immer mit dem Stallknecht vergnügt haben soll. Als sie dann im Kindsbett gar plötzlich und unerwartet durch einen Dolch im Herzen verstarb, stürzte sich der Stallknecht von der höchsten Zinne. Der Hubertus der I. von Waldbuch nahm den Jungen als sein Eigenes an, obwohl jeder sehen konnte, dass der schwarzhaarige Bengel nicht von ihm war.’ rezitierte Hermine und blieb vor eine paar Gemälden stehen, die einen blond gelockten Mann und eine rothaarige Frau zeigten. Daneben war ein junger Mann mit schwarzen, glatten Haar zu sehen, der Tommi zum Verwechseln ähnlich sah.

‘Gibts ein Bild von diesem Stallknecht?’ fragte Sonja.

‘Böse Zungen behaupten, dass das große Reiterbild im Speisesaal den Stallknecht und die Freifrau von Waldbuch bei einem Ausritt zeigt. Die Familienähnlichkeit ist wirklich erschreckend.’ meinte Hermine und zeigte auf das Bild des jungen Mannes und starrte dabei Tommi an.

‘Dann werde ich mich zu Halloween als Stallknecht verkleiden!’ grinste Tommi und konnte dabei den Blick nicht vom Gemälde des jungen Jonathan von Waldbuch wenden.

‘Das könnt ihr euch morgen ja noch genauer anschauen. So dann kommen wir zu dem eigentlichen Wohntrakt. Die Öfen in jedem Zimmer hier hinten sind im Winter lebensnotwendig. Der Kimmelmann zeigt euch dann, wie man die anheizt. Die Badezimmer allerdings sind mit der Heizung verbunden, also gibt es immer warmes Wasser.’

‘Die Badezimmer?’ fragten Tommi und Sonja wieder gleichzeitig.

‘Ja, jedes der Schlafzimmer ist mit einem voll ausgestatteten Badezimmer ausgerüstet. Beim Lieferanteneingang ist aber noch eine Dusche!’ Sie blieb vor einer Tür stehen und meinte: ‘Das wären die Schlafzimmer.’

‘Ich links, du rechts!’ rief Tommi und öffnete die gegenüberliegende Tür.

Die alte Vettl – Das Leben nach dem Tod

Die Geburt, das Leben und der Tod – Heute: Das Leben nach dem Tod.

(Die Lebens- und Leidensgeschichte von der alten Vettl aka. das Rattenweib)

So, ich habe mich entschieden, dass die alte Vettl stirbt, weil es so im Plotbuch stand. Ich war eigentlich nicht wirklich traurig, weil der Geist der alten Vettl, wie ihre Unterhosen und ihr Schamanenstab noch in der Larpwelt rumgeistern. Und ich kann endlich wieder die fiese kleine SL machen und alle Spieler quälen, nicht nur die Orks.

Das Witzige ist, dass der Morbuk der alten Vettl’s Unterhosen als Folterwerkzeug aufgenommen hat und auch schon erfolgreich in meiner Abwesenheit an Brogthar-Männchen getestet hat. Hätte ich aber gerne gesehen.

Der Schmanenstab geistert noch rum, aufritualisiert und ich müsste mal eine Artefaktbestätigung dafür schreiben. Hm. Wehe, wenn er umfällt. Aber pscht!

Die Bine ist wieder SL und schreibt böse Blogs über noch blödere Spieler und wartet quasi täglich auf die ein oder andere Verleumdungsklage aufgrund der Verunglimpfung von LARP-Rassen oder LARP-Charakteren. Hm. Seitdem ich Mythodea-Skandalautor bin, nehme ich nun gar kein Blatt mehr vor dem Mund und deshalb muss jetzt einfach jeder drunter leiden, dass ich immer unterschätzt werde. Ich würde aber natürlich nie etwas böses schreiben über meine Lieblingsspieler und wenn dann wissen sie es schon wie ich es meine, hoffe ich. Und falls sich jemand auf den Schlips getreten fühlt, bitte bei mir melden, wir können ja drüber reden. Egal ob grün, schwarz oder weiß, ich hab euch alle lieb und ich schätze euch und ich liebe euch alle für euer konsequentes Spiel. Weiter so, wir sehen uns auf der einen oder anderen Seite.

Zum geistigen Weiterleben des Rattenweibes. Nachdem ich meine Spitznamen auch nach dem Ableben meines Charakters weiter behalten muss, finde ich kann ich die Moskutar auch weiter ärgern. Hm. Und nachdem es immer wieder Orgas gibt, die mich als persönliche Skullrott-SL anfordern, werd ich wohl meinen Lûgburz noch ein bisschen quälen dürfen. Hehe.

Das Quälen mit Lebensmitteln auf der Gegenoffensive.
Ich habe mir gedacht, da die Skullrott Moskutar es nie schafft Wegzehrung oder Getränke am Mann zuführen, war es meine Aufgabe nicht nur beide Lûgburze zu ärgern sondern auch alle anderen unter Zuhilfenahme von Lebensmitteln. In diesem Falle mit einem Apfel in der Hauptrolle. Hehe.

Die alte Vettl in der Form ihres Geistes begleitet beide Lûgburze auf Schritt und Tritt. Wahrscheinlich mehr zu meiner Freude, als zu der Freude meiner Spielerschaft. Hehe. Irgendwann, während eines Angriffes lasse ich einen Apfel materialisieren und schenke ihn dem Lûgburz Gorz, der ihn genüsslich ist, während die meisten Uruks auf dem Boden liegen und langsam verbluten. Hm. Lûgburz Slaithopp schaut ihn ungläubig an, während er auf dem Boden kniet und eine Wunde eines Uruks zuhält. Er hört auf den blutenden Uruk anzuschreien und kann es nicht fassen, dass der Gorz in aller Seelenruhe diesen Apfel isst. Dann sagt er in der süßesten Stimme, die ich je von ihm gehört habe, was der Gorz denn da machen würde. Ob er den gnädigerweise an der Versorgung der Verletzten beteiligen möge, er könne mit der Säure des Apfels die Wunden ausbrennen…

Nachdem bei der nächsten Aktion einige Spieler im Lager zurückgelassen wurden, gingen auch zwei Orks drauf, weil sie von einer kühlen Blonden (mit Brüsten!) in einem Infight niedergemetzelt wurden. Hm. Das ganze Con sucht nach dieser blonden Amazonenvampirin und Orksschlächterin. Jede wurde nicht nur einmal verdächtigt, aber im Endeffekt haben wir sie nie gefunden. Hm.

Die Lûgburze bekommen eine Vision, weil sie schon wieder ihre Uruks zurückgelassen haben, nicht das es noch zur Gewohnheit wird. Hm. Ich habe Spaß, ich glaube der Rest auch. Hm.

In einer der nächsten Nächte bekommt der Lûgburz Slaithopp eine weitere Vision, in der er gleichzeitig gelobt und gemaßregelt wird. Es ist meiner Meinung genau die richtige Mischung um ihn gleichzeitig brainzufucken und ihn aber auch bauchzupinseln. Zum Schluss höre ich ihn mit einer weinerlichen Stimme sich selbst fragen, warum er denn die alte Vettl nur zurückgelassen hat. Langsam glaube ich echt, dass es ihm ehrlich leid tut. Es könnte auch am Grad des Brainfucken und dem Übermaß an Alkohol und dem allgemeinen Schlafentzug liegen, aber…Die Genießerin schweigt. Das Rattenweib verspricht ihm, dass sie immer bei ihm ist, weil seit dem ihr madenzerfressender, stinkender Körper endlich tot ist, ist die endlich frei. Frei wie der Wind und sie kann überall hin. Sie ist immer bei ihm, wenn er sie braucht, er braucht sie nur zu rufen. Hm. Blöd ist nur, dass ich nicht mit ein berechnet habe, dass man das spieltechnisch überhaupt nicht umsetzen kann. Da haben wir mal wieder nicht nachgedacht, Frau Rösner. Ich kann mich ja schlecht als Geist auf Cons einchecken. Wie madig ist das denn. Hm. Und nur als stimmliche aber körperlose Bespaßung für den Lûgburz geht halt nur, wenn ich zufällig als SL dabei bin. Hm.

Am Ende vom Con beschwert er sich tatsächlich bei mir, dass ich ihm ja versprochen hätte, dass ich immer da wäre, wenn er mich braucht. Hm. Wie vorwurfsvoll er das gesagt hat. Hm. Der Lûgburz wird doch nicht das Rattenweib vermissen. Wir werden sehen was die Zukunft bringt. Hihi.

Mein Fazit von dem Con, ich bin für meinen Geschmack ein Wenig zu Wenig gelaufen. Ich bin da schon ein bisschen mehr gewohnt. Ansonsten lieber Dave, danke für die Plattform und zwei Daumen hoch für dein erstes Con als Orga. (Und es gibt kein einziges Bild von mir, wie immer… ich gewöhne mich da nie dran. Hm.) Und fürs Protokoll, auch wenn ich nach dem Nightmare im 5 Minuten Takt die Jungs ins Bett gebracht habe, habe ich doch niemanden einen Geblasen, zumindest nicht auf diesem Con…

Die alte Vettl – Der Tod

Die Geburt, das Leben und der Tod – Heute: Der Tod.

Die Lebens- und Leidensgeschichte von der alten Vettl aka. das Rattenweib)

Kommen wir zum unleidigen Ableben der alten Vettl. Da gab es so einen Plot auf einem Con, den sehr viele Teilnehmer noch bis heute versuchen zu verdrängen. Der Grund, es wurde unsererseits viel gelaufen und andererseits hat das ständige Shutteln die Menschen ganz schön aus dem Spiel gebracht. Egal. Der Plot war der: Die alte Vettl hat sich beim Pilze sammeln auf Grund der Pilze verwirrt verirrt und wurde von einem Spinnenvieh verschleppt. Der Lûgburz bekommt eine Rettungsvision und ist aus dem Grund dazu gezwungen das stinkende Rattenweib zu retten, weil sie die Einzige ist, die sich angeblich im Fluchtgebiet auskennt. Hm. Die Flucht der Skullrott Moskutar ist übrigens auch der Plot für die Menschen. Flucht und Verfolgen beinhaltet übrigens auch das sich fortbewegen und dass ist auch das was manche an dieser Veranstaltung nicht verstanden haben. Ach ja, es war auch sackenkalt und das konnte man bei der Jahreszeit auch nicht ahnen.

Ich komme also mal wieder viel zu spät auf dem Con an und schleppe alle meine Felle in eine Jurte, baue mir ein Bett, ziehe mich an, werde gebrieft und werde dann von zwei meiner Liebings-Drows und auf diesem Con NSC’s in den Wald geschleppt. Wir laufen auf einen Berg und wieder runter und wieder rauf, irgendwann wechsle ich von den Holzschuhen auf meine Docs. (Ich habe meine Stiefel vergessen! Ich Depp!) Es ist übrigens mittlerweile dunkel. Wir laufen weiter über Stock und Stein. Und wir sind endlich da. Endlich. Die Steinzeithöhle, die man von manchen Dokumentationen auf Phönix kennt, ist wirklich gigantisch. Schade, dass die Sonne schon untergegangen ist, so ein scheiß. Egal. Die beiden Jungs sind mit ihren Wolfsmasken eh nicht mein Typ. Bekanntlicherweise mag ich keine Haare. Hm. Wir machen Brotzeit und richten die Höhle her. Es werden erst mal überall Spinnweben und künstliche Körperteile verteilt. Dann warten wir. Und warten. Dann kommt eine Gruppe Jugendliche, die auf eine Nachtwanderungsgruppe mit noch mehr Kindern warten wollten. Ganz super. Währenddessen Unmengen von Kindern und Jugendlichen die Höhle bevölkern, sind die Orks wahrscheinlich noch nicht mal losgelaufen. Aber Hauptsache ich bin schon mal schön verschnürt mit Spinnweben in der Höhle völlig bewegungsunfähig gefangen genommen worden. Wir spielen ja alles aus. Ich habe auch einen schönen Stich von dem Spinnenvieh, der mir schon gefühlte 80mal aufgrund des gefrorenen Mastix runtergefallen ist, am Hals bzw. die meiste Zeit am Boden liegend. So wie ich übrigens. In Spinnenweben gehüllt. Ich komme mir nur ein Wenig vor wie Frodo. Ja, der Frodo, der sich von so einem Spinnenvieh stechen hat lassen, dem sie dann erst den Ring und sein Kettenhemd gemopst haben und der dann halbnackt ein Nickerchen gemacht hat, ungefähr den halben Film lang, während alle anderen Teilnehmer voll den Spaß hatten und von einer Schlacht zu anderen stolperten… Und genau so fühle ich mich jetzt, nur dass ich bei vollem Bewusstsein zu sein scheine. Nein, eigentlich fühle ich mich wie Tom Tombadil und Glorfindel in einer Person, die einfach vergessen wurden, weil sie für die Handlung und für den Normaloverbraucher nicht so wichtig und nicht schön genug zu sein schienen und … unwichtiges Nerdgelabber über HDR…. und der Ring ist ja so schwer. Ja, genau. Der Ring ist ja so schwer und keiner hat mich lieb und außerdem bin ich vorhin auf meinen Schlüssel gefallen, als ich die Haut von meinem Kaba machen wollte. So genug gejammert. Solange du jammerst lebst du noch! Ist auch ganz gut so, weil sonst wäre ich nämlich beim Warten in der Höhle erfroren. Irgendwann bin ich dann eingeschlafen, das passiert vor allem bei Unterkühlung in Verbindung mit Spinnweben. Zwischendrin wurde ich ein paar Mal geweckt. Die Orks sind unterwegs. Die Orks sind übrigens unterwegs. Die Orks kommen gleich. Ich beginne meine Wölfe zu hassen. Ach, die Orks haben sich in ihrem Heimatgebiet Nachts im Dunkeln verlaufen. Ich werde sie alle töten, wenn ich hier raus komme. Zwischendrin bin ich immer wieder eingeschlafen. Dann sind sie endlich da.Die Orks kommen doch im Morgengrauen. Haha.

Ich höre meinen Lûgburz ergreifend nach mir schreien. ‚SkruutchGru, Rakum wai! Rakum wai!Waz waz! SkruutchGru, Rakum wai! Waz waz!‘

Netterweise übersetzt er dies nochmal für die sprachunwürdigen Zuhörer: ‚Rattenweib und/oder alte Vettl, beweg deinen stinkenden Körper, deinen fetten Arsch oder deine madigen Hufe oder wahlweise kombiniert alles drei zusammen…aus der verlausten Höhle und zwar hurtig oder flott und/oder am besten schon gestern.‘

Irgendwie hat er wieder diesen weinerlichen Unterton. Er muss mich ganz schön vermisst haben, dabei war ich doch nur ein paar Stunden weg. Blöd ist nur, dass das Rattenweib erstens nicht ganz bei Sinnen ist… als wäre sie es je gewesen! Zumindest ist sie bewusstlos und gelähmt, also wird sie wohl nicht mal raus kriechen können. Und dann nicht hurtig oder flott und auch nicht schon gestern. Dann wird der Lûgburz wohl seinen hübschen Hintern in die Höhle bewegen müssen. Nackt wäre schön. Das machen sie dann auch, leider nicht nackt und bespaßen sich dann noch gefühlte 5 Stunden mit den Spinnweben und den beiden Wölfen. Ich muss wohl nochmal eingeschlafen sein, weil als seine liebliche Stimme wieder an mein Ohr klang und ich meine Augen einen winzigen Spalt breit öffnete, standen sie alle in der viel zu kleinen Höhle. Ein Bild für Götter. Die Höhle war von Fackelschein erhellt und sie standen alle in voller Montur aufregt um mich rum und blickten mich abschätzig an. Durch dass ich flach auf dem Boden lag, wirkten sie noch größer. Eine unglaubliche Stimmung in der Höhle, durch die Spinnenweben auf meinen Augen und der Rauch der Fackeln noch verstärkt. Mir stehen die Tränen in den Augen, so dass ich sie wieder schließen musste. Ich hatte leider keinen Fotoapparat, egal dieses Bild hat sich in meinem Kopf eingebrannt und für dieses Bild hätte ich sogar dem Machoarschloch einen Geblasen. Der mir in dem Moment gegen die Seite tritt, als mir unter Tränen einer abgeht und meint: ‚Sie ist tot, lass uns wieder gehen.‘

Wenn ich ein Mann wäre und einen Schwanz hätte, dann wäre mir bei diesem Satz, auch ohne dass mir vorher einer abgegangen wäre, der Ständer in der Hose zusammengefallen. Mittlerweile ist die Medizin ja schon so weit, dass Frau nicht unbedingt ein Mann sein muss, um einen funktionstüchtigen Schwanz angebaut zu bekommen. Ich schweife ab…

Ich stöhne, aus welchen Grund auch immer und mir laufen die Tränen die Wangen runter und werden von den Spinnenweben aufgesaugt. Was für ein Glück, hat keiner bemerkt. Sie bemerken nur, dass ich trotz meines Gestankes noch leben muss. Mein Lûgburz erwidert, dass ihr Gestank nichts über den Gesundheitszustand aussagen würde. Wie gewählt er sich wieder ausdrückt, da kommen mir gleich wieder die Tränen.

Als sie mich anfassen, um mich zu untersuchen, bleiben sie erst mal an den Spinnweben (über meinen Brüsten) hängen. Sie beschließen die Spinnweben (und mich und meine Brüste) kurzerhand abzufackeln. Anders hätte ich es von ihnen auch nicht erwartet. Wie ich dieses Zusammentreffen überleben konnte, kann nur mit dem außerordentlichen Gesundheitszustand der alten Vettl zu tun haben. Hm.

Ich werde notdürftig versorgt und vom Lûgburz wachgerüttelt. Er sorgt sich um mich. Wie schön. Mit einer verzogenen Fratze lächle ich ihn liebevoll an und flüstere. Er kann mich nicht verstehen und beugt sich über mich. Was für eine geile Drecksau. Er schreit mir ins Gesicht, dass ich meine klobigen Hufe unter die dünnen Pranken nehmen solle und meinen madenzerfressenen Hintern aus der stinkenden Höhle bewegen soll. Ich packe ihn an seinem Kettenlendenschurz und ziehe mich hoch. Er ist sichtlich überrascht (…weil ich auch immer unterschätzt werde…) und er kämpft seinerseits wohl mit Kastrationsängsten. Ich teile ihm mit, dass ich an meinen ganzen Hufen gelähmt wäre und dass ich wohl erst mal nicht laufen könne. Zuvorkommend wie er nun mal ist, lässt er mich aus der Höhle schleifen. Schade, dass er es nicht selbst gemacht hat und schade, dass er dazu nicht mein Haupthaar verwendet hat. Hm. Der Höhlenausgang ist heiß umkämpft, von den beiden Wölfen. Aus Sicherheitsgründen kraxle ich selber wieder von der Höhle hinauf und auf dem schmalen Weg zurück. Wir werden von den beiden Wölfen verfolgt und sie erwecken den Eindruck, dass es sich um ein riesiges Rudel handeln muss. Die Hetzjagd beginnt. Mit Rollenspiel hat dies leider nichts mehr zu tun. Ich bleibe dem Lûgburz auf den Fersen, weil ich ernsthaft Angst habe, dass ich den Anschluss verlieren könnte und dann im Wald über die restliche Nacht versauern müsste. Dabei würde ich erst dehydrieren und dann erfrieren, weil mir meine Orks mein restliches Wasser leergetrunken haben. Ich überlebe diesen Gewaltmarsch nur, weil ich Unmengen von Hustenbonbons dabei habe, die zwar den Speichelfluss anregen, aber nicht unbedingt meinem Wasserhaushalt zuträglich sind.

Durch meine persönliche Paranoia verpasse ich meinem Lûgburz einen ganz schönen Verfolgungswahn. Weil immer wenn er sich umblickt, um nach seinen Uruks zu schauen, grinse ich ihn dämlich an. Bei jedem Halt, frage ich ihn, ob er noch kann, oder ob ich ihn tragen müsse. Die alte Vettl ist einfach ein unglaublicher Witzbold. Er muss mich einfach gotterbärmlich hassen dafür, dass er mich immer unterschätzt hat. Hehe. Das gleiche Spielchen mache ich übrigens auch mit dem Machoarschloch und ihn bringe ich glaub ich zur Weißglut, als ich ihm sage, dass seine Durmaluz-Schreie sich anhören, wie die Schreie eines kleinen zwölfjährigen Brogthar-Weibchen mit blonden Zöpfen. Ich verstehe es mir nachhaltig Freunde zu machen, nicht dass er wieder auf die Idee kommt, ich würde ihm einen Blasen wollen.

Endlich sind wir in der noch bewaldeten Ebene angekommen und jetzt sind es vielleicht noch schlappe 3km bis wir im Lager angekommen. Die Wölfe verfolgen uns immer noch, ich habe auch als spielende SL nichts mehr zu sagen und sie jagen uns weiter bis ins Lager. Langsam gehen sie mir dermaßen auf den Keks, weil ich einerseits nicht mehr kann und endlich ins Lager will und was trinken will. Und wenn die Beiden mich weiter an meinem kontinuierlichen Wanderschritt hindern, muss ich eben ihr Blut trinken. Also fange ich im Laufen schon mal an, rituelle magische Geschosse in meinen Wanderstab zu pumpen. Wer mich aufregt, wird in die Luft gesprengt. Jede freie Stehminute nutze ich um mit meinen Ritualen weiterzumachen, ich will ja nicht rumnasen. Aber wenn ich mich schon selber nicht heilen darf, weil Plot, was ich aber definitiv könnte, in Anbetracht was ich für die Orga vorher schon immer machen hab dürfen. Aber egal. Also sprenge ich jetzt Wölfe, anstatt mich zu heilen.

Bei jedem Versuch mich durch die kümmerliche Schlachtreihe zu zwängen, damit ich beide Wölfe gleichzeitig bespringen kann, werde ich von den Uruks zurück gehalten und angeschrien. Ich würde nur im Weg umgehen oder sie informieren mich darüber, dass da vorne die Wölfe wären und die mich noch zerfleischen würden, wenn ich vor der Schlachtreihe rumhampeln würde. So, jetzt langt es mir, ich fange an die eigenen Orks anzuschreien, dass ich gleich jeden anzünde, der mich an egal was hindert. Der Machoarschloch hat es dann auch begriffen. Der erste Wolf ist weg, der aber gleich wieder auferstanden ist. Ich habe auch kein Mitleid, als er mir gegen den Wanderstab gelaufen ist. Beim nächsten Angriff, habe ich gleich mal den Lûgburz angeschrien. Himmel, ich habe den Lûgburz angeschrien, er wird mich töten. Er zuckt mit den Schultern und lässt mich durch die Kämpfenden zu den Wölfen. Endlich haben wir es geschafft. Wir sind im Lager, die Wölfe leben beide noch, mir ist alles egal. Wasser trinken. Als ich mich wieder erholt habe, bemerke ich, dass sich eine Migräne bei mir anschleicht. Ich ballere mir vorsorglich ein paar Schmerztabletten ein und will mich ablegen.

Der Lûgburz verkündet, dass wir im Morgengrauen ausrücken. Ich kriege die Erlaubnis nicht mitzumüssen, weil sich schon abzeichnet, dass ich morgen nicht wirklich fit sein werde. In der Nacht feuert der Gorak jede Stunde nach und dazu schleicht er einmal ums Feuer und stellt sich mit deinem Nachthemdchen genau über mich und streckt mir jedes mal seinen nackten Hintern hin. Ob er das mit Absicht macht?

Im Morgengrauen wird die Moskutar geweckt und als sie mich wecken wollten, sage ich nur, im Tonfall eines kleinen zwölfjährigen Brogthar-Weibchen mit blonden Zöpfen, dass der Lûgburz gesagt hätte, dass ich nicht aufstehen müsste. Ich werde gehauen, aber liegengelassen. Wenig später streckt mein Lûgburz den Kopf ins Zelt und schaut mich an: ‚Der Lûgburz hat gesagt, ich muss nicht aufstehen, dass kann ja nur vom Rattenweib kommen.‘

Ich weiß nicht wie viele Schmerztabletten ich wie vielen Orks vor die Füße gekotzt habe, aber den sonnigen Tag habe ich dann halb verschlafen. Bis plötzlich beide Lûgburze wieder mit der gesamten Moskutar wieder zurückkommen. Sie haben ihn wohl wieder geholt, aus Gôrefests Armen gerissen, ist ja ihre Sache. Ich misch mich da nicht ein. Hm. Sie kriegen von mir nochmal Plot gepresst, dass sie die Ingredienzien für meine unleidige Spinnenstichvergiftung besorgen müssen, sonst verrecke ich. Der Gestank meines Leichnams wäre ja auch niemanden zuzumuten und sie lassen sich erweichen. Hm. Irgendwann räumen wir das Lager und machen uns gemeinsam auf die Socken. Ich, aufgrund meiner Kopfschmerzen, ein wenig langsamer als die anderen, deswegen machen sie sich auf die Socken und die langsamen Mädels bleiben im Wald zurück.

Hm. Wir haben einen saumäßigen Spaß und ritualisiere den Stab wieder voll und ich verpasse meiner Begleiterin einen Crashkurs in Kräuter- und Heilkunde und in Magie. Hm. Aus Langeweile laufen wir einmal durchs Kriegsgebiet und treffen mal auf niemanden außer ein paar Ansässigen. Die Einheimischen sind ganz fertig, als sie uns erkennen. Hm.

Am Abend laufen wir ins Lager zurück und irgendwie ist bald Nightmare. Ich verkünde, dass aufgrund des Plots und des nicht gemachten Trankes, die alte Vettl aka das Rattenweib tot im Lager liegt. In der ganzen Aufregung der Endschlacht haben sie mich glatt vergessen. Meine junge aufstrebende Begleiterin hat mich ausgeraubt und meinen Schamanenstab mitgehen lassen. Ich hoffe nicht, dass sie ihn je mal fallenlässt, ich weiß nicht mehr, was ich alles da reinritualisiert habe. Egal.

Falls ich einen Grabstein kriegen sollte, was ich nicht glaube, steht da drauf: Der Plot war ihr Ende. Der Lûgburz ist fast ein bisschen traurig, bevor er mitten am Nightmare einschläft. Ich decke ihn liebevoll zu. Das muss Liebe sein. Aber nur solange wir Dreck in der Fresse haben. Outtime und angezogen gefällt er mir gar nicht. Hm.

Ob ich jemals einen guten Nightmare erleben darf. Aber irgendwann kann man es eben nicht mehr toppen.

Die alte Vettl – Das Leben vor dem Tod

Die Geburt, das Leben und der Tod – Heute: Das Leben vor dem Tod.

(Die Lebens- und Leidensgeschichte von der alten Vettl aka. das Rattenweib)

Nachdem diesem ersten Con mit der alten Vettl, werde ich auch in meinem Privatleben alte Vettl genannt oder Rattenweib, oder beides. Mittlerweile habe ich mich echt dran gewöhnt und ich zucke nicht mehr erschreckt zusammen und versuche danach im Boden zu versinken, wenn ich ‚Alte Vettl‘ höre. Erschreckender Weise wurden mir schon Geschichten von der alten Vettl und/oder dem Rattenweib erzählt, die ich noch gar nicht kannte. So sind sie die Larper, einfach mal nicht dabei gewesen sein, aber coole Geschichten Personen erzählen die dabei gewesen sind. Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Das ist mir auf dem Wald der tausend Schicksale auch passiert, da hat mir jemand meine eigene Klosteingeschichte erzählt. Hm. Egal. Ich war mit der alten Vettl noch auf einem Con, bevor sie gestorben ist. Ich kann mich kaum noch daran erinnern. Wir sind auf jeden Fall viel gelaufen. Bei der Anreise, meinte ein Ork, jetzt mal ganz Out-Time, dass wir die alte Vettl nicht so nennen könnten, das könnte doch meine Gefühle verletzen. Der Lûgburz meinte nur, dass ich ja auch das stinkenden madenzerfessene Rattenweib wäre. Ja, wir sind ziemlich viel gelaufen. Und es wurden Käfige verschleppt und es wurden Tore gestohlen und es wurde gefoltert. Der Lûgburz Gorz ist verstorben und es wurde schon wieder gefoltert. Und wir sind gelaufen. Der erste echte Orknachwuchs hat uns besucht und dann war auch schon der Nightmare. Zum Nightmare nur so viel. Der Lûgburz wurde von den Evil-Twins ins Bett getragen, er war auch der Erste, der an dem Abend ins Bett getragen wurde. Hm. Ich habe dem Machoarschloch ein bisschen Wodka vom Bauch geleckt und merke mal wieder dass ich immer wieder unterschätzt werde. Irgendwann hatte ich nur noch einen BH und eine Hose an. Sehr untypisch für mich. Dann habe ich im völlig betrunkenen Zustand meine Pois entjungfert. Eigentlich die Geburtsstunde meines Feuerkünstlerdarseins. Und, liebe Kinder bitte nicht nachmachen. Vorallem nicht betrunken. Ich glaube auch, dass ich das Machoarschloch noch mal im Gesicht abgeleckt habe. Aber ich habe ihm keinen geblasen, da bin ich mir ziemlich sicher. Und der Lûgburz war ja leider schon im Bett. Hm. Im Nachhinein, fand ich diese Party eigentlich ganz schön langweilig war und ich muss sagen, dass es mit Partys immer so ist, wie mit legendären Sex, es wird nie wieder so geil, wie es schon mal war und irgendwann kann man es einfach nicht mehr toppen…. hm. Als, ich alleine im Bett war, hatte ich eine Vision. Irgendwann werde ich dem Lûgburz noch einen Blasen…und am nächsten Morgen bin ich aufgewacht und hatte Tränen in den Augen und ein Breiten Grinsen im Gesicht.

Bevor wir zum Tod der alten Vettl kommen, waren da noch eine Privatparty an der ich meine Aufwartung gemacht habe. Außer das Gefühl ständig unterschätzt zu werden, dass ich immer habe, wenn ich mit den Jungs zusammen bin, habe ich niemanden einen Geblasen. Dann habe ich die ganze Nacht geträumt gehört, dass jemand mit einer ganz kleinen Luftpumpe ein riesiges Luftbett aufgepumpt haben musste. Irgendwann wurde ich dann vom Machoarschloch aus dem Schlaf gerissen, mit der Frage, ob ich ihm jetzt einen Blasen würde. Ja, genau. Immer und Jederzeit, Baby! Aber verdammt noch mal nicht, wenn ich schon geschlafen habe.

Irgendwie glaube ich langsam, dass ich an Gedächtnislücken leiden, seit dem ich die alte Vettl spiele, irgendwie habe ich die Hälfte bestimmt vergessen…hm. Komisch, dass muss am vielen Alkohol liegen. Aber dabei trinke ich doch in den wenigsten Fällen wirklich was, oder?

Die alte Vettl – Das Leben

Heute: Das Leben ist ein Plot

(Die Lebens- und Leidensgeschichte von der alten Vettl aka. das Rattenweib)

Ich komme also aus dem Wald und laufe den ersten Orks in die Klauen. Die Jungs von den Eisenfressern interessieren sich nicht wirklich für mich, also werde ich ins Lager der Skullrott geschleift, wo mich der Lûgburz fragt ob ich eine SkruutchGru wär? Er meint, ob ich eine Schamanin wäre, dass stimmt doch irgendwie. Nachdem ich keinen Namen habe, nennt er mich kurzerhand Rattenweib und das habe ich mir im Nachhinein auch wirklich verdient. Nachdem ich mich im Gelände zumindest In-Time auskenne, werde ich in den Wald geschleift. Wir stecken mitten im Plot (Der eigentlich in meinem Mieder zwischen meinen Titten steckt und ich habe ihn natürlich noch nicht gelesen!), obwohl wir gar nichts dafür oder dagegen gemacht haben. Ich bringe den Lûgburz langsam aber sicher zur Weißglut. IT würde er mich am liebsten dafür umnieten, weil ich so langsam bin, aber OT findet er es richtig geil, glaube ich zumindest. Ich finde ihn auch richtig geil und würde ihm am liebsten einfach einen Blasen. (Ich bin also außerordentlich inspiriert!) Des wäre nicht nur In-Time, sondern auch Out-Time ziemlich intim, für des dass ich die meisten Jungs grade erst seit einem Tag kenne. Also halte ich mich widerwillig zurück und blase In-Time aus dem letzten Loch. Irgendwann haben sich sogar die Orks im Wald verlaufen. #SL-Modus# an: Ich ziehe meine Funke aus dem Mieder, mache sie an, drücke meinen Schamanenstab irgendeiner geilen Drecksau in die Hand und flitze einen Hügel hinauf. Oben angekommen, kann ich meine SL-Kollegen nicht nur hören, sondern auch sehen, ich mache also die Funke aus und stecke sie wieder zum Plot und rase den Hügel wieder hinunter und in dem Moment als ich meinen Schamanenstab wieder in Empfang nehme, geht der #SL-Modus# aus und der #Rattenweib-Modus# an: ‚Habt Ihr etwa auf mich gewartet?‘ Ich kann mich ja doch ein wenig schneller bewegen, als sie gedacht haben. Böser Fehler, jetzt wissen sie Bescheid, dass ich unerwarteter Weise eigentlich ganz gut (mit Holzschuhen!) zu Fuß bin.

Der Lûgburz, ist übrigens der Chef der Truppe und er tritt meistens zu zweit auf, der Lûgburz Slaithopp und Lûgburz Gorz, sie führen unter Zuhilfenahme dreier Lûgdush, die jeweils eine Lugdushar befehligen, die den ganzen Haufen an. (Danke nochmal an den Gorak für die orkische Rechtschreibung) Ich versuche mir nicht anmerken zu lassen, dass ich gar überhaupt keinen Peil habe. Bin völlig verwirrt, aber ich habe ja immerhin noch den Plot, den ich immer noch nicht gelesen habe und die Funke, die irgendwo in meinem Mieder verschwunden ist.

Irgendwann treffen wir auf die Druchii, die irgendwie gute alte Freunde von den Skullrott sind. Sie fragen nach meinem Namen und nach meinem Rang. Rattenweib und mein Rang ist jetzt Alte Vettl. Und die Druchii sprechen Alte Vettl so aus, als wäre es wirklich und wahrhaftig ein Rang.

Von da an pendle ich also immer zwischen dem Lager der Skullrott und dem Lager der Druchii hin und her, bis ich auf der Seite der Menschen von einem Inquisitionszwerg aufgehalten wurde. Von wegen ich solle doch in mein Reservat zurückkehren und ich wäre hier verboten. Ob ich denn Kochen könne, weil wenn ich kochen könne, wäre ich eine Hexe und somit auch verboten. Dieser kleine Inquisitionszwerg ging mir gewaltig auf den Zeiger, also steckte ich ihm kurzerhand einen Baumschwammerl in den Mund. Die Menschen spenden fröhlich Applaus. Schon wieder was gelernt! Ist der Mund erst mal gestopft, dann halten auch Männer erst mal die Schnauze.

Die Druchii haben einen verschlüsselten Text gefunden, den ich laut Orga auch lesen kann, warum ich des nicht gleich gesagt habe, es hat mich ja keiner gefragt. Blöd ist nur, dass die Orga den Klartext verschmissen haben und ich weiß nur das Ergebnis. Die Druchii möchten allerdings den kompletten Text, also übersetze ich kurzerhand von Hinten einen total bescheuerten Text mit lauter Eigennamen als Inhalt, während die Orks im Lûgburzzelt über Pornos diskutieren und Umbug für mich klickt.

Kaum ist der Text fertig muss ich mit den Druchii in den Wald, zu der Miene, in der Nacht bis ans andere Ende vom Spielgebiet, da waren wir doch heute schon zweimal. Zum Glück kotz ich nicht so ab, wie so manch anderer. Wir kriechen also in die Miene und geben den Code ein und kommen in eine Kammer und natürlich nur weil ich mich falsch bewegt habe, geht plötzlich ein Dämon auf uns los. Der metzgert sich so mal eben durch eine Kohorte Druchii und eine Handvoll Orks und mein Ohr. Irgendwie ist der Optio völlig im Arsch und die Einzige die ihm das Leben retten kann, bin ich. Bloß die Druchii haben genauso ein Problem mit Magie, wie die Skullrott. Zum Glück musste der Optio erst so lachen, als ich mein Ritual anfing und später hatte er leider meine Ratte im Mund, somit konnte er erst mal nicht weiter mein Ritual stören, was ihm sein Leben rettete. Dann konnte er auch keine Befehle mehr geben, was im Endeffekt auch mir das Leben rettete. Ein Legionär stand schon mit seinem erhobenen Schwert hinter mir. Beim Rückmarsch musste ich noch einen anderen Legionär tragen, weil er sich weigerte, sich von mir heilen zu lassen. Kurz vorm Lager, wäre er dann auch beinahe verreckt, also durfte ich ihn dann doch heilen. Ach, nachdem wir diesen Dämon erledigt hatten, hatten wir alle eine Wir-fliegen-wie-Supermann-durch-den-Wald-Vision, die haben wir wohl alle verdrängt.

Im Nachhinein hab ich die Hälfte aller coolen Aktionen vergessen und kann sie nur ansatzweise wieder geben, so ein Ostercon ist halt verdammt lang und es sind verdammt viele Eindrücke, die schon seit Jahren in meinem Kopf schlummern und jetzt wo es an der Zeit ist alles aufzuschreiben, habe ich doch die Hälfte vergessen. Da gab es eine Gerichtsverhandlung bei den Skullrott. Ich weiß nicht mehr so genau, um was es ging, aber zum Schluss waren alle angeklagt und keiner so wirklich verurteilt. Sehr skurril, Matlock auf Skullrott, der Brüller!

Dann hatten wir noch den Faun gesucht, gefunden, besucht, beschimpft, seinen Steingolem umgestimmt, den Faun mit einer Baumfalle gefangen und was auch immer mit ihm angestellt.

Ich habe ganz viele Knochen und Baumschwammerl im Wald gefunden. Der Ostergnom war da und hat uns seine Eier geschenkt.

Dann war da noch so ein Baum des Todes im Wald. An dem haben sich sie Spieler schon die Zähne ausgebissen hatten und beim Anwenden von Magie eine ganze Spielergruppe abgefackelt haben, inklusive der alten Vettl. Bis die Skullrott und die Druchii mitten in der Nacht auf die Idee kamen, den Baum auf einen nichtmagischen Weg einfach abzufackeln, mit Orkpisse. Es wurde im stummen Gebet gegraben, dann wurde der Baum mit Orkpisse beschüttet und dann im Dunkeln mit 10 Brandpfeilen beschossen und getroffen im Dunkeln. Unglaublich aber war. Dann hatten wir irgend so ein Artefakt mit dem keiner was anfangen konnte.

Dann war irgendwie Endschlacht und ich wollte das Artefakt untersuchen. Die Druchii ließen mich in Ihrem Lager zurück, ich gab dem Optio meine Ritualwaffe mit, da ich nicht garantieren konnte, dass dieses Ritual funktioniert und irgendjemand würde mich aus dem Schutzkreis befreien müssen, falls einer von uns beiden die Scheiße überleben würde. Alle Druchii sind also weg und ich mache ein Blutritual im Zelt der Druchii! Ritualende, ich bin bewusstlos mit IT aufgeschnittenen Pulsadern mit Adernpresse an den Oberarmen im Schutzkreis.

Die Spieler, dessen Artefakt ich gerade untersucht habe, kommen ins Zelt. Sie sind total paranoid und verängstigt, die Druchii könnten sie erwischen. Das Erste was sie meinten erkannt zu haben, dass die Druchii die alte Vettl umgebracht hätten, weil sie augenscheinlich ein bestialisches Blutritual mit ihr gemacht haben. Okay, ich melde mich als SL und stoße die bescheuerten Spieler mit der Nase darauf, dass ich in einem Schutzkreis liege und dass Messer noch in der Hand habe und meine Arme abgebunden sind, damit ich eben nicht sterbe. Okay, die Spieler meinen jetzt, dass die Druchii verdammt gerissen meinen Selbstmord vorgetäuscht haben. Die Druchii müssen echt gewaltige Magier sein. Die Spieler hauen unverrichteter Dinge ab, weil irgendjemand die Druchii gesehen hatte. Es war nur ein Legionär, er rettet mich aus dem Schutzkreis, hat die Spieler leider nicht erwischt, schade aber auch. Das wäre ein Reisenspaß gewesen, wenn sie sich OT in die Hose gemacht hätten.

Der Optio liegt schwer verletzt bei den Skullrott im Lager. Ich werde zusammengeflickt und dann überrollt uns der Hauptplot. Ich soll jetzt die Oberdämonentussi ins Jenseits befördern. Ein Druchii ist schon tot, verstorben an einem Trittmich und es werden alle Anderen auch sterben, wenn ich jetzt nicht was mache, meint die Orga. Die Kerfreker wollten mich noch daran hindern, netter Versuch. Frisch zusammengeflickt, muss ich nun mit einem gefälschten Keriden zusammen einen ökumenischen Blutgottesdienst machen, um den Geist von dieser Oberdämonentussi zu bannen und dann ins Jenseits zurückzuschicken. Aber man soll sich doch nicht zweimal am Tag entleiben. Dafür komme ich noch in die Hölle.

Der Con ist vorbei und wir können zur Party übergehen. Ein sogenannter Nightmare fällt aus ungenannten Gründen aus. Alle betrinken sich und ich zieh mir langsam Latex und Mastix vom Gesicht. Mein Körper moniert die letzten Kilometer, (gefühlte 80) die ich in den letzten 5 Tagen gelaufen bin, wenn ich jetzt Alkohol trinken würde, dann würde ich sofort ins Koma fallen und nie wieder aufwachen. Ich komme mir auf der Party echt fehl am Platz vor, aber nachdem irgendwie alle coolen Leute hier sind, bleib ich mal da und warte mal ab, ob sich noch was interessantes passiert. Draußen ist es eiskalt und die Jurte ist bis oben hin gefroren. Ich bleib jetzt wach, bis es wieder hell wird, dann erfriere ich heute Nacht wenigstens nicht, sondern erst in der Früh. Die meisten sind schon im Bett, nur das Machoarschloch gräbt noch an einer blonden Schönheit, die nicht im Mindesten an ihm interessiert ist. Der Lûgburz döst auf seinem Stuhl vor sich hin und gibt ab und zu einen Kommentar. Ich sitze auf einem Tisch, neben mir ein Exemplar Ork Marke Geile Drecksau und ich ärgere ihn mit meinem Fuchsschwanz. Irgendwann liegt er auf meinem Schoß und ich kitzle ihn weiter mit dem Fuchsschwanz. Das Machoarschloch lässt verlauten, dass das ekelhafte Rattenweib dem armen unschuldigen Uglathar ihren Schwanz ins Gesicht hält. Darauf erwidere ich trocken: ‚Und er liegt auf meiner Muschi!‘ während ich das Katzenfell unter seinem Kopf herausziehe und dem Machoarschloch vor der Nase rumwedele. Des ging dann eine ganze Weile so weiter, bis wir irgendwann zu der Erkenntnis gekommen sind, dass uns dieser Klicker Outtime (OT) negative beeinflusst. Irgendwann springt der Lûgburz in seinem lila Schlafsack auf und mit den Worten, dass ja bei der kranken perversen Scheiße, die wir da labern kein Schwein schlafen könne, aus dem Zelt. Draußen hat es Bodenfrost! Wir decken ihn noch mit einem Banner zu und hoffen inständig, dass er nicht erfriert. Irgendwie haben wir dann die Funke in meinem Mieder gefunden. Ich melde ein OT-Ritual zum Zerstören des OT-Artefaktes (der Klicker) bei der Orga an. Später funken wir nochmal, dass wir gerade von einem riesigen lila Killerwurm angegriffen werden und ob des noch zum Plot gehören würde. Wir konnten selbst nach inständigen suchen den Plot nicht mehr finden, der muss irgendwo zwischen meinen Brüsten verschwunden sein. Irgendwann kam dann Josef wutentbrannt in Boxershorts und Bundeswehrstiefeln ins Zelt gelaufen. Wir wären doch alle stockbesoffen. Er nahm mir die Funke und den Klicker ab. Dann ging er noch zum Lûgburz und säuselte ihm noch ins Ohr, dass wenn er wieder aufwacht, ein wunderschöner großer Schmetterling werden würde.

Ich schrecke aus einem komatösen Schlaf hoch, zuerst habe ich nur das Feuer prasseln hören und dann hat sich wohl mein Gehirn wieder raufgefahren. Um Himmels Willen, ich habe einen Blackout und ich habe keine Ahnung, was ich die letzten Stunden gemacht habe. Warum habe ich einen Blackout, ich habe doch gar nichts getrunken. Es ist schon hell und die Geile Drecksau macht Frühstück. Ich liege immer noch auf dem Tisch und taste nun langsam meinem Körper ab. Puh, ich hatte wohl keinen Geschlechtsverkehr und bin noch vollständig bekleidet. Schade aber auch, aber ich hätte es eh nicht mitbekommen.

Das Machoarschloch ist im Sitzen eingeschlafen, die Blonde Schönheit ist verschwunden und er sabbert vor sich hin.

Ich beschloss, ins Bett zu gehen. Ich hab grade mal ne gefühlte Stunde geschlafen und da bricht die Endschlachtvorbereitung los. Ich könnt kotzen.

Danke nochmal an den Josef für die schönen Ostern und nach langer Zeit (ja…seit Wald der tausend Schicksale) mal wieder einen richtig guten Con und danke an die Skullrott für die Gastfreundschaft und die vielen versauten Gedanken und die gefühlten 6366 Klicks. Und nochmal frohe Ostern.

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