Bei Hempels unterm Sofa – Far away from Boandlkirch

Bei Hempels unterm Sofa – Far away from Boandlkirch

nebelEs traf sie fast der Schlag, als sie mit Toni ihre Wohnung betrat. Es stank nach Bier, Rauch und Schlimmeren. Unmengen an Pfandflaschen standen in der Küche herum. Die Spülmaschine blinkte wild vor sich hin und das Geschirr stapelte sich in der Spüle. Auf dem Herd stand ein Topf mit irgendwas Undefinierbaren. Das Wohnzimmer war nur halb so schlimm verwüstet, wie sie gedacht hatte. Die Zimmer von den Jungs waren zwar verschlossen gewesen, aber sie betätigte einen Türcode und ging in ihre Zimmer.

‘Das geht ja noch!’ zischte sie grimmig hervor.

‘Vielleicht solltest du sie doch übers Knie legen.’ meinte Toni, der stumm hinter ihr hergegangen war.

‘Ja, ich schau noch schnell in mein Zimmer.’ rief sie und verschwand in einem ebenfalls verschlossenen Raum, der nur durch einen Türcode zu öffnen war.

‘Was machst du eigentlich, wenn du die Türcodes vergisst?’ fragte Toni, der ihr neugierig gefolgt war.

‘Ich kann mir ziemlich viel merken, bei den Jungs ist es das Geburtsdatum und bei mir ist es…. dir kann ichs ja sagen… 1967! Da kommen sie nie drauf!’

Er riskierte einen Blick in ihr Reich, ein völlig chaotisches Arbeitszimmer mit viel Papier, einem überfüllten Schreibtisch und einem kleinem Sofa sprang ihm regelrecht ins Auge. Ihm stolperte eine Bemerkung heraus: ‘Du schläfst in deinem Arbeitszimmer auf dem Sofa?’

‘Ja, nein! Komm mal mit!’ stammelte sie verlegen und ging durch den Raum und wies ihm den Weg bevor sie fortfuhr. ‘Links ist mein Badezimmer und rechts ist mein Schlafgemach und nun auf ans Werk!’

Sie machte kehrt und lief ins Wohnzimmer zurück. Im Anschluss putzten sie die Wohnung und als sie mit den letzten Müllsäcken zum Müllhäuschen gingen, dämmerte es bereits.

Als sie wieder ihre Wohnung betraten, flüsterte sie: ‚Ich fühl mich so schmutzig.‘

‚Das liegt ja hoffentlich nicht an mir?‘ fragte Toni und blickte sie mit einem Grinsen im Gesicht an.

‚Nicht, wenn du mir den Rücken schrubbst.‘ grinste sie, zog sich langsam aus und lies ein Kleidungsstück nach dem Anderen auf dem Weg in ihr Badezimmer fallen. Er folgte ihr und sammelte dabei ihre Sachen ein.

Als er das Badezimmer betrat, lies er die Sachen einfach fallen, als er sie sah, wie sie gerade die Duschkabine betrat. Mit offen stehenden Mund beobachtete er sie und als es ihm gewahr wurde, das er ihren Hintern angestarrt hatte, schloss sich für einen Moment die Glastür. Fassungslos blickte er einen Moment auf die Milchglasscheibe der Duschkabine, bis er sich langsam rührte und begann sein Hemd aufzuknöpfen.

Neugierig öffnete sie die Glastüre wieder und setzte zu einer Frage an, die ihr aber tonlos von den Lippen purzelte. Er hatte gerade genüsslich seine Hose geöffnet und sie zu Boden gleiten lassen. Das Nichtvorhandensein jeglicher Unterwäsche brachte sie zum Strahlen.

Einem Moment später stand er mit ihr unter der Dusche. Sein männlicher Duft betörte sie noch einen Moment, bevor sein Duft vom Wasser fortgespült wurde.

Langsam drängte er sie an die rückwärtigen Fliesen und küsste sie hart und unnachgiebig.

Ihre Knie sackten ihr weg, doch er hielt sie fest mit seinem Körper gegen die Wand gedrückt, während seine Hände an ihrem Körper herabglitten. Als seine Zunge tief in ihren Mund stieß, wanderten seine Finger zwischen ihren Beine. Ihr sachtes Stöhnen begleitete sein Eindringen und er spürte ihre Erregung.

Sie konnte seinen Schwanz spüren, wie er immer härter wurde, während ihre Knie den Dienst völlig aufgaben. Mit einem kessen Blick fixierte sie ihn einen Moment, griff nach seiner Männlichkeit und ließ sich ganz langsam auf die Knie sinken.

Und als sie im nächsten Moment den Mund über seine Schwanzspitze stülpte, bekam er weiche Knie.

Sie saugte genauso unnachgiebig an seinem Schwanz, wie er sie vorhin geküsst hatte.

Irgendwann blickte sie ihn nochmal an, bevor sie seinen Penis genüsslich in ihre Kehle gleiten ließ. In dem Moment als ihre Unterlippe seine Hoden berührte, wich er zurück und entzog ihr langsam seinen zum Bersten gespannten Schafft.

Sie blickte ihn ziemlich beleidigt an, wie ein Mädchen, dem man ihr liebstes Spielzeug weggenommen hatte. Doch er ließ sich von ihrem Blick nicht irritieren, zog sie sachte zu sich hoch und stellte das Wasser ab.

Er packte ihre Hand und zerrte sie regelrecht aus der Dusche.

An der Tür nahm er sie hoch und presste sie dagegen. Sie klammerte sich an der Türklinke fest, während zwei Finger in sie glitten und ihren Versuch unterbrach die Türe öffnen zu wollen. Den Moment ihrer Unachtsamkeit nutzte er schamlos aus. Er zog seine Finger heraus, packte ihren Hintern und griff mit seiner anderen Hand seinen steifen Schwanz und drängte ihn langsam in sie hinein. Ihre Feuchtigkeit umfing seine Eichel und befürchtete dem Wahnsinn anheim zu fallen.

Der Mechanismus der Türklinke wurde durch ihre zitternde Hand ausgelöst, doch durch seinen erneuten Vorstoß presste er sie gegen die Tür, die dadurch gleich wieder in Schloss gedrückt wurde. Die nächsten Stöße brachten sie derart zum Quietschen, das er nun doch vorzog die Tür zu öffnen und mit ihr zusammen durch die Tür zu straucheln. Kaum hatte sie ein bisschen Bewegungsfreiheit, bewegte sie ihren Hintern und er musste sie einen Moment auf dem Schreibtisch absetzen, um ihr seinen Hammer weiter in den Leib zu treiben.

Sie schrie und konnte sich kaum artikulieren: ‚Bitte….bitte…nicht!

Er stöhnte ein: ‚Was?‘ und ließ ihr einen Moment.

‚Nicht auf dem Schreibtisch!‘ keuchte sie.

Er hob eine Augenbraue hoch, um sie skeptisch anzublicken und zog ganz langsam seinen Schwanz aus ihr. Schwer atmend schritt er zurück, ging ein paar Schritte und setzte sich langsam aufs Sofa.

Fortsetzung folgt in Bei Hempels auf dem Sofa – Far away from Boandlkirch

Werbeanzeigen

Ich suche einen Mann… Teil 41 Mein PMI

IMG_9878Ich suche einen Mann… Teil 41 Mein PMI

Ich suche einen Mann, der meinem persönlichen PMI entspricht. PMI heißt PenisMassIndex! Weil was nicht in den Mund passt, passt auch nirgendwo anders rein.

Anmerkung: Dies ist der 41. Teil einer völlig ernst gemeinten Bekanntschaftsanzeige von mir, Callabutterfly, und eine Ode an meinen Traummann, den ich mir grad versuche zu basteln.

Zuschriften bitte via Facebook/Callabutterfly per PM

‘Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 8

Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 8

Im Hier und Jetzt:

keinenummernIm Lager war Yo gestützt und versuchte einerseits den Handschellenschlüssel aus dem Korsett zu kriegen und ihre Arme nach vorne. Wie gut dass sie bei ihrer Performance Show auch immer solche Tricks vorführte. Sonst würde sie sich wahrscheinlich genau jetzt die Schulter auskugeln und dann in der Haltung langsam ersticken. Ihr liefen immer noch Tränen runter und sie zitterte, wie ein junger Hund. Sie hatte den Schlüssel und ihre Hände waren vorne. Haha! Beim Schlüssel in die Hand spucken, fiel ihr der Schlüssel aus der Hand auf den Betonboden. Mist! Ein Klirren übertönte kurz ihr Schluchzen. Jeff kam in diesem Moment in den Lagerraum gestürzt. Sie erschrak richtig, als ihr Jeff plötzlich den Schlüssel vor die Nase hielt. Er kniete vor ihr.

‚Hey Baby!‘ Er zog seine Weste und sein Hemd aus und legte ihr sein Hemd über die Schultern. Dann machte er die Handschellen auf und säuselte ihr ins Ohr, als er sie hochhob: ‚Alles klar? Bist du verletzt?‘

‚Nein und ja, mein Stolz!‘ Sie trat ihm mit dem Knie in den Magen. ‚Du Arschloch!‘ Sie holte tief Luft, um genug davon zu haben für den folgenden Vortrag. Er hatte sich bereits aufgerappelt und sagte zu ihr: ‚Hey Yo, jetzt lass mich doch erklären!‘ Sie holte nochmal tief Luft, die Tränen steigen ihr wieder in die Augen. Er packte sie und umarmte sie ganz fest, ihr blieb die Luft weg und sie flog in Ohnmacht.

Es kamen einige Beamte ins Lager. Jeff zeigte ihnen etwas aus seiner Hosentasche, tuschelte mit ihnen, dann hob er sie ganz auf und trug sie bei der Hintertür raus.

Am nächsten Morgen wachte Sie mit unglaublichen Kopfschmerzen auf. Wo war sie denn, in einem fremden Bett. Sie schaute zitternd unter die Decke.

‚Sorry, ich habe dich ausgezogen? Ähm, sorry, ich könnte dich ja nicht in den Latexklamotten lassen…!‘

Jeff stand da, er rang nach Worten. Sie fasste an ihrem Kopf: ‚Aua!‘

Er setze sich ans Bett und stammelte: ‚Yolanda, hör mir mal zu!‘

Er hatte immer noch die selben Klamotten an, wie gestern und ihr fiel jetzt erst auf, dass er eine kugelsichere Weste trug. Ein Knarrenholster, die Knarre lag auf einem Siteboard neben einem Stuhl, auf dem eine zerknüllte Decke lag. Wie in einem schlechtem Film, er hatte wohl auf dem Stuhl geschlafen. Auf dem Nachttischchen lag ihre Handtasche und der Zettel. Sein Zettel.

‚Du bist auch ein Scheißbulle?‘ Sie holte wieder tief Luft ‚Und nenn mich nicht Yolanda!‘

‚Yooo, bitte lass mich doch erklären!‘

‚Du bist ein Scheißbulle!‘

‚Ja, nein, ich, ähm!‘

‚Ja, was jetzt?‘

‚Ja, ich bin Bulle und ich bin nicht der Bruder vom Boss!‘ Er stotterte weiter ‚Und!‘

‚Und wenn du mir mehr erzählst, musst du mich töten, stimmts Jeff!‘

‚Ich heiße auch nicht Jeff!‘

Ihr blieb der Mund offen stehen und sie fiel wieder in Ohnmacht.

‘Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 7

‘Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 7

Rückblende Fortsetzung

Am Tag danach vor 8 Wochen:

keinenummernAm nächsten Morgen wachte er auf, Yo lag noch in seinen Armen. Sie sah richtig niedlich aus, wenn sie schlief. Verträumt blickte er sie an, beschloss aber dann aufzustehen, um dann erst mal seine Morgenlatte loszuwerden. Leise schlich er ins Bad.

Yo erwachte, sie streckte sich und dann stellte sie fest, dass er weg war. Verschlafen kroch sie aus dem Bett, tapste auf den Gang. In dem Moment kam Jeff nackt aus dem Bad und lächelte sie an. ‚Einen wunderschönen guten Morgen, Sonnenschein!‘

Auf halber Strecke trafen sie aufeinander. Er nahm sie in den Arm und wollte sie küssen. Sie tauchte unter seinem Arm durch und hielt sich eine Hand vor den Mund.

‚Kann ich deine Zahnbürste benutzen?‘ Und schon war sie im Bad verschwunden.

‚Ich hab dir eine Ersatzzahnbürste hingelegt!‘

Sie schluckte einen Kommentar hinunter und sagte dann nur: ‚Danke!‘

‚Ich bin in der Küche, magst du Tee oder Kaffee!‘

‚Boa, schwarzer Tee wäre echt der Hammer!‘

Wenig später kam Yo in die Küche und beobachtete Jeff dabei, wie er nackt in der Küche stand und in einem Regal etwas suchte. Sie schlich sich von Hinten an und packte ihm mit beiden Händen an den Hintern. Ihm fielen einige Teeschachteln aus den Händen, die sich nun auf der Arbeitsplatte verteilten. Er griff sich an die Brust und schaute sie erschrocken an. ‚Himmel Yo, du bringst mich noch ins Grab.‘

Sie schaute ihn schelmisch an. ‚Ich konnte nicht widerstehen.‘

Er nahm sie lächeln in die Arme. Die Umarmung erwidernd griff sie ihm nochmals an beide Pobacken. ‚Magst du dir einen Tee raussuchen?‘

Im Hier und Jetzt

Der General packte Jeff am Arm: ‚Das Han Solo-Kostüm steht dir aber auch sehr gut!‘ und zog ihn weiter. Er drehte sich um und zwinkerte Yo zu. Dann tuschelten sie etwas. Yo wurde misstrauisch, aber nachdem die Party nun langsam in Fahrt kam, hatte sie keine Zeit mehr, sich Gedanken darüber zu machen.

Mel kam mit einem Tablett hinter der Theke hervor und trug die beiden Drinks den Herren hinterher. Sie schmiss sich an Jeff, wie ein Geier auf verwesendes Fleisch. Jeff sagte etwas zu ihr und sie dackelte beleidigt ab.

‚Der Kerl ist einfach unfickbar!‘ sagte Fred zu Yo. Yo grinste in sich hinein und meinte nur: ‚Er kann mir den Dreck von meinen Stiefeln lecken und des kostet dann auch noch extra!‘ Dann lachte sie, in der Hoffnung keiner würde ihre Unsicherheit erkennen.

Daisy kam hinzu und meinte nur: ‚Was sich liebt, dass neckt sich! Und was sich neckt, dass leckt sich!‘ Grinsend kassierte er eine Ohrfeige. So was gehört ja schließlich auch zur Performance, sie bespaßten sich gegenseitig und damit auch die Gäste. Es war zwar ein Knochenjob, es machte aber auch verdammt viel Spaß.

Nach der Hauptperformance auf dem Tresen kam Jeff wieder: ‚Wir haben Gäste im Hinterzimmer Yo….äh….Blue!‘

‚Keine Namen, keine Nummern, Herr Wirtschaftsingenieur!‘ meinte Yo, die heute für die Gäste Blue genannt wurde.

‚Mach ne gute Flasche Wodka klar, Eis und Bull, du weist ja wie es geht, oder?!‘

Mit dem Blick – Für so eine Scheiße haben wir heute eigentlich keine Zeit – machte sie sich an die Arbeit. Sie musste einen Eiskübel aus dem Lager holen. Als sie an den Garderoben vorbeilief, ging sie rein und checkte ihr Makeup. In ihrer Handtasche kramend blickte sie in den Spiegel und bekam ihr Schminkkästchen zu fassen. Sie machte es auf und ein Zettel flog heraus. Schwer schluckend hob sie ihn auf und faltete ihn auf. Da stand: ‚Irgendwie hab ich das Gefühl, ich hab mich grad verknallt. 0163-1234567 Jeff‘

Tränen standen ihr in den Augen und sie musste ein Schluchzen hinunterschlucken. Sie trug den Zettel seit dem Bond-Abend in ihrer Handtasche herum. Irgendwann hatte sie ihn zu ihrer Schminke getan. Seit dem Jeff damals verschwunden war, hatte sie oft überlegt ihn einfach anzurufen. Sie hatte es aber nie getan, aber sie hatte den Zettel oft in der Hand gehabt. Liebevoll faltete sie den Zettel wieder zusammen und steckte ihn in ihr Korsett. Sie frischte ihre Schminke auf und machte sich mit dem Eiskübel wieder auf zur Theke. Missmutig packte sie sich eine Flasche Wodka und 5 Red Bull in den Kübel, füllte ihn mit Eis und ein Paar Gläser auf ein Tablett. Blue dackelte wenig später mit einen miesen Grinsen auf dem Gesicht zum Hinterzimmer. Vor der Tür setzte sie ihr süßeste Lächeln auf und klopfe an die Tür.

Nach einem: ‚Ja, Bitte!‘ öffnete sie die Tür, mit dem Ellbogen und betrat den Raum.

Dort saß der General, der Boss und Jeff mit drei Typen auf der Ledersitzgruppe. Die drei Typen waren alle drei als Captain Future verkleidet. Und gleich so schlecht, da wäre eine blinde Oma auch misstrauisch geworden.

‚Ah, Blue!‘ sagte Jeff.

Yo servierte und wollte wieder gehen. ‚Blue, kümmere dich bitte um die drei Herren!‘ sagte der General und warf ihr einen Blick zu, der erstens keine Widerrede erlaubte und auch keine weiteren Fragen.

Jeff trat von Hinten an sie ran und hing ihr etwas an den Nietengürtel und schob ihr dann langsam und umständlich einen Handschellenschlüssel ins Korsett. Dabei stießen seine Finger gegen den Zettel und strich ihr sanft mit der Hand über ihre Brustwarze. Absichtlich oder unabsichtlich? Sie blickte in ihr Dekolleté. Auf seiner Hand stand: ‚Lass sie auf keinen Fall aus dem Raum!‘ Als er sich von ihr entfernte, hauchte er ihr heiser ins Ohr: ‚Du….Ich?!‘ Seine Stimme brach.

Der General meinte: ‚Jeff, wir gehen!‘ Der Boss war schon aus der Tür.

‚Fräulein Blue, wie lange arbeiten Sie schon für den General?‘ fragte der erste Captain Future Klon vom Sofa aus.

Der Zweite sah aus dem Spiegelfenster in den Club und der Dritte machte sich Notizen und stand hinter dem Sofa.

‚Ähm! Neun Jahre! Wieso wollen Sie das wissen?‘

‚Ist Ihnen dabei etwas Auffälliges aufgefallen!‘

Was war das denn für eine bescheuerte Frage, dachte sie und fragte dann: ‚Was meinen Sie damit?‘

‚Keine Gegenfragen, Fräulein Blue!‘ meinte der Zweite. Der Dritte machte weiter Notizen.

‚Ach wissen sie, er sammelt leidenschaftlich Briefmarken, dass fand ich schon immer etwas komisch!‘ meinte sie schnippisch.

‚Bleiben Sie bitte ernst, Fräulein Blue!‘ sagte der Zweite wieder und drehte sich zu ihr um und schritt ganz dicht an sie heran, bis er mit seinem Gesicht vor ihrem Gesicht war.

‚Ich bin immer ernst, Captain…..Future!‘ sagte sie ihm trocken ins Gesicht und wieder mit dieser dramatischen Pause. Er zuckte. Bingo dachte sie. Es sind Bullen.

‚Ist Ihnen nun etwas aufgefallen?‘ meinte der Erste wieder.

‚Als ich damals zu ihm gekommen bin, war ich noch fast ein Kind und ich habe mir dabei nichts gedacht, als ich immer bei ihm im Bett schlafen musste. Er hatte immer einen Strampelanzug an und ich musste ihn windeln. Später musste ich mich immer ein Krankenschwesterkostüm anziehen und ihm einmal in der Woche einen Rotweineinlauf machen. Und Irgendwann wollte er….dann wollte er immer, dass ich ihm meine getragenen Schlüpfer bringe, wenn ich mit der Hausarbeit fertig war. Dann wollte er immer, dass ich dabei zusehe, wenn der Hausmeister zum Auspeitschen vorbeikam. Der hatte ihn dann immer mit seinem Riesendödel ausgepeitscht. Ich konnte kaum dabei zusehen!‘ Yo steigerte sich in den Text so hinein, dass ihr mittlerweile die Tränen runter liefen. ‚Ja, und dann hat er mich immer in den Keller gesperrt und hat geschrieen >Die Russen sind da!< und dann ist er nur mit einer Rute und einer russischen Uniformmütze bekleidet in den Keller gekommen und ich musste dann Springerstiefel und einen Stahlhelm anziehen und dann hat mich an die Heizungsrohre gefesselt und mir ganz gewaltig ….den Arsch versohlt. Und dann hat er verlangt, dass ich ihn anpinkle, aber immer nur wenn es Spargel zu essen gab.‘

Der Erste hatte schon die Beine verschränkt und das hoffentlich nicht grundlos. Der Dritte griff sich hinterm Sofa an den Schritt und zog sich ganz unauffällig den Ständer zurecht. Yo weinte mittlerweile jämmerlich und war auf die Knie gefallen und griff dem Zweiten an die Knöchel. In seiner Hose regte sich etwas. Yo hatte schon gewonnen, die Herren würden nun nirgends mehr hingehen.

‚Ja und dann hat er mich in sein Arbeitszimmer mitgenommen und er zeigte mir seine Briefmarkensammlung. Er zog sich dann immer aus und ich musste ihn mit Briefmarken bekleben, überall! Bitte Sie müssen mir helfen!‘

Der Erste und der Dritte hatten mittlerweile bemerkt, dass Yo unter dem Latexminikleidchen nichts drunter trug. Sie hatten schon einen sehr verklärten Blick. Der Zweite sagte: ‚Aber Fräulein Blue, Sie wollen mich wohl verarschen!‘

‚Nein, nein, bitte, glauben Sie mir doch! Und wissen Sie was, mir ist es ganz peinlich, ich kann es Ihnen nicht erzählen, ich bin so gottesfürchtig erzogen worden, bevor meine Eltern dann bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Wissen Sie!‘ sie schluchzte ganz herzerweichend. Die Herren hingen schier an ihren Lippen. ‚Meine armen Eltern, die würden sich im Grab umdrehen, wenn sie das wüssten, dass ihr kleines Kind so ein böses Mädchen geworden ist. Bei keinem Priester könnte ich je wieder die Beichte ablegen. Wenn Sie das wüssten! Ich kann es Ihnen nicht verraten.‘ Yo schluchzte wieder und hoffte inständig, dass sie jetzt irgendjemand hier rausholen würde. Der Zweite packte sie an den Schultern und schüttelte sie, damit sie aufhört zu Schluchzen, so schluchzte sie noch lauter. Der Rotz lief ihr aus der Nase direkt auf die blankgeputzen Schuhe des zweiten Captain Future.

‚Doch Sie müssen es mir sagen, Fräulein Blue! Sie sind als Staatbürgerin dazu verpflichtet die Wahrheit zu sagen.‘

‚Nein, ich kann es Ihnen nicht sagen, dafür komme ich in die Hölle!‘

Er schüttelte sie immer heftiger und schrie sie förmlich an: ‚Los sagen Sie es mir! Machen Sie den Mund auf!‘

Sie öffnete gehorsam den Mund: ‚Das hat der General auch immer zu mir gesagt, wenn ich ihm einen Blasen musste. Und dann hat er mich, dann hat er mich gezwungen die deutsche Nationalhymne mit seinem Sperma im Mund zu gurgeln. Alle Strophen. Er hat mich dazu gezwungen und er hat mich dabei….. dabei!‘ Sie schluchzte wieder stärker.

‚Jetzt sagen Sie es mir schon!‘ sprach der Zweite ganz hysterisch zu ihr und rutschte zu ihr runter. Währenddessen sie weitersprach machte sie ihm ganz unbemerkt den Hosenstall auf und öffnete den Gürtel an seiner Hose. ‚Er hat mich….. er hat mich…. er hat mich… er mich…dabei…. er hat mich immer….. er hat….er hat mich immer dabei ziemlich erregt!‘ Yo lächelte ihn breit an.

Der Zweite sprang auf, riss sie hoch und scheuerte ihr dabei Eine, dass sie rückwärts umstürzte. Dabei rutschte ihm die Hose herunter und ein Feinrippschlüpfer mit einem tollen Ständer kam zum Vorschein. Vor dem Umstürzen hatte sie sich schon selbst die Handschellen angelegt.

Dieses malerische Bild schien in einer Zeitlupenszene gefangen zu sein, als mehrere maskierte Männer bewaffnet durch die Tür kamen, die sie vorher eingetreten hatten. Sie schrien laut: ‚Hände hoch, Kollegen. Sie sind alle festgenommen, wegen übertriebener Härte bei einer Zeugenbefragung und …‘

Yo kroch auf den Knien aus dem Raum und draußen stand der General und hob sie auf.

‚Gut gemacht, Süße!‘ meinte der General, als er sie in den Arm nehmen wollte.

Sie versuchte ihn abzuschütteln und schrie ihn an: ‚Was sollte denn die Scheiße, ich bin nicht eure Nutte!‘

Sie rannte an ihm vorbei, die Treppen runter, ins Lager.

‚Jeff, viel Spaß dabei, ihr das alles hier zu erklären!‘ meinte der General und grinste dabei Jeff an.

Aber Jeff lief ihr bereits hinterher.

Aus den Aufzeichnungen von Bernadette G. Teil 4

Aus den Aufzeichnungen von Bernadette G. Teil 4

17.11.2008

Habe von einebernadettem Käseschinkentoast geträumt, warum weiß ich nicht so recht. Ich wache nach einem komatösen Schlaf auf und schwanke ins Bad. Als ich aufm Klo hocke, bemerke ich, dass mir ein Brief am Fuß klebt. Auf dem Umschlag steht ‚Bernadette G.‘. Ich reiße ihn auf und lese…

Liebe Bernadette,

ich weiß nicht so genau, wie ich mich ausdrücken soll. Ich hoffe ich überfordere dich jetzt nicht, wenn ich mit der Tür ins Haus platze. Ich möchte dir auf keinen Fall zu Nahe treten, aber ich habe mich in dich verliebt. Und es ist nicht nur was Sexuelles. Ich würde ich gerne wiedersehen, mein Rasierer übrigens auch.

In Liebe Björn ‚der Schweißer‘ Svenolofson

Beschließe nach dem Pissen zu kotzen…

Ende

Aus den Aufzeichnungen von Bernadette G. Teil 3

Aus den Aufzeichnungen von Bernadette G. Teil 3

15.11.2008 Nachtrag

bernadetteOh, scheiße, dass Wartezimmer ist voll und der Werksarzt musste zu einer Entbindung, ich glaub der will mich wohl verarschen, wo sollen denn hier Schwangere herkommen? Dem werd ich schon was entbinden, wenn er wieder da ist. Der Sören nervt mich schon die ganze Zeit, warum ich heute schon wieder zu spät bin. Der Kerl widert mich an.

Ich beginne die Wehwehchen der Werksangestellten abzufertigen und gucke dabei ganz wehleidig auf meine blauen Einlaufhandschuhe…Und was sagt meine Frau nur dazu, dass ich von der halben Mannschaft hier gepimpert wurde. Liebes Tagebuch, wie soll ich es ihr nur erzählen. Aber sie lässt sich bestimmt wieder nur die Füße von irgend so einem Flachwichser massieren… Der dann gleich wieder mit ihr durchbrennen will… Ich weiß nicht was ich denken soll… Mir ist kalt ohne meine Muschi…

Nachdem ich alle Patienten abgefertigt habe, habe ich diesen blöden Sören bitten müssen, mich in die Röhre zu schieben und von meinem Kopf eine CT zu machen. Hab ne schwere Gehirnerschütterung und durfte mich selbst Arbeitsunfähig schrieben, bis unser lieber Herr Doktor wieder von der ‚Entbindung‘ zurück ist. Der blöde Sören hat jetzt meinen Schwesternkittel an und muss Nachtdienst machen. Hahaha. Oh tut mir der Kopf weh!

Jetzt kann ich mir auch erklären, warum ich auf Einmal an den Eiern lecken so toll fand, ich muss echt einen gewaltigen Schlag haben… hm… schwere Gehirnerschütterung eben. Irgendwie war ich nicht ich selbst… geh jetzt schlafen, morgen sieht die Welt ganz anders aus!

Als ich meine Zimmertür aufmache, ist meine Wohnung im tadellosen Zustand, so als wäre nichts Geschehen und ein Zettel liegt auf dem Kopfkissen….

16.11.2008

Bin heute morgen aufgewacht und ins Bad getappt, habe erst am Spiegel gesehen, dass dieser Zettel an meiner Wange klebt. Man kann kaum mehr was lesen, weil ich ihn wohl vollgesabbert habe. Hab den Zettel weggeworfen. Wird schon nichts Wichtiges draufgestanden sein….

Hab einen Termin beim Herrn Doktor Vladimir Putinowsky. Er untersucht mich nochmal. Dass ich eine schwere Gehirnerschütterung habe, hatte ich schon gewusst, dass man auf dem CT nicht weiter was Schlimmeres sieht, hatte ich auch schon gewusst. Ich bin ja nicht auf der Brennsuppn daher gschwommen. (Des sagt meine Süße immer! Grins!) Dann wollte er wissen, wo ich die ganzen blauen Flecken her habe. Dann hat er den Werksschutz geholt. Ich sollte mal lernen besser zu lügen. Er hat irgendwie einen Blick dafür, blaue Flecken zu lesen, er ist ja auch halber Russe, der kennt sich mit Vergewaltigungen aus. Ich erstattete keine Anzeige, ich hatte keine Lust, dass noch mehr Trara um die Sache gemacht wird. Der Werksschutz meinte nur, dass es noch Konsequenzen hätte und das Werk eigene Ermittlungen anstellen wird. Ich meinte nur: ‚Recht so!‘

Der Klempner und der Schweißer wären in diesem Zusammenhang schon öfter aufgefallen, aber da handelt es sich eigentlich immer um männliche Opfer. Und dieser unbekannte Fremde wäre eh schon auf der Fahndungsliste, nachdem er beim Flüchten Betriebseigentum beschädigt hätte. Außerdem wäre mein Körperschaden auch auf den Unbekannten Fremden zurückzuführen. In der Zeit meiner 14 Tage Arbeitsunfähigkeit müsste schließlich Ersatz eingestellt werden. Blabla.

Der Doktor verschreibt mir noch dazu strickte Bettruhe.

Ich komme zurück ins Zimmer und da hatte jemand ein angebissenes Käseschinkentoast unter meiner Tür durch geschoben.

Mache mir weiter keine Gedanken darüber und falle halbtot ins Bett….

Aus den Aufzeichnungen von Bernadette G. Teil 2

Aus den Aufzeichnungen von Bernadette G. Teil 2

14.11.2008 Nachtrag

bernadetteEs langt ja nicht, dass ich den ganzen Tag schon diesen blöden Ohrwurm habe, von diesem blöden Lied von den Kassierer. Meine Werkskollegen singen schon die ganze Zeit dieses blöde Lied. Ich wusste gar nicht, dass es eine norwegische Version von dem Titel gibt.

Die werden doch nichts mitgekriegt haben, vielleicht sollte sie mal fragen warum mir mein Arsch so weh tut…Ding, Dong… oh der Klempner… ich muss zu Tür…

Der Klempner ist da und ich zeig ihm das kaputte Heizungsrohr und die Beulen an der Heizung. Er murmelt etwas auf norwegisch. Ich verstehe kein Wort, mein norwegisch ist nicht so gut, wie es eigentlich sein sollte. Er holt einen Hammer macht sich ans Werk. Seine Latzhose gefällt mir, aber ich finde bei den Temperaturen hätte er wenigstens ein Shirt anziehen können. Er hämmert also die Beulen aus der Heizung und bei jedem Schlag fange ich völlig unterbewusst, den Text von dem Lied von den Kassierer im Hammertakt lautstark mitzusingen. Böser Fehler, der Typ legt den Hammer weg und lässt seine Latzhosen fallen. Mein Lied verstummt, als ich den Hammer zwischen seinen Beinen sehe. Wie können Männer nur so schnell so viel Blut dahin pumpen. Ich stehe wie ein Reh bebannt vom Scheinwerferlicht da und der Mund steht mir offen….mit einem Schritt war er bei mir und steckte mir seine Zunge in den Hals. Ich bin total paralysiert. Sein Glied ist wirklich zu groß, aber er lässt sich von zu eng nicht irritieren. Des macht ihn irgendwie noch geiler. Er säuselt mir im gebrochenen Deutsch ins Ohr, dass er tierisch auf behaarte Frauen steht und dass er mich schön öfter im Schwimmbad beobachtet hätte. Als er mit mir fertig war, meinte er noch, dass des Heizungsrohr geschweißt werden müsste, er schickt da jemanden vorbei.

Ich weiß jetzt warum mein Arsch so weh tut. Habe zum Kotzen keine Kraft mehr…..

Bernadette

15.11.2008

Es klingelt, ich wach auf und hau mir den Kopf am Klodeckel an. Hab wohl die Nacht am Klo verbracht. Ich schwanke zur Tür, da steht der Schweißer mit seinem Schweißgerät. Die Gasflasche war nicht so groß, wie die Beule in seiner überaus nicht unschönen Latzhose. Ich glaub mir wirds schon wieder schlecht.

‚Dann wollen wir doch erst mal das Rohr schweißen!‘ meinte er.

‚Kommens doch rein!‘ sag ich.

‚Warum klebt hier überall Sperma!‘ fragt er und bröselt mir etwas getrocknetes Sperma aus meinem Haupthaar und stellt im gleichen Atemzug sein Schweißgerät an. Ich habe noch nie einen Handwerker so schnell schweißen sehen, wie den Schweißer. Er dreht sich um und hat immer noch die Schweißerbrille an. Mir ist schwindelig, ich habe glaub ich ins Licht gesehen. Bevor ich bewusstlos zu Boden knalle, fängt er mich auf, schleift mich ins Bad und stellt mich kurzerhand unter die Dusche. Was ich auch echt nötig gehabt hatte. Ehe ich mich versah, hatte er einen Rasierer gezückt (wo er den wohl her hatte) und rasiert mich, bis aufs Haupthaar völlig kahl. Dann lässt er mit einem breiten Grinsen im Gesicht, seine Latzhose zu Boden gleiten und sein Penis schnellte in Bereitschaftsposition.

Er kam zu mir unter die Dusche und meinte: ‚Nur wer rasiert ist, wird auch geleckt!‘

Bei allen Heilligen, er war rasiert, ich wusste gar nicht, dass an den Eiern lecken so viel Freude bereitet. Er hatte so einen großen Schwanz, dass ich ihn kaum in den Mund bekam. Was mache ich da eigentlich, ich muss mir bei den Stößen gegen Heizung, doch etwas Ernsteres am Kopf zugezogen haben. Er fickte mich von der Dusche bis ins Bett und wieder zurück. Weitere Details erspare ich euch jetzt, als er fertig war, klingelte mein Telefon, der Sören aus dem Labor, wo ich denn bleibe… oh scheiße ich muss zum Dienst. Ich zog mich an und lief los.

Manchmal kommt es anders…Der Killer wird zum Koch!

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt.

Der Killer wird zum Koch!

Grünwald bei München

24.12.2012, 20.00 Uhr

gunEin schwarzer Mercedes fährt eine lange Zufahrtsstraße hinauf zu einer riesigen Villa. An der Tür stand Ellen. Onkel Don stieg aus dem Wagen und lief ihr entgegen.

‚Ich grüße dich, schönes Kind!‘ meinte er und küsste sie auf die Stirn. Sie ging zur Tür herein.

‚Ich wünsche dir schöne Weihnachten, Onkel Don!‘ meinte Ellen und versuchte mit der Hand ihren Bauch zu verdecken.

‚Wo ist dein Vater?‘ fragte Onkel Don und blieb dann mit dem Blick auf ihrem Bauch hängen.

‚In der Bibliothek!‘ meinte Ellen und grinste.

‚Wer hat’n dich aufpumpt?‘ fragte Alfons, der einfach hereingekommen war. Er stellte zwei Koffer ab.

‚Alfons, solltest du nicht auf einem anderen Weihnachtsfest sein?‘ fragte Ellen.

‚Die Nonna hat gedroht mich zu erschießen!‘ stammelte Alfons.

‚Ich hab im Sommer deinen Sohn getroffen!‘ meinte Ellen.

‚Das habe ich gehört. Die Kugeln gingen knapp vorbei!‘

‚Schön zu hören!‘

Der Don stand immer noch mit offenen Mund da und blickte auf Ellen und stammelte: ‚Wer…?‘

Jemand, mit einer Kochschürze bekleidet, huschte über den Gang, meinte kurz: ‚Das war ich!‘

Und verschwand im Speisesaal, um gleich wieder aufzutauchen. ‚Das Essen ist gleich fertig!‘

‚Der Koch hat dich angebumst!‘ riefen Alfons und der Don gleichzeitig.

‚Der Koch ist tot!‘ grinste Ellen und machte Anstalten in die Küche zu flüchten.

‚Stronzo!‘ kam eine keuchende Stimme aus der Bibliothek.

Der Don lief in die Bibliothek und sah, einen Mann in einem Rollstuhl sitzen. Die Schiebetür zum Esszimmer war ganz offen und im Esszimmer stand eine ältere Dame auf einer Leiter und schmückte den Weihnachtsbaum.

‚Ah, guten Tag! Sie müssen Herr Don sein und ihr Chauffeur?‘ rief die Dame und stieg von der Leiter. Der Don eilte durch den Raum und griff nach ihrer Hand und half ihr, bis sie mit beiden Beinen wieder auf dem Boden stand.

‚Ernesto hat sich schon so gefreut, gell Ernesto!‘ meinte sie und ging zu dem Mann im Rollstuhl.

‚Stronzo!‘ rief er wieder. Der Don musste sich an der Leiter festhalten. Es hatte schon eine halbe Ewigkeit niemand mehr seinen Bruder Ernesto genannt.

‚Sehen Sie, wie er sich freut?‘ rief sie erregt und drehte den Rollstuhl in ihre Richtung. ‚Aber noch mehr freut er sich auf Silvester!‘

‚Kabumm!‘ rief er.

‚Seit dem Schlaganfall, hat er schon drei Wörter gelernt! Und wir können schon wieder alleine Essen, gell Ernesto?‘ rief sie und wischte ihm den Sabber vom Mund ab.

Der Münchner hatte stark abgenommen, aber er sah so zufrieden aus. Der Don fiel vor dem Rollstuhl auf die Knie und jammerte: ‚Mein Bruderherz, hätte ich gewusst…!‘

‚Schwuchtel!‘ rief Ernesto und tätschelte seinem Bruder auf dem Kopf herum.

‚Er freut sich Sie zu sehen, Herr Don!‘ rief sie und erschrak sich dann. ‚Ach, was bin ich denn für ein Schussel. Da plappere ich und plappere ich und hab mich gar nicht vorgestellt. Ich bin Ruth Hehnlein, Frau Dr. Ruth Hehnlein. Die Mutter vom Rutger!‘

‚Stronzo!‘ rief Ernesto.

‚Ja, mein Lieber und das Essen ist gleich fertig!‘ meinte die Frau Dr. und strich Ernesto über den Kopf.

‚I brauch an Schnaps!‘ meinte Alfons, zog seinen Flachmann aus der Tasche und ging kopfschüttelnd ins Esszimmer.

‚Wäre der ungehobelte Naturbursche gewillt, seine groben Bergstiefel gegen Hausschuhe einzutauschen! Sie ruinieren den guten Perser!‘ meinte sie spitz.

Alfons blieb vor dem Teppich stehen, drehte sich um und ging wieder in die Eingangshalle. Er leerte seinen Flachmann mit einem Zug und zog sich fluchend die Schuhe aus. Ruth stand neben ihm, als er sich wieder erhob. ‚So und jetzt tausche ich Hausschuhe gegen ihre beiden Knarren, Alfons!‘ meinte sie, grinste zuckersüß und fuhr fort. ‚Ich möchte nicht, dass sich Ernesto unnötig aufregen muss!‘

‚Wer sind Sie eigentlich?‘

‚Ich bin die höchst überqualifizierte Krankenpflegerin vom Münchner!‘ meinte sie bedrohlich, nahm einen blauen Gummihandschuh aus der Tasche und zog ihn an.

‚Is ja scho guad!‘

‚Sehen Sie, schon sind wir einer Meinung!‘

Sie drehte sich auf der Stelle um und ging Richtung Esszimmer, wo Ellen ihr über den Weg lief. ‚Ellen, Kind. Du sollst doch nicht so schwer heben.‘

‚Ja Mama!‘ rief Ellen, trug aber dennoch den Weihnachtsbraten ins Esszimmer. 

Fortsetzung folgt im WüstenRoadMovie

 

Manchmal kommt es anders… Killer 17

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!
Killer 17

Sonntag, 19.08.12, 18.05 Uhr

Krankenhaus Trapani, Sizilien

gunEllen war eingeschlafen und lag mit dem Kopf auf dem Krankenbett. Rutger war schon eine Weile wach und blickte sie einfach nur an. Er versuchte sich unter Schmerzen zu bewegen und konnte mit den Fingerspitzen an ihr Haar gelangen. Behutsam strich er mit zwei Fingern über eine ihrer Haarsträhnen.
Sie machte merkwürdige Geräusche im Schlaf, bevor sie erwachte. Mit einer hastigen Bewegung wischte sie sich Spucke aus dem Mundwinkel und blickte ihn mit verquollenen Augen an.
‚Guten Morgen, Schöne Frau!‘ flüsterte er.
‚Rutger?‘ stammelte sie.
‚Ich kann ja hier nicht weg!‘ meinte er und zog behutsam an dem Schlauch seines Tropfes.
‚Ja und du musst noch ein paar Wochen hier bleiben!‘
‚Es sei denn…!‘
‚Was…?‘
‚Gibt mir mal dein Handy!‘
‚Ja, aber!‘ meinte sie und drückte ihm das Handy in die Hand.
‚Kann ich ein Auslandsgespräch führen?‘ fragte Rutger, wartete ein Nicken ihrerseits ab und grinste sie geheimnistuerisch an. Während er eine ellenlange Nummer eintippte, versuchte er sich unter Schmerzen aufzurichten.
‚Ja god dag, kan du forbinde mig med Dr. Hehnlein?‘
Ellen blickte ihn verwundert an.
‚Ja, ich bins!‘
Man konnte eine hohe kreischende Stimme hören. Er hielt sich das Handy ein Stück vom Ohr weg und meinte nach einer Weile: ‚Ja, Mama!‘

Es geht weiter im AlpenRoadMovie21 – Unsere Sache! Es wird sich lohnen!

Manchmal kommt es anders…Killer 16

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 16

Sonntag, 19.08.12, 14.05 Uhr

Krankenhaus Trapani, Sizilien

gunEllen saß auf einen Stuhl neben einem Krankenbett und döste. Rutger lag regungslos im Bett. Er hing an einem Tropf und war ziemlich blass im Gesicht.

Es klopfte an der Tür und jemand trat ein: ‚Signorina Ellen?‘

Sie schreckte hoch. Es war einer der Handlanger ihres Vaters, der auf sie zulief und unterwürfig zu faseln begann: ‚Hier sind die Wagenschlüssel, Ihre Tasche und Vera liegt im Kofferraum, sie ist wie neu! Sie sollen so schnell wie es irgend möglich nachhause kommen, ihr Vater…!‘

Sie hob die Hand und unterbrach ihn unwirsch: ‚Ich komme dann, wenn ich hier nicht mehr gebraucht werde!‘

‚Aber die Geschäfte?!‘

‚Die Geschäfte werden ein paar Tage auf mich warten müssen.‘ zischte sie ihm zu und ihr Gesichtsausdruck ließ keine Widerrede zu.

‚Sollen wir jemanden hier lassen, der Sie mit dem Wagen zurückbringt, wenn Sie…!‘

‚Nein, nein. Ich kann den Wagen selbst zurückfahren. Sie können alle zurück nach München fahren und kümmern Sie sich um meinen Vater, bis ich wieder da bin, ja!‘

‚Aber natürlich! Kann ich sonst noch was tun?‘

‚Nein, nein. Ich werd der Eisernen eine Glückwunschkarte schicken und ihr zu ihrem Sieg gratulieren.‘

‚Die Eiserne war hier in der Stadt und ist dann mit einem weißen Fiat mit französischen Kennzeichen Richtung Marsala gefahren. Am Steuer saß diese Frau Müller und Giovanni daneben.‘

‚Lebt er noch, ich glaube ich hab ihn getroffen!‘

‚Er sah nicht gut aus, aber er wird es überleben. Diese Frau Müller ist eine Krankenschwester und die Eiserne wäre längst hier, wenn es was Ernstes wäre.‘

Ellen seufzte schwer.

‚Ich geh dann mal!‘ meinte der Handlanger und lief rückwärts aus dem Krankenzimmer.

‚Ja ja. Gute Fahrt!‘ sagte sie abwesend.

Weiter geht es im AlpenRoadMovie20! Es lohnt sich!

%d Bloggern gefällt das: