Skyfall (2012)

Skyfall (2012)

James Bond, jamboSkyfall: Ein Quantum Trost für jeden James Bond Fan. Heute erst mal kein Spoiler, ihr könnt getrost erst mal weiter lesen und dann noch ins Kino und euch Skyfall anschauen.

Hab ich eigentlich erzählt, das ich eigentlich ein James Bond Fan bin. Natürlich bin ich das. In meinem Regal stehen alle Romane von Ian Fleming und ich hab auch alle alten Filme auf Video.

Seit Casino Royal bin ich wieder dabei, ich war nach dem Tod vom Q-Darsteller Desmond Llewelyn ein Wenig in Trauer. 

Auch so einige Bondgirls unter Pierce Brosnan haben es meiner Meinung gar nicht verdient, überhaupt in die Riege der Bondgirls eingereiht worden zu sein.

Stellt euch nur mal vor, was einem da zugemutet worden ist: Eine 23 jährige Frau in einem Atomendlager irgendwo in Kasachstan alias Dr. Christmas Jones, Atompysikerin ihres Zeichens, stakst wie Bruce Darnell von Germanys Next Topmodel, mit zwei Koffern waffenfähiges Plutonium durch eine Gruppe halbnackter russischer Soldaten, natürlich hat sie ein praktisches Lara Croft Outfit an, bloß anstatt zweier 9mm FN Browning High Power Pistolen, mit zweier Mördertitten bewaffnet. (Nein, dies ist nicht der Vorspann zu einem russischen Hardcore-Pornostreifen, den man nur bei diesem schmierigen russischen Typen kriegt, der immer am Starnberger Flügelbahnhof rum lungert. Bei dem kriegt man nicht nur solche illegalen russischen Produktionen ohne Untertitel, sondern auch die heiratswillige Pornodarstellerin mit falschen Pass und /oder das waffenfähige Plutonium gleich mit dazu.) Nein, dies war eine Szene aus einem offiziellen James Bond Film ‚Die Welt ist nicht genug!‘ und am Ende des Filmes erfahren alle Zuschauer, das Christmas nicht nur einmal im Jahr kommt…genau da habe ich aufgehört James Bond Filme zu schauen.

Casino Royal brachte mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Und das nur wegen den blutigen Schrammen, dem Parcourlauf und der Folterszene. Okay das Pokerspiel mit allem drum und dran war auch ganz cool, vor allem das drum und dran! Himmel ist Daniel Craig eine harte Sau und doch so menschlich. RRR! Auch wenn das Glück nicht lange wehrte, denn Quantum Trotz habe ich mir gar nicht angeschaut, genauso wie den Letzten mit Pierce Brosnan.

Ich habe mich auch ernsthaft mal damit abgefunden, dass Bondgirls leider nur eine hübsche Staffage für 007 sind und keineswegs aufrechte intelligente Frauen mit Charme und Witz. Selbst Eva Green, die ich persönlich sehr schätze, kann einfach nicht gescheit sterben. Da zieht sie schon mal gerne ein Bein nach. Unterkühlte Tote haben keine Reflexe mehr, verdammt. (Die Sterbeszene in Dark Shadows ging halt auch gar nicht!) Das müssen wir mal üben, nehmt euch mal ein Beispiel an Sean Bean, der hat es halt drauf, zu Leben und zu Sterben, vor allem zu Sterben. Der sollte Kurse geben. Schöner Sterben mit Sean Bean. Eva Green und Marion Cotillard (aus Batman Rises) bekommen einen Ehrenplatz, weil das mit dem Sterben müssen wir nochmal üben, verdammt nochmal!

Ich schweife ab, ich hatte also Karten zur Vorpremiere von Skyfall und trotz der Lage (Im Arbeiter- und Bauernlandkreis) des Kino Dachau, ist die Ausstattung des Kinos nicht für kerndlgfuarderte Gäste geeignet. Im Fall eines Brandes müssen die Gwamperten und Gebärfähigen leider verbrennen, weil sie in den Sitzen stecken bleiben, weil die zu eng sind. (Und ich war bei Weiten nicht die Dickste im Kino!) Das Publikum war der Lage angepasst, was erwarte ich auch, wenn ich in Dachau (Unweit des KZ Dachau und mitten im Herz der bayrischen Gastfreundschaft) ins Kino gehe. Intolerantes Pack, da kommt mir echt die Kotze hoch und warum wohne ich da überhaupt, wenn sie einen noch nicht mal respektieren. Nachdem der Film echt gut war und ich mich echt gefreut habe, wie ein Schnitzel, konnte man mir im Nachhinein den Film eigentlich auch nicht wirklich vermiesen. Nur, dass ich bei der Hälfte des Filmes ganz tierisch zum Schiffen musste, aber einmal nicht aufstehen wollte und noch dazu nicht aufstehen konnte, klemmte ja im Sitz fest. Und noch dazu war ich auch noch vom Speckgürtel umringt und somit von den sanitären Anlagen erst mal abgeschnitten. Ich wand mich wie ein angeschossenes Tier im Sitz, spannend war der Film ja auch noch. Habe mir ernsthaft überlegt in den leeren Colabecher oder in die Handtasche meiner Sitznachbarin zu pinkeln, aber ich klemmte ja…

Wie hab ich mir einen Schwanz und einen Hacklstecker gewünscht. Aber weil ich ein Mädchen bin, hätte ich mir beinahe in mein Höschen gemacht.

Wusste gar nicht, dass man irgendwann Schweißausbrüche bekommt, wenn man ernsthaft Schiffen muss. Ich hoffte inständig, ich würde die Flüssigkeit in meiner Blase vielleicht aus schwitzen…

Endlich war der Film, nach gefühlten Stunden, zu Ende. Also versuchte ich als Erstes über den Speckgürtel zu klettern, ohne mich selbst zu bemachen, eigentlich hätte ich sie einfach anpissen sollen. Den Abspann hinter mir lassend, rannte ich aus dem Kino und war die Erste auf dem Klo, Jeahi! Jetzt hoffe ich nur, dass der Film ohne überhöhten Harndrang noch genauso gut ist, wenn ich ihn mir nochmal anschaue, nur um den Abspann zu sehen.

Vorsicht Spoiler:

Vorsicht Spoiler:

Vorsicht Spoiler: Es ist der erste Bondfilm in dem es keine wirkliche Sexszene gibt. (Außer in meinem Kopf natürlich!) Es gibt nur eine echt spritzige Duschszene. (Gut, ich geb es ja zu, ich steh auf Duschen!) Ben Whishaw gefällt mir als Q sehr gut, aber er hat mir in Parfüm schon ausnehmend gut gefallen. Der KlausKinskiAward lässt grüßen. Javier Bardem böser Bösewicht, sehr skurrile Darstellung eines wahnsinnigen Rächers. Ich mag das, mehr davon.

Vorsicht Spoiler:

Vorsicht Spoiler:

Vorsicht Spoiler:

Fazit:

Ein kleines RRR für die Duschszene.

Ein großes RRR für Daniel Craig für sein Lebenswerk.

Ich muss mir ein Quantum Prost der Vollständigkeit halber doch noch anschauen, ich warte aber, bis er im Fernsehen kommt.

Der Film Skyfall bekommt irgendwann in mein DVD Regal, gleich neben Casino Royal.

Merke: Ben Whishaw und/oder Javier Bardem für den KlausKinskiAward nominieren.

Eva Green und Marion Cotillard für den Schöner Sterben Workshop mit Sean Bean einladen. Sean Bean anrufen, wann er Zeit hat. (Kleiner Scherz am Rande!)

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