Sam und Dean retten meine kleine Welt oder wie verdammt tötet man nen Sparklefool…

Sam und Dean retten meine kleine Welt oder wie verdammt tötet man nen Sparklefool…

An einem bewölkten Tag fahre ich mit meinem schwarzen Citroen Nemo zum Einkaufszentrum in meinem Ort. Langsam tuckere ich über den menschenleeren Parkplatz und suche mir einen der 100 freien Parkplätze aus. Mein Auto steht, ich mach schon mal die Türe einen Spalt auf, krame aber noch in meiner Handtasche herum. Neben mir parkt einer schwungvoll ein, als wäre der Parkplatz nicht groß genug für uns zwei. Fährt dieser Penner mir fast meine Tür ab. Erschrocken blickte ich auf und da steht ein schwarzer 1967er Chevrolet Impala und im Wagen sitzen zwei Männer, die sich lauthals streiten.

‚Sam, hast du das Blut eines Toten?‘

‚Jaaa, alle 5,5 Liter!‘

‚Hast du sie auch eingefüllt?‘

Wie paralysiert starre ich aus dem Fenster, als Sam Winchester, ja der Sam Winchester von Supernatural, kopfschüttelnd die Autotür aufstieß und mir dabei meine Autotür in mein Gesicht klatschte. Mein Gesicht klebte nun regelrecht an der Scheibe, so dass ich nach einem Moment nur noch meinem Atem an der Scheibe sehen konnte. Die Tür wurde aufgerissen und mir fällt vor Schreck die offene Handtasche aus dem Auto. Ich will hinterher hechten. Aber ich bin noch angeschnallt. Der Gurtstopper hält mich zurück. Sam kniete sich hin und versuchte den Inhalt meiner Handtasche wieder hineinzustopfen.

‚Boa Sam, wird das heute noch was?‘ moserte Dean Winchester, hinter dem geöffneten Kofferraumdeckel hervor.

‚Ja, ähm. Tschuldigung.‘ stotterte Sam und kam mit dem Kopf in dem Moment hochgeschnellt, als ich mich endlich vom Gurt befreit hatte und ihm schier entgegen purzelte. Für einen kurzen Moment berührten meine Brüste sein Gesicht und er fing mich mit seinen starken Armen auf. RRR!

Meine Handtasche fiel ihm aus der Hand. Egal. Halt mich, Sam. Sabber sammelte sich in meinem Mund.

‚Hey, Sam. Du kannst nachher mit den einheimischen Weibchen flirten. Wir haben zu tun. Gleich kommt die Sonne wieder raus.‘ schrie Dean jetzt und warf ihm einen quietschbunten Super Soaker zu. Sam lies mich auf den Inhalt meiner Handtasche fallen und fing den Super Soaker. Dean zog gerade einen grünen Rückentank an und verstöpselte den Schlauch mit seinem Gerät.

‚Warum muss ich immer den mit dem Blut kriegen, da muss ich immer so schwer pumpen.‘ jammerte Sam.

‚Weil ich die Nonne gerade um 5 Liter Weihwasser erleichtert habe.‘ meinte Dean und grinste seinen Bruder versaut an.

Der Sabber lief mir aus dem Mund, als ich meine Handtasche in den Fußraum meines Wagens warf und versuchte möglichst viel Inhalt hinterher zu werfen und gleichzeitig versuchte ich mich aufzurappeln. Meinen Mund abwischend traute ich meinen Augen kaum. Ein blasser Typ ritt auf einem schwarzen Rappen über den Parkplatz auf den Getränkemarkt zu. Sein schwarzer Mantel flatterte im Wind.

‚Das ist er, der Sparklefool!‘ schrie Dean und lief los. ‚Los Sam, Pump!‘

Sam hatte den Rückentank nur über eine Schulter geworfen, nestelte am Schlauch und rannte wie ein 12jähriges Mädchen mit blonden Zöpfen hinter Dean her. Dean hatte den Reiter bereits eingeholt und verpasste ihm einen Schwall Weihwasser. Der Reiter sprang schwungvoll von seinem Gaul. Die Wolken lichteten sich und die Schatten schienen langsam über den Asphalt hinweg davon zu laufen. Ich musste meine Hand vor die Augen halten, um das Geschehen weiter beobachten zu können. Dabei lehnte ich mich auf den Impala und leckte über den Lack. Doppel-RRR.

Den Strahl mit dem Weihwasser ignorierend lief der Typ auf Sam zu und als die Sonne die Beiden erreicht hatte, wusste ich was Dean mit Sparklefool gemeint hatte. Der Typ glitzerte im Sonnenlicht, wie das Glitzertraumhaus von Barbie. Und sein blöder Gaul, stand auch in der Sonne und glitzerte vor sich hin. Der Kerl fauchte Sam an und fletschte die Zähne. Und seine spitzen Eckzähne glitzerten in der Sonne. Sam schoss ihm noch im Fallen einen Strahl Blut in den Mund. Und Dean sprang über Sam und schrie: ‚Schluck, du Spinner!‘

Der Kerl kam auf mich zu, lächelte mich an und blieb vor mir stehen. ‚Ich bin Edward, meine Schöne!‘

‚Und auf dich habe ich gewartet, du Penner!‘ geistesgegenwärtig schlug ich ihm auf die Nase und riss mit der zweiten Hand die Schiebetür meines Nemo auf. Ich wollte nach der MagLite greifen, bekam aber nur eine 2 Liter Flasche Cola zu fassen. Wie in Zeitlupe zog ich sie heraus und schüttelte die Cola und öffnete sie schreiend.

Der Edwardsparkletyp hielt sich die Nase und taumelte nach hinten, wo er in Weihwasserstrahl von Dean lief. Sam war wieder auf den Beinen und traf ihn mit dem Blut ins Ohr.

‚Sam, das hilft nicht!‘

‚Verdammt Dean!‘

Meine Cola explodierte beim Öffnen des Deckels und ein Strahl Cola schoss heraus und traf den Sparklefool direkt ins Gesicht. Erschrocken hielt er die Hände vors Gesicht. Ich schrie laut: ‚Cola Zero ist was für Weicheier, du Schwuchtel!‘

‚Es schwächt ihn!‘ schrie Sam.

‚Das reicht aber noch nicht, Sam!‘ schrie Dean.

‚Kreuzt die Ströme!‚ schrie ich, warum auch immer.

‚Bitte was?‘ fragten die beiden Jungs gleichzeitig, während der Sparklefool lachte und sich das Cola-Blut-Gemisch aus Gesicht wischte.

‚Überkreuzt die Ströme, verdammt.‘ rief ich, presste den Daumen auf die Flasche und schüttelte, bis mir die Arme weh taten.

Zum Glück begriffen Sam und Dean, was ich gemeint hatte und kamen auf mich zu und pumpten. Der Sparklefool lief auf uns zu und fauchte uns an. Ich nahm den Daumen von der Flasche und wir überkreuzten die Ströme. Der Sparklefool schrie, fing an zu dampfen und verpuffte schließlich.

‚Und jetzt der Gaul!‘ rief Dean.

‚Das ist wissenschaftlich völlig unmöglich, ein Pferd ist ein Kaltblüter und warum sollte ein Vampir einen Kaltblüter aussaugen.‘ erklärte ich.

‚Bei den Sparklefools kann man nie wissen, lass uns Pferdesalami machen.‘ meinte Dean und wechselte seinen Super Soaker mit einer Schrotflinte. Sam nahm sich einen riesigen Holzpfahlpresslufthammer, den ich schon mal bei From Dusk till Dawn gesehen hatte.

‚Hey du, hast du noch ne Cola, für alle Fälle?‘ fragte Dean und zwinkerte mir zu.

‚Klar!‘ meinte ich, aber die beiden waren schon wieder im Dauerlauf unterwegs. Ich hechelte mit der nächsten Colaflasche hinter den Beiden her. Die hatten das Pferd schon gepfählte und erschossen.

Eine alte Oma kam ihren Einkaufswagen in unsere Richtung schiebend und fing an zu kreischen: ‚Ja hey, ja Sie, was machen Sie denn da?‘

‚Die sind vom Kreisveterinäramt und mein Pferd hat die Tollwut! Gehen Sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen.‘ meinte ich zu ihr, während mir Dean die Cola aus der Hand nahm und sie kräftig schüttelte.

Als das Pferd verpuffte, drehten sich die Beiden um, zogen ihre Sonnenbrillen an und grinsten mich saublöd an: ‚Danke für deine Hilfe. Schau mal genau da rein!‘ Und Dean hielt mir ein Blitzdings unter die Nase. In dem Moment als er auf den Auslöser drückte, kniff ich meine Augen ganz fest zu und tat dann so, als hätte es tatsächlich funktioniert.

‚Du hast davon geträumt, dass du unglaublich geilen Sex mit Dean Winchester hattest!‘

‚Ach komm, kannst du nicht mal was Sinnvolles sagen, nach dem Blitzdings.‘

‚Gut, du hattest grottenschlechten Sex mit Sam Winchester…‘

Er bekam einen Stoß von seinem Bruder und nun redete er. ‚Also du hattest keinen Sex mit keinem der Winchester Brüder. Der Sex wäre weder gut, noch schlecht gewesen. Du fährst wieder heim und siehst weiter fern. Das kann mal nicht schaden.‘

Dean hüpfte hinter seinem Bruder rum und rief: ‚Sam schminkt sich!‘ und ‚Sam weint nach dem Sex!‘ Dann lies er die Hosen runter und schrie: ‚Pudding!‘

Ich wachte auf, weil mir der Sabber vom Gesicht rann. Ich saß immer noch in meinem Auto mit der Hand in meiner Handtasche. Im Radio lief ‚Carry On My Wayward Son‘ von Kansas.

Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen fuhr ich heim und schaute weiter fern. Ich hatte auch völlig vergessen, warum ich eigentlich zum Einkaufszentrum gefahren war.

‚Ich liebe es, wenn du so herrisch bist, Sam!‘

Danke an Aniela, Sophia und Sven. Und nix für unguad an alle Twilightfans, Barbie hat ja auch ein Glitzertraumhaus und ein Pferd.

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Morgens ein Grauen im Morgengrauen…

Erlebnisbericht einer S(M)L *) auf Conquest of Mythodea 2009 Teil 6

Morgens ein Grauen im Morgengrauen – oder warum habe ich immer einen so unverzeihlichen Rausch, wenn ich mit dem Conquest-Team unterwegs bin.

Unsere SL-Koordination ist total pisst, weil er den Schwallkörper wecken sollte, der Schwallkörper liegt aber gar nicht in seinem Bett. Kein Wunder, der war ja auch vorhin noch im Gobbo an der Stange. Schwellkörper hat mich ans Bett gebracht, wo ich dann nur noch umgeplumpst bin. Ich gehe mal davon aus, dass danach nichts mehr passiert ist. Der Gott des Rausches hat mich mit seinem riesigen Holzhammer voll von Hinten erwischt… Und genau so bin ich eine Stunde später aufgewacht, habe dann wohl meine Schuhe ausgezogen und bin wieder ins Koma gefallen. Irgendwann bin ich aufgewacht, weil ich gefroren habe wie ein Schneider. Der Schwellkörper hat mich anscheinend nicht mal zugedeckt. So ein Arsch. Als ich das Nächste mal aufwache, stelle ich fest, dass ich nicht nur alle meine Klamotten anhabe, sondern auch meine Kappe. Mit dem Schirm der Kappe stecke ich in meinem Kissen. Ich arbeite mich langsam aus allem raus, was störend ist. Mein SL-Leuchtstäbchen blinkt vor sich hin und ich höre ein Grillen. Ich finde in meinem BH das künstliche Grillengeräusch. Ich hole es raus. Auf meiner Brust ist ein Abdruck und da steht: ‚Made in Taiwan‘ Ich falle vor Entsetzen wieder ins Koma. Irgendwann schrecke ich wieder auf und schaue in mein Dekolleté, alles so wie sonst auch. Ich drehe mich um, ich höre wieder ein Grillen. Das Grillengeräusch liegt neben meinem Ohr. Lästiges kleines Biest. Ich entschließe mich aufzustehen. Der Schwellkörper ist schon wieder fit, wie ein Turnschuh und grinst mich dreckig an. Ich habe keine Ahnung wieso. Im Lager ist der Dungeon schon abgebaut und die halbe Palisade auch. Wir rekonstruieren den gestrigen Abend. Die Männer können mir auf die Minute genau sagen, wann ich meine Schuhe ausgezogen habe, nur ob und wann und wie ich zugedeckt war, kann mir keiner sagen. Ich versuche festzustellen, mit wem ich gestern alles rumgeknutscht habe. Nach meiner Rechnung waren es mehr Frauen als Männer. Hm. Warum habe ich immer nur so unverzeihliche Räusche, wenn ich mit dem Conquest-Team unterwegs bin?

Das unleidige Abbauen beginnt. Wir sammeln die zerstörten Ytongsteine aus der Wiese. Ich beginne nun wieder alle Spieler zu hassen, da ich den ganzen Vormittag auf allen Vieren in der prallen Sonne rumgerutscht bin, nicht dass sich ein Pferd einen Ytongstein eintritt und daran stirbt. Die Müllsäcke mit Ytongbrocken stapeln sich schon. Irgendwann komme ich auf die glorreiche Idee die Überreste der Ytongsteine in die Löcher zu füllen, die nach dem Abbau der Palisade in der Wiese auf teure Pferde warten, damit sie sich ein Bein brechen. Der Conquest-Versicherung zu Liebe rutschen wir den ganzen restlichen Tag auch auf allen Vieren herum und füllen alles was nicht niet- und nagelfest ist in die Löcher. Der Schwallkörper macht irgendwann schlapp und legt sich ins SL-Zelt. Der Schwellkörper beginnt ihn zu dekorieren. Wir lachen uns halbtot. Ich hoffe dieses Bild findet den Weg in meine Hände. Auf dem Schwallkörper liegen nun viele Einzelteile unseres Skeletts, der Bloodball, unsere Ratte und vieles mehr. Er wacht davon nicht auf. Dann wird noch ein offizielles Conquest-Fotoshooting mit ihm gemacht und er schläft wie ein Baby. Als ihm der Schwellkörper aber den Conquest-Stempel auf die Stirn drückt, schreckt er hoch. Was für ein Spaß.

Der gute alte Handhebefluch. Wenn man diesen Fluch hat, dann muss Mann oder Frau immer dann die Hand heben (Aber nicht so wie früher!), wenn Mann oder Frau etwas Versautes sagt oder denkt. Den Fluch gab es letztes Jahr schon auf dem Richtfest (= Teamparty am Sonntag nach dem CoM, da richten sich die Erfüllungsgehilfen mit den restlichen Alkoholbeständen aus der Black Pearl so richtig zu, deswegen Richtfest.) und ich kann mich daran erinnern, dass ich beim Händchenhalten mit einem SL-Kollegen, mit erhobener Hand eingeschlafen bin. Zu mehr als Händchenhalten ist es auf Grund unseres gemeinsamen Erschöpfungszustandes dann auch nicht gekommen. Schade eigentlich. Davon gibt es leider kein Foto. Egal. Dieser Fluch ist dieses Jahr völlig an mir vorbeigegangen. Ich hab mich schon immer gewundert, warum manche Spieler immer die Hand heben. Nachdem ich den Fluch nun auch so richtig registriert habe, werden die restlichen Abbauarbeiten wesentlich lustiger, wenn man ständig jemanden, wegen irgendwas die Hand heben sieht, während sich der restliche Hofstaat den Arsch ablacht. Der Schwellkörper trägt riesige Baumstämme, die andere zu zweit tragen müssen, über den Platz und alle Frauen heben unabhängig von einander die Hand. Das könnte Mann schon als sexuelle Belästigung werten. Es sind schon fast alle Orks weg, ein Teil der Palisade steht aber noch, die Lagerorkanisation ist kurz vor dem Durchdrehen. Und wer ist schuld, natürlich das blöde SL-Team. Nachdem sie sich mal wieder dazu anschicken wollte, voll über meinen bösen MitSLer abzulästern, falle ich ihr ins Wort und sage ihr zum letzten Mal für dieses Jahr meine Meinung. Trotzdem packen wir alle nochmal an und schaffen es mit Hängen und Würgen bis zur Dämmerung die Palisade und das Holz vom Platz zu schaffen und alle Löcher zu stopfen. Ich bin am Ende meiner Kräfte. Der Schwellkörper überzeugt uns von seinen körperlichen Fähigkeiten, jetzt macht er mir wieder Angst, dabei hatte ich gehofft, meine Angst vor großen Männern wäre jetzt endlich vorbei. Ich hätte nicht gedacht, dass ich auch Panik kriege, wenn er in der Brücke aufsteht und verkehrt herum auf allen Vieren auf mich zu läuft. Da hilft mir meine äußerst plastische Erzählung über die mittelalterliche Tripperbehandlung (Glühender Draht!) nicht mehr aus der Patsche. Die Lagerorkanisation bedankt sich doch tatsächlich bei uns allen für die Hilfe beim Abbau. Und das geht übrigens runter wie Öl. Nachdem wir alle voll für den Arsch sind und nur zum Ficken und zum Feiern da sind. Ich gehe zurück ins SL-Dorf, packe meine Sachen und ziehe in die Stadt. Morgen in der früh werde ich heimgefahren. Als ich damit fertig bin, ist es dunkel und als ich in die Dusche komme, gibt es nur noch kaltes Wasser. Haarwaschen mit kalten Wasser ist ein Traum und genauso schaue ich jetzt aus. Ich schminke mich im Dunkeln, da kann Frau nach einer Woche Conquest nicht mehr viel falsch machen. Das HQ ist natürlich schon zu, ich kann den Conquest-Stempel quasi gerade noch abgeben, aber zum Spritgeld abholen hat es grade nicht mehr gelangt. Egal. Das Richtfest hat schon angefangen, es ist aber keine richtige Stimmung. Es sind wahrscheinlich alle ähnlich fertig wie wir. Das Dungeonteam steht zusammen und wir ratschen, obwohl ungefähr noch 100 andere Personen aus dem Team um uns rum sind, können wir uns kaum trennen. Unsere SL-Azubine bemerkte dies mit einen: ‚Super ganz toll ja!‘ und ich mit einen: ‚Ja, ernsthaft!‘ Alle lachen, zumindest die vom Dungeonteam. (Ich habe unsere SL-Azubine am Samstag völlig eigenmächtig mitten in der Schlacht zu einer vollwertigen SL befördert, weil sie einfach der Hammer ist. Wir könnten ihr außer Unsinn nichts mehr beibringen. Danke und super ganz toll ja,ja ernsthaft!) Der Abend geht zur Neige und ich knutsche mal wieder mit der Ein oder dem Anderen. Ich bin nicht so betrunken, wie gestern und dass ist gut so, nicht dass ich noch Unsinn mache. Ich weiß nur so viel, dass ich irgendwann auf einem riesigen Heuhaufen auf dem Platz vom Großen Heer saß und einen weißstrahelnden Komet ganz dicht an meinem Kopf vorbeischießen sehen habe. Ein sehr ambitionierter Versuch das Magielager zu treffen. Ich wecke meinen Fahrer und habe ein wenig Galgenhumor. Die Heimfahrt habe ich zum größten Teil verschlafen. Wieder zu hause quäle ich meine Waschmaschine und finde wirklich überall Stroh. Ich bin ein bisschen deprimiert, aber das ist nach so einer Großveranstaltung eigentlich normal. Es gibt dieses Jahr mal wieder von mir und wenn es welche gibt, werde ich sie wohl nie sehen, aber dass ist halt so, wenn man SL macht. Ich hebe zuweilen die Hand und keiner versteht es. Nach dem CoM ist vor dem CoM. Ich freu mich schon auf 2010.

Bis denne und nix füar unguat…

Die Bine aka Der Hofnarr, die Schackeline und ihr igorianischer Freund

*)SML ? Meine Händler sagen immer liebevoll SML zu mir, ist eine Kombination zwischen SM und SL, ich glaube dazu muss ich noch einen Aufklärungsblog schreiben.

Wann ist denn die Endschlacht? Es gibt keine Endschlacht!

Erlebnisbericht einer S(M)L auf Conquest of Mythodea 2009 Teil 5

Wann ist denn die Endschlacht? Es gibt keine Endschlacht!

Am nächsten Morgen erfahre ich, dass meine Lieblingsorks über Nacht wohl das Wasserlager geplättet haben müssen. Hm. Sie haben ihnen die Belagerungsgeschosse in ihrem Wassergraben versenkt. Haha. Dieser Wassergraben wurde gestern übrigens von den eigenen Leuten wegen eines untoten Froschbefalls mit Öl verunreinigt und dann angezündet. Dabei haben sie dann ihre eigene Palisade halb abgefackelt. Jetzt suchen sie schon den ganzen Vormittag nach ihren Kanonenkugeln.

Ich möchte mich bei meinem SL-Team für die überaus erfolgreiche Erfindung der CoM-Puddingdiät bedanken. Seitdem mein Pudding die Besteigung durch einen Schwellkörper nicht überlebt hatte, habe ich jedes Mal Blut und Wasser geschwitzt, wenn ich einen Pudding Richtung Lager gebracht habe. Wenn ich dann im Lager war, habe ich alle mir möglichen Mittel und Wege unternommen, dass zumindest jeder zweite Pudding auch den Weg in meinen Mund findet. Wobei ich jenes dann zu späterer Stunde auch nicht immer garantieren konnte, weil ich auf Grund meines Erschöpfungszustandes oft nicht mehr den Löffel zum Mund führen konnte. Wo wir die Überleitung zu der Hitliste der peinlichsten Funksprüche somit auch geschafft haben. ‚Der Hofnarr hat sich Pudding von den Brüsten geleckt!‘ ist nur einer. Ich hoffe inständig, dass ich alle Funksprüche meines Trippers betreffend soweit abwenden konnte. Wobei ich mir im Nachhinein nicht mehr ganz sicher bin. Falls doch der ein oder andere Funkspruch durch gerutscht ist, bitte ich Diesen zu entschuldigen. Hm. Zum Glück wurden Peinlichkeiten vom letzten Jahr zwar immer wieder aufgewärmt, aber dieses Jahr zumindest nur teilweise wiederholt, aber zum Glück nicht über die Funke. Meiner kranken Fantasie habe ich ja eh schon einen Blog gewidmet, ich werde ihn vielleicht nochmal aus der Versenkung holen, damit Anus McGay jun, der Neffe von Fisten MacGay, auch noch ein Platz in euren Herzen findet…und natürlich auch entsprechende Bilder in eurem Köpfen. Hehe.

Zurück zum Geschehen. Der Samstag war definitiv der Schlachtentag. Ich wollte am Samstag eigentlich nochmal eine Lesung machen, da kam uns aber dann eine Schlacht dazwischen. Ich kam dann 1,5 Stunden später in die Stadt, da war schon wieder alles vorbei. Die zweite Lesung hat somit auch nicht stattgefunden, ich habe dann noch mehr Bickbeeren gekauft und des Königs Volk damit erfreut.

Wo wir beim König uns seinem Hofstaat sind. Ich hoffen wir haben alle Funkteilnehmer bis zum Erbrechen damit genervt, dass wir Spaß hatten. Der Hofnarr wirft sich unterwürfigst in den Staub und hoffe doch, dass wir doch dem Ein oder Anderen ein klitzekleines Lächeln auf den Mund gezaubert haben. Ich bin auch irgendwie froh, endlich mal einen Spitznamen bekommen zu haben, der wirklich zu mir passt und den ich mir mehr oder minder nicht selbst ausgesucht habe. Hm. Außerdem macht es mir einen riesigen Spaß von mir in der dritten Person zu reden. Hihi.

Dann möchte ich mich noch bei unserer Lagerorkanisation bedanken, weil sie es geschafft hat in Gegenwart von unserer Blumenpflückerin über unser SL-Team abzulästern. Hehe!

O-Ton Lagerorkanisation: ‚Das SL-Team ist dieses Jahr auch voll für den Arsch, weil der Hofnarr und der Schwallkörper hier nur zum Ficken und zum Feiern sind. Und außerdem müsse die Böse MitSL sie nicht darauf hinweisen, sie wäre hier auch nur ein Teilnehmer!‘ (Namen wurden von der Redaktion zensiert!) Ich glaube mich daran zu erinnern, am Dienstag eine eidesstattliche Versicherung unterschrieben zu haben, in der ich bestätige seit Oktober 2008 keinen Geschlechtsverkehr mehr gehabt zu haben. Und selbst wenn fünfmal Blasen als einmal Ficken zählt, müsste ich noch mindestens 2 Leuten einen Blasen…Und zwar noch auf dem Conquest, damit die Lagerorkanisation auch recht behält. Also, Jungs dann lasst uns Feiern… F.I.C.K.E.N… FEIERN (Der Witz kommt nur gut, wenn man ihn schreien tut!) Scherz beiseite! Ich war bis jetzt noch nicht mal betrunken und hatte auch noch keine männlichen Körperteile im Mund. Für das, dass die Lagerorkanisation mich SL-technisch weitestgehend ignoriert, scheint sie zumindest an meinem Sexualleben ganz schön interessiert zu sein. Auch, wenn es sich dabei wahrscheinlich nur um die Überspielung ihrer eigenen Unzulänglichkeiten handelt, halte ich solche Aussagen gegenüber Mitspielern für äußerst schlechtes Spiel und ich werde mir überlegen, ob ich ihr einen Vermerk in ihren Charakterbogen mache: Spieler muss nach dem Aussprechen einer SL-Beleidigung, ein Stunde lang einen ihren Namen tanzen. Mache aber doch lieber mir einen Charakterbogen, in dem steht, dass ich meine Lagerorkanisation ignorieren darf.

Nachdem ich in der letzten Nacht noch weniger geschlafen habe, als die Nächte zuvor und ich mich immer mehr über die Teilnehmer aufregen muss, lege ich mich für eine Stunde in den Kerker unter die Palisade. Da hab ich meine Ruhe und es nervt mich hoffentlich keiner. Ein netter Versuch. Ich habe noch mehr mit den Unzulänglichkeiten meiner Spieler zu kämpfen, manchen denken tatsächlich sie hätte mich gefangen. Das ich mich freiwillig in den Kerker sperren lies, kommt ihnen nicht in den Sinn. Zumindest habe ich dann doch wiedererwartend mehr Ruhe, als vor dem SL-Zelt. Es ist schön weich im Stroh und ich habe Schatten. Außerdem konnte ich meinen Spielern auch mal beim Spielen zuhören. Endlich fragt einer über die Funke, wer eigentlich der Schwall- und/oder der Schwellkörper ist. Hehe. Meine Erklärungsversuche werden als Spam gleich unterbunden. Egal. Ich entschließe mich irgendwann doch aus meinem Versteck zu kriechen und mir Kopfschmerztabletten zu holen. Am SL-Zelt hängt ein Schild: ‚SL im Kerker unter der Palisade!‘ Das geht irgendwie runter wie Öl, ich bin doch ein kleines devotes …zensiert…!

Ich komme vom Schlumpf, (= Aufenthaltszelt im SL-Dorf, war meines Wissens 2007 mal Blau, deswegen Schlumpf) mit Kopfschmerztabletten und einen Pudding bewaffnet, zurück und es ist tatsächlich bereits wieder eine Schlacht im Gange. Ich kann den Satz: ‚Wann ist die Endschlacht?‘ nicht mehr hören. Ich renne zu meinen SLern, weil ich es nicht schaffe meine Funke auf den Schlachtenkanal umzustellen. Frauen und Digitalfunken. Auch wenn ich mich nicht mit meiner Funke auskenne, bin ich sogar selber von meiner eigenen Kondition überrascht. Komme mir vor wie ein Duracellhäschen auf Speed. Nach der Schlacht muss mir der Schwellkörper irgendwie wieder mit der Funke helfen. Der Hofnarr wird wieder verarscht. Ich wäre völlig aufgeschmissen, wenn alle auf einen anderen Kanal wechseln würden. Ich selber bin der Meinung, dass ich immer die kaputte Funke kriege…die Schlacht wird vor das Feuerlager verlegt. Das ist jetzt die Endschlacht, die es eigentlich offiziell gar nicht geben sollte. Jetzt merkt man, dass doch einige unserer MitSLer aus anderen Lagern nicht so unbedingt für Großschlachten geeignet sind. Ich springe von Brennpunkt zu Brennpunkt und schiebe SL-Kollegen in der Gegend rum. Ich befürchte mich mag nach der Schlacht keiner mehr. Nach gefühlten 4 Stunden Schlacht ergreife ich die Flucht und gehe duschen, weil mich nach der Schlacht mit allen anderen Beweihräuchern, muss ich jetzt auch nicht. Völlig sauber und mit halbwegs frischen Klamotten sitze ich beim Essen. Danach geht es wieder zurück ins Lager. Ich finde einen zertretenen Pudding vor der Palisade, den hatte ich bei der Schlacht dort abgelegt, damit er eben nicht kaputt geht. Wir versuchen einen Schlachtplan für unsere Nachtschicht zu machen. Ich versichere dem König, dass ich nichts trinken werde. Jaja. Am Anfang habe ich dem König einen Wodka abgeluchst. Ihn wundert nichts mehr. Dann hab ich mich mit Norgerlsaufen beschäftigt. Irgendwann war ich dann ziemlich betrunken und habe mit meiner Telefonseelsorge rumgeknutscht. Hm. Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass ich für Schnaps mit Dem Mad Gobblyn rumgeknutscht habe. Es waren verdammt viele Schnäpse an diesem Abend. Ich habe dann noch Dungeonein- und ausführungen gemacht. Für 2-3 Sanitätsfälle war ich dann wieder halbwegs nüchtern. Ich bekomme zwei halbe Cocktails für den richtigen Weg in die Taverne geschenkt und schon bin ich wieder betrunken. Nach einer weiteren Runde bunte Schnäpse, stellen wir erschreckenderweise fest, dass es draußen schon hell wird. Ich organisiere uns mit Körper- und Zungeneinsatz die letzte Runde vom Wirt, danach bin ich dann wohl halb geschoben, halb getragen vom Schwellkörper ins SL-Dorf gebracht worden.

Ein Abendmahl im Schlumpfknast und die …

Erlebnisbericht einer S(M)L auf Conquest of Mythodea 2009 Teil 4

Ein Abendmahl im Schlumpfknast und die totale Bedrowung durch einen Tripper.

Nachdem ich die Schweizer abgefertigt habe, gehe ich dann zu meiner Lesung. Ich halte mein erstes Buch in meinen Händen und freue mich wie ein Schnitzel, wenn es schneit. Auch wenn die Lesung dann im Endeffekt nicht stattgefunden hat, da der Herold meine Anzeige verbummelt hatte und weil in der Stadt auf Grund der Hitze kein Schwanz war. Nachdem ich die Igoren eigentlich gestern alle Signiert hatte, helfe ich heute beim Einband. Ich habe dann auch genau 3 Exemplare verkauft, auch wenn es nicht im Mindesten wirtschaftlich ist, freue ich mich trotzdem. Ich kaufe mir endlich Bickbeeren und gehe, mit einem Umweg übers Stadt-SL-Zelt, zurück ins Lager. Ich habe eine Reihe Flöhe bekommen und einen Tripper. Hihi. Ich feiere meinen Tripper, nachdem mir letztes Jahr auf dem Richtfest meine Sackratte, mein Tripper und mein Syphilis von Teammitgliedern geklaut wurde. Ich kann mich noch an den Satz erinnern: ‚Ich hab von der Bine einen Tripper bekommen!‘ Warum gibt es immer auf dem Conquest so Momente, bei denen ich am liebsten unsichtbar werden würde. (Nur fürs Protokoll, es handelt sich um eine beschriftete Conquestwäscheklammer!) Jetzt hab ich ja einen neuen Tripper und ich werde ihn hegen und pflegen und schauen, dass ich ihn nicht wieder abgenommen bekomme.

Wir werden irgendwie vom Wasserlager geplättet, wird aber auch langsam Zeit, dass die Orks es mal richtig eingeschenkt kriegen, wenn ich schon nicht meine Khanskämpfe bekomme.

Es kommt mir irgendwie so vor, als wäre am Freitag nicht viel los gewesen, könnte vielleicht daran liegen, dass ich doch Einiges durcheinander gebracht habe. Egal.

Es geht auf jedenfall irgendwann zum Abendessen und der Volker volkert. Er sitzt mit einer Softairknarre neben der Soßenausgabe und kontrolliert mit Argusaugen (kleiner Scherz am Rande!) jede Handbewegung. Nicht dass nochmal einer die Kelle in die Soße zurücksteckt. Es ist ein Bild für Götter. Bloß was ist das, er wird langsam unruhig. Er holt sich einen neuen Wärter von der Strafbank. Der Schwellkörper übernimmt den Wärterposten. (Davon gibt es wenigstens ein Bild!) Ich komme mir mittlerweile wirklich vor, wie in einem Strafgefangenlager. Himmel, so krieg ich meine Angst vor großen Männern ja nie los. Hm. Aber eigentlich ist die Vorstellung von einem riesigen verschwitzten Wärter behandschellt abgeführt zu werden und dann in eine einsame Zelle gebracht zu werden, wo… Himmel, warum haut mir keiner auf die Finger….

Nach dem Essen werde ich zu einer Folterung in den Dungeon gerufen. Hm. Der Waffenmeister hat zwei Frauen im Tempelbereich gebracht und eine davon sieht mir verdächtig Minderjährig aus. Ich kläre die Sache und lasse sie mal machen. Ich habe das Gefühl, dass ich jetzt endlich mal Volkern für Fortgeschrittene sehen werde. Ich fands auch gar nicht schlecht, bis sich die Delinquentin wehrt. Himmel ist die kräftig. Sie rangelt mit zwei männlichen Drow rum und behält die doch Oberhand. Es schein allen Beteiligten sichtlich Spaß zu machen. Bis sie den Mund auf macht und etwas sagt. Himmel, es ist ein Mann. Ein Mann mit Brüsten. Mit tollen Brüsten. Aber es ist ein Mann. Jetzt kommt der Punkt, wo ich nicht mehr wissen will, was die Beteiligten da machen und ob und warum sie dabei Spaß haben. Ich flüchte aus dem Dungeon. Die Delinquentin übrigens auch, egal. Die Briketts werden des schon richtig machen. Ich komme aus dem Dungeon und mache Meldung. Der Hofnarr wird mal wieder ausgelacht. Hm. Die Blumenpflückerin ist wieder da, sie hat die Sache mit dem Volkern aufgegeben und lasst sich aber von unseren Lieblingsorks in den Mad Gobblyn entführen. Mich entführen sie gleich mit. Ich weiß nicht, ob des irgendwelche Auswirkungen hat, wenn Spieler ihre eigene Spielleitung kidnappen. Hm. Ich weiß nicht so recht was hier läuft. Mir werden bunte Schärpen in die Hand gedrückt, die von meinen Spielern mit Kupfer erworben wurden. Nach 5 Minuten weiß ich, was hier gespielt wird. Heute ist Gay Night im Mad Gobblyn. Und zwei Drow tanzen ziemlich gay an der Stange. Ich funke nach dem Schwellkörper, dass ich mal seine Hilfe im Mad Gobblyn brauche. Er dachte es ist eine Schlägerei am Start und kommt in die Taverne gestürmt. Unsere SL-Azubine ist auch schon da. Wenig später kommt Der König. Ihn wundert wirklich gar nichts mehr. Und unserer armer Böser MitSLer muss draußen vor der Palisade sitzen und ein Ritual abnehmen. Er kann aber die plötzliche Funkstille wohl nicht aushalten und kommt auch in den Mad Gobblyn gestürmt. Ihm fallen schier die Augen aus dem Kopf, er dachte wohl auch, dass eine Schlägerei am Start wäre. Ich entschließe mich meine Schärpe an den Mann zu bringen. Ich bekomme Bitterlemon (ohne Alkohol!) in den Mund geschüttet. Die Menge jubelt. Ich habe so das Gefühl, dass das ganze Spektakel gerade über die Funke übertragen wurde. Nun gut, ich werde nun jemanden töten müssen. Oder nein, vielleicht schaffe ich es ja an diesem Abend aus dem Team zu fliegen, dann könnte ich nächstes Jahr als Spieler aufs Conquest kommen. Ich belästige meinen Lieblingsork noch ein Wenig sexuell. Mir wird eine rote Schärpe zugeschoben. Jetzt schauen wir mal wie gay die beiden Drow wirklich sind. Der Eine war vorhin beim Schärpe reinstecken (In den Lendenschurz! Nicht was ihre wieder denkt! Böse Leser, böse Leser!) schon nicht so begeistert, dass ich mich versichert habe, dass meine milde Gabe auch richtig gut hält. Hehe. Der Waffenmeister trägt die Transe durch die Taverne nach draußen. Er/Sie und der Waffenmeister schauen beide sehr abgekämpft aus, aber glücklich. Wie schalte ich jetzt nur das Kopfkino aus. Ein Bild mit einer beunruhigenden Anzahl von Schwänzen und Brüsten drängt sich vor mein inneres Auge….

Ich winke nun mit meiner roten Schärpe, um mich abzulenken und werde auf die Bühne gezogen und auf einen Stuhl gesetzt. Also, gelenkig sind die Beiden ja, aber sie haben nicht gemerkt, dass ich ihnen an den unmöglichsten Stellen einen Floh und meinen Tripper angehängt habe. Einer der Beiden säuselt mir ins Ohr, dass er jetzt Single ist, während ich dem Anderen seine weiße Schärpe aus der Unterhose ziehe und sie in die Menge schmeiße. Jetzt ist er wirklich etwas pikiert. Ist mir egal, das muss ihm klar sein, wenn er sich eine SL an seine äh… die Stange holt. Ich bin von oben bis unten schwarz. Hm. Ich weiß übrigens ganz genau, dass es Bilder gibt von diesem Abend und ich habe sie bis heute nicht zu Gesicht bekommen und man kann das jetzt als offizielle Bewerde meinerseits auffassen. Wenn es eh nur  von mir vom Conquest gibt, dann will ich sie wenigstens sehen, bevor ich sie zensiere.

Das SL-Team verschwindet langsam in den Küchenbereich des Mad Gobblyn und da sitzen wir alle mal beisammen auf einer Bank. (Außer dem Schwallkörper, der hat morgen Frühschicht!)

Asche auf mein Haupt, ich habe verdrängt, dass das Produkt meiner äußerst kranken Fantasie (Anus McGay jun.) mit dem Produkt der abartig kranken Fantasie vom Herausgeber des Playork (Tatonka) an der Stange getanzt hat. Ich sag nur so viel, dass Mann aus den Brüsten von Tatonka Bier zuzeln kann. Das haben wohl Einige verdrängt und die Auffrischung des Kopfkinos gibt es von mir gratis dazu.

Ich kriege etwas zum Essen in die Hand gedrückt und als ich gerade in mein Sandwich beißen will, werde ich vom König höchstpersönlich zu einer Folterung geschickt. Der Drow, der auf eine SL wartet ist total aufgelöst und hetzt zum Aufenthaltszelt. Was mich da erwartet hat, lies mich fast vom Glauben abfallen. Ich äußere mich jetzt nicht zu diesem kläglichen Versuch ein bisschen Aufmerksamkeit vom SL-Team herauszupressen. Aber einen Dolch ins Knie des ‚Opfers‘ zu picksen und beim Ausfragen ständig stottern, hatte ich nach der Transe von vorhin nicht erwartet. (Ein Tipp an alle angehenden Foltermeister, wer erwartet auf die Frage: ‚Erzähl mir alles!‘, dass zu hören, was er für das weitere Fortkommen im Spiel auch gebrauchen könnte, könnte sich nur in sofern irren, dass er dann auch alles erzählt bekommt, je nach Fantasie des Opfers kann das wiederum dann ziemlich abendfüllend werden, natürlich nicht in diesem speziellen Fall, da das Opfer hier geistig völlig unbewaffnet war. Gut, ich hätte mich wahrscheinlich auch krank gelacht, wenn ich am Knie gefoltert worden wäre!)

Ich zeige ihnen meine Verachtung und esse genüsslich mein Sandwich, dann unterhalte ich mich mit dem Waffenmeister vom anderen Haus über die Folterung von vorhin mit der Transe, er hatte irgendwie immer noch so ein merkwürdiges Grinsen im Gesicht.

Ich lasse die Spieler vor Vollendung der Hauptsache allein, aber natürlich nicht, ohne ihnen zu sagen, wenn sie das Opfer so opfern wie sie das Opfer gerade gefoltert haben, dann brauchen sie mich ja wohl nicht weiter. Ey, des geht ja echt überhaupt gar nicht.

Jetzt kommt das Gerücht auf, dass 700 polnische Staatsbürger und Hilfarbeiter einen Raubzug übers Gelände machen und alles klauen, was nicht niet- und nagelfest ist. Die Runner, die das Gerücht verbreiten bringen die Tavernencrew dazu, eine Durchsage zu machen. Ich funke an die Koordination. Ja, alles klar. Wenig später stellt sich heraus, dass es wohl eine Ente war. Es gab da wohl eine Handvoll Erntehelfer, die aber schon vor Stunden von den Ordnern vom Platz gestellt wurden. Nachdem wir alle informiert haben, dass wir eher das kleine Epileptikermädchen mit Klaustrophobie von gestern irgendwo finden, als die 800 Polen. Vorallem, wie bescheuert kann man eigentlich sein, eine Larpveranstaltung zu überfallen. Die Securitymänner schützen uns ja nicht vor Eindringlingen, sondern die Eindringlinge vor uns. Wir gingen dann irgendwann wieder kollektiv duschen. Ich musste mir ganz dringend den Kopf rasieren (Ich fühlte mich schon wie ein Hippie!) und mir schwarze Farbe vom Körper waschen. Ich falle völlig fertig ins Bett.

Volkern für Fortgeschrittene oder auf der Suche nach dem …

Erlebnisbericht einer S(M)L auf Conquest of Mythodea 2009 Teil 3

Volkern für Fortgeschrittene oder auf der Suche nach dem kleinen Epileptikermädchen mit Klaustrophobie

Eines muss man den Weichspülerdrows zu Gute halten, das  haben sie echt total gut ausgespielt. Jetzt hoffe ich, dass es die Fambelpriesterinnen die anderen Rituale bitte sein lassen, sonst brauche ich einen Notarzt…weil mich dann endgültig der Schlag trifft.

In der Dämmerung (so wie es sich gehört…) kommt eine junge Drow vom einem anderen Haus und will das nächste Ritual von unseren Fambelpriesterinnen fambeln lassen. Ich bekomme einen spontanen Lachanfall. Ich meinte nur, sie müsse eigentlich gar nichts tun, die fambeln sich schon, bevor sie den Platz vergessen zu weihen. Aber wenn es ihr eine Freude macht, könne sie tun was immer sie möchte, aber sie sollte mir dann Bescheid geben, bevor sie loslegt. Und ich glaube, ich habe ihr mit dieser Aussage wirklich eine Freude gemacht.

Die Orks wollen eine Flohzucht aufmachen. Ich schicke sie einen männlichen und einen weiblichen Floh zu suchen. Und wir haben nun einen wandelnden Grabstein im Lager. Das Erste was die Orks machen ist, einen riesigen Haufen drauf zu setzen.

Der Abend beginnt, unsere Blumenpflückerin ist immer noch da und meine Lieblingsorks rödeln sich auf, um ein bisschen Spaß zu haben. Ich lasse mir spontan ein Casting für meinen Orkporno einfallen, sie sind ja immerhin beide schon 21, da steht ja meinem Orkporno nichts mehr im Weg. Und nach dem Casting ist mir aufgefallen, dass ich gekauftes Kunstblut am Geschmack erkennen kann, ich sollte damit zu WettenDass!?! gehen. Mit Kunstblut beschmiert gehe ich zum Wellnessbereich und mein König kommt mir, mit dem Playork unter dem Arm, entgegen. Den König wundert irgendwie gar nichts mehr. Ich komme wieder zurück, habe das Kunstblut nicht von der Zunge bekommen. Hmm. Und irgendwie ist mir aufgefallen, dass Knutschen mit Orkhauern echt auch ganz schön kompliziert (aber geil!) ist. Hm. Muss doch nochmal schauen, wie des mit dem Blasen ist, aber ich habe meine Orkhauer gar nicht dabei. Mist. Warum ist immer keiner da, der mir auf die Hand hauen tut, wenn ich besonders versaute Gedanken habe…und ich sollte mich mit den Herausgebern vom Playork mal unterhalten.

Der entführte Elf von vorhin steht vor uns und ist schon einigermaßen angepisst, weil ihm niemand gesagt hat, dass er IT auch freigelassen worden ist. In diesem Moment ist seine Gruppe unterwegs ins Orklager, um ihn IT zu retten. Meine SLer schwärmen aus. Nach einer halben Stunde gibt es ein Zwischenfazit. Die SLer vom anderen Lager haben unseren Funkspruch vom Nachmittag wohl nicht bekommen. Der Befreiungstrupp ist anscheinend nicht mehr aufzuhalten. Dafür sind mittlerweile eine Gruppe im Dungeon, die ein Mädchen suchen, dass angeblich von Drows entführt wurde und jetzt wohl gefoltert wird. Und die Freunde von ihr sind jetzt einigermaßen beunruhigt, weil die Kleine anscheinend Klaustrophobie und Epilepsie hat. Dem Schwellkörper geht quasi der Hut hoch, er hatte letztes Jahr schon einen Dungeon an den Regen verloren und er würde sich dieses Jahr seinen Dungeon garantiert nicht von einem kleinen Epileptikermädchen mit Klaustrophobie einreißen lassen. Die Rettungsmission des Elfen ist mittlerweile zu einer Vergeltungsmission umgeschwenkt und die sind wohl auch im Dungeon. Ich renne nun mit meiner Handkurbeltaschenlampe von den Drowhäusern aus in den Dungeon. Und nachdem ich nachwievor von meinen Männern immer noch keine Dungeonführung bekommen habe, verirre ich mich natürlich gnadenlos. Ich treffe auf die Freunde des Epileptikermädchens und wie soll es auch anders sein, die sprechen nicht meine Sprache und ich nicht ihre. Aber anscheinend haben die sich auch verlaufen. Die Suche geht weiter. Als ich endlich aus dem Dungeon komme ist der Schwellkörper auch verschwunden.

Ich gehe zu unserem Kerker unter der Palisade und treffe dort ein paar Spieler, die schon wieder einen Gefangenen haben. Es ist kein Mädchen und der Gefangene scheint auch keinerlei Probleme damit zu haben, dass er befragt oder gefoltert werden könnte. Die Spieler wollen den Gefangenen wieder OT laufen lassen und IT da behalten. Sie kriegen von mir erst mal einen Verbaleinlauf, dass sie bitte alles mit dem Spieler IT wie OT zur selben Zeit klären sollen, weil da nur Scheiße dabei raus kommt, wenn sie es wieder so machen wie vorhin. Da wird man schon beim Zuhören schizophren. Nach zwei Stunden brechen wir die Suche nach dem Epileptikermädchen mit Klaustrophobie ab und dann bemerke ich, dass ich meinen Zubertermin somit verpasst habe. Die Vermutung macht sich breit, dass das kleine Epileptikermädchen mit Klaustrophobie nur ein blödes Gerücht war und die Spieler uns nur verarschen wollten. Ich tigere weiter durchs Lager, um runter zu kommen. Es hilft alles nichts. Ich muss jetzt irgendwas Schönes kaputt machen. (Irgendwann an diesem Abend muss dieses total bescheuerte und fast schon schockierendes Fotos von mir gemacht worden sein!) Nach einem weiteren Streifzug habe ich nichts Schönes zum Kaputtmachen gefunden. Der Schwellkörper berichtet mir, dass er vorhin in der Eifer des Gefechts (beim SL-Tisch ins Zelt bringen) auf meinen Pudding getreten ist. Es macht übrigens einen gewaltigen Lärm, wenn Mann auf einen Pudding steigt, der den ganzen Tag in der prallen Sonne gelegen hat. Ich beschließe nun den Schwellkörper zu verprügeln. Netter Versuch, ich glaube ich konnte ihm dabei nicht mal ein Lächeln abringen. Hm. Ich muss mir was Kleineres zum Verprügeln suchen. Mist.

Ich glaube ich bringe eh alles durcheinander, aber am Donnerstag ist wirklich viel passiert, oder war es doch Freitag. Die Orks wollen die Lagerorkanisation IT umschneiden. Wir sind alle dafür und freuen uns wie die Schnitzel. Der Grund, es gibt keine ordentlichen Khanskämpfe, es darf nicht gefoltert werden und es soll wohl tatsächlich ein Bündnis mit dem Magielager geben. Hm. Meine Rede. Des mit dem Umschneiden hat dann wohl auch irgendwie nicht geklappt, aber dafür hat ein Untoter NSC sich IT einen Orkkopf annähen lassen und dann versucht die geklauten Banner vom Jahr zuvor zurückzuklauen. Er hatte die Putschversuche ausgenützt und hatte tatsächlich ein paar Banner geklaut, zwar nicht die vom Untoten Fleisch, aber was solls.

Irgendwann beschließen wir dann kollektiv Duschen zu gehen. Kollektiv in zwei verschiedenen Wellnessbereichen natürlich. Als ich mit dem Duschen fertig war, komme ich zur selben Zeit aus der Tür mit der Aufschrift ‚Damen‘, wie der Schwellkörper aus der Herrendusche kommt. Was endgültig beweisen tut, dass Frauen nicht länger im Bad brauchen, wie Männer. Auch nicht kürzer, aber zumindest nicht länger.

Nach dem Duschen, schlafen und am nächstem Morgen (Freitag) wieder ins Lager. Der Grabstein wurde mittlerweile mehrmals ausgegraben, mit Steinen beschwert und erschossen worden. Sie haben sogar eine Falle gebaut, damit der Grabstein beim Weiterwandern in eine Grube fällt. Wir haben unsere Spieler schon mehrmals mit Untoten behelligt und ihnen den Grabstein zu guter Letzt in ihr Zelt wandern lassen. Hihi. So einfach kann ein Orkplot sein. (Ich muss leider zugeben, dass ich mittlerweile nicht mehr genau weiß, an welchem Tag, wir was angestellt haben, ich bitte um Nachsicht!)

Ich habe meine erste berauschende Dungeonerfahrung und ich darf dabei ein paar Schweizer herquälen. Die müssen Erz in einem Stollen abbauen und haben dabei mit Wassereinbrüchen zu rechnen. Die spielen alle schön mit, bis ich dann merke, dass es kein Gewimmer ist, was ich da durch die Plane höre, sondern eher ein Stöhnen. Ich schiebe es mal auf meine kranke Fantasie. Hm. Aber immer wenn ich Wasser zu den Schweizern in den Kriechgang laufen lasse, wimmert einer immer: ‚Ui, schön!‘ und die Anderen quietschen dabei, wie kleine zwölfjährige Mädchen mit blonden Zöpfen. Das macht mir Angst. Wir haben im Dungeon leider nur 2 Plastikeidechsen, also muss mein nerviges, künstliches Grillengeräusch herhalten, mit dem ich meine SL-Kollegen schon seit Tagen nerve. Nachdem ich aber immer nasse Hände habe, wollte ich das Grillengeräusch nicht unnötig noch nasser machen, nicht dass meine Grille noch kaputt gehen tut. Ich hab sich sicherheitshalber in meinen BH gesteckt, was das Drücken dann auch viel einfach macht, dann muss ich meine Grille nicht immer in der Hosentasche suchen. Hm. Zuschauen hätte mir keiner brauchen. Die Kelheimer Fraktion schmeißt sich halb weg, als ich aus dem Dungeon komme. Die Versuche, die Grille nur durch die Kraft meines aufgerichteten Nippels zum Erklingen zu bringen, scheitern leider wegen der anhaltenden Hitze. Ich akklimatisiere mich ein wenig und muss dann nochmal in den Dungeon, weil meine Schweizer nicht ohne mich in den Dungeon wollen. Langsam machen sie mir wirklich Angst. Sie sind mittlerweile dazu übergegangen das Wasser, was ich ihnen in den Dungeon leite, gleich mit dem Mund direkt aufzusaugen. Die sind wirklich krank.

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