Schmetterling im Winter…

Schmetterling im Winter…

Schweren Herzens lief ich im Schatten eines Berges zum Gipfel hinauf.

1476421_10201181271640521_209406658_nUnd ob ich schon wanderte im finsteren Tal, so fürchte ich mein Unglück, denn es ist niemand bei mir. So scheint es, doch allein bin ich nie. Und so lief ich durch den Tann und es trieb mich keine Versprechen an. Mich trieb das Untier in mir voran und hinter mir war noch mein unbekannter Verfolger. Sie abzuschütteln war für mich bis jetzt ein sinnloses Unterfangen und so lebte ich mit ihnen in einer merkwürdigen Symbiose. Und doch sind beide ein Teil von mir und entweder komme ich mit ihnen oben am Gipfel an, oder ohne sie, doch ohne sie, komme ich nie an. So lief ich stur den Berg hinauf, mit dem Schalk im Nacken und dem Biest in mir.

Mir war kalt, obwohl der blaue Himmel mich anstrahlte, doch die Sonne stand hinter dem Berg, den ich zu erklimmen versuchte.

Seit Tagen und Wochen trug ich ein flaues Gefühl mit mir herum, irgendwo in meinen Eingeweiden. Zuerst dachte ich, ich wäre krank. Man sagte, ich hätte etwas Falsches gegessen. Also beschloss ich nichts mehr zu essen.

Ich schlief aber auch schlecht. Weil mich das flaue Gefühl sogar in meinen Träumen verfolgte. Etwas was ich nie zu erreichen schien, saß auf meiner Seele und glotze mich an, während es mit einer eisernen Nadel in mein Herz bohrte.

Nun ist von dem halben Pfund Fleisch eh nicht mehr viel übrig geblieben, was sich noch zu zerbrechen lohnte, aber um zu schmerzen, war noch genug davon übrig. So spürte ich, bei jedem Schritt die Nadel in meinem Herzen und ich hörte die Splitter meines Herzens bei jedem Atemzug in meinen Lungen rasseln.

Und mein Atmen ging schwerer bei jedem Schritt. Und die Splitter meines Herzens sangen bei jedem Keuchen meinerseits ihr trauriges Lied für mich. Doch Weinen konnte ich schon lange nicht mehr. Es waren keine Tränen mehr übrig, um weinen zu können.

Doch der Schmerz war deswegen nicht fort. Der Schmerz war mein unbekannter Verfolger, der mir im Nacken saß. Der sich in meiner Seele verbissen hatte und mich mit seinen dunklen Augen anblickte und lachte, während er immer und immer wieder mit der eisernen Nadel ausholte und auf das kleine Etwas einhämmerte, was einmal mein Herz gewesen war.

So wandelte ich atemlos stundenlang auf der dunklen Seite des Berges und bahnte mir meinen mühsamen Weg nach oben.

Was mich am Ende meines Weges erwarten würde, konnte ich nur erfahren, wenn ich den Weg weiter verfolgen würde. Auch wenn der Weg noch so schwer und schmerzlich für mich war, ich musst ihn gehen. Alles hinter mir lassen, was mich vorantrieb.

Der Wind pfiff mir um die Ohren und ich fror und schwitzte zu gleich. Aus meinem Mund kam bei jedem beschwerlichen Atemzug nur noch ein Röcheln und doch konnte ich meinen Atem sehen, wie er sich in der Kälte deutlich abzeichnete.

So schien ich stundenlang zu laufen und doch schien es mir so als würde ich nie ankommen können, weil mich das Untier zurück hielt und mein unliebsamer Verfolger mich weiter quälte.

Das Stechen in meinem Herzen nahm mir auch noch den restlichen Atem. Ich kam ins Straucheln und stützte auf die Knie. Die Sterne tanzten vor meinem inneren Auge herum und der Schwindel hatte meinen Magen gepackt. Und so spie ich mehr heraus, als ich eigentlich hätte kotzen können.

Doch jetzt aufzugeben, lies ich nicht zu. Ich schüttelte meinen unaussprechlichen Besucher ab und rannte los. Ich kam drei Schritte weit, da packte mich das Untier wieder und mein Magen wurde mir in meinen Eingeweiden herumgedreht. So kroch ich weiter wie ein angeschossenes Tier, dass an der ausgestreckten Hand verhungert werden würde. Doch ich kroch weiter. Den unglaublich Unaussprechlichen hinter mir lassen, kroch ich durch den Dreck, bis meine Hände auf Stein trafen. Aber ich kroch weiter, meine Hände rissen auf und ebenso meine Knie, doch ich biss mir auf die Lippe, bis ich Blut schmeckte und ich kroch immer weiter.

Die Tränen waren wieder da, sie rannen über mein Gesicht und ertränkten das Untier in meinem Inneren. Und nach unvorstellbaren Leid und Schmerzen, die jeden anderen in den Wahnsinn getrieben hätten, erhob ich meinen Kopf und die Sonne schickte mir ihre Strahlen, um meine Tränen zu trocknen. Mit letzter Kraft erklomm ich die letzten Schritte und klammerte mich wie ein Ertrinkender an das Gipfelkreuz.

Da saß ich gefühlte Stunden, pumpte wie ein Maikäfer und sog die Sonnenstrahlen in mich auf. Es strahlte mir die grelle Fratze entgegen und sie trocknete meine Tränen. Und ich saß noch solange da, bis sie im Begriff war unterzugehen.

Ich hatte wieder das Gefühl, dass der Verfolger wieder hinter mir war. Ich hatte das Gefühl, als ob 2297_1176180044726399ich seinen Herzschlag schier hinter mir spüren konnte und ich drehte mich ruckartig um, doch da war nichts. Einfach nichts und niemand. Ich war allein. Endlich könnte man meinen. Doch ich habe mich niemals vorher in meinem Leben so einsam und alleine gefühlt, als in dem Moment, als ich begriffen hatte, dass ich meinen Verfolger abgeschüttelt hatte und das Untier nun in meinem Magen die nächsten tausend Jahren unter unvorstellbar qualvollen Schmerzen langsam verdaut werden würde.

Und in dem Moment als mein wahnsinniger Verstand, dass endlich begriffen hatte, flog mir ein Schmetterling ins Gesicht. Er flatterte noch einen Moment taumelnd vor mir und dann flog er der Sonne entgegen und lies mich allein auf dem kragen Felsen zurück. Und doch hatte ich ein kleines Lächeln auf den Lippen.

Es ist einfach alles möglich in einer Welt, in der einem am 23.12 ein Schmetterling in die Fresse fliegt… Man muss nur erkennen, dass es ein gutes Zeichen ist, denn so einen Wink mit dem Schmetterling bekommt man nur einmal im Leben.

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Schnee im Oktober – Teil 2

Schnee im Oktober – Teil 2

nebelTrotz ihrer paranoiden Gedanken griff sie nach der Hand. Ein kräftiger Händedruck vermittelte ihr die körperliche Gewalt, die hinter dieser Hand stehen könnte. Erst als die Hand sie hochzog, blickte sie in sein bärtiges aber freundliches Gesicht. Und die strahlend blauen Augen, die sie nun an zwinkerten, hätten wohl jeden Eisberg zum Schmelzen bringen können. Und das obwohl es schneite, mitten im Oktober!

Sie stammelte wieder: ‚Mathilda!‘

‚Ja, Mathilda sei dank, dass es mich hier her verschlagen hat!‘ rief der Mann, öffnete die hintere Tür des Wagens und bugsierte sie auf die Rückbank. Sie lies es verwirrt zu, weil sie immer noch in seine Augen starrte. Er wand sich einen Moment ab, um nach dem Wagen zu sehen. Diese halbe Minute brauchte sie auch, um ihre Gedanken zu ordnen und dann begriff sie erst, was er für einen Blödsinn redete. Es schien so, als wäre er noch verwirrter als sie. Und so beäugte sie ihn auch eindringlich, als er sich wieder zu ihr umdrehte. Sie fragte sich, wer hier den Unfall gehabt hatte. Er oder sie?

Er lächelte sie freundlich an und da begriff sie erst wie jung er sein musste. Unter dem Bart hatte sich ein junger Mann versteckt, der nun seinen Hut zog und sich vorstellte: ‚Fremdfreireisender Zimmermann und Spengler Hans Kupfer!‘

Schon hatte er seinen Hut wieder auf dem Kopf, kniete sich in den Türrahmen und strich ihr die Haare aus dem Gesicht. Seine Kluft war ihr doch gleich bekannt vorgekommen. Sie hatte nur nicht gedacht, dass das heutzutage noch einer machen würde.

Sie stammelte nur wieder: ‚Mathilda!‘ und versuchte ihm die Hand hinzuhalten.

‚Ja, Mathilda hat se aber ganz schön erwischt.‘

Sie schüttelte den Kopf und sprach langsam und deutlich: ‚Mein Name ist Mathilda!‘

‚Dein Weg wird immer vorbestimmt sein, Mathilda!‘ raunte er und zog wieder seinen Hut. Und schon hatte er ihn wieder auf den Kopf, kramte in seiner Jacke und zog ein kleines Erste-Hilfe-Set hervor. Sie blickte ihn mit großen Augen an und fuhr sich dabei mit zittrigen Fingern übers Gesicht.

‚Ganz ruhig, sind nur ein paar Kratzer! Da hat das Auto mehr abbekommen.‘ meinte er ruhig, zog eine Wundkompresse aus dem Erste-Hilfe-Set und tupfte dabei über ihr Gesicht.

‚Ich muss den ADAC anrufen!‘ meinte sie und blickte verlegen zur Seite, während er weiter ihr Gesicht versorgte.

Er schob ihr Gesicht nach oben und untersuchte ihren Hals und raunte wieder. ‚Der wird auch erst mal auf den Schneepflug warten müssen.‘

‚Ich kann auch eh mein Handy nicht finden. Sie haben nicht zufällig ein Handy dabei?‘ plapperte sie nervös.

‚Wir haben kein Handy dabei auf unserer Wanderschaft.‘ meinte er und packte das Erste-Hilfe-Set wieder in seine Jacke.

Betretenes Schweigen wurde von einen gewaltigen Krachen unterbrochen. Hans blickte nach schnmeepflugoben, hielt seinen Hut fest und machten einen geschmeidigen Satz der Länge nach auf die Rücksitzbank. Ein riesiger Ast kam mit einer gewaltigen Ladung Schnee vom Baum herab gesaust. Bei seinem Sprung ins Auto hatte er sie mit der freien Hand beiseite gerissen und lag nun halb auf ihr. Diesmal hatte sie geschrien, doch ihr Schrei wurde von seiner muskulösen Brust fast erstickt. Der Ast war direkt an der Stelle heruntergekommen, wo er gerade noch gestanden hatte und versperrte nun die Türöffnung. Sie schnappte erschrocken nach Luft und sog dabei seinen animalischen Geruch ein. Ihre Sinne schwanden wieder und gleichzeitig stieg die Hitze in ihr auf. Sie roch Sägespäne und Moschus. Sein männlicher Duft und die körperliche Nähe zu ihm lies ihr die Schamesröte ins Gesicht steigen. Ein leises Stöhnen stolperte aus ihrem Mund und flatterte wie ein Schmetterling an sein Ohr. Der Schmetterling war nicht leise genug, als dass er ihn nicht bemerkt hätte…

Schackline 17 ½ und ihre wunderschöne Blumenwiese — im Winter?

Schackline 17 ½ und ihre wunderschöne Blumenwiese — im Winter?

Eine wunderschöne Blumenwiese. Schmetterlinge faltern umher. Die unglaublich bunten und mir völlig unbekannten Blumen verströmen einen betörenden Duft. Da steht ich nun auf dieser Wiese, auf dieser wunderschönen Blumenwiese. Barfuß. Ich blicke nach unten. Meine nackten Füße stehen auf moosigen Gras. Auf meinem großen Zeh hat ein Schmetterling platz genommen. Ich blicke mich weiter um, ich stehe nicht nur auf moosigen Gras, sondern auf einer gigantischen Lichtung. Rings um mich herum bäumen sich gigantische Urwaldriesen auf, die schnurgerade gewachsen unglaublich weit in den Himmel ragen. Wie eine Kathedrale aus Bäumen und ich stehe mitten drinnen. Halleluja.

Der Himmel über mir ist strahlend blau und ich kann die Schmetterlinge sehen, wie sie den Himmel bevölkern. Die Sonne strahlt mir mitten ins Gesicht, so dass ich den Blick irgendwann abwenden muss. Ich blicke also in den Wald. Ein Hirsch verschwindet in der Dunkelheit des Waldes. Ich muss ihn durch meine hastige Bewegung aufgeschreckt haben. Langsam drehe ich mich wieder zur Wiese. Hasen hoppeln an mir vorbei. Noch mehr Schmetterlinge stoben auf und flattern auf mich zu. Es ist einfach eine wunderschöne Blumenwiese.

Verdammt. Hab ich das gerade gesagt. Ja, verdammt. Das ist aber auch eine wunderschöne Blumenwiese. Ich beginne über die Wiese zu hüpfen. Wie ein Mädchen. So wie Schackeline es tun würde. Ich habe übrigens ein Blümchenkleid an und ich kann spüren, wie mir beim Laufen Zöpfe links und rechts am Kopf baumeln. Mitten im Lauf bleibe ich stehen, fasse mir auf den Kopf und packe mir eines dieser Zöpfchen. Blond.

Okay, ich bin Schackeline. Verdammt. Wenn jetzt noch Bernadette auf mich zugelaufen kommt, um mich umzutackeln, dann dürfte es ein Traum sein.

Okay, kneifen. Hm. Kneifen hilft nicht. Jetzt rächt sich alles, was ich allen das ganze Jahr zum Geburtstag gewünscht habe. Auch bei denen, die ich in meiner Zerstreutheit vergessen haben sollte. (Alles Gute nachträglich!) Die wunderschönen Blumenwiesen als imaginäres Geschenk eigentlich echt super. Und jetzt das. So ein Mist. Ist aber eigentlich ganz schön hier. Mitten im Winter so viele Blumen und die riechen so gut. Bloß, was ist das, auf der anderen Seite der Lichtung ragen gigantische Pilze zwischen den Stämmen der Baumriesen hervor.

Ui, ui, ui, ganz viele Pilze, Fliegenpilze und so. Und sie nicken mir obszön zu. Hm. Naja, ist ja mein Traum. Da dürfen dann auch obszöne Pilzgewächse drin vorkommen. Hihi.

Wind kommt auf, Pusteblumen zerstreuen ihre Samen über die Wiese. Die Schmetterlinge sind plötzlich verschwunden, aber dafür sind tausende und abertausende Seifenblasen da, die in der Luft tanzen. Der Moment ist einfach atemberaubend, aber genauso schnell wie er gekommen ist, verfliegt er auch wieder. Die Seifenblasen zerplatzen und es bleibt nur noch der Geruch von Aktenstaub zurück. Ruckartig atme ich ein, ich bin wach. Ich sitze auf dem Boden in meinem Büro, neben einer umgestürzten Palme. Neben mir ein Fußabdruck in der Erde, die auf dem Teppich zerstreut ist. Schöne Schuhe. Hm. Werden wohl meine gewesen sein. Jetzt wird mir erst gewahr, dass ich meinen Adventskalender im Arm halte und das 17. Türchen faltert.. äh …flattert.

Ich lüpfe es mit dem Fingernagel an und ein wunderschöner, bunter Schmetterling kommt aus dem Türchen und flattert einen Moment vor meinem Gesicht, bevor er aus dem offenen Fenster fliegt. Um dort draußen bei -17 ½ °C sofort zu Eis zu erstarren und in seiner letzten Bewegung langsam zu Boden segelt. Ich kann das Klirr förmlich hören, als er auf dem frisch geräumten Asphalt aufschlägt und in tausend und abertausend kleine Eiskristalle zerschellt. Es sieht ein Bisschen wie Diamantenstaub aus.

Mit Tränen in den Augen schließe ich das Fenster und höre ein Flattern hinter mir. Ich drehe mich um und tausend und abertausend Schmetterlinge bevölkern mein Büro und quellen durch die Türöffnung aus meinem Büro und assimilieren meine ganze Abteilung. Widerstand ist zwecklos. Die Killerbutterfly’s schlagen zurück… Ich wache auf, weil mein Kopf auf die Tastatur schlägt. Ich muss wohl eingenickt sein. Verwirrt blicke ich umher. Mein Adventskalender steht an seinem angestammten Platz, meine Zimmerpflanzen eigentlich auch. Nur auf dem Boden ist Erde verstreut und ein Schuhabdruck ist deutlich zu erkennen. Schöne Schuhe…

Wolken am Himmel

Wolken am Himmel

 

Ein Sturm zieht auf, alles ist ruhig, kein Ton, kein Wind, aber am Himmel bauen sich schwere, schwarze Wolken auf, so aufgewühlt und doch so still. Am Boden, leise Panik bricht aus, alle stürmen lautlos auseinander. Die surreale Szenerie lässt alle Beteiligten sich wie in Zeitlupe bewegen, bloß sie eilen doch über den Platz, um sich in Sicherheit zu bringen. Die Wolken sind so bedrohlich, die Angst steht allen in den Gesichtern. Nur ein kleines Mädchen in einem weißen Kleid steht mitten auf dem Platz. Sie scheint, wie gebannt in die Luft zu starren, aber da ist doch nichts… Doch da fliegt ein kleiner roter Schmetterling am Himmel. Man kann ihn kaum erkennen, er scheint auf den Sturm zu zufliegen. Was für ein sinnloses Unterfangen. Aber er flattert und flattert bis man ihn gar nicht mehr sehen kann. Das kleine Mädchen steht immer noch wie gebannt da und starrt weiterhin in den Himmel, als würde sie den kleinen roten Schmetterling immer noch sehen können. Plötzlich kommt Wind auf, das Laub der Bäume schrie auf, als wären die Bäume vom Wind so überrascht worden, wie es das kleine Mädchen eigentlich hätte sein müssen… aber sie stand immer noch in den Himmel starrend da. Große schwere Tropfen platschen auf den Boden. Es liegt ein staubiger Geruch in der Luft, drückend und schwer. Ein Donner, so laut, dass einige Scheiben klirren. Und gleichzeitig ein Blitz, der in einen Baum schlägt, der wiederum sofort in Flammen auf geht, obwohl der Regen mittlerweile so stark ist, dass ein loderndes Feuer völlig unmöglich gewesen wäre. Der Baum fällt brennend in ein Haus, dass auch sofort Feuer fängt. Man kann die Schreie der Menschen in diesem Haus kaum hören, da der Sturm so laut tobt. Weitere Blitze schlagen ein, die Donner sind so laut, dass ein Jüngling einen Herzinfarkt hätte kriegen müssen. Aber das kleine Mädchen steht immer noch mitten auf dem Platz, sie ist mittlerweile völlig durchnässt. Ihr Kleid ist am Rocksaum vom aufspritzenden Dreck völlig verdreckt.

Auf einen Schlag ist der Sturm vorbei, der Regen lässt schlagartig nach. Die Luft ist frisch und rein, nur ein leichter Brandgeruch liegt in der Luft, der immer stärker wird. Die Sonne kommt hervor und fern am Himmel sieht man einen Regenbogen. Das Mädchen sieht auf den Boden. Da liegt der kleine rote Schmetterling angespült vor ihren Füßen. Ungeachtet ihrer nassen Kleider beugt sie sich zu ihm hernieder, nimmt ihn in die Hand und richtet sicher wieder auf. Noch ein kurzer Blick in den Himmel und dann geht das kleine Mädchen nach Hause, den kleinen roten Schmetterling immer noch in der Hand…

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