‘Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 10

Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 10

Im Hier und Jetzt:

keinenummernEinige Stunden später löste Rutger den General ab und schickte ihn heim.

Da saß er nun, hielt ihr die Hand und fing an mit ihr zu reden, obwohl sie immer noch bewusstlos war: ‚Yo, ich muss dir so viel sagen, mein kleiner Schmetterling, ich weiß nicht, ob du mich verstehst, aber ich fang jetzt einfach mal ganz von vorne an. Ich bin interner Ermittler bei der Polizei und war einer Gruppe korrupter Kollegen auf der Spur. Während der Ermittlungen bin ich dann immer tiefer rein gerutscht und war nicht nur gezwungen verdeckt zu ermitteln, sondern auch noch abzutauchen. Der Boss und der General halfen uns dabei, die Kollegen zu überführen, naja und du hast uns natürlich auch geholfen. Während wir die drei Kollegen festnahmen, wurden im ganzen Stadtgebiet andere Kollegen ebenfalls überführt. Dich hab ich kennengelernt, als ich meine Kollegen in die einzelnen Clubs verfolgt habe. Du bist mir echt überall über den Weg gelaufen. Ich bin dann öfter mal privat in der Szene weggegangen, ich war sehr neugierig auf dich und irgendwann hast du mich dann abgeschleppt. Ich weiß noch genau, als wäre es gestern gewesen. Du hattest einen roten Minikilt an und ein Korsett natürlich und du hattest auch deinen roten Iro aufgestellt gehabt. Du hast mich angelächelt und gesagt: <Warum denn so ernst, schöner Mann.< Oh, Mann hab ich mich sofort in dich verschossen und dann hast du mich aufs Klo geschleift und bist mir gleich an die Wäsche gegangen. Wir sind dann zu mir. Am nächsten Morgen, bin ich in meiner Wohnung aufgewacht und du warst weg. Ich hab gedacht, ich habe geträumt, aber du hast mir den ganzen Rücken zerkratzt und mich von oben bis unten zerbissen. Also hab ich dann doch nicht geträumt. An meinem nächsten freien Tag bin ich wieder durch die Clubs getingelt, in der Hoffnung, ich würde dich wieder sehen. In irgendeiner Bar hast du mich dann gefunden. >Schon wieder so ernst, schöner Mann!< hast du zu mir gesagt und dann sind wir wieder bei mir gelandet. Du hattest ein Lackoutfit an: Pink genau, wie dein Iro. Am nächsten Tag warst du wieder weg. Das nächste Mal, hab ich dich bei einer deiner Performanceshow gesehen, da hab ich gesehen, wie du mit den Handschellen umgehen kannst. Aber ich war dienstlich dort und es war auch ganz gut, dass du mich da nicht entdeckt hast. Ich hab einen Flyer vom General in die Hand gedrückt bekommen, wo du auf dem Cover zu sehen warst, ich habe den Flyer immer noch in meinem Geldbeutel. Dann wusste ich, wie ich dich finden konnte, direkt nach einem Einsatz bin ich auf die Party gefahren und da standst du hinter der Theke. Nackt und Golden. Da musste ich dann verschwinden, weil mein Fall mich selbst bis auf die Party verfolgt hatte. Von deinem Boss habe sie an diesem Abend auch Schutzgeld erpresst. Der schwarze Koffer. Ich hab dich dann auf dem Weg nach Hause aufgegabelt und du bist dann endlich mal zum Frühstück geblieben. Ich lernte den General persönlich kennen und wir kamen ins Gespräch. Ich bekam raus, dass er auch schon von meinen Kollegen erpresst wurde. Jetzt wurde es immer schwieriger, dass ich dich treffen konnte, ich riskierte nicht nur einmal meinen Job, nur für die Chance, dich vielleicht treffen zu können, bis ich untertauchen musste. Ich traf mich mit dem General und er versteckte mich in seinem Ferienhaus und dann machten wir mit dem Boss zusammen einen Plan. Ich sprach alles mit den Vorgesetzten meiner Abteilung ab. Ich musste nur noch ein paar Wochen überbrücken, bis wir alle dran kriegen konnten. Dann stieg ich zum Schein in die Firma ein und da warst du wieder. Ich musste dich ignorieren, weil es viel zu gefährlich war, dich einzuweihen. Es tat mir in der Seele weh, dich immer sehen zu müssen und aber nicht mit dir drüber reden zu können. Ich stand auf Grund dieses Falles so unter Druck, ich durfte auf keinem Fall auffliegen. Und am Samstag Abend ist dann alles eskaliert. Die Drogenfahndung hatte sich eingeschleust, weil die dachten, dass hier irgendwelche Drogengeschäfte auf der Party über die Bühne gehen würden. Dann hatten sich die korrupten Kollegen für eine Geldübergabe angekündigt und das Einsatzkommando wartete auch schon auf den Einsatz. Wir filmten die Geldübergabe und durften die drei aber nicht entwischen lassen, weil sonst die Kollegen von der Drogenfahndung womöglich uns festgenommen hätten, wir mussten warten, bis die Drogenfahndung wieder weg war und dann konnten wir die Drei erst hochnehmen. Durch deine Performance konnte eine 1jährige Ermittlung endlich erfolgreich abgeschlossen werden. Naja und ich bin bis auf Weiteres suspendiert, weil mein Chef von deiner Performance erfahren hat und wenn er jetzt noch erfährt, was da zwischen uns gelaufen ist, dann kann ich wahrscheinlich wieder auf Streife gehen. Aber eigentlich ist mir mittlerweile alles egal, nur du bist mir nicht egal. Du und das Baby. Es tut mir leid, wenn es sich vorhin so angehört hat, als würde ich nicht glauben, dass das Baby von mir ist. Ich wünschte wir hätten mehr geredet und ich hätte gerne mehr Zeit für dich gehabt und deine Nummer, dann hätte ich dich anrufen können. Was mach ich hier eigentlich, wahrscheinlich hörst du mich gar nicht und ich mach mich hier zum Affen und wenn du wach wirst, dann schreist du mich wieder an und ich weiß wieder nicht was ich sagen soll!‘ Er hatte gar nicht gemerkt, dass Yo schon eine ganze Weile zuhörte. Er seufzte und küsste ihre Hand: ‚Oh Yo, ich liebe dich!‘ Sie hatte mittlerweile zum Weinen angefangen und musste genau in diesem Moment den Rotz hochziehen.

Er blickte schockiert an: ‚Wie lang…!‘ Er brach den Satz ab und schluckte schwer. ‚Lang genug!‘ und sie lächelte ihn an: ‚Warum denn so ernst, schöner Mann!‘ Dann fing sie zu schluchzen an.

Seine Lippen zitterten und er zerdrückte eine Träne, dann presste er seinen Kopf an ihre Brust und schluchzte fast ein Wenig lauter als sie. Sie lehnte ihren Kopf gegen den Seinen und küsste seine Haarstoppeln. Irgendwann fanden sich ihre Lippen und sie küssten sich, als würde ihrer beider Leben davon abhängen.

Am nächsten Morgen kam der General kurz vor der Visite. Yo, war schon wach, aber Rutger lag wie ein Toter an ihrem Bauch, die Hände unter der Decke vergraben.

‚Willst du mir jetzt auch mal was erklären?‘ fragte er Yo.

‚Wieso? Was meinst du?‘

‚Wie zum Teufel, kann er der Vater von deinem Baby sein? Ihr kennt euch doch erst seit 3 Wochen, oder?‘

Yo, lächelte ihn nur an: ‚Du musst ja nicht alles wissen?‘

Und da war wieder ihr breites dreckiges Grinsen.

 

ENDE

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‘Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 9

Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 9

Im Hier und Jetzt:

keinenummernAls sie wieder aufwachte, lag sie in einem Krankenbett. Sie hatte eine Nadel im Arm und ein Tropf hing von der Decke herab. Jeff, oder wie er auch immer heißen mag, saß in einem Stuhl und schlief. Er hatte immer noch die selben Klamotten an, wie gestern…vorgestern, keine Ahnung. Der General stand am Fenster und drehte sich zu ihr um, als sie sich rührte.

‚Mäuschen, was machst du denn für Sachen! Ich hab mir schon überlegt deine Mutter anzurufen.‘ meinte der General zu ihr.

Jeff wurde wach und rieb sich den Dreitagebart. Gott, war der fertig.

‚Was geht den mit euch, meine Mutter anrufen, was Besseres fällt euch nicht ein?‘ zischte Yo schon leicht gereizt.

Der General setzte sich ans Bett und nahm ihre Hand. ‚Yo, du darfst dich nicht aufregen!‘ Er unterbrach sich selbst, weil er nicht wusste, was er ihr sagen sollte, aber dann sprudelte es aus ihm heraus: ‚Yo, du bist schwanger und der Arzt hat uns angewiesen, wir dürfen dich nicht aufregen!‘

Yo schnappte nach Luft und meinte trocken: ‚Die Anwesenheit von dem da, regt mich schon auf!‘ und zeigte auf Jeff.

‚Rutger, jetzt sag doch auch mal was, ich habe keine Ahnung von so was!‘ meinte der General zu Jeff. Jeff /Rutger stand auf und kam zum Bett rüber.

‚Rutger?‘ kam aus Yo´s Mund.

‚Yo, du bist in der 8. Woche.‘ sagte Jeff / Rutger zu ihr, seine Hände zitterten. ‚Ich hab nachgerechnet! Es kann sein, dass es von mir ist!?‘

Der General wurde blass und er stöhnte ein Gequältes: ‚Wie bitte?‘

Yo zog die Luft wieder tief in sich hinein und sagte ganz ruhig: ‚Du willst mir doch jetzt nicht erzählen, dass du mir jetzt auch noch ein Kind gemacht hast, du verlogenes Bullenschwein!‘

‚Yo, bitte!‘ seufzte Rutger: ‚Bitte reg dich nicht auf! Ich will dir ja alles erklären, aber bitte reg dich nicht auf!‘

‚Ich soll mich nicht aufregen, sonst noch irgendwelche Wünsche, Herr Wachtmeister! Aber sonst geht’s uns noch gut, oder? Wie stellst du dir bitte vor, dass ich mich nicht aufregen soll.‘

‚Yo, du verlierst das Baby, wenn du dich nicht beruhigst!‘ Er schaute sie eindringlich an: ‚Unser Baby?‘

Sie schnellte hoch und verpasste ihm eine Linke direkt auf die Nase, die unter ihrem Schlag brach. ‚Du kannst mich mal mit <uns>. Du bist doch nicht ganz sauber, mich behandeln wie den letzten Dreck, mich dann für so ne Bullenscheiße missbrauchen und nur weil ich vielleicht zufällig von dir schwanger sein könnte, auf einmal von einem <uns> sprechen!‘ Sie holte zu einem zweiten Schlag aus und riss sich dabei die Nadel aus dem Arm. Rutger hielt sich schockiert die Nase, Blut tropfte ihm aus seinen Händen.

‚Yo, jetzt reiß dich bitte zusammen!‘ sagte der General zu ihr und drückte auf den Knopf für die Schwester. Yo pumpte wie ein Maikäfer. Sie kroch rücklings vom Bett herab und wankte zur Tür: ‚Ihr seid doch beide total bescheuert!‘ dann verdrehte sie die Augen und die Schwester, die gerade in den Raum kam, konnte sie gerade noch auffangen.

Die Krankenschwester warf die beiden Herren aus dem Krankenzimmer und piepte den Arzt an. Draußen wurde Rutger versorgt und dann wurde er zum Duschen nachhause geschickt. Der Arzt setzte Yo auf leichte Beruhigungsmittel. Der General bestand darauf am Krankenbett zu bleiben und ihre Mutter doch lieber nicht anzurufen.

‘Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 8

Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 8

Im Hier und Jetzt:

keinenummernIm Lager war Yo gestützt und versuchte einerseits den Handschellenschlüssel aus dem Korsett zu kriegen und ihre Arme nach vorne. Wie gut dass sie bei ihrer Performance Show auch immer solche Tricks vorführte. Sonst würde sie sich wahrscheinlich genau jetzt die Schulter auskugeln und dann in der Haltung langsam ersticken. Ihr liefen immer noch Tränen runter und sie zitterte, wie ein junger Hund. Sie hatte den Schlüssel und ihre Hände waren vorne. Haha! Beim Schlüssel in die Hand spucken, fiel ihr der Schlüssel aus der Hand auf den Betonboden. Mist! Ein Klirren übertönte kurz ihr Schluchzen. Jeff kam in diesem Moment in den Lagerraum gestürzt. Sie erschrak richtig, als ihr Jeff plötzlich den Schlüssel vor die Nase hielt. Er kniete vor ihr.

‚Hey Baby!‘ Er zog seine Weste und sein Hemd aus und legte ihr sein Hemd über die Schultern. Dann machte er die Handschellen auf und säuselte ihr ins Ohr, als er sie hochhob: ‚Alles klar? Bist du verletzt?‘

‚Nein und ja, mein Stolz!‘ Sie trat ihm mit dem Knie in den Magen. ‚Du Arschloch!‘ Sie holte tief Luft, um genug davon zu haben für den folgenden Vortrag. Er hatte sich bereits aufgerappelt und sagte zu ihr: ‚Hey Yo, jetzt lass mich doch erklären!‘ Sie holte nochmal tief Luft, die Tränen steigen ihr wieder in die Augen. Er packte sie und umarmte sie ganz fest, ihr blieb die Luft weg und sie flog in Ohnmacht.

Es kamen einige Beamte ins Lager. Jeff zeigte ihnen etwas aus seiner Hosentasche, tuschelte mit ihnen, dann hob er sie ganz auf und trug sie bei der Hintertür raus.

Am nächsten Morgen wachte Sie mit unglaublichen Kopfschmerzen auf. Wo war sie denn, in einem fremden Bett. Sie schaute zitternd unter die Decke.

‚Sorry, ich habe dich ausgezogen? Ähm, sorry, ich könnte dich ja nicht in den Latexklamotten lassen…!‘

Jeff stand da, er rang nach Worten. Sie fasste an ihrem Kopf: ‚Aua!‘

Er setze sich ans Bett und stammelte: ‚Yolanda, hör mir mal zu!‘

Er hatte immer noch die selben Klamotten an, wie gestern und ihr fiel jetzt erst auf, dass er eine kugelsichere Weste trug. Ein Knarrenholster, die Knarre lag auf einem Siteboard neben einem Stuhl, auf dem eine zerknüllte Decke lag. Wie in einem schlechtem Film, er hatte wohl auf dem Stuhl geschlafen. Auf dem Nachttischchen lag ihre Handtasche und der Zettel. Sein Zettel.

‚Du bist auch ein Scheißbulle?‘ Sie holte wieder tief Luft ‚Und nenn mich nicht Yolanda!‘

‚Yooo, bitte lass mich doch erklären!‘

‚Du bist ein Scheißbulle!‘

‚Ja, nein, ich, ähm!‘

‚Ja, was jetzt?‘

‚Ja, ich bin Bulle und ich bin nicht der Bruder vom Boss!‘ Er stotterte weiter ‚Und!‘

‚Und wenn du mir mehr erzählst, musst du mich töten, stimmts Jeff!‘

‚Ich heiße auch nicht Jeff!‘

Ihr blieb der Mund offen stehen und sie fiel wieder in Ohnmacht.

‘Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 7

‘Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 7

Rückblende Fortsetzung

Am Tag danach vor 8 Wochen:

keinenummernAm nächsten Morgen wachte er auf, Yo lag noch in seinen Armen. Sie sah richtig niedlich aus, wenn sie schlief. Verträumt blickte er sie an, beschloss aber dann aufzustehen, um dann erst mal seine Morgenlatte loszuwerden. Leise schlich er ins Bad.

Yo erwachte, sie streckte sich und dann stellte sie fest, dass er weg war. Verschlafen kroch sie aus dem Bett, tapste auf den Gang. In dem Moment kam Jeff nackt aus dem Bad und lächelte sie an. ‚Einen wunderschönen guten Morgen, Sonnenschein!‘

Auf halber Strecke trafen sie aufeinander. Er nahm sie in den Arm und wollte sie küssen. Sie tauchte unter seinem Arm durch und hielt sich eine Hand vor den Mund.

‚Kann ich deine Zahnbürste benutzen?‘ Und schon war sie im Bad verschwunden.

‚Ich hab dir eine Ersatzzahnbürste hingelegt!‘

Sie schluckte einen Kommentar hinunter und sagte dann nur: ‚Danke!‘

‚Ich bin in der Küche, magst du Tee oder Kaffee!‘

‚Boa, schwarzer Tee wäre echt der Hammer!‘

Wenig später kam Yo in die Küche und beobachtete Jeff dabei, wie er nackt in der Küche stand und in einem Regal etwas suchte. Sie schlich sich von Hinten an und packte ihm mit beiden Händen an den Hintern. Ihm fielen einige Teeschachteln aus den Händen, die sich nun auf der Arbeitsplatte verteilten. Er griff sich an die Brust und schaute sie erschrocken an. ‚Himmel Yo, du bringst mich noch ins Grab.‘

Sie schaute ihn schelmisch an. ‚Ich konnte nicht widerstehen.‘

Er nahm sie lächeln in die Arme. Die Umarmung erwidernd griff sie ihm nochmals an beide Pobacken. ‚Magst du dir einen Tee raussuchen?‘

Im Hier und Jetzt

Der General packte Jeff am Arm: ‚Das Han Solo-Kostüm steht dir aber auch sehr gut!‘ und zog ihn weiter. Er drehte sich um und zwinkerte Yo zu. Dann tuschelten sie etwas. Yo wurde misstrauisch, aber nachdem die Party nun langsam in Fahrt kam, hatte sie keine Zeit mehr, sich Gedanken darüber zu machen.

Mel kam mit einem Tablett hinter der Theke hervor und trug die beiden Drinks den Herren hinterher. Sie schmiss sich an Jeff, wie ein Geier auf verwesendes Fleisch. Jeff sagte etwas zu ihr und sie dackelte beleidigt ab.

‚Der Kerl ist einfach unfickbar!‘ sagte Fred zu Yo. Yo grinste in sich hinein und meinte nur: ‚Er kann mir den Dreck von meinen Stiefeln lecken und des kostet dann auch noch extra!‘ Dann lachte sie, in der Hoffnung keiner würde ihre Unsicherheit erkennen.

Daisy kam hinzu und meinte nur: ‚Was sich liebt, dass neckt sich! Und was sich neckt, dass leckt sich!‘ Grinsend kassierte er eine Ohrfeige. So was gehört ja schließlich auch zur Performance, sie bespaßten sich gegenseitig und damit auch die Gäste. Es war zwar ein Knochenjob, es machte aber auch verdammt viel Spaß.

Nach der Hauptperformance auf dem Tresen kam Jeff wieder: ‚Wir haben Gäste im Hinterzimmer Yo….äh….Blue!‘

‚Keine Namen, keine Nummern, Herr Wirtschaftsingenieur!‘ meinte Yo, die heute für die Gäste Blue genannt wurde.

‚Mach ne gute Flasche Wodka klar, Eis und Bull, du weist ja wie es geht, oder?!‘

Mit dem Blick – Für so eine Scheiße haben wir heute eigentlich keine Zeit – machte sie sich an die Arbeit. Sie musste einen Eiskübel aus dem Lager holen. Als sie an den Garderoben vorbeilief, ging sie rein und checkte ihr Makeup. In ihrer Handtasche kramend blickte sie in den Spiegel und bekam ihr Schminkkästchen zu fassen. Sie machte es auf und ein Zettel flog heraus. Schwer schluckend hob sie ihn auf und faltete ihn auf. Da stand: ‚Irgendwie hab ich das Gefühl, ich hab mich grad verknallt. 0163-1234567 Jeff‘

Tränen standen ihr in den Augen und sie musste ein Schluchzen hinunterschlucken. Sie trug den Zettel seit dem Bond-Abend in ihrer Handtasche herum. Irgendwann hatte sie ihn zu ihrer Schminke getan. Seit dem Jeff damals verschwunden war, hatte sie oft überlegt ihn einfach anzurufen. Sie hatte es aber nie getan, aber sie hatte den Zettel oft in der Hand gehabt. Liebevoll faltete sie den Zettel wieder zusammen und steckte ihn in ihr Korsett. Sie frischte ihre Schminke auf und machte sich mit dem Eiskübel wieder auf zur Theke. Missmutig packte sie sich eine Flasche Wodka und 5 Red Bull in den Kübel, füllte ihn mit Eis und ein Paar Gläser auf ein Tablett. Blue dackelte wenig später mit einen miesen Grinsen auf dem Gesicht zum Hinterzimmer. Vor der Tür setzte sie ihr süßeste Lächeln auf und klopfe an die Tür.

Nach einem: ‚Ja, Bitte!‘ öffnete sie die Tür, mit dem Ellbogen und betrat den Raum.

Dort saß der General, der Boss und Jeff mit drei Typen auf der Ledersitzgruppe. Die drei Typen waren alle drei als Captain Future verkleidet. Und gleich so schlecht, da wäre eine blinde Oma auch misstrauisch geworden.

‚Ah, Blue!‘ sagte Jeff.

Yo servierte und wollte wieder gehen. ‚Blue, kümmere dich bitte um die drei Herren!‘ sagte der General und warf ihr einen Blick zu, der erstens keine Widerrede erlaubte und auch keine weiteren Fragen.

Jeff trat von Hinten an sie ran und hing ihr etwas an den Nietengürtel und schob ihr dann langsam und umständlich einen Handschellenschlüssel ins Korsett. Dabei stießen seine Finger gegen den Zettel und strich ihr sanft mit der Hand über ihre Brustwarze. Absichtlich oder unabsichtlich? Sie blickte in ihr Dekolleté. Auf seiner Hand stand: ‚Lass sie auf keinen Fall aus dem Raum!‘ Als er sich von ihr entfernte, hauchte er ihr heiser ins Ohr: ‚Du….Ich?!‘ Seine Stimme brach.

Der General meinte: ‚Jeff, wir gehen!‘ Der Boss war schon aus der Tür.

‚Fräulein Blue, wie lange arbeiten Sie schon für den General?‘ fragte der erste Captain Future Klon vom Sofa aus.

Der Zweite sah aus dem Spiegelfenster in den Club und der Dritte machte sich Notizen und stand hinter dem Sofa.

‚Ähm! Neun Jahre! Wieso wollen Sie das wissen?‘

‚Ist Ihnen dabei etwas Auffälliges aufgefallen!‘

Was war das denn für eine bescheuerte Frage, dachte sie und fragte dann: ‚Was meinen Sie damit?‘

‚Keine Gegenfragen, Fräulein Blue!‘ meinte der Zweite. Der Dritte machte weiter Notizen.

‚Ach wissen sie, er sammelt leidenschaftlich Briefmarken, dass fand ich schon immer etwas komisch!‘ meinte sie schnippisch.

‚Bleiben Sie bitte ernst, Fräulein Blue!‘ sagte der Zweite wieder und drehte sich zu ihr um und schritt ganz dicht an sie heran, bis er mit seinem Gesicht vor ihrem Gesicht war.

‚Ich bin immer ernst, Captain…..Future!‘ sagte sie ihm trocken ins Gesicht und wieder mit dieser dramatischen Pause. Er zuckte. Bingo dachte sie. Es sind Bullen.

‚Ist Ihnen nun etwas aufgefallen?‘ meinte der Erste wieder.

‚Als ich damals zu ihm gekommen bin, war ich noch fast ein Kind und ich habe mir dabei nichts gedacht, als ich immer bei ihm im Bett schlafen musste. Er hatte immer einen Strampelanzug an und ich musste ihn windeln. Später musste ich mich immer ein Krankenschwesterkostüm anziehen und ihm einmal in der Woche einen Rotweineinlauf machen. Und Irgendwann wollte er….dann wollte er immer, dass ich ihm meine getragenen Schlüpfer bringe, wenn ich mit der Hausarbeit fertig war. Dann wollte er immer, dass ich dabei zusehe, wenn der Hausmeister zum Auspeitschen vorbeikam. Der hatte ihn dann immer mit seinem Riesendödel ausgepeitscht. Ich konnte kaum dabei zusehen!‘ Yo steigerte sich in den Text so hinein, dass ihr mittlerweile die Tränen runter liefen. ‚Ja, und dann hat er mich immer in den Keller gesperrt und hat geschrieen >Die Russen sind da!< und dann ist er nur mit einer Rute und einer russischen Uniformmütze bekleidet in den Keller gekommen und ich musste dann Springerstiefel und einen Stahlhelm anziehen und dann hat mich an die Heizungsrohre gefesselt und mir ganz gewaltig ….den Arsch versohlt. Und dann hat er verlangt, dass ich ihn anpinkle, aber immer nur wenn es Spargel zu essen gab.‘

Der Erste hatte schon die Beine verschränkt und das hoffentlich nicht grundlos. Der Dritte griff sich hinterm Sofa an den Schritt und zog sich ganz unauffällig den Ständer zurecht. Yo weinte mittlerweile jämmerlich und war auf die Knie gefallen und griff dem Zweiten an die Knöchel. In seiner Hose regte sich etwas. Yo hatte schon gewonnen, die Herren würden nun nirgends mehr hingehen.

‚Ja und dann hat er mich in sein Arbeitszimmer mitgenommen und er zeigte mir seine Briefmarkensammlung. Er zog sich dann immer aus und ich musste ihn mit Briefmarken bekleben, überall! Bitte Sie müssen mir helfen!‘

Der Erste und der Dritte hatten mittlerweile bemerkt, dass Yo unter dem Latexminikleidchen nichts drunter trug. Sie hatten schon einen sehr verklärten Blick. Der Zweite sagte: ‚Aber Fräulein Blue, Sie wollen mich wohl verarschen!‘

‚Nein, nein, bitte, glauben Sie mir doch! Und wissen Sie was, mir ist es ganz peinlich, ich kann es Ihnen nicht erzählen, ich bin so gottesfürchtig erzogen worden, bevor meine Eltern dann bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Wissen Sie!‘ sie schluchzte ganz herzerweichend. Die Herren hingen schier an ihren Lippen. ‚Meine armen Eltern, die würden sich im Grab umdrehen, wenn sie das wüssten, dass ihr kleines Kind so ein böses Mädchen geworden ist. Bei keinem Priester könnte ich je wieder die Beichte ablegen. Wenn Sie das wüssten! Ich kann es Ihnen nicht verraten.‘ Yo schluchzte wieder und hoffte inständig, dass sie jetzt irgendjemand hier rausholen würde. Der Zweite packte sie an den Schultern und schüttelte sie, damit sie aufhört zu Schluchzen, so schluchzte sie noch lauter. Der Rotz lief ihr aus der Nase direkt auf die blankgeputzen Schuhe des zweiten Captain Future.

‚Doch Sie müssen es mir sagen, Fräulein Blue! Sie sind als Staatbürgerin dazu verpflichtet die Wahrheit zu sagen.‘

‚Nein, ich kann es Ihnen nicht sagen, dafür komme ich in die Hölle!‘

Er schüttelte sie immer heftiger und schrie sie förmlich an: ‚Los sagen Sie es mir! Machen Sie den Mund auf!‘

Sie öffnete gehorsam den Mund: ‚Das hat der General auch immer zu mir gesagt, wenn ich ihm einen Blasen musste. Und dann hat er mich, dann hat er mich gezwungen die deutsche Nationalhymne mit seinem Sperma im Mund zu gurgeln. Alle Strophen. Er hat mich dazu gezwungen und er hat mich dabei….. dabei!‘ Sie schluchzte wieder stärker.

‚Jetzt sagen Sie es mir schon!‘ sprach der Zweite ganz hysterisch zu ihr und rutschte zu ihr runter. Währenddessen sie weitersprach machte sie ihm ganz unbemerkt den Hosenstall auf und öffnete den Gürtel an seiner Hose. ‚Er hat mich….. er hat mich…. er hat mich… er mich…dabei…. er hat mich immer….. er hat….er hat mich immer dabei ziemlich erregt!‘ Yo lächelte ihn breit an.

Der Zweite sprang auf, riss sie hoch und scheuerte ihr dabei Eine, dass sie rückwärts umstürzte. Dabei rutschte ihm die Hose herunter und ein Feinrippschlüpfer mit einem tollen Ständer kam zum Vorschein. Vor dem Umstürzen hatte sie sich schon selbst die Handschellen angelegt.

Dieses malerische Bild schien in einer Zeitlupenszene gefangen zu sein, als mehrere maskierte Männer bewaffnet durch die Tür kamen, die sie vorher eingetreten hatten. Sie schrien laut: ‚Hände hoch, Kollegen. Sie sind alle festgenommen, wegen übertriebener Härte bei einer Zeugenbefragung und …‘

Yo kroch auf den Knien aus dem Raum und draußen stand der General und hob sie auf.

‚Gut gemacht, Süße!‘ meinte der General, als er sie in den Arm nehmen wollte.

Sie versuchte ihn abzuschütteln und schrie ihn an: ‚Was sollte denn die Scheiße, ich bin nicht eure Nutte!‘

Sie rannte an ihm vorbei, die Treppen runter, ins Lager.

‚Jeff, viel Spaß dabei, ihr das alles hier zu erklären!‘ meinte der General und grinste dabei Jeff an.

Aber Jeff lief ihr bereits hinterher.

Drei und eine Axt – Teil 29

Eine Axtgeschichte – Drei und eine Axt – Teil 29

reiter_neuAinur ritt im Morgengrauen fort und lies Vira in der Jurtentür stehend zurück. Er trieb die Pferde über den Fluss und blickte nicht zurück. Sein Herz war ihm so schwer und er befürchtete nicht gehen zu wollen, wenn er sie sah, wie sie in der Tür stand. Vira liefen ununterbrochen die Tränen übers Gesicht und sie klammerte sich selbst an ihrem Klappenmantel. Als er außer Sichtweite war, fasste sie sich ein Herz, lief zum Gatter hinüber und nahm sich Wenas Pferd. Sie ritt ihm hinterher, so schnell sie konnte. Weit entfernt vom Lager des Khans konnte sie ihn einholen.

‚Ainur warte!‘ rief sie aufgeregt.

‚Vira, mach es mir doch nicht so schwer.‘ meinte er, als er sich endlich umdrehte.

‚Du kannst noch nicht gehen.‘

‚Wieso?‘

‚Die Trauerzeit!‘

‚Wäre das mit Halef nicht passiert, wäre ich bis zum Ende der Trauerzeit wieder da gewesen!‘

‚Bitte geh nicht bevor…!‘ rief sie, schwang sich vom Pferd und ging die letzten paar Schritte zu Fuß. Sie klammerte sich an seinen Arm und versuchte ihn vom Pferd zu ziehen. Dabei ging ihr Klappenmantel auf und er hatte einen angenehmen Blick auf ihren üppigen Brüste.

‚Sag mal, hast du nichts drunter?‘ fragte er verdutzt und lies sich langsam vom Pferd gleiten. Sie fiel ihm in die Arme und küsste ihn stürmisch.

‚Bitte Vira, beginne nichts, was wir nicht beenden dürfen.‘

‚Die Trauerzeit ist vorbei!‘

‚Sagt wer?‘ fragte Ainur verdutzt.

‚Sag ich!‘

‚Aber ich kann dich doch nicht mitten in der Steppe nehmen.‘

‚Im Dreck, wenn es sein muss.‘ meinte sie ernst.

Er grinste nur und das war ihr Antwort genug.

Während die Pferde zu grasen begannen, ließen sich die Beiden in den Staub sinken und küssten sich wild und unnachgiebig. Sie schälte ihn aus seinen Klamotten, während er ihr genüsslich den Klappenmantel auszog. Mit einer geschickten Handbewegung öffnete sie seine Hosen und hatte im nächsten Moment schon seinen geschwollenen Schaft in Händen. Er küsste sie weiter und drängte sie auf den Rücken. Sie kam auf ihrem Klappenmantel zu liegen, während er ihre Brustwarzen mit den Lippen umschloss, um genüsslich dran zu knabbern und zu saugen.

Dann blickte er auf und flüsterte ihr zu: ‚Bist du dir sicher, dass es willst?‘

‚Du sollst wissen, warum du zurück kommst.‘ meinte sich schnippisch und griff zwischen ihren Beinen hindurch und packte seinen Schwanz. Sie drängte ihn in ihre Richtung und führte seine Schwanzspitze an ihr Allerheiligstes.

‚Wenn du so herrisch bist, wird es wahrscheinlich ein eher kurzes Vergnügen.‘ meinte er, während er ihre Hand von seinem Schwanz löste und die Sache dann selber in die Hand nahm. Langsam schob er seine Schwanzspitze in ihre Pforte, zog sie wieder heraus und lies sich verdammt viel Zeit. Das machte sie halb wahnsinnig. Sie war so feucht, dass es ihr schon heraus floss, bevor er einen weiteren Versuch anstrebte. Ihr ganzer Körper schrie: ‚Bitte!‘

Und mit einem breiten Grinsen im Gesicht, gab er der Bitte nach und schob ihr seinen steif geschwollenen Speer langsam in den Leib. Ihr Körper begann bereits zum Zucken, dabei hatte er noch nicht mal richtig angefangen. Langsam begann er in ihr zu arbeiten und treib sie dabei von einem Höhepunkt zum Nächsten. Sie schrie und stöhnte, bis ihr nur noch ein Krächzen und Wimmern aus der Kehle kam. Ihr ganzer Körper zitterte unter ihm und sie war völlig außer Stande, sich seinen harten Stößen entgegenzustemmen. Also hielt er ihren Körper fest und hämmerte weiter seinen zum Bersten gespannten Schwanz in sie ein.

‚Damit du nicht vergisst, auf wen du wartest!‘ schrie er, kurz bevor er seinen Samen in ihr entlud. Er bewegte sich weiter, gönnte ihr keinen Moment der Ruhe.

Erst als die Sonne schon längst über den Hügel gekrochen war, lies er von ihr ab. Ihr Körper bebte immer noch, als er sich erhob.

‚Ich muss…!‘ fing er an, bis seine Stimme brach. Rasch zog er sich wieder an und pfiff nach den Pferden. Sie rappelte sich ungeschickt auf und streifte den Klappenmantel über ihren nackten Körper.

‚Komm wieder, schöner Mann!‘ schluchzte sie noch, dann stieg sie auf ihr Pferd und ritt wieder zurück, ohne sich auch nur einmal nach ihm umzudrehen. Der verdutzten Ainur blieb allein in der Steppe zurück und blickte ihr noch einen Moment hinterher. Dann ritt auch er davon.

Drei und eine Axt – Teil 28

Eine Axtgeschichte – Drei und eine Axt – Teil 28

reiter_neu‚Ich bin als Sippenführer zu nicht zu gebrauchen.‘ meinte Halef, während Lamina ihn wusch.

‚Ach red doch keinen Unsinn!‘ rief Lamina.

‚Wie lange lieg ich schon im Bett und kann nicht helfen? Der Winter wird kommen!‘

‚Mach dir keine Gedanken, Ainur arbeitet für drei.‘

‚Ich müsste für drei arbeiten!‘

Ainur kam herein und rief: ‚Dazu hast du bald Gelegenheit.‘

Er kam ans Bett und blickte Lamina an.

‚Er hat schlechte Laune.‘ meinte sie, deckte ihn liebevoll zu und stand auf.

‚Ich werd deine Laune nicht verbessern können, ich muss gehen. Der Winter naht unablässig.‘ meinte Ainur ernst.

‚Ich weiß, Mutter hat es mir gesagt, oben bei den Ahnen schon!‘ meinte Halef und blickte Lamina hinterher, die gerade aus der Jurte schlich.

‚Mein Sippenführer, ich reite schnell und komme wieder und im Frühjahr bauen wir eine Brücke.‘

‚Bevor du gehst, müsstest du mich noch zum Donnerbalken bringen!‘

‚Sofort?‘

‚Nachher.‘

Einen Tag bleibe ich noch!‘

‚Ich möchte, dass du ein zweites Pferd mitnimmst.‘

‚Mein Dank ist Dein!‘

‚Und ich möchte dass du Róka mitnimmst. Damit du den Weg nach Hause findest.‘

‚Ich bringe dir deinen Hund heil zurück.

‚Und ich werde auf meine Mutter acht geben!‘

Vira stand in der Tür und zog eine Augenbraue hoch. Halef blickte auf.

‚Nimm mein Pferd!‘ meinte sie kurz, drehte sich um und ging. Ainur stürzte ihr hinterher.

Später kam Ainur mit Ziska zu ihm und sie flößten ihm etwas Grausames ein und dann brachte Ainur ihn zum Abort. Es war ihm sehr peinlich, dass er mit quasi runtergelassenen Hosen von seiner Tante auf den Abort gesetzt wurde. Sie drückte ihm einen Becher in die Hand und grinste: ‚Wenn du noch einen Becher trinkst, dann lassen wir dich einen Moment in Ruhe!‘

Er erwachte und sah Lamina an der Bettkante sitzen. Er konnte sich nicht erinnern, wie er hier her gekommen war, das Letzte an was er sich erinnern konnte war, dass Ainur ihn zum Donnerbalken gebracht hatte und an das widerliche Zeug, was er trinken musste. Sein Kopf sauste, aber ansonsten fühlte er sich eigentlich gut. Er regte sich und blickte auf Lamina. Das Licht, das vom Feuer herrührte schimmerte auf ihren Fingern. Sie versuchte ihren Rücken einzuschmieren, was ihr nur bedingt gelang. Er konnte nicht anders, als sie dabei zu beobachten. Sie hatte quasi nichts an, soweit er das erkennen konnte. Er bewegte sich in ihre Richtung und wollte ihr zur Hand gehen, doch sie bemerkte seine Bewegung, drehte sich halb um und blickte über ihre Schulter. Ihr Haare verdeckten ihre Brüste, sie hatte sich ihre Zöpfe über die Schulter gelegt und sie bedeckten gerade so viel, dass es ihn leicht erregte. Schwindel überkam ihn.

‚Lass mich dir helfen!‘ flüsterte er benommen. Sie zog die Beine aufs Bett und rutschte in seine Richtung. Er umarmte sie und nahm ihre Hände vor ihrem Körper in die Seinen, um das Öl von ihren Fingern aufzunehmen. Sie goss ihm etwas von dem Öl in die Hand. Er rieb über ihre Schultern und dann über den Rücken bis zum Ansatz ihres Hinterns. Als er damit fertig war, lehnte sie sich nach hinten und griff nach seiner Hand. Sie rieb ihm seine Handgelenke mit dem Öl ein. Und er die ihren, dabei wickelte er geschickt ihren Verband von der Hand, um sie zu küssen. Ein Schauer lief ihr über den Rücken. Er nahm sie in den Arm und sie legte sich zu ihm. Er versuchte sie zuzudecken. Mit seinen und ihren Armen verdeckte er ihre Brüste.

Es war so ein unschuldiger Augenblick, wie sie bei ihm lag, der ihn doch so erregte, dass ihm fast die Sinne schwanden. Besser wäre es wahrscheinlich, er würde wirklich ohnmächtig, sonst käme er noch auf dumme Gedanken.

Sie blickten beide ins Feuer und er hielt sie einfach weiter fest. Ihr ganzer Körper zitterte. Und er hielt sie so lange, bis sich ihr Körper beruhigte. Irgendwann stand sie doch auf und zog sich eine leichte Tunika an. Dann legte sie genug Holz nach, damit sie wieder unter seine Decke kriechen konnte. Sie küsste ihn, bevor sie sich wieder zu ihm legte.

Published in: on 9. April 2013 at 20:58  Schreibe einen Kommentar  
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Drei und eine Axt – Teil 27

Eine Axtgeschichte – Drei und eine Axt – Teil 27

reiter_neu‚Wir können einfach keine Blutegel mehr finden!‘ meinte Ainur leise. ‚Der Herbst ist bald zu Ende!‘

‚Dann muss es so gehen!‘ krächzte Lamina. Sie versuchte ein Schluchzen zu unterdrücken.

‚Das wird schon alles wieder. Das Bein von dem alten Krüppel da draußen hat viel länger geeitert und viel schlimmer ausgesehen und wir mussten es auch nicht abschneiden.‘ Ainur versuchte sie aufzumuntern, was ihm aber nur bedingt gelang.

Ein Geräusch, dass vom Bett herrührte, lies sie aufblicken. ‚Nyúl… Róka!‘

Die Tür ging sprang auf und beiden Hunde stolperten herein. Sie hatten ihren Herren gehört und konnten es kaum erwarten ans Bett zu gelangen. Halef wand den Kopf und hielt seine Hand aus dem Bett und wieder kamen Geräusche aus seinem Mund. Lamina lief den Hunden hinterher und zischte: ‚Nicht so stürmisch, ihr Beiden! Sitz!‘

Die Hunde folgten aufs Wort und setzten sich brav neben das Bett, aber noch so nah, dass ihr Herr sie streicheln konnte.

‚Ainur. Wenn du Blutegeln finden willst. Geh in Richtung meiner Höhle. Dort ist am Fuße des Berges ein Sumpf und ein paar Tümpel. Róka bringt dich hin.‘ krächzte Halef leise.

Róka sprang auf und wedelte mit dem Schwanz.

‚Was würden wir nur ohne unseren Sippenführer machen.‘ rief Ainur, kniete sich hastig vors Bett und küsste Halef. Dann sprang er auf und lief aus der Jurte. Als er schon draußen war, rief er noch: ‚Róka los, schnell!‘

‚Aber geht nicht in meine Höhle, das ist Meine!‘ meinte Halef, doch sein Hund war schon aus der Jurte gelaufen.

‚Du hast eine Höhle?‘ fragte Lamina erstaunt, während sie ihm half sich etwas aufzurichten.

Halef nickte und versuchte zu lächeln.

Wena kam kopfschüttelnd in die Jurte, sie brachte Suppe und Brot. ‚Was war das jetzt? Erst machen die Köter die Tür auf und dann läuft Ainur, wie eine angestochene Sau, zum Gatter und klaut mein Pferd.‘

‚Er kommt wieder, mit Blutegeln! Hoffe ich!‘ meinte Lamina.

‚Und er hat mich geküsst!‘ stammelte Halef. Nyúl war aufs Bett gekrabbelt und kuschelte sich an den Körper seines Herren.

‚Du warst die letzten zwei Nächte wieder im Fieber und völlig weggetreten. Und dein Bein macht uns große Sorgen.‘ meinte Lamina und setzte sich zu ihm ans Bett und küsste ihn auf die Stirn. ‚Und jetzt musst du erst mal was essen und dann…!‘

‚Und dann schau ich mir dein Bein an!‘ rief Ziska von der Tür her.

Als sie nach dem Essen seinen Verband wechselten, wurde er während der Waschung ohnmächtig und wurde erst wieder wach, weil er ein komisches Gefühl an seinem Bein fühlte. Ziska saß an der Bettkante und wedelte mit rauchenden Käutern über seinem Bein rum.

‚Sch..sch…sch. Du musst dein Bein ruhig halten. Sonst fallen die Maden runter.‘ meinte Ziska leise, legte den rauchenden Zweig in eine kleine Feuerschale und strich ihm mit der anderen Hand über den Kopf. ‚Sie fressen das brandige Fleisch weg.‘

‚Wo ist Lamina?‘ fragte er leise.

‚Sie hat den Hund rausgebracht. Nyúl ist ganz heiß auf dein Bein.‘

‚Der Köter wollt mich doch nicht fressen?‘

‚Nein, aber dieser Mistköter wollte Lamina fressen.‘

‚Bitte was?‘ schrie er heiser.

‚Sie hat nur einen Kratzer abbekommen!‘

‚Nyúl!‘ schrie er, bis sein Schrei von einem trockenen Husten gestoppt wurde. Ziska half ihm eine Wenig hoch und drückte ihm einen Becher Tee in die Hand.

Die Tür ging auf und der Hund tapste herein und er tat so als wäre nichts geschehen.

‚Was fällt dir ein, mein Bein oder meine Frau fressen zu wollen. Böser Hund.‘

Der Hund japste unschuldig.

‚Raus hier. Komm mir nicht mehr unter die Augen.‘

‚Halef, es ist doch nur ein Kratzer!‘ rief Lamina. Sie stand in der Jurtentür und hielt sich eine Hand. Ein blutiger Verband war darum gewickelt.

‚Los raus hier, Nyúl!‘

Der Hund ging rückwärts aus der Jurte und verzog sich geknickt.

Lamina schloss die Tür und ging langsam aufs Bett zu. Ihr liefen Tränen übers Gesicht und sie rang heftig mit ihrer Fassung.

‚Der dumme Köter kommt wieder, keine Sorge.‘ meinte Halef und griff nach ihrer Hand. ‚Hat er dir arg weh getan?‘

‚Es ist nichts, ich hab mich nur erschrocken!‘

Er wickelte den Verband ab und blickte auf die Wunde. ‚Nichts, sieht aber anders aus!‘

Die Tür ging wieder auf und Ainur kam herein gestolpert, gefolgt von Róka.

‚Róka, geh zu Nyúl, er war ein böser Hund.‘ rief Halef und der Hund machte kehrt und lief nach draußen, noch ehe Ainur die Tür schließen konnte.

‚Es hatte jemand Blutegel bestellt?‘ meinte Ainur und übergab Ziska einen verschlossenen Krug.

Published in: on 18. März 2013 at 22:58  Comments (1)  
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Drei und eine Axt – Teil 26

Eine Axtgeschichte – Drei und eine Axt – Teil 26

reiter_neuHalef konnte den pochenden Schmerz in seinem Bein spüren und in seiner Schulter. Sein Atem rasselte. Jeder seiner Atemzüge tat ihm weh. Obwohl er lag, überkam ihm ein Schwindelgefühl. Außerdem dachte er, seine Blase müsse gleich platzen. Aber er konnte sich nicht bewegen, sein Körper fühlte sich schwach und taub an. Ein übler Geruch stieg ihm in die Nase. Selbst das Öffnen der Augen fiel ihm schwer. Ihm war kalt, er fror, aber selbst zum Zittern schien ihm die Kraft zu fehlen. Ein schmerzverzerrter Stöhner kam ihm über die Lippen. Seine Kehle war ausgetrocknet, er musste husten. Der Schmerz lies ihn fast wieder die Sinne schwinden. Er hörte Holz über Holz schleifen, einen dumpfen Schlag, ein Prasseln und die Wärme, die plötzlich aufstieg. Jemand kam an seine Seite und versuchte ihn zu beruhigen. Panisch zog er röchelnd die Luft in seine Lungen. Sein Kopf wurde angehoben und Flüssigkeit wurde ihm in den Mund geträufelt. Das Gefühl jeden Moment ersticken zu müssen war mit einem Schlag vorbei. Worte wurden gesprochen, er verstand nicht welche, aber sie schienen ihm wohlgesonnen. Eine kalte, zitternde Hand berührte die Seine. Er versuchte sich zu bewegen, konnte es aber nicht. Endlich öffnete er die Augen. Erschrocken blickte er in das Gesicht seines Weibchens. Lamina sah abgekämpft aus, tiefe Augenringe unter ihren verheulten Augen waren zu sehen. Die Sorgenfalten auf ihrer Stirn entspannten sich leicht, als sie ihm über die Stirn strich. Seine Hand war an seiner Brust festgebunden. Ruckartig versuchte er seinen anderen Arm zu bewegen. Nach einem Ruck schoss ein stechender Schmerz durch sein Handgelenk. Die andere Hand war am Bettpfosten angebunden.

‚Sch… Sch…Sch… Wir mussten dich anbinden. Du hast im Fieber um dich geschlagen.‘

Sie strich über seinen Arm und löste seine Hand vom Bettpfosten. Sein Arm war taub, er konnte ihn kaum bewegen, versuchte es aber und blickte sie dabei panisch an.

‚Warte, ganz ruhig!‘ flüsterte sie ihm ins Ohr und griff nach seiner Hand.

Sie bewegte seine Finger und massierte sie. Später half sie ihm dabei den Arm zu bewegen und er legte in einer schwerfälligen Bewegung seine Hand neben seinem Körper ab.

‚Wie lang war ich…!‘ röchelte er, bis seine Stimme brach. Er musste Schlucken, doch sein Mund war wieder trocken. Sie flößte ihm nochmal etwas Flüssigkeit in den Mund und erklärte unverblümt. ‚Du hast zwölf Tage lang deine Augen nicht mehr aufgemacht.‘

Es dauert eine ganze Weile, bis er darauf etwas sagte: ‚Hab ich mir Schande gemacht?‘

‚Angst gemacht hast du mir!‘ meinte sie ernst und stand dann kopfschüttelnd auf.

Er versuchte sich aufzurappeln, weil ihm wieder eingefallen war, dass er pinkeln musste. Doch seine Beine waren auch am Bettrahmen fixiert und stöhnte vor Schmerzen, als er sich bewegte. Lamina drehte sich erschrocken um und blickte ihn ernst an. ‚Wo willst du denn hin?‘

Er blickte nur zu dem Eimer vor seinem Bett. Mit einer eleganten Bewegung war sie wieder an seiner Seite und band auch die Füße los und half ihm auf.

Als sein Körper aufrecht war, kam der Schwindel wieder und er musste sich an ihr festklammern. Sie löste liebevoll die anderen Hand aus dem Verband und flüsterte ihm ins Ohr. ‚Du willst wahrscheinlich nicht, dass ich dir helfe, also wirst du den Eimer mit deiner verletzen Hand halten müssen.‘

Er nickte verlegen, als sie ihm die Decke vom Schoß zog und ihm den Eimer in die Hand drückte. ‚Ich muss eh frisches Wasser holen, wir müssen deine Verbände wechseln und dich waschen!‘ meinte sie, zog einige Decken aus dem Bett und schnappte sie einen anderen Eimer, der neben der Feuerstelle stand und ging aus der Jurte.

Er war mehr als erleichtert, als zumindest den Druck auf der Blase loswerden konnte, bloß verkrampfte sich seine Hand so, dass er den Eimer nach Verrichtung seines Geschäftes nicht mehr loslassen konnte. Er versuchte mit der anderen Hand die verkrampften Finger zu öffnen, schaffte es aber nicht. Währenddessen sein Urin im Eimer umher schwappte und er mit sich selbst rang, lief Lamina zum Fluss hinunter.

Sein Körper glitt krampfend auf die Seite, den Griff des Eimers weiter fest umschlossen und kam mit der unverletzten Schulter am Bettpfosten zum Stillstand.

Als Lamina die Jurte wieder betrat, lag er immer noch zuckend da. Sie eilte an seine Seite, berührte seine Hand und er lies den Eimer los. Hastig stellte sie ihn außer Reichweite und wickelte Halef eine der übrigen Decken.

Sein Körper sah abgemagert aus, doch seine Muskeln waren steinhart und zogen sich immer mehr zusammen. Aber selbst für drastische Bewegungen schien ihm die Kraft zu fehlen, so zog sie ihn in die Mitte des Bettes, stand rasch auf und warf einige Kräuter ins Feuer. Dann nahm sie etwas aus einer kleinen Schachtel, streute es auf einen Splint und hielt diesen ins Feuer.

Mit dem rauchenden Splint ging sie zu Halef hinüber und hielt selbst die Luft an. Während sie sich zu ihm aufs Bett setzte, wickelte sie sich ein Tuch um den Mund, das sie um ihren Hals getragen hatte. Der Rauch der vom Splint ausging kroch ihm in die Nase und augenblicklich entspannten sich seine Muskeln. Sie flüsterte gedämpft durch das Tuch in sein Ohr: ‚Es tut mir leid, aber es geht nicht anders!‘ Seine Augen flackerten kurz auf, bevor er wieder ohnmächtig wurde. Sie warf den Splint ins Feuer und packte alle Felle und zog sie aus dem Bett, drehte ihn auf die Seite und deckte ihn zu. Rasch ging sie mit den Fellen und dem Eimer nach draußen und kam wenig später wieder herein. Langsam zog sie das Tuch von der Nase und lies die Tür offen stehen, damit frische Luft hereinkam. Neben dem Rauch, roch es immer noch Urin, Eiter und Schweiß.

Zuerst legte sie nochmal Holz nach, setzte Wasser auf und dann öffnete sie seine Verbände. Der Arm sah gut aus und eiterte kaum noch. Doch konnte sie den Eiter riechen. Sie machte einen neuen Kräuterumschlag, der hoffentlich den restlichen Eiter aus der Wunde zog. Die Bauchwunde, war wie durch ein Wunder sehr gut verheilt und sie konnten bestimmt bald die Fäden ziehen, bevor die auch noch eine Entzündung hervorriefen. Ziska hatte ihr Bedenken geäußert, dass sich die Wunden durch die Seidenfäden vielleicht nochmal entzünden könnten. Von Glück im Unglück konnte man nicht gerade sprechen, weil das verletzte Bein immer noch aufs Doppelte angeschwollen war. Sie hatten die Fäden wieder entfernen müssen und hatten vor ein paar Tagen eine der beiden Pfeilwunden sogar ausbrennen müssen. Aber alle ihre Bemühungen waren bisher vergebens gewesen. Selbst mit Maden und Blutegeln hatten sie die Entzündung bisher nicht eindämmen können. Nur hatte Ainur und die Kinder seit Tagen schon keine Blutegeln mehr gefunden.

Als sie den Verband vom Bein löste, quoll der Eiter schon durch die letzten Lagen des Verbandes. Sie musste würgen, als sie die Wunde freilegte. Während die ausgebrannte Wunde mittlerweile nicht mehr ganz so schlimm aussah, war die Andere einfach nur grotesk.

Tränen standen ihr in den Augen, als sie sich wieder das Tuch über die Nase schob. Es schien so, als hätte sie die letzten Tage, dies schon öfter getan. Sie wusch die Wunde aus und versorgte das Bein so gut sie konnte. Sie wusch ihn, bevor sie das Beine erneut verband. Sie betete inständig an alle Ahnen und Götter, die ihr einfielen, dass die Kräuterumschläge endlich wirkten. Weil Ziska hatte vor ein paar Tagen gedroht, dass Bein abnehmen zu müssen, wenn sie nicht bald was tun würde. Kejnen und Ainur hatten sich mit ihr darum gestritten. Und sie selbst, machte einfach alles, was sie ihr aufgetragen hatten, um sein Bein zu retten.

Sie rieb seinen Körper mit einem Öl ein und der angenehme Geruch, entspannte ihr Gesicht etwas. Das hatte noch nicht mal der Rauch des Mohnsaftes geschafft. Wena stand plötzlich in der offenen Tür und versuchte zu lächeln. Sie hatte eine Kanne mit Tee in der Hand.

Lamina blickte auf und lächelte einfach nur, während ihr die Tränen in den Augen standen.

‚Er war kurz wach!‘ sagte sie mehr zu ihm, als zu ihr. ‚Aber nur sehr kurz.‘

Wena rümpfte die Nase, kam näher und fragte: ‚Hat er wieder gekrampft?‘

‚Ja, nachdem er sich in den Eimer erleichtert hatte!‘

‚Das ist doch eigentlich ein Fortschritt?‘

‚Ich hab die Verbände gewechselt und das Bein sieht einfach abartig aus.‘

‚Ich schick die Kinder nochmal nach Blutegeln.‘ meinte Wena kurz, als sie endlich den Tee abstellte. ‚Ich bring dir ein paar andere Felle, die da draußen würd ich über Nacht auslüften lassen.‘

‚Ja, danke. Ist das zweite Leinentuch schon trocken?‘

‚Ja, und die Decken müssten auch schon trocken sein. Ich hatte sie bei uns in der Jurte.‘

Das Gespräch der Beiden wurde von Stöhnen seinerseits unterbrochen. Wena rannte zur Tür und rief: ‚Ich bring dir Suppe. Die Mädchen haben sie vorhin schon aufgesetzt.‘

Lamina goss einen Becher Tee ein und kniete sich ans Bett. Mit einem Holzlöffel rührte in dem Becher und flüsterte Halef beruhigende Laute ins Ohr.

‚Lamina…!‘ kam es aus seinem Mund, bevor seine Stimme brach und er schwer schlucken musste.

Sie half ihm ein Wenig hoch, setzte sich auf die Bettkante und flößte ihm langsam den Tee ein. Er öffnete die Augen, die sich sofort mit Tränen füllten. Als der Becher leer war, setzte sie den Becher ab und wischte ihm die Tränen vom Gesicht.

Published in: on 6. Februar 2013 at 22:02  Comments (1)  
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‘Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 6

Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 6

 

Rückblende Fortsetzung

In der selben Nacht vor 8 Wochen:

keinenummernBingo. Endlich war er draußen. Er ließ den Club hinter sich und rannte über den Parkplatz auf die Straße. Er wählte die Nummer seines Chefs und Einsatzleiters. ‚Ja, wo sind Sie?‘ fragte Jeff.

‚Neben ihrem Wagen!‘ sagte sein Chef entnervt.

‚Ich bin in zwei Minuten da.‘ sagte Jeff, bevor er wieder auflegte. Er rannte zu seinem Wagen. Zwei Minuten später machte er die Schiebetür des zivilen Einsatzwagens auf. Sein Chef und der Staatsanwalt saßen in dem Einsatzwagen und blickte ihn erwartungsvoll an. Sein Kollege, der Fahrer des Wagen, saß vorne am Steuer, blickte aber durch ein Schiebefenster nach hinten ins Wageninnere. Jeff kroch schwer schnaufend aber grinsend in den Wagen. Dann ging er zu einem Laptop, der alles aufzeichnete was bis jetzt gesprochen wurde. Er drückte auf Pause. ‚Sorry, für das, was ich ihnen jetzt zu sagen habe, brauchen wir keine Ohren.‘ Laut schnaufend setzte er sich erst Mal. Sein Chef drückte ihm eine Flasche Cola in die Hand. Er trank und atmete nochmal tief durch.

‚Also, ich habe gerade unsere beiden Verdächtigen bei der Geldübergabe beobachtet und da war noch ein dritter Mann.‘ keuchte er und machte eine dramatische Pause, um noch einmal zu trinken.

‚Jetzt spannen Sie uns nicht auf die Folter.‘ rief der Staatsanwalt.

‚Es ist ein Ermittler aus unserer Abteilung.‘

‚Wer?‘ kam es aus dem Mund von Beiden.

‚Werner Koslowski!‘

‚Nein, Sie verarschen mich jetzt schon wieder!‘ schrie ihn sein Chef fast an.

‚Nein, nein und ich hoffe, dass die Aufnahme mit meinem Handy etwas geworden ist.‘ beteuerte Jeff.

‚Warum haben sie ihre Dienstkamera nicht dabei gehabt?‘ fragte der Staatsanwalt.

‚Ich habe auch ein Privatleben!‘ meinte Jeff und grinste, während er an seinem Handy herum tippte.

Sein Chef leuchtete ihm mit einer Lampe ins Gesicht und an seinem Anzug herab. ‚Das erklärt jetzt zwar, warum Sie nicht ans Handy gegangen sind. Aber es erklärt nicht die goldene Farbe, die Sie überall kleben haben.‘

‚Ist da nicht so ein goldenes Pin-Up Girl auf diesem Flyer zu sehen?‘ plapperte der Staatsanwalt und hob den Flyer von der Party hoch.

‚Wie gesagt, Privatleben!‘ meinte Jeff kurz und blickte die Herren ernst an, dann flog ein kleines Lächeln über sein Gesicht. Endlich spielte sein Handy die Aufnahme ab. Er hielt sein Handy wortlos in die Runde.

‚Der Koslowski, diese Ratte!‘ sagte sein Chef, klopfte Jeff väterlich auf die Schulter und fuhr fort: ‚Ich hab Sie heute nicht nur einmal unterschätzt, sondern zweimal. Ich glaub ich muss mich bei Ihnen entschuldigen.‘ Und hielt ihm grinsend die Hand hin.

‚Jetzt mal die Späße bei Seite, Hannes.‘ sagte der Staatsanwalt zum Einsatzleiter, während Jeff noch seine Hand hin hielt. Dann wandte sich der Staatsanwalt zu Jeff: ‚Herr Lehmann! Dieser Koslowski, hat er Sie schon mal gesehen, seit dem Sie zu uns gewechselt sind?‘

Jeff war ziemlich erschrocken, von seinem richtigen Namen, seit dem er hier war, wurde er nur mit seinem falschen Namen angesprochen, Jeff Schmitt.

‚Ähm, nein. Ich habe ihn auch nur erkannt, weil ich alle Kollegen gesichtet habe, als der Verdacht aufkam, dass wir vielleicht einen Spitzel in der Internen haben könnten.‘

‚Gibt es außer ihnen Beiden noch einen Kollegen, den dieser Koslowski nicht kennen könnte?‘ fragte der Staatsanwalt und drehte sich zum Fahrer.

‚Die Bordsteinschwalbe… ähm…Der Bieringer, er wurde zur selben Zeit versetzt, wie Herr Schmitt!! Und arbeitet seitdem auch verdeckt an dem Fall.‘ meinte der Fahrer.

‚Sehr gut. Sie Beide und dieser Bieringer heften sich ab Montag an die Fersen von diesem Koslowski. Ich werde Ihnen die Personalakte besorgen. Und wir treffen uns alle morgen…äh…heute Abend bei mir zu Hause zum Essen. Ich stelle ihnen mein privates Büro für die Ermittlungen zur Verfügung. Ich hoffe sie haben einen zweiten Anzug, Herr Schmitt!! Unsere Frauen sind auch anwesend, wir können sie morgen…äh…nachher nicht nochmal versetzen.‘ sagte der Staatsanwalt abschließen, er hatte während seinem Vortrag zweimal auf die Uhr gesehen, schaute dann den Einsatzleiter an und klopfte Jeff nun auf die Schulter. ‚Wirklich gute Arbeit, Herr Lehmann ähm Schmitt!‘

‚Ich verständige Bieringer. Und Sie…!‘ Sein Chef machte eine dramatische Pause und tippte ihn mit dem Finger dreimal gegen die Schulter. ‚Sie! Wenn ich Sie wäre, würde ich das Golden Girl nachhause bringen! Und Schlafen Sie sich aus, die nächste Woche wird nicht leicht werden. Ach und ziehen Sie mir den Film bis morgen auf einen Stick.‘

‚Haben Sie einen Stick dabei, dann können Sie den Film gleich abspeichern.‘ meinte der Staatsanwalt.

‚Ja, im Auto ist mein Laptop. Warten Sie einen Moment.‘ Jeff stieg aus dem Wagen und einen Moment später kam er mit seinem Laptop im Arm und seinem Stick im Mund wieder in den Lieferwagen gestiegen.

Nach fünf Minuten stand er alleine auf der Straße, gegen sein Auto gelehnt. Er hatte den Laptop auf das Autodach gestellt und wollte ihn gerade herunterfahren. Näher kommende Schritte rissen ihn aus seiner Konzentration. Er klappte den Laptop zu und legte ihn auf die Rückbank. Jemand kam die Straße entlang gelaufen. Eine Frau. Er beobachtete sie. Den Mantel bis oben hin geschlossen und eine Kapuze ins Gesicht gezogen. Er erkannte die Stiefel. Es war tatsächlich Yo. Als sie ins Licht der nächsten Straßenlaterne trat, schnalzte er zweimal mit der Zunge. Sie hob den Kopf.

‚Warum denn so ernst, schöne Frau!‘ rief er über die Straße.

Yo war stehengeblieben und blickte ihn entgeistert an. Jeff schloss die Autotür und ging über die Straße, Yo kam ihm ein paar Schritte entgegen.

‚Hey, du wolltest doch nicht zu Fuß nach Hause laufen, oder?‘ fragte Jeff.

‚Das war der Plan!‘ sagte sie heiser und schaute ihm dabei aber nicht in die Augen. Er griff ihr ans Kinn und zog ihr Gesicht in seine Blickrichtung. Ihr standen Tränen in den Augen. Sie hatte sich versucht abzuschminken, was ihr nicht wirklich gelungen war. Aber man konnte sehen, dass sie geweint haben muss.

‚Komm steig ein, ich fahr dich wohin du willst.‘ bot er ihr an.

Mit Krokodilstränen in den Augen schaute sie ihn an, ihr Kinn zitterte. Er nahm sie in den Arm und küsste sie sachte auf den Mund. Dabei konnte er ihre Tränen schmecken.

‚Können wir zu dir fahren?‘ fragte sie krächzend.

‚Aber nur, wenn du endlich mal zum Frühstück bleibst.‘ sagte er ernst, dann lächelte er sie liebevoll an. Es begann zu nieseln. ‚Na, komm schon!‘

Sie ließ sich von ihm ins Auto bugsieren. Er fuhr seinen Wagen durch die Nacht, es regnete jetzt ziemlich stark. Die Stadt bestand nur aus Lichtern, die an den nassen Scheiben vorbei flogen. Er hatte seine Hand auf ihrem Schenkel und sie saß zusammengesunken, reglos auf dem Beifahrersitz. Es dauerte fast die ganze Fahrt, bis sie die Stille endlich unterbrach.

‚Ich komm mir vor, wie eine billige Nutte!‘ flüsterte sie mehr zu sich selbst, als zu ihm.

Jeff erschrak. ‚Doch nicht wegen mir? Oder?‘

Sie schaute ihn verwirrt an. ‚Nein, wegen dem Boss und dem Auftritt!‘ Sie machte eine Pause, um den Rotz die Nase hinaufzuziehen. ‚Ich hab meine Gage nicht bekommen. Dann ist der General heimgefahren, ohne mich mit nach Hause zunehmen. Wenn ich hinter der Bar gearbeitet hätte, hätte ich zumindest von den Trinkgeldern mein Taxi zahlen können.

‚Du wohnst beim General?‘ fragte Jeff verdutzt.

‚Nicht direkt!‘

Jeff guckte sie fragend an.

‚Ich hab mein Wohnatelier in seinem Garten!‘ meinte sie kurz.

‚Jetzt machst du mich aber richtig neugierig!‘ sagte er und drückte ihren Oberschenkel.

‚Inwiefern?‘ fragte Yo.

‚In Bezug auf dein Wohnatelier! Was machst du da, außer Wohnen?‘

‚Die Kunst am Wohnen!‘ Yo kicherte über ihren eigenen Witz. ‚Nein. Ich schweiße Metallskulturen, baue skurrile SM-Möbel, mach Bodypainting, schieße Fotos, arbeite an meiner Performancekunst und an den Tanzeinlagen für die Partycrew. Manchmal mach ich auch Fetischklamotten, wenn mir danach ist.‘

‚Schläfst du eigentlich noch?‘ fragte Jeff interessiert.

‚Selten, wieso?‘

‚Wenn du so viel machst, am Wochenende an der Bar arbeitest, deine Shows machst und, und, und, bin ich ziemlich froh, dass du noch Zeit findest mit mir zu vögeln, anstatt zu schlafen.‘

‚Ich arbeite eigentlich hauptberuflich in einer gemeinnützigen Künstlerstiftung, als Mädchen für alles.‘

‚Du machst mich echt fertig, ich dachte immer mein Leben wäre stressig!‘

‚Die Kunst an meiner Arbeit ist es eigentlich, sich nicht stressen zu lassen.‘ Sie machte eine nachdenkliche Pause. ‚Bis heute hatte ich des eigentlich auch ganz gut im Griff.‘

‚Hey Süße, wir sind da!‘ Jeff unterbrach sie und parkte den Wagen.

‚Bleib sitzen, ich hab nen Regenschirm im Kofferraum.‘ Er stieg aus, nahm seinen Laptop vom Rücksitz, rannte hinters Auto, machte den Kofferraum auf, hantierte darin herum und dann kam er an die Beifahrertür und öffnete sie. ‚Milady, darf ich Euch meinen Arm anbieten?‘

‚Warum bist du so nett zu mir?‘

‚Meine Mama hat immer gesagt, ich soll meine Traumfrau immer auf Händen tragen und ihr jeden Wunsch von den Augen ablesen.‘

‚Deine Mama ist eine kluge Frau!‘ schluchzte sie.

Jeff drückte Yo den Regenschirm in die Hand, nahm sie hoch und trug sie zur Haustür. Sie weinte wieder.

Als sie endlich in der Wohnung waren, ließ er ihr eine heiße Badewanne ein. Während sie hilflos im Gang stand und ihn dabei beobachtete. Sie zog die Stiefel aus und tapste ins Bad.

‚Soll ich dir einen Tee machen, oder was zum Essen?‘ fragte Jeff und ging an ihr vorbei zur Badezimmertür.

‚Machst du mir einen Whiskey?‘ fragte sie kleinlaut und zog sich langsam aus.

Als er wieder das Badezimmer betrat, lag sie bereits in der Wanne. Er gab ihr den Whiskey, klappte den Klodeckel runter, setzte sich darauf und trank direkt aus der Flasche. Seine Hände zitterten, als er die Flasche wieder absetzte. Er rieb sich mit den Händen durchs Gesicht und seufzte laut.

‚Hey Jeff, dein Tag war heute genauso Scheiße, wie meiner?‘ flüsterte sie.

‚Naja, ich hab meinem Chef vorhin den Arsch gerettet und damit auch meinen Job, aber ansonsten war mir der Tag heute ein bisschen zu viel.‘ Er machte eine verlegene Pause. ‚Außer du. Du warst heute mein einziger Lichtblick.‘

Sie beugte sich in seine Richtung, packte seine Hand, zog ihn in Richtung Wanne und lächelte ihn an. ‚Möchtest du nicht zu mir in die Wanne kommen?‘

‚Ja, schon. Aber…!‘

‚Was aber? Du wolltest mir doch beim Abschminken helfen!‘

‚Bist du dir sicher, ich möchte dich nicht…‘ Ein nasser Schwamm landete in seinem Gesicht. Er schaute sie ernst an: ‚Okay, du hast es so gewollt!‘ Er stand auf, machte seinen Gürtel und seine Hose auf. Seine Hose rutschte zu Boden. Dann bückte er sich, zog seine Socken aus, als er sich wieder aufrichtete, wog er den Schwamm in der Hand. Er grinste dreckig. Yo quietschte, als der Schwamm in ihrem Gesicht aufschlug. Als er sein Hemd aufknöpfte landete der Schwamm erneut in seinem Gesicht. Er ließ den Schulterholster mit dem Hemd zusammen auf den Boden fallen. Mit einem dreckigen Grinsen im Gesicht schaute Yo dabei zu, wie er sich langsam seiner Unterhose entledigte. Er stieg in die Wanne und setzte sich langsam. Sie kam zu ihm rüber und legte sich in seine Arme. Er angelte nach dem Schwamm und schrubbte ihr vorsichtig über den Rücken. Sie fing leise zu Gurren an. Er küsste sie und wusch ihren ganzen Körper, bis sie wieder sauber war. Sie kraulte ihn und schnurrte vor sich hin. Er wusch ihr sogar die Haare und versuchte sie auszuspülen, ohne dass ihr die Seife in die Augen lief. Als er fertig war, meinte er leise: ‚Komm, ich bring dich ins Bett. Du bist schon ganz verschrumpelt.‘

Sie schaute auf und blickte ihn schläfrig an.

‚Okay!‘ sagte sie in einem niedlichen, zutraulichen Ton.

Er hob sie auf die Beine und duschte sie einmal kurz ab. Mit zwei Handtüchern bewaffnet, stieg er aus der Wanne. Er wickelte sich erst Eines um die Hüften, dann wickelte er sie in das Andere. Sie griff nach einem weiteren Handtuch und wickelte es sich um die nassen Haare. Er trug sie vorsichtig ins Schlafzimmer und legte sie behutsam ins Bett. Sie hielt ihn an der Hand fest, also legte er sich neben sie und zog die Bettdecke über Yo. Sie klammerte sich zitternd an seinen Körper.

‚Versprichst du mir, dass du morgen auch noch in meinen Armen liegst, wenn ich aufwachte.‘ fragte er, dabei strich er mit den Lippen über ihre rasierten Schläfen.

Sie küsste seine Hand und flüsterte. ‚Wenn du möchtest, dass ich zum Frühstück bleibe, dann bleibe ich gerne.‘

‚Das wäre mir ein echtes Anliegen. Ich weiß nicht, was ich machen würde, wenn du morgen wieder weg wärst.‘

‘Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 5

‘Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 5

Rückblende

keinenummernVor 8 Wochen:  In der nächsten Woche, brachte er erst eine Einsatzbesprechung mit dem Staatsanwalt und seinem Boss hinter sich und dann den Einsatz für diese Nacht. Er verschwand in der Nacht und kam weit nach Mitternacht auf der Party an, voller Erwartungen, aber mit gehetztem Blick. Der General begrüßte ihn mit einem Lächeln. Er hatte ihn wohl erkannt. Der General hatte heute eine russische Latexuniform an. Jeff nickte ihm zu und ging zur Bar. Yo sprang völlig nackt hinter der Bar rum, von oben bis unten golden angemalt. Nur ein Kettengürtel bedeckte sie ein Wenig. Sie blickte auf und lächelte ihn an. ‚Ein Wasser, James? Geschüttelt nicht gerührt?‘ fragte sie ihn. Er nickte. Er sah in seinem Anzug wirklich aus wie James Bond mit Glatze.

Mit einem Lächeln servierte sie ihm ein Wasser in einem Martiniglas. Sie hatte eine Olive auf einen Zahnstocher und bot sie ihm an. Er nahm sie sachte mit dem Mund auf. Der General kam an die Bar und zeigte hektisch auf seine Uhr.

‚Ja,ja! Ich geh ja schon!‘ sagte Yo, packte sich eine riesige Flasche Champanger und verschwand hinter einer Tür. Die Party wurde durch das James Bond Theme unterbrochen, die Bühne erstrahlte in gleißendem Licht. Ein großes goldenes Bett wurde auf die Bühne geschoben. Dann erklang  Shirley Basseys Goldfinger. Yo lag auf dem Bett, bedeckt von einer goldenen Seidendecke. Man konnte ihre Nippel durch den dünnen Stoff aufragen sehen. Die laszive Performance zeigte eigentlich nichts, aber die Bilder die sie den Menschen hier in die Köpfe setzte, konnte man allen an den gierigen Augen ablesen. Zum Schluss öffnete sie die Flasche Champanger zwischen ihren Beinen, den sie vorher anscheinend ordentlich geschüttelt hatte. Der Champanger ergoss sich über ihren aufgebäumten Körper und bespritze auch das Publikum. Das Lied war vorbei und das Bett wurde wieder von der Bühne gerollt. Jeff drückte sich neben der Bühne herum. Plötzlich griff ihn eine goldene Hand und zog ihn hinter den Bühnenvorhang. Yo grinste ihn an. Sie hatte ein Handtuch um ihren Körper geschlungen, die Flasche Champanger stand neben ihr.

‚Hilfst du mir beim Abschminken?‘ fragte sie, dabei drehte sie sich wie ein kleines Mädchen von einem Bein auf das Andere.

Er lächelte sie an: ‚Sehr gerne, Milady!‘ Und bot ihr seinen Arm an. Sie packte mit der anderen Hand die Flasche und führte ihn zu ihrer Garderobe und zog ihn hastig in den engen Raum. Jede Menge Kisten, Getränkekästen, Bierfässer standen herum. Hinten im Raum stand ein Baustrahler und ein Spiegel. Über einem Stuhl lagen einige Klamotten. Es war eine Abstellkammer. Sie sperrte die Tür hinter sich zu, dann ging sie zu ihm und steckte ihm den Schlüssel in die Hemdtasche. Wie auf Knopfdruck küssten sie sich. Sie zog ihm hastig das Jackett aus, darunter fand sie einen leeren Schulterholster. ‚Wo hast du deine Walter PPK versteckt, James?‘ fragte sie. Er machte seinen Gürtel und den Knopf von seiner Hose auf. ‚Ich weiß nicht!‘ Sie nahm die Einladung an, kniete sich vor ihn hin und öffnete den Reißverschluss mit den Zähnen. Seine Hose rutschte ihm bis auf die Knöchel. Sie griff ihm von oben in die Unterhose und suchte, dabei biss sie sich mädchenhaft auf die Zunge. Sein Schwanz wurde unter ihren Berührungen sofort steif.

‚Die Knarre ist aber größer als eine 9mm!‘ erklärte sie und zog ihm die Unterhose runter, sein Penis schnellte in die Höhe.

‚Die Lady kennt sich aber aus!‘ antwortete er überrascht.

‚Ich persönlich hab für die Dirty Harry Party gestimmt!‘ und nahm seinen Schwanz in den Mund.

‚Oh Babe!‘ stöhnte er nur noch.

Sie ließ abrupt seinen Schwanz los, haute ihm auf den Hintern und meinte beleidigt: ‚Don’t call me babe!‘

‚Irgendwie hab ich das Gefühl, ich hab mich grad verknallt.‘ rezitierte er.

‚Stellen Sie sich hinten an!‘ antwortete sie.

‚Barb Wire!‘ sagten Beide gleichzeitig und begannen dann schallend zu lachen.

Sie kniete noch vor ihm und lächelte ihn von unten aus an. Er kniete sich zu ihr herab und zog sie an den Unterarmen etwas hoch, um sie besser küssen zu können:

‚Yo! Du bist einfach nur der absolute Wahnsinn!‘ Dann küsste er sie auf die Stirn. ‚Danke, du aber auch!‘ sagte sie kurz und küsste ihn auf den Mund. Leidenschaftlich erwiderte er ihren Kuss. Sie knöpfte ihm das Hemd auf und verkrallte sich über seiner Hüfte. Der küsste sie und verbiss sich in ihrem Hals. Er konnte die Farbe schmecken. Sie rutschte mit dem Kopf wieder in seinen Schoß, nahm seinen prallen Schwengel in den Mund und saugte daran, seine Eier fest im Griff. Er erzitterte unter ihr. Er strich ihr über den goldenen Rücken und vergrub dann seine starken Hände in ihren Arschbacken. Irgendwann ließ sie seinen Schwanz los und leckte ihm über den Körper, zu seinen Brustwarzen, zu seinem Hals. Sie biss zu. Im gleichen Moment rückte sie näher an ihn heran und setzte sich auf seinen Schoß. Sein Ständer flutschte in sie hinein. Ohne darüber nachzudenken, setzte sie ihre Hüften in Bewegung. Er stöhnte unter ihr auf. Sie zog sich immer fester auf ihn drauf. Ihre Muskeln spielten wieder mit ihm. Er nahm sie hoch, drehte sie um und pinnte sie gegen den Stuhl. Ihre Brüste fest im Griff, schob er ihr seinen Harten von Hinten in ihre Muschi. Sie stöhnte auf, bei jedem Stoß lauter. Er nahm eine Hand und packte sie von vorne an ihrer Möse. Mit zwei Fingern zwickte er ihren Kitzler ein und trieb ihr weiter seinen prallen Schwengel in den Leib. Sie keuchte schwer unter seinen Stößen. Heute konnte er sich nicht zurück halten, er spritze mit einem lauten Schrei ab. Sie verzog keine Miene, als er seinen schlaffer werdenden Schwanz aus ihr herauszog. Sie drehte sich um und küsste ihn. Er flüsterte ihr ins Ohr. ‚Sorry, ich konnte mich nicht zurückhalten, du machst mich total….!‘ Sie unterbrach ihn, in dem sie ihre Hand auf seine Lippen legte: ‚Schschscht!‘ Dann glitt sie an ihm herab und leckte an seinem schlaffen, mit Sperma verschmierten, Penis. Sie genoss seinen Geschmack und brachte ihn innerhalb weniger Minuten wieder in die Höhe. Sie machte ihn wirklich total wahnsinnig. Dann setzte sie sich wieder auf ihn und ließ sich seinen Steifen mit einem leichten Stöhnen hinein gleiten. Mit rhythmischen Bewegungen kamen ihre Körper in Einklang. Um sie herum verschwand wirklich alles. Ihre Orgasmen ließen auch seinen Körper erbeben. Er musste nichts zurückhalten, es schien ihm so, als könne er ewig so weiter machen. Sie schrie wieder Gott an. Er küsste hart ihren Hals. Sie schwitzen Beide und die Farbe rann von ihrem Körper. Dann war es soweit. Mit einem gemeinsamen Schrei kamen sie noch einmal und er spritze nochmal ab. Zuckend und stöhnend lagen sie sich in den Armen. Als sie beide verstummt waren, hörte er sein Handy vibrieren. ‚Shit!‘ flüsterte er und kramte nach seinem Handy. Er klappte es auf und steckte den Ohrstecker seiner Freisprecheinrichtung ins Ohr. So eine Scheiße, es war die Einsatzleitung. Sie hing keuchend an seiner Brust. Er ging ans Telefon. ‚Ja!‘

‚Ich will nicht wissen, warum Sie so lange nicht ans Telefon gegangen sind. Die Verdächtigen sind in diesen neuen Club gefahren. Wir haben ihre Kollegen nicht erreichen können und Sie gehen nicht ans Handy. Wir mussten ihr Telefon anpeilen. Und was muss ich da sehen, Sie sind im selben Club, wie unsere Verdächtigen. Bewegen Sie ihren Arsch, ich bin in 15 Minuten da und erwarte dann einen vollständigen Bericht. Ist das klar.‘

‚Ja!‘ antwortete Jeff trotzig.

‚Bleiben Sie am Apparat, wir lotsen Sie!‘ Er legte einfach auf. ‚Yo, ich muss… ich muss leider weg. Tut mir leid. Ein Notfall im Büro. Mein Chef ist auf 180.‘ sagte er, als er sich langsam erhob und sie dabei auf den Stuhl setzte.

Yo schaute ihn fragend an: ‚Oh, schade.‘ Sie wirkte noch ziemlich benommen. Er zog seine Unterhose hoch und seine Hose wieder an.

‚Sorry, ich kann leider nicht bleiben und dir beim Abschminken helfen, mein Chef erschießt mich, wenn ich meinen Arsch jetzt nicht bewege.‘ bedauerte er und zog rasch sein Hemd an. ‚Darf ich dich wieder sehen? Und Wo?‘

‚Ähm, ja natürlich! Nächste Woche ist Mittelalterparty im Club. Du weiß ja wo das ist!?‘ flüsterte sie heißer.

‚Okay, ich bin da.‘ erwiderte er hastig und schlüpfte in sein Jackett. ‚Ich kann es kaum erwarten!‘ Er küsste sie, nahm den Schlüssel aus der Hemdtasche und ging zur Tür. Sein Handy vibrierte wieder, er ging ran.

‚Das Netz!‘ sagte er entschuldigend und sperrte gleichzeitig die Tür auf. Er schaute aus der Tür, nach links und nach rechts, drehte sich nochmal um und warf ihr eine Kusshand zu. ‚Sagen Sie mal, wollen Sie mich verarschen. Die Verdächtigen sind ganz in ihrer Nähe und kommen auf Sie zu. Können Sie sich verstecken.‘

Er hörte Schritte. Schnell ging er wieder in die Abstellkammer. Yo wischte sich Tränen aus den Augen. Jeff legte wieder auf und versperrte wieder die Tür hinter sich. Mit einem ‚Hey Süße, warum denn so ernst?‘ lief er zu ihr rüber und nahm sie in den Arm. ‚Da kommen Leute, die hören sich ziemlich energisch an!‘ Die Türklinke wurde heftig betätigt.

‚YO?‘ Es war der Clubbetreiber, den alle nur Boss nannten.

‚Was ist denn?‘ antwortete Yo ziemlich zickig.

‚Kann ich reinkommen?‘ fragte der Boss schon ziemlich genervt.

‚Ich hab nichts an!‘ zickte sie weiter.

‚Du hattest vorhin auch nichts an!‘ bemerkte er mit einem gereizten Unterton.

‚Du sexistisches Arschloch! Was willst du eigentlich!‘ schrie sie durch die Tür.

‚Wenn es eure Magnifizenz erlaubt. Hinter der Tür ist ein schwarzer Koffer, den bräuchte meine Wenigkeit.‘ meinte er reichlich sarkastisch.

‚Sags doch gleich!‘ Sie stand auf, hob das Handtuch auf, wickelte es sich um und ging auf die Tür zu.

‚Ich frage mich, wer hier der Boss ist, du oder ich?‘ bemerkte er schnippisch.

‚Ich frage mich, ob ich mich nochmal umsonst für deinen Club nackt in der Öffentlichkeit produzieren soll.‘ konterte sie geschickt, schloss dann die Tür auf und warf ihm den Koffer vor die Füße, den ihr Jeff gerade in die Hand gedrückt hatte. Sie knallte die Tür zu und sperrte wieder ab. Schritte entfernten sich wieder.

‚Puh, das war knapp!‘ flüsterte sie. ‚Danke für die Warnung.‘

‚Passt schon. Was meinst du, was in dem Koffer war?‘ fragte Jeff und nahm sie wieder in den Arm.

‚Das war der Koffer für die Eintrittsgelder! Und deshalb sind hier Gäste eigentlich nicht erlaubt.‘ meinte sie.

‚Du scheinst mir ganz schön zu vertrauen!‘ stellte Jeff interessiert fest.

‚Ich weiß wo du wohnst, du Spaßvogel! Und ich lass mich bestimmt nicht mehr von dir Ficken, wenn du mich bestiehlst. Ich habe meine Gage noch nicht bekommen.‘ sie beendete ihren Satz mit einem Kuss, der dann von einem Vibrieren unterbrochen wurde.

‚Das ist mein Chef, der mir jetzt bestimmt sagt, dass ich arbeitslos bin. Kann ich dich allein lassen.‘

‚Hm, ja.‘ sie machte eine verlegene Pause. ‚Magst du mir deine Nummer aufschreiben, dann kann ich dich zur Abwechslung mal anrufen.‘

Er zog einen Notizblock und einen Bleistift aus seiner Jacketttasche und kritzelte seine Nummer auf das erste Blatt.

‚Krieg ich auch deine Nummer?‘ fragte er, riss das Blatt aus dem Notizblock und gab es ihr.

‚Werden wir sehen!‘ sagte sie und küsste ihn nochmal, das Handy vibrierte immer noch.

‚Ich muss jetzt wirklich.‘ Er sperrte die Tür wieder auf, öffnete vorsichtig die Tür, lugte wieder nach links und nach rechts.

‚Lass dich nicht erwischen.‘ sagte sie, gab ihm einen Klaps auf den Arsch und schloss die Tür wieder hinter ihm.

Er ging ans Telefon: ‚Ja, ich ruf Sie gleich zurück. Ich brauch das Handy um Fotos zu machen!‘

Jeff lief vorsichtig den Gang entlang. Bis er wieder im hinteren Bühnenbereich angekommen war. Er konnte den Clubbesitzer mit seinen zwei Verdächtigen erkennen. Die Übergabe ging gerade von Statten, er hatte die Kamera bereits angeschaltet und filmte die Szene. Er betete inständig ans Universum, dass die Aufnahme was werden würde und dass ihn keiner dabei beobachtete, weil seine Dienstwaffe im Auto lag. Wenn sein Chef ihn jetzt nochmal anrufen würde, würde er zumindest gleich erschossen werden. Dann wäre es eh schon scheißegal, wenn Yo sie entdeckte und rauskriegen würde, dass er ein Bulle sei, dann würden sie eh beide erschossen werden. Es kam plötzlich ein dritter Mann hinter die Bühne. ‚Wir sollten jetzt gehen, die Party neigt sich dem Ende zu.‘ sagte er. Der Clubbesitzer führte die Männer durch den Vorhang auf die Tanzfläche. Der dritte Mann muss der Drahtzieher gewesen sein und er arbeitete als Ermittler in der internen Abteilung. In seiner Abteilung. Werner Koslowski. So ein Wichser. Jetzt wusste er endlich warum die korrupten Schweine ihnen immer einen Schritt voraus waren. Er hastete wieder in den Gang zurück und suchte den Hinterausgang.

Fortsetzung folgt…

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