Glückskeks Calling Episode 5

Glückskeks Calling Episode 5

imm034_32Ich wache auf und wundere mich. Ich sitze an einer Bushaltestelle und muss wohl eingenickt sein. Ein laues Lüftchen weht um meine Waden und es fröstelt mich.

Seit wann lungere ich denn an irgendwelchen Bushaltestellen herum? Und wo ist mein Auto? Ich blicke mich um und es ist außer mir und dem Bushäuschen keiner da.

Lauthals gähnend krame ich in meiner Handtasche nach meinem Handy, mal sehen, wann der nächste Bus geht. Generation Smartphone lässt grüßen, könnte ja auch auf dem Fahrplan schauen, wann der nächste Bus kommt und da steht dann auch wo ich bin.

Und nachdem ich mein Handy auch nicht finden kann, tue ich das sogar. Es war kein Fahrplan da, noch nicht mal eine Anschlagtafel. Hm. Ich finde auch keinen Fahrplan, als ich das Bushäuschen zum 5. Mal umrundet hatte. Das wird doch nicht wieder eine Fakehaltestelle sein?

Ich blicke mich um, rund um mich herum ist nichts außer abgeerntete Felder und verdammt viel Batz und die Straße.

Da kann ich mich nur an die Straße stellen, den guten alten Daumen raushalten und bis zum Sankt Nimmerleins Tag warten oder ‘I’m walking’ machen und hoffen, dass bald eine Tankstelle auftaucht, oder wenigstens ein Haus mit einem Telefon. Nur wen rufe ich an? Ich checks halt mal wieder nicht, was eigentlich los ist. Nicht, dass mir wieder jemand K.O. Tropfen in meinen letzten Drink gekippt hat. Hm.

Ich habe keine Ahnung, mein allgemeiner Gesundheitszustand fühlt sich gerade nicht so an, als hätte ich einen Drink mit Schuss genossen und mein Körper fühlt sich auch nicht so an, als wäre er in jüngster Vergangenheit genossen worden. So’n Mist.

Ich begebe mich auf Urschachenforschung und kippe den Inhalt meiner Handtasche einfach auf die Straße. Ist ja eh keiner hier, also krame ich in der Vergangenheit und finde keine wirklichen Anhaltspunkte. Das Einzige was mich echt stutzig macht, ist dass ich einen weißen Handschuh trage. Bin ich jetzt unter die Teilzeit-Butler gegangen?

Ich hör ein Auto in der Ferne mit einem echt gutem Sound und blicke auf, während ich meine Sachen wieder in die Handtasche zu stopfen versuche.

Es hält ein schwarzer 1967 Chevy Impala mit bekanntem Inhalt vor meiner Nase. Danke, es muss November sein.67schw

Und als Sam die Tür öffnet, drischt er mir die Tür voll auf den Schädel und ich mache einen Ausflug ins Traumland. Anmerkung: Der November scheint schon vorbei zu sein. Warum immer ich? Nicht, dass ich höchstwahrscheinlich vorher schon geträumt habe, weil in welchen meiner Leben kommt wirklich ein 1967 Chevy Impala vorbeigerauscht, der auch noch schwarz ist? Und wieviele Mädchen würden ihre Seele dafür geben, dass sie von Sam niedergeschlagen werden?

Ganz weit entfernt, kann ich jemanden reden hören:

‘Saubere Arbeit, Sam! Die hast du mal voll erwischt!’

‘Dean, es könnte einfach nur eine zufällige Passantin sein.’

‘Schau dir die Gegend doch mal an, hier ist weit und breit nichts außer Matsch!’

‘Vielleicht wartet sie auf jemanden?’

‘Auf wen? Auf den Weihnachtsmann? Lassen wir sie liegen, wir haben zu tun!’

Ich höre, wie eine Augenbraue hochgezogen wird.

‘Ist ja schon gut, lass sie uns ins Auto schaffen und zum nächsten Arzt fahren!’

Ich werde mehr geschoben als ins Auto getragen und Dean sammelt wohl meine Habseligkeiten von der Straße auf.

‘Was die für einen Scheiß in ihrer Handtasche hat…. Ui, Sam, schau mal, was ist das?’

Oh nein, er hat meinen Notfalltanga entdeckt!?!

‘Die Lady war nicht zufällig hier, die hat auf uns gewartet!’

Ich drifte völlig weg und wurde erst wieder wach, als ich eine Ladung Wasser ins Gesicht geschüttet bekam.

‘Sie ist schon mal kein Dämon, Sam!’

‘Dean, du bist sowas von paranoid!’

Ich bekam irgendein Putzmittel in die Fresse geschüttet, es brannte wie die Hölle und ich schrie wie am Spieß.

‘Ich habs dir doch gesagt, dass es ein Leviathan sein muss!’ rief Dean ganz aufgeregt und ich konnte ein großes Messer hören, dass aus einer metallernen Scheide gezogen wurde. Wahrscheinlich war es ein Bajonett. Bevor sie mir den Schädel runterschlagen konnten, konnte ich sie zumindest noch anschreien: ‘Ihr Penner, hab ihr euch schon mal überlegt, dass es Menschen gibt, die Allergisch reagieren, wenn ihr ihnen so ne Domestosplörre in die Fresse kippt. Habt ihr noch alle beieinander, ich glaub es hackt…’ Ich befreite mich von der dilettantischen Fesselung und versuchte aufzustehen, da ich aber nichts sehen konnte, weil meine Augen zugeschwollen waren, stolperte ich einem von den Beiden schreiend in die Arme. ‘Und fesseln könnt ihr auch nicht!’

‘Steht über Allergiker was in Dad’s Tagebuch?’ frug Dean seinen Bruder.

Ich röchelte nur noch: ‘Wasser, Handtasche!’

Ich bekam wieder einen Schwall Wasser ins Gesicht geschüttet und konnte zumindest die Augen wieder ein wenig öffnen. Dean hatte gerade meine Handtasche auf den Boden gekippt und zog zielsicher wieder meinen Tanga aus meinen Sachen, bevor er ein paar Tabletten fand.

‘Nein, bitte nicht die Durchfalltabletten!’ versuchte ich zu schreien. Sam hatte zum Glück die Antiallergika gefunden und nachdem ich mit drei erhobenen Fingern der Ohnmacht nahe zu Boden gesunken war, legte er mir 3 Tabletten unter die Zunge. Er tätschelte meine Wangen und hielt mir eine Flasche Wasser hin.

Als ich mich wieder einigermaßen gefangen hatte, meinte Dean zu mir: ‚Halt mal kurz!‘ Er drückte mir einen Silberlöffel in die Hand.

‚Boa, Alter! Ich bin kein Werwolf und du musst mir jetzt auch nicht mit einem Kreuz aus Knoblauch kommen. Ich bin ein verdammter Nerd, der von einem winterlichen Glückskeksfluch befallen ist.’ schrie ich aufgebracht und warf ihm den Silberlöffel hinterher.

‘Sam, steht in Dad’s Tagebuch etwas über Glückskeksflüche?’

‘Nein, aber über Nerds hab ich was reingeschrieben!’ meinte Sam, blätterte durch das Tagebuch und machte Anstalten etwas vorlesen zu wollen.

‘Ich weiß was Nerds sind, die Liverollenspiel Nummer hat mir gelangt.’

‘Danke dafür, ich hab mich weggeworfen vor lachen!’ kicherte ich und hatte endlich Zeit mich ein wenig umzusehen. Wir waren an einem Ort, wo man meine Schreie bestimmt nicht hören würde. Es war alles ziemlich runtergekommen und das spärliche Licht, dass durch die Fenster hereinkam, war nicht der Rede wert.

‘Wie, du hast dich weggeworfen vor lachen?’ wollte Sam ziemlich herrisch wissen.

‘Ja, als ich mir die Folgen auf DVD angeschaut habe und ich liebe es, wenn du so herrisch bist, Sam!’ kicherte ich wieder.

‘Das kommt mir irgendwie ziemlich bekannt vor!’ rief Dean und plötzlich sprang ein Funke über und wir plapperten beide los, wie aus einem Mund: ‘Sam Winchester schminkt sich…Sam Winchester weint, wenn er Sex hat…Sam Winchester hat ein Lineal im Bett und jeden morgen wenn er aufwacht…!’

‘Okay, Okay, es reicht!’ schrie Sam und war sichtlich angepisst von unserem Ausbruch. Er atmete tief durch bevor er fortfuhr: ‘Es gibt uns also auf DVD? Wir müssen Chuck finden, wenn wir wieder in den Staaten sind.’

‘Ich hoffe ich werde von Karl Urban gespielt?’ meinte Dean und strich sich die verstrubbelten Haare zurück.

‘Darf ich von meinem Recht gebraucht machen, die Aussage zu verweigern und eine Frage stellen?’ meinte ich und grinste sie an.

Beide nickten neugierig und ich schoss wie aus der Pistole geschossen los: ‘Was, bei allen guten Geistern macht ihr in einer so gottverlassenen Gegend?’

‘Wir sind nach Bayern gekommen, weil wir von einem seltsamen Vorkommen gehört haben!’

‘Wie, dass man hier nach 2 Maß noch fahren darf!?’

‘Mass?’ wollte Dean wissen.

‘Maß, ist die Maßeinheit für 1 Liter Bier in Bayern, Dean!’ maßregelte Sam seinen Bruder.

‘Ja, Oktoberfest! Oans, Zwoa, Gsuufah!’ rief Dean und machte Anstalten einen Schuhplattler zu beginnen. Hoffentlich hat der Glückskeks bald ein Einsehen mit mir und beendet diesen Traum, bevor es noch merkwürdiger wird.

‘Eigentlich suchen wir nach dem Erben der Werwolfsbrigade!’ meinte Sam eher beiläufig.

‘Die Nazis sind alle tot, du Spasti! Habt ihr die Zeitung nicht gelesen? Das sind nicht die Werwölfe, die ihr sucht. Es war alles nur eine riesige Drogenparty und eins rate ich dir, raus aus meinem Kopf und raus aus meinem Plot!’

‘Volltreffer, Schätzchen! Jetzt erzähl uns alles!’ meinte Dean und hielt mir ein japanisches Bajonett aus dem 2 Weltkrieg unter die Nase.

‘Damals im Ferienlager…!’ begann ich und grinste sie saublöd an.

‘Das hab ich nicht gemeint! Was ist nun mit der Werwolfsbrigade?’ herrschte mich Sam wieder an und ich muss zugeben, dass mir so ein Bisschen mein Höschen volllief.

‘Jetzt nochmal langsam und zum Mitschreiben. Steckt die Nase mal lieber in eure Angelegenheiten und haltet euch aus meinem Plot raus, das Con ist längst vorbei und wer nicht da war, ist selber schuld.’

‘Con?’ fragte Dean und zog eine Augenbraue hoch.

‘Con, die! Abkürzung für Convention…!’ rezitierte Sam aus Dad’s Tagebuch.

‘Ich versteh kein Wort!’ pienzte Dean rum und fuchtelte wieder mit seinem Bajonett vor meiner Nase rum.

‘Larp – Life Action Role playing, Dean!’

‘Ach, du bist Larper!?’

‘Was ist denn das für ein Genremix?’ witzelte Sam und grinste das erste Mal in diesem Traum.

‘Das ist der – ich schieb dir die Faust bis zum Anschlag in den Arsch, wenn du nicht die Finger von meinem Plot nimmst-Genremix!’

‘Ist ja schon gut! Hier gibt es also nichts Außergewöhnliches?’ wollte Sam noch wissen.

‘Bis auf die Nummer mit dem Glückskeksfluch, nichts! Aber das könnt ihr in meinem Blog nachlesen, ihr müsst nur Sparklefool und/oder Glückskeks Calling googeln. Und nix füar unguat…’

In dem Moment wache ich auf, weil ich wieder Wasser in die Fresse geschüttet bekomme. Diese unfreiwillige Dusche will gar nicht mehr aufhören und als der Wasserstrahl endlich versiegte, befand ich wieder an der Bushaltestelle und ich blickte wie ein begossener Pudel den Rücklichtern eines Busses hinterher.

Es ist kein FortunecookieFluch, nein es muss eine großangelegte Verschwörung sein, oder kann mir jemand erklären, warum mir immer so eine Scheiße passiert und warum ich immer so bescheuerte Glückskekssprüche bekomme. Nicht dass ich laut meinem Dezember-Glückskeks bis November warten muss, dass endlich etwas Wundervolles in meinem Leben passiert. Mein Neujahrs-Glückskeks versprach mir, dass ich bald etwas bekommen würde, was ich mir schon lange gewünscht habe. Der Wasserschaden stand genausowenig auf meinem Wunschzettel, wie ein kaputter Kühler! Danke Glückskeks! Und dann der Oster-Glückskeks mit leichter Verzögerung: ‚Dein Wunsch wird nach einer kurzen Verzögerung erfüllt werden!‘

Kurze Verzögerung? November? Ich glaub es hackt! Ich komm mir vor wie auf einem Bahnsteig und die nette Dame von der Bahn teilt allen Wartenden eine kurze Verzögerung mit. Jetzt ist der nächste November vorbei und der Einzige der mir ins Gesicht spritzt ist der vorbeifahrende Bus. Ich bin in einer Glückskekswarteschleife gefangen, holt mich hier raus!

Glückskeks Calling Episode 3

Glückskeks Calling Episode 3

FortunecookieIch werde von einem nervösen Zucken überhalb meines Auges wach und denke mir, dass ich eigentlich nach entspannenden Träumen vielleicht morgens nicht mit einem kinskiesken Zucken in der Fresse aufwachen sollte. Es sei denn, meine Träume halten mich wieder dermaßen auf Trab, dass ich morgens schon total gestresst mit dem skrat’schen Augenzucken aufwache.

‚Noch einen Wunsch, Mylady!‘ flüsterte ich in mich hinein und öffne nur ein Auge und rümpfe gleichzeitig die Nase. Wo bin ich denn jetzt wieder gelandet? Hey Glückskeks, hast du mich nicht schon genug leiden lassen? Jetzt ist aber langsam mal gut mit dieser verunglückten Wunscherfüllung.

Warum ich meine Nase gerümpft habe? Es lag zumindest nicht an der gesiebten Luft, die ich schon wieder atmen muss. Danke mal dafür, lieber Glückskeks und die letzte Nummer im Männerknast hat mir ehrlich gelangt. Aber das nach Fäkalien und Verwesung stinkende Loch, in das du mich heute Nacht gesteckt hast, ist ja wirklich eine Zumutung. So kann ich nicht arbeiten. An der rustikalen Steinmauer wuchert der Schimmel und irgendwie freu ich mich doch, in der wahnwitzigen Hoffnung, dass mir wenigstens obszöne Plizgewächse lüstern entgegen nicken würden. Aber nein, keine obszönen Pilzgewächse für Frau Rösner heute.

Langsam bewegt sich meine Laune gen China und einen schwarzen Tee krieg ich hier bestimmt auch nicht. Was hab ich eigentlich verbrochen, dass mich das Universum immer so strafen muss. Weil ich nicht bis November warten wollte. Ist es das? Genau, gibt es eigentlich irgendjemand der noch ganz bei Trost ist, der 11 Monate wartet, bis sich ein Glückskeksspruch erfüllt. Nach 11 Monaten kann man den von Google übersetzten Spruch auf den von koreanischen Kinderhänden mit krebserregenden Farben billig bedruckten Glückskeksschnipseln bestenfalls gar nicht mehr lesen. Und Der Führer bin ich auch nicht geworden, obwohl diese weltverändernde Weissagung aus einem Glückskeks stammte.

Ich höre wie sich eine alte Holztür öffnete und dieses Geräusch riss mich aus meinen verwirrten Gedanken. Ich höre ein schlurfendes Geräusch und freue mich inständig auf meinen ersten Igor oder wahlweise einen echten Gamorreaner als Gefängniswärter! Aber nein, es muss der hässlichere und obendrein bucklige und wahrscheinlich uneheliche Zwillingsbruder von Malakili, der corellianische Rancorwächter aus Jabbas Palast, sein. Dieser zu groß geratene Buckelfips stand nun vor meiner Gitterzelle und sabberte vor sich hin, während er mit seinen groben Fleischpranken versuchte die Tür zu meinem Gefängnis aufzuschließen. Ohne große Reden zu schwingen oder sich wenigstens sich vorzustellen, schleifte er mich am Kragen aus meiner Zelle, eine steinerne Wendeltreppe hinunter, über einen Burghof und wieder steinerne Stufen hinauf, bis ich endgültig von diesem ungehobelten und ungewaschenen Grobian in den Staub geworfen wurde. Vor mir stand eine Person in verboten gutaussehenden Lacklederstiefeln vor einem riesigen goldenen Spieglein, Spieglein. (Mir schwant arges!)

Ein ‚Rugedigu, Rugedigu!‘ kam über meine Lippen gestolpert, das ich versuchte es in einem nervigen Husten enden zu lassen, was mir wahrscheinlich nicht wirklich gelang. Dieser verfickte Märchenvirus wird mir hier meinen Kopf kosten. Ich kann ein: ‚Ab mit ihrem Kopf!‘ zwischen Dieter Bohlen und Thomas Anders hören und ich schiebe meine Zitathalluzination auf einen meiner beiden Tinnitus.

Weil die Person vor dem Spieglein, Spieglein hatte bis jetzt nicht wirklich was gesagt und drehte sich jetzt erst ziemlich schwul um und kam wie ein 12jähriges Mädchen mit imaginären blonden Zöpfen auf mich zugelaufen. Keine Tasche, keine Competition!

Und mein Gesicht muss mir in dem Moment dermaßen entglissen sein, weil das was ich da sah, war wirklich nicht das was ich erwartet hatte. Skurrile und verkehrte Welt würde ich mal sagen. Der inzestuöse Bruder der bösen Königin aus Snow White steckte in einem viel zu engen Kleid und blickte mich ziemlich eingebildet und zugleich lüstern an. Mein Mageninhalt schreit gewaltig nach Freiheit!

‚Ach wie gut dass niemand weiß…!‘ stolpert über meine Lippen und dafür bekomme ich gleich eine geknallt. Ein Mann in einem Kleid ist immer noch ein Mann und der Kinnhaken hat mal ziemlich gesessen. Der Segen einer Ohnmacht befreit mich von weiteren Augenvergewaltigungen. Als kinskiesker Bruder der bösen Hexe war der Kerl irgendwie voll in Ordnung, aber als Tunte war er einfach nur ein ziemlich hässliches Frauenzimmer.

Ich werde wieder von einem Gesichtszucken wach und spüre dann nur noch Schmerzen zwischen den Augen und mein Mageninhalt schwappte mir in meine Mundhöhle. Ich musste schwer schlucken und war augenblicklich wach. Ich lag bäuchlings auf einem Pferd, mit gefesselten Händen auf dem Rücken und schaute mir Pferdegenitalien von unten an. Epona ich bitte dich, verschone mich vor sämtlichen, tierischen Ausscheidungen! Und danke Glückskeks, die Angst vor großen Tieren war wieder da und ich revidiere jede meiner Aussagen bezüglich jeglicher Aktivität, mir einen Penis ins Gesicht zu halten.

Mein Überlebenstrieb lasst mich nach vorne blicken, auch wenn da ein überphantasmagorischer Megapenis vor meiner Nase baumelt. Ich versuche mir zu überlegen, wie ich mich ohne mir das Genick zu brechen aus der Affäre ziehen kann, als ich durch mein Rumgehampel ganz alleine vom Pferd gefallen bin. Aua, ich bin auf meinen Schlüssel gefallen! Aber solange ich Schmerzen habe, lebe ich wohl noch. Ich liege mit der Fresse im Matsch und ich kann die bösen, bösen Schmetterlinge sehen, die um meinen verwirrten Verstand herum falterten.

Der Reiter ist ja nicht so ganz der Helle und ich tauche im Dreck ab und versuche irgendwie die Fesseln loszuwerden, ohne im Schlamm zu ertrinken.

Mein Versuch mich geschickt selbst zu entfesseln wurde je von ziemlich starken Armen aufgehalten und ich wurde aus dem Schlamm gezogen.

Vor mir stand ein ziemlich steiler Huntsman. Bingo. Auch wenn er ziemlich schmuddelig aussah und ich seine Fahne auch gegen den Wind vernahm, war der Hutsman ja schon irgendwie eine ziemlich geile Drecksau. Es muss November sein. Danke. Endlich ist der Glückskeksfluch gebrochen und ich bekomme den Jägersmann als Hauptpreis. Danke, ganz lieb!

‚Wer wird denn da weglaufen, hübsches Täubchen!‘ grinste er mich breit an und ich konnte seine widerlichen Zähne sehen. Die Kotze schwappte wieder in meinen Mund und es fehlte nur noch eine klitzekleine Kleinigkeit, dass mir die Kotze nicht aus der Nase schießt. Ich habe mir seinen Mundgeruch nur vorgestellt. Zum Glück haben meine Geruchsnerven gerade gekündigt, weil nur die nasale Vorstellung von der Zahnbaracke war schlimmer, als alles was sich mein paranoides Gehirn in meinen schlimmsten Alpträumen je geruchsmäßig hätte vorspielen können.

Ich werde zum zweiten Mal an diesem Tag am Kragen durch den Dreck gezogen und ich kann mir den geilen Arsch von dem Hinterwäldler noch eine ganze Weile ansehen. Wenigstens ein kleines Trostpflaster. Das Einzige was dieses Aussicht entschieden störte, war die Tatsache, dass er keine Axt bei sich hatte. Also der Huntsman aus dem schlechten Beispiel einer grimm’schen Märchenverfilmung hatte ja zumindest ein bis zwei Äxte dabei und ist der Film auch noch so schlecht, Hauptsache irgendjemand hat eine Axt dabei und dann ist meine Welt schon wieder in Ordnung. Aber nein, ich hätte es mir ja denken können, das mein glückskeks’sche Touchdown mal wieder gewaltig nach Hinten losgehen muss. Es ist nicht der Huntsman, Jägersmann oder auch nur der Jagdaufsehergehilfe. Nein, die zwei Schwerter auf dem Rücken haben ihn verraten. Es ist der Zweischwert-Hans. Neeeeeeiiiiiinnn!

(Zweischwert-Hans ¹) kurze Begriffserklärung: Das ist der typische Zweischwert-Larper und unehelicher, gehirnamputierte Zwillingsbruder von Tyron Nightfire, der grundsätzlich zwei Schwerter ninjamäßig ohne dazugehörige Schwertscheide auf dem Rücken trägt, um sie dann auch noch wie ein zugekokster Schlagzeuger einer TrashMetalBand stakkato zu benutzen, egal ob man grad In-Time oder Out-Time ist, während er immer wieder ‚Eis-Drei-Direkt‘ und/oder ‚verflucht, heilig und dämonisch‘ schreit. Und wenn man dann unter Schmerzen endlich zu Boden gegangen ist, nochmal nachschlägt, weil man noch nachgezuckt hat und einem dann noch einen blöden Out-Time–Spruch reindrückt, wie z.B. ‚Heil Das!‘ oder ‚Jetzt mal OT!‘ oder ‚Spiels aus!‘ oder ‚Larp mit, du Sau!‘ und sich auch nicht durch eine rote Karte eines Spielleiter aus dem Konzept bringen lässt.)

Blöd ist nur, ich bin grad in einem richtigen Traum gefangen und nicht auf einem Larp! Hier in meinem Traum gibt es keine Spielleitung und selbst wenn ich in meinem Traum In-Time wäre, würde es keinen interessieren, vor allem nicht Zweischwert-Hansman!

Wo wir grad beim Hansman sind, der hat mich grad ein bisschen unflätig und ziemlich dilettantisch angetatscht, als er mich aufs Pferd gehievt hatte. Nicht mal das kann er.

Er sitzt hinter mir aufs Pferd auf. Ich drehe mich nochmal zu ihm um und treue meinen Augen nicht. Nein, es ist nicht der Vokuhila des Hansman. Ich kann mein Spiegelbild in seinen blankgeputzten Waffen sehen. Damit kommt er bestimmt nicht durch den Waffencheck. Verdammt! Ich fasse mir ans Haupthaar und ziehe es in mein Blickfeld. Die Hölle muss zugefroren sein, meine Haare sind BRAUN!!!!

Schreiend werde ich wach, ich befühle mein Haar und es fühlt sich zumindest schwarz an. Mein Wecker klingelt noch. Danke. Mein Wecker hat mich gerettet. Es ist glaub ich das erste Mal, dass ich mich mal freue, dass mein Wecker klingelt, obwohl es Sonntag ist.

¹) Ich bedanke mich hochachtungsvoll bei Frl. Reophanu für die Wortneuschöpfung des Zweischwerthanses! Vielen Dank!

Published in: on 20. April 2014 at 17:21  Kommentar verfassen  
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Glückskeks Calling Episode 2

Glückskeks Calling Episode 2

snow_tentIch wache auf, weil ich Gehirnfrost habe. Man sollte nicht mit dem Gesicht in der Eispackung einschlafen. Und mein unüberhörbares Zähneklappern lässt mich nicht wieder einschlafen. Was geht da ab, haben die Eisbären endlich eine kleine Eiszeit mitgebracht oder ich hab über Nacht einfach nur wieder das Fenster aufgelassen?

Winter is coming! Jeah! Ich konnte einen kalten Wind spüren und hatte immer noch Gehirnfrost. Doch nicht so jeah!

Auf meiner Stirn war irgendwas festgefroren! Kondenswasser? Aber ich wollte doch nie wieder im Winter zelten gehen. Mit gefrorenen Kondenswasser in der Fresse aufwachen, hatte ich schon mal. Nein, danke!

Ich öffne ein Auge und ich liege doch tatsächlich in einem Zelt. Aber nicht in meinem. Es ein Keilzelt, mehr oder weniger historisch. Ich liege unter einer knastartigen Filzdecke und friere wie ein junger Hund.

Ich riskiere ein Blick nach draußen. Schnee so weit das Auge reicht. Und am Horizont sehe ich den… ach du Scheiße… was hab ich nun wieder verbrochen… der Brokeback Mountain.

Ist denn schon November? Ich glaube nicht, das hätte ich mitbekommen!

Aber das Winterwonderland nehm ich trotzdem, danke schon mal, auch wenn ich mir hier meinen Arsch abfriere.

Ich höre ein Pferd wiehern, also krieche ich mürrisch aus dem Zelt und kratze mir am Sack. Moment mal. Wenn ich einen Sack habe, dann muss ich auch einen Penis haben. Bingo! Blöd ist nur, bis zum nächsten Schnitzel und Blowjob Tag ist noch lange hin.

Ach, egal! Ding Dong: ‚Sie haben ein Schnitzel zum Mitnehmen bestellt?‘

Vor mir taucht das Pferd auf, was ich vorhin gehört habe und auf dem Gaul sitzt Jake Gyllenhaal. Jackpot Baby, dann muss ich wohl Heath Ledger sein. Gott hab ihn selig.

‚Hey du abartiger Bastard, ich frier mir die ganze Nacht da oben den Arsch ab und hier brennt noch nicht mal das Feuer!‘ mault mich Jake doch tatsächlich an. So habe ich mir das aber nicht vorgestellt. Er scheint wütend zu sein, ach hat er sich den Arsch abgefroren. Ich werd ihn warm rubbeln.

Ich schmachte ihm einfach nur an, weil wenn das hier der Brokeback Mountain ist und ich Heath Ledger bin. Breitunddreckiggrins! Wenn ich jetzt sterben würde, würde man das dreckige Grinsen wohl nicht mehr aus meinem Gesicht kriegen. Und wenn heute einer in den Arsch gefickt wird, werde das wohl nicht ich sein.

‚Was hab ich nur verbrochen, dass ich mit dir hier am Berg festsitze, du bist ja sogar zu blöd das Feuer in Gang zu halten, Ignaz!‘

Ignaz? Hat er jetzt Edward oder Eduard gesagt, oder vielleicht doch Ignaz. Warum bin ich jetzt Ignaz. Was hab ich jetzt wieder verbrochen.

‚Los Hinterwäldler, mach Feuer!‘ meinte Jake Gyllenhaal zu mir und ich mache mich ans Werk, humpelnd. Mein Rücken ist irgendwie gebeugt und ich ziehe ein Bein nach.

Super, ich bin weder Edward noch Eduard und für einen Ignaz laufe ich ganz schön unrund.

Bei allen Göttern, ich bin ein Igor und wahrscheinlich ist das Harte in meiner Hose, mein Glasauge. Und soweit ich das sehe, hab ich keine Rolle Hartgeld in der Hose.

Zumindest bin ich nicht der Glitzerdepp. Ist ja schon mal was, der Sparklefool wäre auch heute Nacht wahrscheinlich erfroren. Was für ein Dienst an der Menschheit, aber ich kann ja nicht alles haben, wäre ja auch zu schön um war zu sein.

Dann werd ich halt heute dem geilen Gyllenhaal ein Ladung Feenstaub in den Arsch blasen. Harhar. Man, bin ich aber heute wieder witzig. Ich Schelm!

‚Wird das heute noch was?‘ maunzte der geile Gyllenhaal wieder.

Und es kullert ein: ‚Ja Meister!‘ aus meinem Mund. ‚Ich muss nur pissen!‘

Ich stelle mich an den Bach und knöpfe meine Hose auf. Und auf der Suche nach meinem Schwanz, hätte ich mir beinahe in die Hose gepisst.

‚Sag bescheid, wenn ich dir eine Pinzette bringen soll?‘ lachte der nicht mehr so geile Gyllenhaal. Langsam geht er mir echt auf den Sack.

Egal, ich muss ja immer noch pissen wie ein Rentier. Ja, wo ist er denn? Ja, da ist er ja der Schlingel, es muss wirklich ganz schön kalt sein. Ist das normal, das der so klein ist?

Ich hätte den Glückskeks vorhin nicht so schwach anreden sollen. Ich krieche untertänigst im Straub, das hab ich einfach nicht verdient. Mir huscht ein Schrei über die Lippen, der sich erschreckend nach dem Wilhelm Scream anhört. Warum zum Teufel bekomme ich einen Mirkopenis? Und noch so ein Schrei und ich glaube ich bin doch ein Mädchen und wenn ich grad nur annähernd so aussehe, wie ich mir Igor vorgestellt habe, bin ich kein besonders hübsches Mädchen. Das ist doch alles ganz schön Kacke. Das hat ja noch nicht mal irgendwas mit einem meiner Wünsche zu tun.

Ich bin auf dem Brokeback Mountain mit dem bösen Bruder von Jake Gyllenhaal eingeschneit und bekomme nur einen Mikropenis. Ich wach bestimmt gleich auf und es ist alles gut, weil ich nur das Fenster aufgelassen habe und es wahrscheinlich in meine Wohnung geschneit hat. Ich kneife in meinen kleinen Igor, aber ich wache einfach nicht auf. Der Wilhelm Scream ist das Letzte was ich höre… bevor ich endlich aufwache.

Ich liege in meinem Bett, mit der Hand in einer Chipstüte und im Fernsehen läuft Brokeback Mountain.

Traum durch die rosarote Brille

Traum durch die rosarote Brille

pinkIch wache auf und alles ist rosa und schimmert so komisch. Ich reibe mir die Augen und nein, ich habe keine rosarote Brille auf der Nase. Ich liege in einem rosa Bett und jemand hat mich mit einer rosa Folie zugedeckt, auf der lauter Pferde und Herzen aufgedruckt sind. Ich versuche mich freizuwurschteln und stürze aus dem Bett. Meine Nase klebt am Boden, der auch rosa ist und alles scheint aus Plastik zu sein. Ich befinde mich nicht mehr in meinem bewohnbaren Kleiderschrank, nein ich scheine in dem begehbaren Kleiderschrank einer alten Jungfer zu sein. Und alles ist voll Glitzer. Ich schaue an mir herab und nein, ich bin kein 12jähriges Mädchen mit blönden Zöpfen. Ich trete gegen einen Stuhl, der gleich in alle seine Einzelteile zerspringt und ich bewaffne mich mit dem Stuhlbein. Nur für den Fall der Fälle, dass ich hier im Twilight-Traumhaus des Todes gelandet bin. Komm nur raus, miez, miez miez! Ja wo ist er denn, der Sparklefool!

Ich schleiche an die Tür und tippe sie an und sie fällt aus den Angeln. Dahinter ist ein rosa Badezimmer und jemand steht in der Dusche. Schaum quillt aus der Dusche. Als ich auch nur in die Nähe der Dusche komme, geht die Duschkabine wie von Geisterhand auf und drin steh ein Plastikmann ohne Schwanz. Der ist mir mehr als suspekt. Und immer wenn mir so komische Dinge passieren, denkt mein Unterbewusstsein nicht daran mir gescheite Waffen an die Hand zu legen. Ein Königreich für eine Schrotflinte.

Dann werde ich den unbehaarten Schwanzlosen wohl mit dem Stuhlbein vertrimmen müssen, sobald er sich bewegt. Weil was keine Seele hat und sich trotzdem bewegt, ist entweder ne Maschine oder ein Untoter und / oder Zombie. Und nachdem Maschinen nur in Autowaschanlagen duschen dürfen, sag ich nur: Tod dem Zombie!

Underworld – Von nassem Latex, Taschenlampen und WerwolfVampirHybriden

Underworld – Von nassem Latex, Taschenlampen und WerwolfVampirHybriden

erwinlederSparklefools müssen leider draußen bleiben!

Obwohl es in Underworld keine Jäger gibt, mag ich die Underworld-Reihe wirklich sehr gerne. Genre übergreifend hat mich Underworld ungefähr genauso vom Hocker gehauen wie Matrix damals. Was bei Underworld wahrscheinlich an der Darstellung des Hybriden liegt und es hat damit auch überhaupt nichts zu tun, dass der WerwolfVampirHybrid einfach eine geile Drecksau ist.

(Wo man bei Matrix nach dem zweiten Teil hätte aufhören sollen, hätten sie von Underworld ruhig noch ein paar mehr Prequels machen können!) Ich muss schon sagen, dass mir Aufstand der Lykaner schon auffallend gut gefällt, obwohl der Underworld-Prequel vom allgemeinen Mainstream-Publikum ein Wenig zerrissen wurde. Aber was weiß schon der Volksmund.

Nach vier Teilen Underworld (Reihenfolge nach Erscheinen!) musste ich zu meiner Entrüstung feststellen, dass Kate Beckinsale tatsächlich der Vorgang des Nachladens bekannt sein müsste. Wo sie es im 1. Teil auch noch fleißig betrieben hatte. Im 2. Teil macht sie es schon weniger, dafür gibt es auch mal eine Sexszene (RRR). Sogar im Teil 3 machen es die ‚Vorfahren‘, ja gepimpert wird auch (Doppel-RRR!), aber die Armbrüste werden fleißig nachgeladen. Nachdem es im 4. Teil auf Grund der Abwesenheit des tiefgekühlten Hybriden (Oder wo die geile Drecksau auch immer war!) auch keine Sexszene gab, ist wohl das Nachladen dann auch noch vom Schneidetisch gepurzelt. Schade, aber Patronen wachsen nicht aus Unterarmen, auch wenn sie in Latex gehüllt sind. (Hab mir nochmal alle Filme angeschaut und ich muss mich entschuldigen, im zweiten Teil wird doch mehr gefickt und mehr nachgeladen, als im Ersten. Wobei der Erste gänzlich ohne Sex auskommt, außer in meiner Fantasie, da gibt es einen Hybriden-Porno. Ich habe ja auch nie behauptet ich hätte keine Fantasien mit Hybriden. Er ist Einzig in seiner Art und vom Aussterben bedroht, da geht sogar einer Jägerin wie mir das Herz auf.)

Also, meine Forderung mehr Sex in Underworld 5! Dann kriegen wir vielleicht das mit dem Nachladen auch auf die Reihe!

Für die Latexklamotte hat Kate Beckinsale und ihre Kostümdesigner wirklich einen Preis verdient. (Erstens sieht es halt mal geil aus und ich stehe eigentlich nicht so auf Mädchen! Und Zweitens haben sich die Designer wirklich was einfallen lassen, weil bei anderen Filmen sieht es immer so aus, als hätten sie den XtraX-Katalog geplündert. Drei in Folie gepackte Daumen nach oben für das Kostümdesign in der Underworld-Reihe!)

Vor allem wenn sie mit ihren Latexklamotten im Wasser rumspringt. Jeder der schon mal versucht hat aus nassen Latexklamotten und/oder aus Neoprenanzügen zu schlüpfen oder sie danach gleich wieder anziehen musste, weiß was ich damit meine. Mal ganz davon abgesehen, wie sich das anfühlen muss in kaltem Wasser rumzubritscheln, wenn man so eine Klamotte an hat. Die Frau hat für ihren harten Einsatz wirklich den RubberPreis verdient. Da kann ich ihr die Sache mit dem Nachladen vielleicht sogar ein bisschen verzeihen, auch wenn sie ihre Stunts nicht selber macht. (Ich mag Kate Beckinsale wirklich, weil das dürre Luder halt immer so geile Klamotten an hat und weil sie, obwohl sie so dürr ist, im Korsett halt schon scharf aussieht. Danke dafür!)

Ich will ja nicht immer über Underworld lästern. Ich mag alle 4 Filme wirklich gerne. Nachdem ich mir am Samstag nochmal Blade II und III und Underworld I + II und den Prequel angeschaut habe, drängen sich mir noch ein paar Fragen auf.

Der Vampir an sich ist ein Wesen der Nacht. Ich bin immer davon ausgegangen, dass sie sich im Dunkeln zurecht finden, ohne eine Taschenlampe zu benutzen. In Blade II leuchtet die Tochter vom Obervampir mit einer Taschenlampe umher, als sie einen Speicher überprüfen will und es war keiner von den Tageslichtstrahlern, die waren nur auf den Waffen!

Und in Underworld wird der Strom im Haus abgeschaltet und dann laufen die Todeshändler mit Taschenlampen durchs Haus. Hm.

Soviel zum Thema Vampire sind Wesen der Nacht und finden sich im Dunkeln zu recht. Das muss die Evolution sein und irgendwann beschließen sie dann womöglich einfach nur noch im Sonnenlicht zu glitzern. Neeeeeeiiiiinnnn!

Aber was ich immer noch nicht verstehe, ist: Warum reiten die Vampire auf Pferden (Beim Prequel und bei den Rückblenden!), wenn Pferde ja Angst vor Vampiren haben. (Siehe zum Beispiel bei Near Dark – Die Nacht hat ihren Preis) Genauso wie Hunde, übrigens. Sind das spezielle Vampirpferde. Da wären wir wieder bei der Sache mit den Kaltblütern und Vampirismus!

Dann frage ich mich, ob die extra Vampirpferdetrainer haben, wo wir fast schon wieder bei den Sparklefools wären.

Letztendlich bringen Blade, Van Helsing und Sam und Dean eh alle um. Egal ob Lykaner oder Vampir oder Sparkelfools! Danke für eure Aufmerksamkeit und viel Spaß beim Schnitzen von Holzpflöcken und beim Gießen von Silberkugeln. Wenn einem auch Nachts die Sonne aus dem Arsch scheint, braucht man keine Angst vor Vampiren haben, außer bei den Glitzerbeißdingern und da sollte man besser mit dem Arsch an der Wand schlafen. Safty First!

Der KlausKinskiAward des gespielten Wahnsinns geht heute an: Erwin Leder, bekannt als Obermaschinist Johann alias Das Gespenst und wieder gefunden in Underworld als der Werwolfwissenschaftler Singe. Auch wenn Michael Sheen als Lucian auch gute Chancen auf diesen Award hat. Als Anmerkung Craig Parker, der im Prequel einen der Werwölfe spielt, ist nichts anderes als der Darsteller von Haldir in Herr der Ringe und spielt auch irgendwie bei Spartacus mit. Merken und anschauen. Noch eine Serie mehr auf meiner Liste!

Fazit:

Ein Dreifaches RRR für den WerwolfVampirHybriden

Ein RRR für die Sexszene im 2. Teil. Danke dafür!

Ein Doppel-RRR für die Sexszene im Aufstand der Lykaner.

Drei in Folie gepackte Daumen nach oben für das Kostümdesign in der Underworld-Reihe!

Kate Beckinsale bekommt den ersten RubberPreis!


Merke:

Erwin Lederfür den KlausKinskiAward des Jahres nominieren.

Michael Sheen für den KlausKinskiAward im Auge behalten.

Craig Parker steht unter Beobachtung.

Prequel ist mein neues Lieblingswort.

Sam und Dean retten meine kleine Welt oder wie verdammt tötet man nen Sparklefool…

Sam und Dean retten meine kleine Welt oder wie verdammt tötet man nen Sparklefool…

An einem bewölkten Tag fahre ich mit meinem schwarzen Citroen Nemo zum Einkaufszentrum in meinem Ort. Langsam tuckere ich über den menschenleeren Parkplatz und suche mir einen der 100 freien Parkplätze aus. Mein Auto steht, ich mach schon mal die Türe einen Spalt auf, krame aber noch in meiner Handtasche herum. Neben mir parkt einer schwungvoll ein, als wäre der Parkplatz nicht groß genug für uns zwei. Fährt dieser Penner mir fast meine Tür ab. Erschrocken blickte ich auf und da steht ein schwarzer 1967er Chevrolet Impala und im Wagen sitzen zwei Männer, die sich lauthals streiten.

‚Sam, hast du das Blut eines Toten?‘

‚Jaaa, alle 5,5 Liter!‘

‚Hast du sie auch eingefüllt?‘

Wie paralysiert starre ich aus dem Fenster, als Sam Winchester, ja der Sam Winchester von Supernatural, kopfschüttelnd die Autotür aufstieß und mir dabei meine Autotür in mein Gesicht klatschte. Mein Gesicht klebte nun regelrecht an der Scheibe, so dass ich nach einem Moment nur noch meinem Atem an der Scheibe sehen konnte. Die Tür wurde aufgerissen und mir fällt vor Schreck die offene Handtasche aus dem Auto. Ich will hinterher hechten. Aber ich bin noch angeschnallt. Der Gurtstopper hält mich zurück. Sam kniete sich hin und versuchte den Inhalt meiner Handtasche wieder hineinzustopfen.

‚Boa Sam, wird das heute noch was?‘ moserte Dean Winchester, hinter dem geöffneten Kofferraumdeckel hervor.

‚Ja, ähm. Tschuldigung.‘ stotterte Sam und kam mit dem Kopf in dem Moment hochgeschnellt, als ich mich endlich vom Gurt befreit hatte und ihm schier entgegen purzelte. Für einen kurzen Moment berührten meine Brüste sein Gesicht und er fing mich mit seinen starken Armen auf. RRR!

Meine Handtasche fiel ihm aus der Hand. Egal. Halt mich, Sam. Sabber sammelte sich in meinem Mund.

‚Hey, Sam. Du kannst nachher mit den einheimischen Weibchen flirten. Wir haben zu tun. Gleich kommt die Sonne wieder raus.‘ schrie Dean jetzt und warf ihm einen quietschbunten Super Soaker zu. Sam lies mich auf den Inhalt meiner Handtasche fallen und fing den Super Soaker. Dean zog gerade einen grünen Rückentank an und verstöpselte den Schlauch mit seinem Gerät.

‚Warum muss ich immer den mit dem Blut kriegen, da muss ich immer so schwer pumpen.‘ jammerte Sam.

‚Weil ich die Nonne gerade um 5 Liter Weihwasser erleichtert habe.‘ meinte Dean und grinste seinen Bruder versaut an.

Der Sabber lief mir aus dem Mund, als ich meine Handtasche in den Fußraum meines Wagens warf und versuchte möglichst viel Inhalt hinterher zu werfen und gleichzeitig versuchte ich mich aufzurappeln. Meinen Mund abwischend traute ich meinen Augen kaum. Ein blasser Typ ritt auf einem schwarzen Rappen über den Parkplatz auf den Getränkemarkt zu. Sein schwarzer Mantel flatterte im Wind.

‚Das ist er, der Sparklefool!‘ schrie Dean und lief los. ‚Los Sam, Pump!‘

Sam hatte den Rückentank nur über eine Schulter geworfen, nestelte am Schlauch und rannte wie ein 12jähriges Mädchen mit blonden Zöpfen hinter Dean her. Dean hatte den Reiter bereits eingeholt und verpasste ihm einen Schwall Weihwasser. Der Reiter sprang schwungvoll von seinem Gaul. Die Wolken lichteten sich und die Schatten schienen langsam über den Asphalt hinweg davon zu laufen. Ich musste meine Hand vor die Augen halten, um das Geschehen weiter beobachten zu können. Dabei lehnte ich mich auf den Impala und leckte über den Lack. Doppel-RRR.

Den Strahl mit dem Weihwasser ignorierend lief der Typ auf Sam zu und als die Sonne die Beiden erreicht hatte, wusste ich was Dean mit Sparklefool gemeint hatte. Der Typ glitzerte im Sonnenlicht, wie das Glitzertraumhaus von Barbie. Und sein blöder Gaul, stand auch in der Sonne und glitzerte vor sich hin. Der Kerl fauchte Sam an und fletschte die Zähne. Und seine spitzen Eckzähne glitzerten in der Sonne. Sam schoss ihm noch im Fallen einen Strahl Blut in den Mund. Und Dean sprang über Sam und schrie: ‚Schluck, du Spinner!‘

Der Kerl kam auf mich zu, lächelte mich an und blieb vor mir stehen. ‚Ich bin Edward, meine Schöne!‘

‚Und auf dich habe ich gewartet, du Penner!‘ geistesgegenwärtig schlug ich ihm auf die Nase und riss mit der zweiten Hand die Schiebetür meines Nemo auf. Ich wollte nach der MagLite greifen, bekam aber nur eine 2 Liter Flasche Cola zu fassen. Wie in Zeitlupe zog ich sie heraus und schüttelte die Cola und öffnete sie schreiend.

Der Edwardsparkletyp hielt sich die Nase und taumelte nach hinten, wo er in Weihwasserstrahl von Dean lief. Sam war wieder auf den Beinen und traf ihn mit dem Blut ins Ohr.

‚Sam, das hilft nicht!‘

‚Verdammt Dean!‘

Meine Cola explodierte beim Öffnen des Deckels und ein Strahl Cola schoss heraus und traf den Sparklefool direkt ins Gesicht. Erschrocken hielt er die Hände vors Gesicht. Ich schrie laut: ‚Cola Zero ist was für Weicheier, du Schwuchtel!‘

‚Es schwächt ihn!‘ schrie Sam.

‚Das reicht aber noch nicht, Sam!‘ schrie Dean.

‚Kreuzt die Ströme!‚ schrie ich, warum auch immer.

‚Bitte was?‘ fragten die beiden Jungs gleichzeitig, während der Sparklefool lachte und sich das Cola-Blut-Gemisch aus Gesicht wischte.

‚Überkreuzt die Ströme, verdammt.‘ rief ich, presste den Daumen auf die Flasche und schüttelte, bis mir die Arme weh taten.

Zum Glück begriffen Sam und Dean, was ich gemeint hatte und kamen auf mich zu und pumpten. Der Sparklefool lief auf uns zu und fauchte uns an. Ich nahm den Daumen von der Flasche und wir überkreuzten die Ströme. Der Sparklefool schrie, fing an zu dampfen und verpuffte schließlich.

‚Und jetzt der Gaul!‘ rief Dean.

‚Das ist wissenschaftlich völlig unmöglich, ein Pferd ist ein Kaltblüter und warum sollte ein Vampir einen Kaltblüter aussaugen.‘ erklärte ich.

‚Bei den Sparklefools kann man nie wissen, lass uns Pferdesalami machen.‘ meinte Dean und wechselte seinen Super Soaker mit einer Schrotflinte. Sam nahm sich einen riesigen Holzpfahlpresslufthammer, den ich schon mal bei From Dusk till Dawn gesehen hatte.

‚Hey du, hast du noch ne Cola, für alle Fälle?‘ fragte Dean und zwinkerte mir zu.

‚Klar!‘ meinte ich, aber die beiden waren schon wieder im Dauerlauf unterwegs. Ich hechelte mit der nächsten Colaflasche hinter den Beiden her. Die hatten das Pferd schon gepfählte und erschossen.

Eine alte Oma kam ihren Einkaufswagen in unsere Richtung schiebend und fing an zu kreischen: ‚Ja hey, ja Sie, was machen Sie denn da?‘

‚Die sind vom Kreisveterinäramt und mein Pferd hat die Tollwut! Gehen Sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen.‘ meinte ich zu ihr, während mir Dean die Cola aus der Hand nahm und sie kräftig schüttelte.

Als das Pferd verpuffte, drehten sich die Beiden um, zogen ihre Sonnenbrillen an und grinsten mich saublöd an: ‚Danke für deine Hilfe. Schau mal genau da rein!‘ Und Dean hielt mir ein Blitzdings unter die Nase. In dem Moment als er auf den Auslöser drückte, kniff ich meine Augen ganz fest zu und tat dann so, als hätte es tatsächlich funktioniert.

‚Du hast davon geträumt, dass du unglaublich geilen Sex mit Dean Winchester hattest!‘

‚Ach komm, kannst du nicht mal was Sinnvolles sagen, nach dem Blitzdings.‘

‚Gut, du hattest grottenschlechten Sex mit Sam Winchester…‘

Er bekam einen Stoß von seinem Bruder und nun redete er. ‚Also du hattest keinen Sex mit keinem der Winchester Brüder. Der Sex wäre weder gut, noch schlecht gewesen. Du fährst wieder heim und siehst weiter fern. Das kann mal nicht schaden.‘

Dean hüpfte hinter seinem Bruder rum und rief: ‚Sam schminkt sich!‘ und ‚Sam weint nach dem Sex!‘ Dann lies er die Hosen runter und schrie: ‚Pudding!‘

Ich wachte auf, weil mir der Sabber vom Gesicht rann. Ich saß immer noch in meinem Auto mit der Hand in meiner Handtasche. Im Radio lief ‚Carry On My Wayward Son‘ von Kansas.

Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen fuhr ich heim und schaute weiter fern. Ich hatte auch völlig vergessen, warum ich eigentlich zum Einkaufszentrum gefahren war.

‚Ich liebe es, wenn du so herrisch bist, Sam!‘

Danke an Aniela, Sophia und Sven. Und nix für unguad an alle Twilightfans, Barbie hat ja auch ein Glitzertraumhaus und ein Pferd.

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