Rogue One – A film review story

Rogue One – A film review story

spooooi

Wer auf meinem Blog in der Rubrik ‚Meine nerdige Filmkritik‘ liest, muss auch damit leben, dass er von mir hart gespoilert wird.

Für alle anderen, viel Spaß mit meiner nerdigen Filmkritik zu Rogue One

Zunächst muss ich zu meiner Schande gestehen, ich hätte ja beinahe verpennt das Rogue One schon läuft. Also bin ich am Freitag, also 44 Stunden nach der Preview ins Kino geschlichen, mit einer imaginären Septa Unella im Nacken, die mir glockenläutend: ‘Schande, Schande!’ in den Rücken lamentiert, damit quasi jeder weiß, dass ich es beinahe verpennt habe, Rogue One im Kino zu sehen.

Nachdem ich unglaubliche Kopfschmerzen habe, bin ich froh, als ich endlich im Kino sitze. Der Film ist ja 3D und irgendwie fragt man gar nicht mehr, ob dieses Kino eines der ausgewählten Kinos ist, in dem der Film auch in 2D gezeigt wird. 3D ist mittlerweile wie ein Unfall, man kann einfach nicht wegsehen, obwohl man eigentlich weiß, dass es ganz schön scheiße ist und man am Ende irgendwie nur nen blutigen Wermutstropfen an einer Scheibe runterlaufen sieht.

Rogue One beginnt in 3D und das Bild ist erschreckend dunkel und unscharf. Ich putze das erste Mal die hauseigene 3D-Brille. Ich kann immer noch nichts erkennen, also putze ich die 3D-Brille ein weiteres Mal. Warum krieg ich immer die Kaputte. Meine Fresse, ich kann kaum diemads
Hauptdarsteller erkennen. Ist das
Mads Dittmann Mikkelsen
? Ich kann es nicht erkennen. Ich schiebe es auf meine Migräne, auch wenn die Sehstörungen noch nie nachts aufgetreten sind. Ich putze also wieder die 3D-Brille und hab ein bisschen Angst, dass meine Putztriade dem dünnen Plastikscheibchen endgültig den garaus macht.

Der Film geht weiter und ich ärgere mich und mutmaße, dass der Filmvorführer wahrscheinlich seine Brille vergessen hat, oder strunzehackevoll ist, oder beides. Ich werde es wohl nie erfahren.

Die Filmmusik ist auch lauter, als es die Dialoge vertragen würden. Es ist irgendwie so, als würde ich als Blinder von einem Tauben durch den Film geführt werden.

Sie wollten nicht, dass ich was sehe, aber sie wollten mir mit der Filmmusik immer genau aufzeigen, dass ich jetzt grad etwas Wichtiges hätte sehen können, wenn ich nur den Film in 2D gewählt hätte. Ja, eine neue Hoffnung ich werde mir das Grauen nochmal auf 2D anschauen müssen.

mon-mothmaIn den nächsten Szenen bin ich zumindest zufrieden, dass Sie zumindest Mon Mothma unglaublich gut gecastet haben und sofern ich es erkennen konnte hat die neue Mon Mothma sogar den selben Schneider.

Nachdem der Großmoff Tarkin ja irgendwie ein Griff ins Klo ist, wobei der Darsteller ja nichts dafür kann, wenn die Technik es anscheinend nicht besser hinkriegt, was ich ja immer noch nicht ganz glauben kann, ich hab das in anderen Filmen echt schon besser gesehen. Was war da los, ist ihnen das Geld ausgegangen oder hatten die keinen Bock mehr. Ich meine wir haben doch jetzt 2016, ehrlich mal vor 40 Jahren haben sie ohne Computertricktechnik wahre Wunder vollbracht, da hatten die Puppenbauer und MakeupArtists auch noch richtig was zu tun. Ich ärgere mich also weiter über die Animation von meinem lieblings Fiesling Tarkin und hab ein bisschen Pippie im Auge, jedes Mal wenn er wieder ins Bild kommt, dass ist auch wie ein Unfall, man kann nicht wegsehen, auch wenn es ganz tief im Herzen ganz fürchterlich weh tut.

Die detailverliebten Kleinigkeiten verlieren sich leider in der Unschärfe mancher Szenen und ich ärgere mich nun nicht mehr über das Kino, den Filmvorführer, die Brille oder meine Migräne noch über den schlimmen Tarkin. Nein, ich glaube die wollten den Film wirklich so düster und unscharf haben. Sehr ungewöhnlich, wie Walt Disney nun das gekaufte SiFi-Märchen weitererzählt. Im Grunde genommen, ist es ja eher eine Märchengeschichtsstunde. Und dabei liebe ich ja Vorgeschichten, aber mit dieser Vorgeschichte werde ich nachwievor nicht ganz warm, auch wenn wir uns mittlerweile auf Jedha befinden. Ein neuer Wüstenplanet. Irgendwie werden die Wüstenplaneten langsam echt inflationär hier bei StarWars.

12stern2Ich bin fast ein bisschen entzückt, als Cornelius Evazan und sein bester Freund Bonda Baba ins Bild stolpern. ‘Ich bin auf 12 Sternen zum Tode verurteilt.’ höre ich obwohl er es nur halb sagt. Erst später als Jedha City von einem Todesblitzstrahltest vom Todesstern unwiderruflich zerstört wird, wird mir klar, dass es mal wieder storytechnischer Blödsinn war, die beiden auf Jedha auftauchen zu lassen.

Natürlich konnten die beiden noch überaus rechtzeitig wieder von Jedha verschwinden, weil sie ja eine neue Hoffnung später im Herzen von Mos Eisley in Chalmuns Cantina auf den Naturburschen Luke Skywalker treffen. Wo manche 40 Jahre warten müssen, schaffen die beiden den Lichtsprung in weniger als 12 parsec.

blinder2Baze Malbus und sein Blinder Freund Chirrut Îmwe. Der Blinde sieht wesentlich mehr, als ich den ganzen Film lang, aber ich wünschte ich wäre jetzt taub, weil ungefähr nach 30 Sekunden geht mir seine: ’Die Macht ist mit mir. Ich bin eins mit der Macht!’ Litanei ganz hart auf den Zeiger.

Aber cool waren sie halt schon, auch wenn Malbus ein Bisschen so aussah, wie ein Exfreund von mir, den ich auch schon seit Lichtjahren nicht mehr gesehen habe und der im Nachhinein seine Beteiligung an diesem Film vehement abstreitet.

Darth Vader sein Häuschen auf dem Vulkan hat mir sehr gut gefallen. Hab schon mit meinem Immobilienmakler gesprochen, der sucht mir ein ähnliches Objekt. Der Architekt von Darth Vaders Castle hat wohl zu viel Herr der Ringe gesehen, die Lavahütte erinnert mich an Barad-dûr. Nur dass kein Auge auf dem Dach ist, die Form irgendwie auch nicht an einen Turm erinnert und keine Orks unten rumhüpfen. Aber dafür fließt unten ganz viel Lava aus dem Gulli. Der Pool ist immer beheizt, nur mit der Klimaanlage gibts da so manche Probleme, ja und mit dem W-Lan. Und ein Postfach sollte man sich zulegen, weil der Postbote immer die Pakete vor die Tür legt und schwups ist der Inhalt des Adventskalenders mit samt dem Plastik aus der Packung geflossen.

Scherz beiseite, jetzt wird es sehr ernst. Was wir mit dem Darth Vader schon alles mitmachen mussten, ja alles was uns die Filmemacher so antaten. Aber wir lieben ihn immer noch. Weil die dunkle Seite ohne Darth Vader kann und will sich keiner vorstellen. Aber jetzt reichts mir langsam. Wir haben den kleinen Anakin überlebt, der war ja anfangs noch ganz niedlich, aber später dann wurde der liebenswürdige Ani einfach nur eine abartig eifersüchtige Zicke. ‘Er lässt mich nicht vorankommen…mimimi!’

Dann fällt der Jammerlappen endlich in den Vulkan, ja später hat er sich dann sein Haus drauf gebaut. Aber das mal nur so am Rande. Jeder hat eine Vorgeschichte und jeder hat Jugendsünden. Aber die ‘Ich war jung und brauchte das Geld, weil mir sind die Pläne vom Todesstern abhanden gekommen!’-Ausrede kann bitte einfach nicht sein.

Ernsthaft, als er den schwarzglänzenden Verbindungsgang zu diesem Arschkriecher hin läuft, wie als hätte ihm die Heidi ganz genau erklärt, wie man das macht, kann der findige Zuschauer ganz genau seinen leicht homosexuellen Hüftschwung sehen. Meine Fresse, Darth Vader hat einen Stock im Arsch, der kann keinen Hüftschwung haben. Himmel was können die eigentlich.

Endlich ist der Darth Vader geboren, nachdem wir die pubertierende Zicke in der Episode 2 und 3 echt schon viel zu lange ertragen mussten. Und bevor er so richtig böse wird, hatte er ja noch einen Auftritt bei Imperial next Topmodel, oder wie?  

Meine Fresse, wenn der Film in meinen Augen bis auf wenige Einzelheiten (hier Fett-Schrift gekennzeichnet!) schon ein wahrliches Fiasko war, schlägt die Laufstegnummer von Darth Vader dem Fass wirklich den Boden aus und ich bin erst bei der Hälfte des Filmes.

k22Ein kleiner Lichtblick: K-2SO. Das ist der Droide, den ich immer suchte. K-2SO ist der erste nichtnervige Sidekick und Roboter, danke für diesen eifersüchtigen Klugscheißer. Ich liebe ihn. Und die Sprüche von ihm. Wahnsinn. Danke.

Wir wechseln die Planeten heute wie Unterwäsche und sind nun auf einem stürmischen verregneten Moon 44 ähm Eadu. Ich bin im Kino leicht abgedriftet in einem meiner Jugendträume. Ich wäre damals gerne die einzige Frau auf Moon 44 gewesen. Naja egal.

Und schon geht es ab nach Dubai ähm Scarif. Das Himmelsfahrtskommando gegen den imperialen Vorratsdatenspeicher. Der Plot auf Scarif ist ziemlich einfach. Ich langweile euch auch nicht mit technischen Fragen über diese langsam verschließbare Schutzschildtür im Weltall, sonst machen die drogensüchtigen Drehbuchautoren von Walt Disney noch einen Dreiteiler daraus. Dieses Schutzschildtor im Weltall erinnert mich hart an Spaceballs und an die List mit der Weltraumputze.

himmelfUnd über die Tatsache, dass niemand reinkommt oder rauskommt und kein Signal durchkommt, aber mit der Zuhilfenahme eines 500 Meter langen WLan-Kabels, das natürlich im falschen Moment zu kurz zu sein scheint und dem im wahrsten Sinne des Wortes PlotHebel mit dem blinkenden Aufkleber ‘Bitte hier ziehen!’ kann das Signal über das ImperialNet auch von den Rebellen durch die geschlossene Schutzschildtür empfangen werden. Und eine Sekunde später ballern die Rebellen einen Sternenzerstörer durch die ominöse Schutzschildtür. Ja, genau. Jetzt weiß ich auch, warum immer alle sagen, dass meine Plots zu kompliziert sind, wenn uns das MainstreamKino immer so eine billige Scheiße vorsetzt, um die Hirne der OttoNormalZuschauer möglichst klein zu halten.

Aber wer braucht schon einen stimmigen Plot, wenn es doch um ein Himmelfahrtskommando geht. Hunde wollt ihr ewig leben? Und das bei ‘Und wenn sie nicht gestorben sind’-Walt Disney, dann sitzen sie noch immer am Strand und warten auf den vom Blitzstrahl des vom Todesstern verursachten Tsunami.

Als Actionfilm außerhalb vom StarWars-Universum hätte das Himmelsfahrtskommando echt super funktionieren können, aber dafür haben mir die coolen Sprüche ein wenig gefehlt. Ansich war es wortloses Vieh, das zur Schlachtbank im Paradies getrieben wurde. Schade, Schade, da hätte man wesentlich mehr draus machen können.

Kurz vor dem Ende, bekommt Darth Vader nochmal einen Auftritt und dabei zückt er sein Laserschwert und was macht er in den ersten 3 Sekunden Kampf? Er fuchtelt. Erst der Hüftschwung und dann fuchtelt er auch noch. Schwul.

Mit Tränen in den Augen, weine ich eine Träne nach der Anderen dem einst so männlichen Darth Vader nach, was mich beinahe die Computeranimationsverfehlungen von der tarkinschen Ausgemergeltheit für einen viel zu kleinen Moment vergessen lässt, als Leia ins Bild kommt. Nein tue es nicht, aber es ist zu spät, sie hatte sich schon umgedreht. Das Bild hat sich für immer in meine Netzhaut eingebrannt und damit alle guten Bilder mit Carrie Fisher einfach mit in ein digitales Grab gerissen. Ich sag da jetzt einfach nichts mehr dazu, außer Ruhe in Frieden, geliebte Leia! Du weißt, wir lieben dich!

Ich dachte, das könnten die von Walt Disney besser. Muss ich jetzt etwa darauf warten, bis Walt Disney von Dreamworks aufgekauft wird und sie dann eine neue überarbeitete Edition rausbringen. Naja, in der Geschichte wiederholt sich ja vieles, vielleicht gibts diesen Film ja in 20 Jahren neu überarbeitet.

Schade finde ich halt, dass die ganzen Märchenwelten von Rogue One irgendwie auch auf der Erde hätte sein können, wo man in der Episode 4 bis 6 zum Beispiel mit viel Mühe Pferde zu Banthas verwandelt hat und mit ein Paar phantasmagorischen Zähnen im Wüstensand einen unglaublichen Mythos erschaffen hat und auch wenn die Macher von Episode 1 bis 3 für die nervige Darstellung der Gungan eigentlich unter unvorstellbaren Qualen die nächsten 1000 Jahre langsam verdaut werden sollten, waren halt alle bisherigen Welten ganz schön anders und bei uns auf der schnöden alten Erde bestimmt nicht zu finden.

Was mir bei diesem Film leider sehr missfallen ist, dass die Aliens leider nur nettes Beiwerk waren, die meist in der 3Dschen Unschärfe verloren gegangen sind. Schade, Schade, selbst die Episode 7 hat die alten Filme nicht versucht mit Füßen zu treten, auch wenn Han Solo drauf gehen musste.

So schaue ich Erwachen der Macht und schreibe die Kritik zu Rogue One und nie lagen Zuneigung und Abneigung so nahe beieinander, bei einer Nerdsache, die ich eigentlich so abgöttisch liebe. Mit Rogue One stirbt leider meine letzte Hoffnung nach 40 Jahren StarWars und bitte inständig darum, dass die Episode 8 bitte an das Erwachen der Macht anknüpft. Weil mir hat das Erwachen der Macht wirklich sehr gut gefallen und dieser Wahnsinns 7. Teil hat mich für die Episode 2 und Teile der Episode 3 eigentlich auf Lebenszeit entschädigt. Und dann kam Rogue One. Danke auch und ich verbleibe.

Fazit: Meine Neue Hoffnung ist die Episode 8 und das Dreamworks endlich Walt Disney aufkauft und ich eine neue überarbeitete Version von Rogue One kaufen kann.

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Der Klaus Kinski Award bleibt bei mir und ich poliere ihne, bis Episode 8 und hoffe dass Kylo Ren sein kinskieskes Erbe antritt.

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rrr:  Ein kleines rrr für das Scarif Himmelfahrtskommando, vielleicht macht ja mal einer ein Remake als reiner Actionblockbuster mit coolen Sprüchen aus den 80ger Jahren. Gerne auch mit den gleichen Schauspielern, die haben sich eigentlich schon wacker geschlagen.

Bitte: Zeigt die junge Leia nächstes Mal einfach nur von hinten.

Merke: Darth Vader hat keinen Hüftschwung und fuchtelt auch nicht mit seinem Lichtschwert wie der gestiefelte Kater auf Drogen.hair

Anmerkung: Bringt das 500 Meter WLan-Kabel zurück in die Bundeslade, sonst weint der Giorgio A. Tsoukalos und rauft sich seine Haare…

Danke: Ich hab meine Roboterphobie überwunden, weil ich hab mich in den Droiden K-2SO verliebt. Zum Glück ist er verstorben, weil ich weiß nicht wie ich das meinem Mann erklären hätte sollen.

Aufruf: Würde mich gerne mit einem NerdIngenieur über diese Schutzschildtür unterhalten.

P.S. Ich muss mir den Film immer noch auf 2D ansehen. Habe ich bis heute nicht getan…

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Kommt ne Frau in eine Bar, voll bepackt mit 1000 Sachen!

Kommt ne Frau in eine Bar, voll bepackt mit 1000 Sachen!

dungeons-dragon‘Du kommst zu spät.’ meinte der Nerd mürrisch.

‘Ja, sorry. Ich war noch beim DM!’ rief sie gehetzt. Sie zog ihre Jacke aus und es kam ein ‚Winter is coming!‘ – Shirt zum Vorschein.

‘Hey komm! Zocken, kannst du außerhalb deiner Barzeiten.’

‘Sag mal bist du jetzt mein Chef?’

‘Nein, ich hatte überhaupt keinen Bock zu arbeiten heute, dieses streitsüchtige Pärchen ist schon wieder da und du sitzt zu Hause beim Zocken, während ich mich mit Becks Blue Girl und AstraMan minus Eier rumschlagen muss.’

‘Wie kommst du überhaupt drauf, dass ich gezockt habe.’

‘Na, DM halt!’  

‘Ja, DM! Ich hab Waschmittel gekauft!’ rief sie erbost und sie stellte eine Tüte vom DM auf den Tresen und versuchte ihn gleichzeitig mit einer Waschmittelflasche zu hauen.

‘Aber DM heißt doch Dungeon Master?!’

‘Ja, in deiner Welt heißt DM Dungeon Master, und wenn in meiner Welt kein Waschmittel mehr da ist, heißt DM bei mir DrogerieMarkt!’

‘Boa, du bist ja doch ein Mädchen!’

‘Ja hallo! Schau mal!’ rief sie und hob ihr Shirt hoch und darunter kam ein Walking Dead Shirt zum Vorschein. ‘Schon mal nen Kerl mit Titten gesehen?’

‘Ähm, ja. Die Transe, die hier immer mal wieder vorbeischaut hat auch Titten.’

‘Ja, FakeTitten!’ meinte sie schnippisch. ‘Und schief sind die auch noch!’

‚Sag mal hast du immer zwei Nerd-Shirts übereinander an?‘

‚Die Tendenz geht zum Zweitshirt!‘ rief sie, zog eine Augenbraue hoch und grinste ihn dreckig an.

(Ähnlichkeiten mit Personen aus dem realen Leben sind in einer fiktiven Geschichte gar unmöglich und somit reiner Zufall.)

Neuer Tag, gleiche Bar…

Neuer Tag, gleiche Bar…

Die astraBarkeeperin kam in die Bar und der Nerd stand hinterm Tresen, wie ein Schluck Wasser in der Kurven, der schon dreimal ausgekotzt wurde.

‘Du siehst aus wie ausgekotzt!’ trällerte sie.

Der Nerd hatte ein frisches Shirt an, mit der Aufschrift: ‘I’ll be in my bunk!’ Auf ihrem Shirt stand einfach nur Vera und sie blieb vor der Bar stehen.

‘Ich finds super, dass du heute Thekendienst hast und ich heut mal mein Gehalt versaufen kann.’

‘Wo wir grad beim Thema Gehalt versaufen sind, hab ich gestern eigentlich meine Zeche bezahlt?’

‘Nein, steht noch aufm Zettel!’

Er blickte auf den Zettel und zog eine Augenbraue hoch: ‘Des ist doch ein Scherz?!’

‘24,50!’ kicherte sie.

‘Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen, was?’

‘Wenn du mich nicht hättest!’ rief sie und lies ihre imaginären Hosenträger schnalzen.

‘Danke, dass du mich gestern heimgebracht hast!’

‘Und ich hab dich auch liebevoll zugedeckt und dir einen Eimer nebens Bett gestellt!’

‘Du bist ein Schatz, was kann ich dir bringen?’

‘Das Übliche!’ meinte sie und wollte sich gerade auf einen der Barhocker niederlassen.

‘Boa, deinen Absinthe Sprite kannst du selber mischen…!’

Sie stand wieder auf und ging trotzig hinter die Theke und machte sich an ihrem Drink zu schaffen. Er stand neben ihr an ein Regal gelehnt und genoss die Stille des Nichtstun.

Das Pärchen von gestern kam wieder in die Bar. Nach einer Weile klopfte die junge Frau auf den Tresen und rief schnippisch: ‘Kriegt man hier auch ein Bier…?’

Die Lady hinter der Bar reagierte nicht und der Nerd war wohl im Stehen eingenickt.

‚Hey, Hallooooho! Das macht ihr doch mit Absicht?‘ rief die Ische.

Die vermeintliche Barkeeperin drehte sich kurz um und meinte: ‚Ich arbeite heut gar nicht!‘

Dann machte sie ihren Drink fertig und kam wieder vor die Theke getreten und begann dann erst den Nerd mit ganzen Erdnüssen zu bewerfen und rief: ‚Kundschaft!‘peanuts

Der Nerd schreckte hoch und riss dabei fast das Regal um.

,Zwei Becks Blue, Bittäh!‘ rief sie reichlich eingeschnappt und pochte ungeduldig mit den Fingernägeln auf der Theke herum. Dann meldete sich ihr Freund zu Wort: ‚Ich hätte aber gern ein Astra!‘

‚Das ist viel zu teuer…‘ rief sie und wedelte nach dem Barkeeper. Er wartete aber noch, bis die beiden sich ausgestritten hatten.

Der Typ meinte irgendwann: ‚Wenn ichs doch eh selbst bezahlen muss!‘

‚Aber im Preisleistungsverhältnis…!‘

‚Jetzt wirds aber hint’ höher wie vorn!‘ rief der Nerd und stellte ein Astra und ein Becks Blue auf den Tresen. ‚5,80, bitte!‘

‚Wir…haben aber zwei Becks Blue bestellt!‘ rief die Ische empört.

‘Also, wenn du beim Astra mit’m Preisleistungsverhältnis anfangst, dann kannst auch gleich verschwinden.’ rief der Nerd aufgebracht, zeigte zur Tür und lies die Ische gar nicht mehr zu Wort kommen, also redete er weiter auf sie ein.‘Der junge Mann hat ein Astra bestellt, also bekommt er auch ein Astra!!’  

‘Ja, aber!’ stammelte die Ische.

‘Nichts aber, verdammt nochmal!’ rief der Nerd, hob seine Hand, zeigte sie den Streithähnen und drehte sich zu seiner Kollegin: ‘Ich hab was für dich!’

‘Uiuiui, Geschenke!?!’ schrie sie, wie ein 12jähriges Mädchen mit blonden Zöpfen und klatschte mit den Händen aufgeregt aneinander, wie ein wahnsinniger Seehund.

‘Nein nein, Schätzölein! Das hier ist eine Leihgabe und wiedersehen macht Freude!’ meinte der Nerd und stellte die ersten vier Staffeln von Dr. Who auf den Tresen. ‘Damit du langsam aber sicher mal auf dem Laufenden bist.’

‘Boa, voll gut! Danke!’ flüsterte sie ehrerbietig und beäugte die Staffeln wie ein Heiligtum und berührte sie dann sachte mit den Fingerspitzen.

Der Nerd stellte sich aufrecht hin, räusperte sich, atmete tief ein und setzte zu einer wichtigen Verlautbarung an: ‘Weil alle, die das Bier, und wenn es auch noch so klein ist, nicht ehren und Dr. Who nicht schätzen, unwürdig sind.’

‘Was ist denn Dr. Who?’ fragte die Ische ihren Freund.

Der Nerd blickte die nervigste Kundin des heutigen Tages an, als würde er sie ernsthaft versuchen mit Blicken töten zu wollen, dann hob er dramatisch die Hand, so wie es Darth Vader getan hätte.

‘Man soll den Priester in der heiligen Messe ja nicht unterbrechen, aber du hast Firefly vergessen!’ rief Frau Nerd über ihren Absinthe Sprite hinweg.

Der Nerd holte wieder Luft und setzte erneut zu einer Rede an: ‘Weil alle, die das Bier, und wenn es auch noch so klein ist, nicht ehren, Dr. Who nicht schätzen und Firefly nicht lieben, unwürdig sind.’

‘Was ist denn Firefly?’

‘Jetzt schlägts aber 13!’ schrie der Nerd die Ische nun an und nahm ihr ohne einen weiteren Kommentar das Bier ab, dass sie eh noch nicht bezahlt hatte und exte es mit einem Zug. Dann zeigte er einfach wieder zur Tür, ohne ein weiteres Wort darüber zu verlieren.

Die Ische hatte fast ein bisschen Pippi im Auge und Frau Nerd hatte ein Einsehen mit dem armen Ding. ‘Ich geb dir mal nen Tipp!’ meinte sie ruhig zu der Ische. ‘Wenn sich zwei Männer über Firefly unterhalten, dann lächle freundlich, halt deine Zuckerschnute und nicke wenn man dir eine Frage stellt!’

‘Ja, aber sie ist doch eine Frau.’

‘Nein, sie ist keine Frau! Sie ist ein Nerd!’

‘Aber auf ihrem Shirt steht Vera!’

‘Vera ist eine Callahan Großkalliber Auto-Lock mit modifizierten Abzug und Doppellauf!’ erklärt der Nerd und die vermeintliche Vera blickte ihn etwas verklärt an, ihr Mund formte ein paar Worte, die ihr geschmeidig aber ohne einen Ton zu erzeugen über die Lippen glitten: ‘Willst du mit mir zusammen Star Wars ansehen?’ Der Nerd zwinkerte ihr zu und wurde dann aber unterbrochen, bevor er etwas erwidern konnte.

Und was ist mit Starship Troopers?’ fragte der Freund von der Ische in die Runde.

‘Gibts da nicht einen 2. Teil?’ fragte die Ische.

‘ES GIBT KEINE FORTSETZUNG VON STARSHIP TROOPERS!’ riefen der Nerd, Vera und ihr Typ gleichzeitig.

Die Ische rang mit ihrer Fassung und bevor sie endgültig zu weinen begann, meinte der Nerd: ‘Vorschlag zur Güte: Du lässt deinen Typen sein Lieblingsbier trinken, wann immer er will. Ihr fahrt jetzt heim und schaut euch Firefly an und wenn ihr mit allen Teilen fertig seid, dann schaut ihr euch Serenity an und wenn ihr am Ende geweint habt, dürft ihr wieder kommen!’

Der Typ exte sein Astra, legte 4 Euro auf den Tisch und dann gingen sie wortlos nach Hause.

‘Die sehen wir nicht wieder!’ meinte Frau Nerd.

‘Und wenn schon!’

‘Zahlen!’

‘Wie? Du willst schon gehen?’

‘Hab noch ein Date!’

‘Ohne mich!’

‘Ja, Dr. Who ist immer so eifersüchtig!’

‘Ich dachte wir wollten Star Wars ansehen und in Gefilde vordringen, die noch nie ein Mensch zuvor erlebt hat?’

(Ähnlichkeiten mit Personen aus dem realen Leben sind in einer fiktiven Geschichte gar unmöglich und somit reiner Zufall.)

Nerdgeschoss: Beziehungsdialoge

Nerdgeschoss: Beziehungsdialoge

aus längst vergangenen Tagen:

DSC04417‚Boa, sag mal! Du kannst doch jetzt nicht aufstehen.‘

‚Ich muss eine Rauchen!‘

‚Aber der Film ist noch gar nicht zu Ende.‘

‚Ist er wohl!‘

‚Aber nach dem Abspann kommt noch was.‘

‚Wer sagt das?‘

‚MARVEL sagt das! Du kannst doch nicht mitten in einem MARVEL-Film aufstehen und rauslaufen, bevor der Abspann durch ist!‘

~*~

‚Bock auf ficken?‘

‚Du wolltest doch unbedingt Star Wars anschauen!‘

‚Aber Ficken geht doch auch, während Star Wars läuft.‘

‚Na gut. Aber kannst du wenigstens den Laptop ausmachen!‘

‚Wieso, für die 3 ½ Minuten brauch ich doch meinen Laptop gar nicht runterfahren!‘ dachte SIE sich, zog sich gelangweilt aus, griff nach ihrem Vibrator und blickte weiter auf den Fernsehbildschirm.

Das Leben als Nerd ist nicht leicht? Pah! Das Leben als weiblicher Nerd ist grausam und unverstanden!

Die Sprechstunde ist schon längst vorbei…Du Spasti!

Die Sprechstunde ist schon längst vorbei…Du Spasti!

astraKommt eine Frau in eine Bar, stellt ihre Handtasche auf den Tresen, zieht einen Kugelschreiber aus der Jackentasche und legt ab.

An ihrer Bluse hing noch ein Namensschild vom Klinikum gegenüber. Ein Stammgast, der schon sichtlich betrunken zu sein schien, blickte ihr ziemlich auffällig auf die Brüste und versuchte tatsächlich ihr Namensschild zu lesen.

‚Frau Dr. Anita Lagleder, Sexualtherapeutin.‘

Der Betrunkene brauchte einen Moment um eine Frage zu formulieren und er brauchte noch einen Moment länger, bis seine betrunkene Zunge die Worte formen konnte.

‚Sexualtherapeutin, alles klar!‘ rief er und prostete ihr zu. ‚Sagen Sie mal, meine Frau hat Orgasmusschwierigkeiten, was kann man da tun?‘

Sie hatte ein Paar Worte auf den Lippen, die sie dann aber doch herunter schluckte und beließ es bei einem blöden Grinsen, während sie nur dachte: ‚Sie mal ordentlich durch ficken!‘

Dann hob sie eine Augenbraue, schob ihre Brille ein Wenig von der Nase, um den Betrunkenen über den Brillenrand hinweg besserwisserisch anzublicken: ‚Machen Sie doch mal das Radio an, bevor Sie mit ihrer Frau intim werden.‘

‚Intim werden? Wenn Sie das so sagen, bekomme ich gleich Orgasmusschwierigkeiten!‘ lallte der Betrunkene viel zu laut. Der Barkeeper blickte auf und ging kopfschüttelnd ins Hinterzimmer.

‚Aber Sie sind schon anwesend, wenn Ihre Frau Orgasmusschwierigkeiten hat?‘ fragte die Frau und betete inständig darum, der Barkeeper möge ihr ein obligatorisches Feierabendbier bringen.

‚Aber klar! Was meinen Sie denn?‘

‚Sie glauben gar nicht, was ich in meinem Beruf tagtäglich zu hören bekomme.‘

‚Ehrlich, was denn zum Beispiel?‘

‚Schweigepflicht!‘

‚Ahso!‘

‚Aber machen Sie mal den Radio an oder legen Sie eine gute CD ein, bevor Sie es ihrer Frau besorgen!‘

‚Wir haben aber gar keinen Radio im Schlafzimmer!‘

‚Sehen Sie, da haben wir ja schon das Rätsels Lösung. Kaufen Sie einen Radio!‘

‚Kann ich nicht einfach den Fernseher anmachen?‘

‚Ja, könnte auch klappen!‘ meinte sie und fuhr dann mehr zu sich flüsternd fort: ‚Bei Star Wars zum Beispiel.‘ Sie hatte eigentlich so leise geredet, dass ihr Gegenüber es eigentlich nicht hätte hören können, aber sogar der Barkeeper am anderen Ende der Bar fing breit zu grinsen an, als sie das gesagt hatte. Der Barkeeper muss mehrsprachig Lippenlesen können. Er bewegte den Mund ohne zu sprechen und seine Lippen formten die Worte: ‚Star Wars?‘ begleitet von einem fragenden, frivolen Grinsen.

Sie lächelte ihm über die Brille hinweg an und formte mit dem Mund ohne zu sprechen: ‚Kriegt man in dem Saftladen auch was zu trinken?‘

‚Bier?‘ kam wortlos gegrinst zurück.

Sie nickte. Wie als hätte der Barkeeper das Beamen erfunden, stand der Barkeeper plötzlich vor ihr und ratterte sämtliche Biersorten runter und grinste sie dabei an. Ihr Mund formte das Wort: ‚Astra!‘

Der Betrunkene war anscheinend eine Weile eingenickt und als er den Kopf hob, rief er lachend: ‚Star Wars?! Nicht ihr Ernst!‘

‚Also bei mir funktioniert Star Wars immer!‘ grinste sie den Barkeeper an.

‚Na, dann möge die Macht mit Erner ein!‘ lallte der Betrunkene.

‚Danke und was machen Sie eigentlich beruflich?‘

‚Ich bin KFZ-Mechaniker, warum?‘

‚Ach wissen Sie, mein Auto rumpelt!‘

‚Ja, schön für Sie!‘

‚Sehen Sie, ich hab auch grad Feierabend und werde mit den sexuellen Unzulänglichkeiten Wildfremder belästigt…‘

Der Barkeeper brachte das Astra und meinte zu dem betrunkenen Stammgast: ‚Die Sprechstunde ist schon längst vorbei, Du Spasti!

Ich suche einen Mann…Teil 15 Mein Lingam

Ich suche einen Mann…Teil 15 Mein Lingam

IMG_2913Ich suche Den Lingam besser bekannt als Der phantasmagorischen Überpenis für meine Yoni. (Und so groß, wie man vielleicht denken mag, muss er vielleicht gar nicht sein, funktionieren sollt er halt!) Also an dem für mich passenden Penis sollte ein sexuell aufgeschlossener, möglichs unbehaarter Mann angewachsen sein, der sich nicht vor dem Esoterischen scheut und sich mit mir und Star Wars auf die Suche nach meinem verschollenen Orgasmussatz macht. Außerdem möchte ich als Sexuallebensberaterin meine Künste an meine weniger gesegneten Mitmenschen weitergeben, weil ich finde ‚Nacht und Nackt Atmen!‘IMG_9878 sollte man der Menschheit nicht vorenthalten. Schließlich habe ich ja einen Bildungsauftrag.

Anmerkung: Dies ist der 15. Teil einer völlig ernst gemeinten Bekanntschaftsanzeige von mir, Callabutterfly, und eine Ode an meinen Traummann, den ich mir grad versuche zu basteln.

Zuschriften bitte via Facebook/Callabutterfly per PM

Irgendwo in Gallien…

lichtungIrgendwo in Gallien, unweit eines kleinen Dorfes, in einem kleinen Wäldchen. Eine Gruppe Druiden stehen um einen Steinkreis und summen und wedeln mit Sicheln und Mistelzweigen. Eine Kohorte Römer marschiert auf den Steinkreis zu.
Ein älterer Druide dreht sich zu den Römern um, winkt ab und flüstert: ‚Das sind nicht die Druiden, die ihr sucht.‘
‚Das sind nicht die Druiden, die wir suchen.‘ antworten die Römer im Chor.
‚Weiter gehen!‘
‚Weiter gehen, los weiter gehen!‘

24

24

image002Ich wache auf… von einem Orgasmus! Man muss das ein Hammertraum gewesen sein. Ich dachte ich träume, aber nachdem ich von meinem eigenen Stöhnen aufgewacht bin, war er doch real genug. Ich kann mich an den Traum nicht erinnern, ich kann mich nur erinnern, dass jemand einen Schlüsselsatz zu mir gesagt hat, der dann die Körperreaktion ausgelöst zu haben scheint. Bäm! Ist ja fast wie Weihnachten und Neujahr…

Als ich dann mit einem Lächeln auf den Lippen meine Augen öffnete, beschlich mich das dumpfe Gefühl, dass irgendjemand die Adventskalendertür für den 24. bereits geöffnet hat.

Ding Dong, die Iluminaten. Nein. Ich nicke wieder ein und träume wohl wieder, weil ich in meinem Adventskalender einen riesigen Raum sehe, am Ende sehe ich einen Tempel, Flammen züngeln heraus. Ich komme mir gerade vor wie bei Ghostbusters und ich bin der Torwächter, und blicke in meinen Kühlschrank und warte ganz inbrünstig auf meinen Steuerberater, der Schlüsselmeister. Oder bin ich schon wieder in der Matrix? Und ehe ich mich versehe, ist es wirklich so als würde ich in einen Kühlschrank sehen und am Ende ist nicht Zuul und auch nicht der Schlüsselmeister, nein es ist ein obszönes Pilzgewächs und es spricht mit mir: ‚Sieh was du verloren hast ist zurückgekommen, nun hast du sie wieder alle beisammen..!‘

Ich wache schreiend auf und blicke auf meinen Adventskalender, den ich vom Büro mitgenommen habe, damit ich an diesem legendären Tag, mein 24. Adventskalendertürchen selber öffnen kann.

Alle Türchen stehen offen, bis auf Eines, dass steht nur halboffen. Wer hat von meinem Adventskalender gegessen? Ich ziehe den Adventskalender zu mir heran und blicke in das 24. Türchen und erblicke einen weiten Raum. Flammen züngeln heraus und am Ende über einem Art Altar hängt ein Plakat. Und eine Leuchtschrift kommt auf mich zu, nicht so wie bei Star Wars, aber so ähnlich. Éí ‚Aaníígóó ‚Áhoot’é … die Leuchtschrift verschwindet wie ein Grinsen, bevor sie das Türchen erreicht hat…auf dem Plakat steht ‚I want to believe‚!

Ja, ich würde auch gerne Glauben, dass ich noch träume oder dass ich endgültig den Verstand verloren habe. Ich werfe meinen Adventskalender weg, nicht dass noch mehr aus dem Adventskalender raus kommt. Heute ist Weihnachten und dann hat der Spuk ein Ende. Der Adventskalender purzelt über die Bettkante und ich höre, wie er auf etwas Weiches fällt.Vorsichtig blicke ich über die Bettkante. Muss von unten wie Kilroy aussehen. Kilroy was here… alles klar. Der Adventskalender wird gerade unter mein Bett gezogen. Die sockenfressende Spinne existiert doch noch! Ich höre noch einen schrecklichen Rülpser und ein alter Pizzakarton fliegt unter dem Bett hervor. Ist ja wie bei einem Sarlacc. Ich kann mich nämlich nicht erinnern, wann ich das letzte mal eine Pizza mit Karton bestellt habe. Die Pizzaschachtel wurde wahrscheinlich schon seit einer halben Ewigkeit unter qualvollen Schmerzen langsam verdaut. So sieht sie nämlich auch aus.

Ich kann meine Neugierigkeit kaum bremsen, mit einer Nagelfeile und einer Häkelnadel bewaffnet, versuche ich nach dem Pizzakarton zu hangeln und öffne ihn eher versehentlich.

Und was ist das? In dem fast verdauten Pizzakarton ist mein lange Zeit verschollenes, angebissenes Käseschinkentoast – Taufrisch, nicht bepelzt oder bepilzt und lächelt mich obszön nickend an…ich habe sie endlich wieder alle beieinander. Alles ist gut, auch wenn ich immer noch keine Weihnachtsgeschenke gekauft habe, es ist alles gut.
In 24 Jahren zur absoluten Nerdhaftigkeit und bis zur Unendlichkeit und immer weiter…

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