Glückskeks Calling Episode 5

Glückskeks Calling Episode 5

imm034_32Ich wache auf und wundere mich. Ich sitze an einer Bushaltestelle und muss wohl eingenickt sein. Ein laues Lüftchen weht um meine Waden und es fröstelt mich.

Seit wann lungere ich denn an irgendwelchen Bushaltestellen herum? Und wo ist mein Auto? Ich blicke mich um und es ist außer mir und dem Bushäuschen keiner da.

Lauthals gähnend krame ich in meiner Handtasche nach meinem Handy, mal sehen, wann der nächste Bus geht. Generation Smartphone lässt grüßen, könnte ja auch auf dem Fahrplan schauen, wann der nächste Bus kommt und da steht dann auch wo ich bin.

Und nachdem ich mein Handy auch nicht finden kann, tue ich das sogar. Es war kein Fahrplan da, noch nicht mal eine Anschlagtafel. Hm. Ich finde auch keinen Fahrplan, als ich das Bushäuschen zum 5. Mal umrundet hatte. Das wird doch nicht wieder eine Fakehaltestelle sein?

Ich blicke mich um, rund um mich herum ist nichts außer abgeerntete Felder und verdammt viel Batz und die Straße.

Da kann ich mich nur an die Straße stellen, den guten alten Daumen raushalten und bis zum Sankt Nimmerleins Tag warten oder ‘I’m walking’ machen und hoffen, dass bald eine Tankstelle auftaucht, oder wenigstens ein Haus mit einem Telefon. Nur wen rufe ich an? Ich checks halt mal wieder nicht, was eigentlich los ist. Nicht, dass mir wieder jemand K.O. Tropfen in meinen letzten Drink gekippt hat. Hm.

Ich habe keine Ahnung, mein allgemeiner Gesundheitszustand fühlt sich gerade nicht so an, als hätte ich einen Drink mit Schuss genossen und mein Körper fühlt sich auch nicht so an, als wäre er in jüngster Vergangenheit genossen worden. So’n Mist.

Ich begebe mich auf Urschachenforschung und kippe den Inhalt meiner Handtasche einfach auf die Straße. Ist ja eh keiner hier, also krame ich in der Vergangenheit und finde keine wirklichen Anhaltspunkte. Das Einzige was mich echt stutzig macht, ist dass ich einen weißen Handschuh trage. Bin ich jetzt unter die Teilzeit-Butler gegangen?

Ich hör ein Auto in der Ferne mit einem echt gutem Sound und blicke auf, während ich meine Sachen wieder in die Handtasche zu stopfen versuche.

Es hält ein schwarzer 1967 Chevy Impala mit bekanntem Inhalt vor meiner Nase. Danke, es muss November sein.67schw

Und als Sam die Tür öffnet, drischt er mir die Tür voll auf den Schädel und ich mache einen Ausflug ins Traumland. Anmerkung: Der November scheint schon vorbei zu sein. Warum immer ich? Nicht, dass ich höchstwahrscheinlich vorher schon geträumt habe, weil in welchen meiner Leben kommt wirklich ein 1967 Chevy Impala vorbeigerauscht, der auch noch schwarz ist? Und wieviele Mädchen würden ihre Seele dafür geben, dass sie von Sam niedergeschlagen werden?

Ganz weit entfernt, kann ich jemanden reden hören:

‘Saubere Arbeit, Sam! Die hast du mal voll erwischt!’

‘Dean, es könnte einfach nur eine zufällige Passantin sein.’

‘Schau dir die Gegend doch mal an, hier ist weit und breit nichts außer Matsch!’

‘Vielleicht wartet sie auf jemanden?’

‘Auf wen? Auf den Weihnachtsmann? Lassen wir sie liegen, wir haben zu tun!’

Ich höre, wie eine Augenbraue hochgezogen wird.

‘Ist ja schon gut, lass sie uns ins Auto schaffen und zum nächsten Arzt fahren!’

Ich werde mehr geschoben als ins Auto getragen und Dean sammelt wohl meine Habseligkeiten von der Straße auf.

‘Was die für einen Scheiß in ihrer Handtasche hat…. Ui, Sam, schau mal, was ist das?’

Oh nein, er hat meinen Notfalltanga entdeckt!?!

‘Die Lady war nicht zufällig hier, die hat auf uns gewartet!’

Ich drifte völlig weg und wurde erst wieder wach, als ich eine Ladung Wasser ins Gesicht geschüttet bekam.

‘Sie ist schon mal kein Dämon, Sam!’

‘Dean, du bist sowas von paranoid!’

Ich bekam irgendein Putzmittel in die Fresse geschüttet, es brannte wie die Hölle und ich schrie wie am Spieß.

‘Ich habs dir doch gesagt, dass es ein Leviathan sein muss!’ rief Dean ganz aufgeregt und ich konnte ein großes Messer hören, dass aus einer metallernen Scheide gezogen wurde. Wahrscheinlich war es ein Bajonett. Bevor sie mir den Schädel runterschlagen konnten, konnte ich sie zumindest noch anschreien: ‘Ihr Penner, hab ihr euch schon mal überlegt, dass es Menschen gibt, die Allergisch reagieren, wenn ihr ihnen so ne Domestosplörre in die Fresse kippt. Habt ihr noch alle beieinander, ich glaub es hackt…’ Ich befreite mich von der dilettantischen Fesselung und versuchte aufzustehen, da ich aber nichts sehen konnte, weil meine Augen zugeschwollen waren, stolperte ich einem von den Beiden schreiend in die Arme. ‘Und fesseln könnt ihr auch nicht!’

‘Steht über Allergiker was in Dad’s Tagebuch?’ frug Dean seinen Bruder.

Ich röchelte nur noch: ‘Wasser, Handtasche!’

Ich bekam wieder einen Schwall Wasser ins Gesicht geschüttet und konnte zumindest die Augen wieder ein wenig öffnen. Dean hatte gerade meine Handtasche auf den Boden gekippt und zog zielsicher wieder meinen Tanga aus meinen Sachen, bevor er ein paar Tabletten fand.

‘Nein, bitte nicht die Durchfalltabletten!’ versuchte ich zu schreien. Sam hatte zum Glück die Antiallergika gefunden und nachdem ich mit drei erhobenen Fingern der Ohnmacht nahe zu Boden gesunken war, legte er mir 3 Tabletten unter die Zunge. Er tätschelte meine Wangen und hielt mir eine Flasche Wasser hin.

Als ich mich wieder einigermaßen gefangen hatte, meinte Dean zu mir: ‚Halt mal kurz!‘ Er drückte mir einen Silberlöffel in die Hand.

‚Boa, Alter! Ich bin kein Werwolf und du musst mir jetzt auch nicht mit einem Kreuz aus Knoblauch kommen. Ich bin ein verdammter Nerd, der von einem winterlichen Glückskeksfluch befallen ist.’ schrie ich aufgebracht und warf ihm den Silberlöffel hinterher.

‘Sam, steht in Dad’s Tagebuch etwas über Glückskeksflüche?’

‘Nein, aber über Nerds hab ich was reingeschrieben!’ meinte Sam, blätterte durch das Tagebuch und machte Anstalten etwas vorlesen zu wollen.

‘Ich weiß was Nerds sind, die Liverollenspiel Nummer hat mir gelangt.’

‘Danke dafür, ich hab mich weggeworfen vor lachen!’ kicherte ich und hatte endlich Zeit mich ein wenig umzusehen. Wir waren an einem Ort, wo man meine Schreie bestimmt nicht hören würde. Es war alles ziemlich runtergekommen und das spärliche Licht, dass durch die Fenster hereinkam, war nicht der Rede wert.

‘Wie, du hast dich weggeworfen vor lachen?’ wollte Sam ziemlich herrisch wissen.

‘Ja, als ich mir die Folgen auf DVD angeschaut habe und ich liebe es, wenn du so herrisch bist, Sam!’ kicherte ich wieder.

‘Das kommt mir irgendwie ziemlich bekannt vor!’ rief Dean und plötzlich sprang ein Funke über und wir plapperten beide los, wie aus einem Mund: ‘Sam Winchester schminkt sich…Sam Winchester weint, wenn er Sex hat…Sam Winchester hat ein Lineal im Bett und jeden morgen wenn er aufwacht…!’

‘Okay, Okay, es reicht!’ schrie Sam und war sichtlich angepisst von unserem Ausbruch. Er atmete tief durch bevor er fortfuhr: ‘Es gibt uns also auf DVD? Wir müssen Chuck finden, wenn wir wieder in den Staaten sind.’

‘Ich hoffe ich werde von Karl Urban gespielt?’ meinte Dean und strich sich die verstrubbelten Haare zurück.

‘Darf ich von meinem Recht gebraucht machen, die Aussage zu verweigern und eine Frage stellen?’ meinte ich und grinste sie an.

Beide nickten neugierig und ich schoss wie aus der Pistole geschossen los: ‘Was, bei allen guten Geistern macht ihr in einer so gottverlassenen Gegend?’

‘Wir sind nach Bayern gekommen, weil wir von einem seltsamen Vorkommen gehört haben!’

‘Wie, dass man hier nach 2 Maß noch fahren darf!?’

‘Mass?’ wollte Dean wissen.

‘Maß, ist die Maßeinheit für 1 Liter Bier in Bayern, Dean!’ maßregelte Sam seinen Bruder.

‘Ja, Oktoberfest! Oans, Zwoa, Gsuufah!’ rief Dean und machte Anstalten einen Schuhplattler zu beginnen. Hoffentlich hat der Glückskeks bald ein Einsehen mit mir und beendet diesen Traum, bevor es noch merkwürdiger wird.

‘Eigentlich suchen wir nach dem Erben der Werwolfsbrigade!’ meinte Sam eher beiläufig.

‘Die Nazis sind alle tot, du Spasti! Habt ihr die Zeitung nicht gelesen? Das sind nicht die Werwölfe, die ihr sucht. Es war alles nur eine riesige Drogenparty und eins rate ich dir, raus aus meinem Kopf und raus aus meinem Plot!’

‘Volltreffer, Schätzchen! Jetzt erzähl uns alles!’ meinte Dean und hielt mir ein japanisches Bajonett aus dem 2 Weltkrieg unter die Nase.

‘Damals im Ferienlager…!’ begann ich und grinste sie saublöd an.

‘Das hab ich nicht gemeint! Was ist nun mit der Werwolfsbrigade?’ herrschte mich Sam wieder an und ich muss zugeben, dass mir so ein Bisschen mein Höschen volllief.

‘Jetzt nochmal langsam und zum Mitschreiben. Steckt die Nase mal lieber in eure Angelegenheiten und haltet euch aus meinem Plot raus, das Con ist längst vorbei und wer nicht da war, ist selber schuld.’

‘Con?’ fragte Dean und zog eine Augenbraue hoch.

‘Con, die! Abkürzung für Convention…!’ rezitierte Sam aus Dad’s Tagebuch.

‘Ich versteh kein Wort!’ pienzte Dean rum und fuchtelte wieder mit seinem Bajonett vor meiner Nase rum.

‘Larp – Life Action Role playing, Dean!’

‘Ach, du bist Larper!?’

‘Was ist denn das für ein Genremix?’ witzelte Sam und grinste das erste Mal in diesem Traum.

‘Das ist der – ich schieb dir die Faust bis zum Anschlag in den Arsch, wenn du nicht die Finger von meinem Plot nimmst-Genremix!’

‘Ist ja schon gut! Hier gibt es also nichts Außergewöhnliches?’ wollte Sam noch wissen.

‘Bis auf die Nummer mit dem Glückskeksfluch, nichts! Aber das könnt ihr in meinem Blog nachlesen, ihr müsst nur Sparklefool und/oder Glückskeks Calling googeln. Und nix füar unguat…’

In dem Moment wache ich auf, weil ich wieder Wasser in die Fresse geschüttet bekomme. Diese unfreiwillige Dusche will gar nicht mehr aufhören und als der Wasserstrahl endlich versiegte, befand ich wieder an der Bushaltestelle und ich blickte wie ein begossener Pudel den Rücklichtern eines Busses hinterher.

Es ist kein FortunecookieFluch, nein es muss eine großangelegte Verschwörung sein, oder kann mir jemand erklären, warum mir immer so eine Scheiße passiert und warum ich immer so bescheuerte Glückskekssprüche bekomme. Nicht dass ich laut meinem Dezember-Glückskeks bis November warten muss, dass endlich etwas Wundervolles in meinem Leben passiert. Mein Neujahrs-Glückskeks versprach mir, dass ich bald etwas bekommen würde, was ich mir schon lange gewünscht habe. Der Wasserschaden stand genausowenig auf meinem Wunschzettel, wie ein kaputter Kühler! Danke Glückskeks! Und dann der Oster-Glückskeks mit leichter Verzögerung: ‚Dein Wunsch wird nach einer kurzen Verzögerung erfüllt werden!‘

Kurze Verzögerung? November? Ich glaub es hackt! Ich komm mir vor wie auf einem Bahnsteig und die nette Dame von der Bahn teilt allen Wartenden eine kurze Verzögerung mit. Jetzt ist der nächste November vorbei und der Einzige der mir ins Gesicht spritzt ist der vorbeifahrende Bus. Ich bin in einer Glückskekswarteschleife gefangen, holt mich hier raus!

Die Frau mit dem pinken Regenschirm schlägt zurück

Die Frau mit dem pinken Regenschirm schlägt zurück

endeDer Regen hatte für einen Moment nachgelassen und die Frau mit ihrem pinken Regenschirm kam wieder die Straße entlang gelaufen. Sie hatte es wieder eilig und sie blickte ziemlich genervt in den Himmel. Es standen immer noch schwarze, schwere Wolken am Himmel und sie wollte nicht nochmal nass werden heute.

Da stand wieder dieser Mann am Straßenrand mit einem Schild in der Hand: ‚Gott liebt dich!‘

Sein Mantel schien nicht nur aus der Kleidersammlung zu stammen, er war immer noch pitschnass. Scheinbar hatte er sich nicht von der Stelle bewegt, seit dem sie vor Stunden hier schon mal lang gekommen war.

‚Das Ende der Welt ist nahe!‘ zischte er ihr zu und hielt sie wieder auf, in dem er ihr eine frische Broschüre hinhielt.

‚Ich weiß, ich weiß! Sie als bibelglaubender Christ glaube daran, dass Ihr zentrierter Geist in das Reich Gottes einfährt, denn Ihre Gebete sind die Leidenschaft armer Seelen und Ihr Lobpreis singen Sie nur zur Anbetung an Gottes Klang. Ihre Jüngerschaft ist die visionäre Leiterschaft für aufopferungsvolles Geben und ihre Verpflichtung den großen Auftrag zu erfüllen. Die Vision Unerreichtes zu erreichen und die gute Nachricht des Reich Gottes mitzuteilen!‘ rezitierte sie und blickte dem alten Mann dabei tief in die Augen.

‚Ihr faselt, Ungläubige! Ihr sollt euch nicht wenden zu Geisterbeschwörern und Zeichendeutern, die mit Dämonen verkehren, auf das ihr nicht an ihnen unrein werdet!‘ rief der Mann und erhob den Finger gen Himmel.

‚Ich kenne Ihre Bibel sehr gut. In der Nacht ihres Gelobens soll sich die Frau dem Manne öffnen, wie die Ackerfurche dem Pfluge, er soll in ihr arbeiten, wieder und wieder, solange bis sie ihn zu Fall bringt und auf dem Schweiß ihrer Brust Kräfte sammeln lässt!‘ meinte die Frau fast beiläufig und machte sich daran einfach weiter zu gehen.

‚Das hat dir der Teufel gesagt!‘ schrie der Mann völlig außer sich und spuckte dreimal auf den Boden, dreht sich dann im Kreis und kreischte wie ein Wahnsinniger.

‚Beetlejuice, Beetlejuice, Beetlejuice?‘ schrie sie ihn an, aber nachdem ihre Worte bei ihm anscheinend keine Wirkung zeigten, drehte sich dann einfach um und lief weiter.

‚Denn wer in fremden Zungen redet, ist außer sich, er scheint von einem fremden Geist besessen zu sein!‘ schrie de Mann hinter ihr her.

‚Papa a lăsat câinele singur în grădină și grădinar a futut câinele! Grădinarul a futut de câine, și Papa este de vina!‘ rief die Frau immer wieder und lief einfach weiter. Sie höre, dass der alte Mann ziemlich flink hinter ihr her rannte.

‚Exorcizamus te, omnis immundus spiritus, omnis satanica potestas, omnis incursio infernalis adversarii, omnis legio, omnis congregatio et secta diabolica. Ergo Draco maledicte, ecclesiam tuam secura facias libertate servire. Te rogamus, audi nos.‘ fing der Mann an einen Exorzismus zu zitieren.

Die Frau drehte sich um und lachte den alten Mann an: ‚Behandle jeden Menschen so, wie auch Jesus ihn behandeln würde!‘ Sie riss ihre Bluse auf und zwischen ihre Brüsten baumelte ein antikes Kreuz.

Der Mann brabbelte weiter den Exorzismus runter. ‚Exorcizamus te, omnis immundus spiritus, omnis satanica potestas, omnis incursio infernalis adversarii, omnis legio, omnis congregatio et secta diabolica…!‘

Sie hob das Kreuz vor den alten Mann und meinte lässig und völlig ruhig: ‚Alter Mann, zu viel Supernatural gesehen? Der richtige Exorzismus geht nämlich so: Exorcizamus te, omnis imunde spiritus, omnis Satanica potestas, omnis incursio infernalis adversarii, omnis legio, omnis congregatio et secta Diabolica, in nomine et virtute domini Jesu Christi eradicare et effugare a dei ecclesia, ab animabus ad imaginem dei conditis ac pretioso divini agnis sanguine redemptis.‘

Der alte Mann riss eher ungewollt den Rachen auf und schwarzer Rauch strömte aus seinem weit auf gesperrten Mund. Dann brach der Mann zusammen und die biblischen Broschüre von der Gemeinschaft zur Lobpreisung des Klang Gottes verstreuten sich über die Straße.

‚Anfänger!‘ meinte die Frau kopfschüttelnd und ging gemütlich weiter die Straße entlang, spannte den pinken Regenschirm auf und pfiff ein bekanntes Kirchenlied.

Es regnete gar nicht…

Filmeouting 2.0

Filmeouting 2.0

DSC04417Vielleicht ist es euch schon aufgefallen, aber manchmal komme ich mir wie ein wandelndes Filmzitatelexikon vor. Woher wird das wohl kommen? Ich blicke auf mein Regal, das bis unter die Hutkrempe mit DVDs und Videos vollgestopft ist. (Ja, ich besitze noch Videos und ich habe sogar noch einen Videorekorder!) Ihr merkt also, ich war eines dieser Kinder, das mehr Hausarrest statt Fernsehverbot bekommen hat. Und obwohl wir früher nur 3-5 Sender hatten, ist so ein harter FilmNerd aus mir geworden. Dann legen wir mal los…

Wenn ich nicht schlafen kann, schaue ich mir Sahara oder Miss Undercover an, weil ich dann sofort einschlafe, sobald der Vorspann durch ist.

Wenn ich mal heulen will, schaue ich mir nicht nur Der Schakal (wenn Bruce Willis stirbt, auch wenn er der Bösewicht ist.), 300 (‚Komm mit deinem Schild zurück oder darauf!‘), Star Wars III (Wenn Anakin stirbt und er dann zu Darth Vader gemacht wird. Das Einzige was mich von einem mittleren Nervenzusammenbruch abhält ist, die Padme-Sterbeszene, weil das ja zu erwarten war, sonst gäbe es die Teile IV bis VI nicht! Gut das mit Anakin war auch zu erwarten, aber das wie, macht mich echt fertig!) oder The Amazing Spider-Man (Auch wenn man die Dialoge alle schon kennt, ich muss da heulen wie Tobey Maguire, als er erfahren hat, dass er die Rolle nicht gekriegt hat.)

Bei Avatar krieg ich einen mittelschweren Nervenzusammenbruch, den kann ich mir leider nicht mehr anschauen. Bei Braveheart muss ich immer heulen, wenn das Liebesthema höre, auch wenn es in anderen Filmen vorkommt, was wirklich erschreckend oft der Fall ist. Einzige Ausnahme bei der Coverversion mit Gesang in Das Vermächtnis der Wanderhure, da musste ich meinen Brechreiz unterdrücken.

Ich habe aus Prinzip nie Titanic gesehen, würde aber Titanic II – Die Rückkehr anschauen, aber nicht kaufen. Obwohl ich Leonardo DiCaprio nicht ausstehen kann, habe ich mir eher unfreiwillig Inception (Wirklich bildgewaltig, der Film ist auch ein Grund warum ich mir irgendwann einen neuen Fernseher kaufen muss, aber dadurch, dass der Plot vorher durchgekaut wird, finde ich, bietet er für mich keine storymäßigen Überraschungen mehr.) und Shutter Island (Auch wenn die Hintergrundgeschichte schön recherchiert ist, wusste ich von Anfang an, dass da irgendwas nicht stimmt, weil ich ihm die Rolle des US-Marshals und Ex-Soldaten einfach nicht abgenommen hatte. Das könnte man als schauspielerisches Talent werten oder es ist purer Zufall!) angeschaut. Den einzigen Film in dem ich Leonardo DiCaprio das erste Mal als Schauspieler akzeptiert habe, war Blood Diamand. (Den werde ich mir irgendwann auch mal kaufen!)

Einer meiner Lieblingsfilme ist nicht nur Starship Troopers, Alien(s) und/oder/vs Predator sondern auch Im Land der Raketenwürmer, Demolition Man, Dark Angel (1990) oder Alone in the Dark. Meine Sammlung besteht größtenteils aus einzelnen Perlen der Filmkunst. (Dänische Delikatessen, Fargo – Blutiger Schnee, Fido, Shortbus, Very Bad Things, American Psycho usw.) Und langsam kann ich da echt stolz drauf sein. Auch wenn manche Filme ganz schön trashig sind. Ich sag nur Orcs oder Chicken Park.

Als 14jähriges Mädchen (mit roten Zöpfen) habe ich meine Liebe zum klassischen Actionfilm entdeckt. Bin quasi mit Clint Eastwood, Arnold Schwarzenegger und Charles Bronson aufgewachsen und hab mich dann unsterblich in Bruce Willis, Dolph Lundgren und Jean-Claude van Damme verliebt. (Ja, Jean-Claude van Damme! Und dafür schäme ich mich nicht!) Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass meine Mutter mir mit 14 verboten hat Tango & Cash zu schauen, weil der ab 16 war und das verziehe ich ihr bis heute nicht. Mal ganz davon abgesehen, dass mich meine Eltern immer alles haben schauen lassen, solange sie dabei waren und Kurt Russell in Frauenklamotten hätte mich bestimmt nicht noch negativer beeinflussen können. Natürlich sind die Expendables Filme ein wahrer Hochgenuss für mich, nur dass mir fast die Tränen kommen, weil manche der alten Helden echt schon ziemlich verbraucht und alt aussehen. (Außer Bruce Willis natürlich!)

Wenn ich lachen will, schaue ich mir Wer früher stirbt ist länger tot, Mash (der Film) oder Star Trek (Ja der Neue! Ich mag den Film, auch wenn er es mit der Continuity nicht so hat. Hab es ja eigentlich immer ziemlich dick, wenn man mit der Vergangenheit, der Zukunft und mehreren Dimensionen herum pfuscht, weil das die beste Möglichkeit ist, ganz grobe Fehler zu machen, weil einem nichts besseres eingefallen ist oder nicht ausreichend über die Konsequenz von Zeitreisen nachgedacht hat.) an.

Faröhlich machen mich Serie wie Das Boot, Akte X, Walking Dead, Justified, Sons of Anarchie, Rom, Games of Thrones, Space 2063, Special Unit Two, Firefly oder Supernatural. Ich singe zum Fernsehfilm von 1966 – Die Schatzinsel oder zu Lexx gerne die Titelmelodie und das nicht nur in der Badewanne. Meine Nachbarn müssen mich nicht nur für ziemlich bescheuert halten, weil ich oft bis spät in die Nacht beim Schreiben mich von der Glotze berieseln lasse und oft einfach nur laut lachen muss. Wenn man sonst keinen Spaß im Leben hat. Was meine Nachbarn nur von mir halten. Die Frau Rösner sitzt bestimmt wieder nackt in ihrer Wohnung und lacht. So was!

Ich mag gewaltverherrlichende Filme wie Boondock Saints (1+2), Fight Club, Death Sentence oder The Punisher (1989) / Punisher Warzone. Obwohl ich einen unglaublichen Gerechtigkeitssinn habe, kann ich selber keiner Fliege etwas zu leide tun.

Ich bin ein unglaublicher Fan von Vampirfilmen, außer allen Filmen, die was mit Sparklefools und sonstigen Glitzerbeißdingern zu tun haben. (Nicht dass ich es nicht versucht hätte, aber da spiele ich lieber mit dem Glitzerbeißding [Entklammerer] in der Arbeit!)

Ich kann mich durchaus auch für Werwolf- und Zombiefilme begeistern. Wobei ich eigentlich immer für den Jäger bin. Nicht wie viele andere ‚Mädchen‘, habe ich keine Fantasien mit Vampiren (und/oder Werwölfen) Sex zu haben, außer bei Blade oder dem WerwolfVampirHybriden oder wenn ich sie dadurch besser umlegen kann. Für Sex mit oder gegen Zombies kann ich mich irgendwie noch nicht so wirklich erwärmen, aber mal sehen was die Zeit noch so bringt.

Ansonsten bin ich kein wirklicher Horror oder Splatterfan. Bin irgendwie bei Armee der Finsternis und Das Ding aus einer anderen Welt hängen geblieben. Nur so kleine Blüten wie Jeepers Creepers können mich erheitern. Da bin ich auch ausnahmsweise für den Dämon, der will ja nur seinen Job machen.

Comicverfilmungen haben mich schon seit Punisher (1989) sehr begeistert. Den habe ich auch so mit + – 15 gesehen und der hat mich doch auch nachhaltig geprägt. Was wir seit dem alles mitmachen mussten, bis uns DC und Marvel endlich unsere Vorstellungen so halbwegs erfüllen würden. (Ich würde auch nicht zwischen DC oder Marvel wählen wollen, haben sie doch beide ihre Perlen und einen Platz in meinem Regal!) Wir kommen dem, was in meinem Kopf beim Lesen der Comics vorgegangen ist, immer näher! Danke mal dafür! Und danke für The Amazing Spider-Man.

Filme mit historischen Hintergrund haben einen Platz in meinem Herzen, genauso wie der gute alte Fantasyfilm Willow, Die Legende, Reise ins Labyrinth oder der Dunkle Kristall.

Pathfinder und Outlander sind neben Erik der Wikinger und Der 13. Krieger meine liebsten Wikingerfilme, obwohl sie richtig unauthentisch sind. Es ist mir meistens auch völlig egal, ob die Filme nun authentisch sind oder nicht. Weil wer kann schon sagen, was damals wirklich passiert wäre.* Auch wenn mir bei Römerfilmen (Adler der neunten Legion) halb einer abgeht (Sofern das Mädchen überhaupt möglich ist!), wenn eine originalgetreue Nachbildung einer Damendorfhose ins Bild stolpert! (Römerfilme-Outing coming soon!)

*Wo wir wieder bei SiFi wären. Es gibt nur einen Teil von Starship Troopers (und Highlander), weil es kann nur Einen geben. Bin natürlich von Raumschiff Enterprise, Next Generation und Babylon 5 sehr geprägt worden. Auch da kann ich mich nicht recht entscheiden, also werde ich es auch nicht tun. Die Alien(s) und/oder/vs Predator-Filme werde ich wahrscheinlich mit in mein Grab nehmen, wobei ich noch einen Tipp abgeben möchte: Pandorum sag ich nur, ein absolutes Muss! Ihr habt den Film bestimmt schon mal in der Hand gehabt und nicht gekauft. Den werd ich auch mit in mein Grab nehmen. Hm. Muss mir überlegen was so ein Mausoleum kostet, damit ich alle meine DVDs mit ins Grab nehmen kann.

Ich habe mir bei Event Horizon fast in die Hose gemacht vor Angst und nach The Cell, bin ich mit 180 (eher 140) nach Hause gefahren und hab mich unter meiner Bettdecke versteckt. Nach Eden Lake kann ich glaub ich nie mehr ohne Waffengewalt zelten. Manche Szene von Matrix (1) und From Dusk Till Dawn und Pathfinder habe ich mir in Zeitlupe angesehen. Ich habe eher unabsichtlich die Schwänze in beiden Staffeln Rom gezählt und man sieht tatsächlich nur 4 unerigierte Schwänze, wobei Einer vom jungen Cäsarion ist, Einer vom Brutus, als er ins Wasser ging und sich doch nicht umbrachte, Einer vom Marcus Antonius, als er sich im Hof waschen lies und von dem Liebessklaven mit den hässlichen Fußnägeln. Wo ich doch alles dafür tun würde, den Penis von Titus Pullo zu sehen. (Wo mich doch die Männerfreundschaft von Titus Pullo und Lucius Vorenus wirklich zu Tränen gerührt hat.) Als Penisforscherin habe ich natürlich auch Hollowman in meiner Sammlung und in Color of Night sieht man den Penis von Bruce Willis. Ich glaube nicht nur, ein Exemplar von Bernhard & Bianca zu besitzen, in dem Bilder von Schwänzen rein geschnitten worden sind, sondern auch, dass ich als kleines Kind genau diese Version einmal gesehen zu haben scheine und dass mich dieses Ereignis für mein Leben gezeichnet hat. (Zumindest wäre es eine halbwegs glaubwürdige Erklärung!)

Ich kaufe meine Filme, weil ich sie besitzen möchte und ich halte nichts davon die Filmwirtschaft in irgendeiner Art und Weise zu schaden, weil die versorgen mich mit mehr Input. Auch wenn ich dann oft lange auf die deutsche Übersetzungen warten muss, das warten lohnt sich. Mal ganz davon abgesehen bin ich technisch nicht ausgerüstet irgendwelche Filme zu brennen oder sie gar aus dem Netz zu ziehen. Es gibt einfach Dinge, bei denen ich mich zu Recht anstelle wie der letzte Depp.

Nachdem ich bekannterweise kein Englisch kann, ertappe ich mich doch immer öfter dabei, wie ich manche Filme auf Englisch ansehe und siehe da, ich werde doch nicht auf meine alten Tage noch englisch lernen. Hm.

Ich schaue mir aber jeden Film bis zum Ende an, auch wenn ich ihn ganz furchtbar finde. (Außer er ist ganz furchtbar geschnitten oder mein DVD Player macht dem Grauen vorzeitig ein Ende oder Metalman!) Ich will im Kino immer den Abspann anschauen (außer ich muss ganz dringend zum Pinkeln!) und krieg nen Anfall, wenn man mich das nicht lässt.

Und einen Marvel-Film muss man immer bis zum Ende anschauen! Ich liebe Out-Takes und Jackie Chan. Ich habe früher meine Video nach Alphabet sortiert. Mittlerweile sind meine Filme nach Lieblingsdarsteller, Quentin Tarantino und/oder Genre sortiert und die Filme mit historischen Hintergrund habe ich nach Zeiten sortiert.

Quentin ist Gott und Elvis in einer Person. Und ich bin einfach ein Nerd. Bis zur Nerdhaftigkeit und immer weiter….

Published in: on 1. Dezember 2012 at 23:51  Comments (2)  
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Sam und Dean retten meine kleine Welt oder wie verdammt tötet man nen Sparklefool…

Sam und Dean retten meine kleine Welt oder wie verdammt tötet man nen Sparklefool…

An einem bewölkten Tag fahre ich mit meinem schwarzen Citroen Nemo zum Einkaufszentrum in meinem Ort. Langsam tuckere ich über den menschenleeren Parkplatz und suche mir einen der 100 freien Parkplätze aus. Mein Auto steht, ich mach schon mal die Türe einen Spalt auf, krame aber noch in meiner Handtasche herum. Neben mir parkt einer schwungvoll ein, als wäre der Parkplatz nicht groß genug für uns zwei. Fährt dieser Penner mir fast meine Tür ab. Erschrocken blickte ich auf und da steht ein schwarzer 1967er Chevrolet Impala und im Wagen sitzen zwei Männer, die sich lauthals streiten.

‚Sam, hast du das Blut eines Toten?‘

‚Jaaa, alle 5,5 Liter!‘

‚Hast du sie auch eingefüllt?‘

Wie paralysiert starre ich aus dem Fenster, als Sam Winchester, ja der Sam Winchester von Supernatural, kopfschüttelnd die Autotür aufstieß und mir dabei meine Autotür in mein Gesicht klatschte. Mein Gesicht klebte nun regelrecht an der Scheibe, so dass ich nach einem Moment nur noch meinem Atem an der Scheibe sehen konnte. Die Tür wurde aufgerissen und mir fällt vor Schreck die offene Handtasche aus dem Auto. Ich will hinterher hechten. Aber ich bin noch angeschnallt. Der Gurtstopper hält mich zurück. Sam kniete sich hin und versuchte den Inhalt meiner Handtasche wieder hineinzustopfen.

‚Boa Sam, wird das heute noch was?‘ moserte Dean Winchester, hinter dem geöffneten Kofferraumdeckel hervor.

‚Ja, ähm. Tschuldigung.‘ stotterte Sam und kam mit dem Kopf in dem Moment hochgeschnellt, als ich mich endlich vom Gurt befreit hatte und ihm schier entgegen purzelte. Für einen kurzen Moment berührten meine Brüste sein Gesicht und er fing mich mit seinen starken Armen auf. RRR!

Meine Handtasche fiel ihm aus der Hand. Egal. Halt mich, Sam. Sabber sammelte sich in meinem Mund.

‚Hey, Sam. Du kannst nachher mit den einheimischen Weibchen flirten. Wir haben zu tun. Gleich kommt die Sonne wieder raus.‘ schrie Dean jetzt und warf ihm einen quietschbunten Super Soaker zu. Sam lies mich auf den Inhalt meiner Handtasche fallen und fing den Super Soaker. Dean zog gerade einen grünen Rückentank an und verstöpselte den Schlauch mit seinem Gerät.

‚Warum muss ich immer den mit dem Blut kriegen, da muss ich immer so schwer pumpen.‘ jammerte Sam.

‚Weil ich die Nonne gerade um 5 Liter Weihwasser erleichtert habe.‘ meinte Dean und grinste seinen Bruder versaut an.

Der Sabber lief mir aus dem Mund, als ich meine Handtasche in den Fußraum meines Wagens warf und versuchte möglichst viel Inhalt hinterher zu werfen und gleichzeitig versuchte ich mich aufzurappeln. Meinen Mund abwischend traute ich meinen Augen kaum. Ein blasser Typ ritt auf einem schwarzen Rappen über den Parkplatz auf den Getränkemarkt zu. Sein schwarzer Mantel flatterte im Wind.

‚Das ist er, der Sparklefool!‘ schrie Dean und lief los. ‚Los Sam, Pump!‘

Sam hatte den Rückentank nur über eine Schulter geworfen, nestelte am Schlauch und rannte wie ein 12jähriges Mädchen mit blonden Zöpfen hinter Dean her. Dean hatte den Reiter bereits eingeholt und verpasste ihm einen Schwall Weihwasser. Der Reiter sprang schwungvoll von seinem Gaul. Die Wolken lichteten sich und die Schatten schienen langsam über den Asphalt hinweg davon zu laufen. Ich musste meine Hand vor die Augen halten, um das Geschehen weiter beobachten zu können. Dabei lehnte ich mich auf den Impala und leckte über den Lack. Doppel-RRR.

Den Strahl mit dem Weihwasser ignorierend lief der Typ auf Sam zu und als die Sonne die Beiden erreicht hatte, wusste ich was Dean mit Sparklefool gemeint hatte. Der Typ glitzerte im Sonnenlicht, wie das Glitzertraumhaus von Barbie. Und sein blöder Gaul, stand auch in der Sonne und glitzerte vor sich hin. Der Kerl fauchte Sam an und fletschte die Zähne. Und seine spitzen Eckzähne glitzerten in der Sonne. Sam schoss ihm noch im Fallen einen Strahl Blut in den Mund. Und Dean sprang über Sam und schrie: ‚Schluck, du Spinner!‘

Der Kerl kam auf mich zu, lächelte mich an und blieb vor mir stehen. ‚Ich bin Edward, meine Schöne!‘

‚Und auf dich habe ich gewartet, du Penner!‘ geistesgegenwärtig schlug ich ihm auf die Nase und riss mit der zweiten Hand die Schiebetür meines Nemo auf. Ich wollte nach der MagLite greifen, bekam aber nur eine 2 Liter Flasche Cola zu fassen. Wie in Zeitlupe zog ich sie heraus und schüttelte die Cola und öffnete sie schreiend.

Der Edwardsparkletyp hielt sich die Nase und taumelte nach hinten, wo er in Weihwasserstrahl von Dean lief. Sam war wieder auf den Beinen und traf ihn mit dem Blut ins Ohr.

‚Sam, das hilft nicht!‘

‚Verdammt Dean!‘

Meine Cola explodierte beim Öffnen des Deckels und ein Strahl Cola schoss heraus und traf den Sparklefool direkt ins Gesicht. Erschrocken hielt er die Hände vors Gesicht. Ich schrie laut: ‚Cola Zero ist was für Weicheier, du Schwuchtel!‘

‚Es schwächt ihn!‘ schrie Sam.

‚Das reicht aber noch nicht, Sam!‘ schrie Dean.

‚Kreuzt die Ströme!‚ schrie ich, warum auch immer.

‚Bitte was?‘ fragten die beiden Jungs gleichzeitig, während der Sparklefool lachte und sich das Cola-Blut-Gemisch aus Gesicht wischte.

‚Überkreuzt die Ströme, verdammt.‘ rief ich, presste den Daumen auf die Flasche und schüttelte, bis mir die Arme weh taten.

Zum Glück begriffen Sam und Dean, was ich gemeint hatte und kamen auf mich zu und pumpten. Der Sparklefool lief auf uns zu und fauchte uns an. Ich nahm den Daumen von der Flasche und wir überkreuzten die Ströme. Der Sparklefool schrie, fing an zu dampfen und verpuffte schließlich.

‚Und jetzt der Gaul!‘ rief Dean.

‚Das ist wissenschaftlich völlig unmöglich, ein Pferd ist ein Kaltblüter und warum sollte ein Vampir einen Kaltblüter aussaugen.‘ erklärte ich.

‚Bei den Sparklefools kann man nie wissen, lass uns Pferdesalami machen.‘ meinte Dean und wechselte seinen Super Soaker mit einer Schrotflinte. Sam nahm sich einen riesigen Holzpfahlpresslufthammer, den ich schon mal bei From Dusk till Dawn gesehen hatte.

‚Hey du, hast du noch ne Cola, für alle Fälle?‘ fragte Dean und zwinkerte mir zu.

‚Klar!‘ meinte ich, aber die beiden waren schon wieder im Dauerlauf unterwegs. Ich hechelte mit der nächsten Colaflasche hinter den Beiden her. Die hatten das Pferd schon gepfählte und erschossen.

Eine alte Oma kam ihren Einkaufswagen in unsere Richtung schiebend und fing an zu kreischen: ‚Ja hey, ja Sie, was machen Sie denn da?‘

‚Die sind vom Kreisveterinäramt und mein Pferd hat die Tollwut! Gehen Sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen.‘ meinte ich zu ihr, während mir Dean die Cola aus der Hand nahm und sie kräftig schüttelte.

Als das Pferd verpuffte, drehten sich die Beiden um, zogen ihre Sonnenbrillen an und grinsten mich saublöd an: ‚Danke für deine Hilfe. Schau mal genau da rein!‘ Und Dean hielt mir ein Blitzdings unter die Nase. In dem Moment als er auf den Auslöser drückte, kniff ich meine Augen ganz fest zu und tat dann so, als hätte es tatsächlich funktioniert.

‚Du hast davon geträumt, dass du unglaublich geilen Sex mit Dean Winchester hattest!‘

‚Ach komm, kannst du nicht mal was Sinnvolles sagen, nach dem Blitzdings.‘

‚Gut, du hattest grottenschlechten Sex mit Sam Winchester…‘

Er bekam einen Stoß von seinem Bruder und nun redete er. ‚Also du hattest keinen Sex mit keinem der Winchester Brüder. Der Sex wäre weder gut, noch schlecht gewesen. Du fährst wieder heim und siehst weiter fern. Das kann mal nicht schaden.‘

Dean hüpfte hinter seinem Bruder rum und rief: ‚Sam schminkt sich!‘ und ‚Sam weint nach dem Sex!‘ Dann lies er die Hosen runter und schrie: ‚Pudding!‘

Ich wachte auf, weil mir der Sabber vom Gesicht rann. Ich saß immer noch in meinem Auto mit der Hand in meiner Handtasche. Im Radio lief ‚Carry On My Wayward Son‘ von Kansas.

Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen fuhr ich heim und schaute weiter fern. Ich hatte auch völlig vergessen, warum ich eigentlich zum Einkaufszentrum gefahren war.

‚Ich liebe es, wenn du so herrisch bist, Sam!‘

Danke an Aniela, Sophia und Sven. Und nix für unguad an alle Twilightfans, Barbie hat ja auch ein Glitzertraumhaus und ein Pferd.

The Winchester 1912 Way of Live – Sushi für den Superzombie

The Winchester 1912 Way of Live – Sushi für den Superzombie

Ich habe mein 19. Türchen bereits aufgemacht, ohne weitere Zwischenfälle, vielleicht doch kein Fluch. Hm. Mitten in meinem Morgenritual höre ich die Glastür schwingen. Ich schlurfe wie ein Zombie über den Gang, weil meine bescheuerte Teetasse sich irgendwie nicht gescheit tragen lässt. Also bringe ich sie lieber im Schneckentempo ins Büro zurück, ohne auch nur einen Tropfen zu verschütten. Bei Supernatural hätten mich die geilen Winchester-Brüder schön längst gekillt, in dem sie mir den Kopf mit einer Axt abgehackt hätten. So in Gedanken versunken kann ich gerade noch eine rote Feuerwehraxt erkennen, wie sie haarscharf an meinem Kopf vorbei saust und im Türrahmen stecken bleibt. Wenn ich volles Haupthaar hätte, hätte ich wohl ganz schön Wolle gelassen.

Für einen Zombie bin ich ziemlich schnell und reagiere fauchend, schmeiße meinem Angreifer die volle Teetasse in die Fresse und mache eine Flugrolle in mein Büro. Erschreckend behände verschwinde ich hinter meiner Stellwand. Viele Legolas-in-geilen-Rüstungen-Poster grinsen Richtung Tür.

‚Für nen Zombie ist sie ziemlich schnell, Sam!!‘ Ich höre das Repetieren einer Schrotflinte. ‚Sam, alles in Ordnung?‘ meinte… Dean Winchester. Ja, Dean Winchester, wie geil. Er kommt mit einer wunderschönen Winchester 1912 Pump-Action in mein Büro gestiefelt. Traumhaft. Aber was ist das?

Himmel, was hat er da an? Ein pullundertragender Dämonenkiller in meinem Büro. Die geile Drecksau in einem Pullunder, das sieht ja mal richtig Kacke aus. Und hat er da eine Fliege um seinen Hemdskragen? Igitt.

Was habe ich nun heute schon wieder verbrochen, dass mich das Universum immer so strafen tut. Ich hab mir die Beiden doch nackt und gebondaged von der Decke hängend mit Sushi dekoriert gewünscht. Hm. Und Wasabi mit Sojasoße im Bauchnabel. Rrrrrr. Kalte Dusche. Kalte Dusche. Eiskalte Dusche.

Dean schießt durch die Trennwand und macht Legolas ein hübsches Loch, wo einmal sein Gesicht gewesen war. Ich bin stinksauer, blicke durch das Loch in meiner Trennwand. Beim zweiten Schuss, hopse ich wie ein Frosch auf die Stellwand, balanciere einen Moment auf der Kante und springe auf Dean. Während ich ihm genüsslich, die Fliege vom Hals reiße, sein Hemd zerfetzte und ihm dann in aller Seelenruhe die Kehle zerbeiße, kommt Sam mit einem ziemlich roten Gesicht in den Raum geschossen. Der Tee scheint ihm anscheinend nicht sonderlich bekommen zu sein. Er naggelte an der Axt, bekommt sie aber nicht aus dem Rahmen. Kein Wunder! Er hat ja auch so ein brechreizerregendes Outfit an. Dachten die Beiden etwa, dass wir hier im Amt alle so herumlaufen? Genau! Ich putze mir den Mund mit dem bestulpten Ärmel ab und verschmiere dabei Dean’s Blut noch mehr in meinem Gesicht, während ich von Dean’s reglosen Körper aufspringe. Ich blicke auf den Boden, sehe aber nur meine blutbespritztes Dekolletee. Blut läuft mir aus dem Mund und tropft über meine Brüste auf den Boden. Fauchend springe ich, wieder wie ein Frosch, auf Sam. Durch die Wucht meines Aufpralles, reißt der Axtstiel vom Blatt ab und Sam fällt um. Im Sturz verbeiße ich mich schon in seinem Hals. Mit letzter Kraft treibt er mir den Axtstiel in den Leib und wir bleiben beide reglos übereinander liegen. Naja, zumindest kann ich von mir behaupten, ich wäre mal auf dem geilen Sam gelegen. Hm.

Im Augenwinkel sehe ich unglaublich schöne Schuhe und einen Mantel auf mich zu fliegen.

‚Talentiert, Frau Rösner! Sie können ja mal gar nichts, aber Hauptsach‘ literweise Blut verbritscheln.‘ Diese eindringliche Stimme bohrt sich in meinen Kopf, so wie der Axtstiel so eben durch meinen Magen gebohrt wurde. Ich blicke auf und sehe zwei zu einem Dreieck gefalteten Hände mit unglaublich langen Fingern und tollen langen, schwarzen Nägeln. ‚Und Sie, Herr Winchester, auch sehr talentiert! Einen Zombie können auch Sie nicht durch einen Holzpflock töten und erst reicht nicht, wenn man den Pflock von Hinten durch den Magen treibt. Sehen Sie, was ihre Spezialisierung auf Dämonen ihnen gebracht hat? Einen Scheißdreck!‘

Ich sehe noch einen schönen Schuh in Sam’s Seite treten. Ein Ruck zieht sich durch meinen Körper, weil der Axtstiel aus meinem Körper gezupft wurde. Die Schuhe und der Mantel entfernen sich wieder von mir, ich kann nur noch den wabernden Mantel sehen und einen Stehkragen, der hinter der Ecke verschwindet.

Eure Magnifizenz!‘ Höre ich hinter mir, als Dean bereits wieder auferstanden war. ‚Zu Diensten!‘

Sam schlägt seine milchigen Augen auf und röchelt mich an. Toll, so hab ich mir das Zusammentreffen mit Dean und Sam nicht vorgestellt. Ich küsse ihn trotzdem, auch Superzombies haben ein Privatleben…Mit einem Schmunzeln auf den Lippen werde ich in meinem warmen, weichen Felltraum wach. Ich kann Blut in meinem Mund spüren…ich glaub ich geh‘ heute Sushi essen. Woher ich wusste, dass es ein Traum ist, heute ist Samstag verdammt! Heute geht noch nicht mal der Wachmann ins Amt. Und ich wurde vor elf, ausnahmsweise mal nicht von den Zeugen Jehovas geweckt, sondern von den Winchester Brüdern. Wie geil!

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