Alpenroadmovie – Happy End

Alpenroadmovie – Happy End

Krankenhaus Trapani

12.05.2013 13.40 Uhr

naudersEnzo saß an ihrem Bett, in einem neuen Anzug und mit einem neuen Haarschnitt. Er strich sich übers Gesicht. Die Nonna hatte ihn mit der Rasierklinge ihres Vaters rasiert und ihm den Kopf geschoren. Es war ein ungewohntes Gefühl, aber auch irgendwie befreiend. Blume lag im Bett und schlief. Sie sah immer noch ziemlich angespannt aus, selbst im Schlaf. Sie hatte ein paar Falten auf der Stirn, die sich einfach nicht entspannen wollten, so oft er auch darüber strich.

Eine Schwester kam herein und brachte den Kleinen und fragte, ob sie ihn tatsächlich Bambi nennen wollten.

‚Wenn meine Frau sagt, dass er Bambi heißen soll, dann wir es schon stimmen!‘ meinte er unwirsch und nahm seinen Sohn entgegen und schloss ihn in die Arme. Er hatte Tränen in den Augen, als sein Sohn die seinen öffnete.

‚Sag mal heulst du?‘ gähnte Blume, die gerade erwacht war.

‚Ja verdammt!‘

‚Kannst du aufhören, vor dem Bambini zu fluchen?‘

‚Natürlich, wie die Signora es wünscht!‘

ENDE

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Alpenroadmovie – Sicilian Standoff

 

Alpenroadmovie – Sicilian Standoff

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Krankenhaus Trapani

12.05.2013 06.40 Uhr

naudersEnzo saß am Krankenbett. Man konnte ihn wirklich kaum wiedererkennen. Sein Bart war ungepflegt und ziemlich lang, genauso wie seine Haare, die völlig ausgebleicht waren. Seine Haut war braungebrannt und faltiger, als man es in Erinnerung hatte. Er trug schmutzige, schwarze Militärkleidung, die an einigen Stellen durch gescheuert war. Seine Stiefel waren kaputt und waren mit Tape und Lederbändern umwickelt, damit die Sohle nicht abfiel. Eine kaputte Sonnenbrille steckte in der Brusttasche seiner Jacke. Seine Finger waren schmutzig und doch hielt er ihre Hand.

Blume lag im Bett und hielt ihr Baby in ihren Armen. Die Schwestern hielten es für besser, das Kind bei der Mutter zu lassen, da es Komplikationen bei der Geburt gegeben hatte. Dem Kind ging es gut, sehr gut sogar, nur Blume war, so befürchteten die Ärzte, von einer frühen Wochenbettdepression befallen. Sie wollten die Bindung von Mutter und Kind unterstützen, sie aber nicht ohne Aufsicht lassen. Deswegen wurde Enzo auch von einer Nonne misstrauisch beäugt.

Blume regte sich, während das Kind seelenruhig weiterschlief. Enzo rutschte mit dem Stuhl näher an das Bett und zischte ihr zu. ‚Blume! Ich bin hier!‘

Erschrocken riss sie beide Augen auf, erblickte den bärtigen Mann an ihrem Bett und entzog ihm ruckartig ihre Hand. Ihr Kind an sich drückend versuchte sie sich aufzusetzen.

‚Blume ich bins, Bambi! Ich bin zurück.‘ rief er etwas lauter und eilte an ihre Seite.

Sie fluchte auf italienisch, was er sehr sexy fand, obwohl er gemeint war. Die Schwester war aufgesprungen und eilte auf sie zu. Blume holte aus und verpasste ihm eine saftige Ohrfeige.

‚Dafür das du nicht da warst und dafür, dass sie mich für verrückt halten!‘

‚Ich war da, ich stand vor der Tür. Sie haben mich nicht reingelassen!‘

Die Schwester sprach auf italienisch mit ihnen und versuchte sie zu beschwichtigen. Blume drehte sich zu ihr um, benützte eine Hand zum Reden und zischte ihr auf italienisch zu, dass sie sie mal könne und das sie sich besser nicht in Familienangelegenheiten mischen sollte, das wäre nämlich ‚unsere Sache‘. Kreidebleich verließ die Nonne rückwärts das Zimmer.

Enzo musste sich setzen, seine Knie zitternden, genauso wie seine Hände.

‚Du siehst scheiße aus, Bambi!‘ zischte sie ihm zu, als sie sich wieder hinlegte. ‚Und Weihnachten ist längst vorbei und Ostern auch!‘

‚Tut mir leid, ich konnte nicht eher kommen!‘

‚Die Nonna hat die Sache mit den Münchnern und den Vinschgauern längst geklärt!‘

‚Farid war anderer Meinung.‘ meinte Enzo und zog ein Paar Schuhe aus einer Tasche. Sie sahen erschreckend sauber aus, im Gegensatz zu seinem ganzen Erscheinungsbild. ‚Er wollte die Schuhe nicht wieder hergeben. Giovanni musste erst kommen und ihm drohen.‘

‚Giovanni, dieser Stronzo hat der Nonna ein paar Schuhe geklaut und ist abgehauen!‘

‚Die Schuhe von der Nonna stehen ihm auch viel besser als Deine!‘ lächelte Enzo. Blume war erschöpft und schloss die Augen, lächelte aber leicht.

‚Ich bleib jetzt hier, ich geh nicht mehr fort.‘ flüsterte er und musste sich eine Träne aus dem Gesicht wischen.

‚Bambi, fang jetzt nicht an zu heulen!‘

‚Ich heul nicht, mir ist nur was ins Auge gefallen!‘

Sie klopfte mit der Hand auf die Matratze, sie war einfach zu schwach um zu reden.

‚Flirtest du etwa mit mir?‘ fragte er kleinlaut und setzte sich aufs Bett.

‚Hatte grad nichts anderes..!‘ Ihre Stimme brach, sie schluckte schwer, als ihr die Tränen durch die geschlossenen Augen rannen. Hastig nahm er ihre Hand und küsste sie.

‚Willst du deinen Sohn nicht in den Arm nehmen?‘ flüsterte sie krächzend.

‚Ich will ihn nicht schmutzig machen.‘

‚Stronzo!‘ zischte Blume.

gun‚Der Stronzo bin wenn dann ich!‘ kam es von der Tür. Der Auftragskiller stand in der Tür, mit einer Knarre in der Hand. Er schob einen Rollstuhl mit einer Frau herein, die auch ein Baby auf dem Arm trug. Es war Ellen, die Tochter vom Münchner.

Enzo war mit einem Satz über das Bett gesprungen und hatte zwei Waffen gezogen. Es wird nicht einfach sein, einen blonden Bengel großzuziehen, im Kreise der Familie!‘ schrie Enzo.

‚Chapeau!‘ meinte Ellen. ‚Dieser verrückte Araber hat einen Taliban aus dir gemacht, Enzo!‘

‚Ja, kleine Cousine! Herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs. Wie geht’s der Familie?‘

‚War ein interessantes Weihnachtsfest!‘ meinte Ellen und zog ebenfalls eine Waffe, die sie unter dem Baby versteckt hatte.

Sie hörten das typische Geräusch einen Schrotflinte, die durch geladen wurde.

‚Der Münchner wird seinen Enkel allein großziehen müssen, wenn ihr die Waffen nicht weglegt.‘ hörten sie die krächzende Stimme von der Nonna.

Rutger zog eine zweite Waffe und zielte auf die Nonna, die gerade zur Tür reinkam, gefolgt von Giovanni. Die Nonna zielte auf Ellens Kopf und Giovanni kam mit einer zweiten Schrotflinte herein und zielte auf die Eier von Rutger.

‚Und Enzo, wie siehst du überhaupt aus?!‘

‚Mama!‘ meinte Enzo und blickte auf Ellen und Rutger.

‚Gut, wir beschließen einen Waffenstillstand und feiern stattdessen die Geburt zweier blonder Bengel für den Kreise der Familie.‘ meinte die Nonna und spuckte auf den Boden. Dann nahm sie die Waffe runter. ‚Enzo, geh dich waschen, du machst das Kind noch schmutzig.‘

Dann drehte sie sich einfach um und ging aus dem Zimmer.

Alle Anderen blickten sich verwundert an und nahmen tatsächlich die Waffen runter. Enzo streckte Ellen die Hand hin und sie gab sie ihm. Rutger nahm Giovanni in den Arm und flüsterte: ‚Nur so ein Tipp am Rande, wenn ein Auftragskiller deine Oma bedroht, dann ziele nie auf seine Eier.‘

‚Nur mal so am Rande, Killer. Ich hab auf die Handgranate gezielt.‘ meinte er cool, wand sich aus der Umarmung und bückte sich. Im Netz des Rollstuhles war eine Handgranate versteckt.

Ende… 

Die wunderbare Welt des Kabellosen

Die wunderbare Welt des Kabellosen (11.09.2009)
Ich sitze auf dem Balkon und schaue in den Nachthimmel. Das Klima meint es heute gut mit mir. Für Mitte September ist es bemerkenswert mild. Ich kann die Sterne sehen und ein laues Lüftchen trägt allerlei Geräusche an mein Ohr. Als ob ich das Gras wachsen hören könnte. Die Grillen zirpen vor sich hin und fressen hoffentlich die Monstermücken, die hier zu Lande ihr Unwesen treiben. Erst vor zwei Wochen hat mir hier eine von diesen Atommücken in die Glatze gestochen. Diese Mistmatz, ich hoffe sie ist an meinem unschuldigen Blut verreckt.
Ich sitz hier also mit dem Laptop auf dem Schoß und surfe kabellos im Internet. Es ist unglaublich, früher wäre des nicht gegangen, da war das Verschicken einer SMS noch total aufregend und vom Internet hatte man nur gerüchteweise gehört. Heutzutage erleidet man schon körperliche Schmerzen, wenn man mal nicht alle zwei Stunden seine Mails checken kann. Man könnte ja irgendwas verpassen.
Genau das wollte ich eigentlich grad tun. Meine Mails checken. Da krieg ich eine Mail über eines meiner vielen Portale. Ein ‚Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah‘ (Name wurde natürlich verändert und es soll nicht rassistisch klingen!) möchte meine getragenen Söckchen, Nylons, Sandalen abkaufen. Aha. Ich will auch viel im Leben und kriegen tu ich meistens nur einen Arschtritt. Nicht, dass des mit nicht gefallen würde, aber das ist eine andere Geschichte. Dieser junge vollbebartete Straßenkämpfer (wie er sich selbst bezeichnet!) ist vor 5 Jahren zu einem Glauben übergetreten und hat seit dem wohl keine Frau mehr angefasst. (Und es war nicht der Katholizismus!) Der Geruch von Frauenfüßen wäre ihm aber immer in Erinnerung geblieben und bei mir wäre er heute schwach geworden. (Ihr kennt mein Profilbild, da sieht man keine Füße!) So, ich bin ja nur ein bisschen paranoid, aber wenn ein junger Anhänger bestimmter Religionen mir einen fußfetischistischen Antrag macht, was soll ich denn da denken. Was macht der mit meinen Nylons. Und wenn die Nylons nach mir riechen, dann kann man doch bestimmt auch meine DNA nachweisen. Um Himmels Willen, heute ist auch noch der 11.September. Jetzt krieg ich richtig Panik. (Dann ist mir ganz nebenbei aufgefallen, dass Nine Eleven, ausgeschrieben 911 heißt und die Notrufnummer nicht nur in Amerika ist.)
Also, ich habe heute einen Entschluss gefasst, ich werde keine getragenen Höschen, Strümpfe, Nylons oder Schuhe verkaufen und wenn es noch so lukrativ zu sein scheint. Ich hab keine Lust im Knast zu landen, weil man am anderen Ende der Welt meine DNA an einem Tatort auftaucht. Nennt mich paranoid, aber bei meinem Glück, dass ich habe, lass ich mal lieber meine Schlüpfer frischgewaschen im Schrank.
P.S. Habe mir den Spaß gegönnt mich als gottesfürchtige Katholikin auszugeben und wollte dem netten Fußfreund meine Pilgerschuhe andrehen. Ich glaub dem ist richtig einer abgegangen. Kommt er jetzt deswegen in die Hölle, oder ich? Oder Beide? Was ist, wenn er erfährt, dass ich keine Jungfrau mehr bin. Und wenn er deswegen keine 99 Jungfrauen bekommt, wenn er sich mit meinen weißen Pilgerschuhen in der Hand in die Luft sprengt. Wo ist eigentlich der deutsche ganz und gar geheime Geheimdienst, wenn ich mich bedroht fühle? Fragen über Fragen. Nix füar unguat.

Die sockenfressende Riesenspinne, die unter meinem Sofa lebt….

Die sockenfressende Riesenspinne, die unter meinem Sofa lebt….
In dem besagten begehbaren 2-Zimmer-Kleiderschrank, in dem ich zu Leben pflege, lebt noch etwas, schon fast zwei Jahrelang und es ist wirklich etwas richtig Großes. Meine Ex-Mitbewohnerin hatte sie damals entdeckt und wollte sich dann tagelang nicht mehr aufs Sofa setzen, weil unter meinem Sofa eine verdammt große Riesenspinne wohnt. Sie hat ekelige Haare auf den Beinen und auf dem Beißwerkzeug. (Haben Spinnen Haare auf den Zähnen, ja!) Ich frage mich quasi schon seit Jahren, von was sie sich eigentlich ernährt, weil meine Mottenpopulation ist auf Grund der für Motten paradiesischen Zustände in meinem begehbaren 2-Zimmer-Kleiderschrank leider an Überfressung eingegangen. Liebe Motten, wie bescheuert kann man denn eigentlich sein und ein Lavendelsäckchen anfressen. Nur wenn Müffelsäckchen drauf steht, muss nicht unbedingt Müffel drin sein. An Großenwahn ausgestorben, könnte man auch dazu sagen. Ich wusste gar nicht, dass Insekten auch an Größenwahn leiden können. Zurück zu dem Ernährungsverhalten meiner Riesenspinne. Ich habe festgestellt, dass in letzter Zeit immer mehr Socken, Stulpen und Stringtangas in meiner Wohnung verschwinden. Manchmal tauchen, die Socken mit riesigen Löchern wieder auf. Die Tatverdächtigen sind neben den Aliens, den Taliban und dem Bundesnachrichtendienst, diese Riesenspinne.
Die Aliens, auch kleine grüne Männchen genannt. Wie wir seit ungefähr eine Jahr wissen, untersuchen sie mein angebissenes Käseschinkentoast und versuchen aus meinem Speichel und den Überresten der Schweine- und Milchkuhgene eine neue Rasse zu züchten. Also ich, noch versauter und mit einem größerem Kopf, damit meinem Klon noch mehr Unsinn einfällt. Die Alienpopulation wird dann leider auch aussterben, weil sie die Kombination aus total versauten Sexismus und furchtbar chaotischen Unsinn nicht überleben können. Ich hoffe doch, dass sie den Selbstzerstörungsmechanismus noch einstellen können, bevor sie aussterben, ich möchte dieses Klon von mir nicht kennen lernen.
Die Taliban, waren wohl nicht in meiner Wohnung, weil ich ihnen eine Auswahl von Pilgerschuhen vor die Tür gelegt habe. Außerdem würden sie die Socken nicht wieder zurück bringen, wenn sie nicht oder nicht mehr riechen, oder? Und wenn Fußfetischisten anfangen Socken anzuknabbern, dann kriege ich langsam wirklich Angst.
Wo wir beim Bundesnachrichtendienst wären, die immer noch versuchen über meinen kaputten W-Lan-Anschluss meinen Dachsschlächter auszuspionieren und wenn sie es mal geschafft haben, in meinem PC fündig zu werden, werden sie feststellen, dass bei mir eine Zensur nicht stattfindet und werden an der Wahrheit eingehen. Haha!
Kommen wir zu meiner neuen Riesenmitbewohnerin. Sie hat ein Motiv und die Möglichkeit dazu. Also ist sie schuldig meine Socken unters Sofa entführt zu haben und sie nun mit schmerzhaften Bissen so lange foltert, bis sie in dem Magen der Riesenspinne, die nächsten 100 Jahre unter großen Qualen lebendig verdaut werden. Muss mir die Starwars-Trilogie nochmal anschauen und morgen werde ich mir beim IKEA einen Padavan…äh… Paravent kaufen…. haha…
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