Das ist nicht die Bine, die du suchst… Teil 32 – WD-40 und Tape

Das ist nicht die Bine, die du suchst… Teil 32 –  WD-40 und Tape

savetapeLieber Gott, was würd ich tun, wenn es kein WD-40 und kein Tape gäbe. Ich wäre völlig aufgeschmissen und müsste mir wegen jedem Scheiß einen Handwerker kommen lassen, oder wäre schon längst allein aus dem Zwang heraus mit Einem verheiratet, weil ich die Rechnungen für den Handwerker nicht mehr bezahlen hätte können.

Vielen Dank, dass es euch gibt, ich liebe euch. Ich gebt mir Freiheit. Ich kann nicht mal Lügen ohne rot zu werden, ich gebe es ja zu. Der Geruch von WD-40 macht mich schon ein Bisschen geil. Ist vielleicht auch ein Grund warum ich unglaublich auf Rüstungen stehe, weil sie meistens mit WD-40 eingesprüht sind. Oder mit Ballistol-Öl. RRR! Außerdem hilft Ballistol nicht nur den Herren (und mir) bei der Waffen und Rüstungspflege, sondern auch dem Hund gegen Zecken und so manch andere Ungeziefer. Und bestimmt hilft es auch gegen so manche Krankheit, es hat halt nur noch keiner ausprobiert. Was das Ganze mit dem Tape zu tun hat… Tape hält meine Welt zusammen! Danke, dass es euch gibt.

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Steht ne Frau an der Bushaltestelle

Steht ne Frau an der Bushaltestelle

busErst springt das blöde Auto nicht an, dann hat das Fahrrad einen Platten. Als sie sich zu Fuß aufmachte, fing es auch noch an zu regnen. Auf die Schnelle konnte sie ihren Regenschirm nicht finden und beim schnell schnell zur Bushaltestelle laufen ist ihr auch noch der Stöckel abgebrochen. Und das alles an ihrem ersten Arbeitstag.

Nun stand sie in einem runtergekommenen Bushäuschen, in dem noch nicht mal ein Fahrplan hing und es regnete in strömen. Das Bushäuschen war auch noch undicht und so stand sie da wie ein begossener Pudel. Zum Glück lag eine alte Zeitung auf der Bank, die sie sich nun notdürftig über den Kopf hielt und von einem Bein auf andere hüpfte, nicht weil sie nervös war. Sie versuchte nur den Tropfen auszuweichen, die durch das undichte Dach auf sie herab prasselten.

Ein älterer Mann ging in aller Seelenruhe ohne zu schauen über die Straße auf die Bushaltestelle zu. Er trug einen gestreiften Schlafanzug, Badeschlappen und einen offenen roten Bademantel. Und es schien ihn nicht weiter zu stören, dass es regnete. Seine nackten Füße quietschten bei jedem Schritt in den Badeschlappen und ihr stellte es bei dem Geräusch die Nackenhaare auf.

Der Mann blickte sie für einen Moment freundlich an und meinte: ‚Schönes Wetter heute!‘

Die Frau schüttelte verständnislos den Kopf und tat so, als ob sie die durchweichte Zeitung lesen würde.

Eine gefühlte halbe Stunde standen sie beide in dem Bushäuschen und es geschah nichts, außer das der Regen nun quer daher kam und sie sich weiter unter das löchrige Dach des Bushäuschens zurück zog. Der alte Mann stand im Regen und lächelte.

Nach einem Moment kam eine weißgekleidete Frau mit einem pinken Regenschirm über die Straße gelaufen und meinte: ‚Herr Schicklgruber! Ich grüße Sie, schön dass Sie schon da sind! Jetzt aber schnell, das Essen ist gleich fertig!‘

Erst als die Beiden schon fast um die nächste Straßenecke verschwunden waren, kam es ihr, dass es eine Krankenschwester gewesen sein musste.

Wenig später kam ein Lieferwagen mit der Aufschrift ‚Sanatorium Herschiba Kimmelmann‘ um die Ecke gebogen und der Wagen hielt an der Haltestelle. Der Fahrer kurbelte die Scheibe runter und meinte: ‚Hey Lady, hier kommt kein Bus! Das ist eine Fakehaltestelle!‘

‚Bitte was!?‘ schrie die Frau gegen den Regen an.

‚Hüpfen Sie schon rein, Sie werden ja ganz nass!‘

Sie humpelte los, lief um den Wagen herum und stieg ein. Im Wagen blickte sie ein breit grinsender Mann an, der offensichtlich schwarze Hautfarbe hatte.

‚Sie sind aber ganz schön mutig, einfach bei einem schwarzen Mann ins Auto zu steigen.‘ lachte er ihr herzlich entgegen. Er hatte so eine angenehme und witzige Art und versprühte so viel Lebensfreude, dass sie nie auf die Idee gekommen wäre, an etwas Schlimmes zu denken.

‚Ich weiß wo Sie arbeiten, steht auf dem Auto!‘

‚Und wenn ich den Wagen geklaut hätte!‘

‚Dann wäre das wohl wirklich nicht mein Tag heute!‘ meinte sie, zog ihren kaputten Schuh aus und betrachtete ihn scheel.

‚Scherz bei Seite, ich bin Hans Mutembe! Ich bin der Hausmeister von der Anstalt da hinten. Und die Haltestelle ist da nur, damit die Verrückten nicht so weit weglaufen.‘

‚Hab ich doch richtig verstanden. Fakehaltestelle!‘

‚Ja, die Leute wollen immer nach Hause, hauen ab und wenn sie dann an der Haltestelle stehen, vergessen sie was sie eigentlich wollten und dann holen wir sie wieder zurück und sie denken sie wären zuhause. Das ist sogar eine anerkannte Methode in der Demenzforschung.‘

‚Gut, dass ich das jetzt weiß, sonst würde ich morgen noch da stehen!‘

‚Wo wollen Sie denn hin. Ich muss zum Rechts der Isar, einen Abholen. Ist billiger, wenn ich das mache, als wenn die nen Krankentransport schicken müssen.‘

‚Sie können mich da irgendwo rausschmeißen, ist eh voll super, dass Sie mich mitnehmen.‘

‚Ne, kein Problem, ich kann Sie doch nicht im Regen stehen lassen.‘

‚Ich bin Ihnen auch echt ungemein dankbar, wenn Sie jetzt noch einen Kleber hätten, dann sind Sie mein Held.‘

‚Im Handschuhfach ist eine Rolle Tape!‘

Sie machte das Handschuhfach auf und darin war nicht nur eine Rolle Tape, sondern auch eine Flasche WD 40! Sie zog die Flasche aus dem Handschuhfach, roch daran und dann machte sie das, was Frauen im Allgemeinen tun, wenn sie ein neues Parfüm testen. Und ganz beiläufig purzelten ein paar Worte aus dem Mund: ‚Wollen Sie mich heiraten?‘

Er blickte sie kurz an, grinste und meinte dann ziemlich trocken. ‚Ich kann Sie gar nicht heiraten!‘

‚Wieso? Sie sind schon verheiratet!‘ fragte sie verdutzt, legte das WD 40 weg und griff sich die Rolle Tape.

‚Nein, ich weiß doch gar nicht wie Sie heißen!‘

‚Oh, ich heiße Regen…!‘ meinte sie und zog ein Stück Tape von der Rolle ab, was ihren Satz mit dem typischen Geräusch unterbrach und sie fortfuhr. ‚Mali Regen!‘

‚Sie wissen, dass Mali auf Bambara Nilpferd bedeutet!‘

‚Ja, das weiß ich schon und Reichtum auf Suaheli, meine Eltern haben sich bei Ärzte ohne Grenzen kennengelernt, deshalb der Name!‘

‚Oh, was für ein Zufall, meine auch!‘

Hetzjagd

Hetzjagd

nebelEin junge Frau lief durch den nächtlichen Wald. Ihr Atem ging schwer. Sie blickte gehetzt nach hinten, es schien als würde sie jemand zu verfolgen. Der Waldboden war nass und rutschig, es hatte kurz vorher geregnet und es tropften immer noch schwere Tropfen von den Blättern und Ästen auf sie herab. Einige Zweige schlugen ihr hart ins Gesicht, als sie wieder nach vorne blickte. Sie keuchte vor Schmerz laut auf und hielt sich schützend die Arme vors Gesicht. Ihre Füße rutschten immer wieder über Wurzeln und herabgefallene Äste.

Aus ihrem Mund kam bei jedem Atemzug ein angsterfülltes Wimmern, hastig blickte sie wieder nach hinten. Sie konnte einen Schatten hinter sich erkennen. Augenblicklich schien sie schneller zu laufen, dabei stolperte sie unachtsam über einen Baumstumpf und kam ins Straucheln, sie fiel zu Boden, konnte sich aber gleich wieder aufraffen und lief weiter im Zickzack durch den Wald.

Die Bäume standen nun viel dichter aneinander, so dass sie sich durch das Dickicht der Äste kämpfen musste. Sie keuchte laut und kämpfte sich weiter, sie konnte ihren Atem dabei sehen. Kälte umhüllte sie und brachte Nebel mit, der sich über den moosigen Waldboden, wie eine Schlange bewegte.

Ihr ganzer Körper zitterte, ihre Kleidung war schmutzig und völlig durchnässt. In ihrem Gesicht und an den Armen waren mehrere blutige Kratzer zu sehen. Doch sie kämpfe sich weiter.

Sie kroch durch das Gestrüpp eines Busches, der ihren Weg versperrte. Das Erdreich unter ihr gab plötzlich nach und ehe sie sich versah, rutschte sie einen Abhang hinunter.

Als ihr Körper zum Stillstand gekommen war, versuchte sie sich wieder aufzuraffen. Doch ihre Muskeln waren wie gelähmt vor Kälte und Anstrengung. Doch der Schatten, den sie oben am Hang für einen kurzen Moment erblickte, beflügelte ihr Handeln. Sie musste weiter. Sie musste hier weg. Also rannte sie.

Nach wenigen Minuten kam sie auf eine Lichtung. Sie blieb einen Moment stehen, um zu verschnaufen und sich umzublicken. Weit entfernt konnte sie Lichter durch den Wald schimmern sehen. Hoffnung keimte ihn ihr auf und sie lief weiter auf die Lichter zu.

Plötzlich packte sie jemand und riss sie fast von den Füßen. Starke Arme drückten ihr die Luft aus den Lungen. Ein Schaudern lief ihr über den Rücken, als kalte, glitschige Finger die nackte Haut ihrer Arme berührten. Sie versuchte zu Schreien, doch ihr Angreifer hielt ihr den Mund zu. Ein seltsamer Geruch kroch in ihre Nase und sie konnte noch schwarze Finger sehen, bevor ihre Sinne für einen kurzen Moment schwanden.

Der Angreifer lockerte seinen Griff, als ihr Körper in seinen Armen erschlaffte. In diesem Moment war sie wieder voll da, riss sich los und kam aber ins Straucheln. Er konnte sie gerade noch an den Haaren packen, ihr Kopf machte einen Ruck nach hinten. Sie schrie laut auf, fiel hart auf den Boden und er stützte ihr hinter her.

Benommen versucht sie sich unter seinen Gewicht herauszuwinden, doch seine Finger waren immer noch in ihren Haaren vergraben. Er stand stumm auf und schleifte sie an den Haare hinter sich her. Sie schrie erstickt, weil ihr eigenes Schluchzen sie daran hinderte.

Irgendwann lies er von ihr ab. So halb gegen einen Baum gelehnt lies er sie einfach liegen. Sie hörte Schritte, die sich von ihr entfernten. Vom Schmerz war sie so benommen, dass sie kaum fort kriechen konnte. Sie versuchte es trotzdem. Der Versuch wurde je gestoppt. Eine schwarze Faust verfehlte sie nur knapp, doch der zweite Schlag sitzte und die wurde endgültig bewusstlos.

Sie erwachte erst wieder, als ein reißenden Geräusch neben ihrem Ohr ertönte. Geschockt riss sie die Augen auf und bemerkte, dass sie gefesselt war. Wieder dieses Geräusch. Und irgendwas wurde ihr über den Mund gelegt und fest gedrückt. Als sie ihren Mund versuchte zu bewegen, erkannte sie, es war Klebeband. Wieder dieses Geräusch. Ihre Nackenhaare stellten sich auf, sie versuchte sich zu bewegen, doch er hatte nicht nur ihren Mund zugeklebt sondern ihren Kopf leicht nach oben gestreckt an den Baum geklebt. Sie hatte das Gefühl gleich ersticken zu müssen.

Plötzlich stand er über ihr und sie musste ihn direkt anblicken, sie erkannte aber nur schwarze Schemen und sie sah eine Klinge vor ihrem Gesicht aufblitzen. Aus Angst kniff sie die Augen zu und hoffte, dass es schnell vorbei sein würde. Aber weit gefehlt. Wieder ertönte dieses Geräusch. Er klebte ihr fast schon liebevoll ihre Augenlider mit dem Klebeband an der Stirn fest.

Trotz dessen dass sie halb am Ersticken war und ihr Kopf nach oben gestreckt war, bemerkte sie, dass ihr warmes Blut und/oder Rotz aus der Nase rann und über ihr Gesicht und Hals nach unten lief. Auch in ihrem Mund sammelte sich Blut und von dem eisernen Geschmack in ihrem Mund musste sie würgen. Sie versuchte irgendwie zu atmen, doch das Tape vor ihrem Mund und die Schlonze in ihrer Nase hinderten sie daran.

Das Messer tauchte wieder vor ihrer Nase auf und er ritzte ihr einen kleinen Schlitz in das Klebeband. Sie bekam besser Luft, aber das war nicht das was er damit beabsichtigt hatte.

Nur eine Sekunde, nachdem er das Messer aus ihrem Blickfeld genommen hatte, beugte er sich ganz nah über ihr Gesicht und stieß ihr seine Zunge in Mund. Das Tape riss weiter ein, aber sie konnte ihren Mund kaum bewegen, da auch ihr Kiefer mit dem Tape so fixiert war, dass sie sich nicht mal mit den Zähnen hätte wehren können. Irgendwann lies er von ihr ab und sie nutzte die Zeit einfach nur um zu atmen. Seine Hand strich über ihr Gesicht und endlich bemerkte sie, dass er schwarze Gummihandschuhe trug. Dann glitt er mit den kalten Fingern über ihren Hals und mit einem Ruck riss er ihr Shirt vom Leib. Mit dem Fetzen Stoff wischte er über ihr Gesicht.

Sie blickte ihn gezwungenermaßen weiter an und ihr Atmen stockte, als sie den Reißverschluss hörte…

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