Alpenroadmovie 14

Alpenroadmovie 14

Freitag, 18.08.12, 09.30 Uhr

Im Zimmer 187 des Garni-Motel, Cagliari, Sardinien

nauders‚Was meinst du, haben wir die Katholiken nebenan ordentlich aufgeweckt?‘ fragte Blume und trottete nackig zur Dusche.

Wenig später kam Enzo ins Bad und grinste: ‚Hör dir das mal an!‘

Von nebenan konnte man Folgendes erlauschen:

‚Findest du das gut?‘ schrie eine Frau.

‚Nein…ähm…Oh ja!‘ kam es vom Mann.

‚Und jetzt tanz!‘ schrie sie noch lauter.

Er stöhnte laut.

‚Wage es nicht abzuspritzen, bevor ich…!‘

Man hörte ein Klatschen und ein Rumpeln.

‚Bevor was? Hübsches Täubchen!‘ meinte er.

Sie stöhnte laut auf.

‚Findest du das gut?‘ fragte nun er.

Sie schrie nur noch.

Blume und Enzo standen mittlerweile an der Wand und lauschten. Beide waren immer noch nackt. Sie blickte nach unten auf seinen Schwanz, der schon wieder stand.

‚Schon wieder?‘

‚Sorry, es ist wie ein Fluch! Ich kann nichts dagegen tun!‘

‚Aber ich!‘ grinste sie. 

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Alpenroadmovie 13

Alpenroadmovie 13

Freitag, 17.08.12, 23.05 Uhr

Im Zimmer 187 des Garni-Motel, Cagliari, Sardinien

naudersBlume blickte gähnend auf die Uhr, während Enzo im Zimmer umher tigerte.

‚Setz dich bitte, Bambi, du machst mich ganz verrückt!‘

Er blieb stehen und blickte sie entsetzt an. ‚Ach Fiore, meine wunderschöne Blume…!‘

Es klopfte an der Tür und jemand rief: ‚Servizio!‘

‚Un momento per favore!‘ rief Enzo und zog seine Waffe aus der Hose, bevor er die Tür öffnete. Eine typisch italienische Witwe stand gebückt vor der Tür, mit Kopftuch und Staubsauger.

Sie murmelte etwas Unverständliches, kam ohne Umschweife herein, steckte den Stecker in die Streckdose und legte los. Der Lärm war ohrenbetäubend. Enzo schloss die Tür, starrte auf ihre hässlichen, behaarten Füße, die in ziemlich männlichen Sandalen steckten und grinste breit. Blume saß mit angezogenen Beinen auf dem Bett und blickte die Putze leicht verärgert an.

‚Sag mal ist des hier so üblich mitten in der Nacht zu putzen?‘ rief sie.

Enzo nahm die Hand an sein Ohr und tat so, als würde er nichts verstehen. Langsam ging er in die Hocke und zog mit einer Hand den Stecker aus der Steckdose. Das nervige Geräusch verstummte. Die Putze drehte sich um und war im Begriff den Stecker wieder anschließen zu wollen. Enzo hatte seine Hand mit seiner Pistole in den Schoss gelegt und lächelte die alte Dame von unten aus zuckersüß an. Dann machte er eine kleine Bewegung mit der Pistole und die Alte richtete sich zur vollen Größe auf. Sie war viel größer, als man es im ersten Augenschein gedacht hätte.

‚Bei Allah, wie hast du mich nur erkannt, Enzo mein Freund. Ich hab mir so große Mühe gemacht!‘ rief die Alte und zog dabei ihr Kopftuch vom Kopf. Ein paar Locken fielen in ihr Gesicht und als Blume die Koteletten sah, war ihr immer noch nicht klar, dass es sich um einen Mann handelte.

Enzo fuchtelte mit der Pistole Richtung seiner Füße und meinte: ‚Die Schuhe passen nicht zu einer Dame, Farid.‘

‚Es ist nicht leicht für ein altes Mädchen schöne Schuhe zu finden. Wenn meine Frauen erfahren, dass ich… bin ich ein geschiedener Mann!‘ meinte Farid und blickte dabei entschuldigend auf seine Schuhe.

‚Und wie geht es jetzt weiter?‘ fragte Enzo ungeduldig.

‚Du gibst mir eine hübsche Stange Geld und ich werde mir wunderschöne Schuhe kaufen!‘ meinte Farid, drückte auf den Kabeleinzug des Staubsaugers.

‚Wenn ich dir jetzt das Geld gebe, lässt du uns hier verrotten!‘ meinte Enzo.

Bei dem Wort ‚uns‘ blickte Farid auf Blume, die nun an der Bettkante saß und ihn misstrauisch beäugte.

‚Wie konnte ich die strahlende Alpenblume nur übersehen, Zaahirah!‘ salbaderte Farid und hielt ihr unterwürfig die Hand hin. Er kroch förmlich vor ihr. Sie hielt ihm die Hand hin und er tat so als würde er sie küssen.

‚Oh, Raihaanah, darf ich Euren Namen erfahren?‘ fragte Farid.

‚Fräulein Blume!‘ meinte sie trocken und entzog ihm die Hand, weil er tatsächlich daran gerochen hatte.

‚Memsahib, Ihr beschämt einen einsamen Mann!‘ jammerte Farid und wurde tatsächlich rot im Gesicht.

‚Meine Eltern waren Hippies und ich heiße tatsächlich Blume!‘

‚Mit Eurer Erlaubnis werde ich euch Ayana nennen, was in meiner Heimat wunderschöne Blume bedeutete!‘ grinste er und wandte sich dann wieder Enzo zu, ohne eine Antwort oder ein Nicken ihrerseits abzuwarten.

‚Nun zu dir Sahib, mein Freund! Am Sonntag werden wir direkt von der Sizilienfähre aus abgeholt. Eine Barkasse bringt uns übers Meer. Ich hole euch Sonntag bei Morgengrauen ab.‘ meinte Farid und zog das Kopftuch wieder auf.

‚Das ist alles?‘ fragte Enzo fast schon enttäuscht.

‚Nicht ganz!‘ Farid lief mit dem Staubsauger zur Tür, machte sie auf und ging raus, wenig später kam er mit drei Einkaufstüten wieder. ‚Ihr müsst nur einen Tag hier nicht weiter auffallen. Gut, dass dieses Zimmer eine Garage und eine Küche hat! Und die Nonna hat mir eine Einkaufsliste gefaxt.‘

Enzo und Blume schauten ihn neugierig an.

‚Und ich habe keine Kosten und Mühen gescheut, alles zu kaufen, was die Nonna aufgeschrieben hat!‘ erklärte Farid und stellte die Tüten auf die Anrichte in die Küche.

‚Nun, gib mir schon die Rechnung, Farid!‘ meinte Enzo ungeduldig.

‚Ich bräuchte auch einen winzig kleinen Vorschuss!‘

‚Wie viel?‘

‚Ein Drittel!‘

‚Ein Drittel!?‘ rief Enzo ärgerlich. ‚Für ein Drittel kriege ich drei Auftragskiller!‘

‚Ja, aber dieser Killer erhält dich am Leben, Sahib!‘

‚Ein Viertel, jetzt! Ein Viertel Sonntag früh! Ein Viertel, wenn Blume in Sicherheit ist und den Rest wenn ich in Sicherheit bin!‘ schlug Enzo vor und hielt ihm seine Hand hin.

‚Allah, warum strafst du mich so!‘ jammerte Farid und schlug aber doch ein. ‚Ein Viertel und die Spesen jetzt und so wie du sagst!‘

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Alpenroadmovie 12

Alpenroadmovie 12

Freitag, 17.08.2012, 9.00 Uhr

Am Ufer des Lago del Coghinas, Sardinien.

naudersEnzo wurde wach, weil er einen Ball gegen den Kopf bekam. Einen knallpinken, aufblasbaren Wasserball.

‚Sodom und Gomorrha! Dreckschweine. Ziehts eich was an!‘ rief die Stimme eines Mannes. Sind eigentlich nur bayrisch-katholische Touristen auf ihrer Route unterwegs?

‚Kinder, schaut da nicht hin, wir gehen wo anders schwimmen!‘ rief die dazugehörige Frau.

‚Aber nicht ohne meinen Ball!‘ quietschte ein Kind.

Blume sprang auf, wie Gott sie schuf, packte den Ball und warf ihn in Richtung der Moralapostel.‚In der Bibel steht, liebe deinen Nächsten wie dich selbst und wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein! Und jetzt packts eure Schrazen ein und verpisst euch!‘ Dann schritt sie langsam in den See, um eine Runde zu schwimmen.

Enzo hatte sich mittlerweile aufgesetzt und schaute ihr dabei zu. Als sie wieder zum Ufer geschwommen kam und die ungebetenen Badegäste endgültig außer Sichtweite waren, stand er auf, blickte sich schüchtern um und ging langsam ins Wasser.

Später saßen sie im Auto und er raste Richtung Cagliari.

Blume saß auf dem Beifahrersitz und trocknete ihre Haare. Enzo war sehr schweigsam. Deswegen übernahm sie es ihm den Plan aus der Nase zu ziehen.

‚Wo treffen wir diesen Farid?‘

Enzo blickte auf die Uhr und meinte dann:‚Kurz vor Cagliari in einer runtergekommenen Pension irgendwo beim Industriegebiet!‘

‚Um wie viel Uhr?‘

‚Das hat er nicht gesagt, wir haben eine Zimmerreservierung. Er wird dann schon kommen?!‘ meinte er achselzuckend.

‚Du hört sich nicht gerade zuversichtlich an!‘

‚Er wird erst nach Sonnenuntergang kommen, es ist grad Ramadan!‘

‚Farid ist ein gläubiger Muslime?‘

‚Wenn es zu seinen Geschäften passt dann schon. Ich muss fast das Doppelte zahlen, weil wir Ramadan haben!‘

‚Ich bin gespannt, was er für Einer ist.‘

‚Er ist ein unglaublicher Salbaderer und ein Meister der Verkleidung. Wir werden ihn erst erkennen, wenn er schon bei uns im Bett liegt.‘

‚Wenn du es sagst!‘ meinte sie und blickte ihn lächelnd an.

Fortsetzung folgt in Manchmal kommt es anders… Killer 9! Es lohnt sich!

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