Ein Knopf kommt selten allein… Teil 43

Ein Knopf kommt selten allein… Teil 43

OLYMPUS DIGITAL CAMERANach dem Zähneputzen kam diese Schwester wieder und brachte wieder einen Plastikbeutel in dem seine Klamotten waren und eine ominösen braunen Papiertüte.
‘Schöne Grüße vom Dr. Dalek soll ich ausrichten!’ meinte sie und drückte Tommi die Papiertüte in die Hand und Mi nahm ihr den Plastikbeutel ab.
‘Wir müssen darauf bestehen, dass Sie das Krankenhaushemdchen anlassen, wegen dem EKG. Aber die Shorts und Socken sind schon okay.’
Wolle kam aus dem Bad und packte hastig sein Handy in die Hosentasche. Schwester Emma meinte, ohne sich nach ihm umzudrehen: ‘Haben Sie etwa telefoniert?’
‘Es war ein Notfall!’ stammelte Wolle, er war ganz schön blass um die Nase.
Sie drehte sich um und grinste ihn ungläubig an: ‘Sie werden es kaum glauben, es ist immer ein Notfall!’
‘Ernsthaft, Vater hat sich arg aufregen müssen…’ flüsterte Wolle und ließ sich auf einen der Stühle fallen.
Mi ließ den Plastikbeutel fallen und musste sich erstmal setzen, bevor sie stammelnd fragte: ‘Was ist passiert?’
‘Mama steht draußen und raucht und Papa ist wohl grad auf die Intensivstation gebracht worden!’
Schwester Emma hob die Plastiktüte auf und versuchte ihn zu beruhigen: ‘Wenn Sie wollen kann ich bei meinen Kollegen nachfragen und Sie Herr Immerlinger gehen zu ihrer Mutter.’

Wolle blickte sie entgeistert an und begann dann zu stammeln: ‘Ich bin Wolle, der Herr Immerlinger ist mein Vater…’ seine Stimme brach und er musste schwer schlucken.

‘Los, gehen Sie schon, Herr Wolle. Ich werde Sie nachher schon wieder herein schmuggeln.’ rief Schwester Emma, drehte sich im selben Atemzug zu Hermine um, die weiß wie eine Wand auf dem Bett saß und mit den Tränen kämpfte.
‘Frl. Hermine, Sie müssen darauf aufpassen, dass Tommi nichts Dummes mit dem Goethe anstellt.’
Wie aufs Stichwort zog Tommi Goethes Faust aus der Papiertüte.
‘Ich schick dir gleich ne Whatsapp, wenn ich Mutter gefunden hab. Versprochen!’ rief Wolle erschreckend selbstsicher. Wolle blickte Mi an und sie nickte geistesabwesend.

‘Und wir treffen uns dann wieder hier. Wenn Sie der Bulle vor der Tür nicht wieder rein lässt, eben vor der Tür.’ rief Schwester Emma und machte Anstalten aufbrechen zu wollen und fuhr dann fort: ‘Wir machen es am Besten wie bei Star Wars. Sie sind C3PO und ich bin R2D2 und habe einen Schaltkreiskollaps!’

Wolle musste lächeln.
‘Oh war das ein Lächeln.’ flüsterte sie und lächelte unwiderstehlich.
Er schluckte einen gewaltigen Klos in seinem Hals hinunter und versuchte nochmal zu lächeln, nur da es ihm diesmal nur bedingt gelang. Dann täuschte sie einen Schwächeanfall vor und Wolle brachte sie vor die Tür.
Draußen vor der Tür konnte man einen Pfleger hören: ‘Mensch Borgolte! Ist es schon wieder Unterzucker, wann gehst du endlich mal zum Arzt.’

Fortsetzung folgt…

Ein Knopf kommt selten allein… Teil 42

Ein Knopf kommt selten allein… Teil 42

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEin Pfeifen von Hinten erschreckte die Schwester fast mehr als Tommi. Hermine grinste ihn saublöd an und dann hustete sie: ‘Sexy!’

‘Sie helfen ihm beim Zähneputzen und ich schau mal wo die Klamotten bleiben!’ meinte die Schwester und schon ging die Tür auf.

‘Guten Morgen, mein Schatz!’ meinte ein älterer Herr. ‘Ist das die Urinprobe?’

Die Schwester nickte nur.

‘Ach sei so gut und bring sie gleich ins Labor. Ich will ein volles Drogenscreening haben!’

Schwester Emma ging und Hermine und Tommi blickten den älteren Herren fragend an: ‘Meine Enkeltochter haben Sie ja schon kennengelernt. Ich bin Prof. Dr. Severin Borgolte und ich soll Sie schön von Dr. Dalek grüßen.’ Dann zog er eine Plastiktüte aus seiner Kitteltasche. ‘Ich hab das Tagebuch sicher aufbewahrt und nun bringe ich es zurück. Ich konnte kein Wort lesen!’

Hermine half Tommi dabei sich wieder hinzulegen und ging dann die Zahnbürste holen.

Tommi atmete schwer und versuchte sich nicht anmerken zu lassen, dass er Schmerzen hatte.

‘Brauchen Sie was gegen die Schmerzen?’ fragte Prof. Borgolte.

Tommi biss die Zähne zusammen und schüttelte den Kopf.

‘Es ist keine Schande Schmerzen zu haben, junger Mann!’

‘Da läuft mir schon zu viel durch!’ flüsterte Tommi.

‘Naja, es wird darauf rauslaufen, dass wenn es Ihnen wieder besser geht, wir Sie langsam von allem entwöhnen müssen. Aber jetzt ist es erstmal wichtig, den Stresslevel möglichst niedrig zu halten. Und zu starke Schmerzen können Sie in den nächsten Anfall befördern und das wäre eher ungut.’

‘Wie ungut?’

‘Ich will es nicht beschönigen, ich bin mir nicht sicher, ob Ihr Herz in nächster Zeit noch so einen heftigen Anfall packt. Ich muss Ihnen ja nicht sagen, dass einzig und allein der beherzte Einsatz Ihrer Medikamente unter Ihrer Zunge Ihnen im Endeffekt das Leben gerettet haben.’

‘Oh, ich glaub, das war ich!’ meinte Hermine, die vom Bad her kam mit einem Zahnputzbecher und einem Handtuch in den Händen.

‘Ja, junge Dame! Sehr gute Arbeit! Haben Sie schon mal über einen Beruf im medizinischen Bereich nachgedacht?’

‘Ich hab schon nen Job. Ich mach ne Ausbildung im landwirtschaftlichen Bereich und dann die Ausbildung zum Bereiter, wenn ich mit der Schule fertig bin. Und ich hab mir überlegt Erlebnispädagogik zu studieren, abends vielleicht.‘

Tommi grinste Mi an, während sich Prof. Borgolte an die Bettkante setzte, um weiter mit Tommi zu reden: ‘Also Tommi, nachdem Dr. Dalek mir quasi die Pistole auf die Brust gesetzt hat, dass ich mich darum kümmern soll, dass nicht noch mehr Ungerechtigkeiten mit Ihnen passieren, kann ich Ihnen ein Angebot machen, dass ich Sie so lange hier behalte, bis Ihr Anwalt die Sache mit dem Jugendamt geklärt hat. Und wenn alle Stricke reißen, schicken wir Sie sehr sehr lange auf Entzug, auf eine Alm zum Beispiel. Irgendwann werden Sie schon 18 werden.’ Er zog eine Spritze auf und ließ den Inhalt langsam in den Tropf laufen.

‘Und was ist, wenn sich das ganz schnell aufklärt?’ fragte Tommi.

‘Dann gipsen wir Sie neu ein und machen ein Belastungs-EKG und wenn das gut aussieht, dann können Sie heim!’ meinte der Professor und hielt ihm die Hand hin.

‘Damit kann ich leben!’ meinte Tommi und schlug ein.

Der Piepser am Gürtel des Professors ging los.

‚So, junger Mann. Lassen Sie sich schön pflegen, ich komm später nochmal vorbei. Unser Dr. Dalek hat noch eine Überraschung für Sie.’

Fortsetzung folgt… vielleicht!

Ein Knopf kommt selten allein… Teil 41

Ein Knopf kommt selten allein… Teil 41

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHermine war bereits wach, als Tommi sich regte. Wolle hatte ihr gerade sein Handy hingehalten und sie musste grinsen.

Sie flüsterte so leise, dass Wolle Mühe hatte sie zu verstehen. ‘Schreib ihr, ich vermiss sie.’

‘Guten Morgen, Jenny!’ meinte Tommi und gähnte dann.

‘Schreib ihr auch noch liebe Grüße vom Schlossherrn!’ grinste Hermine und drehte sich zu Tommi um.

‘Guten Morgen, Tommi. Ihr habt mehr als 12 Stunden geschlafen, es ist bereits Samstag.’ meinte Wolle. ‘Der Chefarzt war schon zweimal da und diese Schwester!’

‘Diese Schwester?’ fragte Hermine ungläubig.

‘Ja, Schwester… Ähm! Der Dr. Dalek hat da was gedreht!’

‘Dr. Dalek ist auch da?’ fragte nun Tommi.

‘Ja, der Heimatverein macht einen Sitzstreik vor dem Krankenhaus!’

‘Nicht dein Ernst!’ rief Hermine und Tommi zugleich.

Wolle goss ein Glas Tee ein und hielt es Tommi hin.

‘Ich kann nicht noch mehr trinken!’ krächzte Tommi.

Wolle hielt beleidigt das Glas mit dem Tee fest in beiden Händen und versuchte den grässlichen Tee zu verteidigen: ‘Ja, er schmeckt grausam, aber ihr sollt viel trinken!’

Das ließ sich Hermine nicht zweimal sagen und nahm ihm das Glas aus der Hand und leerte es auf einen Zug. Dann drückte sie ihm das Glas wieder in die Hand und versuchte aufzustehen.

‘Ich muss pissen!’ krächzte sie, kam zum Stehen und wankte langsam zum Badezimmer.

‘Dito!’ kam von Tommi.

‘Tommi, mein Freund. Ich halt dir gerne die Flasche, aber wenn du mich anpinkelst, dann sind wir geschiedene Leute.’ meinte Wolle und Tommi musste lachen, was aber noch mehr weh tat, als husten.

Die Schwester stand in der Tür und trällerte: ‘Da komm ich wohl genau aufs Stichwort.’ Sie hatte eine Urinflasche in der Hand. ‘Wir brauchen eh eine Urinprobe!’

Im Badezimmer krachte es und Wolle war ganz hin und her gerissen.

‘Ist ihre Schwester grad im Bad? Ich hab Einmalzahnbürsten und so mitgebracht, dieser Hausmeister lässt mit euren Sachen auf sich warten.’

Wolle stand auf und grinste Tommi an, bevor er sich zu der Schwester umdrehte.

‘Schwester…Ähm!’ stammelte er wieder.

‘Emma…. Schwester Emma!’ erklärte sie ihm und drückte ihm einen Plastikbeutel mit Zahnbürsten und Zahncremeproben in die Hand.

Wieder krachte es im Bad. Wolle nahm den Beutel an sich und stürzte zur Badtür. ‘Mi, alles klar bei dir? Ich hab ein paar Zahnbürsten!’

‘So, Herr Müller…!’ hörte er die Schwester noch zu Tommi sagen, bevor er im Bad verschwand.

‘… dann mal los.’ kicherte sie und ging ums Bett herum.

Tommi hatte sie regelrecht im Visier und meinte dann in seiner üblichen Art des Klugscheißens: ‘Also Lady, ich weiß nicht, wer Sie hier reingelassen hat, aber ne Krankenschwester sind Sie ja mal nich! Aber von der Presse sind Sie auch nicht, dafür sind Sie zu nuttig angezogen!’

Sie kam ins Stammeln und musste sich erstmal an den Bettrand setzen.

‘Aber nachdem ich ernsthaft dringend pinkeln muss, würde ich es bevorzugen, dass Sie mir aufhelfen! Machen Sie sich keine Sorge. Ihr Geheimnis ist bei mir sicher!’ meinte Tommi gelassen und griff sich an den Hals und brachte sie dazu, dass sie ihr Halstuch zurecht rückte.

‘Dr. Dalek hatte schon gemeint, dass Sie ein ganz außergewöhnlicher Fall sind, aber ich dachte, ich könnte mich noch vorstellen, bevor Sie mich bloßstellen!’ berichtete sie und schob dann auch noch ihre Perücke zurecht.

‘Emma ist auch nicht ihr richtiger Name! Auf ihrem Ausweis steht Emil Borgolte, Psychiatrie!’ meinte Tommi und machte Anstalten aus dem Bett aufstehen zu wollen.

‘Verdammt!’ fluchte sie und schob ihren Ausweis in den Rocksaum zurück. ‘Ich hab mir echt so viel Mühe gegeben.’

Tommi versuchte sich aufzusetzen, doch der Schwindel und die Tatsache, dass er nichts außer das Krankenhaushemdchen anzuhaben schien, zwang ihn dazu sich wieder hinzulegen.

‘Ich hätte jetzt eigentlich gerne mehr an!’ murmelte er mehr in sich hinein, als zu ihr.

Sie drückte ihm die Pinkelflasche in die Hand und meinte: ‘Es wird im Sitzen gehen müssen und ich ruf in der Wäscherei an, ob ihre Klamotten schon wieder trocken sind!’

‘Oh verdammt, hab ich mir arg viel Schande gemacht?’

‘Ich war bei der Einlieferung nicht dabei. Ihre Sachen wurden gewaschen, war ne Menge Blut denk ich!’ mutmaßte sie, blickte ihn an und fuhr fort: ‘Sie schaun ein Bisschen so aus, als wären Sie durch eine Scheibe gelaufen!’

‘Genau so fühl ich mich auch!’ meinte Tommi und machte einen erneuten Versuch sich wieder aufsetzen zu wollen.

Sie stützte ihn am Rücken, betätigte die Fernbedienung fürs Bett und fragte: ‘War es nur das Namensschild?’

‘Das Namensschild war nur der Beweis für meine Vermutung.’

‘Und für die Vermutung haben Sie 10 Sekunden gebraucht!’

‘Eher 20 Sekunden, um festzustellen, dass Wolle es noch nicht checkt, dass er sich in Sie verschaut hat!’

Sie musste lächeln und lief unter ihrem Make-up rot an.

‘Ich kann eigentlich nicht, wenn mir einer dabei zusieht.’

‘Ich schau weg und Sie sagen ihm bitte nichts!’ flüsterte sie.

Tommi schlug den Krankenhauskittel ein wenig auf die Seite und versuchte zu zielen, während er mit der Gipshand versuchte die Flasche zu halten.

‘Machen Sie die Flasche nicht ganz voll!’ kicherte sie wieder.

‘Sie haben ja doch geschaut!’ flüsterte Tommi, als er fertig war. Sie nahm ihm die Flasche ab und drückte ihm einen Waschlappen in die Hand.

‘Sehr aufmerksam, Schwester Emma!’ meinte Tommi und grinste sie an: ‘Gratulieren Sie ihrem Arzt für die gute Arbeit, die Narbe am Hals kann man kaum sehen und wenn ich das Sagen darf, Ihre Möpse sind fast zu perfekt.’

Sie schüttelte nur den Kopf und brachte die Urinflasche in Sicherheit, fragte dann aber doch:  ‘War das ein Kompliment?’

‘Ein Anerkennendes!’ grinste Tommi. ‘Kann ich dann auch meine Zähne putzen?’

Fortsetzung folgt…

Ein Knopf kommt selten allein… Teil 40

Ein Knopf kommt selten allein… Teil 40

OLYMPUS DIGITAL CAMERATommi wurde erst wieder wach, als Hermine ziemlich laut keuchend erwachte. Er riss die Augen auf und griff sich zugleich an die Brust.

Sein Herz wummerte in seiner Brust. Sie blickte ihn mit riesigen Augen erschrocken an, bis sich ihre Augen langsam mit Tränen füllten. Er konnte gar nichts sagen, weil er mit atmen und den damit verbundenen Schmerzen beschäftigt war.

‘Du Arsch, mach sowas nie wieder!’ pflaumte sie ihn an, bevor sie einfach nur zu weinen begann.

Davon wurde Wolle wach. Er gähnte nur: ‘Nicht aufregen, ganz ruhig!’

Tommi blickte erst Wolle an und dann Hermine, er wusste gar nicht was los war. Er versuchte etwas zu sagen, doch er brachte keinen Ton heraus. Es blieb ihm nichts anderes übrig als die Hände nach ihr auszustrecken, die umgehend zu zittern begannen. Hermine starrte auf seine Hände und als ein verkrampftes Zucken durch seinen Körper schoss, blieb ihr fast das Herz stehen und sie heulte noch mehr. Tommi konnte die Hände nicht mehr oben halten, die gebrochene Hand tat ihm so weh, dass es ihm schier die Luft abschnürte und ihm die Kraft fehlte die andere Hand noch weiter auszustrecken. Erst als seine Hände schon fast wieder die Bettdecke berührten, gab Hermine sich einen Ruck. Sie packte seine Hände, rutschte näher und versuchte ihn zu umarmen. Allein die Berührung seiner verletzten Hand trieb ihm die Tränen in seine Augen.

‘Nicht so stürmisch, Mi!’ meinte Wolle noch. Doch sie drückte sich fest an Tommi, dem erstmal nur die Luft wegblieb. Erst als ein ersticktes Stöhnen aus Tommis Kehle stolperte, lockerte sie ihren Griff.

Dann flüsterte sie ihm ins Ohr: ‘Du hast gesagt, dass dein Herz mir gehört….!’

Er hatte keinen übrigen Atem, um darauf etwas zu erwidern, was vielleicht auch besser war. Sie fuhr etwas lauter fort: ‘Und dann bleibt es einfach stehen!’

‘Ich glaube nicht, dass er es mit Absicht gemacht hat, Hermine!’ klugscheißerte nun Wolle, weil er schon merkte, dass Tommi ziemlich sprachlos war.

‘Mi, ich hab das nicht…!’ keuchte Tommi endlich und der darauf folgende Hustenanfall, brachte ihn an den Rand der Besinnungslosigkeit. Hermine heulte einfach weiter.

Wolle war schon ein bisschen genervt davon, dass die Beiden sich gegenseitig aufstachelten und sprach ein Machtwort: ‘So, ihr beiden beruhigt euch bitte. Vor allem du Hermine. Er hat kaum die Luft zum Atmen und was soll er dir überhaupt antworten. Er hatte nicht mit Absicht einen Herzstillstand. Und damit das nicht wieder passiert, soll er sich nicht aufregen und du sollst dich auch nicht aufregen. Am Besten legt ihr euch nochmal hin und versucht zu schlafen.’

Er ging ums Bett herum und half Tommi dabei, ein wenig zur Seite zu rutschen. Er drückte ihm ein Glas mit Tee in die Hand und achtete sorgsam darauf, dass er es leer trank. Dann ging er wieder zurück zu seiner Schwester, gab ihr ebenfalls etwas zu trinken und half ihr dann, sich neben Tommi zu legen. So lagen sie beide wie bestellt und nicht abgeholt im Bett, Schulter an Schulter.

‘Ihr hättet mehr Platz, wenn einer von euch den Arm heben würde!’ grinste Wolle, worauf beide den jeweils zum Ende des Bettes befindlichen Arm hoben.

‘Euch ist echt nicht zu helfen.’ meinte Wolle kopfschüttelnd.

Tommi hob unter Schmerzen den anderen Arm und Hermine versuchte sich so vorsichtig wie möglich in seinen Arm zu legen. Wolle deckte beide zu und atmete sichtlich auf.

Tommi lehnte sich gegen ihren Kopf und flüsterte in ihr Haar. ‘Ich bin froh, dass du mich von der Schippe gezogen hast. Ich hatte es nicht mehr in der Hand.’

‘Der Anwalt hat die meiste Arbeit gemacht!’ flüsterte sie. Doch Tommi schüttelte fast unmerklich seinen Kopf, küsste ihr Haar und schlief bald ein.

Fortsetzung folgt…

Ein Knopf kommt selten allein… Teil 39

Ein Knopf kommt selten allein… Teil 39

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Tommi wurde wach. Er fühlte sich erst wie gelähmt. Ein Piepsen drang an sein Ohr und dann erst kam der Schmerz, der ihm gleich die Luft abschnürte.

Panisch versuchte er Luft in seine Lungen zu pumpen und der darauffolgende Schmerz ließ seine Sinne fast wieder schwinden. Tränen schossen ihm er in und dann aus den Augen. Er hatte panische Angst zu ersticken. In seinem Kopf summte es, das Pfeifen klang gedämpft, er war sich nicht sicher ob das nervige Geräusch in seinem Kopf war, oder von den Maschinen kam, die neben dem Bett standen.

Ein beruhigendes Schnurren holte ihn für einen Moment wieder zurück. Durch die Tränen in seinen Augen erkannte er Wolle, der ihn sorgenvoll beäugte. Tommi presste die Augen zusammen und Wolle trocknete das Wasser aus seinen geschlossenen Augen.

Wolle zischte ihm zu: ‘Versuch flach zu atmen, du hast ne angeknackste Rippe!’

Flach atmen, war ein guter Rat, aber in seiner Unruhe wollte Tommi am Liebsten aus dem Bett springen, doch der Schmerz in seiner Brust hinderte ihn daran. Tommi versuchte sich aufzusetzen und Wolle half ihm dabei, in dem er auf einen Knopf drückte. Das Kopfende des Bettes hob sich ein wenig und Tommi kam langsam zur Ruhe. Die Schmerzen bei jedem Atemzug waren unbeschreiblich. Wolle hielt ihm ein Glas Wasser hin. Für einen Moment vergaß er den Schmerz und ließ sich von Wolle helfen. Er trank, als würde sein Leben davon abhängen. Erst nachdem Wolle das Glas wieder absetzte, bemerkte Tommi, dass Hermine auf seinen Beinen eingeschlafen war.

‘Schschsch…lass sie erstmal schlafen!’ flüsterte Wolle. ‘Sie ist ganz schön fertig!’

Tommi blickte ihn fragend an. ‘Warum… wegen mir?’

‘Sie haben ihr Beruhigungsmittel gegeben!’ flüsterte Wolle wieder.

Ein erneutes ‘Was!’ blieb ihm im Hals stecken. Er versuchte sie schwer atmend zu erreichen, doch die Schmerzen waren zu groß. Bevor er sich wieder zurücklehnte, stöhnte er nur erstickt: ‘Kannst du sie zudecken?’

‘Ja, klar!’ meinte Wolle und drehte sich nach seinem Stuhl um und zog eine Decke von der Sitzfläche.

‘Wo ist Sonni?’ keuchte Tommi.

‘Sie ist draußen!’ meinte Wolle so beiläufig wie möglich, während er liebevoll seine Schwester zudeckte.

‘Warum ist sie nicht hier?’ krächzte Tommi erstickt.

‘Sie darf nicht rein…’ meinte Wolle kleinlaut und das ‘Reg dich bitte nicht auf!’ wurde von einem: ‘Bitte was?’ übertönt. Tommi begann zu husten. Plötzlich war wieder alles da, was er im Jugendamt nur so am Rande mitbekommen hatte.

‘Ich geh bestimmt nicht ins Heim, ich bin ja nicht behindert!’ presste er schmerzerfüllt heraus.

‘Mach dir keine Sorgen, da draußen und hier drinnen sind ein paar Leute, die das nicht zulassen werden.’ beschwichtigte ihn Wolle.

Tommi griff sich an die Brust und wurde fast wieder ohnmächtig. Wolle blickte auf den Monitor. Es dauerte einen ziemlich langen Moment, bis Tommi wieder da war.

‘Ich fühle mich so, als hätte mir jemand gegen die Brust getreten.’ flüsterte Tommi.

‘So ähnlich muss das auch gewesen sein. Der Anwalt hat dich reanimiert bis die Sanis da waren!’

Tommi schlug die Augen zu und wieder dauerte es einen langen Moment, bis er etwas sagte: ‘Sag mir bitte nicht, dass mir der Anwalt die Zunge in den Hals gesteckt hat!’

‘Nein, das hat Hermine gemacht!’ grinste Wolle.

‘Dann hat er … und Hermine mir das Leben gerettet?’ kam es abgehackt aus Tommis Mund.

‘So kann man es ausdrücken!’ meinte Wolle und legte Tommi die Hand auf den Arm.

‘Ich weiß nicht mal seinen Namen?’ stammelte Tommi mehr zu sich, als zu Wolle.

‘Dr. Heinz Rüdiger Riemenschneider, er steht auch draußen vor der Tür und schreit zu Weilen in sein Telefon!’ berichtete Wolle. ‚Ja und zwischen uns und ihnen sitzt ein Bulle und versucht dass umzusetzen, was diese Verrückte da im Jugendamt losgetreten hat.‘

Während Wolle erzählte, schloss Tommi die Augen. Mit seiner rechten Hand versuchte er irgendwie Hermine zu erreichen, doch er musste sich mit einer Haarsträhne begnügen, weiter kam er nicht.

Wolle redetet ohne eine Pause zu machen weiter: ‘Dein Gips ist kaputt gegangen, als du damit den Stuhl im Jugendamt zerstört hast.’

Tommi öffnete nochmal die Augen und blickte auf den Gips, der notdürftig mit ein paar Mullbinden umwickelt worden ist. ‘Ich kann mich nur erinnern, dass ich umgefallen bin.’ faselte Tommi wieder mehr zu sich.

‘Ja und die Splitter von dem Stuhl haben dir dein hübsches Gesicht ein wenig demoliert.’ fuhr Wolle unablässig fort.

Tommi blickte ihn direkt an und unterbrach seinen Redeschwall: ‘Das bin ich gewohnt, mir passiert öfter mal was, wenn ich aus dem Bett falle, aber das mein Herz stehen bleibt ist neu!’

‘Die pumpen dir ziemlich viel Zeuch in dein System, dass das erstmal nicht mehr passiert, aber aufregen solltest du dich halt nicht!’ versuchte Wolle Tommi zu beschwichtigen.

Tommi nickte und schloss die Augen. Wolle redete weiter, doch Tommi bekam schon längst nicht mehr alles mit.

Fortsetzung folgt…. eventuell!

Ein Knopf kommt selten allein… Teil 38

Ein Knopf kommt selten allein… Teil 38

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIm Krankenhaus war es still auf den Gängen. Die Besuchszeit war eigentlich schon vorbei. Auf einer Bank lag Sonja mit dem Kopf auf dem Schoß vom Kimmelmann und schien zu schlafen. Der Kimmelmann starrte Löcher in die Luft, während der Anwalt auf dem Gang auf und ab lief und wie ein Wahnsinniger auf seinem Handy herum tippte. Vor einem Krankenzimmer saß ein Polizist und in dem Zimmer hätte man ein stetiges Piepsen hören können, wenn man nur hineingelassen werden würde. Nur das Krankenhauspersonal durfte noch hinein.

Im Krankenzimmer dominierte das Piepsen das betretene Schweigen. So gleichmäßig wie der Herzschlag auf einem Bildschirm angezeigt wurde, lief auch die Flüssigkeit durch mehrere Schläuche. Kabel führten zu dem Bett in dem Tommi lag. Hermine lag halb auf seinen Beinen und sie schlief wohl ebenfalls. Und in einem Stuhl neben dem Bett saß Wolle, der seinerseits sehr gelangweilt auf seinem Handy herum tippte.

Draußen vor der Tür wurde getuschelt, er konnte aber kein Wort verstehen, bis eine Schwester herein kam und genervt den Kopf schüttelte. Die Wortfetzen, die er verstehen konnte, waren resignierte Beschimpfungen vom Anwalt, der scheinbar vor der Tür telefonierte.

Die Schwester war schon sichtlich genervt und blickte nun noch genervter auf Wolle, der immer noch sein Handy in der Hand hatte.

Wolle blickte unschuldig auf sein Handy und formte mit den Lippen das Wort: ‘Flugmodus!’

Die Schwester lächelte ihn an, griff dann in ihre Bluse und zog scheinbar einen Zettel aus ihrem BH.

‘W-Lan ist okay!’ flüsterte sie.

Er blickte sie verdutzt mit offen stehenden Mund an und nahm wie ferngesteuert den Zettel entgegen, den sie ihm immer noch lächelnd hinhielt. Darauf stand das W-Lan-Passwort des Krankenhauses. Es brauchte einen Moment bis er sich wieder so halbwegs im Griff hatte. Während er abwechslungsweise auf den Zettel und auf die Schwester starrte, versuchte er etwas zu sagen. Mehr als Gestammel kam erst mal nicht aus seinem Mund, bis er sich räusperte: ‘Können Sie der Frau Weiß-Müller da draußen meine Nummer geben und ihr sagen, dass sie mir ne Whatsapp schicken soll. Sie macht sich bestimmt schon Sorgen um…!’

Sie machte eine Handbewegung, die ihn dazu brachte den Zettel umzudrehen. Dort stand Sonja und eine Nummer.

‘Sie sind ein Schatz, Schwester …ähm!’ stammelte Wolle und starrte wieder auf ihre Bluse, doch da war kein Namensschild.

‘Danken Sie dem Dr. Dalek, der hat das eingefädelt!’ grinste sie nur und meinte dann. ‘Ich bring euch gleich was zu Essen und Kaffee, ach und dieser Hausmeister wollte eigentlich bei euch zu Hause ein paar Sachen für euch holen…!’

Wolle saß immer noch mit offenen Mund da und blickte ihr dann schließlich hinterher, als sie wieder aus dem Zimmer schritt, ohne dass auch nur ein weiteres Wort über seine Lippen gekommen wäre.

Erst nach einigen Minuten tippte er die Nummer von Sonja in sein Handy und wählte sich in das W-Lan des Krankenhauses ein. Er schickte Sonja eine Nachricht und die nächsten 10 Minuten war er damit beschäftigt sie auf den neusten Stand zu bringen.

Sonja war aufgewacht, als der Anwalt zu fluchen begonnen hatte und war dann ganz erstaunt von Wolle eine Mitteilung zu bekommen. Auf die Frage, was der Dr. Dalek mit der Krankenschwester zu tun hatte, konnte Sonja auch nicht antworten. Aber der Heimatverein schien gerade einen Sitzstreik vor dem Krankenhaus zu veranstalten.

Schlussendlich schickte Sonja den Kimmelmann nach Hause um ein Paar Dinge zu holen.

Fortsetzung folgt…. vielleicht ganz bestimmt!

Ein Knopf kommt selten allein… Teil 37

Ein Knopf kommt selten allein… Teil 37

OLYMPUS DIGITAL CAMERADas Jugendamt war in einem alten modrigen Gebäude untergebracht. Hermine war zuerst dran und Tommi musste warten. Er saß in einem langen Gang und versuchte sich zu beschäftigen, bis eine Angestellte auf ihn zu kam.

‘Thomas Müller? Komm doch schon mal mit, dein Anwalt ist gleich fertig!’ meinte die Frau in seine Richtung.

Zwischen seinen Ohren nervte ein stetiges Rauschen und als er aufstand brauchte er einen Moment bis der plötzliche Schwindel verging.

Zögernd folgte Tommi der Dame in einen anderen Raum und wunderte sich erst als die Angestellte die Tür hinter ihm schloss. Das Rauschen ging urplötzlich in ein Pfeifen über und er war froh, dass man ihm einen Stuhl zu wies. An einem Schreibtisch saß eine andere Frau, die ihn streng anblickte und einige Papiere auf dem Schreibtisch umher schob, bevor sie ansetzte etwas vorlesen zu wollen.

Tommi unterbrach sie noch bevor ihr das erste Wort aus dem Mund kam: ‘Wollen wir nicht erst auf meinen Anwalt warten?’

‘Der ist bestimmt gleich hier!’ meinte sie streng und fuhr räuspernd fort: ‘Gerichtsbeschluss – Öffentliche Verlesung zum Entzug des Sorgerechts. Frau Sonja Weiß-Müller wird das Sorgerecht für Thomas Müller entzogen…’ Mehr bekam Tommi gar nicht mehr mit. Das Pfeifen zwischen seinen Ohren brachte ihn aus dem Gleichgewicht, so dass er fast vom Stuhl gestürzt wäre. ‘…mit heutigem Tage wird Thomas Müller einer öffentlichen Jugendeinrichtung für beeinträchtigte Jugendliche überstellt…’ Im darauffolgenden Krampfanfall stolperte er vom Stuhl, worauf er vom nächsten Zucken gleich wieder von den Knien gefegt wurde. Er stürzte rücklings auf den Stuhl, der daraufhin zerbrach. Die Angestellte am Schreibtisch las unbeeindruckt weiter, während der anderen Angestellten ein spitzes Kreischen entfuhr.

Jemand stieß die Tür auf. Dumpfe Rufe drangen an Tommis Ohr. Es schien so, als würde jemand angeschrien. Dann wurde er grob gepackt und herum gedreht. Die Hand in seiner Hosentasche irritierte ihn so sehr, dass er für einen Moment ganz klar war. Das Gesicht von Hermine tauchte über dem Seinem auf. Sie zeigte ihm seine Pillendose und hob zwei Finger. Oder waren es doch vier? Schreie überlagerten die Szenerie und er konnte nur noch spüren wie ihm zwei Finger unter die Zunge geschoben wurden. Die nächste Welle des Krampfanfalles riss seinen Verstand wieder aus der Wirklichkeit. Der Geschmack von Blut huschte durch seinen Mund. Er konnte klar und deutlich hören, wie jemand am anderen Ende des Zimmers den Notruf absetzte. Ganz weit entfernt konnte er jemanden neben sich rufen hören. Er wurde gerüttelt. Das Schreien ging in ein Schluchzen über und dann war für einen Moment alles still, es war einfach nur still, eine ganze lange Weile war es einfach nur still, bis ihn ein unbeschreiblicher Schmerz aus der Stille zwang.

Fortsetzung folgt…vielleicht?

Ein Knopf kommt selten allein… Teil 36

Ein Knopf kommt selten allein… Teil 36

OLYMPUS DIGITAL CAMERA‘Einen wunderschönen guten Morgen, ihr beiden Turteltäubchen!’ trällerte Sonja, als sie die Vorhänge aufzog und das Fenster aufriss. ‘Der Anwalt kommt in einer viertel Stunde. Das Jugendamt will mit nem Psychologen noch ein paar Fragen mit euch klären!’

Ein ‘Nöh’ kam unter der Decke hervor, während Tommi wie ein Toter im Bett lag, bis er sich mit samt der Decke umdrehte und vor sich hin grunzte.

‘Shotgun und Erste im Bad!’ rief Hermine, stand auf und tappte ins Bad.

‘Tommi schau bitte, dass du in einer viertel Stunde fertig bist.’ meinte Sonja noch, bevor sie wieder raus ging. Tich sprang vom Bett, zerrte unterm Bett die Giraffe hervor und lief mit samt der Giraffe Sonja hinterher.

Als Tommi endlich runter kam, saß Hermine schon am Tisch und grinste ihn breit an, bevor sie sich einen gerollten Pfannkuchen halb in den Mund schob.

‘Darf ich eigentlich mal fragen, was es mit den Pfannkuchen auf sich hat!’ fragte Wolle, der gerade zum Lieferanteneingang hereinkam.

‘Mein Ex-Mann hat angefangen, während einer Diät meinerseits, Ritalin in den Pfannkuchenteig zu kippen, damit sich Tommi immer ganz ruhig verhielt.’ berichtete Sonja, als sie mit dem Anwalt in der Tür auftauchte.

‘Am Ende ihrer Diät hat er es dann in den Puderzucker getan!’ erklärte Tommi, während er sich Unmengen Puderzucker über seinen Pfannkuchen streute.

‘Und ich hasse Puderzucker!’ warf Sonja ein.

‘Das ging gut, bis Sonja einen russischen Zupfkuchen zu einem Elternabend mitgebracht hatte.’ warf Tommi mampfend ein.

‘Ich hab meinen Job verloren. Und wir haben dann ein halbes Jahr im Frauenhaus verbracht, bis die Scheidung endlich durch war und mein Ex danach leider nur auf Bewährung verknackt wurde.’ fuhr Sonja fort.

‘Ein Glück, dass es so schnell ging. Ich konnte die Testamentseröffnung nicht noch länger zurückhalten!’ meinte der Anwalt. ‘Wir könnten Ihren Exmann aber noch auf Schmerzensgeld verklagen!’

‘Ehrlich, ich bin froh, wenn ich das Arschloch nicht mehr sehen muss. Ich bin froh, dass wir unsere Sachen haben und damit ist es für mich gut.’ rief Sonja und blickte dabei Tommi an, der mit einem Pfannkuchen im Mund nickte.

‘Und warum gibt es jetzt jeden Tag Pfannkuchen?’ fragte Hermine.

‘Um sicher zu gehen, dass da nichts drinnen ist!’ meinte Tommi und nahm wieder den Puderzuckerstreuer in die Hand. Er bearbeitete den nächsten Pfannkuchen mit Puderzucker und dabei wanderte sein Blick unter den Tisch. Nach einem Moment des apathischen Starrens wurde er von Mi aus seinen Gedanken gerissen.

‘Erde an Tommi?’ flüsterte sie und blickte ihrerseits unter den Tisch.

‘Echt oder, dass ist nicht dein Ernst, böser Hund!’ rief sie aufgeregt.

Tich verging sich unter dem Tisch an der Giraffe.

Tommi schüttelte zuckend den Kopf und murmelte etwas in sich hinein, was sich wie: ‘Sex, Sex, Sex. Sogar der Hund.’

Alle blickten unter den Tisch und Tich hielt in der Bewegung inne und versuchte den Eindruck zu erwecken, als hätte er nichts getan. Sonja schüttelte den Kopf und quietschte: ‘Tich du Ferkel!’

Sie nahm die Giraffe mit zwei Fingern und brachte sie zum Waschbecken. Während sie das heiße Wasser aufdrehte, suchte sie nach dem Chlorreiniger.

‘Wir müssen dann auch eh los, es ist schon spät!’ meinte der Anwalt. Hermine stand auf und ging zu Tommi hinüber. Er blickte immer noch fassungslos auf den Hund.

‘Komm schon Tommi, lass es uns schnell hinter uns bringen!’

Tommi nickte und stand auf. Seine Finger zitterten, doch Hermine packte ihn bei der Hand und zerrte ihn aus der Küche. Ein paar Minuten später saßen sie im Wagen des Anwalts.

Fortsetzung folgt… 

Ein Knopf kommt selten allein… Teil 35

Ein Knopf kommt selten allein… Teil 35

OLYMPUS DIGITAL CAMERA‘Ich scheine unabsichtlich abzuschweifen. Wo war ich nur stehengeblieben?

Ich war dabei stehengeblieben, als er es mit mir anders herum tat und ich ihm das Angebot machte, dass ich ihm die Ehre zuteil werden lassen wollte, dass er auch das Eine haben könne. Mein Angebot außer acht lassend zwängte er aber immer wieder seinen zum Bersten gespannten Schwengel in mich hinein, bis er kurz inne halten musste.

Dann blickte er mich einen Moment schwer atmend an, bevor er seinen Schwanz langsam aus meinem Hinterteil herauszog und ihn an seinem Hemd abputzte, bevor er es endgültig ablegte.

Wie als ob er mir seinen zum Bersten gespannten und pulsierenden Freudenspender zum Geschenk machen wollte, legte er ihn mir wieder ruhig auf meinen Flaum und grinste mich dann an. Ich rutschte ein wenig nach hinten und die Glitschigkeit zwischen meinen Schenkeln führten ihn sofort an das eine ersehnte Ziel. So flutschte er regelrecht in mich hinein, bis er auf halben Wege steckenblieb. Etwas irritiert packte er mich wieder am Hintern und schob seinen enormen Schafft langsam in mich hinein. Wir mussten nun beide stöhnen, das Gefühl war unbeschreiblich. Ich fühlte mich noch mehr gefüllt, wie vorhin noch, als er ihn mir in den Hintern bohrte und meine Enge machte ihm sichtlich zu schaffen. Er konnte sich kaum bewegen und ich sah es ihm an, des er im nächsten Moment seinen Samen in mich entleeren würde. Ich reagierte blitzschnell und entzog ihm meine Pforte. Er war so überrascht von meiner Geschicklichkeit, dass es ihm erst gewahr wurde, dass ich unter ihm herausgeschlüpft war, um ihm eine dritte Möglichkeit anzubieten.

Ich versuchte seinen prallen Schwanz in den Mund zu nehmen, was mir kaum gelang und da war es schon um ihn geschehen, er entlud seinen Samen in meinem Mund und weil ich von der Menge regelrecht überrascht wurde, schluckte ich vor Schreck alles runter.

So hat Alma zumindest keine unnötigen Flecken im Bett gefunden, als sie heute morgen mein Zimmer betrat.

Nur da war dieser Knopf, der beim Kämmen aus meinen Haaren purzelte! Ich bete immer noch inständig, dass sie diesen kleinen Beweis nicht bemerkt hatte.’

Tommi hörte auf zu lesen und hoffte inständig, dass Hermine bereits eingeschlafen war. Sie lag in seinem Schoss und schlief tatsächlich. Sein Schwanz war steif und sie lag mit dem Gesicht direkt darauf.

Sie regte sich, weil es plötzlich still war. Seine Stimme schien eine beruhigende Wirkung auf sie zu haben, selbst wenn er solch ein Schweinskram vorlas.

‘Hab ich was verpasst?’ flüsterte sie und hob den Kopf. Sie rieb sich die Wange und sein Kopfkino ging irgendwie auf Wanderschaft.

Abwesend grinsend knautschte er sich die Bettdecke zwischen die Beine und nuschelte dann ziemlich unverständlich: ‘Ich werde den letzten Part garantiert nie wieder vorlesen.’

‘Wieso?’

‘An was kannst du dich noch erinnern?’

‘An die etwas andere Freveltat und dass sie für das eine Angebot bis zum heutigen Tage in der Hölle schmoren wird?’

‘Du hast das wirklich sehr treffend ausgedrückt!’

‘Was hab ich nun verpasst?’ gähnte Hermine.

‘Als er mit dem Anderen so halbwegs fertig war, bekam er kurz das Eine zu spüren. Dann hat sie ihm noch eine dritte Möglichkeit aufgedrängt, bevor er noch unnötige Flecken machte.’

‘Nein, sie hat alles geschluckt, da hat sich mein Unterbewusstsein doch nicht verhört.’

‘Dein Unterbewusstsein macht mir langsam Angst.’

‘Mir macht noch was ganz anderes Angst, wenn du mir im Schlaf dein Ding ins Ohr bohrst, würde ich das mal als sexuelle Belästigung werten!’

‘Ich bin mir nicht sicher, ob ohrrale Belästigung vor Gericht als sexuelle Belästigung durchgeht.’ klugscheißerte er, während er sich einen Finger ins Ohr steckte.

Sie rollte sich nun gänzlich von ihm runter und drehte sich auf die Seite. Ein ‘Klugscheißer!’ kam hustender Weise aus ihrem Mund.

‘Ja, Sie wünschen?’

‘Kannst du mit mir kuscheln, ohne dass dein Waschbär mich belästigt.’

‘Ich kanns versuchen!’ meinte er und stand auf. Sie beäugte ihn scheel, als er um das Bett herum ging.

‘Was machst du jetzt?’

‘Kalt duschen!’

‘Nicht dein Ernst!’

‘Ich muss mal…entschuldige meine Ausdrucksweise… pinkeln!’

‘Zu so einer unchristlichen Stunde?’

‘Soll ich raus gehen und gegen die Prachtrosen urinieren?’

‘Meine Mutter kriegt nen Vogel, wenn die Dinger eingehen!’

Tommi trat schon von einem Bein zum Anderen: ‘Kann ich dann, bevor der Waschbär den ganzen Boden vollsaut.’

Sie machte eine ungeduldige Handbewegung und er verschwand im Badezimmer.

Als er wenig später wieder in sein Zimmer trat, schien sie schon zu schlafen. Er zog nun doch seine Hose aus. Sie musste schmunzeln, als er das Licht löschte, er trug eine Supermanunterhose. Während er ums Bett herum ging, flüsterte er entsetzt: ‚Du schläfst ja noch gar nicht?‘

‚Nein, Snoopy wollte wissen, wie sich der Waschbär so kleidet?‘ kicherte sie.

‚Du glaubst nicht wie froh ich bin, dass ich heute nicht die Unterwäsche mit dem lustigen Goofy und den Wochentagen angezogen habe.‘ erklärte er als er ins Bett zurück stieg.

Sie kicherte wieder und ließ sich von ihm in den Arm nehmen. Er küsste sie hinters Ohr und flüsterte: ‚Meine Schwester findet es unglaublich lustig, mir bescheuerte Unterhosen zu kaufen.‘

Sie gähnte nur und schloss die Augen, um wenig später wieder hochzuschrecken: ‚Was ist mit dem Hemdknopf?‘

‘Hat sich in ihrem Haupthaar verfangen und ist erst beim Kämmen wieder aufgetaucht. Ich lese morgen weiter, okay!’ gähnte Tommi.
Fortsetzung folgt…

Ein Knopf kommt selten allein… Teil 34

Ein Knopf kommt selten allein… Teil 34

OLYMPUS DIGITAL CAMERATommi blickte sie mitleidig an, er wollte nicht weiterlesen. Doch ihr sehnsüchtiger Blick und das leichte Rot auf ihren Wangen ließ ihn umgehend wieder in die Seiten blicken und er begann erneut zu lesen:

‘Meine Sinne schwanden mir um ein Haar, als er mit seiner Zunge mein Allerheiligstes berührte. Er begann an mir zu saugen und leckte genüsslich über meine Scham, ohne sich von meinem Flaum dabei stören zu lassen. Die Feuchtigkeit zwischen meinen Beinen ging nun in eine regelrechte Nässe über, ohne dass ich dabei sagen könnte, ob es an mir oder seiner Zunge lag. Wahrscheinlich gab jeder von uns beiden seinen Teil dazu bei.

Seine Hände hielten immer noch meinen Hintern fest und ich krallte mich noch immer an seine Handgelenke, während er einen Vorstoß unternahm, der mich fast dazu brachte, laut aufzuquietschen.

So schnell konnte ich aber gar nicht zu einem Ton ansetzen, als dass er eine seiner Hände von meinem Griff befreite und sie mir sachte auf den Mund legte, bevor er mit seiner Zunge einen weiteren Vorstoß unternahm.

Seine Zunge drang in mich ein und ich hatte das Gefühl, als würde seine Zunge bis an mein Herz stoßen, auch wenn sie wahrscheinlich nicht annähernd so lang war, aber das Gefühl, dass sie in mir hervorbrachte, war auf eine unbeschreibliche Weise atemberaubend.

Mein Verstand muss wohl einen Moment auf Wanderschaft gegangen sein, denn mir war nicht gewahr, dass ich seine Finger in den Mund genommen hatte, um an ihnen zu lecken und dass ich mich mit meiner freien Hand selbst berührte, während ich mit der Anderen weiterhin sein Handgelenk versuchte zu umschließen. Ich muss meinem Nachtgewand auch komplett entschlüpft sein, denn als mein Körper sich anschickte sich ihm zuckend hingeben zu wollen, war ich doch sehr überrascht, dass ich völlig nackt vor ihm lag und nun freie Sicht über meine nackten Brüste hinweg auf seinen Kopf zwischen meinen Beinen hatte.

Meine Finger waren in meinem Flaum vergraben, als er seine Hand von meinem Mund löste. Er blickte kurz auf und nahm seinen Finger an seinen Mund und diesmal kam ein kurzes ‘Scht!’ aus seinem Mund.

Ich lächelte ihn über meine Brüste hinweg an und schon war er auch schon wieder zwischen meinem Beinen verschwunden. Er griff nach meiner Hand und begann ganz sachte mit meiner Hand in der seinen mein Allerheiligstes zu berühren. Ich ließ mich führen und die Feuchtigkeit zwischen meinem Beinen gab seinen Teil dazu, das nicht nur seine Zunge, sondern auch meine Finger in mich hinein glitten, während er mit seinen Fingern an meiner Pforte spielte. So spielte seine Zunge mit meinem Fingern und meine Finger mit seiner Zunge, während sie noch in mir steckten.

Das Gefühl kam langsam wieder, das sich in meinem Inneren ein hungriges Tier befand, dass nicht nur meine Finger fressen wollte, sondern auch ihn mit Haut und Haaren.

Ich musste mich auf die Seite drehen, damit ich in mein Kissen stöhnen konnte. Er stellte eines meiner Beine auf, dass ich dann über seine Schulter legte, während er einfach nicht von mir ablassen wollte.

Meine Finger glitten aus mir hinaus und genau in dem Moment spürte ich seine Pranke an meiner Pforte. Meine Angst brachte mich dazu, wieder die Beine zusammenzuklemmen und gleichzeitig flüchten zu wollen. Doch da war einer seiner Finger schon in mir und die anderen Finger hielten meine Flucht zurück, in dem sie ebenfalls in mich hineingleiten wollten oder einen Ausflug zu meinem Hinterteil unternahmen.

Der Finger, den er mir in den Hintern schob, brachte meinen Körper zum Beben und die anderen Finger passten nicht alle in meine Pforte, so spielten sie außen herum. Er blickte kurz auf, um zu sehen, ob er bereits zu weit gegangen war, doch nach dem das Gefühl in meinem Bauch immer stärker wurde, konnte ich seinem Blick nicht lange standhalten.

Er kam mit seinem Kopf weiter nach oben und leckte mir über den Bauch, ich konnte seine Finger in mir spüren, wie sie sich in mir bewegten. Sein anderer Finger glitt aus meinem Hintern, als er mir noch näher kam.

Er zischte mir unverblümt ins Gesicht: ‘Ich muss an mich halten, Euch nicht gleich nehmen zu wollen! Auf die eine oder andere Weise!’ Und sein Finger hatte wieder den Weg in mein Hinterteil gefunden.

Ein Stöhnen meinerseits, wurde von einem fordernden Kuss seinerseits verschluckt. Ich konnte einen merkwürdigen aber doch vertrauten Geschmack in meinem Mund schmecken. In dem Moment als ich ihn auf meiner Zunge wahrnahm, kam es mir nicht in den Sinn, was es war, was mir da auf der Zunge lag und mir nicht über die Lippen kommen wollte. Erst beim Schreiben fiel es mir auf, dass er im Moment davor mit seiner Zunge an einer anderen Stelle meines Körpers war und dass es mein Geschmack war, den ich beim Küssen unterschwellig wahrnahm.  

Trotz dessen dass mir mein Geschmack zu munden schien, kämpfte ich mich aus dem Kusse frei und flüsterte ihm ins Ohr: ‘Ich bin mir nicht sicher, ob er nicht zu groß ist für die eine Weise, nicht dass mein Mann es bemerkt, wenn ein Größerer in mir war.’

Seine Finger glitten aus mir heraus und schickten sich an, dem Finger in meinem Hinterteil Gesellschaft zu leisten und er keuchte mir nun ins Ohr. ‘Doch bin ich mir nicht sicher, ob die andere Weise dafür schon bereit ist.’

Ich drehte mich auf den Rücken und packte sein Hemd und versuchte es mit zitternden Finger zu öffnen, während er an seiner Hose herum nestelte. Einer seiner Hemdsknöpfe flog mir im hohen Bogen ins Gesicht.

‘Seid Ihr Euch wirklich sicher, lieber das Andere zu wollen, oder doch das Eine?’ keuchte er wieder und was dann geschah ließ mir auf eine angenehme Weise den Atem stocken. Sein Schwanz sprang regelrecht aus seiner Hose und der Stallknecht bäumte sich in dem Moment auf, dass ich freien Blick hatte, wie sein Prachtstück in meinem Flaum klatschte. Nur die Tatsache, dass er da lag, wo er nun lag, ließ mir den Saft aus meiner Pforte tropfen.

‘Will ich doch das Eine, doch geb ich meiner Neugier nach und mich der Versuchung hin es mit dem Anderen zu probieren, denn nur Eines will ich heute Nacht von Euch bekommen…’ Mir blieb die Stimme weg, weil er seine Finger aus meinem Hintern zog und dann seinen Schwanz packte, um ihn mir genüsslich an meiner Pforte vorbeizuführen, um ihn in meinem Saft zu baden.

Ich stöhnte nur: ‘Bitte das Eine!’

Doch er führte seinen riesigen Schwengel nun zwischen meine Afterballen und versuchte sein Glück. Er nahm seine andere Hand und drückte meine Backen auseinander und das Gefühl das nun durch meinen Körper schoss, war ähnlich dem, wenn man auf dem Potte saß, wenn es recht drückte und es so gar nicht vorangehen wollte, doch danach wurde es einfach nur unbeschreiblich gut, denn er trieb mir seinen steifgewachsenen Speer genüsslich in das andere Loch hinein, bis ich das Gefühl hatte, es würde nicht noch mehr hineinpassen. Nachdem ich hinten nun mehr als ausreichend gefüllt war, lief mir vorne der Saft unaufhaltsam aus meiner Pforte, so dass er mit seinem Finger zur Hilfe eilte und tief in mich eintauchte. Ich konnte spüren, wie seine Finger in mir rieben, als er seinen Schwanz immer weiter in mich hinein trieb.

Für diese Freveltat würde ich gerne in der Hölle schmoren und ich flüsterte ihm ins Ohr, während er sich langsam zu bewegen begann, dass ich ihm das Eine auch geben würde, wenn es nur halb so gut wäre, wie dass, was er da Unaussprechliches mit mir trieb.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich folgende Sätze im Stehen in mein Tagebuch schreiben müsste, musste ich dieses Angebot nur einmal machen, und so sitz ich hier auf einem weichen Kissen und schreibe diese Zeilen, mit der Gewissheit, dass das Fenster hinter mir wieder halb offen stand und das Tier in mir wieder gierig nach mehr geiferte.’

Fortsetzung folgt…

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