Der Hofnarr hüpft von einem Stein zum Anderen

Der Hofnarr hüpft von einem Stein zum Anderen.

hofnarrJeden Tag eine gute Tat, manchmal sogar 2 oder 3.

Auch wenn es einem keiner dankt, doch fühlte er sich immer wohl dabei.

Er blieb auf einem Stein stehen und blickte herab.

Winzig kleine Punkte da unten auf dem Burghof. Wie sie rege ihrer Beschäftigung nachgehen, die Narren.

Er springt weiter zum nächsten Stein und blieb in einer verkrümmten Haltung auf dem Stein sitzen und spuckte herab.

Auch wenn sich keiner um ihn kümmerte, ging es ihm doch immer wohl.

So war er sich doch immer selbst genug. Er hatte doch immer ein Dach über den Kopf und es fehlte ihm an nichts.

Gut, einsam war es in seiner Kammer und ein Wenig zugig. Vor allem im Winter und wenn es regnete oder wenn der Wind ging.

Aber in lauen Sommernächten war es doch ganz lauschig in seiner Kammer.Narr_

Einsam aber Lauschig.

‚Seht, der Narr! Er tanzt auf den Zinnen!‘ konnte man von unten rufen hören. ‚Und wie er tanzen kann, der Narr!‘

Und da saß er nun auf der Lauer. Und spuckte wieder herab von der Mauer.

Die Menschen lachten, über einen Tropfen Spucke des Narren.

Was für ein Schelm er sein konnte. Haha! Wie erbärmlich es ist über seine eigene Scheiße zu lachen.

Er zog den Rotz von ganz tief unten herauf und ließ seinen Lungaharing frei und er flog hinab zu den Menschen und sie lachten.

Sie lachen sogar über den größten Rotz, die Narren.

jokerWie gerne würde er ausbrechen aus seinem Schicksal.

Raus hier, weg hier.

Die Narrenkappe ins Feuer werfen und seiner Wege ziehen.

Aber was konnte er schon außer andere Leute zum Lachen bringen.

Auch wenn sie oft über seinen Rücken hinweg Witze machten.

Sie lachten über ihn.

Und dann tat es ihm ganz tief in seinem Herzen weh, wenn sie über ihn lachten.

Sein Herz, was einst gebrochen war.

Warum hatte er schon längst vergessen.

Doch war es so, dass kein Zauber dieser Welt heilen kann, was einst in Liebe erblüht und doch in Einsamkeit zerbrochen ist.

Doch jeder Lacher, der auf seine Kosten ging, brachte wieder einen Splitter dazu von seinem Herzen zu springen.

Und jedes Mal wenn er selbst lachte, dann konnte er die Splitter seines Herzens in seiner Brust tanzen hören.

Doch konnte er nicht aus seiner Haut.hofnarren_03

Aber er wollte es doch so sehr, es war aber zu spät.

Er hätte es sagen können, warum es zerbrochen war. Doch er tat es nie.

Ihm fehlten damals die Worte und heute fanden sie nicht mehr auf seine Zunge zurück.

Auch wenn er doch so viel sagen wollte, auch wenn er doch nie verstanden werden würde.

Verständnis wäre es, das ihn heilen hätte können.

Doch das Verständnis in der Verständnislosigkeit dieser grausamen Welt, wo jeder nur auf sich selbst schaut. Was würden nur die Leute sagen. Ja, was?

Und am Ende stellt man fest, man hätte einfach mal nur über seinen eigenen Schatten springen müssen und es einfach mal drauf an kommen lassen müssen, sich von der ganzen Welt einfach mal am Arsch lecken zu lassen und einfach mal drauf schauen, dass es einem selbst gut geht und denen, die man liebt.

Er sprang über seinen eigenen Schatten. Und tat es dem gleich, den er einst geliebt hatte.

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Ich suche einen Mann… Teil 67 – Mein Zweithirn

Ich suche einen Mann… Teil 67 – Mein Zweithirn

brainsIch suche einen Mann, der meine Gedankenlesen kann und sich das merkt, was ich vergesse, wenn ich es nicht gleich aufschreibe oder wenn ich mal wieder einen Filmriss habe. Mir ist ein Teil entfallen. Oder sogar zwei. Das nervt mich jetzt voll an. Deswegen steht der Teil 67 für all die Teile, die mein Gehirn zensiert und vergessen hat, damit meine Leser nicht einen noch größeren Schaden nehmen.

Anmerkung: Dies ist der 67. Teil und eine dringende Jobanzeige von mir, Callabutterfly.

Zuschriften bitte via Facebook/Callabutterfly per PM

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