Im Aufzug

Im Aufzug

Draußen trieb der Sturm große, schwere Tropfen an die Fensterscheiben. Eine gigantische, schwarze Wolke hing über der Stadt. Blitze zuckten alle paar Sekunden daraus hervor und das Donnern schien gar nicht mehr verstummen zu wollen. Eigentlich will man bei dem Wetter gar nicht nach draußen gehen, aber man möchte ja auch nicht das ganze Wochenende im Büro verbringen.

Drinnen wühlte eine junge Frau in ihrer Handtasche, sie hatte es scheinbar eilig. Mit einer fahrigen Handbewegung zog sie ihr Handy hervor, tippte die Tastensperre ein, schaute kurz darauf und steckte es wieder in die Tasche, um es wenig später wieder herauszuholen, um nochmal darauf zu sehen. Dann fiel es ihr fast aus der Hand, als sie es wieder in die Taschen legen wollte. Aber nachdem sie eh im Begriff war sich hinzuknien, landete das Handy in der Tasche und die Tasche auf dem Boden. Nur von der Frau war nichts mehr zu sehen, sie war unter den Schreibtisch gekrochen, um ihre Schuhe zu suchen. Als sie wieder darunter hervor kroch, hatte sie dass Gefühl, dass jemand an ihrem Büro vorbeigelaufen war.

Gedankenverloren stieß sie sich den Kopf an der Tischplatte an. ‚Was für ein verfickter Scheißtag!‘ konnte man sie nun fluchen hören. Nein, eigentlich konnte sie ja eben keiner hören, weil sie war immer die Letzte im Büro.

Auf einem Bein hüpfend zog sie ihre Schuhe an und packte dann ihre Handtasche, ihre Jacke, einen pinken Regenschirm, ihre Stempelkarte und einen Rucksack. Sie hatte es nicht nur eilig, sie hatte anscheinend auch noch was vor heute. Es war ja auch Freitag. Das sollte man doch was vor haben? Auf wackeligen Beinen stöckelte sie über den langen Gang. Normalerweise nimmt sie den kurzen Weg in die Tiefgarage, aber heute hatte sie keinen Parkplatz mehr bekommen, deswegen musste sie heute erst mal durchs halbe Haus laufen, um zum anderen Aufzug zu gelangen.

Durch die Fenster in den leeren Büros, an denen sie vorbei lief, konnte sie die Blitze zucken sehen. Vom nächsten Donner erschrak sie trotzdem, eigentlich hätte sie es ahnen müssen, dass nach dem Blitz ein Donner kommt, aber sie lies trotzdem vor Schreck fast den Regenschirm fallen.

Endlich bei den Aufzügen angekommen, drückte sie an die Mauer gelehnt irgendwie den Knopf, ohne etwas fallen zu lassen. Während des Wartens blickte sie auf dem Boden, der Boden war nass und der Reißverschluss an beiden Schuhen war offen, kein Wunder dass sie so wackelig auf den Beinen war. Sie zog den Rucksack richtig an und machte mit der freien Hand den Reißverschluss zu. Dann der andere Schuh, dann ordnete sie ihre Klamotten und stellte sich vor die Tür des einen Aufzuges. Es dauerte ewig bis dieses nervige Geräusch endlich erklang und die Aufzugtüren des anderen Aufzuges auf glitten. Sie lief zum hell erleuchteten Aufzug und rutschte fast auf dem nassen Fliesenboden aus. Im Aufzug drückte sie auf 0 und es passierte nichts. Mit einer komischen Verrenkung rieb sie ihre Hüfte an einem kleinen Kasten. Es piepste und sie drückte nochmal auf Null. Sie hörte wie sich die Türen schlossen. Aber sie sah nicht, wie plötzlich eine Hand die beiden Türen aufhielt. Durch das Geräusch des Sicherheitsmechanismus der Aufzugtüren, schreckte sie auf und drehte sich blitzschnell um. Die Türen glitten wieder auf und ein Mann trat in den Aufzug. Es war einer der unzähligen Arbeitern, die für die Renovierungsarbeiten im Gebäude tätig waren. Erschrocken war sie trotzdem. Mit der Handtasche und dem Regenschirm vor die Brust gepresst, rutschte sie nach hinten und machte dem Mann platz.

Er grinste nur breit und meinte: ‚Hab ich Sie erschreckt?‘

Sie lächelte gezwungen und nickte verhalten mit dem Kopf.

Er drückte auf -1 und die Aufzugtüren schlossen sich erneut. Sie lehnte sich erschöpft nach hinten an die Wand des Aufzugs und seufzte leise. Er musterte sie und suchte anscheinend nach den passenden Worten. Als sie etwas Nasses auf ihrem Kopf spürte, drehte sie sich erschrocken um und befühlte mit zitternden Fingern die Wand und blickte dann nach oben. Es kam Wasser vom Rand der Deckenverkleidung herein und floss die hintere Wand hinunter. Sie nahm den Rucksack ab und befühlte auch diesen. Er tropfte und sie lies ihn zu Boden gleiten.

Er hatte ihren Blick verfolgt, nachdem sie ihm den Rücken zugedreht hatte und konnte durch die vom Wasser durchsichtige Bluse ihren BH-Träger sehen. Dann bückte sie sich und er musste sich zwingen nicht auf ihren Hintern zu starren, also blickte er auf die Deckenverkleidung und sah dann aber das Selbe wie sie noch einen Moment zuvor. Wasser im Aufzug. Kopfschüttelnd kam er einen Schritt näher, berührte sie mit seinem muskulösen Oberkörper und befühlte die Seitenwand und murmelte: ‚Was für ein verfickter Scheiß!‘

In dem Moment, als sie beide sich bewusst wurden, dass ihre Körper für einen Moment aneinanderklebten, ging das Licht im Aufzug aus und das Geräusch was mit der Dunkelheit einher ging, war ja im Krieg der Sterne ganz spannend, wenn die Energiezufuhr für den Traktorstrahl von Obi Van Kenobi nach und nach abgeschaltet wird. Aber wenn man in einem Aufzug steht, will man dieses Geräusch garantiert nicht hören. Zumindest stoppte der Aufzug nicht so abrupt, wie man sich es vielleicht gedacht hätte. Aber er stoppte merklich. Sie lies den Regenschirm und ihre Handtasche fallen und krallte sich am Handlauf des Aufzugs ein. Langsam zog sie die Luft durch die Zähne ein und ging in die Knie.

‚Keine Panik Lady, die Bremsen funktionieren auch ohne Strom!‘ Er tastete nach ihr und griff nach ihrem Handgelenk. Sie schreckte zurück, lies aber doch seine Berührung zu. Er kam ihr näher und sie konnte seinen betörenden Körpergeruch wahrnehmen und plötzlich wurde es wieder hell. Er hatte eine kleine Taschenlampe in der Hand und leuchtete im Aufzug umher. Mit einem endgültigen Rumsen blieb der Aufzug stehen und sie landete auf ihrem Hintern und er fiel elegant auf die Knie. Wasser spitze auf. Sie spürte wie ihr Hintern nass wurde und versuchte sich gleich wieder aufzurappeln. Ihm war die Taschenlampe aus der Hand gerutscht und rollte über den Boden. Er kroch über den Boden und schnappte sich das Licht, steckte es in seinen Gürtel und wollte ihr dann eigentlich zur Hand gehen. Sie stand aber schon wieder, mit der Tasche und dem Regenschirm wieder an den Körper gepresst. Das Licht in seinem Gürtel schwankte bei jedem seiner Bewegungen und beleuchtete gegen die Seitenwand. Er kam ihr näher und griff wieder nach ihrer Hand.

‚Wollen wir mal sehen, ob der Notruf funktioniert?‘ Sie nickte, blickte ihn aber immer noch recht verschreckt an und er zog sie einfach mit zu dem Bedienfeld. Er drückte den Notruf. Stille. Er drückte noch mal. Stille. So etwas wie ‚Mist, verdammter!‘ kam aus seinem Mund. Er hämmerte auf den Knopf, aber irgendwie war ihm schon klar, dass der Notruf nicht funktionierte. Plötzlich ertönte ein Freizeichen. Es wählte automatisch und dann kam ein Dü-dü-dü. Er drückte wieder. Der Dü-dü-dü Belegtton verstummte und nach einem Moment kam wieder der Belegtton. Sie blickte ihn an und meinte nur: ‚Was für ne verfickte Scheiße?‘

‚Da hat wohl jemand die Telefonrechnung nicht bezahlt?‘

Beide zogen instinktiv ihr Handy aus der Tasche und blickten auf das Display. ‚Kein Netz!‘ murmelten beide. Er steckte das Handy wieder weg und versuchte mit den Händen die Aufzugtüren zu öffnen. Sein Shirt war vorhin nass geworden und so zeichneten sich seine Muskeln noch deutlicher ab. Sie ertappte sich erst dabei, dass sie ihn beobachtete, als sie wie hypnotisiert den Kopf schief legte und ihr nach einiger Zeit der Sabber aus dem Mund lief.

‚Was für ein verfickter Scheiß!‘ schrie er laut auf und er drosch wütend gegen die Aufzugtüren. Sie schreckte von ihren schmutzigen Gedanken auf und blickte ihn verstohlen an.

Er dachte er hätte sie wieder erschreckt, drehte sich langsam zu ihr um und kam ihr näher: ‚Sorry, ich glaub wir sitzen hier fest, bis uns der Wachmann findet!‘

‚Dann können wir uns ja hier häuslich einrichten bis Montag morgen!‘

‚So, schlimm wird es schon nicht kommen, mein Chef kriegt’s kotzen, wenn ich den Firmenwagen heute nicht mehr zurück bringe.‘ meinte er cool und klimperte mit einem Schlüssel in der Hosentasche. Automatisch blickte sie auf seine Hose und wurde schlagartig rot im Gesicht, als sie die Beule in seine Hose entdeckte.

‚Ich muss Ihnen was beichten.‘ stammelte er.

Sie dachte nur: Sei bitte nicht schwul! Sei bitte nicht schwul! Und blickte ihn wissbegierig an. ‚Ich hab Sie vorhin beobachtete, als Sie unter ihrem Schreibtisch etwas gesucht haben!‘ Nun wurde auch sein Gesicht wesentlich roter, als vorhin.

‚Hab ich’s mir doch gedacht, Sie Schlingel!‘ schimpfte sie ihn spielerisch.

Der Aufzug rutschte noch ein Wenig tiefer, sie fing an zu quietschen und er stürzte zu ihr hinüber, um sie festzuhalten. ‚Jetzt sollten die Bremsen aber festgefahren sein!‘

Ihr Gesicht streifte seine Bartstoppel, als er sie zu sich hinüber zog. Ihre Knie wurden weich, als sie wieder seinen Geruch wahrnahm. Der Aufzug sackte noch weiter ab und er konnte sie nun nicht mehr halten. Sie rutschte an ihm vorbei und als der Aufzug ruckartig zum Stehen kam, konnte er sie sich auch nicht mehr auf den Beinen halten und stürzte er auf sie drauf. Sie stöhnte laut auf, als er sie mit seinem Gewicht auf den Boden pinnte.

Der Aufzug sackte noch weiter ab, sie atmete schwer, er hob seinen Körper ein Wenig an und flüsterte: ‚Kommen Sie an meine Taschenlampe!‘

Sie griff an seinen Gürtel, fand zuerst alles andere, nur nicht die Taschenlampe.

‚Nein! Die andere Taschenlampe!‘ flüsterte er.

Entschuldigend grinste sie ihn an, fand dann doch die Lampe und zog sie hervor. Kurzerhand steckte sie die Taschenlampe zwischen ihre Brüste. Er lies sich langsam wieder auf sie herab. Der Aufzug bewegte sich wieder weiter nach unten. Er zog es vor sich nicht weiter zu bewegen.

‚Nicht mehr bewegen!‘ zischte er.

‚Hatte ich nicht vor!‘ keuchte sie.

‚Ich hoffe ich bin nicht zu schwer für Sie!‘

‚Sie sollten sich langsam mal vorstellen, bevor ich Sie frage, ob Sie da unten noch eine Taschenlampe für mich versteckt haben!‘

Er wurde nur wieder rot im Gesicht und stammelte: ‚Hans!‘

‚Tine, freut mich!‘ keuchte sie.

‚Tine, können Sie unter mir hervorkriechen? Ich will Sie wirklich nicht zerquetschen!‘

‚Ich versuche es.‘ Sie rutschte ein Wenig auf die Seite und er lies sich ganz langsam auf den Boden sinken. Schwer atmend kam er neben ihr zum Liegen. Der Aufzug rutschte ein weiteres Stück nach unten und machte ein knirschendes Geräusch. Sie klammerten sich aneinander und blieben noch eine ganze Weile reglos liegen, bis sich der Aufzug wirklich nicht mehr bewegte. Er blickte sie ernst an und sie erkannte den Anflug von Angst in seinen Augen. ‚Sie werden doch jetzt keinen Schiss kriegen, Hans!‘

‚Ehrlich, langsam bin ich mir nicht mehr sicher, ob die Aufzüge hier dem Sicherheitsstandard entsprechen!‘

Sie grinste ihn an und küsste ihn auf die Nase. ‚Runter kommen Sie immer, hat meine Oma immer gesagt.‘

Er versuchte zu Lächeln, es gelang ihm aber nicht recht, stattdessen schluckte er schwer. Sie küsste ihn auf den Mund. Etwas unbeholfen erwiderte er ihren Kuss und unternahm behutsam mit seiner Zunge einen Ausflug zu ihrer Zunge. Sie stöhnte leise und erwiderte den Küss etwas Energischer. Seine Lippen wanderten von ihrem Mund, über ihren Hals und wollte zu ihren Brüsten, als plötzlich die Aufzugtüren aufgestemmt wurden. Sie beide sprengten auseinander und blickten auf den immer größer werdenden Spalt und einen umherwandernden Lichtkegel.

‚Hallo, hier ist der Wachmann vom Empfang!‘ kam es von ziemlich weit oben.

‚Verficktes Timing!‘ kam aus ihrem Mund. Es war aber so leise, dass es nur Hans gehört hatte. Das Gesicht des Wachmannes tauchte am oberen Ende des Aufzuges auf und dann kniete er sich hin und hielt ihnen die Hand hin.

‚Wir hatten einen Stromausfall!‘ meinte der Wachmann. ‚Los kommen Sie, der Aufzug ist schon ganz unten, weiter runter geht es nicht!‘

Hans half ihr beim Aufstehen. Sie sammelte ihre Sachen zusammen und gab sie dem Wachmann. Plötzlich wurde sie hochgehoben und der Wachmann half ihr durch die Öffnung. Nachdem sie in Sicherheit war, hangelte er sich nach oben.

‚Macht es Ihnen was aus, ihre Autos aus der Garage zu fahren, ich muss langsam die Alarmanlage scharf machen.‘

Hans nahm ihre Sachen vom Boden auf und schob Tine zu der Tür, die zur Tiergarage führte. ‚Kommen Sie, Tine! Ich bring Sie heim!‘ meinte er ernst, zwinkerte ihr aber dann mit einem Lächeln auf den Lippen zu. Als die Tür hinter ihnen ins Schloss fiel, packte er sie am Hintern und drückte sie gegen die Wand. Aus seiner Kehle drang ein zufriedenes Geräusch, als er sein Kinn an ihrem Hals rieb. Sie stöhnte leise und knabberte an seinem Ohrläppchen.

Ich hab gehört, dass Beziehungen, die auf extremen Erfahrungen beruhen, nicht von Dauer sind!‘ flüsterte er ihr ins Ohr.
‚Dann muss unsere Grundlage Sex sein!‘ flüsterte sie und küsste ihn hart und unnachgiebig.

Brot kann schimmeln, was kannst du?

Brot kann schimmeln, was kannst du?

Als ich am 18. Tage in die Teeküche ging und in den Kühlschrank blickte. Ohne Grund. So wie ich ab und zu in meinem Morgenritual inne halte und in den Kühlschrank blicke, obwohl da von mir überhaupt nichts drinne ist. Ich wundere mich dann immer, wem die Leberwurst eigentlich gehört und erwarte eigentlich täglich, dass sie damit anfängt mit mir zu sprechen. Weil langsam ist sie ein Hort für einen magischen Pilzhain. Eigentlich warte ich jeden Tag drauf, dass sich endlich jemand outet und das mittlerweile fast zur Unkenntlichkeit verschrumpelte Teil endlich weg wirft.

Ich bin mir auch nicht mehr so ganz sicher, ob sie vielleicht doch von mir ist. Hm.

Also ich blicke also in den Kühlschrank und ich mache die Tür schon wieder zu. Als ich eine schlürfende Stimme höre. Ich reiße die Tür wieder auf und blicke ungläubig auf die Leberwurst. Sie spricht allerdings nicht mit mir. Es ist die Tupperdose, die mir gerade in mein Ohr flüstert.

‚Brot kann schimmeln, was kannst du?‘

Ich blicke auf die Tupperdose. Mein Verstand ist bereits rücklings aus der Teeküche geflüchtet.

‚Ey, Mann! Jetzt wirf mich endlich weg, bevor ich mit der Leberwurst da hinten noch eine biochemische Verbindung eingehe, die die Menschheit vernichten könnte.‘

Mit einer fahrigen Handbewegung schnappe ich mir die Tupperdose und neugierig wie ich bin, muss ich natürlich hineinschauen. Ein weniger obszönes Pilzgewächs, dass einst ein Stück Butter gewesen war, grinst mich grünbläulich an. Himmel, es lebt wirklich schon. Ich schmeiße es mit samt der Tupperdose in den Mülleimer und wasche ungefähr 18tausend mal meine Hände, bis sie ganz rot und wund sind. Mit zitternden Fingern gehe ich an meinen Platz zurück, ohne mir auch nur einen Tee gemacht zu haben.

Ich blicke auf den Adventskalender und traue mich nicht recht, das 18. Türchen zu öffnen. Tue es aber dann doch. Es war Schokolade drinne. Einfach nur Schokolade. Ich gehe nochmal zum Kühlschrank und werfe auch die Leberwurst weg. Es ist gut so, weil Morgen hätte sie wahrscheinlich mit mir geredet und bevor sie auch noch bei mir einziehen will, hau ich sie lieber in die Tonne.

Als ich wieder aus der Teeküche schlich, konnte sie im Mülleimer leise mit der Butter flüstern hören. Ich glaube, die beiden obszönen Pilzgewächse wollen, von unserem eh schon widerlichen Mülleimer aus, die Weltherrschaft an sich reißen. Die Butter ist ‚The Brain‘ und die Leberwurst ist ‚Pinky‘.

Munich 20:15

Munich 20:15

Die Dämmerung kroch ganz langsam über die Stadt, so langsam eben, wie die letzten Sonnenstrahlen ihr warmes, rotes Leuchten über sie getaucht hatte und sich nun langsam wieder zurückzogen, wie ein Hund mit eingezogenen Schwanz, besiegt nach einem Kampf.

Ich wache auf, von meinem eigenen Sabber, der mir vom Kinn in mein Dekolleté tropft. Schlaftrunken wische ich mit meinem Ärmel meine Wange trocken und stecke meine beärmelte Hand zwischen meine Brüste.

Ich checke es halt jetzt erst, dass ich im Auto sitze, komisch ich muss wohl auf dem Lenkrad eingeschlafen sein. An der Ampel, alles klar. Der Motor meines Wagens läuft noch und der Exorzist in meinem CD-Player auch, also kann es ja nicht lange her sein, als ich eingeschlafen bin. Ich zieh die Hand aus meinem Ausschnitt. Eine Menge Spucke für einen Sekundenschlaf. Ich blicke auf die Ampel. Die ist aus. Nicht blinkend aus, sondern ganz aus. Ich blicke gedankenverloren auf die Kreuzung. Da war ja niemand. Keiner. Kein Auto. Kein Fußgänger. Kein Radfahrer. Auch keine Tram. Hatten wir wieder Fußball-WM und war Deutschland wieder im Endspiel und ich habe es mal wieder nicht mitbekommen?

Vorsichtig krieche ich mit meinem Auto ganz langsam über die Kreuzung, die Nadel vom Tacho bewegt sich quasi nicht. Die Digitalanzeige meines Autos zeigt mir 20:15 Uhr und die Außentemperatur von 20 °C an. Wir müssen Sommer haben… afo… away from office… Amt macht einfach brainfucked. Schließlich bin ich drüber über die Kreuzung und fahre auf die Donnersberger Brücke. Und eigentlich sollte ich mich nicht mehr darüber wundern, dass meine Arbeit mir scheinbar den Resetknopf meines Gehirns durchgedrückt hat. Kein Wunder, dass mir der Sabber aus dem Mund läuft. Aber, ich checks echt nicht. Kein Auto. Kein Fußgänger. Kein Radfahrer. Auch keine Busse. Die Anzeigen an den Haltestellen sind aus und ich rausche wieder von der Brücke und blicke über die Stadt. Sie erstrahlt in der Restsonne und ansonsten strahlt halt mal gar nichts. Stromausfall. Ein richtig großer Stromausfall vielleicht. So ein Stromausfall, der beim RTL einen Sendeplatz bekommen hätte. Hm. Wie geil.

Kein Auto behindert meinen Heimweg. Auch mal schön. Auf der Landshuter Allee bemerke ich, wie der Grünstreifen ziemlich hoch gewuchert, langsam die Fahrbahn begrünt. Komisch die Stadtwerke schlafen wohl auch in letzter Zeit oder es ist ein echt langer Stromausfall und ich hab halt die letzten Wochen und Monate mal gar nichts mitgekriegt. Hm. Ich fahre eh in der Mitte der beiden Spuren und scheiße auf die Schlingpflanzen, die in meiner Fantasie mein Auto fressen wollen.

Ich blicke wieder in die Ferne und sinniere darüber nach, wo die bei uns im Amt das Stromaggregat versteckt haben und wer da literweise Diesel einfüllt. Der alte Wachmann mit dem Elektroschocker schlürft gerade humpelnd in meine Gedanken, mit einer Dieselkanne in der anderen Hand und tränkt das hungrige Aggregat. Schlürf. Das Einzige was in der großen Stadt noch leuchtet, ist das rote Matschauge in meinem Rücken und die Kegel meiner Scheinwerfer.

Über dem Olympiagelände kreisen die Krähen im Wind. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, machen sie eigentlich immer, wenn der Wind über den Olympiapark pfeift. Ist ein sehr ergreifendes Bild. Und die Einzigen, die heute Nacht Spaß haben, sind wohl die Krähen im Wind. Mir war vorhin gar nicht aufgefallen, dass Wind ging. Die Bäume biegen sich im Wind. Krasser Wind eben. Langsam wird die Sicht immer schlechter, weil die Sonne nun vollends untergegangen ist. Jetzt wäre eigentlich der Moment, an dem die Straßenbeleuchtung angehen müsste und das beklemmende Gefühl vertreiben sollte, dass sich jetzt langsam aber sicher in meinem Magen ausbreitet. Pfeifendeckel. Die Nacht fällt. Himmel, heut kommt das Dunkel aber schnell, wir sind doch nicht in Afrika. Keine Lichter gehen an, die große Stadt bleibt im Dunkeln.

Ein gelber Mond geht über den Bäumen des Olympiageländes auf und die schwarzen Krähen geben den merkwürdigen Vorahnungen, die sich nun langsam in meinem Kopf zusammenbrauen, den nötigen Antrieb. Paranoia lässt grüßen. Der gelbe Mond strahlt sein surreales Licht, wie ein Flakscheinwerfer, übers Olympiagelände. Aber wenigstens hat der Mond ein Einsehen und leuchtet heute Nacht.

Der Wind ist noch heftiger geworden und Blätter und kleine Äste wehen über die Straße. Der Wind treibt auch große, schwere Wolken über den Himmel, die nun zu weilen den Mond verdecken. Mist. Das war es dann mit dem Flakscheinwerfer. Als allerdings ein rollender, runder Busch vor meinem Auto über die Straße huscht, bremste ich scharf und blicke ihm ungläubig nach. Da ist doch was faul. Es ist keine Sau auf der Straße, aber rollende Büsche springen über die Fahrbahn. Verdammt. Ich lasse die Scheiben ein Wenig hinunter und der Wind bringt frische klare Luft herein, erschreckend frische Luft. Komisch. Ich stehe mitten in der großen Stadt unweit von der am schlimmsten, feinstaubbelasteten Stelle der Stadt und es riecht nach einer blühenden Alm im Nachtwind. Ich blicke wieder auf die Digitalanzeige meines Autos und es ist 20:15 Uhr und es hat nur noch 15°C. Ich schüttle meinen Kopf und blicke wieder auf die Anzeige: 20:15 Uhr und nur noch 13°C. Der Fehler in der Matrix wird von den Hintergrundgeräuschen des Exorzisten nur noch verstärkt. Ich schalte schnell meinen CD-Player aus, bevor noch Blut und Schlonze aus den Lautsprechern fließt. In der Matrix ist alles möglich. Verzweifelt warte ich auf eine doppelte schwarze Katze, die vom Wind über die Straße getrieben wird. Nein, keine Katze. Aber ein zweiter rollender Busch. Hm. Da sind sie wieder meine zwei Probleme.

Nachdem nach wie vor niemand hier ist, auch keiner kommt, wende ich mitten auf dem Verbindungsstück zum Frankfurter Ring und fahre äußerst verkehrswidrig in Richtung Mittlerer Ring zurück, um zu sehen, ob sich da was rührt. Sich wie der letzte Mensch auf Erden fühlen, hab ich mir nie so nervenzerreißend vorgestellt.

Regen setzt ein. Unglaublicher Regen. Ich schließe schnell die Fenster, werde aber trotzdem ziemlich nass. Der Regen riecht gut und fühlt sich sauber an. Aber draußen geht der Punk ab. Ich fahre langsam weiter. Große Äste stürzen auf die Fahrbahn und mein Scheibenwischer macht nicht mehr so wirklich mit. Ich komme noch bis zu einer der Brücken zwischen Olympiahalle und BMW. Ich habe bereits das Gefühl, dass mein Auto im Rollen schon Aquaplaning kriegt. Ich kann nicht genau sagen, unter welcher der Brücken ich nun stehe, weil einfach alles dunkel ist, hier. So dunkel, wie im Arsch eines Homophobikers.

Da die höchste Stufe meines Scheibenwischer nicht mehr nachkommt und ich die Lichter meiner Scheinwerfer nicht mehr erkennen kann, obwohl ich scheinbar unter einer Brücke stehe, schalte ich meinen Scheibenwischer aus. Ich blicke paranoid auf die Digitalanzeige meines Autos und es ist ja kaum zu erraten: 20:15 Uhr und 6°C. Die Tankanzeige, sie leuchtet schon. Meine Güte, warum tanke ich eigentlich nie voll. Ich mache vorsichtshalber den Motor aus, schalte aber die Warnblickanlage und den Radio an. Immer noch der Exorzist. Zitternd schalte ich von CD auf Radio. Rauschen. Ich drücke nervös auf den Sendersuchlauf. Ich warte eine halbe Ewigkeit. Nichts. Nur Rauschen. Ich drücke auf AM und wieder auf den Sendersuchlauf. Rauschen. Ein Blitz erhellt den Himmel. Ich kann für den Bruchteil einer Sekunde die BMW-Welt sehen. Beziehungsweise, das was davon übrig ist. Bevor ich begreife, was ich da scheinbar durch die nasse Scheibe zu erkennen glaube, lässt der folgende Donner die Scheiben meines Autos erzittern. Augenblicklich hatte ich ein Pfeifen im Ohr. Der Radio rauscht immer noch und ich starre wie gebannt auf meine Windschutzscheibe. Ich kann meinen Atem sehen. Alles Klar. Kann ich aus der Horrorstory noch aussteigen? Geistesgegenwärtig lasse ich den Motor an und mach den Scheibenwischer wieder an.

Auf der Digitalanzeige steht, wie wahr es auch anders zu erwarten: 20:15 Uhr und -4°C. Jetzt kriege ich Panik. Der nächste Blitz macht die Nacht zum Tage und ich kann erkennen, dass die BMW-Welt tatsächlich eingestürzt ist. Weil…. Donner. Ich schrecke zusammen und fasse mir ganz unwillkürlich ans Herz. Das Pochen übertönt nun das Pfeifen in meinem Ohr und ich blicke aus dem Seitenfenster, da wo eigentlich der Olympiaturm hätte sein müssen. Der nächste Blitz bestätigt meine Vermutung. Der Turm ist über den Ring gestürzt und hat die BMW-Welt zermalmt. Den nächsten Donner höre ich schon gar nicht mehr. Mein Verstand hat sich wohl bereits auf die Socken gemacht, so dass das nächste Bild vom Blitz erhellt mich den Verstand nicht mehr verlieren lassen hätte können. Große Tentakeln glitten über den umgestürzten Turm und waberten auf mein Auto zu. Dahinter kam ein riesiges dunkles Auge zum Vorschein und die monströse Hand eines klavierspielenden, grünen Riesen und dann war wieder alles dunkel. Das Rauschen des Radios drang wieder an mein Ohr. Und dann kommt tatsächlich etwas aus dem Radio…

Düüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüh. Ich schrecke hoch. Weil hinter mir jemand hupt, ich bin an der Ampel eingeschlafen. An der Donnersberger Brücke. Die Ampel schaltet auf rot. Ich wische mir den Sabber vom Kinn. Im Radio läuft: Last Christmas. Es ist 18:47 Uhr, es hat -4°C.

Eine hell erleuchtete Trambahn fährt an mir vorbei. Das öffentliche Reality-Live in dieser Tram kommt mir surreal vor. Menschen in dicken, bunten Jacken und bunten Einkaufstüten, die nur nach Hause wollen, um die Tür vor dem Horror des Alltags hinter sich zuzuschlagen. Es wird Grün. Ich gebe Gas und fahre auf die Donnersberger Brücke, die Stadt blinkt und leuchtet wie nie.

P.S. Ich hatte wohl vergessen, mein 15. Türchen vom Adventskalender zu öffnen.

Akte 14 – Monster of the Week – Der Wachmann

Akte 14 – Monster of the Week – Der Wachmann

Im Amt. Montag. Es ist 18.30 Uhr. Das Adventskalendertürchen ist noch unberührt. Die Büros liegen im Dunkeln. Nur vom Gang strömt Licht herein. Man kann nur ein gleichmäßiges, mechanisches Klicken hören, alle paar Sekunden. Von Weiten ist ein lautes Türknallen zu hören. Knall. Der Klicklaut verstummt, nachdem ein langgezogenes Pfeifen zu hören ist. Man hört, wie ein Gerät eine Seite einzieht und bedruckt. Knall. Nach ein paar Sekunden kann man einen Kugelschreiber über Papier kratzen hören. Knall. Wieder das mechanische Klicken, das schätzungsweise von einem Tacker stammt. Papierrascheln und ein Knall. Schlurfende Schritte sind zu hören. Knall. Nun kann man in den Raum sehen, von dem die Bürogeräusche kamen, dort brennt noch Licht und etwas bewegt ist darin. Eine sichtlich überarbeitete Mitarbeiterin mit wirren Haaren, faltet einige Ausdrucke in der Mitte und kritzelt auf die Oberseite irgendwas Unentzifferbares. Soll das Grumpftl heißen? Knall. Die Mitarbeiterin klemmt sich die gefalteten Papiere unter den Arm und läuft aus dem Raum. Knall. Den Gang entlang, um an der Ecke scharf abzubiegen und den anderen Gang wieder zurück zulaufen. Knall. Sie bleibt stehen. Stille. Aus einem leeren dunklen Büro hört man ein Rascheln, ein Knistern, das dabei entsteht, wenn man ein Bonbonpapier öffnet. Wachsam aufblickend, verschwindet die Mitarbeiterin in ihrem Büro. Durch die halboffene Tür konnte sie den Wachmann aus dem dunklen Nachbarbüro kommen sehen. Knall. Die Tür ist zu. Augenscheinlich lutscht er an einem Bonbon. Er hinkt den Gang entlang, ein Bein nachziehend, den Elektroschocker fest in der Hand und den Rücken zum Buckel gebeugt. Igor lässt grüßen. Er zieht die Luft keuchend ein und humpelt weiter. Man kann seinen Atem hören und ein penetranter Duft nach Eukalyptus zieht ihm nach. Es muss ein Hustenbonbon gewesen sein. Bonbonklauer. Er greift nach der nächsten Türklinke und Knall. Die Mitarbeiterin blickt zu ihrem Adventskalender, das 14 Türchen steht sperrangelweit offen, panisch läuft sie drauf zu und blickt hinter das 14. Türchen. Und was sie da erblickt, lässt ihren Blutzuckerspiegel rapide gen China sinken.

Der Wachmann hörte nur noch ein: ‚NEEEEEEEEEEEIIIIIIIIIIINNNNNNNNNNNN!‘ weit entfernt und eine Tür knallen und die Glastür auf und zu schwingen. Grinsend humpelt er weiter, den Elektroschocker fest in der Hand. Knall.

Aus der Rubrik: Die verschwundenen Adventskalender-X-Akten 2009 – Monster of the Week

Jetzt schlägt’s aber 13 – Doppeldrücker leben länger?

Jetzt schlägt’s aber 13 – Doppeldrücker leben länger?

Himmel ich habe verschlafen. So ein Mist. Ich springe auf, ziehe mich an, renne ins Bad und mit der Zahnbürste im Mund ins Auto. Ich rase in die Arbeit. Scheiß auf Geschwindigkeitsbegrenzungen. Als ich endlich an der Stempeluhr ankomme, ist es kurz vor 13 Uhr. Verdammt, das wird ein langer Tag heute. Mein Kopf saust, als ich auf den Aufzug warte. Ich drücke auf der einen Seite den Knopf nach oben und natürlich geht die Aufzugtür auf der anderen Seite auf. Ich drehe mich um, schlürfe resigniert hinüber und steige ein. Fiep und ich drücke den vierten Stock. Scheiß Hochsicherheitstrakt. Im ersten Stock hält der Aufzug, die Türen gehen auf, es ist niemand da. Hm. Die Türen gehen zu und der Aufzug setzt sich wieder in Bewegung, um im zweiten Stock wieder zu halten. Ich sehe noch, wie sich auf der anderen Seite die Aufzugtüren wieder schließen. Boa, immer diese Doppeldrücker! Ich werd hier eines Tages noch Amoklaufen. Ist es denn so schwer nur auf die eine Taste zu drücken, die man extra mit einem Richtungspfeil gekennzeichnet hat:

Ich will nach oben, ich drücke auf die Taste mit dem Pfeil nach oben.

Ich will nach unten, ich drück auf die Taste mit dem Pfeil nach unten.

Ist ja nicht so schwer!

Der Aufzug hat mittlerweile im dritten Stock gehalten und ich habe mir schon überlegt, mit meinem Laptopkabel Amok zu laufen. Aber nachdem keiner im Gang war, habe ich die Doppeldrücker nochmal verschont. Murphys Law wurde ausschließlich dafür erfunden, um mich den ganzen lieben Tag damit zu ärgern, morgens, mittags, abends, Tag ein Tag aus…

Es ist bereits weit nach 13 Uhr, als ich endlich im vierten Stock ankam. Ich schleiche mich den Gang entlang, in der Hoffnung von niemanden entdeckt zu werden.

‚Jetzt schlägst aber 13, Frau Rösner!‘ höre ich aus dem Büro meines Chefs. Ich humple in einer devoten Haltung vorbei und versuche zu lächeln, während ich meine Mütze zum Gruß lüpfe.

Ich denke mir das Obligatorische: ‚Ja, ja, leck mich am A…!‘

Das morgendliche Wachwerd-Ritual, wenn auch ein wenig spät, beginnt: (Und wehe ich werde von einem Kollegen gestört, bevor mein Hintern zum ersten Mal auf meinem Stuhl sitzt und ich meinen Tee getrunken habe…)

Bürotür auf, Tasche auf den Schreibtisch, Jacke aus und über den Stuhl, PC an, ab in die Teeküche, Wasser aufsetzen, wieder zurück ins Büro, Fenster auf, Blenden und Außenjalousien runter (auch im Winter!), Passwort eingeben, mit Teebeutel und Tassen zurück ins Teekammerl, die Tassen waschen, Tee aufgießen, ab ins Büro, Tür zu und verkriechen bis mit der Wachmann mich raus wirft. Wäre ich nicht so übernächtigt gewesen, wäre mir bereits an dieser Stelle aufgefallen, dass wir einen Fehler in der Matrix haben und somit die Glaubwürdigkeit dieser Geschichte rapide gen China sinkt.

Aber ich arbeite bis ich kurz vor 18.30 fieberhaft an meinen Fällen und werde erst durch lautes Türen zuschlagen von meiner Arbeit hochgeschreckt. Irgendwann bleibt mir noch mal das Herz stehen. Der Wachmann dreht wieder seine Runden unten im dritten Stock und knallt die Türen, damit ihn auch ja jeder hört. Ich blicke zu meinem Adventskalender. Verdammt, den habe ich heute ganz vergessen. Ich denke mal wieder nicht nach und mache das 13. Türchen auf und hole ein kleines Schokoladenhandy (oder so was in der Art) heraus und vernasche es, dann renne ich zum Drucker, um meine Ausdrucke zu tackern.

Die Abteilung ist wie ausgestorben, was mich aber nicht weiter verwundert. Ist ja wie jeden Tag um 18.30 Uhr hier im Amt. Ich renne aufs Klo und als ich nach meiner Verrichtung den Toilettenraum wieder verlassen wollte, steht der Wachmann vor mir. Wir erschrecken beide und er zückt einen Elektroschocker.

Ich höre nur noch ein Knistern…brrrrrzzzzzl… und schrecke aus dem Schlaf hoch.

Verdammt Frau Rösner, wir haben den 13. Dezember 2009, es ist genau 13.00 Uhr und du hast geschlafen und geträumt, weil es Sonntag ist und am Sonntag will keiner arbeiten.

Aus der Rubrik: Die verschwundenen Adventskalender-X-Akten 2009

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