Die alte Vettl – Das Leben vor dem Tod

Die Geburt, das Leben und der Tod – Heute: Das Leben vor dem Tod.

(Die Lebens- und Leidensgeschichte von der alten Vettl aka. das Rattenweib)

Nachdem diesem ersten Con mit der alten Vettl, werde ich auch in meinem Privatleben alte Vettl genannt oder Rattenweib, oder beides. Mittlerweile habe ich mich echt dran gewöhnt und ich zucke nicht mehr erschreckt zusammen und versuche danach im Boden zu versinken, wenn ich ‚Alte Vettl‘ höre. Erschreckender Weise wurden mir schon Geschichten von der alten Vettl und/oder dem Rattenweib erzählt, die ich noch gar nicht kannte. So sind sie die Larper, einfach mal nicht dabei gewesen sein, aber coole Geschichten Personen erzählen die dabei gewesen sind. Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Das ist mir auf dem Wald der tausend Schicksale auch passiert, da hat mir jemand meine eigene Klosteingeschichte erzählt. Hm. Egal. Ich war mit der alten Vettl noch auf einem Con, bevor sie gestorben ist. Ich kann mich kaum noch daran erinnern. Wir sind auf jeden Fall viel gelaufen. Bei der Anreise, meinte ein Ork, jetzt mal ganz Out-Time, dass wir die alte Vettl nicht so nennen könnten, das könnte doch meine Gefühle verletzen. Der Lûgburz meinte nur, dass ich ja auch das stinkenden madenzerfessene Rattenweib wäre. Ja, wir sind ziemlich viel gelaufen. Und es wurden Käfige verschleppt und es wurden Tore gestohlen und es wurde gefoltert. Der Lûgburz Gorz ist verstorben und es wurde schon wieder gefoltert. Und wir sind gelaufen. Der erste echte Orknachwuchs hat uns besucht und dann war auch schon der Nightmare. Zum Nightmare nur so viel. Der Lûgburz wurde von den Evil-Twins ins Bett getragen, er war auch der Erste, der an dem Abend ins Bett getragen wurde. Hm. Ich habe dem Machoarschloch ein bisschen Wodka vom Bauch geleckt und merke mal wieder dass ich immer wieder unterschätzt werde. Irgendwann hatte ich nur noch einen BH und eine Hose an. Sehr untypisch für mich. Dann habe ich im völlig betrunkenen Zustand meine Pois entjungfert. Eigentlich die Geburtsstunde meines Feuerkünstlerdarseins. Und, liebe Kinder bitte nicht nachmachen. Vorallem nicht betrunken. Ich glaube auch, dass ich das Machoarschloch noch mal im Gesicht abgeleckt habe. Aber ich habe ihm keinen geblasen, da bin ich mir ziemlich sicher. Und der Lûgburz war ja leider schon im Bett. Hm. Im Nachhinein, fand ich diese Party eigentlich ganz schön langweilig war und ich muss sagen, dass es mit Partys immer so ist, wie mit legendären Sex, es wird nie wieder so geil, wie es schon mal war und irgendwann kann man es einfach nicht mehr toppen…. hm. Als, ich alleine im Bett war, hatte ich eine Vision. Irgendwann werde ich dem Lûgburz noch einen Blasen…und am nächsten Morgen bin ich aufgewacht und hatte Tränen in den Augen und ein Breiten Grinsen im Gesicht.

Bevor wir zum Tod der alten Vettl kommen, waren da noch eine Privatparty an der ich meine Aufwartung gemacht habe. Außer das Gefühl ständig unterschätzt zu werden, dass ich immer habe, wenn ich mit den Jungs zusammen bin, habe ich niemanden einen Geblasen. Dann habe ich die ganze Nacht geträumt gehört, dass jemand mit einer ganz kleinen Luftpumpe ein riesiges Luftbett aufgepumpt haben musste. Irgendwann wurde ich dann vom Machoarschloch aus dem Schlaf gerissen, mit der Frage, ob ich ihm jetzt einen Blasen würde. Ja, genau. Immer und Jederzeit, Baby! Aber verdammt noch mal nicht, wenn ich schon geschlafen habe.

Irgendwie glaube ich langsam, dass ich an Gedächtnislücken leiden, seit dem ich die alte Vettl spiele, irgendwie habe ich die Hälfte bestimmt vergessen…hm. Komisch, dass muss am vielen Alkohol liegen. Aber dabei trinke ich doch in den wenigsten Fällen wirklich was, oder?

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Die alte Vettl – Das Leben

Heute: Das Leben ist ein Plot

(Die Lebens- und Leidensgeschichte von der alten Vettl aka. das Rattenweib)

Ich komme also aus dem Wald und laufe den ersten Orks in die Klauen. Die Jungs von den Eisenfressern interessieren sich nicht wirklich für mich, also werde ich ins Lager der Skullrott geschleift, wo mich der Lûgburz fragt ob ich eine SkruutchGru wär? Er meint, ob ich eine Schamanin wäre, dass stimmt doch irgendwie. Nachdem ich keinen Namen habe, nennt er mich kurzerhand Rattenweib und das habe ich mir im Nachhinein auch wirklich verdient. Nachdem ich mich im Gelände zumindest In-Time auskenne, werde ich in den Wald geschleift. Wir stecken mitten im Plot (Der eigentlich in meinem Mieder zwischen meinen Titten steckt und ich habe ihn natürlich noch nicht gelesen!), obwohl wir gar nichts dafür oder dagegen gemacht haben. Ich bringe den Lûgburz langsam aber sicher zur Weißglut. IT würde er mich am liebsten dafür umnieten, weil ich so langsam bin, aber OT findet er es richtig geil, glaube ich zumindest. Ich finde ihn auch richtig geil und würde ihm am liebsten einfach einen Blasen. (Ich bin also außerordentlich inspiriert!) Des wäre nicht nur In-Time, sondern auch Out-Time ziemlich intim, für des dass ich die meisten Jungs grade erst seit einem Tag kenne. Also halte ich mich widerwillig zurück und blase In-Time aus dem letzten Loch. Irgendwann haben sich sogar die Orks im Wald verlaufen. #SL-Modus# an: Ich ziehe meine Funke aus dem Mieder, mache sie an, drücke meinen Schamanenstab irgendeiner geilen Drecksau in die Hand und flitze einen Hügel hinauf. Oben angekommen, kann ich meine SL-Kollegen nicht nur hören, sondern auch sehen, ich mache also die Funke aus und stecke sie wieder zum Plot und rase den Hügel wieder hinunter und in dem Moment als ich meinen Schamanenstab wieder in Empfang nehme, geht der #SL-Modus# aus und der #Rattenweib-Modus# an: ‚Habt Ihr etwa auf mich gewartet?‘ Ich kann mich ja doch ein wenig schneller bewegen, als sie gedacht haben. Böser Fehler, jetzt wissen sie Bescheid, dass ich unerwarteter Weise eigentlich ganz gut (mit Holzschuhen!) zu Fuß bin.

Der Lûgburz, ist übrigens der Chef der Truppe und er tritt meistens zu zweit auf, der Lûgburz Slaithopp und Lûgburz Gorz, sie führen unter Zuhilfenahme dreier Lûgdush, die jeweils eine Lugdushar befehligen, die den ganzen Haufen an. (Danke nochmal an den Gorak für die orkische Rechtschreibung) Ich versuche mir nicht anmerken zu lassen, dass ich gar überhaupt keinen Peil habe. Bin völlig verwirrt, aber ich habe ja immerhin noch den Plot, den ich immer noch nicht gelesen habe und die Funke, die irgendwo in meinem Mieder verschwunden ist.

Irgendwann treffen wir auf die Druchii, die irgendwie gute alte Freunde von den Skullrott sind. Sie fragen nach meinem Namen und nach meinem Rang. Rattenweib und mein Rang ist jetzt Alte Vettl. Und die Druchii sprechen Alte Vettl so aus, als wäre es wirklich und wahrhaftig ein Rang.

Von da an pendle ich also immer zwischen dem Lager der Skullrott und dem Lager der Druchii hin und her, bis ich auf der Seite der Menschen von einem Inquisitionszwerg aufgehalten wurde. Von wegen ich solle doch in mein Reservat zurückkehren und ich wäre hier verboten. Ob ich denn Kochen könne, weil wenn ich kochen könne, wäre ich eine Hexe und somit auch verboten. Dieser kleine Inquisitionszwerg ging mir gewaltig auf den Zeiger, also steckte ich ihm kurzerhand einen Baumschwammerl in den Mund. Die Menschen spenden fröhlich Applaus. Schon wieder was gelernt! Ist der Mund erst mal gestopft, dann halten auch Männer erst mal die Schnauze.

Die Druchii haben einen verschlüsselten Text gefunden, den ich laut Orga auch lesen kann, warum ich des nicht gleich gesagt habe, es hat mich ja keiner gefragt. Blöd ist nur, dass die Orga den Klartext verschmissen haben und ich weiß nur das Ergebnis. Die Druchii möchten allerdings den kompletten Text, also übersetze ich kurzerhand von Hinten einen total bescheuerten Text mit lauter Eigennamen als Inhalt, während die Orks im Lûgburzzelt über Pornos diskutieren und Umbug für mich klickt.

Kaum ist der Text fertig muss ich mit den Druchii in den Wald, zu der Miene, in der Nacht bis ans andere Ende vom Spielgebiet, da waren wir doch heute schon zweimal. Zum Glück kotz ich nicht so ab, wie so manch anderer. Wir kriechen also in die Miene und geben den Code ein und kommen in eine Kammer und natürlich nur weil ich mich falsch bewegt habe, geht plötzlich ein Dämon auf uns los. Der metzgert sich so mal eben durch eine Kohorte Druchii und eine Handvoll Orks und mein Ohr. Irgendwie ist der Optio völlig im Arsch und die Einzige die ihm das Leben retten kann, bin ich. Bloß die Druchii haben genauso ein Problem mit Magie, wie die Skullrott. Zum Glück musste der Optio erst so lachen, als ich mein Ritual anfing und später hatte er leider meine Ratte im Mund, somit konnte er erst mal nicht weiter mein Ritual stören, was ihm sein Leben rettete. Dann konnte er auch keine Befehle mehr geben, was im Endeffekt auch mir das Leben rettete. Ein Legionär stand schon mit seinem erhobenen Schwert hinter mir. Beim Rückmarsch musste ich noch einen anderen Legionär tragen, weil er sich weigerte, sich von mir heilen zu lassen. Kurz vorm Lager, wäre er dann auch beinahe verreckt, also durfte ich ihn dann doch heilen. Ach, nachdem wir diesen Dämon erledigt hatten, hatten wir alle eine Wir-fliegen-wie-Supermann-durch-den-Wald-Vision, die haben wir wohl alle verdrängt.

Im Nachhinein hab ich die Hälfte aller coolen Aktionen vergessen und kann sie nur ansatzweise wieder geben, so ein Ostercon ist halt verdammt lang und es sind verdammt viele Eindrücke, die schon seit Jahren in meinem Kopf schlummern und jetzt wo es an der Zeit ist alles aufzuschreiben, habe ich doch die Hälfte vergessen. Da gab es eine Gerichtsverhandlung bei den Skullrott. Ich weiß nicht mehr so genau, um was es ging, aber zum Schluss waren alle angeklagt und keiner so wirklich verurteilt. Sehr skurril, Matlock auf Skullrott, der Brüller!

Dann hatten wir noch den Faun gesucht, gefunden, besucht, beschimpft, seinen Steingolem umgestimmt, den Faun mit einer Baumfalle gefangen und was auch immer mit ihm angestellt.

Ich habe ganz viele Knochen und Baumschwammerl im Wald gefunden. Der Ostergnom war da und hat uns seine Eier geschenkt.

Dann war da noch so ein Baum des Todes im Wald. An dem haben sich sie Spieler schon die Zähne ausgebissen hatten und beim Anwenden von Magie eine ganze Spielergruppe abgefackelt haben, inklusive der alten Vettl. Bis die Skullrott und die Druchii mitten in der Nacht auf die Idee kamen, den Baum auf einen nichtmagischen Weg einfach abzufackeln, mit Orkpisse. Es wurde im stummen Gebet gegraben, dann wurde der Baum mit Orkpisse beschüttet und dann im Dunkeln mit 10 Brandpfeilen beschossen und getroffen im Dunkeln. Unglaublich aber war. Dann hatten wir irgend so ein Artefakt mit dem keiner was anfangen konnte.

Dann war irgendwie Endschlacht und ich wollte das Artefakt untersuchen. Die Druchii ließen mich in Ihrem Lager zurück, ich gab dem Optio meine Ritualwaffe mit, da ich nicht garantieren konnte, dass dieses Ritual funktioniert und irgendjemand würde mich aus dem Schutzkreis befreien müssen, falls einer von uns beiden die Scheiße überleben würde. Alle Druchii sind also weg und ich mache ein Blutritual im Zelt der Druchii! Ritualende, ich bin bewusstlos mit IT aufgeschnittenen Pulsadern mit Adernpresse an den Oberarmen im Schutzkreis.

Die Spieler, dessen Artefakt ich gerade untersucht habe, kommen ins Zelt. Sie sind total paranoid und verängstigt, die Druchii könnten sie erwischen. Das Erste was sie meinten erkannt zu haben, dass die Druchii die alte Vettl umgebracht hätten, weil sie augenscheinlich ein bestialisches Blutritual mit ihr gemacht haben. Okay, ich melde mich als SL und stoße die bescheuerten Spieler mit der Nase darauf, dass ich in einem Schutzkreis liege und dass Messer noch in der Hand habe und meine Arme abgebunden sind, damit ich eben nicht sterbe. Okay, die Spieler meinen jetzt, dass die Druchii verdammt gerissen meinen Selbstmord vorgetäuscht haben. Die Druchii müssen echt gewaltige Magier sein. Die Spieler hauen unverrichteter Dinge ab, weil irgendjemand die Druchii gesehen hatte. Es war nur ein Legionär, er rettet mich aus dem Schutzkreis, hat die Spieler leider nicht erwischt, schade aber auch. Das wäre ein Reisenspaß gewesen, wenn sie sich OT in die Hose gemacht hätten.

Der Optio liegt schwer verletzt bei den Skullrott im Lager. Ich werde zusammengeflickt und dann überrollt uns der Hauptplot. Ich soll jetzt die Oberdämonentussi ins Jenseits befördern. Ein Druchii ist schon tot, verstorben an einem Trittmich und es werden alle Anderen auch sterben, wenn ich jetzt nicht was mache, meint die Orga. Die Kerfreker wollten mich noch daran hindern, netter Versuch. Frisch zusammengeflickt, muss ich nun mit einem gefälschten Keriden zusammen einen ökumenischen Blutgottesdienst machen, um den Geist von dieser Oberdämonentussi zu bannen und dann ins Jenseits zurückzuschicken. Aber man soll sich doch nicht zweimal am Tag entleiben. Dafür komme ich noch in die Hölle.

Der Con ist vorbei und wir können zur Party übergehen. Ein sogenannter Nightmare fällt aus ungenannten Gründen aus. Alle betrinken sich und ich zieh mir langsam Latex und Mastix vom Gesicht. Mein Körper moniert die letzten Kilometer, (gefühlte 80) die ich in den letzten 5 Tagen gelaufen bin, wenn ich jetzt Alkohol trinken würde, dann würde ich sofort ins Koma fallen und nie wieder aufwachen. Ich komme mir auf der Party echt fehl am Platz vor, aber nachdem irgendwie alle coolen Leute hier sind, bleib ich mal da und warte mal ab, ob sich noch was interessantes passiert. Draußen ist es eiskalt und die Jurte ist bis oben hin gefroren. Ich bleib jetzt wach, bis es wieder hell wird, dann erfriere ich heute Nacht wenigstens nicht, sondern erst in der Früh. Die meisten sind schon im Bett, nur das Machoarschloch gräbt noch an einer blonden Schönheit, die nicht im Mindesten an ihm interessiert ist. Der Lûgburz döst auf seinem Stuhl vor sich hin und gibt ab und zu einen Kommentar. Ich sitze auf einem Tisch, neben mir ein Exemplar Ork Marke Geile Drecksau und ich ärgere ihn mit meinem Fuchsschwanz. Irgendwann liegt er auf meinem Schoß und ich kitzle ihn weiter mit dem Fuchsschwanz. Das Machoarschloch lässt verlauten, dass das ekelhafte Rattenweib dem armen unschuldigen Uglathar ihren Schwanz ins Gesicht hält. Darauf erwidere ich trocken: ‚Und er liegt auf meiner Muschi!‘ während ich das Katzenfell unter seinem Kopf herausziehe und dem Machoarschloch vor der Nase rumwedele. Des ging dann eine ganze Weile so weiter, bis wir irgendwann zu der Erkenntnis gekommen sind, dass uns dieser Klicker Outtime (OT) negative beeinflusst. Irgendwann springt der Lûgburz in seinem lila Schlafsack auf und mit den Worten, dass ja bei der kranken perversen Scheiße, die wir da labern kein Schwein schlafen könne, aus dem Zelt. Draußen hat es Bodenfrost! Wir decken ihn noch mit einem Banner zu und hoffen inständig, dass er nicht erfriert. Irgendwie haben wir dann die Funke in meinem Mieder gefunden. Ich melde ein OT-Ritual zum Zerstören des OT-Artefaktes (der Klicker) bei der Orga an. Später funken wir nochmal, dass wir gerade von einem riesigen lila Killerwurm angegriffen werden und ob des noch zum Plot gehören würde. Wir konnten selbst nach inständigen suchen den Plot nicht mehr finden, der muss irgendwo zwischen meinen Brüsten verschwunden sein. Irgendwann kam dann Josef wutentbrannt in Boxershorts und Bundeswehrstiefeln ins Zelt gelaufen. Wir wären doch alle stockbesoffen. Er nahm mir die Funke und den Klicker ab. Dann ging er noch zum Lûgburz und säuselte ihm noch ins Ohr, dass wenn er wieder aufwacht, ein wunderschöner großer Schmetterling werden würde.

Ich schrecke aus einem komatösen Schlaf hoch, zuerst habe ich nur das Feuer prasseln hören und dann hat sich wohl mein Gehirn wieder raufgefahren. Um Himmels Willen, ich habe einen Blackout und ich habe keine Ahnung, was ich die letzten Stunden gemacht habe. Warum habe ich einen Blackout, ich habe doch gar nichts getrunken. Es ist schon hell und die Geile Drecksau macht Frühstück. Ich liege immer noch auf dem Tisch und taste nun langsam meinem Körper ab. Puh, ich hatte wohl keinen Geschlechtsverkehr und bin noch vollständig bekleidet. Schade aber auch, aber ich hätte es eh nicht mitbekommen.

Das Machoarschloch ist im Sitzen eingeschlafen, die Blonde Schönheit ist verschwunden und er sabbert vor sich hin.

Ich beschloss, ins Bett zu gehen. Ich hab grade mal ne gefühlte Stunde geschlafen und da bricht die Endschlachtvorbereitung los. Ich könnt kotzen.

Danke nochmal an den Josef für die schönen Ostern und nach langer Zeit (ja…seit Wald der tausend Schicksale) mal wieder einen richtig guten Con und danke an die Skullrott für die Gastfreundschaft und die vielen versauten Gedanken und die gefühlten 6366 Klicks. Und nochmal frohe Ostern.

Die alte Vettl – Die Geburt

Die Geburt, das Leben und der Tod – Heute: Die Geburt

(Die Lebens- und Leidensgeschichte von der alten Vettl aka. das Rattenweib)

Letztes Jahr (mittlerweile müssen es 3 Jahre her sein) kurz vor Ostern bekam ich einen Anruf: ‚Wir wissen du hast Urlaub, wir wissen du hast grad gar keine Kohle, pack deine Sachen, du machst SL, wir holen dich in 2 Tagen ab.‘

Ich durfte eine NSC Klamotte, ein Feldbett, mein Trittmich und meine Senseo-Kaffeemaschine und meine Wenigkeit mitnehmen. Nach zwei Tagen kam ein ziemlich kleines Auto und wir haben es tatsächlich geschafft, alles incl. 3 Personen ins Auto zu kriegen.

Wir kamen am Conplatz an und die Druchii waren schon da. Ich war die einzige Frau unter lauter Männern, was mich ja eigentlich nicht gestört hat, gestört hat mich eigentlich, dass ich bei den Druchii im Zelt saß und Jens ist nicht da, weil einfach tot ist und seine Gruppe, oder was davon noch übrig geblieben ist, ist hier und versucht Spaß zu haben. Meine Stimmung ist eh schon am Boden und der Kontakt mit so vielen alten Freunden machst nicht besser. Und Jörg geht mir auch ab, obwohl er mit den Druchii eigentlich nie was zu tun hatte. Tiefer kann meine Stimmung gar nicht sinken. Ich überspiele mal wieder meine Trauer und mach mit den Jungs ein paar Späßchen. Nix Besonderes, aber alle lachen über meine Witze. Ich kriege irgendwann einen Klicker von Axe und eine Schachtel Mon Cherie in die Hand gedrückt. Ich klicke bei jeder sexuellen Belästigung, bei jedem frauenfeindlichem Witz und um so später der Abend um so öfter klicke ich auch bei meinen dreckigen Witzen. Im Hinterkopf springen immer noch Jens und Jörg Trampolin und die Mon Cherie tun das Nötigste dazu. Ich bin tatsächlich von 5 bis 10 Mon Cherie stockbesoffen.

Ich höre von draußen: ‚Do is d´Taverne!‘ ‚Dei Mudda, Taverne!‘ Oh, Gott die Kerfreker, die haben mir gerade noch gefehlt. Noch viel Schlimmer, die Kerfreker mit dem …. ich könnt kotzen. Mein Klicker ist schon über 100 und die Kerfreker sind sprachlos, dass ich anscheinend doch ganz schön cool bin und sogar richtig gute Freunde zu haben scheine, die mich den ganzen Abend weiter sexuell belästigen. Die Kerfreker sind anscheinend leicht zu beeindrucken. Der Klicker klickt und mir ist schlecht, ich gehe raus um frische Luft zu schnappen und bekomme einen gute Nachtspaziergang angeboten. Und nen Gutenachtfick. Fort folgendes wird zensiert. Der Klicker steht auf gefühlten 580. Es ist 3 Uhr morgens. Ich krieche in meinen eigenen Schlafsack auf mein Feldbett, direkt neben dem tollen Ofen.

Am nächsten Morgen erfahre ich durch das ein oder andere breite Grinsen, dass wir anscheinend so laut waren, dass es irgendwie jeder mitbekommen hat. Ist mir auch egal. Ich hoffe nur, dass die Kerfreker meine ‚Oh, Gott!‘-Schreie bis ins NSC-Lager gehört haben, dann haben sie wieder was zum Reden.

Danke für die Trauerbewältigung, den Ofen, des blöde Gesicht bestimmter Leute und für die Klicks. Mein Ego ist jetzt durchaus gebauchpinselt. Das Con kann jetzt losgehen.

Ich kann nicht schminken, weil die Herren die Gummihandschuhe vergessen haben. Des macht aber nichts, ich mache den Waffencheck für alle Teilnehmer. Ich bin schon gefühlte 12 Kilometer gelaufen, da ich von Lager zu Lager ziehe mit meinen Waffencheck-Bändchen. Bin irgendwann bei den Orks gelandet. Werde in eines der beiden Lager geschleift und es wird mir ne Waffe in die Hand gedrückt. ‚Die geht ja mal gar nicht!‘ Höre ich mich sagen: ‚Sag mal wollt ihr mich verarschen!‘ Und bin schon dabei die Waffe einzuziehen, weil die echt gemeingefährlich ist. Da meint irgend so ein Orktyp, es wäre der Test gewesen, ob ich auch was drauf hätte, ich könne ihm jetzt getrost die Waffencheck-Bändchen mal alle da lassen und dann würd das schon passen…Und dabei guckt er mich mit einem Blick an, dass ich ihm am Besten auch gleich mal einen Blasen könne. Was für ein Machoarschloch. Dann macht einer die Schiebetür eines Vans auf und ich werde ernsthaft geil. Spinn ich, sind das viele Waffen. Ich arbeite mich gefühlte 12 Stunden durch die Waffen der Skullrott Moskutar. Das ist besser als Sex und die blöden Gesichter erst, ich liebe es die böse, weibliche Waffencheckerin zu sein. Hab dann ein Paar Waffen ernsthaft rausnehmen müssen. Aber ansonsten hat es schon gepasst. Ich komme völlig erledigt im SL-Zelt an und werde vor die vollendete Tatsache gestellt, dass wir keinen Orkschamanen haben, weil die Ork-SL irgendwie den Faun spielen muss. Und die NSC´s sind irgendwie nicht befähigt dazu und und und….ich soll doch den Orkschamanen spielen. Orkschamanen männlich! Ich soll jetzt nur noch am Besten den Skullrott beibringen, dass der Schamane eine Schamanin ist. Ich krieg den Plot in die Hand gedrückt und werde als Ersatz-Ork-SL ins Rennen geschickt. Was weiß ich von der Gruppe? Also auf Wald der tausend Schicksale hat meine Ex-Mitbewohnerin mit einem von denen gevögelt und sie hat Monate danach noch von den Skulls geschwärmt und ist ihnen auf Cons nach gefahren. Man muss der gut gewesen sein. Ich will wissen wer das war, völlig uneigennützig natürlich. Ach, und eine der vielen Sanieinsätzen war auch bei denen. Genau der allergische Schock auf Nüsse oder so.

Von der Vorgeschichte von denen hab ich keine Ahnung, des wird schon klappen. Hab mir einen Ork namens Umbug geschnappt und dem armen, jungen Mann den ganzen Abend Visionen gepresst. Von wegen die Schamanin würde im Morgengrauen kommen. Die restlichen Skullrott halten Umbug für völlig bescheuert, könnte natürlich auch an seinem Namen liegen. Hätte mir vielleicht doch einen anderen aussuchen sollen. Irgendwann erbarmt sich dass Machoarschloch unser, der als Ork echt eigentlich gar nicht mal so schlecht aussieht. Muss mir das mit dem Blasen nochmal überlegen. Der weitere Abend, begleitet von unzähligen Klicks, wurde genau erörtert, wann die Schamanin den kommt. Ob sie dann recht schreit, wenn sie kommt. Ob da jemand dabei ist, wenn sie kommt. Ob man ihr dabei helfen soll, und so weiter und so weiter…. ein langer Abend, gefühlte 500 Klicks später, wieder 3 Uhr nachts und ich krieche diesmal geistig durchgevögelt ins Bett. Ich werde dem Machoarschloch keinen Blasen, oder?

Die Schamanin kommt im Morgengrauen, ja alles klar, ich bin mittags mit einem Schrei erwacht und habe dann versucht aus den wenigen Mitteln, die ich dabei hatte, eine Orkschamanin zusammenzubasteln. Ich krieg meinen Kopf rasiert und werde ganz fürchterlich geschminkt. Einen Namen hatte ich auch nicht, egal! Ich laufe mal los. Ab in den Wald, das Gelände ist saugeil. Ich stolpere mit meinen Holzschuhen durch den Wald und ich suche nach einem Schamanenstab und habe nicht nur diesen einen ständigen Begleiter gefunden, sondern auch Schnee zu Ostern, aber keine Eier, mitten im Wald. Die Schamanin hat schon ein tolles Charakterprofil, sie ist alt, verdammt alt und vergesslich, verdammt vergesslich, ist abhängig von Pilzen, ist somit ständig drauf, sie zieht ein Bein nach und ist irgendwie buckelig und hat keinen Namen. Namen sind Schall und Rauch, und wenn sie einen hätte, dann hat sie ihn bestimmt vergessen. Die Schamanin kommt im Morgengrauen. So ein Schmarrn, sie kommt bestimmt schon seit Jahren nicht mehr so wirklich, und wenn dann hat sie es vergessen. Sie hat jede Menge Felle dabei, ein paar Fuchsschwänze, ein paar Hasenfelle, eine Muschi…äh ein Katzenfell und ein Rattenfell. Das Rattenweib ist geboren, auch liebevoll die Alte Vettl genannt. Charakternamen sind nur so gut und bleiben in den Köpfen wie ein Virus haften, wenn man sich einen Namen verdient hat, den man sich nicht selbst ausgedacht hat.

(Lt. Wikipedia ist alte Vettl eine abwertenden Bezeichnung für eine alte Frau mit verdorbenem Charakter. offenbar in studentischen Kreisen liederliches Frauenzimmer, mit pejorativer Bedeutung: eine unzüchtige Frau mit hexenhaftem Aussehen; später: abwertende Bezeichnung für eine alte Frau mit verdorbenem Charakter und unappetitlicher, hässlicher Erscheinung.)

Lois, die Spinnengöttin und der brennende Komet…

Erlebnisbericht einer S(M)L auf Conquest of Mythodea 2009 Teil 2

Lois, die Spinnengöttin und der brennende Komet des Todes und Volkern für Anfänger
Ich mache weiter Waffencheck auf Sicht, des ist so ein Bisschen wie Uri Geller. ‚Ich sehe, dass du da keinen Spitzenschutz drin hast.‘ Ich mache mir einen Spaß daraus alle Tapewaffen und Kettenwaffen raus zunehmen, während meine Böse MitSL irgendwie alle Bögen raus nimmt.

Es ist jetzt Mittwoch 17.00 Uhr und der erste Teilnehmer weint. Und es ist ausnahmsweise mal kein Ork, sondern ein Brikett (Drow). Wir nehmen die Palisade ab und machen eine meiner schrecklichsten SL-Ansprachen seit 2005 im Großen Heer, aus der ich mit einer schwerwiegenden Erkenntnis die Palisade verlasse. Hunde kommen nicht nur an die Leine, sondern brauchen auch einen Maulkorb und der König hört sich gerne selbst reden…

Der König hört sich nicht nur gerne selbst reden, er erfreut sein Volk auch noch mehr mit seinen Verbalitäten, als es die Auffassungsgabe des Durchschnittsteilnehmer unseres Lager zulässt.

Ich mache weiter mit Waffen- und Rüstungscheck im Sichtmodus bis ich nichts mehr sehen kann und dann muss ich leider wieder zum Abtasten meiner meist männlichen Teilnehmer und deren Waffen übergehen. Ich habe mich auch fast richtig schlecht dabei gefühlt. In Kelheim gildet Rüstungscheck im Dunkel bestimmt auch als Geschlechtsverkehr. Jetzt weiß ich auch wo die ganzen Gerüchte herkommen, dann hab ich ja doch mit allen Geschlechtsverkehr gehabt, die mir gerüchteweise nachgesagt werden. Gott, bin ich eine Schlampe.

Ich flüchte in den Zuber zum Abkühlen. Als ich mich wieder in meinem Folienhaufen verkriechen will, ist die Folie weg, auch ums Zelt. So eine Scheiße, des wars dann wohl mit meiner Privatsphäre.

Ein nächster Tag ein neues Glück, ich hoffe inständig auf bombastische Khanskämpfe, aber nach dem ich meine Waldorfschüler ja schon ein bisschen länger kenne, werde ich mich heute wieder mit einem Sitzkreis begnügen müssen und wir tanzen alle zusammen unseren Namen und erzählen allen woher wir kommen und was wir auf dem Conquest so erreichen wollen, In-Time natürlich. (Kein Witz!)

Es werden die ersten Gefangenen gemacht, die natürlich nicht gefoltert werden, weil…. haltet euch fest. Nicht weil die SL es ihnen verboten hat, nein. Wir haben foltern unter Ausschluss der Öffentlichkeit in geschlossenen Räumen und unter Einschluss des gesamten SL-Teams ausdrücklich erlaubt und dafür gesorgt, dass der Kerker in der Palisade möglichst blickdicht gebaut wurde. Hihi. Nein, die Lagerorkanisatorin hat den Orks IT verboten zu foltern, weil die ein Bündnis mit dem Magielager (Elfenlager) anstrebt. (Ist auch kein Witz!) Und die Briketts dürfen es nicht, weil die Priesterinnen es nicht erlaubt haben. Damals als ich noch Drow gespielt habe, war ich nicht nur wesentlich schlanker, nein da waren die Drow noch schwarz und hießen Mutter Oberin.

Jetzt kommt auch noch die einzige Waldorfschülerin, die ich kenne, freiwillig zum Foltern …äh… Blumenpflücken an die Palisade. Sie wird natürlich auch nicht gefoltert. Ich kündige meinen Job als SL beim König und erfinde den freud’schen Versprecher ‚Volkern‘ statt Foltern. Jetzt bin ich endgültig nur noch als Hofnarr bekannt, weil ich ja so witzig bin. Haha. Ich überlege mir einen Kurs anzubieten ‚Volkern äh… Foltern für Anfänger‘.

Die drei Drowpriesterinnen, von denen zwei weiß sind und die Dritte schwarz, kommen zu uns und erklären uns, dass sie gerne 9 Rituale machen wollen, in denen sie 9 Elfen opfern wollen und dann wollen sie am Ende, dass ein brennender Komet aufs Magielager fällt. Das ganze soll natürlich auf das gesamte Conquest verteilt stattfinden. Meine Böse MitSL kann ich innerlich lachen hören. Ich hechte hinter den Schwellkörper (damit wäre unser SL-Team komplett) und versuche nicht all zu laut zu lachen. Sie sollen sich mal ordentlich vorbereiten und das gesamte Dungeonlager SL-Team harrt der Dinge, die da kommen mögen. Die Priesterinnen wollen die Blumenpflückerin opfern und den Elfen, den sie vorhin aber OT gehen haben lassen, der aber IT noch im Kerker liegt, in dem aber gerade die Blumenpflückerin liegt und von einem Drow und einem Ork abwechslungsweise befragt wird. Ich empfehle noch, dass sie das Ritual vielleicht nicht in der prallen Sonnen machen sollen, wobei ich eigentlich nur an die Gesundheit der Blumenpflückerin gedacht hatte und nicht an die Tatsache, dass es hellichter Tag ist und uns ein Ritual mit 10 Drows, von den zwei weiß sind, bevorsteht. Ich bin wirklich nur beim Larp Rassist, aber manche Sachen gehen halt echt nicht. Damals als ich noch Drow gespielt habe, war ich nicht nur wesentlich schlanker, damals kamen die Drows auch erst bei Dämmerung aus dem Bau gekrochen. Einer der Drows hat ein Stück Stumpfhose vor seine Augen geklemmt und die eine der beiden weißen Priesterinnen ist übrigens blind. Damals als ich noch… hätte man eine blinde Drow sofort umgenietet und den mit der Strumpfhose…. hat zumindest einen humoristischen Wert.

Die Priesterinnen wollen die Blumenpflückerin nicht selbst umbringen, weil sie wollen ja auch übrigens kein Blut vergießen, die Blumenpflückerin ist ja auch keine Elfe. Aber als sie dann einen Ork mit ins Ritual einbinden wollen, der die Blumenpflückerin anzünden soll, weil sie ja auch nicht von anderen kein Blutvergießen machen lassen wollen, versuche ich meine Böse MitSL dazu zu überreden, dass wir uns eine Yochlol aus dem Fundus anfordern sollten und dass ich sie dann spielen darf. Damals als ich noch… habe ich meinen Drows immer mit einer Yochlol gedrowt, wenn sie meinen Plot verkacken. Ich habe sie nie gebraucht. Früher war alles besser. Meine Böse MitSL schickt mich auf den stillen Stuhl, während die Blumenpflückerin fast schon weint, weil sie keiner foltert oder abschlachten will, oder beides. Heute gibt es kein Kunstblut für unsere kleine Blumenpflückerin.

Das Ritual beginnt. Der Schwellkörper sitzt eingeklemmt zwischen dem stillen Stuhl (ein Wikingerstuhl) und der Palisade und versucht trotz seiner gewaltigen Körpergröße so auszusehen, wie ein kleines zwölfjähriges Mädchen mit blonden Zöpfen und ich kauere hinter dem stillen Stuhl und beiße in die Sitzfläche, damit ich das Ritual nicht mit meinem lauten Lachen störe. Kichernd, wie kleine zwölfjährige Mädchen mit blonden Zöpfen beobachten wir das Geschehen. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob sie überhaupt den Platz geweiht haben, aber einen Schutzkreis haben sie nicht gemacht. Den Ork haben sie definitiv nicht geweiht. Die Blumenpflückerin wimmert vor sich hin, damit man ihr kichern nicht so merkt, ihr Körper bebt unter der Anstrengung das Lachen zurückzuhalten. Das nenne ich mal Körperbeherrschung und gutes Rollenspiel. Die Drowkrieger haben um den Kreis Platz genommen und die Hälfte von ihnen sitzen in der prallen Sonne. Die eine weiße Priesterin beginnt das Ritual, während die Schwarze aus dem halbscharrig gezogenen Mehlkreis geht und Dinge holt. Selbst wenn sie den Platz geweiht hätten, wäre es jetzt völlig für den Arsch gewesen. Irgendwie ist die schwarze Drow der N… (böses N-Wort) für die beiden Weißen. Wie sozialkritisch!

Sie beten jetzt die Spinnengöttin Lolth an, aber nein, was höre ich da. Ich hab mich doch verhört. Ich zieh die Watte aus meinen Ohren, nein sagen die da… Lois? Ich kann Lolth auch immer noch aussprechen, was an meinen mangelnden Englischkenntnissen liegen könnte, aber Lois. Ich schlage mir nun den Kopf auf die Sitzfläche des jetzt nicht mehr ganz so stillen Stuhles und bete inbrünstig an die Spinnengöttin, sie möge mir doch bitte eine gewaltige Yochlol schicken mit einer noch gewaltigeren Rotweinflasche. Das würde dann der gewaltigste Massenrotweineinlauf aller Zeiten werden. Wir machen schon Witze, ob sie jetzt vielleicht noch Superman anrufen. Dann wäre Lois ohne Clark nicht so allein. Ein Königreich für eine Telefonzelle. Ich drifte gerade zwangsweise geistig ab, um mir das Ritual nicht mehr unter vollen Bewusstsein geben zu müssen. Ich stelle mir den Schwellkörper in einem Supermankostüm vor und unsere SL-Azubine mit schwarzen Haaren, einer Brille und einem Nadelsteifenkostüm. Kopfkino kann manchmal Leben retten. Die Blümchenpflückerin wird jetzt wohl angezündet. Dann rufen sie die Elemente an und die Avatare dazu, inklusive Magica, deren Lager ja nach den Ritualen mit Zuhilfenahme eines brennenden Komets eingeebnet werden sollte. So, wenn man sich jetzt nur ein bisschen mit klerikaler Magie auf Mythodea auseinandergesetzt hat, dann weiß man, dass man keine klerikale Magie wirken kann, wenn man nicht die Elemente darum bittet. Das macht man dann eigentlich bevor man seinen eigentlichen Gott anrufen will, sonst bekommt man ein ‚Kein Anschluss unter dieser Nummer!‘ und einen dicken Arschtritt…

Das Ritual fambelt natürlich und die Priesterin wirft sich erschöpft in den Staub und weint. Ich werde nie wieder was gegen meine Waldorforks sagen, wenn ich mir die Weichspülerdrows so im direkten Vergleich anschaue.

Fünfmal Blasen gildet als einmal Geschlechtsverkehr.

Erlebnisbericht einer S(M)L auf Conquest of Mythodea 2009 Teil 1

Fünfmal Blasen gildet als einmal Geschlechtsverkehr. ‚Alte Kelheimer Volksweisheit‘

So schnell geht ein Jahr vorbei und es ist wieder Sommer und das CoMquest rückt immer näher. Ich habe keine Ahnung, ob ich überhaupt Urlaub bekomme und ich habe noch keine Ahnung in welches Lager ich gesteckt werde. Aber oans woas i g’wiss, ich will auf keinen Fall nochmal ins Orklager, weil ich leider immer noch nicht meinen Namen tanzen kann. Und Asche auf mein Haupt, ich hab den Erlebnisbericht vom CoM 2008 auch noch nicht fertig geschrieben und so wie es aussieht, werde ich den Bericht irgendwann für meine Biografie nach reichen, ich hoffe ich kann mich dann noch daran erinnern.

Ich versuche schon seit Wochen die SL-Koordination zu erreichen, vergebens. Nach zwei Wochen bekomme ich einen Rückruf. Nachdem ich mich geweigert habe in ein Elementarlager zu gehen, weil da könnte ich ja mit plotenden Spielern in Berührung kommen, werde ich gefragt, ob ich in den Dungeon will. Und ich dachte immer, dass Frau sich dafür vergewaltigen oder zumindest hoch schlafen muss, um im äh… ins Dungeonteam zu kommen. Wenn es auch ohne geht, soll es mir recht sein, also sage ich zu. Kurz bevor das Gespräch zu Ende ist, erwähnt mein SL-Koordinator, das das Orklager dieses mit dem Dungeonlager zusammengelegt wurde. Mit einem Lachen legt er auf. Hm. Warum immer ich. Ich bin doch seit letzten Jahr auf der bösen schwarzen Liste der Orklagerorganisation, gut auf der Liste steht der große Organisator des CoM und die halbe SL-Koordination auch…da fühl ich mich doch verdammt wohl.

Ich bekomme eine Mail vom Dungeonteam, keiner weiß was los ist und niemand weiß warum, wieso, weshalb und warum ausgerechnet wir. Und wer ist überhaupt Lagerchef.

Nach einem Treffen mit den Münchner CoM-Teamlern erfahre ich, dass wir eine APL in unserem Dungeon haben. Was zum Teufel ist eine APL. Hört sich an wie eine Krankheit. Ja, so ähnlich, es ist eine Außenplotlocation. Super, ich komme mit plotenden Spielern in Berührung und ich bin wieder im Orklager und im Dungeonlager muss Frau sich gar nicht hoch schlafen. So ein Mist.

Es kommt die Idee auf, dass wir jeden Tag Steckerl ziehen könnten, wonach dann der Lagerchef anhand des kürzesten Stäbchens ermittelt werden würde. Ich bin nicht unbedingt begeistert, bei meinem Glück zieh ich jeden Tag die Arschkarte und den kürzesten habe ich allemal. In einem Lager, wo die meist nur männlichen SLer mindestens zwei Köpfe größer sind als ich, möchte ich definitiv nicht die Lagerchefin sein. Ich habe doch Angst vor großen Männern und ich finde, dass Frauen in Führungspositionen zu Größenwahn neigen und das möchte ich nicht. Der Lagerchef wird einstimmig von seinem Volk gewählt, es ist Der König. Es war ihm schon fast klar, weil er ist ja Der König. Es werden noch zensurpflichtige Baronsposten vergeben und ich sehe mich irgendwie schon als Hofnarr. Wie soll es auch anders sein, aber ich wirklich froh, dass der Kelch mit dem Lagerchef an mir vorbeigegangen ist und dass ich dieses Jahr ein paar starke Männer mehr habe, die sich dann mit der Orklagerorkanisation auseinandersetzen dürfen. Vielleicht kann ich auf dem Conquest meine Angst vor großen Männern bekämpfen. Hm.

Zwei Wochen von dem Conquest komme ich auf die bescheuerte Idee, ich könnte mein erstes Buch ‚Igor‘ fertig schreiben, selber drucken und von Scrap in Black (Schleichwerbung) auf dem Conquest binden lassen. Ich weiß immer noch nicht, ob ich Urlaub kriege und ich habe eine ausgewachsene igorianische Schreibblockade. So eine Scheiße. Am Freitag vorm Conquest bekomme ich endgültig das OK von meinem Chef, dass ich 6 Tage Urlaub kriege, aber auch nur ausnahmsweise und keinen Tag mehr und auch keinen Tag weniger. Ich bringe meinen letzten Filmdreh von den Blutstürmern (schon wieder Schleichwerbung) hinter mich und versuche am Sonntag, nach 3 Stunden Schlaf und einem Ganzkörpermuskelkater, den Igor zu Ende zu schreiben. Ich beschränke mich auf das Wesentliche und kriege es tatsächlich hin, ein vorläufiges Ende zu finden. Igor ist vollbracht. In meinem Kopf schwirrt bereits eine igorianische Fortsetzung. Am Montag wird gepackt und der Igor wird gesetzt. Am Dienstag fahren wir aufs Conquest und machen einen Zwischenstopp in Ansbach, die Diplomarbeit meines Fahrers abgeben. Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor…in einem Copyshop irgendwo in Ansbach und drucke mir den Wolf. Dabei stellt sich mir die Frage: kann sich ein Wolf auch einen Mensch laufen? Es dauert gefühlte 3 Stunden um 33 Exemplare zu drucken und zu falten. Komme mir vor wie im Knast beim Tütenkleben, es fehlt nur noch ein riesiger Wärter mit einer Pumpgun, der hinter mir steht und ab und zu mal durch lädt. Ich bin schon total durch und ich bin noch nicht mal auf dem Gelände.

Stunden später kommen wir endlich auf dem Gelände an, es sind schon wahnsinnig viele Leute da. Gefühlt, alle Spieler. Ich beliefere erstmal meine Händler, liefere den Igor ab und gehe meine erste Runde. Wir haben kleinere SL-Zelte, die allerdings völlig durchsichtig sind, also wieder keinerlei Privatsphäre. Das Zelt vom Dungeonteam ist zum Glück mit schwarzer Folie umwickelt. Wenigstens etwas. Ich gehe ins Lager und der Dungeon und die Palisade steht bereits. Okay. Ich bring dann mal meine Sachen in den Schlumpf und schlage meinen Schlafplatz auf einem riesigen Haufen Folie auf. Wie geil. Hoffentlich merkt es keiner, wenn ich mich heute Nacht in die Folie eintackere.

Mittlerweile kann ich mich nicht mehr dran erinnern, was ich am Dienstag gemacht habe, aber ich glaube ich saß stundenlang im Schlumpf und habe einer ganz kurzen Teamsitzung bewohnen müssen. Ach ja, wir sind ja im Schweinegrippekrisengebiet und alle machen voll die Panik. Wir haben nicht nur eine angeblich völlig unstressige APL, sondern auch eine SL-Azubine und Auslandskorrespondentin. Meine Laune ist schon wesentlich besser, dann muss ich mich zumindest nicht mehr mit Händen und Füßen mit unseren englischsprechenden Teilnehmern unterhalten. In der Nacht wurde ich vom Schwallkörper mit seiner Funke im Lager vergessen. Jetzt habe ich zu meinem wechselseitigen beständigen Rauschen namens Dieter Bohlen im Ohr noch eine Quäcke in der Hand, die in mein Ohr pfeift. Toll. Ich gehe einen Umweg über die Stadt und finde das Produkt meiner kranken Phantasie betrunkener Weise in der Black Pearl. Wo übrigens auch ein Großteil der SLer in selbigem betrunkenen Zustand schon mal am Vorglühen sind. Ab morgen ist erstmal Schluss mit Lustig. Ich glaube ich habe meiner kranken Phantasie eine schriftliche Bestätigung gegeben, dass ich seit Oktober 2008 keinen Geschlechtsverkehr (Blasen ausgenommen) mehr gehabt hatte. Irgendwann gehe ich dann ins Bett und verkrieche mich in dem riesigen Folienhaufen und weine….

Am nächsten Morgen geht’s nach dem Duschen erstmal wieder ins Lager und der Schwallkörper rutscht doch tatsächlich auf allen Vieren am Boden herum und wirft sich quasi in den Staub für seine gestrige Freveltat. Ich bin die Funke wieder los. Hurra. Ich mache Check-in und Waffencheck auf Sicht. Irgendwann kommt meine kranke Fantasie ins Lager und ich erfahre, dass die drei Kelheimer Vollchaoten unsere APL-Festrollen sind. Dann erfahre ich, dass fünfmal Blasen auch als Geschlechtsverkehr zählen. Zumindest in Kelheim. Ich formuliere in Gedanken einen Brief an das Dr. Sommer Team. ‚Liebes Dr. Sommer Team, wenn fünf mal Blasen als Geschlechtsverkehr gildet, dann kann Frau ja doch vom Blasen schwanger werden. Schackeline 17 ½‘

Meine schriftliche Bestätigung von gestern ist somit hinfällig, dann bin ich ja doch nicht so untervögelt, wie ich gedacht hatte. Hm.

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