Das ist nicht die Bine, die du suchst… Teil 4 – Billiger Rausch

Das ist nicht die Bine, die du suchst… Teil 4 – Billiger Rausch

395318_1188566122966lZum Saufen bin ich auch tu blöd. Ja, ich hatte dieses Jahr einen Filmriss nach 1 ½ White Russian, die ich mir teilweise noch selber eingeschenkt habe. Und dass ich einen Filmriss hatte, fiel mir erst am Dienstag drauf auf. Hm. Ansonsten trinke ich ein mal in der Woche mein obligatorisches Feierabendbier (Desperado), weil ich auch noch gegen viele andere alkoholischen Getränke allergisch bin.
Wie ich meine Jugend überlebt habe, kann ich nicht so genau sagen, ich bin nicht oft aus meiner Plastikblase herausgekommen. Meine Leidenschaft gilt dem Whisky. Aber viel kann ich davon eh nicht trinken, aber so soll es ja auch sein. Ein teurer Genuss!

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253 nach X – Teil 3

253 nach X – Teil 3

smogMeine Sinne schwinden. Die Luft ist knapp. Obwohl alles gefroren ist, ist mir ganz schön warm. Meine Finger sind taub und ich kann meine Zehen nicht mehr spüren. Der Raumanzug macht mich völlig wahnsinnig. Nicht der richtige Ort um Platzangst zu kriegen.

Sobald die Sauerstoffanzeige meiner Raumkapsel auf einen kritischen Wert sinkt, werde ich den Helm wieder anziehen müssen. Dann dauert es eh nicht mehr lange, bis ich ersticke. Eine Warnleuchte brennt schon eine ganze Weile. Der Kohlendioxidgehalt ist irgendwie zu hoch. Ich fühl mich auch irgendwie gar nicht gut. Wir Übrigbleiber sind es halt nicht gewohnt, reinen Sauerstoff zu atmen.

Der Boardcomputer sendet automatisch ein Notsignal, was mir wahrscheinlich überhaupt nichts nützen wird, es wird mich keiner retten können, man hat ja die Raumfahrt verboten. Wie kamen die nur auf so einen Mist. Ich werde hier wahrscheinlich sterben. Völlig allein im All. In der Stille. Ich war nie so deprimiert, wie jetzt und mein Leben war vor meinem kleinen Ausflug schon beschissen genug. Ich hätte gerne einmal in meinem Leben einen richtigen Whisky getrunken, nicht von dem synthetischen Zeug, einen richtigen echten Whisky. Dann wollte ich schwimmen lernen, auch wenn ich es nie brauchen werde, die Meere sind so verseucht, dass keiner mehr Schwimmen gehen kann, ohne zu verrecken. Und Wasser haben wir nie genug, dass wir auch nur eine Badewanne voll kriegen würden. Zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel. Aber selbst jetzt, wo ich wahrscheinlich ziemlich bald verrecken werde, will ich irgendwie nicht aufgeben.

Nachdem ich mit meiner Ansprache alle Verbote aufgehoben habe, wollte ich mir eigentlich noch gepflegt den Kasper schnäuzen, bevor ich abtrete. Aber mein Raumanzug ist nicht gerade für Selbstbefriedigung konstruiert worden. Mein Leben ist wirklich ein Alptraum. Da scheiß ich doch auf die Meinungsfreiheit, ich hätte gerne mehr Bewegungsfreiheit. Ich will wenigstens noch einmal loslassen, bevor mich mein Leben los lässt.

Die Scheiben in der Raumkapsel sind vollständig zugefroren und ich habe entschieden, dass ich bis zu meinem Ende weiter die Sterne ansehen will. Ich schnalle mich also ab und ich schwebe an die Decke.

Ein Hochgefühl, mein Magen macht einen Hüpfer, als ich mich in der Luft drehe. Es strengt mich ziemlich an, als ich versuche die Scheiben freizukratzen. Die Frostbrösel rieseln mir ins Gesicht. Hm. Schnee! Schön.

Als ich endlich ein Stückchen freigekratzt hatte, damit ich hindurch linsen konnte, lies die nicht vorhandene Schwerkraft für einen Moment nach. Die Raumkapsel trudelte durchs Nichts. Ich klammerte mich fest, damit ich weiter durch die Scheibe sehen konnte. Der Mond taumelte alle paar Momente vorbei. Es sah aus, als hätte eine Maus ein riesiges Loch aus dem Käse gefressen. Boa, Käse. Ich hätte jetzt gerne Käse. Geschmolzen.

Ich muss einen Moment nicht aufgepasst haben, der Mond scheint verschwunden zu sein. Aber eben war er doch noch da. Gut, er war nicht mehr ganz vollständig, aber er war noch da! Verdammt, jetzt hab ich ein richtig schlechtes Gewissen. Ich bin der Mann, der den Mond auf den Gewissen hat. Ach, du Scheiße!

Irgendwas blendete mich. Was ist das. Doch nicht die Sonne. Altes Mädchen, dass ich dich noch mal sehen darf. Danke. Jetzt kann ich sterben. Ich lies den Haltegriff los und die fehlende Schwerkraft lies mich nur langsam auf den Sitz sinken. Aus Reflex schnallte ich mich wieder an. Aber eigentlich schloss ich grad mit allem ab. Ade, du grausame Welt. Fick dich.

Irgendwas Blaues rauschte am Fenster vorbei. Ich blickte auf, die Erde. Der Frost an der Scheibe war teilweise verschwunden und ich sah ein merkwürdiges Glühen. Die Erde huschte wieder vorbei, blau, grün. Wie hypnotisiert starrte ich auf die Scheibe. Blau, Grün, Blau!

Warum Grün. Grün. Was Grünes hab ich schon lange nicht mehr gesehen. Als die Raumkapsel in die Erdatmosphäre eintrat, wurde mein Verstand von einer Ohnmacht erlöst.

Den Aufprall bekam ich schon nicht mehr mit.

Ich wurde erst wieder wach, als mir die Sonne ins Gesicht schien…

Fortsetzung folgt….vielleicht irgendwann!

Ich suche einen Mann… Teil 20 Kein Jim Beam!

Ich suche einen Mann… Teil 20 Kein Jim Beam!

maltIch suche einen Mann, der mir nicht einen Glenmorangie für einen Red Label verkaufen will, weil er denkt, dass sich ein Weibchen nicht mit Whisky auskennt. Jeder Mann sollte allerdings in der Lage sein, einen Blended Whisky von einem Single Malt zu unterscheiden, würde ja auch auf der Verpackung stehen, aber gut. Aber wer Cola in seinen Bourbon oder Eis in seinen Blended Whisky kippt, sollte am Besten einfach seinen Mund halten. Und uns unseren Mädchenwhisky weiter bei Zimmertemperatur atmen lassen.

Anmerkung: Dies ist der 20. Teil einer völlig ernst gemeinten Bekanntschaftsanzeige von mir, Callabutterfly, und eine Ode an meinen Traummann, den ich mir grad versuche zu basteln.

Zuschriften bitte via Facebook/Callabutterfly per PM

Der bayowarische Holzwurm

Der bayowarische Holzwurm

Es war ein mal ein bayowarischer Holzwurm. Der hatte es sich in einem alten Cherryfass gemütlich gemacht und lebte dann sein tristes Dasein in der dunklen Abgeschiedenheit eines alten und modrigen Weinkellers irgendwo im tiefsten Bayern.

Eines Morgens hörte er ein Poltern und verspürte eine starke Erschütterung.

Dann spülte es ihn fast weg. Er schmeckte Seifenlauge, daran wäre er beinahe verendet. Nach unzähligen Waschungen, kam dann eine durchsichtige Flüssigkeit in sein Fass geflossen. Er kannte die Dämpfe schon, von dem Cherry, der selbst nach Jahren der Trockenheit immer noch aus dem Fass strömte, aber das was nun an seine Lippen drang, war viel stärker. Das Fass wurde gerollt und in einen Raum mit angenehmer Temperatur gestellt. Dort fristete er wieder lange Jahre in seinem Fass und nuckelte immer wieder an der Flüssigkeit, die langsam eine angenehme braune Färbung bekam. Nach 12 Jahren wurde das verstaubte Fass genau über seinem Wohnzimmer angeschlagen und er wurde mit einem großen Schluck des braunen Goldes mit heraus geschwemmt, wo er dann langsam aber bestimmt nicht qualvoll in einem Probierglaserl ertrank.

Zum Gedenken an den letzten bayowarischen Holzwurm, der im Whisky sein nasses Grab fand.

 

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