‘Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 8

Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 8

Im Hier und Jetzt:

keinenummernIm Lager war Yo gestützt und versuchte einerseits den Handschellenschlüssel aus dem Korsett zu kriegen und ihre Arme nach vorne. Wie gut dass sie bei ihrer Performance Show auch immer solche Tricks vorführte. Sonst würde sie sich wahrscheinlich genau jetzt die Schulter auskugeln und dann in der Haltung langsam ersticken. Ihr liefen immer noch Tränen runter und sie zitterte, wie ein junger Hund. Sie hatte den Schlüssel und ihre Hände waren vorne. Haha! Beim Schlüssel in die Hand spucken, fiel ihr der Schlüssel aus der Hand auf den Betonboden. Mist! Ein Klirren übertönte kurz ihr Schluchzen. Jeff kam in diesem Moment in den Lagerraum gestürzt. Sie erschrak richtig, als ihr Jeff plötzlich den Schlüssel vor die Nase hielt. Er kniete vor ihr.

‚Hey Baby!‘ Er zog seine Weste und sein Hemd aus und legte ihr sein Hemd über die Schultern. Dann machte er die Handschellen auf und säuselte ihr ins Ohr, als er sie hochhob: ‚Alles klar? Bist du verletzt?‘

‚Nein und ja, mein Stolz!‘ Sie trat ihm mit dem Knie in den Magen. ‚Du Arschloch!‘ Sie holte tief Luft, um genug davon zu haben für den folgenden Vortrag. Er hatte sich bereits aufgerappelt und sagte zu ihr: ‚Hey Yo, jetzt lass mich doch erklären!‘ Sie holte nochmal tief Luft, die Tränen steigen ihr wieder in die Augen. Er packte sie und umarmte sie ganz fest, ihr blieb die Luft weg und sie flog in Ohnmacht.

Es kamen einige Beamte ins Lager. Jeff zeigte ihnen etwas aus seiner Hosentasche, tuschelte mit ihnen, dann hob er sie ganz auf und trug sie bei der Hintertür raus.

Am nächsten Morgen wachte Sie mit unglaublichen Kopfschmerzen auf. Wo war sie denn, in einem fremden Bett. Sie schaute zitternd unter die Decke.

‚Sorry, ich habe dich ausgezogen? Ähm, sorry, ich könnte dich ja nicht in den Latexklamotten lassen…!‘

Jeff stand da, er rang nach Worten. Sie fasste an ihrem Kopf: ‚Aua!‘

Er setze sich ans Bett und stammelte: ‚Yolanda, hör mir mal zu!‘

Er hatte immer noch die selben Klamotten an, wie gestern und ihr fiel jetzt erst auf, dass er eine kugelsichere Weste trug. Ein Knarrenholster, die Knarre lag auf einem Siteboard neben einem Stuhl, auf dem eine zerknüllte Decke lag. Wie in einem schlechtem Film, er hatte wohl auf dem Stuhl geschlafen. Auf dem Nachttischchen lag ihre Handtasche und der Zettel. Sein Zettel.

‚Du bist auch ein Scheißbulle?‘ Sie holte wieder tief Luft ‚Und nenn mich nicht Yolanda!‘

‚Yooo, bitte lass mich doch erklären!‘

‚Du bist ein Scheißbulle!‘

‚Ja, nein, ich, ähm!‘

‚Ja, was jetzt?‘

‚Ja, ich bin Bulle und ich bin nicht der Bruder vom Boss!‘ Er stotterte weiter ‚Und!‘

‚Und wenn du mir mehr erzählst, musst du mich töten, stimmts Jeff!‘

‚Ich heiße auch nicht Jeff!‘

Ihr blieb der Mund offen stehen und sie fiel wieder in Ohnmacht.

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‘Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 7

‘Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 7

Rückblende Fortsetzung

Am Tag danach vor 8 Wochen:

keinenummernAm nächsten Morgen wachte er auf, Yo lag noch in seinen Armen. Sie sah richtig niedlich aus, wenn sie schlief. Verträumt blickte er sie an, beschloss aber dann aufzustehen, um dann erst mal seine Morgenlatte loszuwerden. Leise schlich er ins Bad.

Yo erwachte, sie streckte sich und dann stellte sie fest, dass er weg war. Verschlafen kroch sie aus dem Bett, tapste auf den Gang. In dem Moment kam Jeff nackt aus dem Bad und lächelte sie an. ‚Einen wunderschönen guten Morgen, Sonnenschein!‘

Auf halber Strecke trafen sie aufeinander. Er nahm sie in den Arm und wollte sie küssen. Sie tauchte unter seinem Arm durch und hielt sich eine Hand vor den Mund.

‚Kann ich deine Zahnbürste benutzen?‘ Und schon war sie im Bad verschwunden.

‚Ich hab dir eine Ersatzzahnbürste hingelegt!‘

Sie schluckte einen Kommentar hinunter und sagte dann nur: ‚Danke!‘

‚Ich bin in der Küche, magst du Tee oder Kaffee!‘

‚Boa, schwarzer Tee wäre echt der Hammer!‘

Wenig später kam Yo in die Küche und beobachtete Jeff dabei, wie er nackt in der Küche stand und in einem Regal etwas suchte. Sie schlich sich von Hinten an und packte ihm mit beiden Händen an den Hintern. Ihm fielen einige Teeschachteln aus den Händen, die sich nun auf der Arbeitsplatte verteilten. Er griff sich an die Brust und schaute sie erschrocken an. ‚Himmel Yo, du bringst mich noch ins Grab.‘

Sie schaute ihn schelmisch an. ‚Ich konnte nicht widerstehen.‘

Er nahm sie lächeln in die Arme. Die Umarmung erwidernd griff sie ihm nochmals an beide Pobacken. ‚Magst du dir einen Tee raussuchen?‘

Im Hier und Jetzt

Der General packte Jeff am Arm: ‚Das Han Solo-Kostüm steht dir aber auch sehr gut!‘ und zog ihn weiter. Er drehte sich um und zwinkerte Yo zu. Dann tuschelten sie etwas. Yo wurde misstrauisch, aber nachdem die Party nun langsam in Fahrt kam, hatte sie keine Zeit mehr, sich Gedanken darüber zu machen.

Mel kam mit einem Tablett hinter der Theke hervor und trug die beiden Drinks den Herren hinterher. Sie schmiss sich an Jeff, wie ein Geier auf verwesendes Fleisch. Jeff sagte etwas zu ihr und sie dackelte beleidigt ab.

‚Der Kerl ist einfach unfickbar!‘ sagte Fred zu Yo. Yo grinste in sich hinein und meinte nur: ‚Er kann mir den Dreck von meinen Stiefeln lecken und des kostet dann auch noch extra!‘ Dann lachte sie, in der Hoffnung keiner würde ihre Unsicherheit erkennen.

Daisy kam hinzu und meinte nur: ‚Was sich liebt, dass neckt sich! Und was sich neckt, dass leckt sich!‘ Grinsend kassierte er eine Ohrfeige. So was gehört ja schließlich auch zur Performance, sie bespaßten sich gegenseitig und damit auch die Gäste. Es war zwar ein Knochenjob, es machte aber auch verdammt viel Spaß.

Nach der Hauptperformance auf dem Tresen kam Jeff wieder: ‚Wir haben Gäste im Hinterzimmer Yo….äh….Blue!‘

‚Keine Namen, keine Nummern, Herr Wirtschaftsingenieur!‘ meinte Yo, die heute für die Gäste Blue genannt wurde.

‚Mach ne gute Flasche Wodka klar, Eis und Bull, du weist ja wie es geht, oder?!‘

Mit dem Blick – Für so eine Scheiße haben wir heute eigentlich keine Zeit – machte sie sich an die Arbeit. Sie musste einen Eiskübel aus dem Lager holen. Als sie an den Garderoben vorbeilief, ging sie rein und checkte ihr Makeup. In ihrer Handtasche kramend blickte sie in den Spiegel und bekam ihr Schminkkästchen zu fassen. Sie machte es auf und ein Zettel flog heraus. Schwer schluckend hob sie ihn auf und faltete ihn auf. Da stand: ‚Irgendwie hab ich das Gefühl, ich hab mich grad verknallt. 0163-1234567 Jeff‘

Tränen standen ihr in den Augen und sie musste ein Schluchzen hinunterschlucken. Sie trug den Zettel seit dem Bond-Abend in ihrer Handtasche herum. Irgendwann hatte sie ihn zu ihrer Schminke getan. Seit dem Jeff damals verschwunden war, hatte sie oft überlegt ihn einfach anzurufen. Sie hatte es aber nie getan, aber sie hatte den Zettel oft in der Hand gehabt. Liebevoll faltete sie den Zettel wieder zusammen und steckte ihn in ihr Korsett. Sie frischte ihre Schminke auf und machte sich mit dem Eiskübel wieder auf zur Theke. Missmutig packte sie sich eine Flasche Wodka und 5 Red Bull in den Kübel, füllte ihn mit Eis und ein Paar Gläser auf ein Tablett. Blue dackelte wenig später mit einen miesen Grinsen auf dem Gesicht zum Hinterzimmer. Vor der Tür setzte sie ihr süßeste Lächeln auf und klopfe an die Tür.

Nach einem: ‚Ja, Bitte!‘ öffnete sie die Tür, mit dem Ellbogen und betrat den Raum.

Dort saß der General, der Boss und Jeff mit drei Typen auf der Ledersitzgruppe. Die drei Typen waren alle drei als Captain Future verkleidet. Und gleich so schlecht, da wäre eine blinde Oma auch misstrauisch geworden.

‚Ah, Blue!‘ sagte Jeff.

Yo servierte und wollte wieder gehen. ‚Blue, kümmere dich bitte um die drei Herren!‘ sagte der General und warf ihr einen Blick zu, der erstens keine Widerrede erlaubte und auch keine weiteren Fragen.

Jeff trat von Hinten an sie ran und hing ihr etwas an den Nietengürtel und schob ihr dann langsam und umständlich einen Handschellenschlüssel ins Korsett. Dabei stießen seine Finger gegen den Zettel und strich ihr sanft mit der Hand über ihre Brustwarze. Absichtlich oder unabsichtlich? Sie blickte in ihr Dekolleté. Auf seiner Hand stand: ‚Lass sie auf keinen Fall aus dem Raum!‘ Als er sich von ihr entfernte, hauchte er ihr heiser ins Ohr: ‚Du….Ich?!‘ Seine Stimme brach.

Der General meinte: ‚Jeff, wir gehen!‘ Der Boss war schon aus der Tür.

‚Fräulein Blue, wie lange arbeiten Sie schon für den General?‘ fragte der erste Captain Future Klon vom Sofa aus.

Der Zweite sah aus dem Spiegelfenster in den Club und der Dritte machte sich Notizen und stand hinter dem Sofa.

‚Ähm! Neun Jahre! Wieso wollen Sie das wissen?‘

‚Ist Ihnen dabei etwas Auffälliges aufgefallen!‘

Was war das denn für eine bescheuerte Frage, dachte sie und fragte dann: ‚Was meinen Sie damit?‘

‚Keine Gegenfragen, Fräulein Blue!‘ meinte der Zweite. Der Dritte machte weiter Notizen.

‚Ach wissen sie, er sammelt leidenschaftlich Briefmarken, dass fand ich schon immer etwas komisch!‘ meinte sie schnippisch.

‚Bleiben Sie bitte ernst, Fräulein Blue!‘ sagte der Zweite wieder und drehte sich zu ihr um und schritt ganz dicht an sie heran, bis er mit seinem Gesicht vor ihrem Gesicht war.

‚Ich bin immer ernst, Captain…..Future!‘ sagte sie ihm trocken ins Gesicht und wieder mit dieser dramatischen Pause. Er zuckte. Bingo dachte sie. Es sind Bullen.

‚Ist Ihnen nun etwas aufgefallen?‘ meinte der Erste wieder.

‚Als ich damals zu ihm gekommen bin, war ich noch fast ein Kind und ich habe mir dabei nichts gedacht, als ich immer bei ihm im Bett schlafen musste. Er hatte immer einen Strampelanzug an und ich musste ihn windeln. Später musste ich mich immer ein Krankenschwesterkostüm anziehen und ihm einmal in der Woche einen Rotweineinlauf machen. Und Irgendwann wollte er….dann wollte er immer, dass ich ihm meine getragenen Schlüpfer bringe, wenn ich mit der Hausarbeit fertig war. Dann wollte er immer, dass ich dabei zusehe, wenn der Hausmeister zum Auspeitschen vorbeikam. Der hatte ihn dann immer mit seinem Riesendödel ausgepeitscht. Ich konnte kaum dabei zusehen!‘ Yo steigerte sich in den Text so hinein, dass ihr mittlerweile die Tränen runter liefen. ‚Ja, und dann hat er mich immer in den Keller gesperrt und hat geschrieen >Die Russen sind da!< und dann ist er nur mit einer Rute und einer russischen Uniformmütze bekleidet in den Keller gekommen und ich musste dann Springerstiefel und einen Stahlhelm anziehen und dann hat mich an die Heizungsrohre gefesselt und mir ganz gewaltig ….den Arsch versohlt. Und dann hat er verlangt, dass ich ihn anpinkle, aber immer nur wenn es Spargel zu essen gab.‘

Der Erste hatte schon die Beine verschränkt und das hoffentlich nicht grundlos. Der Dritte griff sich hinterm Sofa an den Schritt und zog sich ganz unauffällig den Ständer zurecht. Yo weinte mittlerweile jämmerlich und war auf die Knie gefallen und griff dem Zweiten an die Knöchel. In seiner Hose regte sich etwas. Yo hatte schon gewonnen, die Herren würden nun nirgends mehr hingehen.

‚Ja und dann hat er mich in sein Arbeitszimmer mitgenommen und er zeigte mir seine Briefmarkensammlung. Er zog sich dann immer aus und ich musste ihn mit Briefmarken bekleben, überall! Bitte Sie müssen mir helfen!‘

Der Erste und der Dritte hatten mittlerweile bemerkt, dass Yo unter dem Latexminikleidchen nichts drunter trug. Sie hatten schon einen sehr verklärten Blick. Der Zweite sagte: ‚Aber Fräulein Blue, Sie wollen mich wohl verarschen!‘

‚Nein, nein, bitte, glauben Sie mir doch! Und wissen Sie was, mir ist es ganz peinlich, ich kann es Ihnen nicht erzählen, ich bin so gottesfürchtig erzogen worden, bevor meine Eltern dann bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Wissen Sie!‘ sie schluchzte ganz herzerweichend. Die Herren hingen schier an ihren Lippen. ‚Meine armen Eltern, die würden sich im Grab umdrehen, wenn sie das wüssten, dass ihr kleines Kind so ein böses Mädchen geworden ist. Bei keinem Priester könnte ich je wieder die Beichte ablegen. Wenn Sie das wüssten! Ich kann es Ihnen nicht verraten.‘ Yo schluchzte wieder und hoffte inständig, dass sie jetzt irgendjemand hier rausholen würde. Der Zweite packte sie an den Schultern und schüttelte sie, damit sie aufhört zu Schluchzen, so schluchzte sie noch lauter. Der Rotz lief ihr aus der Nase direkt auf die blankgeputzen Schuhe des zweiten Captain Future.

‚Doch Sie müssen es mir sagen, Fräulein Blue! Sie sind als Staatbürgerin dazu verpflichtet die Wahrheit zu sagen.‘

‚Nein, ich kann es Ihnen nicht sagen, dafür komme ich in die Hölle!‘

Er schüttelte sie immer heftiger und schrie sie förmlich an: ‚Los sagen Sie es mir! Machen Sie den Mund auf!‘

Sie öffnete gehorsam den Mund: ‚Das hat der General auch immer zu mir gesagt, wenn ich ihm einen Blasen musste. Und dann hat er mich, dann hat er mich gezwungen die deutsche Nationalhymne mit seinem Sperma im Mund zu gurgeln. Alle Strophen. Er hat mich dazu gezwungen und er hat mich dabei….. dabei!‘ Sie schluchzte wieder stärker.

‚Jetzt sagen Sie es mir schon!‘ sprach der Zweite ganz hysterisch zu ihr und rutschte zu ihr runter. Währenddessen sie weitersprach machte sie ihm ganz unbemerkt den Hosenstall auf und öffnete den Gürtel an seiner Hose. ‚Er hat mich….. er hat mich…. er hat mich… er mich…dabei…. er hat mich immer….. er hat….er hat mich immer dabei ziemlich erregt!‘ Yo lächelte ihn breit an.

Der Zweite sprang auf, riss sie hoch und scheuerte ihr dabei Eine, dass sie rückwärts umstürzte. Dabei rutschte ihm die Hose herunter und ein Feinrippschlüpfer mit einem tollen Ständer kam zum Vorschein. Vor dem Umstürzen hatte sie sich schon selbst die Handschellen angelegt.

Dieses malerische Bild schien in einer Zeitlupenszene gefangen zu sein, als mehrere maskierte Männer bewaffnet durch die Tür kamen, die sie vorher eingetreten hatten. Sie schrien laut: ‚Hände hoch, Kollegen. Sie sind alle festgenommen, wegen übertriebener Härte bei einer Zeugenbefragung und …‘

Yo kroch auf den Knien aus dem Raum und draußen stand der General und hob sie auf.

‚Gut gemacht, Süße!‘ meinte der General, als er sie in den Arm nehmen wollte.

Sie versuchte ihn abzuschütteln und schrie ihn an: ‚Was sollte denn die Scheiße, ich bin nicht eure Nutte!‘

Sie rannte an ihm vorbei, die Treppen runter, ins Lager.

‚Jeff, viel Spaß dabei, ihr das alles hier zu erklären!‘ meinte der General und grinste dabei Jeff an.

Aber Jeff lief ihr bereits hinterher.

Neues durstlöschendes Kaltgetränk von Bruna

brunaNeues durstlöschendes Kaltgetränk von Bruna

Rhabarbersaft und süßes oder saures Blubbelwasser zu gleichen Teilen mischen.

Ein Schluck klaren Schnaps hinzufügen und mit Grünzeug garnieren.

Je nach Tageszeit kann die Mischung stark variieren, macht dann mehr oder weniger blöd.

Nachdem diese ernsthaft süffige Plörre noch keinen Namen hatte, weil sie eigens zum Beltanefest von meiner eigenen Hand erfunden worden ist, nennen wir das neue durstlöschende Kaltgetränk einfach: Die Bruna

Eure Bruna

P.S. Rhabarbersaft, Spirte und/oder Red Bull oder Sekt mit Limejuice und Wodka mischen und Spaß haben.

Dieses Rezept basiert auf dem Hintergrund der Rauriker, der Hintergrundgeschichte von Bruna, der Metzgerstochter und den Ereignissen zu Beltane (http://www.rauriker.de) Ähnlichkeiten von Personen im realen Leben sind völlig ausgeschlossen und somit reiner Unfug. Wir bitten um Verständnis.

Warum Wodka im Auge weh tut…

Warum Wodka im Auge weh tut… (13.12.2009)

‚Bleib so wie du bist!‘ sagten meine Damen und meinten es auch so. Bleib so, wie du bist. Das ist genau das, warum ich so bin wie ich bin. Und ich bleibe auch so, was anderes hatte ich nicht vor. Hm. Meine Kolleginnen meinten, ich sollte mir doch meine Haare BRAUN färben. Des würde dann viel natürlicher aussehen. Hm. Genau. BRAUN. Und am Besten noch wachsen lassen und meine verstaubten Damenanzüge aus dem Schrank holen und auf Spießer machen. Ja, klar. Macht doch am Besten noch einen Termin beim Tattooentferner für mich aus. Wie kann man nur erwarten, dass die Menschheit toleranter wird, wenn es nicht mal in meiner Abteilung klappt. Alle Menschen sind verschieden und manche sind eben verschiedener. Himmel, BRAUN. Nicht mal wenn die Hölle zufriert. Das geht ja mal gar nicht, wie kann man nur auf die Idee kommen, dass mir das gefallen könnte. Ich hatte ja noch nicht mal braune Haare, als ich noch volles Haupthaar hatte.

Egal, ich habe meinen Geburtstag im kleinen Kreis reingefeiert und ihn am Wochenende danach im großen Kreis mit Wodka begossen.

Dazwischen habe ich meinen Undecut wieder in einen Iro verwandelt und wir waren noch beim IKEA, es gab als Adventskalenderaktion *) Ludde für 10 Euro und wir haben uns mal eine mittelgroße Herde gekauft. In meinen Nemo kann man tatsächlich 56 Schafe stecken. Tote und platte Schafe, aber als sie noch auf einer wunderschöne Blumenwiese herumgesprungen sind, haben sie bestimmt ganz schön geblökt und gestunken. Hm. Jetzt sind sie gewaschen und gegerbt und gebleicht und 12 davon bleiben tatsächlich mir, die anderen werde ich noch an diesem Tag verteilen. Hihi. Aus geheimen Quellen habe ich erfahren, dass 1000 Felle auf Lager waren und dass bis 13.00 Uhr alle verkauft waren. Kuschlige Weihnachten überall.

*) Mir fällt gerade ein, dass ich euch noch ungefähr 16 Adventskalendergeschichten schuldig bin, die werde ich zwischen den Tagen nachholen, da habe ich Zeit meine Gedanken auf eine Reise zu schicken und diese Traumreisen, werde ich euch natürlich nicht vorenthalten. Haha. Hat irgendjemand von euch ‚Die Neute Pforte‘ und leiht ihn mir?

Ich schweife mal wieder vom Thema ab. Hm. Feiern wir die Feste wie sie Fallen und sie Fallen mir immer in den Schoß. Wer Glück hat im Spiel hat Pech in der Liebe. Wie sollte es auch anders sein, ich war mal wieder im Rockstudio. Drei Liter Wodka und viele lieben Menschen. Wieder mal eine bunt zusammengewürfelte Truppe. Aber diese Partys klappen immer, man muss sich nur drauf einlassen. Der Wodka floss in Strömen und ich hoffe doch, dass alle ihren Spaß hatten. Ich bin irgendwann auf dem Boden gesessen bei der Ti. im Schoß und die T. auf mir. Und da ist es dann passiert, ich habe es schon kommen sehen, dass man Frauen nicht mit Dreiliterwodkaflaschen über einem hantieren lassen sollte. Warum ich im Rockstudio auf dem Boden gelegen bin, kann ich nicht mehr so genau sagen, aber ich denke alle Mädels hatte ihren Spaß. Hm. Und die Herren der Schöpfung hatten hoffentlich ihren optischen Spaß dabei. Bis eben jemand einen neuen Wodka wollte. Den ich dann komplett erst kommen gesehen hatte. In meinem Suff habe ich tatsächlich noch versucht, meine Hand schützend vors Gesicht zu halten. Hm. Meine Reaktionsfähigkeit ist nur die Erste die betrunken ist und ich habe es nicht ganz geschafft. Mindestens 2 cl sind direkt in meinem Auge gelandet und danach in meinem Dekolleté und die anderen 2 cl sind an meiner Hand abgespritzt und dann hatten wenigsten alle noch was davon. Hm. Mein vorläufiges Fazit, für diesen Abend ist, egal ob die Haare Blau sind oder Braun, Wodka im Auge tut auf jedem Fall ganz schön weh. Und es ist unmöglich sich davor zu schützen, wenn man eine volle Ladung ins Gesicht bekommt. Es wäre sachdienlicher gewesen, einfach mal die Augen zu schließen, den Mund zu öffnen und alles zu schlucken, was da auch kommen mag. Und wenn man am nächsten Tag mit braunen Haaren aufwacht, war man mit einer Truppe Spießerfrisören unterwegs.

Habe an diesem Abend nicht nur mit sämtlichen Frauen herumgeknutscht, sondern angeblich auch mit einigen Männern. Hm. Meine Erinnerungslücken machen es mir nicht mehr ganz so einfach, nachzuvollziehen mit wem ich jetzt genau geknutscht habe…

Bin am nächsten Morgen aufgewacht und lag auf wunderschönen weißen Schafsfellen. ‚Normale Menschen schlafen nicht direkt auf Schafsfellen!‘ Ich kann die Worte meiner geheimen Quelle noch genau hören. Was bin ich gerne abartig. Wenn der Volksmund wüsste, wie geil es ist direkt auf Schafsfellen zu schlafen, dann würde er endlich mal mal die Schnauze halten und schnurren wie ein Muschikätzchen.

Ich verliere mich mal wieder in Schafsgeschichten, dabei lieg ich auf einem fremden Sofa, allein auf Fellen. Es ist warm und unglaublich gemütlich. Langsam kommen die Sinne alle wieder zueinander. Mir tut mein Auge weh und mein Finger. Ich stehe auf, bin bei Olga und trotte ins Bad. Da lächelt mir ein halbseitiger Alice Cooper entgegen. Wodka im Auge tut nicht nur auch nach Stunden noch weh, es löst auch wasserfeste Wimperntusche auf und lässt einen so aussehen, wie Alice Cooper in seinen besten Jahren. Jetzt kommt es mir auch warum ich alleine aufgewacht bin. Ich hätte Alice Cooper auch nicht ficken wollen, selbst wenn er mal bessere Jahre gehabt hätte. Egal.

Zumindest habe ich keinen Herpes, also kann ich ja nicht mit vielen Menschen rumgeknutscht haben. Hm.

Mein Fehler meine Hand vors Gesicht zu halten, habe ich auch erst am nächsten Tag bereut. Hm. Ich habe genau die Hand hochgezogen um vermeintlich mein Auge zu schützen, (was mir ja nicht im Mindesten gelang) die eh schon dermatologisch im gereizten Zustand war. Auf einen Neurodermitisfinger ist Wodka auch nicht so der Brüller. Hm.

Nachtrag: Ein paar Tage später erkenne ich, dass meine Geschichte sich ganz schön komisch anhört. Das auch mir immer solche Sachen passieren müsse. Auf die Frage, was ich mit meinem Finger gemacht hätte, antworte ich immer, dass ich Wodka ins Auge bekommen hätte. Die Geschichte wird immer komischer, um so öfter ich sie erzähle. Hm.

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