Wortkarg

Wortkarg

Manchmal, wenn dir die Worte fehlen. Manchmal, wenn du nicht weißt, wie du einen Satz beginnen sollst. Manchmal, wenn dir die Worte im Halse stecken bleiben. Manchmal fallen die Worte nichtssagend aus deinem Mund. Manchmal, wenn du über deinen Schatten springen willst. Springen über die Mauern hinweg, die dich nur all zu oft einengen. Einengen in deinem Sein. Sein, das ist des was du sein willst. Einfach nur sein. Da sein. Nicht alleine sein. Zusammen sein. Aber du stehst da allein. Allein und bringst kein Wort über die Lippen. Wortlos. Wortkarg. Du stehst da. Einfach so. Da im Regen. Du sagst kein Wort, der Regen reden für dich. Jeder Tropfen schreit es hinaus. Sie schreien es hinaus, wo du nichts sagen kannst. Der Himmel weint, wo du keine Träne mehr vergießen kannst. Des Lachens müde, bist du stumm. Wer schreit es hinaus? Das was du nicht sagen kannst. Können. Wollen. Es wird nie jemand erfahren. Du musst es sagen. Müssen. Deine Gedanken schreien es hinaus. Ob es je jemand hören kann, wenn du nicht endlich den Mund auf machst.
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Published in: on 4. Januar 2010 at 12:48  Schreibe einen Kommentar  
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