Liebes Tagebuch Teil 3.1

Liebes Tagebuch Teil 3.1 (eine moralische Fortsetzung)

Wo warst du denn die letzten 2 Tage? Das geht dich mal gar nichts an! Ich bin auf meiner Blumenwiese gesessen und habe gewartet. Hey, wer ist hier dein Tagebuch? Hm! Ich habe gewartet, aber es kam niemand. Was hm? Wie war dein Date…ähm…deine Dates? Ich hasse Fußball. Das Rehkitz war auch nicht mehr da. Du lenkst ab! Ich lenk überhaupt nicht ab! Als hätte er es nicht schon vorher gewusst, dass Fußball ist. Wie er is nich gekommen? Beide! Kann Mann eigentlich nicht in den Terminkalender schauen, bevor Mann ein Date ausmacht. Wie beide? Alle! Und das dritte Date habe ich abgesagt, weil es ja auch wirklich moralisch völlig verwerflich gewesen wäre, drei Dates mit drei verschiedenen Männern in einer Woche gehabt zu haben. Sag mal, heulst du jetzt? Nein, ich bin sauer darüber, dass ich auch nur ein Bisschen daran geglaubt hatte, dass mal irgendwas klappen könnte. Ich geh jetzt was Schönes kaputt machen…

Hey, was machst du denn mit dem Benzinkanister…Hallo…Hallo… Das ist nicht lustig…. Komm schon… da kann doch jetzt die wunderschöne Blumenwiese nichts dafür! (Türknallen!)

Ende

(Ähnlichkeiten mit Personen aus dem realen Leben sind in einer fiktiven Geschichte gar unmöglich und somit reiner Zufall.)

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Liebes Tagebuch Teil 3

Liebes Tagebuch Teil 3

(Alle guten Dinge sind drei – Der völlig fiktive 3.Teil)
Rate Mal! Was? Rate einfach! Ich bin hier um zu mahnen und zu warnen! Ach, komm schon! Hab ich Löcher in den Händen? Bin ich Jesus? Kann ich Hellsehen? Gut, wenn du nicht willst!

Ich war neulich im Wald und bin so rumgelaufen. Und gelaufen. Und gelaufen. Und gelaufen. Sag mal, willst du mich jetzt langweilen? Und da waren Bäume und Bäume und Bäume und Büsche! Okay, ist ja schon gut. Und dann bin ich plötzlich auf eine Lichtung gekommen. Und was war auf der Lichtung? Eine wunderschöne Blumenwiese! Ja, und was ist daran so besonders? Da war eine riesengroße wunderschöne Blumenwiese. Du willst mich doch verarschen! Und dann bin ich über die wunderschöne Blumenwiese gelaufen. Okay, ich rate! Und da waren ganz viele wunderschöne Schmetterlinge…

Jetzt langt’s mir, ich kündige! Gut, ich geb dir nen Tipp, rate mal wen ich getroffen habe? Das war wirklich eine wunderschöne Blumenwiese. Lass mich raten! Dein Ex-Versicherungsvertreter! Ja, supigeil, oder? Und rate weiter! Und die Schmetterlinge! Einfach schön. Ihr habt ein Date. Ja, noch supitoller. Vielleicht ist er ja doch nicht schwul. Träum weiter! Und auf der Blumenwiese wäre ich beinahe über ein Rehkitz gestolpert. Und wann habt ihr euer Date? Am Mittwoch! So ein süßes Rehkitz! Das ist ja schon morgen! Jaaaahaaaa! Und er hatte es besonders eilig mit mir ein Date auszumachen, er liebt mich doch. Und nach dem Date, werde ich ihn mit verbunden Augen auf die wunderschöne Blumenwiese führen… Wolltest du dich diese Woche nicht mit dem Ananastypen treffen? Ja und! Und dann werde ich ihn nackt ausziehen und ihn von oben bis unten abschnuppern, damit ich nie wieder seinen Geruch vergesse. Das sind ja 2 Dates in einer Woche! Es sind drei. Vielleicht ist das Rehkitz noch da und sieht uns zu. Wie drei? Ja, drei halt. Und dann werde ich ihm über den ganzen Körper lecken… Und wer ist der dritte im Bunde? Ja, so n Typ mit ner Glatze! …damit ich nie wieder seinen Geschmack vergesse. Da wär ich ja nie drauf gekommen. Hattest du jemals einen mit Haaren? Ich nehme nicht jeden Typen, der eine Glatze hat. Ach, das wäre mir neu! Aber wenn ich mal Einen nehme, dann hat er meistens eine Glatze. Hm. Ansichtssache! Siehste! Und dann werde ich ihm einen Blasen, bis es mir bei den Ohren heraus kommt. Findest du drei Dates in einer Woche nicht ein Wenig moralisch verwerflich? Wieso? Und dann ist er irgendwann so geil auf mich, dass… Vergiss es? Sag mal, du gönnst mir wirklich gar nichts? ….dass er mich über die wunderschöne Blumenwiese vögelt bis der Morgen graut… Wenn du mal aufhören würdest ständig das Thema zu wechseln, da kommt doch keiner mehr mit. Wer wechselt denn ständig das Thema, Herr Moralapostel? Was ist denn so schwierig daran zu verstehen. Ich habe am Mittwoch ein Date. Ich habe am Donnerstag ein Date und ich habe am Freitag ein Date. Der Erste darf mich ficken bis der Arzt kommt, der Zweite darf mich dann verarzten und der Dritte kriegt einen Einlauf, wenn er nicht schön brav seinen Ananassaft getrunken hat. Na, dann bin ich aber mal gespannt. Du musst auch immer das letzte Wort haben.

Deine Schackeline (17 ½)

(Ähnlichkeiten mit Personen aus dem realen Leben sind in einer fiktiven Geschichte gar unmöglich und somit reiner Zufall.)

Liebes Tagebuch Teil 2 1/2

Liebes Tagebuch Teil 2 1/2  (eine fiktive Weiterführung)

Endlich zu hause. Habe meine letzten Prüfungen hinter mir. Ob ich sie geschafft habe? Keine Ahnung. Es wird sich noch herausstellen, ob ich ins Mündliche muss. Was mit den Fotos ist? Was für Fotos? Ob ich mich extra dumm stelle? Nein verdammt nochmal. Die Ersten habe ich schon vor Wochen eingeworfen. Jeden Tag eines. Und seine Zahnbürste habe ich heute morgen noch eingeworfen, bevor ich in die Schule gelaufen bin. Ab morgen bekommt er dann die Fotos vom Putzen. Ob ich jetzt völlig den Verstand verloren habe? Nein ich denke nicht. Ich habe noch ein paar Abzüge gemacht für den Typ von gestern. Bevor ich die ihm gebe, werde ich ihn auf einen frischgepressten Ananassaft einladen. Jeden Tag. Hm.

Deine Schackeline (17 ½)

Live in the Moskutar Abteilung Ulm mal ganz privat…

Live in the Moskutar Abteilung Ulm mal ganz privat…

oder wie in 24 Stunden, der Alkohol in Strömen fließen kann, Eine gar nicht betrunken war, Jemand ein Jahr älter wurde, ein Anderer um Jahre gealtert ist, dabei ein Eimer verlustig gehen konnte, dafür eine phantasmagorische Zahnbürstenerkenntnis die Damenwelt revolutionieren wird und das warme Flüssigkeiten auf der Hose zwar eine riesen Sauerei sind, aber nicht unbedingt total versaut sein müssen…. oh und es war ein paar mal richtig romantisch…aber, don’t fuck the Mostkutar.

Ich fange mal von vorne an, nach einer unleidigen Schreibblockade und anderen unaussprechlichen Querelen, die leider schon viel zu lange andauern, entschließe ich mich eine Woche Urlaub zu nehmen. Entspannen und Schreiben. Kaum habe ich Urlaub, eskaliert das Unausprechliche in mir und mir fällt auch schon die Decke auf den Kopf. Ich entschließe mich mehr oder weniger spontan von zuhause über Augsburg ans eine Ende von Bayern zu fahren, um einerseits einen orkischen Geburtstag auf einem Mittelaltermarkt zu feiern, meinen ‚Ex-Verlobten‘ (Das ist eine andere Geschichte….) zu besuchen und anderseits mich definitiv in die Gefahr begebe, dass mir der Himmel auf den Kopf fallen könnte.

Ich bin in der Früh an der Tankstelle immer noch so unaussprechlich verwirrt, dass ich anstatt Super Benzin nur Benzin tanke, nachdem ich am Tag zuvor aus ähnlichen verspulten Verwirrungen den Tank bis auf den letzten Tropfen leer gefahren hatte. Ich bin schon viel zu spät, Kopf rasieren, Duschen, Selbstbefriedigung, dass dauert alles halt so seine Zeit und ich komme also leicht verspätet an dem Treffpunkt in Augsburg, zur Aufnahme eines auf dem Auto sitzenden Uglathar. Wir sind unterwegs. Haben schon im Auto eine Menge Spaß und fahren auf zum Markt. Wir kommen an und werden von schneidigen Feuerwehrlern zum Parkplatz geleitet. Am Parkplatz angekommen, schneidige Rettungsdienstler und noch schneidiger Sicherheitskräfte. Die Blaulichthölle hier und ich treffe mich mit Orks auf einem Markt, wo lauter noch geilere Drecksäue rumspringen, in noch viel mehr geileren Uniformen. Was? Oh Universum, was habe ich denn bitte jetzt schon wieder verbrochen? Oder bin ich schon tot und dass ist hier die Belohnung und die Uniformierten sind meine 666 Jungfrauen für meine hervorragenden Bußfertigkeiten rund ums Pilgern und im talibanesischen Fußfetischisten verpetzen. Ich treffe auf meinen ‚Ex-Verlobten‘ (wie gesagt, das ist eine andere Geschichte…), der sichtlich überrascht ist, dass ich da bin, mit einem Uglathar und dass ich tatsächlich kochen kann. (Hm, dass ich auch immer unterschätzt werde, Frauen die ohne Männerhilfe Geld verdienen können, Blasen und Kochen können, sind aber auch echt selten. Hm.) Egal, wir suchen unser Geburtstagskind, das auch nicht ans Telefon geht. Wir drehen eine Runde und finden niemanden, der am nächsten Tag Geburtstag haben könnte, aber dafür finden uns alle anderen furchtbar interessant. Unglaublich. Jetzt habe ich heute mal völlig normale Klamotten (also nicht schwarz, sondern für meine Verhältnisse erschreckend bunt!) zu meinen Brüsten an und die Leute gucken mich an, als wäre ich der Teufel und alle seine Huren in einer Person. Vielleicht liegt es auch an meinem Begleiter, der aussieht, als hätte ich ihn von einem Golftunier entführt. Hm. An mir kann es doch echt nicht liegen, ich habe doch einen Hut auf und hier laufen übrigens auch noch total viele Tätowierte rum…die werden alle nicht angestarrt, komisch. Vielleicht habe ich ja Dreck auf der Nase.

Irgendwann finden wir tatsächlich unser Geburtstagskind und setzen uns in mitten von den ganzen Schaulustigen. Hm. Irgendwann wollen wir alle eine seltsame Kopfbedeckung kaufen und dann sind mir die beiden Uglathar entlaufen. Ich spiele ein bisschen Poi und deprimiere ein paar Kinder. Dann werde ich von einer Horde Damen angegraben, aber sie bieten mir einen Feuerjob an, also habe ich erst mal nichts dagegen, aber es ist toll dass meine Männer mich nicht retten, noch nicht mal mein ‚Ex-Verlobter‘. Irgendwann kommen beiden Orks besoffen wie die Hexen angetorkelt. Beide mit gar fürchterlichen Kopfbedeckungen. Sie haben sich den Sonnenuntergang angeschaut auf einem Strohaufen, alles klar. Das sind keine Uglathar, es sind Schwuglathar. Wenn dass dem Lûgburz zu Ohren kommt. Aber die beiden werden sich damit rausreden, dass sie nur sichergehen wollten, dass das ekelhafte grelle Fratze auch wirklich verschwunden ist. Unglaublich. Traue mich ja schon gar nicht zu fragen, was das nun wieder mit dem Lûgburz zu tun hat. Ich gehe mit dem Nichtgeburtstagskind zum Strohhaufen und warten mit den Restbeständen vom Met auf den Rest der Geburtstagsgesellschaft. Der Mond geht auf, die Pferde wiehern und es ist erschreckend romantisch. Aber, dont Fuck the Moskutar, auch wenn ich nicht wirklich in der Moskutar bin, bin ich doch irgendwie auch posthum die alte Vettl und ich kann mich doch nicht an diesem madigen Wurm vergehen. Ich könnte dem Lûgburz ja nie wieder in die Augen schauen, wenn er das zu Ohren bekäme. Wir beschließen unser Gebutstagskind zu suchen, mal wieder. Gesucht, gefunden. Gemeinsam feiern wir noch ein bisschen und ich spiele noch ein bisschen Leuchtpoi, jetzt dürfen alle gucken. Meine neuen Leuchtpoi rocken voll. All Schaulustigen klatschen. Ich muss hier weg. Es ist Mitternacht, wie singen: ‚Happy Birthday!‘ Ich krabble auf den Tisch, um unserem Geburtstagskind zu gratulieren, diese Made hat mir unbemerkt die Schleife von meiner Bluse aufgebissen. Diese dreckige Plage. Unbemerkt, ich werde alt. Ich parke meine Orks bei einem bekannten Barden und gehen meinen ‚Ex-Verlobten‘ abholen. Ich komme zurück und die beiden Maden haben ohne mich mit dem Sambuca-Feuerspiel angefangen. Diese dreckigen Mistratten. Unglaublich. Wir führen meinen Ex-Verlobten in die orkische Trinkkultur ein und haben alle voll den Spaß, die Jungs am Saufen und ich an den regelmäßigen Besuchen der Sicherheitskräften. Himmel, ich habe mich mal wieder verliebt. Bis über beide Ohren. Dieser überaus zuvorkommende Securitymann (mit übersichtlicher Frisur) möchte mich zwar leider nicht zum Ausgang tragen und mich von oben bis unten durchsuchen und und und…aber ich stelle es mir vor. Plötzlich fließt mir eine warme, zähe Flüssigkeit über den Oberschenkel. Mein Kopfkino geht mit mir durch… ich fasse mir an die Hose und ich denke…kann es dabei nicht glauben, aber es ist nur das Wachs der Kerze, die vor mir auf dem Tisch steht. Geil, meine neue Jeans und schon versaut. Langsam werde ich ein bisschen zickig, es hat noch nicht mal jemand den Anstand, gescheit Rabatz zu machen, damit ich endlich von dem geilen Securitymann rausgetragen werde. Es nimmt einfach keiner Rücksicht auf mich.

Irgendwann müssen wir dann doch gehen und ich muss mich von meinem Traummann trennen. Wir gehen und ich spiele mal wieder Taxiunternehmen. Was dann passiert ist auf Grund eines Filmrisses einer der drei Beteiligten und der allgemeinen Schweigepflicht der restlichen Beteiligten soweit zensiert. Ich kann nur soviel sagen, dass mein Mülleimer, den ich seit der Gauklernacht letztes Jahr in meinem Auto mitführe, dabei verlustig ging. Und gut dass wir einen (angehenden) Arzt dabei hatten, der dann auch ganz schnell wieder halbwegs nüchtern war und ich gar nichts getrunken hatte. Am Ende des Filmrisses war die Sonne (die hässliche Fratze) bereits wieder aufgegangen und alle wieder soweit auf den Beinen. Und Ehrenwort, ich habe keinen Unsinn gemacht, nicht mit dem Edding und auch nicht mit dem geilen Pfleger. Egal. Ich habe dann die Nacht, oder beziehungsweise den Vormittag auf einer ziemlich geilen Ledercouch verbracht und habe von phantasmagorischen Überpenissen und obszönen Pilzgewächsen und/oder nackten Securitymännern mit übersichtlichen Frisuren und tätowierten Pflegern geträumt. Unglaublich, was so eine Ledercouch alles mit meiner Phantasie anstellt.

Gegen Mittag werden wir wach, die Einen mehr, die Anderen weniger. Nachdem duschen bekomme ich eine Zahnbürste geschenkt. Ein ganz besondere Zahnbürste. Mir eingebauter Batterie zum besseren Wegvibrieren von Zahnbelag. Jaja. Die Fantasie geht mit mir durch und ich darf die Zahnbürste behalten. Hehe. Sobald ich zuhause bin werde ich sie wohl einem eingehenden Belastungstest unterziehen….

P.S. Mir ist vor 6 Jahren eine ähnliche Geschichte passiert und ich bin heilfroh, dass es auf Mittelaltermärkten keine Klosteine gibt. Aber das ist eine andere Geschichte.

P.P.S. Wer braucht geile Securitymänner, wenn es Zahnbürste mit Batteriebetrieb gibt.

Liebes Tagebuch Teil 2

Liebes Tagebuch Teil 2 (eine fiktive Fortsetzung) Hätte heute eigentlich lernen müssen. Saß zu hause und hab alles andere getan, nur nicht gelernt. Hm. Hab schon meine ganze Wohnung geputzt, dabei hätte ich die Zeit wirklich besser ins Lernen investieren können. Habe dann aus purer Absicht die Fugen im Bad mit der Zahnbürste meines Ex-Versicherungsvertreters geputzt. Woher ich die hab? Hm. Das gehört hier aber wirklich nicht her. Wollte doch eine ganz andere Geschichte erzählen. Habe also auch ziemlich viel ausgemistet. Die Mülltonnen quellen schon über. Meine Wohnung ist jetzt schön sauber und ich habe irgendwie überhaupt nichts gelernt. Das lag aber nicht nur am Putzen. Hm. Des wird schon klappen, mit der Abschlussprüfung, oder? Wie, ich lenke nur vom Wesentlichen ab? Ja, ich hätte lernen sollen, dass weiß ich auch, liebes Tagebuch. Wie, die Zahnbürste? Ach, die. Woher ich die habe? Weiß ich nicht mehr! Was mache ich, wenn ich meine mittlere Reife nicht schaffe? Ist ja schon gut. Nach dem mich dieser Versicherungsvertreter (ja, der Homosexuelle) so schmählich sitzen hat lassen, habe ich mich durch einen Vorwand Zugang zu seiner Wohnung verschafft. (Es ist immer gut einen Wachturm im Haus zu haben, man weiß ja nie für was der noch nützlich sein kann!) Diese Schlampe von seinem Freund hat mich gnädiger Weise auf die Toilette gehen lassen. Dort habe ich dann meine Haarbürste und meine benützte Unterwäsche liegen gelassen und seine Zahnbürste geklaut. Wie, nur die Zahnbürste? Natürlich nur die Zahnbürste. Nach dem Putzen habe ich noch eine ganze Weile Löcher in die Luft gestarrt. Es ist nicht einmal Staub in der Luft. Sowas. Wie, wenn ich doch nun schon mal da gewesen wäre, dann hätte ich… was? Nein! Dann hätte ich gleich viel mehr mitgehen lassen können? Nein, das würde ich ja nie tun. Ich habe mir dann überlegt, bevor mir noch weiter die Decke auf den Kopf fällt, dass ich lieber raus gehe, auch auf die Gefahr hin, dass mir der Himmel auf den Kopf fallen könnte. Also bin ich… jetzt wird’s mir aber langsam zu blöd. Ja, Okay. Ich habe auch noch eines seiner Hemden geklaut. Wie, ob dass alles war? Ja, verdammt nochmal. Es geht dich doch eigentlich gar nichts an, was ich da geklaut habe, er ist immer noch mit dieser Tucke zusammen und…und du bist nur mein Tagebuch. Also, ich bin dann in das Café gegangen. Das, da vorne an der Ecke. Boa, schmollst du jetzt. Himmel, nicht mal du bist auf meiner Seite. Okay, wenn du es ganz genau wissen willst, ich habe eine seiner Unterhosen mitgenommen, ja eine Benützte. Woher ich weiß, dass es seine gewesen ist? Seine sind viel größer, als die von seiner Schwuchtel. Und jetzt frag mich nicht, woher ich das nun wieder weiß. Ich hab noch ein Duschgel mitgenommen. Ja, das Blaue. Das so reicht, wie er riecht. So, darf ich jetzt meine Geschichte erzählen? Ja. Gut, danke, dass ich auch eine Geschichte in mein Tagebuch schreiben darf, die ich auch wirklich erzählen will. Also ich sitze in diesem Café, da unten an der Ecke und versuche dort zu lernen. Das hat auch eine ganze Weile ganz toll geklappt. Ich war mir schon fast sicher, dass ich die Prüfung ernsthaft schaffen könnte. So vertieft wie ich war, merkte ich erst gar nicht, dass mich so ein Typ an der Bar schon die ganze Zeit anstarrte. Er setzte sich erst neben mich an einen anderen Tisch. Ich versuchte mich nicht weiter ablenken zu lassen. Der sieht die ganze Zeit zu mir rüber. Ich ignoriere ihn, weitestgehend. Himmel, ist aber ganz schön schwer, wenn man leicht zur Paranoia neigt. Jetzt sprich mich schon an…. du….du….ich schaue flüchtig zu ihm rüber…um Himmels Willen… du geile Drecksau. Ich quäle mir in meinem inneren Monolog ein Lächeln ab, dass er wohl als Unsicher wertete, weil er dann gleich zum Angriff loslegte.

‚Sag mal, kennen wir uns irgendwo her?‘ fragte er. Boa, was für eine bescheuerte Anmache. Was soll ich antworten… Ich hab eine Wassermelone getragen…oder was?

‚Ich weiß nicht?‘ sagte ich dann, mit einem seltsamen quietschigen Unterton und nestelte an meinen Unterlagen. Ich werde langsam rot im Gesicht, was die Situation noch peinlicher macht.

‚Bist du hier öfter?‘ fragte er. Die Fragen werden nicht besser.

‚Ja. Ähm… ich wohne um die Ecke…da vorne!‘ sagte ich.

Und was dann passiert ist, kann ich nicht mehr so wirklich nachvollziehen. Wir haben nicht wirklich geredet. Was auch besser so ist, weil wir beide nicht wirklich was zu erzählen haben. Er hat bezahlt, auch meins. Dann sind wir gegangen. Zu mir. Irgendwie ist dann Eines zum Anderen gekommen. Jetzt liegt er da, in meinem Bett. Nackt. Die ersten Sonnenstrahlen glitzern auf seinem prallen Hintern. Ist schon ein geiler Anblick. Er sieht auch so ein bisschen so aus, wie mein Ex-Versicherungsvertreter. Wenn ich jetzt nicht so einen komischen Geschmack im Mund hätte, wäre alles perfekt. Hab mir schon 3mal die Zähne geputzt und der Geschmack ist nicht weggegangen. Hm. Ob ich mir den Geschmack vielleicht nur einbilde? Nein, ich habe mich auch geduscht (3mal) und mit dem blauen Duschgel gegurgelt. Keine wesentliche Besserung. Auch die Vorstellung ich hätte den Schwanz von meinem Ex-Versicherungsvertreter im Mund gehabt, hat den Geschmack nicht neutralisiert. Wie sowas Schönes so schrecklich schmecken kann. Unglaublich. Ich kämpfe immer noch mit dem Würgereiz. Jetzt ist er wach geworden und ins Bad getapst.

‚Ich benütz mal dein Duschgel!‘ Wenn er das Blaue nimmt, bringe ich ihn um. ‚Und deine Zahnbürste!‘ Wenig später steht er, mit der Zahnbürste meines Ex-Versicherungsvertreters im Mund, nackt vor mir. Wenn er wüsste, was ich noch alles mit der Zahnbürste angestellt habe, hätte er jetzt Würgereiz. Alles riecht nach meinem Ex-Versicherungsvertreter. Ich werde schwach. Ich kann es einfach nicht lassen, wenn alles so nach meinem Ex-Versicherungsvertreter riecht und ein schöner Penis so vor meinem Gesicht baumelt, dann muss ich ihn einfach in den Mund nehmen. Ob der Geschmack besser geworden ist? Nein, verdammt. Mir ist schlecht. Er ist zum Glück gegangen. Vorher ist er noch gekommen. In meinem Gesicht. Ich knie jetzt vor meiner Kloschüssel. Lasse mir den gestrigen Abend und den Morgen nochmal durch den Kopf gehen. Muss mich jetzt zusammenreißen. Hab in einer Stunde Abschlussprüfung. Ich sehe ein paar Flecken in meinem Klo und putze sie mit der Zahnbürste meines Ex-Versicherungsvertreter weg. Ich wasche mein Gesicht mit seinem Duschgel und renne los. Ich muss noch den Film zum Entwickeln bringen. Was für einen Film? Ich hab ein paar Fotos gemacht! Was für Fotos? Das gehört hier wirklich nicht her und eine ganz andere Geschichte. Deine Schackeline (17 ½) (Ähnlichkeiten mit Personen aus dem realen Leben sind in einer fiktiven Geschichte gar unmöglich und somit nur reiner Zufall.)

Die Zahnbürste meines Exfreundes

Die Zahnbürste meines Exfreundes (eine fast fiktive Geschichte)
DSCN6201Heute ist Samstag und Samstag ist Putztag. Habe ich das früher schon immer gehasst, dass meine Mutter am Samstag immer ihren wöchentlichen Putzfimmel rausgekehrt hat. Und heute mache ich es auch, wenn ich mal an einem Samstag unerwartet zuhause bin, bekomme ich auch ab und zu einen Putzfimmel. Für die Küche hat es heute leider nicht mehr gereicht, aber morgen ist ja auch noch ein Tag. Ich muss mich eigentlich noch ein bisschen schonen, ich bin irgendwie immer noch krank und habe am Montag einen Termin zum Tätowieren und ich sollte zumindest nicht noch kränker werden. Ich sollte auch einfach mal mit dem Nacktputzen aufhören, dann wäre ich auch nicht immer krank.DSCN6202
Im Bad habe ich dann einige Zahnbürsten gefunden, auf denen mit Edding Namen geschrieben waren. Das müssen noch Relikte aus der WG-Zeit sein. Dann begann ich das Klo zu Putzen. Und Zahnbürsten sind perfekt das Klo auch unter dem Rand zu putzen. Zahnbürsten sind genau dafür gemacht an Stellen zu kommen, wo man ansonsten schlecht hinkommt. Und es ist eine innere Befriedigung, wenn auf der Zahnbürste der Name des ein oder anderen Exfreundes steht. Zwei, drei Zahnbürsten später strahlt das Bad wieder wie neu. Ich überlege mir die Zahnbürsten zu ihren Besitzern zurück zu schicken. Hm. Und ein paar Tage später die Fotos, die ich während des Putzens gemacht habe. Hihi. Morgen putze ich die Mülleimer mit den restlichen Zahnbürsten meiner Ex-Mitbewohnerinnen.
Published in: on 4. Januar 2010 at 16:00  Comments (1)  
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