Ich suche einen Mann… Teil 38 Meine Wasserratte

Ich suche einen Mann… Teil 38 Meine Wasserratte

nympIch suche einen Mann, der absolut nicht wasserscheu ist. Der nicht nur mit mir in die Sauna geht, sondern auch mit mir in den Zuber. Und obwohl das Wetter ganz schön scheiße ist, sollte ich mir wirklich mal einen Badeanzug kaufen, man kann ja nicht überall nackt baden.

 Anmerkung: Dies ist der 38. Teil einer völlig ernst gemeinten Bekanntschaftsanzeige von mir, Callabutterfly, und eine Ode an meinen Traummann, den ich mir grad versuche zu basteln.

Zuschriften bitte via Facebook/Callabutterfly per PM395318_1199792681142l

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Schaum

Schaum

Eine nackte Frau vom warmen Schaum umfangen. Betörende Düfte durchströmen die kleine Badestube vom flackernden Kerzenlicht erhellt. Wasserdampf vermischt sich mit dem Rauch der Feuerstelle. Beruhigender Lavendel vermischt sich mit anregenden Rosmarin und verspielter Rosenduft setzt dem Potpourri noch ein mildes Sahnehäubchen auf.

Der Zuberer kam an den Zuber getreten und schüttete einen weiteren Eimer kochend heißes Wasser mit den Worten ‚Vorsicht, Herrin!‘ in die Wanne. Die Dame im Wasser schreckte hoch und zog die Beine zu sich heran. Auf ihrer Haut perlte sich das Wasser. Der Zuberer kam nochmal mit einer Flasche. Er goss ein wohlriechendes Öl ins Wasser und griff dann ins Wasser um das Öl zu verteilen. Dann ging er rücklings an der Dame vorbei, die gerade wieder zurück ins Wasser sankt. ‚Die Füße, Werteste?‘

‚Ja bitte, Jakob!‘ Sie hob einen ihrer Füße aus dem Wasser. Er krempelte seine feuchten Hemdsärmel hoch und begann ihr den Fuß zu massieren. Sie schloss die Augen und genoss seine kräftigen Berührungen. Von der Hitze in der Badestube lief ihm der Schweiß von der Stirn. Nun massierte er bis zu ihrer Wade hoch und lies dann den Fuß ins Wasser zurück gleiten, um sich sogleich dem anderen Fuß zu widmen. Die feine Dame musste sich auf die Lippen beißen, damit ihr nicht ein Stöhnen entwich. Sie wusste nicht, was heute mit ihr los war, nie zuvor war sie so erregt, wenn Jakob ihr die Füße massierte. Die Hitze stieg in ihr auf und ihr Verstand schmolz dahin. Sie glitt mit dem Oberkörper noch tiefer in die Wanne und kurz nach dem ihr ein sehnsuchtsvoller Stöhner über die Lippen huschte, ging sie beinahe unter. Wenn Jakob ihr nicht zur Hand gegangen wäre, wäre sie in ihrer Erregung wahrscheinlich ertrunken.

Ihre Sinne kamen erst wieder zurück, als Jakob sie kräftig schüttelte und ihr gegen die Wangen klopfte. ‚Werte Lady, wenn ihr mir hier ertrinkt, werde ich an der höchsten Zinne auf geknüpft.‘

Sie blickte ihn nur mit schreckensweiten Augen an und ihr Körper zitterte in seinen Armen. Dann wurde ihm erst gewahr, dass er mit einem Bein in der Wanne stand und seine Hose langsam ziemlich durchsichtig werden musste und dass die Lady ja schließlich nackt war. Er setzte sie auf, lies sie nur für einen kurzen Moment los und hangelte nach einem Handtuch. Sie war wieder ins Wasser gesackt, als er das Handtuch endlich in Händen hielt, also stieg er ganz in den Zuber, kniete sich zu ihr und nahm sie in Arm und wickelte gleichzeitig das Handtuch um ihren Oberkörper. Sie würden ihn nicht nur an der höchsten Zinne aufknüpfen, nein, seine Eier und sein Schwanz würden neben ihm baumeln, wenn sie jemand so erwischen würde. Und zu allem Überfluss wurde das Handtuch nun auch noch durchsichtig und die festen, großen Brüste der Herrin zeichneten sich deutlich durch das Handtuch ab. Er schluckte schwer. Sie öffnete die Augen und bemerkte sein Unbehagen. Lächelnd kam sie ihm näher und küsste seinen Hals.

‚Herrin, ich bitt Sie! Ich kann nicht!‘

‚Keine Sorge, keiner wird nach mir suchen.‘

‚Die Tür ist nicht verschlossen!‘

Da stand sie einfach auf, stieg selbstständig über den Zuberrand, ging nackt wie sie war auf die Tür zu und betätigte den Riegel. Dann drehte sie sich um und stieg in den Zuber zurück, wo Jakob immer noch mit dem nassen Handtuch in der Hand regungslos im Wasser kniete.

‚Jakob, ich möchte, dass ihr mich überall so berührt, wie ihr meine Füße berührt habt.‘

Er zögerte noch. ‚Und keiner wird je davon erfahren!‘ setzte sie ungeduldig nach und blieb vor ihm stehen. Er war im Knien größer als sie im Stehen, dennoch war sie unerschrocken.

‚Herrin, ich möcht so gern, aber was sag ich dem Pfarrer bei der Beichte.‘

‚Das ihr meine Füß‘ massiert habt, weil sie mir immer so schmerzen.‘ meinte sie gespielt und knöpfte ihm das Hemd auf und zog es ihm über den Rücken herab.

Als ihre nackten Brüste seinen Bauch berührten, war all die Zurückhaltung vergebens. Er musste sie anfassen. Er traute sich aber immer noch nicht recht. Aber alleine die Tatsache, dass seine Herrin so willig vor ihm stand, erregte ihn so, dass auch sie es nun bemerkte. Sie machte sich an seiner Hose zu schaffen. Und sie war wesentlich geschickter als er, denn sie hatte die Hose schon auf genestelt und umfing nun mit beiden Händen seinen immer steifer werdenden Schwanz. Ein Schauder lief ihm über den Rücken und nun konnte er sich wirklich nicht mehr zurückhalten. Er näherte sich mit dem Mund ihrem Hals und küsste sie so, wie sie ihn zuvor geküsste hatte. Sie stöhnte auf, lies aber keinesfalls von seinem Schaft ab. Er griff ihr vorsichtig an die Brüste und sogleich stellten sich ihre Brustwarzen auf. Er wollte sie küssen, aber sie entzog ihm ihre Brüste. Sie lies sich langsam vor ihn auf die Knie sinken und nahm seinen Schwanz in den Mund. Er machte große Augen, wollte protestieren, aber seine Stimme versagte. Er taumelte zurück und platschte rücklings ins Wasser. Sie landete mit ihrem zierlichen Körper auf seiner Brust und ihr Lächeln lies ihn gänzlich dahinschmelzen. Er küsste sie auf den Mund und als ihre Zungen sich berührten, explodierte irgendwas in seinem Magen. Vorsichtig öffnete er seine Augen und blickte sie an und auch sie schien von Erregung und Gefühlen überwältigt zu sein. Er wollte sie überall küssen, doch sie war wieder schneller als er. Sie griff sich zwischen die Beine und setzte sich auf ihn. Langsam lies sie seinen zum Bersten gespannten Speer in sich gleiten. Sie stöhnte lustvoll auf und biss sich vor Erregung auf die Lippe. Er konnte es immer noch nicht glauben, was sie da tat. Als sie mit langsamen, runden Bewegungen ihrer Hüften begann, seinen Schwanz in ihrem Loch zu massieren, konnte er nicht mehr. Er drängte sie auf den Rücken und stieß ihr seinen Schaft so tief wie möglich in sie hinein. Das Wasser schwappte aus dem Zuber. Sie schrie auf und verbiss sich in seiner Schulter, gleichzeitig befingerte sie aber seinen Hintern und krallte sich fest. Er rammelte weiter in sie ein. Sie war so unglaublich eng und bei jedem Stoß schien sie noch enger zu werden. Er verlor fast den Verstand, aber er lies nicht nach, ihr seinen Schwanz immer und immer wieder in den Leib zu bohren. Kurz bevor er kam hielt er inne, zog seinen Schwanz ihr heraus, richtete sich auf und hangelte sich einen Eimer voll mit kalten Wasser, den er sich sogleich über die Brust und über den Schwanz goss. Sie war auch kaum zu bändigen und nahm wieder seinen Schwanz in den Mund. Aber nachdem er sie keineswegs ins Gesicht besudeln wollte, goss er das restliche Wasser über ihren Kopf. Sie lies von ihm ab und wollte schon protestieren, doch er warf den Eimer über den Zuberrand und packte sie, küsste ihre Brüste, während er aufstand und sie am Zuberrand absetzte. Gegen einen Balken gelehnt, lies sie sich gerne von ihm die Beine auseinander drängen. Nun kniete er sich vor seine Herrin und küsste die Innenseiten ihrer Schenkel. Seine Finger umfassten ihre Arschbacken, während er mit der Zunge ihr Allerheiligstes berührte und langsam zu saugen begann. Er steckte die Zunge, wieder und immer wieder in ihr Loch, saugte und knabberte an ihrer Pforte. Sie stöhnte und hielt sich an seinen Haaren fest. Er nahm die Finger zur Hilfe und führte ihr erst einen Finger langsam ein und nahm dann einen Zweiten dazu, beim Dritten begann sie laut zu stöhnen und zu wimmern. Er bewegte alle drei Finger in ihr, bis sie zuckend seinen Berührungen erlag und nun hatte er sie soweit, er packte sie wieder und hob sie auf seinen Schoß, drang gleichzeitig mit dem Schwanz wieder in sie hinein und mit dem Finger in ihren Arsch. Mit der anderen Hand bearbeitete er ihre Brüste, während er sie gegen die Zuberwand gepresst hielt und immer und immer wieder in sie eindrang. Langsam zog er den Finger immer wieder ein Stück aus ihrem Arsch und nahm dann auch irgendwann einen zweiten Finger dazu. Sie stöhnte und atmete heftig. Ihr ganzer Körper zuckte und es schien so als würde sie in ihrer Ekstase erschlaffen. Er zog die Finger aus ihrem Arsch, um gleich darauf mit seinem Schaft hinein gleiten zu wollen. Nachdem sie nicht protestierte, machte er weiter. Er zog ihre Arschbacken auseinander und drängte seinen großen Schwanz in ihr Arschloch. Ihr Arsch war so eng, er musste an sich halten, um nicht gleich seinen Saft in ihr zu verspritzen.

Er arbeitete sich langsam vor und spielte nun mit den Fingern an ihren Schamlippen und schob zwei Finger in ihr Loch. Sie stöhnte auf. Endlich war sein Schwanz gänzlich in ihrem Arsch verschwunden und nun begann er sie zu rammeln, langsam aber bestimmt. Mit den Fingern vorne schneller als mit seinem Schwanz in ihrem Arsch. Er wollte diese Sünde solange auskosten, wie er nur konnte. Sie schrie nun so laut, dass er ihr den Mund zuhalten musste, aber sie wehrte sich nicht, sondern nahm seine Finger in den Mund und saugte daran. Er wusste nicht recht, wie viele Finger nun in ihr steckten, als sich plötzlich Unmengen warmen Schleimes über seine Hand ergoss. Ihre ganzer Unterleib zuckte und er konnte es an seinen Fingern spüren, wie ihr Inneres pumpte. Er zog den Schwanz langsam aus ihrem Arsch, wischte ihn kurz ab und schob ihn in dahin, wo seine Finger vorhin den warmen Schwall aufgefangen hatten. Ihr Inneres war noch glitschiger als zuvor. Ihr Zucken schwoll nochmal an und er stieß weiter in sie hinein. Ihre Bewegungen machten ihn schier wahnsinnig und mit einem lauten, schmerzhaften Schrei ergoss er sich, in einer nie vorher erlebten Heftigkeit, in ihr, so dass sein Saft gleich wieder aus ihr heraus floss, obwohl sein Schwanz noch halbwegs steif in ihr steckte. Er lies sich langsam und immer noch zuckend ins Wasser gleiten und legte sie behutsam auf seiner Brust ab. Sie wimmerte vor sich hin und ihr Körper zuckte noch. Ihr Atem schien sich langsam zu beruhigen.

Irgendwann öffnete sie ihre Augen und lächelte ihn liebevoll an: ‚Danke, Jakob!‘

‚Gern geschehen, Verehrteste!‘ flüsterte er und küsste ihre Stirn.

Nach einem Moment zog er sie hoch und sprang aus dem Zuber. Dann lies er das Wasser ab. Er kam mit einem Schwamm und warmen Wasser wieder an den Zuber getreten und wusch sie überall und schüttete mit einer Kelle warmes Wasser über ihren Körper. Dann wickelte er sie in ein Handtuch und hob sie aus dem Zuber, um sie auf einer Bank abzusetzen. Sie zitterte am ganzen Körper. Er zog sich schnell trockene Kleidung an. Dann wickelte er sie in ihren Morgenrock und öffnete die Tür.

Der Schwall kalte Luft, der nun in die Badestube strömte, ließ ihr Schier die Sinne schwinden.

Draußen war zum Glück niemand. Er goss die restlichen Eimer in die Wanne und sammelte die nassen Handtücher und seine Klamotten zusammen und warf sie in einen Korb. Dann nahm er sie und trug sie aus der Badestube in Richtung ihrer Gemächer. Es war wirklich keiner mehr in der Burg unterwegs. Alle Wachen schliefen. So er brachte sie in ihre Gemächer und mit einem Grinsen im Gesicht, zog er die Tür hinter sich in Schloss und verriegelte die Tür.

Fortsetzung folgt vielleicht….

Elf Fantasy Fair 2009

Elf Fantasy Fair – Festivalbericht – Von feuchten Träumen und nassen Katzen…

In der ersten Nacht auf meiner neuen Matratze irgendwo in der Niederlande hatte ich einen Traum, einen Seltsamen, diesmal ohne Geruch, aber ziemlich feucht… ähm… nass. Ich berichte lieber mal von Anfang an…

Ich liege zwei Tage bevor die Elf Fantasy Fair so richtig beginnt in einem Zelt mit 3 weiteren Leuten, eingequetscht von zwei Feldbetten und friere mir den Ast. Wir haben zwar eine Zeltheizung, die ein unangenehmes Geräusch macht und höllisch nach Petroleum stinkt. Mein Dieter Bohlen meldet sich wieder. Shit. Weder Dieter noch das unangenehme Geräusche erklären zwar irgendwie den folgenden Traum, aber nachdem ich nachwievor nicht so richtig weiß, was mein Unterbewusstsein mir mit meinen Träumen sagen will, sei es jetzt mal dahingestellt wer oder was jetzt an diesem Traum schuld ist. Hm. Das unangenehme Geräusch macht wenigstens gefühlt warm, aber meine Zähne klappern trotzdem. Irgendwie habe ich voll die Panik wir könnten alle ersticken, im Zelt steht der Rauch und das Atmen fällt mir schwer. Also verkrieche ich mich vollständig unter meiner Decke und hoffe, dass ich unten am Zeltboden durch die Zeltwand atmend als Letztes ersticken werde. Irgendwann bin ich dann doch eingeschlafen. Und dann träume ich…Der Traum fängt damit an, dass ich anscheinend mit wildfremden Menschen meinen Geburtstag feiere. Gut kann ja sein, unwahrscheinlich, aber möglich. Einer ist da, den ich kenne. Komisch, er taucht normalerweise erst mit seinem Geruch in meinem Träumen auf, bevor er dann selbst in Erscheinung tritt. Diesmal war alles irgendwie anders. Er war dafür gleich nackt und posierte auf einem Bett für Fotos, die ich machen wollte. Ich hatte aber keine Kamera in der Hand. Hm. Es ging darum, dass er besonders bedrohlich, aber sexy wirken sollte, um sich dann aufzurichten, als würde er mit gedachten Dämonenflügeln kraftvoll losfliegen wollen. Ich sollte wirklich weniger Germanys next Topmodel schauen. Das schöne an Träumen ist, das man kein Fotoshop braucht, um diese Dämonenflügeln hinzubasteln. Im Traum hatte er hammergeile Dämonenflügel an, die im sich gegen den Wind aufbäumten. Es war aber völlig windstill in diesem Zimmer. Er sah echt klasse aus. Und diesmal hatte ich ausnahmsweise mal keine Angst mehr vor ihm. Als wir mit den Fotos fertig waren, die wir gar nicht gemacht hatten, da ich ja keine Fotokamera hatte, saß er dann wie ein Lämmchen auf dem Boden, die Knie mit den Armen umschlossen. Himmel, wer würde da nicht schwach werden. Ich hab ihn einfach völlig umständlich auf den Mund geküsst und habe mich dann aber gleich dafür entschuldigt. Er sagte irgendwas, dass ich nicht verstanden habe. Dann redete er weiter und ich verstand einfach nur Dusche. War mir aber nicht sicher was er meinte. Irgendwie gab er mir zu verstehen, dass wir dort ungestörter wären. Wir gingen aus dem Raum, durch die Partygesellschaft, jetzt fällt mir erst auf, dass ich auch nichts anhatte. Oh Gott wie peinlich. Aber nachdem ich die komplette Partygesellschaft gar nicht kannte, war es nicht so schlimm. Vielleicht waren die ja auch alle nackt. Wir werden es wohl nie erfahren. Ich kam zuerst in der Dusche an. Da waren zwei Duschmöglichkeiten. Eine furchtbar enge und kleine Duschkabine, an der ich aber gezielt vorbei ging. Komisch. Und eine Duschanlage in der Größe meines Wohnzimmers. Automatisch strahlte das Wasser aus den Wänden, als ich den Duschbereich betrat. Er war hinter mir und blieb an der kleinen Duschkabine stehen, folgte mir aber doch. Warum ich dann in einer offenen Dusche Geschlechtsverkehr mit einem Mann hatte, vor dem ich eigentlich immer Angst hatte, keine Ahnung. Wieso er aber gerade immer wieder in meinen Träumen auftaucht, ist mir völlig schleierhaft. Und dabei habe ich tierisch Angst davor in einer offenen Dusche Geschlechtsverkehr zu haben, weil ich Angst davor habe beim Sex hinzufallen. Allein die Vorstellung in der Dusche beim wilden Geschlechtsverkehr auszurutschen, sich dann den Kopf auf dem Boden aufzuschlagen, um dann bewusstlos liegen zubleiben, ist für mich der blanke Horror. Der Geschlechtspartner liegt bewusstlos auf dir, bis der Notarzt kommt. Und der wiederum lacht sich dann erstmal halbtot, kriegt einen Herzinfakt und legt sich dann wohl für immer und ewig tot daneben. Und dann kommt die Feuerwehr und die Polizei. Dann weiß wirklich jeder und die ganze Welt bescheid, dass du zum blöd zum Ficken bist. Nö. Nicht mit mir. Und es entspricht bestimmt auch nicht den Unfallverhütungsvorschriften. Aber im Traum bin ich zum Glück nicht umgefallen. Ich glaube der Sex war ziemlich gut. Ich habe mich im Traum nicht darüber beschwert. Aber nach dem Geisteszustand zu Urteilen, in dem ich aufgewacht bin, muss es verdammt gut gewesen sein. Meine Leute im Zelt behaupten, dass sie komische Schreie gehört haben. Ich will jetzt mal nicht leugnen, es könnte gut sein, dass ich im Traum wirklich ernsthaft etwas laut geworden bin. Ich hatte guten Sex, aber nur im Traum. Das wäre wirklich zu schön um war zu sein. Hm. Irgendwann fiel mir ein, dass wir kein Kondom benützt hatten. Das entspricht nun wirklich nicht den Unfallverhütungsvorschriften! Auch egal. In Träumen kann man doch nicht schwanger werden, oder? Ich habe aber fast ein schlechtes Gewissen. Und wenn es ein Junge wird, dann soll er Jesus heißen. Das Schlimme ist nur, ich weiß immer noch nicht wie groß sein Schwanz ist. Jetzt lacht nicht, ich weiß es wirklich nicht. Selbst nach dem dritten Traum nicht. Ich habe wieder nicht registriert, wie groß sein Penis ist. Mist. Aber eigentlich ist die Größe egal. Solange es Spaß gemacht hat, ist es ernsthaft egal. Hauptsache er hatte einen Schwanz. Auf die Größe kommt es ja wirklich nicht an, krumm und bucklig muss er sein, damit er überall anstößt. Des hat meine Oma immer gesagt, und die hat immerhin zwei Weltkriege überlebt. Ich wache also auf und habe gedacht ich träumte nicht richtig. Ich sitze irgendwo in Holland in Schlosspark vom Kastell de Haar und träume übers Ficken in der Dusche und ich weiß nicht mal, wo hier die Duschen sind.

Dann hab ich auch noch Osama Bin Laden und Barak Obama verwechselt. Welch Fauxpas. Das halten mir meine Leute heute schon den ganzen Tag vor. Gut, sie halten mir auch schon seit Tagen vor, dass ich keine Eier kochen kann, dabei mag ich doch gar keine Eier. Ich habe Angst, dass ich heute Nacht von Osama Bin Laden träume und von Rucksäcken, Eiern und brennenden Büschen.

Wir waren heute einkaufen, irgendwo in Holland, am Arsch der Heide hatte wir, der Standpraktikant und ich, den Auftrag: Was zum Essen, Klebeetiketten, Zeltheringe, Teelichter und Plastikfolien zu kaufen. Den Einkaufsmarkt hatten wir gefunden, die haben uns dann zum Campingausrüster geschickt, der sich dann als Bootsausrüster entpuppt hatte. Die wiederrum hatten uns in die nächste Stadt geschickt. Dann haben wir uns entschlossen einfach Richtung Utrecht zu fahren, irgendwo müsste es ja einen Baumarkt geben. Tatsächlich. Praxis, komischer Name für einen Baumarkt, aber wir sind hier ja auch in der Niederlande. Die hatten alles zum Heimwerkern, nur keine Heringe für unser Zelt. Wir sollte zurück fahren zum: Dumb. Ein Militärgeschäft. Hurra. Der Laden war Prima. Ich fühlte mich pudelwohl, die hatten da Bausätze von richtig großen Knarren. Wir deckten uns mit Militärdecken ein und mit Heringen. Und der Verkäufer war der absolute Wahnsinn. Groß, Holzfällertyp, übersichtliche Frisur. Himmel habe ich mich verliebt. Ich muss nach Holland ziehen, nicht wegen dem Kiffen, nein wegen den Holzfällertypen. Und ich schicke inständig ein Gebet ans Universum, dass die ganzen geilen Kerle hier nicht alle schwul sind. Sonst muss ich mich leider kopfüber in die Zeltheizung stürzen.

Ich bekrümel mich schon die ganze Zeit über niederlandische Städtenamen und ich denke, es werden noch einige dieser Ortschaften als Namen von Charakteren in der einen oder anderen meiner Geschichten wieder auftauchen. Utrecht und Undrocht, die zwei Bösewichter und Zwolle Zwerg zum Beispiel oder Kockenger. Des heißt bestimmt Vorhautverengung auf niederländisch. Hihi.

Wieder auf dem Platz in Gedanken immer noch bei meinem Militärdevotionalienhändler erfahre ich, dass die Dusche nur mit gechlortem Wasser laufen, das wäre übrigens in ganz Holland so. Mist. Scheiß Chlorallergie. Dann ist es doch nichts mit dem Auswandern. Ich muss mir einen Holländer einfliegen lassen. Oder Zwei oder Drei. Einen fliegenden Holländer, sozusagen. Hihi.

Das Abendessen mit den mitgebrachten Köstlichkeiten war der Wahnsinn und wir versuchen die Produktenamen zu übersetzen. Auf der Packung der Fertigsuppe steht. Roeren. Klar. Niet vergeten te blazen! Alles klar, blasen. Und viel lustiger ist eigentlich, dass das Blasen hier eigentlich piepen heißt. Jetzt bin ich wirklich ziemlich inspiriert.

Am Abend erkunden wir das Gelände. Der Schlosspark ist riesig. Wir suchen, dass Liebeslabyrinth, finden es aber nicht. Dafür hab ich mich an diesem Tag, ganz ohne Dusche nochmal verliebt. In eine Rüstung. Und dann in einen Typen. Später habe ich erfahren, dass beide von Mytholon sind. Muss meine Liebe nochmal überdenken. Ich habe durchaus eine große Abneigung gegen Mytholon. Dann muss ich wohl am nächsten Tag nochmal zu diesem Militärladen fahren und der geilen Drecksau einen Antrag machen. Ich bin wirklich gespannt, von was ich jetzt gleich träumen werde. Gute Nacht.

Am nächsten Tag wache ich auf und ich habe wieder erwartend nichts geträumt. Schade. Der Freitag auf der Elf Fantasy Fair ist äußerst langweilig. Wir mussten unseren mittelalterlichen Stand mit Folie auslegen, damit wir und die Gäste keinen Flurschaden anrichten. Reine Schikane, denken wir, aber ich habe dann doch den ganzen Tag damit verbracht, auf allen Vieren auf dem Boden herumzurutschen, um diese völlig unauthentische Folie zu verlegen. Meine Motivation eine völlig authentische Klamotte anzuziehen ist bereits auf unter null gefallen. Himmel sieht der Stand kacke aus. Von den 2000 VIP-Gästen ist irgendwie auch keiner da und man könnte mal wieder einen Stein durch den Markt werfen und man würde keinen einzigen Kunden damit treffen. Man könnte jede Menge bunte Plastikfolie treffen, aber keine Kunden. Die Lady Captain schreit im Zelt aus der IKEA-Tasche, aber ich habe dann doch meine Marketenderin an. Hm. Es wird merklich noch langweiliger. Ich habe meine Pilgerstrümpfe gestopft und alles repariert, was mir in die Finger kam. Mit der Standnachbarschaft, kamen wir auf die Idee, dass alle Hunde auch Folie an den Pfoten haben müssen, damit die auch keinen Flurschaden machen. Eigentlich sollten wir alle Folie um unsere Füße machen, dann können wir uns auch unser völlig authentisches Schuhwerk sparen. Irgendwie kommen wir uns alle ziemlich verarscht vor, weil nur die blöden Deutschen hier Folie verlegt haben. Einheimische machen wohl keinen Flurschaden. Irgendwie ist gerade in der Niederlande diese Aussage völlig Banane. Gras steht hier ja schließlich auf der Speisekarte. Hm. Der leicht süßliche Geruch den wir den ganzen Tag in der Nase haben, macht auch die Nicht-Kiffer ganz schön breit. Jetzt weiß ich auch warum die Einheimischen mich den ganzen Tag schon anstarren, als wäre ich ein Pornostar. Ich habe doch diese Hanfcreme vom Bodyshop, mit der ich mich immer von oben bis unten einschmiere. Himmel nein, die wollen mich gar nicht ficken, die wollen mich rauchen. Ich muss hier weg.

Und morgen steht es dann in der Zeitung. Mittelalterdarstellerin aus Bayern wurde mit schwarzer Folie zum größten Joint der Welt verarbeitet. Hunderte Konsumenten torkeln durch die Elf Fantasy Fair und hinterlassen den größten Flurschaden aller Zeiten.

Am Abend ging es in den Zuber. Hurra. Der erste Zuber des Jahres. Den haben wir wenigstens gefunden. Das Liebeslabyrinth habe ich immer noch nicht gefunden. Mist. Ich komme vom Duschen zum Zuber und da sitzen welche drin. Super. Wir müssen warten. Toll. Da sitzt ein Jemand mit einer sehr übersichtlichen Frisur. Ein Mongolenzöpfchen auf dem Hinterkopf und sonst nichts. Wie schön. Hm. Als die Herrschaften endlich den Zuber räumen, beobachte ich den jungen Mann mit dem Mongolenschwänzchen ganz genüsslich beim Anziehen, im Traum kann ich diese Szene dann rückwärts abspielen. Ich finde die Wahl der Frisur sehr von Vorteil, welcher Mann kann schon von sich behaupten, er hätte zwei Schwänze. Ich bin ziemlich begeistert. Schade dass er jetzt geht. Ich bete inständig ans Universum, es möge ein tätowierter Ritter mit einer übersichtlichen Frisur kommen und mich ins Liebeslabyrinth entführen oder in die Dusche. Hihi.

Das habe ich irgendwie laut gesagt. Ups. Der junge Mann mit der übersichtlichen Frisur meldet sich dank dem Schirrmeister mehr oder weniger freiwillig. Er ist zwar nicht tätowiert, wir wollen es ja mit den Wünschen ans Universum mal nicht übertreiben. Irgendwie wollte er meine ganze Tätowierung sehen, als ich mein Badehäubchen absetzte, hatte er plötzlich so ein geiles Glitzern in den Augen. Er ist Physiotherapeut und ich konnte ihn nicht davon abhalten, als er mir den Rücken massieren wollte. Der junge Mann ist bestimmt wieder 20 oder schwul, oder beides und ich muss mich nachher wahrscheinlich ernsthaft mit der Zeltheizung aufhängen. Leider wollte er nicht nochmal in den Zuber hüpfen, da wir ihn ja schließlich vorhin vertrieben hatten. Himmel sind wir bescheuert. Nach dem Zubern saßen wir noch vor dem Zuber auf einer Bank und ratschten über Gott und die Welt. Der junge Mann ist übrigens auch 31 und schätzungsweise nicht schwul. Ich muss mich dann heute erstmal wohl nicht umbringen. Mal sehen. Nachdem die Gesellschaft um den Zuber sich irgendwann aufgelöst hatte, gingen wir im Schlosspark spazieren. Die halbe Nacht. Wir ratschten die ganze Zeit und haben dabei leider das Küssen vergessen, vor lauter Ratschen. Mist. Wir waren wirklich ganz brav. Wirklich ernsthaft. Nur Händchenhalten und ein bisschen Kuscheln, mehr nicht. Ich bin auch völlig von mir überrascht. Aber bei so einem Ambiente, wäre wilder hemmungsloser Sex völlig fehl am Platz gewesen. Ihr fragt euch jetzt wohl wo denn der Haken ist. Er wohnt natürlich am Arsch der Heide, obwohl Marburg ausnahmsweise nicht ganz so weit weg ist, wie ich vermutet hatte. Und die ewige Hakensucherei versuche ich sowieso aufzugeben. Er ist der zweite Mann, den ich je kennengelernt habe, der ernsthaft auf Frauen steht, die eine übersichtliche Frisur haben. Ich glaube ich träume schon wieder. Einen Haken gibt es tatsächlich, er heißt Katze. Hm. Ich habe doch eine absolute Abneigung gegen Katzen. Ich mag nun mal keine Muschis. Und außerdem bin ich auf Katzen allergisch, er übrigens auch.

Nachdem der nächste Tag der blanke Horror werden wird, da angeblich 25000 Karten im Vorverkauf verkauft worden sind, verabreden wir uns auf 23.00 Uhr wieder am Zuber. Dann gehen wir ins Bett, jeweils allein.

Am nächsten Morgen stelle ich fest, dass ich in der letzten Nacht meine Holzschuhe durchgelaufen haben muss. Hm. Da sind wir anscheinend eine ganze schöne Strecke gelaufen.

Ich muss gleich nach dem Aufstehen bei dem blöden Marktumzug mit machen. Es ist aber noch genug Zeit, mich wegen meines kaputten Holzschuhes zu verarschen und warum ich die Katze nicht hinter den nächsten Busch gezogen habe. Aber nach dem ich ja schließlich im selbstgewählten Zölibat lebe, wäre eine Vergewaltigung meinerseits bestimmt völlig fehl am Platz eigentlich ein absolutes No-Go. Böse Bine, allein der Gedanke ist schon eine schlimme Sünde. Ich muss wohl gleich ein paar Tag länger Pilgern, um die sündigen Gedanken wieder aus meinem Kopf zu kriegen. Außerdem habe ich heute schließlich ein Date im Zuber. Ob ich mir das Date noch schriftlich geben lassen soll? Besser wäre das! Als wir mit dem Umzug an der Taverne vorbeikommen, steht da eine Grinsekatze. Er grinst über beide Ohren und schaut mir nach. Hihi. Hab ich schon geschrieben, dass er an der Theke der Mönchstaverne arbeitet. Ich finde es super, ich lebe ja schließlich im Zölibat. Der Umzug ist bocklangweilig. Beim Rückweg schaue ich kurz bei meiner Muschi an der Taverne vorbei. Ich habe ihm gestern eröffnet, dass er schließlich schon seit Jahren an meinem Gürtel hängt, er hatte ein wenig verdutzt geschaut, bis ich ihm erklärt habe, dass ich nicht nur die Meisterin des Wortspiels bin, sondern auch seit Jahren ein räudiges Katzenfell an meinem Gürtel trage, wenn ich mit meiner Marketenderin unterwegs bin. Ich zeige ihm mein Loch im Holzschuh. Er ist sichtlich entsetzt. Als ich mich verabschiede, ziehe ich ihn noch über die Theke und küsse ihn. Endlich. Zwar ohne Zunge. War aber trotzdem schön. Wieder am Stand stelle ich erschreckender Weise fest, dass ich meine Hurenbänder zuhause vergessen habe. Mist, eine Marketenderin ohne Hurenbänder ist ja wohl keine Marketenderin. Aber nachdem ich mich gestern schon als Antje, das Käsemädel aus Holland geoutet habe, danke Sina für die geilste Kopfbedeckung aller Zeiten. Heute habe ich eine andere Kopfbedeckung gewählt. Die Müllerin. Ist auch schön. Vielleicht schauen mich die Kiffer heute weniger an, wenn ich eine andere Kopfbedeckung trage. Es lag bestimmt nicht an der Hanfcreme, sondern an der Antje und an den Holzschuhen. Hihi. Irgendwie bin ich doch froh meine Hurenbänder doch nicht dabei zu haben. Man weiß ja nicht, ob die Niederländer das auch noch in den falschen Hals kriegen und sonst was von mir denken. In der Schwulenszene heißt es, dass gelbe Tücher in der Jeanstasche bedeuten, dass Mann auf Anpinkeln steht. Da steh ich ja wohl mal gar nicht drauf. Es liebe meine Vergesslichkeit. Sonst würde ein nächster Amoklauf die Medien erschüttern. Junge Mittelalterdarstellerin auf Bayern, läuft auf der Fantasy Fair mit einem kaputten Holzschuh Amok. Sie stand doch nicht auf Anpinkeln.

Wir beschlossen irgendwann, den ganzen Abend den Zuber zu mieten, weil der Markt geht ja nur bis 20.00 Uhr und dann haben wir nichts mehr zu tun. Wir bekamen noch Besuch aus München. Prominenz aus einer anderen Szene sozusagen, er war auf Kreativurlaub. Sind wir dass nicht alle? Ich darf mit ihm ein wenig flanieren. Beim ForgottenDreams-Stand geht er total ab. Ich befürchte in Regensburg geht ab dieser Woche wieder ein schlimmes Gerücht über mich rum. Dass ich mit dem Besitzer des Münchner SM-Clubs zusammen bin und wir uns gegenseitig Larpwaffen in sämtliche Körperöffnungen einführen. Naja, ich sehe schon, es besteht auf beiden Seiten noch viel Aufklärungsbedarf. Am Ende des Flanierens habe ich einen Dekoauftrag bekommen. Ich mache noch einen Umweg über meine Muschi. Allein natürlich. Ich möchte ihn nicht völlig verschrecken. Ich teile ihm unsere neuen Zubertermine mit. Und dass ich ab 21.00 Uhr im Zuber auf ihn warte, bis ich völlig aufgeweicht bin.

Wenn er nicht kommt, werde ich mich dann gleich ertränken. Das hab ich ihm natürlich nicht gesagt. Wieder am Stand. Langweile und eine doppelte Sprachbarriere hindert uns an unserem Umsatz. Egal. A bisserl was geht allerwei.

Plötzlich schreit Elke nach mir, es wurde ihr Schreibset geklaut. Das teuerste für 52,- Euro. Der Praktikant geht in die eine Richtung und ich in die Andere. Elke schreit uns noch blaue Kiste, blaue Kiste hinterher. Ich dränge mich durch die Menschenmenge. Nicht auffälliges, keine blaue Kiste. Ich lauf wieder zum Stand. Elke ist total fertig. Ich gehe noch mal los und suche einen von der Orga mit einer Funke. Als ich nach einer halben Ewigkeit endlich einen gefunden habe und ihn zum Stand zurück zerre, schlendert eine kleine unscheinbare Frau in einem blauen Pannesamtkleid an uns vorbei. Sie ist mir nur aufgefallen, weil sie etwas vor sich am Körper gedrückt festklammert. Eine blaue Kiste. EINE BLAUE KISTE. Ich zerre den armen Kerl von der Orga wieder in die andere Richtung und halte mit ihm zusammen die Frau auf. Wir schauen in die Kiste, das Schreibset. Sogar das Preisschild über 52,- Euro klebt noch dran. Ich beschimpfe die Frau auf Bayrisch und der arme Typ von der Orga versucht notdürftig zu übersetzen. Sie redet sich damit raus, dass sie die Kiste auf den Boden gefunden hätte. Mir egal, Hauptsache ich kriege die Kiste wieder. Beim Zurücklaufen renne ich mit der Kiste unterm Arm vor lauter Aufregung an Elkes Stand vorbei. Sie sieht nur die blaue Kiste. Elke ist wieder happy. Wir warnen die Standnachbarn vor einer unscheinbaren kleinen blonden Frau in einem blauen Pannesamtkleid. Wir haben sie nie wieder gesehen. Vielleicht habe ich sie ja ein bisschen einschüchtern können. Ich denke, die wird irgendwo auf dem Markt bestimmt noch auf ihre Kosten gekommen sein. Unscheinbares Stück.

Endlich ist der Markttag rum und wir sind unterwegs zum Zuber. Unsere Prominenz geht mit des Schirrmeisters Standhilfe auf eine Swingerparty. Und wir haben den Zuber für uns. Besser kann es ja nicht laufen, oder? So und jetzt kommt wieder das, was ich ja schon geahnt hatte. Weil es immer das Selbe ist mit den Dates. Bine und Dates, das kann ja nicht klappen. Ich hätte mir das Date doch von ihm schriftlich geben sollen. Die Katze muss arbeiten. Er kann nicht in den Zuber. Meine Stimmung ist total im Arsch. Meine Gesichtszüge spiegeln für alle sichtbar meine Stimmung wieder. Ich lehne sogar Wandelbars beste Erdbeerbowle ab. Alkohol und meine jetzige Stimmung, wäre eine verdammt schlechte Kombination. So eine Scheiße. Ich versuche mich jetzt einfach mal mit dem Zuberwasser zu vergiften. Um so mehr ich davon schlucke, um so eher werde ich sterben. Der Zuber wird endlich geräumt und ich bin im Begriff mich umzuziehen, da kommt eine Katze angelaufen. Ich weiß nicht was er gemacht hat, dass er frei bekommen hat, aber er ist da. Hurra. Ich gehe mich entkleiden und als mit einem Handtuch und der Müllerin bekleidet wieder am Zuberrand stehe. Schwimmt schon eine nasse Katze mit einer übersichtlichen Ganzkörperfrisur in meinem Zuber. Der Tag geht ja doch noch gut zu Ende, oder? Wenig später sitze ich im Zuber mit einer nassen Katze im Arm und eine Erdbeerbowle in der anderen Hand. Hihi. Das Erste was er macht, ist mir die Müllerin vom Kopf zu reißen, damit er freie Sicht auf meine Glatze hat. Hihi. Mein Chef und Elke kamen auch in den Zuber und irgendwie waren wir die Volksattraktion für die Wir-müssen-leider-draussen-Bleiber. Mir war alles egal. Und die Bine bekommt endlich ihren Zungenkuss. Hihi. Die Katze kann auch noch küssen wie ein Weltmeister. Wir scherzen und lachen. Für Außenstehende muss die Szene im Zuber, wie ein Softporno gewirkt haben. Naja. Wenn man im Zuber ist, vergisst man zuweilen schon mal alles was um einen geschieht. Ich fand es lustig, bis die Theorie aufkam, ob man im Zuber schwanger werden kann? Wenn die Temperatur stimmt könnte es schon klappen. Na toll, ich hoffe jetzt mal nicht, dass ich von meinem Chef schwanger werde, weil ich mit ihm zusammen im Zuber war. Und wenn es eine Katze wird, dann weiß ich ja von wem, die Katz is. Hm. Nach der dritten Bowle war ich betrunken und die Katze musste wieder arbeiten gehen. Mein Chef bot dem Katze einen Schlafplatz in unserem Zelt an. Er mag es, wenn es ein glückliches Standmodell hat. Es sieht so aus, als würde die Katze heute Nacht was zum Kuscheln bekommen.

Spät in der Nacht war die Taverne endlich dicht und ich musste meine Katze halb ins Bett tragen. Wir beide waren so fertig, dass wir Arm in Arm aneinander gekuschelt einschliefen.

Am nächsten Morgen ließ ich mir sein Autogramm und Emailadresse von meiner Katze in mein Notizbüchlein pinseln. Und ich darf über ihn schreiben, tue ich schon die ganze Zeit, aber fragen muss ich schließlich, nicht dass ich noch vom Bund deutscher Katzenliebhaber wegen Tierquälerei verklagt werde. Es regnet und heute kommt die Lady Captain aus dem IKEA-Sack, vielleicht reißt sie den Umsatz noch raus. Hm.

Ich beende die Fantasy Fair Geschichte an dieser Stelle und soviel sei gesagt. Die Niederlande ist auch nicht das Goldene vom Ei. Es war ein schöner Kreativurlaub für mich und jetzt kann ich mit sündigen Gedanken zum Pilgern gehen.

Jetzt bin ich wieder ein paar Tage im Lande und hoffe seitdem ich wieder online bin auf eine Antwort von meiner Katze. Von Tag zu Tag kommt mir Marburg immer weiter weg vor, als ich zuerst angenommen hatte. Es wäre ja auch zu schön um wahr zu sein, wenn es diesmal mit einem Mann klappen würde, der auf Frauen abfährt, mit einer übersichtlichen Frisur.

Ich muss wohl weiter davon träumen….

In Freising an am See

In Freising an am See
Ich war in Freising an am See auf am Markt und muss die ganze Zeit an das Lied von Willy Astor denken. Seehaus in the Freising Sun. Die Sonne scheint wo anders, aber nicht in Freising an am See. Irgendwie ist der Markt am Freitag und Samstag nicht nur wenig bis gar nicht besucht, das Wetter ist nicht nur äußerst bescheiden, es schifft aus Eimern. Irgendwie hat es sich dieses Jahr eingeregnet. Das kann ja eine heitere Saison werden. Zum Glück haben Freitag und Samstag Nacht einen Zubertermin gebucht und die Zubercrew kenne ich auch noch ziemlich gut. Also bin ich trotz des Wetters guter Dinge. Ich feiere irgendwie, dass ich mir ein so tolles Auto gekauft habe, ich werde an diesem Markt wohl im Auto schlafen müssen, weil auf dem Marktgelände alle total aneinandergebatzt sind und für die Schlafplätze der Standhilfen kein Platz mehr ist. Ich verlaufe ich mich auf der Wiese auch die ganze Zeit, weil der Markt ein wenig unübersichtlich aufgebaut worden ist, mir fehlt es irgendwie am nötigen System. Aber es geht nicht nur mir so, irgendwie verlaufen sich ziemlich viele Leute. Hm. Endlich ist es Nacht und wir gehen mit unserer üblichen Zubergesellschaft in den Zuber. Bis auf die pöbelnden Barbaren vor dem Zuber ist es ganz spaßig. Noch während unserem Zubertermin wandere ich in den Zuber der Zubercrew ab. Wir singen bis um ca. 3.00 Uhr der Veranstalter vorbeikommt und sich gar nicht wundert, dass ich auch in dem Lärmzuber sitze. Dabei bin ich immer die Bravste von allen auf dem Markt. Später musste ich auch noch Erste Hilfe leisten, wegen zuviel Alkohol im Zuber. Bin dann so zwischen 5 und 6 Uhr morgens, ziemlich sauber, völlig nüchtern, aber verschrumpelt ins Auto gefallen. Am nächsten Tag kam das Gerücht auf, ich wäre ja bis um 3 Uhr morgens sturzbetrunken im Zuber gewesen beim Feiern. Naja, wenn Gerüchte, dann bitte mit maßlosen Übertreibungen. Aber mit Untertreibungen, die noch dazu nichtmal annähernd den Tatsachen entsprechen, des ist unter meiner Würde. Der Tag war ziemlich nass von oben und kalt von unten und wie gesagt, es waren keine Gäste da. Man hätte mal wieder einen Stein durch den Markt werfen können und man hätte keinen potentiellen Kunden getroffen. Die Stimmung ist am Boden. Das einzige Highlight waren die Johanniter. Der Priester meines Vertrauens, wollte mich zuerst als Hexe verbrennen, bis ihm dann meine Hurenbänder ins Auge gesprungen sind. Er schrie laut: ‚Sie ist eine Hure und eine Hexe!‘ Ich himmelte ihn nur an und meinte: ‚Aber Hochwürden, ihr wisst doch, dass ich eine Hure bin. Ich war doch erst gestern bei euch.‘ Ich lud ihn dann ein, mir heute Abend im Zuber die Beichte abzunehmen. Abends geht es dann wieder in den Zuber. Ich lerne den Retter meines Schwagers kennen. Meine Schwester und Mann waren von ein paar Wochen in Dunkeldeutschland auf einem Markt und da hat sich meine Schwager alias der Marktgraf von Brandenburg und der Veranstalter unfreiwillig mit einer Horde Nazis angelegt. Beide waren Rücken an Rücken in Ordensklamotte von Nazis umgeben und hatten mit ihrem Leben schon abgeschlossen, während meine Schwester erst die Kinder in Sicherheit gebracht und dann die Wikinger zur Hilfe geholt hatte. Nachdem die Wikinger gefragt hatten ob es ein Problem gäbe, haben sich die Nazis dann doch (schlauerweise) vom Acker gemacht. Wie bescheuert kann man eigentlich sein, dass man sich mit Teilnehmern eines Mittelaltermarkte anlegt. Bei diesem Hobby hat jeder zumindest ein Schwert oder eine Axt am Mann und sie können alle damit umgehen. Obwohl die Wikinger keine Waffen brauchen, die schauen auch ohne ganz schön bedrohlich aus. Einer der Wikinger stand den ganzen Abend neben dem Zuber und hat sich mit uns unterhalten. Irgendwie war des ganz lustig, obwohl mein Priester nicht zur Beichte gekommen ist. Schade eigentlich, aber das hätte die Gemüter nur wieder unnötig öffentlich erregt. Ich bin dann irgendwann freiwillig ins Bett. Allein!
Zum Frühstück gab es bei den Herren Spare Rips und ich hätte echt Kotzen können. Stefan vom Zuber klärte uns über den Flugzeugabsturz auf und was für Wetten die Mechaniker am Flughafen abgeschlossen haben.
Nachdem alle Sicherheitsapparaturen, von dem die Blackbox nur eine wäre, beim Auftreffen auf das Wasser zum Senden beginnen, muss es die Maschine in ziemlich viele kleine Einzelteile zerlegt haben, dass sogar die Blackbox kaputt geht. Die übrigens nicht einfach so kaputt gehen kann. Da muss man schon eine riesige Bombe zünden.
Also auf der Hitliste der möglichen Ursachen stehen.
Erstens, die Aliens. Zweitens die Amerikaner, die mal einen Moment nicht auf ihren Tarnkappenbomber aufgepasst haben. Drittens, die Aliens. Und viertens, irgendwelche Terroristen, die eine riesige Bombe ins Flugzeug geschmuggelt haben und sie dann völlig unbemerkt gezündet haben. Fünftens, die Aliens. Den sehr informativen Vormittag beendeten wir und machten uns an die Arbeit. Heute sind alle Gäste da, die die letzten zwei Tag nicht da waren. Es ist quasi die Hölle los. Wo wir gerade bei Hölle sind, die Johanniter wollen mich schon wieder als Hexe verbrennen. Ich beschwere mich lautstark, das der Priester nicht zu seiner Beichte im Zuber gekommen ist. Mein Vorgesetzter steht neben mir. Wie peinlich. Im Vergleich zu den Templern sind mir die Johanniter wesentlich lieber, die sind mir wenigstens verbal gewachsen. Sie müssen nur endlich mal wahrhaben wollen, dass sie mich wirklich hart rannehmen dürfen. Wohingegen die Templer nur immer leise mit vorgehaltener Hand ‚Hexe‘ husten oder niesen. Naja, als Hexe hat Frau es schon immer nicht leicht gehabt. Und Hexenverbrennung will echt gelernt sein. Ein Inquisitionsverhör würde mein Rollenspielerherz wirklich höher schlagen lassen, aber davon kann ich ja wohl noch bis zum St. Nimmerleinstag hoffen.
Der Tag endet mit einem großen Knall, ein Gewitter. Diesmal ohne fliegende Stände, aber dafür mit total viel Regen. Im strömenden Regen bauen wir ab und ich fahre platschnass heim. Ich bin ziemlich froh, mein Zelt nicht aufgebaut zu haben. Als ich zuhause ankomme, hatte es aufgehört zu regnen. Somit konnte ich meine nassen Sachen trocken in Haus bringen. Hm.
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